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author kraymer
date Mon, 05 Jun 2006 05:02:47 +0000
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@@ -0,0 +1,4963 @@
+<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
+<!-- In sync with rev. 1.50 -->
+<chapter id="encoding-guide">
+<title>Encodieren mit <application>MEncoder</application></title>
+
+<sect1 id="menc-feat-dvd-mpeg4">
+<title>Erzeugen eines hochwertigen MPEG-4-Rips (&quot;DivX&quot;) eines DVD-Films</title>
+
+<para>
+  Eine häufig gestellte Frage ist &quot;Wie mache ich den hochwertigsten
+  Rip für eine gegebene Größe?&quot;. Eine weitere Frage ist &quot;Wie mache den qualitativ
+  bestmöglichen DVD-Rip? Die Dateigröße ist mir egal, ich will einfach nur
+  die beste Qualität.&quot;
+</para>
+
+<para>
+  Die letzte Frage ist zumindest etwas falsch gestellt. Wenn du dir
+  schließlich keine Gedanken um die Dateigröße machst, warum kopierst Du
+  dann nicht einfach den kompletten MPEG-2-Videostream der DVD?
+  Sicherlich, deine AVI wird am Ende 5GB groß sein, so oder so, jedoch ist
+  dies mit Sicherheit deine beste Option, wenn du die beste Qualität
+  erhalten willst und dich nicht um die Größe kümmerst.
+</para>
+
+<para>
+  Tatsache ist, der Grund eine DVD eigens in MPEG-4 umzuencodieren ist
+  gerade <emphasis role="bold">weil</emphasis> dir die Größe wichtig ist.
+</para>
+
+<para>
+  Es ist sehr schwierig, ein Rezept zum Erzeugen eines sehr
+  hochwertigen DVD-Rips anzubieten. Es gilt mehrere Faktoren zu
+  berücksichtigen und du solltest dich mit diesen Details auskennen oder
+  du wirst voraussichtlich am Ende von den Resultaten enttäuscht.
+  Nachfolgend werden wir einige dieser Themen etwas näher untersuchen
+  und uns  danach ein Beispiel ansehen. Wir gehen davon aus, dass Du
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zum Encodieren des
+  Videos verwendest, obwohl diese Theorie genauso gut auf andere Codecs
+  zutrifft.
+</para>
+
+<para>
+  Ist dies alles zu viel für Dich, solltest du womöglich auf einen der vielen
+  guten Frontends zurückgreifen, die in der
+  <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/projects.html#mencoder_frontends">MEncoder-Sektion</ulink>
+  unserer diesbezüglichen Projektseite zu finden sind.
+  Auf diese Weise solltest du in der Lage sein, hochwertige Rips zu
+  erhalten ohne viel nachdenken zu müssen, da die meisten dieser Tools entworfen
+  wurden, clevere Entscheidungen für dich zu treffen.
+</para>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode">
+<title>Vorbereitung aufs Encodieren: Identifizieren Sie Quellmaterial und Framerate</title>
+<para>
+  Bevor du über das Encodieren eines Films nachdenkst, solltest du einige einleitende
+  Schritte vornehmen.
+</para>
+
+<para>
+  Der erste und allerwichtigste Schritt vor dem Encodieren sollte sein,
+  festzustellen, mit welchem Inhaltstyp du umgehst.
+  Kommt dein Quellmaterial von einer DVD oder einem Rundfunk-/Kabel-/Satelliten-TV,
+  wird es in einem von zwei Formaten abgespeichert: NTSC für Nord-Amerika und Japan,
+  PAL für Europa usw.
+  Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass dies ganz einfach die Formatierung
+  für die Präsentation auf einem Fernsehgerät ist und häufig
+  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> mit dem originalen Format des Films
+  korrespondiert. Die Erfahrung zeigt, dass NTSC-Material schwieriger zu
+  encodieren ist, da mehr Elemente in der Quelle zu identifizieren sind.
+  Um eine geeignete Encodierung zu produzieren, solltest du das originale
+  Format kennen.
+  Fehler, dies sollte man berücksichtigen, führen zu diversen Fehlerstellen
+  in deiner Encodierung, einschließlich hässlicher Kammartefakte (combing/interlacing)
+  und doppelten oder gar verlorenen Frames.
+  Abgesehen davon, dass sie unschön sind, beeinflussen diese Artefakte die
+  Codierungseffizienz negativ:
+  du erhältst eine schlechtere Qualität pro Bitrateneinheit.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-fps">
+<title>Identifizieren der Quellframerate</title>
+<para>
+  Hier ist eine Liste der verbreiteten Typen des Quellmaterials, in der Du
+  diese und ihre Eigenschaften wahrscheinlich finden wirst:
+</para>
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Standardfilm</emphasis>: Produziert für
+  theatralische Anzeige bei 24fps.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">PAL-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
+  PAL-Videokamera bei 50 Feldern pro Sekunde.
+  Ein Feld besteht ganz einfach aus den ungerade oder gerade nummerierten
+  Zeilen eines Frames.
+  Fernsehen wurde entworfen, diese Felder im Wechsel als billige Form
+  einer analogen Komprimierung zu aktualisieren.
+  Das menschliche Auge kompensiert dies angeblich, aber wenn Du
+  interlacing einmal verstanden hast, wirst du lernen, es auch auf
+  dem TV-Bildschirm zu erkennen und nie wieder Spass am Fernsehen haben.
+  Zwei Felder machen <emphasis role="bold">keinen</emphasis> kompletten
+  Frame, da sie in einer 50-stel Sekunde zeitlich getrennt aufgenommen
+  werden und so nicht Schlange stehen solange keine Bewegung da ist.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">NTSC-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
+  NTSC-Videokamera bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde oder 60 Feldern
+  pro Sekunde zu Zeiten vor der Farbe.
+  Ansonsten ähnlich wie PAL.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Animation</emphasis>: Üblicherweise bei
+  24fps gezeichnet, kommt jedoch auch in Arten mit gemischter Framerate vor.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Computer Graphics (CG)</emphasis>: Kann
+  irgend eine Framerate sein, jedoch sind einige üblicher als andere;
+  24 und 30 Frames pro Sekunde sind typisch für NTSC und 25fps ist
+  typisch für PAL.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Alter Film</emphasis>: Diverse niedrigere
+  Frameraten.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-material">
+<title>Identifizieren des Quellmaterials</title>
+<para>
+  Filme, die sich aus Frames zusammensetzen, werden den progressiven
+  zugeordnet, während die aus unabhängigen Feldern bestehenden
+  entweder interlaced (engl. für verschachteln) oder Video
+  genannt werden - somit ist letzterer Terminus zweideutig.
+</para>
+<para>
+  Um das ganze noch zu komplizieren, sind manche Filme ein
+  Gemisch aus einigen der oben Beschriebenen.
+</para>
+<para>
+  Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen all diesen
+  Formaten ist, dass einige Frame-basiert andere wiederum
+  Feld-basiert sind.
+  <emphasis role="bold">Immer</emphasis> wenn ein Film für die
+  Anzeige auf dem Fernseher vorbereitet wird (einschließlich
+  DVD), wird er in ein Feld-basiertes Format konvertiert.
+  Die zahlreichen Methoden mit denen dies bewerkstelligt werden
+  kann, werden insgesamt dem &quot;pulldown&quot; zugeordnet, von welchem
+  das verrufene NTSC &quot;3:2 telecine&quot; eine Abart darstellt.
+  Solange das Originalmaterial Feld-basiert war (bei gleicher
+  Feldrate), erhältst du einen Film in einem anderen Format als
+  das Original.
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<title>Es gibt einige verbreitete Typen des pulldown:</title>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">PAL 2:2 pulldown</emphasis>: Das schönste von
+  allen.
+  Jeder Frame wird durch das wechselweise Extrahieren und Anzeigen
+  der geradzahligen und ungeradzahligen Zeilen für die Dauer von zwei
+  Feldern dargestellt.
+  Hat das Originalmaterial 24fps, beschleunigt dieser Prozess den Film
+  um 4%.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">PAL 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown</emphasis>:
+  Jeder 12-te Frame, anstatt nur jeder 2-te, wird für die Dauer von zwei
+  Feldern dargestellt.
+  Dies vermeidet die 4% Geschwindigkeitssteigerung, macht jedoch das
+  Umkehren des Prozesses viel schwieriger.
+  Es ist üblicherweise in Musical-Produktionen zu sehen, wo das Anpassen der
+  Geschwindigkeit um 4% sicherlich das musikalische Ergebnis kaputt machen würde.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">NTSC 3:2 telecine</emphasis>: Frames werden
+  abwechselnd für die Dauer von 3 oder 2 Feldern angezeigt.
+  Dies verleiht der Feldrate das 2.5-fache der originalen Framerate.
+  Das Resultat wird dadurch auch leicht von 60 Feldern pro Sekunde auf
+  60000/1001 Felder pro Sekunde verlangsamt, um die NTSC-Felddrate
+  beizubehalten.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">NTSC 2:2 pulldown</emphasis>: Verwendet zur
+  Darstellung von 30fps Material auf NTSC.
+  Schön, wie das 2:2 PAL pulldown.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+
+<para>
+  Es gibt auch Methoden zur Konvertierung zwischen NTSC- und PAL-Video,
+  jedoch liegen diese Themen jenseits des Rahmens dieser Anleitung.
+  Wenn du auf solch einen Film stößt und ihn encodieren willst, solltest
+  du besser eine Kopie im originalen Format suchen.
+  Die Konvertierung zwischen diesen beiden Formaten ist hochdestruktiv und
+  kann nicht spurlos rückgängig gemacht werden, somit wird deine Encodierung
+  außerordentlich darunter leiden, wenn sie aus einer konvertierten Quelle
+  erzeugt wurde.
+</para>
+<para>
+  Wenn ein Video auf DVD gespeichert wird, werden fortlaufend Feldpaare
+  als Frames gruppiert, auch wenn nicht beabsichtigt ist, diese gleichzeitig
+  zu zeigen.
+  Der bei DVD und digitalem TV verwendete MPEG-2-Standard bietet einen Weg
+  für beides, die originalen progressiven Frames zu encodieren und die Anzahl
+  der Felder, für die ein Frame gezeigt werden soll, im Header dieses Frames
+  zu speichern.
+  Wurde diese Methode angewandt, wird dieser Film oft als &quot;soft telecined&quot;
+  beschrieben, da der Prozess eher nur den DVD-Player anweist, pulldown
+  auf den Film anzuwenden, als den Film selbst abzuändern.
+  Dieser Fall sollte möglichst bevorzugt werden, da er (eigentlich ignoriert)
+  leicht vom Encoder rückgängig gemacht werden kann und da er die maximale
+  Qualität beibehält.
+  Wie auch immer, viele DVD- und Rundfunkproduktionsstudios verwenden
+  keine passenden Encodiertechniken, sie produzieren stattdessen Filme mit
+  &quot;hard telecine&quot;, bei denen Felder sogar in encodiertes MPEG-2 dupliziert
+  werden.
+</para>
+<para>
+  Die damit arbeitenden Produzenten werden
+  <link linkend="menc-feat-telecine">später in diesem Handbuch</link>
+  mit einbezogen.
+  Wir lassen dich jetzt mit einigen Anleitungen zur Identifizierung der
+  Materialtypen zurück, mit denen du es zu tun hast:
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<title>NTSC-Bereiche:</title>
+<listitem><para>
+  Wenn <application>MPlayer</application> angibt, dass die Framerate
+  während des Betrachtens des Films nach 24000/1001 gewechselt ist
+  und diese nie wieder zurückwechselt, handelt es sich meist mit
+  Sicherheit um progressiven Inhalt, der &quot;soft telecined&quot; wurde.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Wenn <application>MPlayer</application> anzeigt, dass die Framerate
+  zwischen 24000/1001 und 30000/1001 vor und zurück wechselt, und Du
+  siehst hin und wieder &quot;combing&quot;, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.
+  Die Segmente mit 24000/1001 fps sind meist mit Sicherheit progressiver
+  Inhalt, &quot;soft telecined&quot;, jedoch die Teile mit 30000/1001 fps könnten
+  entweder &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps Inhalt oder 60000/1001 Felder
+  pro Sekunde NTSC-Video sein.
+  Verwende die selben Richtwerte wie in folgenden zwei Fällen, um zu
+  bestimmen, um was es sich handelt.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
+  anzeigt und jeder einzelne Frame mit Bewegung gekämmt (combed) erscheint,
+  ist dein Film ein NTSC-Video bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
+  anzeigt und zwei von fünf Frames gekämmt (combed) erscheinen, ist
+  dein Film &quot;hard telecined&quot; 24000/1001fps Inhalt.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+
+<itemizedlist>
+<title>PAL-Bereiche:</title>
+<listitem><para>
+  Wenn du niemals irgend ein Combing siehst, ist dein Film 2:2 pulldown.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Siehst du alle halbe Sekunde abwechselnd ein und ausgehendes Combing,
+  dann ist dein Film 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Hast du immer während Bewegungen Combing gesehen, dann ist dein Film
+  PAL-Video bei 50 Feldern pro Sekunde.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+
+<note><title>Hint:</title>
+<para>
+  <application>MPlayer</application> kann das Filmplayback
+  mittels der Option -speed verlangsamen oder Frame für Frame abspielen.
+  Versuche <option>-speed</option> 0.2 zu verwenden, um den Film sehr lamgsam
+  anzusehen oder drücke wiederholt die Taste &quot;<keycap>.</keycap>&quot;, um jeweils
+  einen Frame abzuspielen und identifiziere dann das Muster, wenn du bei voller
+  Geschwindigkeit nichts erkennen kannst.
+</para>
+</note>
+</sect3>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-2pass">
+<title>Konstantenquantisierer vs. Multipass</title>
+
+<para>
+  Es ist möglich, deinen Film in einer großen Auswahl von Qualitäten zu
+  encodieren.
+  Mit modernen Videoencodern und ein wenig Pre-Codec-Kompression
+  (Herunterskalierung (downscaling) und Rauschunterdrückung (denoising)), kann eine sehr gute
+  Qualität bei 700 MB erreicht werden, für einen 90-110 Minute Breitwandfilm.
+  Des Weiteren können alle - sogar die längsten - Filme mit nahezu perfekter
+  Qualität bei 1400 MB encodiert werden.
+</para>
+
+<para>
+  Es gibt drei Annäherungen für das Encodieren eines Videos: konstante Bitrate
+  (CBR), konstanter Quantisierer und Multipass (ABR, oder mittlere Bitrate).
+</para>
+
+<para>
+  Die Komplexität der Frames eines Filmes und somit die Anzahl der für
+  deren Komprimierung erforderlichen Bits kann von einer Szene zur anderen
+  außerordentlich variieren.
+  Moderne Videoencodern können sich durch Variieren der Bitrate an diese
+  Anforderungen anpassen.
+  In einfachen Modi wie CBR, kennen die Encoder jedoch nicht den
+  Bitratenbedarf zukünftiger Szenen und sind somit nicht in der Lage,
+  die angeforderte mittlere Bitrate über längere Zeitspannen zu
+  überschreiten.
+  Erweiterte Modi wie etwa Multipass-Encodierung können die Statistik
+  früherer Durchgänge berücksichtigen; dies behebt das oben erwähnte
+  Problem.
+</para>
+
+<note><title>Beachten Sie:</title>
+<para>
+  Die meisten Codecs, die ABR-Encodierung unterstützen, unterstützen nur
+  die Encodierung in zwei Durchgängen (two pass) während einige andere wie
+  etwa <systemitem class="library">x264</systemitem>,
+  <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+  und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> Multipass
+  unterstützen, was die Qualität bei jedem Durchgang leicht verbessert,
+  jedoch ist diese Verbesserung nicht mehr messbar noch ist sie nach dem
+  4-ten Durchgang oder so spürbar.
+  Aus diesem Grund werden in diesem Abschnitt die Encoderierung mit 2 Durchläufen
+  (two pass) und Multipass abwechselnd angewandt.
+</para>
+</note>
+
+<para>
+  In jedem dieser Modi bricht der Videocodec (wie etwa
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>)
+  den Videoframe in 16x16 Pixel Macroblöcke und wendet danach einen
+  Quantisierer auf jeden Macroblock an. Je niedriger der Quantisierer desto
+  besser die Qualität und desto höher die Bitrate.
+  Die Methode, die der Filmencoder zur Bestimmung des auf einen gegebenen
+  Macroblock anzuwendenden Quantisierer verwendet, variiert und ist in
+  hohem Maße einstellbar. (Dies ist eine extreme übertriebene Vereinfachung
+  des aktuellen Prozesses, aber nützlich das Grundkonzept zu verstehen.)
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du eine konstante Bitrate festlegst, wird der Videocodec das Video
+  so encodieren, dass so viele Details wie notwendig und so wenig
+  wie möglich ausgesondert werden, um unterhalb der vorgegebenen Bitrate zu
+  bleiben. Wenn du dich wirklich nicht um die Dateigröße kümmerst, könntest
+  du auch CBR verwenden und eine nahezu endlose Bitrate festlegen.
+  (In der Praxis bedeutet dies einen Wert, der hoch genug ist kein Limit
+  aufzuwerfen wie 10000Kbit.) Ohne echte Einschränkung der Bitrate wird
+  der Codec als Ergebnis den niedrigsten möglichen Quantisierer für jeden
+  Macroblock anwenden (wie durch <option>vqmin</option> für
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+  spezifiziert, standardmäßig ist dies 2).
+  Sobald du eine Bitrate festlegst, die niedrig genug ist, den
+  Codec zur Anwendung eines höheren Quantisierers zu zwingen, bist Du
+  nahezu sicher dabei, die Qualität deines Videos zu ruinieren.
+  Um dies zu vermeiden, solltst du möglicherweise dein Video wie
+  in der später in diesem Handbuch beschriebenen Methode reduzieren.
+  Im Allgemeinen solltst du CBR vollkommen meiden, wenn dir Qualität
+  wichtig ist.
+</para>
+
+<para>
+  Mit konstantem Quantisierer wendet der Codec den selben Quantisierer, wie
+  durch die Option <option>vqscale</option> (für
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>) spezifiziert, auf jeden
+  Macroblock an.
+  Willst du einen Rip mit höchstmöglicher Qualität und ignorierst dabei
+  wiederum die Bitrate, kannst du <option>vqscale=2</option> verwenden.
+  Dies wird die selbe Bitrate und PSNR (peak signal-to-noise ratio) liefern
+  wie CBR mit <option>vbitrate</option>=infinity und dem standardmäßigen
+  <option>vqmin</option> von 2.
+</para>
+
+<para>
+  Das Problem mit konstantem Quantisierer ist, dass der vorgegebene Quantisierer
+  zum Einsatz kommt, egal ob der Macroblock ihn benötigt oder nicht. Dies heißt,
+  es wäre möglich, einen höheren Quantisierer auf einen Macroblock anzuwenden,
+  ohne sichtbare Qualität zu opfern. Warum die Bits für einen unnötig kleinen
+  Quantisierer verschwenden? deine CPU hat soundso viele Arbeitsgänge Zeit zur
+  Verfügung, die Festplatte jedoch nur soundso viele Bits.
+</para>
+
+<para>
+  Bei einer Encodierung mit zwei Durchläufen (two pass), wird der erste Durchgang
+  den Film so rippen, als würde CBR vorliegen, jedoch wird ein Log die Eigenschaften
+  jedes Frames beibehalten. Diese Daten werden danach während des zweiten Durchgangs
+  dazu verwendet, intelligente Entscheidungen zur Wahl des Quantisierers zu treffen.
+  Während schneller Aktionen oder hochdetaillierter Szenen werden womöglich
+  höhere Quantisierer, während langsamen Bewegungen und Szenen mit weniger Details
+  niedrigere Quantisierer verwendet.
+  Normalerweise ist die Anzahl der Bewegungen wichtiger als die der Details.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du <option>vqscale=2</option> verwendest, verschwendest du Bits. Wenn
+  du <option>vqscale=3</option> anwendest, wirst du keinen Rip mit bestmöglicher
+  Qualität erhalten. Angenommen du rippst eine DVD mit <option>vqscale=3</option>
+  und das Resultat ist 1800Kbit. Wenn du in zwei Durchgängen (two pass) mit
+  <option>vbitrate=1800</option> encodierst, wird das daraus resultierende Video
+  eine <emphasis role="bold">bessere Qualität</emphasis> bei
+  <emphasis role="bold">gleicher Bitrate</emphasis> haben.
+</para>
+
+<para>
+  Da du nun davon überzeugt bist, dass zwei Durchgänge (two pass) den besten
+  Weg darstellen, stellt sich jetzt tatsächlich die Frage, welche Bitrate
+  verwendet werden soll? Die Antwort ist, dass es nicht nur eine
+  Antwort gibt. Idealerweise willst du eine Bitrate wählen, die die beste Balance
+  zwischen Qualität und Dateigröße ergibt. Die kann abhängig vom Quellvideo
+  variieren.
+</para>
+
+<para>
+  Interessiert die Größe nicht, stellen etwa 2000Kbit plus oder minus 200Kbit
+  einen guten Ausgangspunkt für einen sehr hochqualitativen Rip dar.
+  Bei einem Video mit schnellen Aktionen oder hohen Details, oder wenn du schlicht
+  und ergreifend ein sehr kritisches Auge besitzst, könntest du dich für 2400
+  oder 2600 entscheiden.
+  Bei einigen DVDs kannst du eventuell keinen Unterschied bei 1400Kbit feststellen.
+  um ein besseres Gefühl zu bekommen, ist es eine gute Idee, mit Szenen bei
+  unterschiedlichen Bitraten herum zu experimentieren.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du eine bestimmte Größe anvisierst, mußt du die Bitrate irgendwie
+  kalkulieren.
+  Aber zuvor solltest du wissen, wieviel Platz du für den/die Audiotrack(s)
+  reservieren mußt, daher solltest Du
+  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">diese(n) zuerst rippen</link>.
+  du kannst die Bitrate mit folgender Gleichung berechnen:
+  <systemitem>Bitrate = (zielgroesse_in_MByte - soundgroesse_in_MByte) *
+  1024 * 1024 / laenge_in_sek * 8 / 1000</systemitem>
+  Um zum Beispiel einen zweistündigen Film auf eine 702MB CD mit einem 60MB
+  Audiotrack zu bekommen, sollte die Videobitrate folgendermaßen sein:
+  <systemitem>(702 - 60) * 1024 * 1024 / (120*60) * 8 / 1000
+  = 740kbps</systemitem>
+</para>
+
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-constraints">
+<title>Randbedingungen für effizientes Encodieren</title>
+
+<para>
+  Aufgrund der Natur der MPEG-Komrimierung, gibt es zahlreiche
+  Randbedingungen, denen du zum Erreichen maximaler Qualität folgen
+  solltest.
+  MPEG splittet das Video in Macroblöcke genannte 16x16 Quadrate auf,
+  jeder davon zusammengesetzt aus 4 8x8 Blöcken mit
+  Luma-(Intensitäts)-Informationen und zwei halb-auflösenden 8x8
+  Chroma-(Farb)-Blöcken (einer für die Rot-Zyan-Achse und der andere für
+  die Blau-Gelb-Achse).
+  Selbst wenn breite und Höhe deines Films kein Vielfaches von 16 sind,
+  wird der Encoder ausreichend 16x16 Macroblöcke zur Abdeckung des
+  gesamten Bildbereichs verwenden und der Extraplatz wird verschwendet.
+  Folglich ist es keine gute Idee, im Interesse der Maximierung der
+  Qualität bei fester Dateigröße, Abmessungen zu verwenden die kein
+  Vielfaches von 16 sind.
+</para>
+
+<para>
+  Die meisten DVDs besitzen ein bestimmtes Maß schwarzer Ränder
+  an ihren Kanten. Diese dort zu belassen, kann die Qualität auf
+  verschiedene Art und Weise negativ beeinflussen.
+</para>
+
+<orderedlist>
+<listitem>
+<para>
+  MPEG-Kompression hängt ebenso in höchstem Maße von den
+  Frequenzbereichs-Transformationen ab, insbesondere von der
+  Discrete Cosine Transform (DCT), die der Fourier Transform ähnelt.
+  Diese Art Encodierung ist für darstellende Muster und weiche
+  Übergänge effizient, hat jedoch große Probleme mit scharfen Kanten.
+  Um diese zu encodieren muß sie viel mehr Bits verwenden,
+  oder andernfalls wird ein als Klingeln (ringing) bekannter Artefakt
+  auftreten.
+</para>
+
+<para>
+  Die Frequency Transform (DCT) erfolgt separat auf jeden
+  Macroblock (eigentlich auf jeden Block), somit trifft dieses Problem
+  nur zu, wenn sich in einem Block eine scharfe Kante befindet.
+  Beginnt dein schwarzer Rand exakt an den Grenzen zum Vielfachen von
+  16 Pixeln, stellt dies kein Problem dar.
+  Seis drum, die schwarzen Ränder bei DVDs werden in den seltensten
+  Fällen schön angeordnet, daher wirst du sie in der Praxis immer
+  abschneiden müssen um diesen Nachteil zu vermeiden.
+</para>
+</listitem>
+</orderedlist>
+
+<para>
+  Zusätzlich zu den Frequenzbereichs-Transformationen, verwendet die
+  MPEG-Kompression Bewegungsvektoren, um den Wechsel von einem Frame
+  zum anderen darzustellen.
+  Bewegungsvektoren arbeiten bei Inhalt, der von den Kanten eines Bildes
+  her einfließt, normalerweise weniger effizient, da dieser im vorherigen
+  Frame nicht vorhanden ist. Solange sich das Bild bis voll zur Kante des
+  encodierten Bereichs hin vergrößert, haben Bewegungsvektoren kein Problem
+  mit Inhalt, der sich aus den Kanten des Bildes hinausbewegt. Die Präsenz
+  schwarzer Ränder kann jedoch Ärger machen:
+</para>
+
+<orderedlist continuation="continues">
+<listitem>
+<para>
+  Die MPEG-Kompression speichert für jeden Macroblock einen Vektor,
+  um ausfindig zu machen, welcher Teil des vorherigen Frames in diesen
+  Macroblock als Basis zur Vorhersage des nächsten Frames kopiert
+  werden soll. Nur die verbleibenden Unterschiede müssen encodiert werden.
+  Überspannt der Macroblock die Kante des Bildes und enthält einen
+  Teil des schwarzen Randes, werden Bewegungsvektoren aus anderen
+  Teilen des Bildes den schwarzen Rand überschreiben. Dies bedeutet, dass
+  jede Menge Bits entweder zur wiederholten Schwärzung des überschriebenen
+  Randes aufgewendet werden müssen oder es wird (eher) erst gar kein
+  Bewegungsvektor genutzt und alle Änderungen innerhalb dieses Macroblocks
+  müssen explizit encodiert werden. So oder so wird die Encodiereffizienz
+  außerordentlich reduziert.
+</para>
+
+<para>
+  Nochmal, dieses Problem trifft nur dann zu, wenn keine schwarzen Ränder
+  an den Grenzen eines Vielfachen von 16 anstehen.
+</para>
+</listitem>
+
+<listitem>
+<para>
+  Zuletzt noch was, angenommen wir haben einen Macroblock im Inneren des
+  Bildes und ein Objekt bewegt sich aus Richtung Nähe der Kante des Bildes
+  her in diesen Block hinein. Die MPEG-Encodierung kann nicht sagen
+  &quot;kopiere den Teil, der innerhalb des Bildes liegt, den schwarzen Rand
+  aber nicht&quot;. Somit wird der schwarze Rand ebenfalls mit hinein kopiert
+  und jede Menge Bits müssen zur Encodierung des Teils des Bildes, der
+  dort angenommen wird, aufgewendet werden.
+</para>
+
+<para>
+  Läuft das Bild ständig zur Kante des encodierten Bereichs, besitzt
+  MPEG spezielle Optimierungen, um immer wieder dann die Pixel am Rand des
+  Bildes zu kopieren, wenn ein Bewegungsvektor von außerhalb des
+  encodierten Bereichs ankommt. Dieses Feature wird nutzlos, wenn der Film
+  schwarze Ränder hat. Im Gegensatz zu den Problemen 1 und 2, hilft hier
+  kein Anordnen der Ränder am Vielfachen von 16.
+</para>
+</listitem>
+
+<listitem>
+<para>
+  Trotzdem die Ränder komplett schwarz sind und sich nie ändern, ist
+  zumindest ein minimaler Overhead damit verbunden, mehr Macroblöcke
+  zu besitzen.
+</para>
+</listitem>
+</orderedlist>
+
+<para>
+  Aus all diesen Gründen wird empfohlen, schwarze Ränder voll abzuschneiden.
+  Mehr noch, liegt ein Bereich mit Rauschen/Verzerrung an der Kante des Bildes,
+  steigert dessen Abschneiden ebenso die Encodiereffizienz. Videophile Puristen,
+  die den Originalzustand so nah wie möglich sichern wollen,
+  mögen dieses Abschneiden (cropping) beanstanden, wenn du jedoch nicht planst,
+  bei konstantem Quantisierer zu encodieren, wird der Qualitätsgewinn, den Du
+  durch dieses Abschneiden erreichst, beträchtlich über dem Verlust an Informationen
+  an den Kanten liegen.
+</para>
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-crop">
+<title>Abschneiden und Skalieren</title>
+
+<para>
+  Wiederaufruf der vorherigen Sektion, dass die letzte von Dir
+  encodierte Bildgröße ein Vielfaches von 16 sein sollte (bei beidem,
+  Breite und Höhe).
+  Diese kann durch Abschneiden, Skalieren erreicht werden oder durch
+  eine Kombination von beidem.
+</para>
+
+<para>
+  Beim Abschneiden gibt es ein paar Richtwerte, die befolgt werden müssen,
+  um eine Zerstörung des Films zu vermeiden.
+  Das normale YUV-Format, 4:2:0, speichert Chroma-(Farb)-Informationen
+  in einer Unterstichprobe (subsampled), z.B. wird Chroma nur halb so oft
+  in jede Richtung gesampelt wie Luma-(Intensitäts)-Informationen.
+  Beobachte dieses Diagramm, in dem L Luma-Samplingpunkte bedeuten und C
+  für Chroma steht.
+</para>
+
+<informaltable>
+<?dbhtml table-width="40%" ?>
+<?dbfo table-width="40%" ?>
+<tgroup cols="8" align="center">
+<colspec colnum="1" colname="col1"/>
+<colspec colnum="2" colname="col2"/>
+<colspec colnum="3" colname="col3"/>
+<colspec colnum="4" colname="col4"/>
+<colspec colnum="5" colname="col5"/>
+<colspec colnum="6" colname="col6"/>
+<colspec colnum="7" colname="col7"/>
+<colspec colnum="8" colname="col8"/>
+<spanspec spanname="spa1-2" namest="col1" nameend="col2"/>
+<spanspec spanname="spa3-4" namest="col3" nameend="col4"/>
+<spanspec spanname="spa5-6" namest="col5" nameend="col6"/>
+<spanspec spanname="spa7-8" namest="col7" nameend="col8"/>
+  <tbody>
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+  </tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+<para>
+  Wie du sehen kannst, kommen Zeilen und Spalten des Bildes natürlich paarweise.
+  Folglich <emphasis>müssen</emphasis> deine Abschneide-(crop)-Offsets und
+  Abmessungen geradzahlig sein.
+  Sind sie dies nicht, wird Chroma nicht mehr korrekt mit Luma abgeglichen.
+  In der Theorie ist es möglich, mit ungeraden Offsets abzuschneiden, jedoch
+  erfordert dies ein Resampling von Chroma, was potentiell eine mit Verlust
+  verbundene (lossy) Operation bedeutet und vom Crop-Filter nicht unterstützt
+  wird.
+</para>
+
+<para>
+  Weiterhin wird interlaced Video folgendermaßen gesampelt:
+</para>
+
+<informaltable>
+<?dbhtml table-width="80%" ?>
+<?dbfo table-width="80%" ?>
+<tgroup cols="16" align="center">
+<colspec colnum="1"  colname="col1"/>
+<colspec colnum="2"  colname="col2"/>
+<colspec colnum="3"  colname="col3"/>
+<colspec colnum="4"  colname="col4"/>
+<colspec colnum="5"  colname="col5"/>
+<colspec colnum="6"  colname="col6"/>
+<colspec colnum="7"  colname="col7"/>
+<colspec colnum="8"  colname="col8"/>
+<colspec colnum="9"  colname="col9"/>
+<colspec colnum="10" colname="col10"/>
+<colspec colnum="11" colname="col11"/>
+<colspec colnum="12" colname="col12"/>
+<colspec colnum="13" colname="col13"/>
+<colspec colnum="14" colname="col14"/>
+<colspec colnum="15" colname="col15"/>
+<colspec colnum="16" colname="col16"/>
+<spanspec spanname="spa1-2"   namest="col1" nameend="col2"/>
+<spanspec spanname="spa3-4"   namest="col3" nameend="col4"/>
+<spanspec spanname="spa5-6"   namest="col5" nameend="col6"/>
+<spanspec spanname="spa7-8"   namest="col7" nameend="col8"/>
+<spanspec spanname="spa9-10"  namest="col9" nameend="col10"/>
+<spanspec spanname="spa11-12" namest="col11" nameend="col12"/>
+<spanspec spanname="spa13-14" namest="col13" nameend="col14"/>
+<spanspec spanname="spa15-16" namest="col15" nameend="col16"/>
+  <tbody>
+    <row>
+      <entry namest="col1" nameend="col8">Oberes Feld</entry>
+      <entry namest="col9" nameend="col16">Unteres Feld</entry>
+    </row>
+    <row>
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+    </row>
+    <row>
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+      <entry></entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+      <entry>L</entry>
+    </row>
+  </tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+<para>
+  Wie du erkennen kannst, wiederholt sich das Muster bis nach 4 Zeilen nicht.
+  Somit müssen bei interlaced Video dein y-Offset und die Höhe für das
+  Ausschneiden ein Vielfaches von 4 sein.
+</para>
+
+<para>
+  Die ursprüngliche DVD-Auflösung ist 720x480 für NTSC und 720x576 für PAL, es
+  gibt jedoch ein Aspektkennzeichen das spezifiziert, ob Vollbild (4:3) oder
+  Breitwandfilm (16:9) vorliegt. Viele (wenn nicht die meisten) Breitwandfilm-DVDs
+  sind micht grundsätzlich 16:9 und werden entweder 1.85:1 oder 2.35:1 (Cinescope).
+  Dies bedeutet, dass es schwarze Bänder im Video geben wird, die herausgeschnitten
+  werden müssen.
+</para>
+
+<para>
+  <application>MPlayer</application> stellt einen Crop-Erkennungsfilter
+  zur Verfügung, der das Ausschnittsrechteck (<option>-vf cropdetect</option>)
+  bestimmt.
+  Starte <application>MPlayer</application> mit
+  <option>-vf cropdetect</option> und er wird die Crop-Einstellungen
+  zum Entfernen der Ränder ausgeben.
+  du solltest den Film lange genug laufen lassen, damit die gesamte Bildfläche
+  verwendet wird, um akkurate Crop-Werte zu erhalten.
+</para>
+
+<para>
+  Teste danach die Werte, die von <application>MPlayer</application>
+  über die Befehlszeile mittels <option>cropdetect</option> ausgegeben wurden
+  und passe das Rechteck nach deinen Bedürfnissen an.
+  Der Filter <option>rectangle</option> kann dabei helfen, indem er dir erlaubt,
+  das Rechteck interaktiv über dem Film zu positionieren.
+  Vergiss nicht, den oben genannten Teilbarkeitsrichtwerten zu folgen, sodass Du
+  die Chroma-Ebenen nicht verkehrt anordnest.
+</para>
+
+<para>
+  In bestimmten Fällen könnte Skalieren nicht wünschenswert sein.
+  das Skalieren in vertikaler Richtung ist mit interlaced Video
+  schwierig und wenn du das interlacing erhalten willst, solltest
+  du für gewöhnlich das Skalieren bleiben lassen.
+  Hast du nicht vor, zu Skalieren, willst aber nach wie vor Abmessungen
+  in einem Vielfachen von 16 verwenden, mußt du über den Rand
+  hinausschneiden.
+  Schneide aber lieber nicht über den Rand hinaus, da schwarze Ränder
+  sehr schlecht zu encodieren sind!
+</para>
+
+<para>
+  Weil MPEG-4 16x16 Macroblöcke nutzt, solltest du dich vergewissern,
+  dass jede Abmessung des zu encodierenden Videos ein Vielfaches von
+  16 ist oder du verschlechterst andernfalls die Qualität, speziell bei
+  niedrigeren Bitraten. Du kannst dies durch Abrunden der Breite und
+  Höhe des Ausschnittsrechtecks hinunter auf den nächsten Wert eines
+  Vielfachen von 16 erreichen.
+  Wie früher bereits erklärt, wirst du beim Abschneiden das y-Offset
+  um die Hälfte der Differenz der alten und neuen Höhe erhöhen wollen,
+  sodass das daraus resultierende Video aus der Mitte des Frames genommen
+  wird. Und stelle wegen der Art, wie ein DVD-Video gesampelt wird, sicher,
+  dass das Offset eine gerade Zahl ist. (Verwende in der Tat - als eine
+  Regel - nie ungerade Werte für irgendwelche Parameter beim Abschneiden
+  oder Skalieren eines Videos-) Wenn du dich beim Wegwerfen einiger extra
+  Pixel nicht wohl fühlst, ziehst du es stattdessen vor, das Video zu
+  skalieren.
+  Wir werden uns dies im unten stehenden Beispiel mal ansehen.
+  du kannst den <option>cropdetect</option>-Filter sogar alles oben erwähnte
+  für dich erledigen lassen, da dieser einen optionalen Parameter
+  <option>round</option> besitzt, der standardmäßig gleich 16 ist.
+</para>
+
+<para>
+  Pass auch auf &quot;halbschwarze&quot; Pixel an den Kanten auf. Stelle sicher, dass
+  du diese ebenfalls mit abschneidest oder du vergeudest dort Bits, wo sie
+  doch besser anderswo verschwendet werden sollten.
+</para>
+
+<para>
+  Nachdem nun alles gesagt ist, wirst du möglicherweise mit bei einem
+  Video landen, dessen Pixel nicht ganz 1.85:1 oder 2.35:1, aber ziemlich
+  nahe dran sind. Du könntest ein neues Seitenverhältnis manuell berechnen,
+  aber <application>MEncoder</application> bietet eine Option für <systemitem
+  class="library">libavcodec</systemitem> genannt <option>autoaspect</option>,
+  die das für dich erledigt. Skaliere auf keinen Fall dieses Video hoch, um
+  die Pixel abzugleichen solange du keinen Festplattenplatz verschwenden willst.
+  Das Skalieren sollte beim Playback gemacht werden und der Player wird das
+  in der AVI gespeicherte Seitenverhältnis zur Bestimmung der besten
+  Auflösung verwenden.
+  Unglücklicherweise erzwingen nicht alle Players diese Auto-Skalierinformation,
+  und deshalb willst du trotzdem neu skalieren.
+</para>
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate">
+<title>Auswahl von Auflösung und Bitrate</title>
+
+<para>
+  Wenn du nicht vor hast, in konstantem Quantisiermodus zu encodieren,
+  mußt du eine Bitrate auswählen.
+  Das Konzept der Bitrate ist denkbar einfach.
+  Sie ist die (mittlere) Anzahl Bits, die pro Sekunde zum Speichern
+  Films verbraucht werden.
+  Normalerweise wird die Bitratein Kilobit (1000 Bit) pro Sekunde gemessen.
+  Die Größe deines Films auf der Platte ist die Bitrate multipliziert mit der
+  Dauer des Films, plus einem kleinen &quot;Overhead&quot; (siehe zum Beispiel in der
+  Sektion über
+  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">den AVI-Container</link>).
+  Weitere Parameter wie Skalierunng, Cropping, usw. werden die Dateigröße
+  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> ändern, solange du nicht auch
+  die Bitrate veränderst!.
+</para>
+<para>
+  Die Bitrate skaliert <emphasis role="bold">nicht</emphasis> proportional
+  zur Auflösung.
+  Dies ist zu sagen, eine Datei 320x240 mit 200 KBit/Sek wird nicht die selbe
+  Qualität aufweisen wie des gleiche Film bei 640x480 und 800 KBit/Sek!
+  Dafür gibt es zwei Gründe:
+<orderedlist>
+  <listitem><para>
+    <emphasis role="bold">Wahrnehmbar</emphasis>: du bemerkst
+    MPEG-Artefakte eher, wenn sie größer hochskaliert sind!
+    Artefakte erscheinen bei einer Skalierung von Blöcken (8x8).
+    dein Auge wird in 4800 kleinen Blöcken nicht so leicht Fehler sehen
+    wie es welche in 1200 großen Blöcken sieht (vorausgesetzt du skalierst
+    beide auf Vollbild).
+  </para></listitem>
+  <listitem><para>
+    <emphasis role="bold">Theoretisch</emphasis>: Wenn du ein Bild
+    runterskalierst, aber nach wie vor die selbe Größe der (8x8)
+    Blöcke zur Frequenzraumtransformation verwendest, bewegst Du
+    mehr Daten in die Hochfrequenzbänder.
+    Grob gesagt, jedes Pixel enthält mehr des Details als es dies
+    zuvor tat.
+    Somit enthält dein herunterskaliertes Bild 1/4 der Information
+    in räumlichen Richtungen, es könnte immer noch einen hohen Anteil
+    Information im Frequenzbereich enthalten (vorausgesetzt dass die
+    hohen Frequenzen im originalen 640x480 Bild nicht ausgenutzt waren).
+  </para></listitem>
+  </orderedlist>
+</para>
+<para>
+  Vergangene Leitfäden legten nahe, eine Bitrate und Auflösung zu wählen,
+  die auf eine &quot;Bits pro Pixel&quot;-Näherung basieren, dies ist jedoch im
+  allgemeinen aus oben genannten Gründen nicht gültig.
+  Eine bessere Schätzung scheint zu sein, dass Bitraten proportional zur
+  Quadratwurzel der Auflösung skalieren, sodass 320x240 und 400 KBit/Sek
+  vergleichbar mit 640x480 bei 800 KBit/Sek wären.
+  Dies wurde aber nicht mit theoretischer oder empirischer Strenge verifiziert.
+  Weiters, in Anbetracht das Filme außerordentlich in Bezug auf Rauschen, Details,
+  Bewegungsgrad usw. variieren, ist es zwecklos allgemeine Empfehlungen
+  für die Bits pro Diagonallänge (dem Analog zu Bits pro Pixel
+  unter Verwendung der Quadratwurzel) abzugeben.
+</para>
+<para>
+  So weit haben wir nun die Schwierigkeit der Wahl von Bitrate und
+  Auflösung diskutiert.
+</para>
+
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate-compute">
+<title>Berechnen der Auflösung</title>
+<para>
+  Die folgenden Schritte werden dich in der Berechnen der Auflösung
+  deiner Encodierung anleiten, ohne das Video allzusehr zu verzerren,
+  indem verschiedene Typen von Informationen über das Quellvideo in
+  Betracht gezogen werden.
+  Zuerst solltest du die encodierte Auflösung berechnen:
+  <systemitem>ARc = (Wc x (ARa / PRdvd )) / Hc</systemitem>
+<itemizedlist>
+<title>wobwei:</title>
+<listitem><para>
+  Wc und Hc die Breite und Höhe des zugeschnittenen Videos darstellen,
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  ARa die angezeigte Seitenverhältnis ist, das üblicherweise 4/3 oder 16/9 beträgt,
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  PRdvd das Pixelverhältnis der DVD ist, welches gleich 1.25=(720/576) für
+  PAL-DVDs und 1.5=(720/480) für NTSC-DVDs beträgt,
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</para>
+
+<para>
+  Dann kannst du die X- und Y-Auflösung berechnen, gemäß eines gewisse Faktors
+  der Kompressionsqualität (CQ):
+  <systemitem>ResY = INT(SQRT( 1000*Bitrate/25/ARc/CQ )/16) * 16</systemitem>
+  und
+  <systemitem>ResX = INT( ResY * ARc / 16) * 16</systemitem>
+</para>
+
+<para>
+  Okay, aber was ist der CQ?
+  Der CQ repräsentiert die Anzahl Bits pro Pixel und pro Frame der Encodierung.
+  Grob ausgedrückt, je größer der CQ, desto geringer die Wahrscheinlichkeit,
+  Encodierungsartefakte zu sehen.
+  Trotz allem, wenn du eine Zielgröße für deinen Film hast (1 oder 2 CDs zum Beispiel),
+  gibt es eine begrenzte Gesamtzahl an Bits, die du aufwenden kannst; deswegen ist es
+  notwendig, einen guten Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit und Qualität zu suchen.
+</para>
+
+<para>
+  Der CQ hängt von der Bitrate, der Effektivität des Videocodecs und der
+  Filmauflösung ab.
+  Um den CQ anzuheben, könntest du typischerweise den Film unter der Annahme
+  herunterskalieren, dass die Bitrate mit der Funktion der Zielgröße und der
+  Länge des Films berechnest, die ja konstant sind.
+  Mit MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+  und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, resultiert ein CQ
+  unter 0.18 für gewöhnlich in einem blockmäßig schönen Bild, weil nicht
+  genug Bits zum Codieren der Information jedes Macroblocks vorhanden sind.
+  (MPEG4, wie auch viele andere Codecs, gruppiert Pixel nach Blöcken verschiedener
+  Pixel, um das Bild zu komprimieren; sind nicht genügend Bits vorhanden,
+  werden die Kanten dieser Blöcke sichtbar.)
+  Es ist daher weise, einen CQ im Bereich von 0.20 bis 0.22 für einen 1 CD-Rip
+  und 0.26-0.28 für einen 2 CD-Rip mit Standard-Encodieroptionen zu nehmen.
+  höherntwickelte Encodieroptionen wie die hier für
+  <link linkend="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+  und
+<link linkend="menc-feat-xvid-example-settings"><systemitem class="library">XviD</systemitem></link>
+  aufgelisteten sollten es möglich machen, die selbe Qualität mit einem CQ im Bereich
+  von 0.18 bis 0.20 für einen 1 CD-CDip und 0.24 bis 0.26 für einen 2 CD-Rip zu erreichen.
+  Mit den MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">x264</systemitem>,
+  kannst du einen CQ im Bereich von 0.14 bis 0.16 mit Standard-Encodieroptionen
+  verwenden, und solltest bis auf 0.10 bis 0.12 mit den
+  <link linkend="menc-feat-x264-example-settings">erweiterten Encodieroptionen von <systemitem class="library">x264</systemitem></link>
+  runter gehen können.
+</para>
+
+<para>
+  Bitte nimm zur Kenntnis, dass der CQ lediglich eine hinweisende Zahl ist,
+  da sie vom encodierten Inhalt abhängt, ein CQ von 0.18 kann für einen
+  Bergman-Film recht hübsch aussehen, im Gegensatz zu einem Film wie
+  The Matrix, der jede Menge High-Motion-Szenen enthält.
+  Auf der anderen Seite ist es wertlos, den CQ höher als 0.30 zu schrauben,
+  da du ohne spürbaren Qualitätsgewinn Bits vergeuden würdest.
+  Beachte ebenso, dass wie früher in diesem Handbuch bereits angemerkt,
+  niedrig auflösende Videos einen größeren CQ benötigen, um gut auszusehen
+  (im Vergleich z.B. zur DVD-Auflösung).
+</para>
+</sect3>
+
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-filtering">
+<title>Filtern</title>
+
+<para>
+  Zu lernen, wie man <application>MEncoder</application>'s Videofilter
+  verwendet, ist essentiell, um gute Encodierungen zu produzieren.
+  Jede Videoverarbeitung wird über Filter ausgeführt -- Ausschneiden,
+  Skalieren, Farbanpassung, Rauschentfernung, Scharfzeichnen, deinterlacing,
+  telecine, umgekehrtes telecine und deblocking, um nur ein paar davon aufzuzählen.
+  Zusammen mit der gewaltigen Zahl unterstützter Inputformate, ist die Vielfalt der
+  in <application>MEncoder</application> verfügbaren Filter eine seiner
+  Hauptvorteile im Vergleich zu ähnlichen Programmen.
+</para>
+
+<para>
+  Filter werden in einer Kette über die Option -vf geladen:
+
+  <screen>-vf filter1=options,filter2=options,...</screen>
+
+  Die meisten Filter nehmen mehrere numerische, Komma-getrennte
+  Optionen entgegen, jedoch variiert die Syntax der Optionen von
+  Filter zu Filter, also lies bitte die Man Page für Details
+  zu den Filtern, die du verwenden willst.
+</para>
+
+<para>
+  Filter wirken auf das Video in der Reihenfolge ein, in der sie geladen werden.
+  Zum Beispiel wird folgende Kette:
+
+  <screen>-vf crop=688:464:12:4,scale=640:464</screen>
+
+  zuerst den Bereich 688x464 aus dem Bild schneiden mit der oberen, linken
+  Ecke bei (12,4) und danach das Ergebnis auf 640x464 herunter skalieren.
+</para>
+
+<para>
+  Bestimmte Filter müssen zu oder nahe dem Anfang der Filterkette geladen
+  werden, um Vorteile aus den Informationen des Videodecoders zu ziehen,
+  die ansonsten durch andere Filter verloren gehen oder ungültig gemacht
+  würden.
+  Die wichtigsten Beispiele sind <option>pp</option>
+  (Nachbearbeitung (postprocessing), nur wenn es Deblock- oder
+  Dering-Operationen durchführt), <option>spp</option> (ein weiterer
+  Postprozessor zum Entfernen von MPEG-Artefakten), <option>pullup</option>
+  (umgekehrtes telecine) und <option>softpulldown</option> (zur Konvertierung
+  von soft telecine nach hard telecine).
+</para>
+
+<para>
+  Im allgemeinen solltest du den Film so wenig wie möglich Filtern, um
+  nahe an der originalen DVD-Quelle zu bleiben. Ausschneiden ist oft
+  notwendig (wie oben beschrieben), vermeide aber das Skalieren von Videos.
+  Obwohl das Herunterskalieren manchmal vorgezogen wird, um höhere Quantisierer
+  zu verwenden, wollen wir beide diese Dinge vermeiden: erinnere dich daran,
+  dass wir von Anfang an beschlossen hatten, um einen Kompromiss zwischen
+  Bits und Qualität zu schließen.
+</para>
+
+<para>
+  Passe ebenso kein Gamma, Kontrast, Helligkeit,usw. an. Was auf deinem
+  Display gut aussieht, sieht auf anderen eventuell nicht gut aus. Diese
+  Anpassungen sollten nur im Playback vorgenommen werden.
+</para>
+
+<para>
+  Eine Sache, die du vielleicht machen willst, das Video durch einen sehr
+  feinen Entrauschfilter (Denoise) zu schicken, wie etwa <option>-vf hqdn3d=2:1:2</option>.
+  Nochmals, es geht darum, die Bits einer besseren Verwendung zuzuführen: warum
+  zu Encodieren des Rauschens verschwenden, wenn du dieses Rauschen auch während
+  des Playback entfernen kannst?
+  Die Parameter für <option>hqdn3d</option> zu erhöhen, wird überdies
+  die Komprimierbarkeit erhöhen, erhöhst du jedoch die Werte zu sehr, riskierst Du
+  eine Verringerung der Bildsichtbarkeit. Die oben vorgeschlagenen Werte
+  (<option>2:1:2</option>) sind ziemlich konservativ; du solltest dich frei
+  fühlen, mit höheren Werten herumzuexperimentieren und die Ergebnisse
+  selbst zu beobachten.
+</para>
+
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-interlacing">
+<title>Interlacing und telecine</title>
+
+<para>
+  Nahezu alle Filme sind bei 24 fps aufgenommen. Weil NTSC 30000/1001 fps ist,
+  müssen mit diesen 24 fps Videos einige Verarbeitungen durchgeführt werden,
+  um sie mit der korrekten NTSC-Framerate laufen zu lassen. Der Prozess wird 3:2
+  pulldown genannt, allgemein telecine zugeordnet (weil pulldown des öfteren
+  während des telecine-Prozesses angewandt wird), und naiv so beschrieben,
+  er arbeite mit einer Verlangsamung des Films auf 24000/1001 fps und dem
+  Wiederholen jeden vierten Frames.
+</para>
+
+<para>
+  Keine spezielle Verarbeitung ist jedoch bei einem Video für PAL-DVDs
+  durchzuführen, das bei 25 fps läuft. (Technisch gesehen kann PAL telecined
+  werden, 2:2 pulldown genannt, dies ist jedoch in der Praxis nicht von Bedeutung.)
+  Der 24 fps Film wird einfach mit 25 fps abgespielt. Das Resultat ist, dass
+  der Film ein wenig schneller abläuft, doch solange du kein Alien bist, wirst
+  du möglicherweise keinen Unterschied wahrnehmen.
+  Die meisten PAL-DVDs haben pitch-korrigiertes Audio, dadurch hören sie sich
+  bei 25 fps abgespielt korrekt an, obwohl der Audiotrack (und infolgedessen der
+  gesamte Film) eine 4% kürzere Abspielzeit hat wie NTSC-DVDs.
+</para>
+
+<para>
+  Weil das Video in einer PAL-DVD nicht verändert wurde, mußt du dich nicht
+  viel um die Framerate sorgen. Die Quelle ist 25 fps und dein Rip wird 25
+  fps haben. Wenn du jedoch einen NTSC-DVD-Film rippst, mußt du eventuell
+  umgekehrtes telecine anwenden.
+</para>
+
+<para>
+  Für mit 24 fps aufgenommene Filme, ist das Video auf der NTSC-DVD entweder telecined
+  30000/1001 oder hat andernfalls progressive 24000/1001 fps und es ist vorgesehen,
+  on-the-fly vom DVD-Player telecined zu werden. Auf der anderen Seite sind TV-Serien
+  üblicherweise nur interlaced, nicht telecined. Dies ist keine harte Regel: einige
+  TV-Serien sind interlaced (wie etwa Buffy die Vampirkillerin), wogegen andere
+  eine Mixtur aus progressive und interlaced sind (so wie Angel oder 24) - wers kennt :).
+</para>
+
+<para>
+  Es wird strengstens empfohlen, die Sektion über
+  <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link>
+  durchzulesen, um den Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten zu lernen.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du aber hauptsächlich nur Filme rippst, gehst du wahrscheinlich entweder
+  mit 24 fps progressivem oder telecined Video um, in welchem Falle Du
+  den Filter <option>pullup</option> mittels <option>-vf pullup,softskip</option>
+  verwenden kannst.
+</para>
+
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-encoding-interlaced">
+<title>Interlaced Video encodieren</title>
+
+<para>
+  Ist der Film, den du encodieren willst, interlaced (NTSC-Video oder
+  PAL-Video), wirst du wählen müssen, ob du ihn deinterlacen willst
+  oder nicht.
+  Während das deinterlacing deinen Film auf progressiven Scan-Displays
+  wie Computermonitoren und Projektoren verwendbar macht, wird dich dies
+  doch etwas kosten: Die Feldrate von 50 oder 60000/1001 Feldern pro Sekunde
+  wird auf 25 oder 30000/1001 Frames pro Sekunde halbiert und annähernd die
+  Hälfte der Iinformationen in deinem Film geht während Szenen mit
+  signifikanter Bewegung verloren.
+</para>
+
+<para>
+  Deswegen wird empfohlen, wenn du aus Gründen hochqualitativer
+  Archivierung encodierst, kein deinterlacing durchzuführen.
+  du kannst den Film immer noch beim Playback deinterlacen,
+  wenn du ihn auf progressiven Scan-Geräten anzeigst, und zukünftige
+  Player werden in der Lage sein, auf volle Feldrate zu
+  deinterlacen, mit Interpolation auf 50 oder 60000/1001 komplette
+  Frames pro Sekunde aus interlaced Video heraus.
+</para>
+
+<para>
+  Spezielle Sorgfalt solltest du bei der Arbeit mit interlaced Video walten lassen:
+</para>
+
+<orderedlist>
+<listitem><para>
+  Ausschneidehöhe und y-Offset müssen Vielfache von 4 sein.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Jedes vertikale Skalieren muß im interlaced Modus durchgeführt werden.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  Nachbearbeitungs- (postprocessing) und Rauschunterdrückungsfilter (denoising)
+  funktioniert eventuell nicht wie erwartet bis du speziell darauf achtest,
+  sie jeweils Feld für Feld auf sie einzuwirken und sie können das Video
+  kaputt machen, wenn sie inkorrekt angewendet werden.
+</para></listitem>
+</orderedlist>
+
+<para>
+  Mit diesen Dingen im Kopf, hier das erste Beispiel:
+</para>
+<screen>
+  mencoder <replaceable>capture.avi</replaceable> -mc 0 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts \
+  vcodec=mpeg2video:vbitrate=6000:ilme:ildct:acodec=mp2:abitrate=224
+</screen>
+<para>
+  Beachte die Optionen <option>ilme</option> und <option>ildct</option>.
+</para>
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-av-sync">
+<title>Anmerkungen zur Audio-/Videosynchronisation</title>
+<para>
+  <application>MEncoder</application>'s Algorithmen der Audio-/Videosynchronisation
+  wurden mit der Intention entwickelt, Dateien mit kaputter sync wieder herzustellen.
+  In einigen Fällen können unnötiges Überspringen und Duplizieren
+  von Frames und möglicherweise leichte A/V-Desynchronisation verursachen, auch wenn sie
+  mit dem richtigen Input verwendet werden
+  (gewiss, Probleme mit A/V-Synchronisation treffen nur zu, wenn du den Audiotrack während
+  der Transcodierung des Videos verarbeitest oder kopierst, zu was auch nachhaltig
+  ermutigt wird).
+  Hierfür müsstest du mit der Option <option>-mc 0</option> in die
+  Grundeinstellung der A/V-Synchronisation wechseln oder diese in deine
+  <systemitem>~/.mplayer/mencoder</systemitem> Konfigurationsdatei eintragen,
+  solange du ausschließlich mit guten Quellen arbeitest (DVD, TV-Capture,
+  hochqualitativen MPEG-4-Rips usw.) und mit nicht kaputten ASF/RM/MOV-Dateien.
+</para>
+<para>
+  Wenn du dich überdies gegen merkwürdige Frameübersprünge und -duplikationen
+  absichern willst, kannst du beides verwenden, <option>-mc 0</option>
+  und <option>-noskip</option>.
+  Dies verhindert <emphasis>jede</emphasis> A/V-Synchronisation und kopiert die Frames
+  eins-zu-eins, somit kannst du sie nicht verwenden, falls du irgendwelche Filter
+  verwendest, die unvorhersagbar Frames hinzufügen oder streichen oder falls
+  deine Input-Datei eine variable Framerate besitzt!
+  Deshalb wird eine allgemeine Anwendung von <option>-noskip</option> nicht empfohlen.
+</para>
+<para>
+  Die von die <application>MEncoder</application> unterstützte sogenannte
+  &quot;3-pass&quot; Audioencodierung soll nach Berichten A/V-Desynchronisation
+  verursachen.
+  Dies geschieht definitiv dann, wenn sie in Verbindung mit bestimmten Filtern
+  verwendet wird, daher wird <emphasis>nicht</emphasis> empfohlen, den
+  3-pass-Audio-Modus anzuwenden.
+  Dieses Feature ist nur aus Kompatibilitätsgründen übrig geblieben und für
+  erfahrene Benutzer, die wissen, wann es sicher anzuwenden ist und wann nicht.
+  Wenn du zuvor noch nie etwas vom 3-pass-Modus gehört hast, vergiss, dass wir es je
+  erwähnt hatten!
+</para>
+<para>
+  Es gab auch Berichte über A/V-Desynchronisation, wenn
+  mit <application>MEncoder</application> von stdin encodiert wurde.
+  Lass das bleiben! Verwende immer eine Datei oder ein CD/DVD/usw-Gerät
+  als Input.
+</para>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-codec">
+<title>Auswahl des Videocodecs</title>
+
+<para>
+  Welcher Videocodec am besten zu wählen, hängt von mehreren Faktoren ab,
+  wie Größe, Qualität, Streambarkeit, Brauchbarkeit und Popularität, manche
+  davon hängen weitgehend vom persönlichen Geschmack und technischen
+  Randbedingungen ab.
+</para>
+<itemizedlist>
+  <listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Kompressionseffizienz</emphasis>:
+  Es ist leicht zu verstehen, dass die meisten Codecs der neueren Generation
+  dafür gemacht wurden, Qualität und Komprimierung zu verbessern.
+  Deshalb behauptet der Autor dieses Handbuches und viele anderen Leute, dass
+  du nichts verkehrt machen kannst,
+  <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-cpu'>
+  <para>Sei trotzdem vorsichtig: MPEG-4 AVC-Videos in DVD-Auflösung zu
+  decodieren erfordert einen schnellen Rechner (z.B. einen Pentium 4
+  über 1.5Ghz oder einen Pentium M über 1Ghz).
+  </para></footnote>
+  wenn du MPEG-4 AVC-Codecs wie
+  <systemitem class="library">x264</systemitem> anstatt MPEG-4 ASP-Codecs
+  wie <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 oder
+  <systemitem class="library">XviD</systemitem> wählst.
+  (Zukunftsorientierte Codec-Entwickler interessiert eventuell Michael
+  Niedermayers Meinung
+  &quot;<ulink url="http://guru.multimedia.cx/?p=10">why MPEG4-ASP sucks</ulink>&quot;
+  zu lesen.)
+  Ebenso solltest du mit MPEG-4 ASP eine bessere Qualität erhalten als mit
+  MPEG-2-Codecs.
+  </para>
+  <para>
+  Allerdings können neuere Codecs, die noch stark in der Entwicklung stecken,
+  unter unentdeckten Bugs leiden, die die Encodierung ruinieren können.
+  Dies nimmt man schlicht in Kauf, wenn man Technologie mit blutigen Kanten
+  anwendet.
+  </para>
+  <para>
+  Außerdem, mit einem neuen Codec umzugehen erfordert einige Zeit, sich
+  mit dessen Optionen vertraut zu machen, sodass du weißt, was alles anzupassen
+  ist, um die erhoffte Bildqualität zu erreichen.
+  </para></listitem>
+
+  <listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Hardware-Kompatibilität</emphasis>:
+  Gewöhnlich dauert es bei neuen standalone Video-Playern lange bis der
+  Support für die neuesten Videocodecs eingebunden ist.
+  Als ein Ergebnis unterstützen die meisten nur MPEG-1 (wie VCD, XVCD
+  und KVCD), MPEG-2 (wie DVD, SVCD und KVCD) und MPEG-4 ASP (wie DivX,
+  LMP4 von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> und
+  <systemitem class="library">XviD</systemitem>)
+  (Vorsicht: Im allgemeinen werden nicht alle MPEG-4 ASP-Features unterstützt).
+  Sieh bitte in den technischen Spezifikationen deines Players nach (falls
+  welche vorhanden sind) oder google nach mehr Informationen rum.
+  </para></listitem>
+
+  <listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Beste Qualität pro Encodierzeit</emphasis>:
+  Codecs die es schon einige Zeit gibt (wie
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 und
+  <systemitem class="library">XviD</systemitem>) sind gewöhnlich heftig
+  mit allen möglichen intelligenten Algorithmen und SIMD Assembly-Code optimiert.
+  Das ist, weil sie darauf abzielen, das beste Verhältnis von Qualität
+  pro Encodierzeit zu liefern.
+  Jedoch haben sie oft einige sehr fortschrittliche Optionen, die,
+  wenn aktiviert, das Encodieren bei marginalem Gewinn wirklich langsam
+  machen.
+  </para>
+  <para>
+  Wenn du es auf die Wahnsinnsgeschwindigkeit abzielst, solltest du
+  in der Nähe der Standard-Einstellungen des Videocodecs bleiben
+  (obwohl du ruhig weitere Optionen ausprobieren solltest, die in
+  anderen Sektionen dieses Handbuchs angesprochen werden).
+  </para>
+  <para>
+  Vielleicht überlegst du auch, einen Codec auszuwählen, der mit
+  Multi-Threading klar kommt, was nur für Benutzer von Rechnern
+  mit einigen CPUs von Nutzen ist.
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 erlaubt
+  dies zwar, aber die Geschwindigkeitsgewinne sind begrenzt und es gibt
+  einen leicht negativen Effekt in Bezug auf die Bildqualität.
+  Die Multi-Thread-Encodierung von <systemitem class="library">XviD</systemitem>,
+  durch die Option <option>threads</option> aktiviert, kann zum Ankurbeln
+  der Encodiergeschwindigkeit - um in typischen Fällen etwa 40-60% -
+  bei wenn überhaupt geringer Bildverschlechterung verwendet werden.
+  <systemitem class="library">x264</systemitem> erlaubt ebenfalls
+  Multi-Thread-Encodierung, was im Moment das Encodieren um 15-30% beschleunigt
+  (abhängig von den Encodier-Einstellungen) bei gleichzeitiger Verringerung des
+  PSNR um etwa 0.05dB.
+  </para></listitem>
+
+  <listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Persönlicher Geschmack</emphasis>:
+  Hier beginnt die Angelegenheit oft irrational zu werden: Aus den selben
+  Gründen, aus denen manche über Jahre an DivX 3 hängen, während neuere
+  Codecs bereits Wunder bewirken, ziehen einige Leute
+  <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+  oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 dem
+  <systemitem class="library">x264</systemitem> vor.
+  </para>
+  <para>
+  Du solltest dir dein eigenes Urteil bilden; lass dich nicht von Leuten
+  vollquasseln, die auf den einen Codec schwören.
+  Nimm ein paar Beispiel-Clips von Originalquellen und vergleiche die
+  verschiedenen Encodier-Optionen und Codecs, um den einen zu finden, mit
+  dem du am besten klar kommst.
+  Der beste Codec ist der, den du beherrschst und der in deinen Augen
+  auf deinem Display am besten aussieht.
+  <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-playback'>
+  <para>Die selbe Encodierung kann auf dem Monitor eines anderen vollkommen
+  anders aussehen oder wenn sie von einem anderen Decoder abgespielt wird,
+  also mach deine Encodierungen zukunftssicher indem du sie unter verschiedenen
+  Setups ablaufen lässt.</para></footnote>!
+  </para></listitem>
+</itemizedlist>
+<para>
+  Sieh dazu bitte in der Sektion
+  <link linkend="menc-feat-selecting-codec">Auswahl der Codecs und Containerformate</link>
+  nach der Liste der unterstützten Codecs.
+</para>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">
+<title>Audio</title>
+
+<para>
+  Audio ist ein leichter zu lösendes Problem: wenn du Wert auf Qualität legst,
+  lass es einfach so wie es ist.
+  Gerade AC3 5.1 Streams sind meist 448Kbit/s und jedes Bit wert.
+  Möglicherweise gerätst du in Versuchung, Audio in hochwertiges Vorbis
+  umzuwandeln, aber nur weil du heute keinen A/V-Receiver für AC3-pass-through
+  besitzt, dies bedeutet nicht, dass du nicht morgen doch einen hast.
+  Halte deine DVD-Rips zukunftssicher, indem du den AC3-Stream beibehältst.
+  Du behältst den AC3-Stream entweder, indem du ihn
+  <link linkend="menc-feat-mpeg4">während der Encodierung</link> direkt in den
+  Video-Stream kopierst.
+  Du kannst den AC3-Stream aber auch extrahieren, um ihn in Container wie NUT
+  oder Matroska zu muxen.
+  <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -aid 129 -dumpaudio -dumpfile <replaceable>sound.ac3</replaceable></screen>
+  dumpt Audiotrack Nummer 129 aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
+  (NB: DVD-VOB-Dateien verwenden gewöhnlich andere Audionummerierungen,
+  was bedeutet, dass der VOB-Audiotrack 129 der 2-te Audiotrack der Datei ist).
+  in die Datei <replaceable>sound.ac3</replaceable>.
+</para>
+
+<para>
+  Aber manchmal hast du wirklich keine andere Wahl als den Sound weiter zu
+  komprimieren, sodass mehr Bits fürs Video aufgewendet werden können.
+  Die meisten Leute entscheiden sich für eine Audiokomprimierung mit MP3- oder
+  Vorbis-Audiocodecs.
+  Wobei letzterer ein sehr platzsparender Codec ist, MP3 wird von Hardware-Playern
+  besser unterstützt, wobei sich dieser Trend auch ändert.
+</para>
+
+<para>
+  Verwende <emphasis>nicht</emphasis> <option>-nosound</option> beim Encodieren
+  einer Datei mit enthaltenem Audio, sogar wenn du Audio später separat
+  encodierst und muxt.
+  Zwar kann es im Idealfall manchmal funktionieren, wenn du <option>-nosound</option>
+  verwendest, wahrscheinlich um einige Probleme in deinen
+  Encodier-Befehlszeileneinstellungen zu verbergen.
+  In anderen Worten, einen Soundtrack während dem Encodieren zu haben, stellt sicher,
+  vorausgesetzt du siehst keine Meldungen wie
+  <quote>Too many audio packets in the buffer</quote>, dass du in der Lage sein
+  wirst eine korrekte Synchronisation zu erhalten.
+</para>
+
+<para>
+  Du brauchst <application>MEncoder</application> zur Verarbeitung des Sounds.
+  Du kannst zum Beispiel den originalen Soundtrack während dem Encodieren it
+  <option>-oac copy</option> kopieren oder ihn mittels
+  <option>-oac pcm -channels 1 -srate 4000</option> in eine &quot;leichte&quot;
+  4 kHz Mono WAV-PCM konvertieren.
+  Anderenfalls wird er - in einigen Fällen - eine Videodatei erzeugen, die
+  nicht mit Audio synchron läuft.
+  So was kommt vor, wenn die Anzahl der Videoframes in der Quelldatei nicht
+  mit der Gesamtlänge der Audioframes zusammenpasst oder immer dann, wenn
+  Unstetigkeiten/Splices vorhanden sind, wo Audioframes oder extra Audioframes
+  fehlen.
+  Der korrekte Weg, mit dieser Art Problem umzugehen, ist Stille (silence)
+  einzufügen oder Audio an diesen Punkten wegzuschneiden.
+  Seis drum, <application>MPlayer</application> kann das nicht, also wenn du
+  AC3-Audio demuxt und es in einer separaten Anwendung encodierst (oder
+  es mit <application>MPlayer</application> in eine PCM dumpst), die Splices
+  bleiben inkorrekt und der einzige Weg sie zu korrigieren ist Videoframes
+  an diesem Splice zu streichen bzw. zu duplizieren.
+  Solange <application>MEncoder</application> Audio beim Encodieren des
+  Videos sieht, kann er dieses Streichen/Duplizieren erledigen, was
+  gewöhnlich OK ist, da es bei voller Schwärze/Szenenwechsel stattfindet,
+  aber wenn <application>MEncoder</application> Audio nicht sehen kann,
+  wird er einfach alle Frames so wie sie ankommen verarbeiten und sie werden
+  einfach nicht zum endgültigen Audiostream passen, wenn du beispielsweise
+  deinen Audio- und Videotrack in eine Matroska-Datei mergst.
+</para>
+
+<para>
+  Zuallererst wirst du den DVD-Sound in eine WAV-datei konvertieren müssen, die
+  der Audiocodec als Input nutzen kann.
+  Zum Beispiel:
+  <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -ao pcm:file=<replaceable>destination_sound.wav</replaceable> -vc dummy -aid 1 -vo null</screen>
+  wird den zweiten Audiotrack aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
+  in die Datei <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> dumpen.
+  Vielleicht willst du den Sound vor dem Encodieren normalisieren, da
+  DVD-Audiotracks gemeinhin bei niedriger Lautzstärke aufgenommen sind.
+  Du kannst beispielsweise das Tool <application>normalize</application> verwenden,
+  das in den meisten Distributionen zur Verfügung steht.
+  Wenn du Windows nutzt, kann ein Tool wie <application>BeSweet</application>
+  den selben Job erledigen.
+  Du wirst entweder nach Vorbis oder MP3 komprimieren.
+  Zum Beispiel:
+  <screen>oggenc -q1 <replaceable>destination_sound.wav</replaceable></screen>
+  wird <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> mit
+  der Encodierqualität 1 encodieren, was annähernd 80Kb/s ergibt und
+  die Minimalqualität darstellt, mit der du encodieren solltest, wenn du
+  Wert auf Qualität legst.
+  Nimm bitte zur Kenntnis, dass MEncoder aktuell keine Vorbis-Audiotracks
+  in die Output-Datei muxen kann, da er nur AVI- und MPEG-Container als
+  Output unterstützt, wobei es beim Audio-/Videoplayback zu
+  Synchronisationproblemen mit einigen Playern führen wird, wenn die AVI-Datei
+  VBR-Audiostreams wie z.B. Vorbis enthält.
+  Keine Bange, dieses Dokument wird dir zeigen, wie du das mit
+  Third-Party-Programmen hinbekommst.
+</para>
+
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing">
+<title>Muxen</title>
+<para>
+  Nun da du dein Video encodiert hast, wirst du es höchstwahrscheinlich
+  mit einem oder mehr Audiotracks in einen Movie-Container wie etwa
+  AVI, MPEG, Matroska oder NUT muxen.
+  <application>MEncoder</application> ist aktuell nur un der Lage,
+  Audio und Video nativ in MPEG- und AVI-Containerformate auszugeben.
+  Zum Beispiel:
+  <screen>mencoder -oac copy -ovc copy -o <replaceable>output_movie.avi</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable></screen>
+  Dies würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
+  und die Audio-Datei <replaceable>input_audio.mp2</replaceable>
+  in die AVI-datei <replaceable>output_movie.avi</replaceable> mergen.
+  Dieser Befehl funktioniert mit MPEG-1 Layer I, II und III Audio (eher
+  bekannt als MP3), WAV und auch ein paar weiteren Audioformaten.
+</para>
+
+<para>
+  MEncoder zeichnet sich aus durch experimentellen Support für
+  <systemitem class="library">libavformat</systemitem>, das eine
+  Programmbibliothek des FFmpeg-Projekts ist, welches das Muxen und
+  Demuxen einer Vielzahl von Containern unterstützt.
+  Zum Beispiel:
+  <screen>mencoder -oac copy -ovc copy  -o <replaceable>output_movie.asf</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> -of lavf -lavfopts format=asf</screen>
+  Dies wird das selbe machen, wie das obere Beispiel, außer dass der
+  Output-Container ASF sein wird.
+  Bitte nimm zur Kenntnis, dass dieser Support hochexperimentell ist
+  (aber von Tag zu Tag besser wird) und nur funktionieren wird, wenn du
+  <application>MPlayer</application> mit aktiviertem Support für
+  <systemitem class="library">libavformat</systemitem> kompiliert
+  hast (was meint, dass eine Pre-Packaged Binary Version in den meisten
+  Fällen nicht funktionieren wird).
+</para>
+
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">
+<title>Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</title>
+<para>
+  Es kann vorkommen, dass du ernsthafte A/V-Synchronisationprobleme hast während
+  du versuchst, deine Video- und einige Audiotracks zu muxen, wobei es nichts
+  ändert, wenn du das Audiodelay anpasst, du bekommst nie eine korrekte
+  Synchronisation zu Stande.
+  Dies kann vorkommen, wenn du manche Videofilter verwendest, die einige Frames
+  weglassen oder duplizieren, wie etwa die umgekehrten telecine-Filter.
+  ich kann dich nur dazu ermutigen, den <option>harddup</option>-Videofilter
+  ans Ende der Filterkette anzuhängen, um solcherlei Problemen aus dem Weg
+  zu gehen.
+</para>
+
+<para>
+  Ohne <option>harddup</option> verlässt sich <application>MEncoder</application>,
+  wenn er einen Frame duplizieren will, darauf, dass der Muxer eine Marke auf den
+  Container setzt, sodass der letzte Frame nochmals angezeigt wird, um
+  während des Schreibens des aktuellen Frames synchron zu bleiben.
+  Mit <option>harddup</option> wird <application>MEncoder</application>
+  statt dessen einfach den zuletzt angezeigten Frame nochmal in die Filterkette
+  einschieben.
+  Dies bedeutet, dass der Encoder <emphasis>exakt</emphasis> den selben Frame
+  zweimal entgegen nimmt und komprimiert.
+  Die ergibt eine etwas größere Datei, verursacht jedoch keine Probleme
+  beim Demuxen oder Remuxen in ein anderes Containerformat.
+</para>
+
+<para>
+  Du kommst auch nicht um den Einsatz von <option>harddup</option> im
+  Zusammenhang mit Containerformaten herum, die nicht allzu fest mit
+  <application>MEncoder</application> verlinkt sind, wie etwa diejenigen,
+  welche von <systemitem class="library">libavformat</systemitem> unterstützt
+  werden, der keine Frameduplikation auf Container-Level unterstützt.
+</para>
+</sect3>
+
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">
+<title>Limitierungen des AVI-Containers</title>
+<para>
+  Obwohl es das am breitesten unterstützte Containerformat nach MPEG-1 ist,
+  besitzt AVI auch einige gravierende Nachteile.
+  Der vielleicht offensichtlichste ist der Overhead.
+  Für jeden Block der AVI-Datei werden 24 Byte auf Header und Indizes
+  verschwendet.
+  Dies heißt übersetzt etwas mehr als 5 MB pro Stunde oder 1-2.5%
+  Overhead für einen 700 MB Film. Das sieht nicht nach viel aus, könnte aber
+  die Dfferenz zwischen einem Video mit 700 KBit/Sek oder 714 KBit/Sek
+  bedeuten, und jedes bisschen mehr an Qualität zählt.
+</para>
+
+<para>
+  Zu dieser schockierenden Ineffizienz kommen bei AVI noch folgende
+  wesentlichen Einschränkungen:
+</para>
+
+<orderedlist>
+<listitem>
+<para>
+  Nur Inhalt mit festen fps kann gespeichert werden. Dies ist insbesondere
+  einschränkend, wenn das Originalmaterial, das du encodieren willst,
+  gemischter Inhalt ist, zum Beispiel ein Mix aus NTSC-Video und
+  Filmmaterial.
+  Eigentlich gibt es Hacks, die es ermöglichen, Inhalt mit gemischter
+  Framerate in einer AVI unterzubringen, diese vergrößern jedoch den
+  (ohnehin großen) Overhead fünffach oder mehr und sind somit ungeeignet.
+</para>
+</listitem>
+<listitem>
+<para>
+  Audio in AVI-Dateien muß entweder konstante Bitrate (CBR) oder
+  konstante Framegröße haben (z.B. alle Frames decodieren zur selben Anzahl
+  Samples).
+  Unglücklicherweise erfüllt der effektivste Codec, Vorbis, keine dieser
+  Anforderungen.
+  Deshalb wirst du einen weniger effizienten Codec wie MP3 oder AC3 verwenden
+  müssen, wenn du planst, einen Film in AVI zu speichern.
+</para>
+</listitem>
+</orderedlist>
+
+<para>
+  Nachdem ich nun all dies erzählt habe, muß ich anmerken, momentan
+  unterstützt <application>MEncoder</application> keinen Output mit
+  variablen fps oder Vorbis-Encodierung.
+  Deswegen magst du dies nicht als Einschränkung ansehen, wenn
+  <application>MEncoder</application> das einzige Tool ist, das du
+  nutzt um deine Ecodierungen zu produzieren.
+  Es ist dennoch möglich <application>MEncoder</application> nur zur
+  Videoencodierung zu verwenden und danach externe Tools, um Audio
+  zum Encodieren und in ein anderes Containerformat zu muxen.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-matroska">
+<title>Muxen in den Matroska-Container</title>
+<para>
+  Matroska ist ein freies, offenes Containerformat, das darauf abzielt,
+  eine Menge erweiterter Features bereitzustellen, mit denen ältere Container
+  wie AVI nicht umgehen können.
+  Zum Beispiel unterstützt Matroska Audioinhalt mit variabler Bitrate (VBR),
+  variable Frameraten (VFR), Kapitel, Dateianhänge,
+  Fehlererkennung Error Detection Code (EDC) und modern A/V-Codecs wie &quot;Advanced Audio
+  Coding&quot; (AAC), &quot;Vorbis&quot; oder &quot;MPEG-4 AVC&quot; (H.264), so gut wie nichts
+  womit AVI etwas anfangen kann.
+</para>
+
+<para>
+  Die zum Erzeugen von Matroska-Dateien erforderlichen Tools werden
+  kollectiv <application>mkvtoolnix</application> genannt und stehen
+  für die meisten Unix-Plattformen wie auch <application>Windows</application>
+  zur Verfügung.
+  Weil Matroska ein offener Standard ist, findest du vielleicht andere
+  Tools, die besser für dich eignen, aber da mkvtoolnix das am meisten
+  verbreitete ist und von Matroska selbst unterstützt wird, werden wir nur
+  dessen Anwendung einbeziehen.
+</para>
+
+<para>
+  Möglicherweise der einfachste Weg, mit Matroska anzufangen, ist
+  <application>MMG</application> zu verwenden, das grafische Frontend
+  das mit <application>mkvtoolnix</application> daherkommt, und dem
+  <ulink url="http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/doc/mkvmerge-gui.html">guide to mkvmerge GUI (mmg)</ulink>
+  zu folgen.
+</para>
+
+<para>
+  Du kannst Audio und Video-Dateien auch per Befehlszeile muxen:
+  <screen>mkvmerge -o <replaceable>output.mkv</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable> <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable></screen>
+  Dies würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
+  und die zwei Audio-Dateien <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable>
+  und <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable> in die Matroska-Datei
+  <replaceable>output.mkv</replaceable> mergen.
+  Matroska, wie zuvor beschrieben, ist in der Lage, noch viel mehr als
+  das zu tun, wie etwa multiple Audiotracks (inklusive Feintuning der
+  Audio-/Videosynchronisation), Kapitel, Untertitel, Splitting, usw...
+  Sieh bitte in den Dokumentationen dieser Anwendungen nach mehr Details.
+</para>
+
+</sect3>
+
+</sect2>
+
+</sect1>
+
+<sect1 id="menc-feat-telecine">
+<title>Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</title>
+
+<sect2 id="menc-feat-telecine-intro">
+<title>Einführung</title>
+<formalpara>
+<title>Was ist telecine?</title>
+<para>
+  Ich schlage vor du besuchst diese Seite, wenn du nicht viel von dem
+  verstehst, was in diesem Dokument beschrieben wird:
+  <ulink url="http://www.divx.com/support/guides/guide.php?gid=10">http://www.divx.com/support/guides/guide.php?gid=10</ulink>
+  Diese URL führt zu einer verständlichen und einigermaßen umfassend
+  Beschreibung was telecine ist.
+</para></formalpara>
+
+<formalpara>
+<title>Eine Anmerkung zu Zahlen.</title>
+<para>
+  Viele Dokumente, einschließlich des oben verlinkten Handbuchs, beziehen
+  sich auf den Wert Felder pro Sekunde von NTSC-Video als 59.94 und dem
+  korrespondierenden Frames pro Sekunde als 29.97 (für telecined und
+  interlaced) und 23.976 (für progressiv). Zur Vereinfachung runden
+  manche dieser Dokumente sogar auf 60, 30 und 24 auf.
+</para></formalpara>
+
+<para>
+  Streng genommen sind alle diese Zahlen Näherungswerte. Das Schwarz/Weiß
+  NTSC-Video war exakt 60 Felder pro Sekunde, aber 60000/1001
+  wurde später gewählt, um die Farbdaten anzupassen, solange man gleichzeitig
+  zu Schwarz/Weiß-Fernsehen kompatibel blieb. Digitales NTSC-Video
+  (so wie auf einer DVD) hat ebenfalls 60000/1001 Felder pro Sekunde. Hieraus
+  wird interlaced und telecined Video als 30000/1001 Frames pro Sekunde
+  enthaltend abgeleitet; progressive Video hat 24000/1001 Frames pro Sekunde.
+</para>
+
+<para>
+  Ältere Versionen der <application>MEncoder</application>-Dokumentation
+  und viele archivierten Posts in Mailing-Listen beziehen sich auf 59.94,
+  29.97 und 23.976.
+  Alle <application>MEncoder</application>-Dokumentationen wurden insofern
+  aktualisiert, dass sie fraktionale Werte verwenden und du solltest das
+  auch tun.
+</para>
+
+<para>
+  <option>-ofps 23.976</option> ist inkorrekt.
+  <option>-ofps 24000/1001</option> sollte statt dessen benutzt werden.
+</para>
+
+<formalpara>
+<title>Wie telecine angewandt wird.</title>
+<para>
+  Jedes Video, das zur Anzeige auf einem NTSC-Fernseh-Set vorgesehen ist
+  muß 60000/1001 Felder pro Sekunde haben. Für TV-Filme und Shows
+  hergestellt sind sie häufig direkt mit 60000/1001 Felder pro Sekunde
+  aufgenommen, die Mehrheit der Kinofilme jedoch mit 24 oder 24000/1001
+  Frames pro Sekunde. Wenn cinematische Movie-DVDs gemastert werden,
+  wird das Video dabach fürs Fernsehen mittels eines telecine genannten
+  Prozesses konvertiert.
+</para></formalpara>
+
+<para>
+  Auf einer DVD wird das Video eigentlich nie als 60000/1001 Felder
+  pro Sekunde abgelegt. Für ein Video das ursprünglich 60000/1001 war,
+  wird jedes Feldpaar zu einem Frame kombiniert, was dann 30000/1001
+  Frames pro Sekunde ergibt. Hardware-DVD-Player lesen dann ein im
+  Videostream eingebettetes Kennzeichen aus, um zu bestimmen ob die gerade
+  oder ungerade nummerierten Zeilen das erste Feld formen sollen.
+</para>
+
+<para>
+  Üblicherweise bleibt ein Inhalt mit 24000/1001 Frames pro Sekunde
+  so wie er ist, wenn er für eine DVD encodiert wird und der DVD-Player
+  muß das Telecining on-the-fly bewerkstelligen. Manchmal jedoch wird das
+  Video telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf der DVD gespeichert wird;
+  selbst wenn es ursprünglich 24000/1001 Frames pro Sekunde war, wird es
+  60000/1001 Felder pro Sekunde. Wenn es auf der DVD gespeichert wird,
+  werden Feldpaare zu 30000/1001 Frames pro Sekunde kombiniert.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn man sich das aus 60000/10001 Feldern pro Sekunde geformten Einzelframes
+  erzeugte Video betrachtet, ist telecined oder anderenfalls interlacing
+  klar sichtbar woimmer Bewegung auftritt, da ein Feld (sagen wir, die
+  gerade bummerierten Zeilen) einen Moment zur Zeit 1/(60000/1001) Sekunden
+  später als das andere repräsentiert. Spielt man ein interlaced Video auf
+  einem Computer ab, sehen beide hässlich aus, weil der Monitor eine höhere
+  Auflösung besitzt und weil das Video Frame für Frame anstatt Feld für Feld
+  gezeigt wird.
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<title>Anmerkungen:</title>
+<listitem><para>
+  Diese Sektion gilt nur für NTSC-DVDs und nicht für PAL.
+  </para></listitem>
+<listitem><para>
+  Die <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen überall im
+  Dokument sind <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zum
+  eigentlichen Gebrauch vorgesehen. Sie sind schlicht das bloße Minimum,
+  das zum Encodieren der betreffenden Videokategorie benötigt wird.
+  Wie mache ich gute DVD-Rips oder wie feintune ich
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> auf maximale
+  Qualität gehören nicht zum Umfang dieses Dokuments.
+  </para></listitem>
+<listitem><para>
+  Es gibt ein paar Fußnoten speziell für dieses Handbuch, die so ähnlich
+  verlinkt sind:
+  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
+  </para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-telecine-ident">
+<title>Wie soll man sagen, welchen Typ Video man hat</title>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-progressive">
+<title>Progressiv</title>
+<para>
+  Progressive Video wurde ursprünglich mit 24000/1001 fps gefilmt und
+  ohne Änderung aud der DVD abgespeichert.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du ein progressive DVD in <application>MPlayer</application> abspielst,
+  wird <application>MPlayer</application> folgende Zeile ausgeben, sobald
+  das Abspielen des Films beginnt:
+
+  <screen> demux_mpg: 24000/1001 fps progressive NTSC content detected, switching framerate.</screen>
+
+  Von diesem Punkt an vorwärts sollte demux_mpg nie erzählen, es finde
+  &quot;30000/1001 fps NTSC content.&quot;
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du progressive Video ankuckst, solltest du nie irgendein
+  interlacing sehen. Sei trotzdem vorsichtig, weil manchmal ein winziges
+  bisschen telecine dort hin eingemischt wurde, wo du es nicht erwartest.
+  Ich bin TV-Show-DVDs begegnet, die eine Sekunde telecine bei jedem
+  Szenenwechsel haben oder an extrem zufälligen Stellen. Ich hatte einmal
+  eine DVD angesehen, die eine progressive erste Hälfte hatte und die
+  zweite Hälfte war telecined. Willst du<emphasis>wirklich</emphasis>
+  gründlich sein, kannst du den kompletten Film scannen:
+
+  <screen>mplayer dvd://1 -nosound -vo null -benchmark</screen>
+
+  Das Verwenden von <option>-benchmark</option> veranlasst
+  <application>MPlayer</application>, den Film so schnell er es nur kann
+  abzuspielen; dies dauert je nach deiner Hardware, trotzdem noch eine
+  Weile. Jedesmal wenn demux_mpg einen Frameratenwechsel meldet, wird dir
+  die Zeile unmittelbar darüber die Zeit anzeigen bei welcher der Wechsel
+  auftrat.
+</para>
+
+<para>
+  Manchmal wird progressive Video auf DVDs
+  &quot;soft telecine&quot; zugeordnet, weil es dafür vorgesehen ist
+  durch den DVD-Player telecined zu werden.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-telecined">
+<title>Telecined</title>
+<para>
+  Telecined Video was ursprünlich mit 24000/1001 aufgenommen, aber wurde
+  telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf die DVD geschrieben wurde.
+</para>
+
+<para>
+  <application>MPlayer</application> meldet keine (nie)
+  Frameratenwechsel, wenn er telecined Video abspielt.
+</para>
+
+<para>
+  Beim betrachten eines telecined Videos wirst du interlacing-Artefakte
+  sehen, die zu &quot;blinken&quot; scheinen: sie erscheinen wiederholt
+  und verschwinden wieder.
+  Du kannst dir das so genauer hinschauen
+  <orderedlist>
+  <listitem>
+    <screen>mplayer dvd://1</screen>
+    </listitem>
+  <listitem><para>
+    Suche einen Teil mit Bewegung.
+    </para></listitem>
+  <listitem><para>
+    Benutze die Taste <keycap>.</keycap> um jeweils einen Frame vorwärts zu rücken.
+    </para></listitem>
+  <listitem><para>
+    Schau auf das Muster der der interlaced und progressive aussehenden
+    Frames. Ist das Muster, das du siehst PPPII,PPPII,PPPII,... dann ist das
+    Video telecined. Siehst du andere Muster, dann wurde das Video womöglich
+    mittels einiger Nicht-Standard-Methoden telecined;
+    <application>MEncoder</application> kann ein Nicht-Standard-telecine
+    nicht Verlustfrei nach progressive konvertieren. Siehst du überhaupt
+    keine Muster, ist es höchstwahrscheinlich interlaced.
+    </para></listitem>
+  </orderedlist>
+</para>
+
+<para>
+  Manchmal wird telecined Video auf DVDs &quot;hard telecine&quot;
+  zugeordnet. Da hard telecine bereits 60000/1001 Feldern pro Sekunde hat,
+  spielt der DVD-Player das Video ohne irgendeine Manipulation ab.
+</para>
+
+<para>
+  Ein anderer Weg, zu sagen, dass deine Quelle telecined ist oder nicht
+  ist die Quelle mit den Befehlszeilenoptionen <option>-vf pullup</option>
+  und <option>-v</option> abzuspielen. um zu nachzusehen, wie
+  <option>pullup</option> zu den Frames passt.
+  Ist die Quelle telecined, solltest du in der Befehlszeile ein 3:2 Muster
+  mit abwechselnd <systemitem>0+.1.+2</systemitem> und <systemitem>0++1</systemitem>
+  anzeigen.
+  Diese Technik hat den Vorteil, dass du die Quelle nicht zu beobachten
+  brauchst, umsie zu identifizieren, was von Nutzen sein könnte, falls du
+  den Encodiervorgang automatisieren willst oder besagte Prozedur ferngesteuert
+  mittels einer langsamen Verbindung vornehmen willst.
+</para>
+
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-interlaced">
+<title>Interlaced</title>
+<para>
+  Interlaced Video wurde ürsprünglich als 60000/1001 Felder pro Sekunde
+  aufgenommen und auf der DVD als 30000/1001 Frames pro Sekunde abgespeichert.
+  Der interlacing-Effekt (oft &quot;combing&quot; genannt) ist ein Ergebnis
+  von Kammpaaren von Feldern in Frames. Jedes Feld wird einzeln als
+  1/(60000/1001) Sekunden angenommen, und wenn sie simultan angezeigt werden,
+  wird der Unterschied offensichtlich.
+</para>
+
+<para>
+  Wie bei telecined Video, sollte <application>MPlayer</application> niemals
+  einen Frameratewechsel beim Abspielen des interlaced Inhalts melden.
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du ein interlaced Video genau ansiehst, in dem du dich mit der Tast
+  <keycap>.</keycap> durch die Frames tastest, wirst du sehen, dass
+  jeder einzelne Frame interlaced ist.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpt">
+<title>Gemischtes progressive und telecine</title>
+<para>
+  Alle &quot;gemischten progressive und telecine&quot; Videos wurden ürsprünglich
+  als 24000/1001 Frames pro Sekunde aufgenommen, jedoch werden einige Teile
+  telecined beendet.
+</para>
+
+<para>
+  Spielt <application>MPlayer</application> diese Kategorie ab, wird er
+  (oft wiederholt) zurück und vor zwischen &quot;30000/1001 fps NTSC&quot;
+  und &quot;24000/1001 fps progressive NTSC&quot; wechseln. Beobachte die
+  untere Hälfte von <application>MPlayer</application>'s Ausgabe, um diese
+  Meldungen anzusehen.
+</para>
+
+<para>
+  Du solltest die Sektion &quot;30000/1001 fps NTSC&quot; überprüfen, um
+  sicher zu gehen, dass sie auch wirklich telecine sind und nicht einfach
+  interlaced.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpi">
+<title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
+<para>
+  In &quot;gemischtem progressive und interlaced&quot; Inhalt, wurde progressive
+  und interlaced Video zusammengeklebt.
+</para>
+
+<para>
+  Diese Kategorie sieht aus wie &quot;gemischtes progressive und telecine&quot;,
+  bis su die Sektion 30000/1001 fps untersuchst und feststellst, dass
+  sie das telecine-Muster nicht haben.
+</para>
+</sect3>
+
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-telecine-encode">
+<title>Wie jede Kategorie encodieren</title><para>
+  Wie ich am Anfang angemerkt habe, sind die
+  <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen unten eigentlich
+  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zur Anwendung bestimmt;
+  sie demonstrieren nur die Minimalparameter zur korrekten Encodierung
+  jeder Kategorie.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-progressive">
+<title>Progressive</title>
+<para>
+  Progressive Video erfordert kein spezielles Filtern, um es zu encodieren.
+  Der einzige Parameter, den du gewiss anwenden solltest ist
+  <option>-ofps 24000/1001</option>. Andernfalls wird
+  <application>MEncoder</application> versuchen, bei 30000/1001 fps
+  zu encodieren und wird Frames duplizieren.
+</para>
+
+<para>
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+</para>
+
+<para>
+  Dennoch ist es öfters der Fall, dass ein Video, das progressive aussieht
+  eigentlich kurze Teile telecine eingemischt hat. Solange du dir nicht
+  sicher bist, ist es am sichersten, das Video als
+  <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">gemischtes progressive und telecine</link>.
+  zu behandeln. Der Performance-Verlust ist gering
+  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[3]</link>.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-telecined">
+<title>Telecined</title>
+<para>
+  Telecine kann umgekehrt werden, um den originalen 24000/1001-Inhalt zu erhalten,
+  indem man einen Prozess verwendet, der inverse-telecine genannt wird.
+  <application>MPlayer</application> enthält verschiedene Filter, um dies
+  zu erreichen; der beste Filter, <option>pullup</option>, wird in der Sektion
+  <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">Gemischtes progressive und telecine</link>
+  beschrieben.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-interlaced">
+<title>Interlaced</title>
+<para>
+  In den meisten praktischen Fällen ist es nicht möglich, ein komplettes
+  progressive Video aus interlaced Inhalt zu erhalten. Der einzige Weg,
+  dies ohne den Verlust der Hälfte der vertikalen Auflösung zu erreichen,
+  ist das Verdoppeln der Framerate, und man kann versuchen zu
+  &quot;schätzen&quot;, wie die korrespondierenden Zeilen für jedes Feld
+  vervollständigt werden sollten (dies hat Nachteile - siehe Methode 3).
+</para>
+
+<orderedlist>
+<listitem><para>
+
+  Das Video in interlaced Form encodieren. Normalerweise richtet interlacing
+  verheerenden Schaden mit der Fähigkeit des Encoders an, gur zu komprimieren,
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> hat jedoch zwei
+  eigens für das ein wenig bessere Abspeichern von interlaced Video gedachte
+  Parameter: <option> ildct</option> und <option>ilme</option>. Auch wenn
+  die Verwendung von <option>mbd=2</option> dringend zu empfehlen ist
+  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[2]</link>, weil es
+  Macroblöck wie nicht-interlaced an Stellen encodiert, an denen keine Bewegung
+  stattfindet. Beachte, dass <option>-ofps</option> hier NICHT notwendig ist.
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -lavcopts ildct:ilme:mbd=2</screen>
+  </para></listitem>
+<listitem><para>
+  Nutze einen deinterlacing-Filter vor dem Encodieren. Es stehen verschiedene
+  dieser Filter zu Auswahl zur Verfügung, jeder mit seinen eigenen Vor-
+  und Nachteilen. Ziehe <option>mplayer -pphelp</option> zu Rate, um zu sehen, was
+  verfügbar ist (suche nach &quot;deint&quot;) und durchsuche die
+  <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/info.html#mailing_lists">
+  MPlayer-Mailinglisten</ulink>, um Diskussionen über die zahlreichen Filter
+  zu finden. Nochmals, die Framerate wechselt nicht, also kein
+  <option>-ofps</option>. Deinterlacing sollte auch nach dem Zuschneiden
+  (cropping) <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
+  und vor dem Skalieren angewandt werden.
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pp=lb -ovc lavc</screen>
+  </para></listitem>
+<listitem><para>
+  Unglücklicherweise ist diese Option buggy zusammen mit
+  <application>MEncoder</application>; sie sollte mit
+  <application>MEncoder G2</application> gut funktionieren, aber den gibts
+  noch nicht. Du könntest Abstürze erleben. Seis drum, der Zweck von
+  <option> -vf tfields</option> ist es, einen vollen Frame aus jedem Feld
+  zu erzeugen, was eine Framerate von 60000/1001 macht. Der Vorteil dieses
+  Lösungsansatzes ist, dass nie irgendwelche Daten verloren gehen;
+  dennoch, da jeder Frame aus nur einem Feld kommt, müssen die fehlenden Zeilen
+  irgendwie interpoliert werden. Es gibt keine sehr guten Methoden, die
+  fehlenden Daten zu generieren und so wird das Resultat ein bisschen aussehen,
+  als hätte man einige deinterlacing-Filter verwendet. Die fehlenden Zeilen
+  zu generieren, erzeugt auch weitere Probleme, einfach weil sich die Menge
+  an Daten verdoppelt. Somit sind höhere Encodier-Bitraten nötig, um
+  die Qualität beizubehalten und mehr CPU-Power wird für beides,
+  Encodieren und Decodieren aufgewendet. Das Attribut tfields hat mehrere
+  verschiedene Optionen dafür, wie die fehlenden Zeilen jedes Frames erzeugt
+  werden.
+  Wenn du diese Methode nutzt, dann nimm Bezug auf das Manual und wähle
+  welche Option auch immer am besten für dein Material aussieht.
+  Beachte, dass du wenn <option>tfields</option> verwendet wird,
+  beides spezifizieren <emphasis role="bold">mußt</emphasis>
+  <option>-fps</option> und <option>-ofps</option>, um die zweifache
+  Framerate der originalen Quelle zu haben.
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf tfields=2 -ovc lavc -fps 60000/1001 -ofps 60000/1001</screen>
+  </para></listitem>
+<listitem><para>
+  Wenn du vor hast, dramatisch runter zu skalieren, kannst du nur einen
+  der beiden Felder extrahieren und encodieren. Sicherlich, du wirst die
+  Hälfte der vertikalen Auflösung verlieren, aber wenn du planst bis auf
+  1/2 des Originals herunter zu skalieren, macht der Verlust so gut wie
+  gar nichts aus. Das Resultat wird eine progressive Datei mit 30000/1001
+  Frames pro Sekunde sein. Die Prozedur ist, <option>-vf field</option>
+  zu verwenden, dann die Ränder abzuschneiden (crop)
+  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link> und angemessen
+  zu skalieren. Vergiss nicht, dass du die Skalierung anpassen mußt, um
+  das Halbieren der vertikalen Auflösung zu kompensieren.
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf field=0 -ovc lavc</screen>
+  </para></listitem>
+</orderedlist>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">
+<title>Gemischtes progressive und telecine</title>
+<para>
+  Um progressive und telecine Video komplett in progressive Video
+  umzuwandeln, müssen die telecined Teile inverse-telecined werden.
+  Die drei Wege dies zu werreichen, werden unten beschrieben.
+  Beachte, dass du inverse-telecine <emphasis role="bold">immer</emphasis>
+  vor der Reskalierung durchführen solltest; es sei denn du weißt wirklich,
+  was du tust, mach inverse-telecine auch vor dem Entfernen der Ränder
+  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>.
+  <option>-ofps 24000/1001</option> wird hier benötigt, weil das Output-Video
+  24000/1001 Frames pro Sekunde werden soll.
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  <option>-vf pullup</option> wurde entworfen, um auf telecined Material
+  inverse-telecine anzuwenden, während die progressiven Daten unangetastet
+  bleiben. Um richtig zu zu funktionieren, <emphasis role="bold">muß</emphasis>
+  <option>pullup</option> vom <option>softskip</option>-Filter gefolgt werden oder
+  <application>MEncoder</application> wird abstürzen.
+  <option>pullup</option> ist trotz allem die sauberste und akkurateste
+  Methode, die zum Encodieren von beidem telecine und
+  &quot;gemischtem progressive und telecine&quot; zur Verfügung steht.
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pullup,softskip -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+  </para>
+
+
+  </listitem>
+  <listitem><para>
+  Eine ältere Methode ist, eher noch als inverse-telecine auf die telecined Teile
+  anzuwenden, telecine auf nicht-telecined Teile und dann auf das
+  ganze Video inverse-telecine anzuwenden. Hört sich verwirrend an? softpulldown ist
+  ein Filter, der durch ein Video geht und die komplette Datei telecined macht.
+  Lassen wir auf softpulldown entweder <option>detc</option> oder <option>ivtc</option>
+  folgen, wird das Endergebnis vollkommen progressiv. <option>-ofps 24000/1001</option>
+  wird benötigt.
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf softpulldown,ivtc=1 -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+  </para>
+  </listitem>
+
+<listitem><para>
+  Ich habe <option>-vf filmdint</option> selbst verwendet, aber hier ist, was
+  D Richard Felker III zu erzählen hat:
+
+  <blockquote><para>Es ist OK, aber IMO versucht er eher ein deinterlace
+    als ein inverse telecine zu oft durchzuführen (ganz wie Settop-DVD-Player
+    &amp; progressive TVs) was ein hässliches Flimmern erzeugt und
+    andere Artefakte. Wenn du vor hast, es anzuwenden, mußt du zumindest
+    einige Zeit darauf verwenden, die Optionen zu tunen und zuerst den Output
+    zu beobachten, damit du auch sicher sein kannst, dass du nichts
+    vermasselst.</para></blockquote>
+  </para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpi">
+<title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
+<para>
+  Es gibt zwei Optionen für den Umgang mit dieser Kategorie, jeder von
+  beiden stellt einen Kompromiss dar. Zu solltest basierend auf
+  Dauer/Stelle jedes Typs entscheiden.
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  Behandle es wie progressive. Die interlaced Teile werden interlaced
+  aussehen und einige der interlaced Felder müssen weggelassen werden,
+  was zu ein wenig nervöser Unruhe führt. Du kannst einen
+  Nachbearbeitungsfilter verwenden, wenn du willst, aber dies wird die
+  progressive-Anteile geringfügig verringern.
+  </para>
+
+  <para>
+  Diese Option sollte definitiv nicht verwendet werden, wenn du eventuell
+  Video auf einem interlaced Gerät anzeigen willst (mit einer TV-Karte
+  zum Beispiel). Wenn du interlaced Frames in einem Video mit 24000/1001
+  Frames pro Sekunde hast, werden diese zusammen mit den progressive
+  Frames telecined. Die Hälfte der interlaced &quot;Frames&quot; werdem für die
+  Dauer von drei Feldern (3/(60000/1001) Sekunden) angezeigt, was
+  einen flimmernden &quot;Zeitrücksprung&quot;-Effekt zur Folge hat, der
+  segr schlecht aussieht. Solltest du dies dennoch veruchen,
+  <emphasis role="bold">musst</emphasis> du einen
+  deinterlacing-Filter wie <option>lb</option> oder <option>l5</option>
+  anwenden.
+  </para>
+
+  <para>
+  Es wäre auch keine gute Idee für eine progressive Anzeige. Es wird
+  Paare aufeinander folgender interlaced Felder auslassen, was eine
+  Unstetigkeit zur Folge hat, die eher sichtbar ist, als mit der
+  zweiten Methode, die einige progressive Frames zweimal anzeigt.
+  Ein interlaced Video mit 30000/1001 Frames pro Sekunde ist bereits
+  ein bisschen abgehackt, weil es wirklich mit 60000/1001 Felder pro
+  Sekunde angezeigt werden sollte, sodass sich die doppelten Frames
+  nicht zu sehr abzeichnen.
+  </para>
+
+  <para>
+  Egal welchen Weg du einschlägst, es ist das beste, deinen Inhalt
+  zu berücksichtigen und wie du ihn anzeigen willst. Ist dein Video
+  zu 90% progressive und du hast nie vor, es auf einem TV-Bildschirm
+  anzuzeigen, solltest du einen progressive-Ansatz wählen. Ist es nur
+  halb-progressive, willst du es eventuell so encodieren, als sei alles
+  interlaced.
+  </para>
+  </listitem>
+
+<listitem><para>
+  Behandle es als sei es interlaced. Einige Frames des progressive-Anteils
+  müssen dupliziert werden, was zu nervöser Unruhe führt. Nochmal,
+  deinterlacing-Filter können die progressive-Anteile leicht verringern.
+  </para></listitem>
+
+</itemizedlist>
+</sect3>
+
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-telecine-footnotes">
+<title>Fußnoten</title>
+<orderedlist>
+<listitem><formalpara>
+  <title>Über das Zuschneiden (cropping):</title>
+  <para>
+  Videodaten auf DVDs werden in einem Format, das YUV 4:2:0 genannt wird,
+  dort abgelegt. In einem YUV-Video, werden luma (&quot;Helligkeit&quot;)
+  und chroma (&quot;Farbe&quot;) separat gespeichert. Da das menschliche
+  Auge ein bisschen weniger empfindlich auf Farbe reagiert als auf Helligkeit,
+  ist in einem YUV 4:2:0 Bild nur ein chroma-Pixel alle vier luma-Pixel vorhanden.
+  In einem progressive Bild, besitzt jedes Quadrat von vier luma-Pixeln (zwei
+  auf jeder Seite) ein gemeinsames chroma-Pixel. Du mußt progressive YUV
+  4:2:0 zu geradzahligen Auflösungen zurechtschneiden und geradzahlige
+  Offsets verwenden. Zum Beispiel ist
+  <option>crop=716:380:2:26</option> OK aber
+  <option>crop=716:380:3:26 </option> ist nicht.
+  </para>
+  </formalpara>
+
+  <para>
+  Wenn du es mit interlaced YUV 4:2:0 zu tun hast, ist die Situation
+  ein wenig komplizierter. Anstatt dass immer vier luma-Pixel im
+  <emphasis>frame</emphasis> sich ein chroma-Pixel teilen, teilen sich
+  immer vier luma-Pixel in jedem <emphasis>Feld</emphasis> ein
+  chroma-Pixel. Wenn Feld zur Formung des Frames interlaced werden,
+  ist jede Scanzeile ein Pixel hoch. Jetzt liegen anstatt immer vier
+  luma-Pixeln in einem Quadrat immer zwei Pixel nebeneinander und die
+  anderen zwei Pixel liegen zwei Scanzeilen weiter unten nebeneinander.
+  Die zwei luma-Pixel in der dazwischen liegenden Scanzeile sind vom
+  anderen Feld und teilen sich somit ein anderes chroma-Pixel mit
+  zwei luma-Pixeln zwei Scanzeile entfernt. All diese Konfusion macht
+  ws notwendig, vertikale Ausschneide-Abmessungen und Offsets zu
+  haben, die ein Vielfaches von Vier sind. Horizontal kann geradzahlig
+  bleiben.
+  </para>
+
+  <para>
+  Für telecined Video empfehle ich, das zuschneiden nach dem inverse
+  telecining stattfinden zu lassen. Ist das Video einmal progressive,
+  mußt du nur noch mit geraden Zahlen zuschneiden. Wenn du wirklich die
+  leichte Beschleunigung haben willst, die &quot;zuerst Zuschneiden&quot;
+  möglicherweise bietet, mußt du vertikal mit einem Vielfachen von Vier
+  zuschneiden oder der inverse-telecine Filter wird keine korrekten Daten
+  haben.
+  </para>
+
+  <para>
+  Für interlaced (nicht telecined) Video mußt du immer
+  mit einem Vielfachen von Vier zuschneiden, es sei denn du verwendest
+  <option>-vf field</option> vor dem Schneiden.
+  </para>
+  </listitem>
+
+<listitem><formalpara>
+  <title>Über Encodier-Parameter und Qualität:</title>
+  <para>
+  Nur weil ich hier <option>mbd=2</option> vorschlage, heißt das nicht,
+  dass es woanders benutzt werden soll. Zusammen mit <option>trell</option>
+  ist <option>mbd=2</option> eine der Optionen von
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, welche die
+  Qualität am deutlichste heben, und du solltest stets das letzte der beiden
+  anwenden, außer das Abfallen der Encodiergeschwindigkeit ist abschreckend
+  hoch (z.B. Realtime Encodierung). Es gibt eine Menge anderer Optionen für
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, die die Encodierqualität
+  verbessern (und Encodiergeschwindigkeit verringern), dies liegt aber jenseits
+  des Rahmens dieses Dokuments.
+  </para>
+  </formalpara>
+  </listitem>
+
+<listitem><formalpara>
+  <title>Über die Performance von pullup:</title>
+  <para>
+  <option>Pullup</option> kann sicher (zusammen mit <option>softskip</option>)
+  auf progressive Video angewandt werden und ist für gewöhnlich eine gute Idee,
+  es sei denn die Quelle wurde definitiv als vollkommen progressive verifiziert.
+  Der Performaceverlust ist in den meisten Fällen gering. Bei einer Minialencodierung,
+  veranlasst <option>pullup</option> <application>MEncoder</application> dazu,
+  um 50% langsamer zu werden. Das Hinzufügen von Soundverarbeitung und erweiterten
+  <option>lavcopts</option> Überschattungen, verringert diesen Unterschied
+  und drückt den Performanceabfall, der mit dem Verwenden von <option>pullup</option>
+  verbunden war, runter auf 2%.
+  </para>
+  </formalpara>
+  </listitem>
+
+</orderedlist>
+
+</sect2>
+
+</sect1>
+
+
+<sect1 id="menc-feat-enc-libavcodec">
+<title>Encodieren mit der <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+  Codec-Familie</title>
+
+<para>
+<link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+  stellt ein einfaches Encodieren für eine Menge interessanter Video- und Audioformate
+  zur Verfügung.
+  Du kannst folgende Codecs encodieren (mehr oder weniger aktuell):
+</para>
+
+<sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-video-codecs">
+<title>Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
+
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="2">
+<thead>
+<row><entry>Name des Videocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
+</thead>
+<tbody>
+<row><entry>mjpeg</entry><entry>
+   Motion-JPEG
+  </entry></row>
+<row><entry>ljpeg</entry><entry>
+   Verlustfreies (lossless) JPEG
+  </entry></row>
+<row><entry>h261</entry><entry>
+  H.261
+  </entry></row>
+<row><entry>h263</entry><entry>
+  H.263
+  </entry></row>
+<row><entry>h263p</entry><entry>
+  H.263+
+  </entry></row>
+<row><entry>mpeg4</entry><entry>
+  ISO Standard MPEG-4 (DivX 5, XviD-kompatibel)
+  </entry></row>
+<row><entry>msmpeg4</entry><entry>
+  Pre-Standard MPEG-4 Variante von MS, v3 (AKA DivX3)
+  </entry></row>
+<row><entry>msmpeg4v2</entry><entry>
+  Pre-Standard MPEG-4 von MS, v2 (in alten ASF-Dateien verwendet)
+  </entry></row>
+<row><entry>wmv1</entry><entry>
+  Windows Media Video, Version 1 (AKA WMV7)
+  </entry></row>
+<row><entry>wmv2</entry><entry>
+  Windows Media Video, Version 2 (AKA WMV8)
+  </entry></row>
+<row><entry>rv10</entry><entry>
+  RealVideo 1.0
+  </entry></row>
+<row><entry>rv20</entry><entry>
+  RealVideo 2.0
+  </entry></row>
+<row><entry>mpeg1video</entry><entry>
+  MPEG-1 Video
+  </entry></row>
+<row><entry>mpeg2video</entry><entry>
+  MPEG-2 Video
+  </entry></row>
+<row><entry>huffyuv</entry><entry>
+  Verlustfreie (lossless) Kompression
+  </entry></row>
+<row><entry>asv1</entry><entry>
+  ASUS Video v1
+  </entry></row>
+<row><entry>asv2</entry><entry>
+  ASUS Video v2
+  </entry></row>
+<row><entry>ffv1</entry><entry>
+  FFmpeg's verlustfreier (lossless) Videocodec
+  </entry></row>
+<row><entry>svq1</entry><entry>
+  Sorenson Video 1
+  </entry></row>
+<row><entry>flv</entry><entry>
+  Sorenson H.263, der in Flash Video benutzt wird
+  </entry></row>
+<row><entry>dvvideo</entry><entry>
+ Sony Digital Video
+  </entry></row>
+<row><entry>snow</entry><entry>
+  FFmpeg's experimenteller Wavelet-basierter Codec
+  </entry></row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+  Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach der Konfiguration
+  <literal>vcodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
+  <option>-lavcopts vcodec=msmpeg4</option>
+</para>
+<informalexample>
+<para>
+  An example with MJPEG compression:
+  <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=mjpeg -oac copy</screen>
+</para>
+</informalexample>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-audio-codecs">
+<title>Audiocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="2">
+<thead>
+<row><entry>Name des Audiocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
+</thead>
+<tbody>
+  <row>
+    <entry>mp2</entry>
+    <entry>MPEG Layer 2</entry>
+  </row>
+  <row>
+    <entry>ac3</entry>
+    <entry>AC3, AKA Dolby Digital</entry>
+  </row>
+  <row>
+    <entry>adpcm_ima_wav</entry>
+    <entry>IMA adaptive PCM (4 Bits pro Sample, 4:1-Kompression)</entry>
+  </row>
+  <row>
+    <entry>sonic</entry>
+    <entry>experimental lossy/lossless codec</entry>
+  </row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+  Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach der Konfiguration
+  <literal>acodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
+  <option>-lavcopts acodec=ac3</option>
+</para>
+
+<informalexample>
+<para>
+Ein Beispiel mit AC3-Kompression:
+<screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -oac lavc -lavcopts acodec=ac3 -ovc copy</screen>
+</para>
+</informalexample>
+
+<para>
+  Im Gegensatz zu den Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+  machen dessen Audiocodecs keinen weisen Gebrauch von den Bits, die ihnen übergeben
+  werden, da es ihnen an einem minimalen psychoakustischen Modell fehlt (falls
+  überhaupt eins vorhanden ist), wodurch sich die meisten anderen
+  Codec-Implementierungen auszeichnen.
+  Beachte jedoch, dass all diese Audiocodecs sehr schnell sind und überall dort
+  hervorragend arbeiten, wo <application>MEncoder</application> mit
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kompiliert wurde (was
+  meistens der Fall ist), und nicht von externen Programmbibliotheken abhängen.
+</para>
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-lavc-encoding-options">
+<title>Encodieroptionen von libavcodec</title>
+
+<para>
+  Idealerweise möchtest du eventuell in der Lage sein, dem Encoder einfach zu sagen,
+  er soll in den &quot;hochqualitativen&quot; Modus wechseln und weiter machen.
+  Das wäre vermutlich nett, aber unglücklicherweise schwer zu implementieren, da
+  verschiedene Encodieroptionen unterschiedliche Qualitätsresultate hervorbringen,
+  abhängig vom Quellmaterial.
+  Das ist weil die Komprimierung von den visuellen Eigenschaften des fraglichen Videos
+  abhängt.
+  Zum Beispiel haben Anime und Live-Action sehr unterschiedliche Eigenschaften und
+  benötigen aus diesm Grund verschiedene Optionen, um optimale Encodierung zu erreichen.
+  Die gute Neuigkeit ist, dass einige Optionen wie <option>mbd=2</option>,
+  <option>trell</option> und <option>v4mv</option> nie ausgelassen werden sollten.
+  Siehe unten nach der detaillierten Beschreibung allgemeiner Encodieroptionen.
+</para>
+
+
+<itemizedlist>
+<title>Anzupassende Optionen:</title>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vmax_b_frames</emphasis>: 1 oder 2 ist gut, abhängig vom
+  Film.
+  Beachte dass du, falls deine Encodierung von DivX5 decodierbar sein muß, den
+  gesperrten GOP-Support aktivieren mußt, indem du die
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Option <option>cgop</option>
+  verwendest, aber du mußt Szenenerkennung deaktivieren, was wiederum keine gute
+  Idee ist, da es die Ecodierungseffizienz etwas angreift.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vb_strategy=1</emphasis>: hilft in Szenen mit viel
+  Bewegung (high-motion).
+  Bei manchen Videos wird vmax_b_frames der Qualität schaden, jedoch vmax_b_frames=2
+  zusammen mit vb_strategy=1 hilft.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">dia</emphasis>: Bewegungssuchbereich. Größer ist besser
+  als kleiner.
+  Negative Werte sind ein komplett anderer Maßstab.
+  Gute Werte sind -1 für ein schnelles Encodieren oder 2-4 für ein langsames.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">predia</emphasis>: Bewegungssuche Vorabdurchlauf (pre-pass).
+  Nicht so wichtig wie dia. Gute Werte sind 1 (Standard) bis 4. erfordert preme=2, um
+  wirklich was zu nützen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">cmp, subcmp, precmp</emphasis>: Vergleichsfunktion zur
+  Bewegungseinschätzung.
+  Experimentiere mit Werten von 0 (Standard), 2 (hadamard), 3 (dct) und
+  6 (Frequenzverzerrung).
+  0 ist am schnellsten und ausreichend für precmp.
+  Für cmp und subcmp ist 2 gut bei Anime und 3 ist gut bei Live-Action.
+  6 kann leicht besser sein oder auch nicht, ist aber langsam.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">last_pred</emphasis>: Anzahl der Bewegungsvorhersagen, die
+  vom vorherigen Frame genommen werden sollen.
+  1-3 oder so hilft bei geringer Geschwindigkeitseinbuße.
+  Höhere Werte sind langsam bei keinerlei Zusatzgewinn.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">cbp, mv0</emphasis>: Kontrolliert die Auswahl von Macroblöcken.
+  Kleine Geschwindigkeitseinbußen bei kleinem Qualitätsgewinn.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">qprd</emphasis>: adaptive Quantisierung basierend auf die
+  Komplexität des Macroblock.
+  Kann hilfreich sein oder schaden, abhängig vom Video und anderen Optionen.
+  dies kann Artefakte verursachen, es sei denn du setzt vqmax auf einen halbwegs
+  kleinen Wert (6 ist gut, vielleicht so langsam wie 4); vqmin=1 sollte ebenfalls
+  helfen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">qns</emphasis>: sehr langsam, speziell wenn kombiniert
+  mit qprd.
+  Diese Option veranlasst den Encoder, infolge Kompressionsartefakten entstandenes
+  Rauschen zu minimieren anstatt das encodierte Video strikt der Quelle anzupassen.
+  Verwende dies nicht, es sei denn du hast bereits alles andere so weit wie möglich
+  optimiert und die Resultate sind immer noch nicht gut genug.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vqcomp</emphasis>: Frequenzkontrolle optimieren.
+  Welche Werte gut sind hängt vom Film ab.
+  Du kannst dies sicher so lassen wie es ist, wenn du willst.
+  Wird vqcomp verringert, werden mehr Bits auf Szenen mit geringer Komlexität
+  gelegt, wird es erhöht, legt es diese auf Szenen mit hoher Komlexität
+  (Standard: 0.5, Bereich: 0-1. empfohlener Bereich:
+  0.5-0.7).
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vlelim, vcelim</emphasis>: Setzt die Schwelle für die
+  Eliminierung von einzelnen Koeffizienten bei Helligkeits- und Farbanteilen.
+  Sie werden in allen MPEG-ähnlichen Algorithmen getrennt encodiert.
+  Die Idee hinter diesen Optionen ist, einige gute Heuristiken zu verwenden,
+  um zu bestimmen, wenn ein Wechsel innerhalb eines Blocks kleiner als der
+  der von dir festgelegte Schwellenwert ist und in solch einem Fall den
+  Block einfach so zu encodieren als fände &quot;kein Wechsel&quot; statt.
+  Das spart Bits und beschleunigt womöglich die Encodierunng. vlelim=-4 und vcelim=9
+  scheinen gut für Live-Filme zu sein, helfen aber scheinbar nicht bei Anime;
+  beim Encodieren einer Animation, solltest du sie womöglich unverändert lassen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">qpel</emphasis>: Bewegungsabschätzung auf ein viertel
+  Pixel (quarter pel).
+  MPEG-4 verwendet standardmäßig eine Halbpixel-Genauigkeit für seine Bewegungssuche,
+  deswegen verfügt diese Option über einen Overhead je mehr Informationen in der
+  encodierte Datei untergebracht werden.
+  Der Kompressionsgewinn/-verlust hängt vom Film ab, ist aber un der Regel nicht
+  sonderlich effektiv bei Anime.
+  qpel zieht immer eine signifikante Erhöhung der CPU-Decodierzeit nach
+  sich (+25% in der Praxis).
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">psnr</emphasis>: wirkt sich eigentlich nicht auf
+  das Encodieren aus, schreibt jedoch eine Log-Datei mit Typ/Größe/Qualität
+  jedes Frames und gibt am Ende die Summe des PSNR Signal-zu-Rauschabstands
+  (Peak Signal to Noise Ratio) aus.
+</para></listitem>
+
+</itemizedlist>
+
+<itemizedlist>
+<title>Optionen mit denen besser nicht herumgespielt werden sollte:</title>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vme</emphasis>: Der Standardwert ist der beste.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">lumi_mask, dark_mask</emphasis>: Psychovisuell adaptive
+  Quantisierung.
+  Du solltest nicht im Traum daran denken, mit diesen Optionen herumzuspielen,
+  wenn dir Qualität wichtig ist.
+  Vernünftige Werte mögen in deinem Fall effektiv sein, aber sei gewarnt,
+  dies ist sehr subjektiv.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">scplx_mask</emphasis>: Versucht, blockhafte Artefakte
+  zu verhindern, Nachbearbeitung (postprocessing) ist aber besser.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings">
+<title>Encodiereinstellung Beispiel</title>
+
+<para>
+  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele verschiedener Kombinationen
+  von Encodieroptionen, welche den Kompromiss Geschwindigkeit gegenüber
+  Qualität bei gleicher Zielbitrate betrifft.
+</para>
+
+<para>
+  Alle Encodiereinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
+  mit 720x448 @30000/1001 fps, die Zielbitrate war 900kbps und
+  der Rechner war ein
+  AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
+  Jede Encodiereinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
+  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
+  (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
+  Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
+  deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
+  Resultate erzielen wirst.
+</para>
+
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="4">
+<thead>
+<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+</thead>
+<tbody>
+<row>
+  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:mv0:trell:v4mv:cbp:last_pred=3:predia=2:dia=2:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:precmp=2:cmp=2:subcmp=2:preme=2:qns=2</option></entry>
+  <entry>6fps</entry>
+  <entry>0dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:last_pred=2:dia=-1:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:cmp=3:subcmp=3:precmp=0:vqcomp=0.6:turbo</option></entry>
+  <entry>15fps</entry>
+  <entry>-0.5dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Schnell</entry>
+  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:turbo</option></entry>
+  <entry>42fps</entry>
+  <entry>-0.74dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Echtzeit</entry>
+  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:turbo</option></entry>
+  <entry>54fps</entry>
+  <entry>-1.21dB</entry>
+</row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+</para>
+</sect2>
+
+<sect2 id="custommatrices"><title>Maßgeschneiderte inter/intra-Matrizen</title>
+
+<para>
+Mit diesem Feature von
+<link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+bist du in der Lage, eigene inter- (I-Frames/Keyframes) und intra-Matrizen
+(P-Frames/predicted Frames) zu setzen. Es wird von vielen Codecs unterstützt:
+<systemitem>mpeg1video</systemitem> und <systemitem>mpeg2video</systemitem>
+soll damit gehen, so wurde berichtet.
+</para>
+
+<para>
+Eine typische Anwendung dieses Features ist, die von den
+<ulink url="http://www.kvcd.net/">KVCD</ulink>-Specifikationen
+bevorzugten Matrizen zu setzen.
+</para>
+
+<para>
+Die <emphasis role="bold">KVCD &quot;Nuten&quot; (Notch) Quantisierungsmatrix:</emphasis>
+</para>
+
+<para>
+Intra:
+<screen>
+ 8  9 12 22 26 27 29 34
+ 9 10 14 26 27 29 34 37
+12 14 18 27 29 34 37 38
+22 26 27 31 36 37 38 40
+26 27 29 36 39 38 40 48
+27 29 34 37 38 40 48 58
+29 34 37 38 40 48 58 69
+34 37 38 40 48 58 69 79
+</screen>
+
+Inter:
+<screen>
+16 18 20 22 24 26 28 30
+18 20 22 24 26 28 30 32
+20 22 24 26 28 30 32 34
+22 24 26 30 32 32 34 36
+24 26 28 32 34 34 36 38
+26 28 30 32 34 36 38 40
+28 30 32 34 36 38 42 42
+30 32 34 36 38 40 42 44
+</screen>
+</para>
+
+<para>
+Anwendung:
+<screen>
+$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -o <replaceable>output.avi</replaceable> -oac copy -ovc lavc -lavcopts inter_matrix=...:intra_matrix=...
+</screen>
+</para>
+
+<para>
+<screen>
+$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -ovc lavc -lavcopts
+vcodec=mpeg2video:intra_matrix=8,9,12,22,26,27,29,34,9,10,14,26,27,29,34,37,
+12,14,18,27,29,34,37,38,22,26,27,31,36,37,38,40,26,27,29,36,39,38,40,48,27,
+29,34,37,38,40,48,58,29,34,37,38,40,48,58,69,34,37,38,40,48,58,69,79
+:inter_matrix=16,18,20,22,24,26,28,30,18,20,22,24,26,28,30,32,20,22,24,26,
+28,30,32,34,22,24,26,30,32,32,34,36,24,26,28,32,34,34,36,38,26,28,30,32,34,
+36,38,40,28,30,32,34,36,38,42,42,30,32,34,36,38,40,42,44 -oac copy -o svcd.mpg
+</screen>
+</para>
+</sect2>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-example">
+<title>Beispiel</title>
+
+<para>
+  Jetzt hast du gerade eben deine brandneue Kopie von Harry Potter und die
+  Kammer des Schreckens gekauft (Breitbildedition, aber sicher) und du
+  willst diese DVD so rippen, dass du sie in deinem Home Theatre PC einfügen
+  kannst. Dies ist eine Region-1-DVD, also ist sie NTSC. Das unten stehende
+  Beispiel wird auch auf PAL zutreffen, nur dass du
+  <option>-ofps 24000/1001</option> weglässt (weil die Outputframerate die
+  gleiche ist wie die Inputframerate), und logischerweise werden die
+  Ausschnittsabmessungen anders sein.
+</para>
+
+<para>
+  Nach dem Start von <option>mplayer dvd://1</option>, verfolgen wir den
+  detailliert in der Sektion <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine
+  und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link> beschriebenen Prozess und
+  entdecken, dass es progressive Video mit 24000/1001 fps ist, was bedeutet, dass
+  wir keinen umgekehrten telecine-Filter wie <option>pullup</option> oder
+  <option>filmdint</option> anwenden müssen.
+</para>
+
+<para>
+  Als Nächstes wollen wir das passende Ausschnittsrechteck bestimmen, also
+  verwenden wir der crop-Erkennungsfilter:
+
+  <screen>mplayer dvd://1 -vf cropdetect</screen>
+
+  Stelle sicher, dass du einen voll gefüllten Frame anstrebst (wie zum
+  Beispiel eine helle Szene), und dass du diese Ausgabe in
+  <application>MPlayer</application>'s Console siehst:
+
+  <screen>crop area: X: 0..719  Y: 57..419  (-vf crop=720:362:0:58)</screen>
+
+  Wir spielen den Film dann mit diesem Filter ab, um seine Korrektheit zu testen:
+
+  <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:362:0:58</screen>
+
+  Und wir sehen, dass er einfach perfekt aussieht. Als Nächstes vergewissern wir
+  uns, dass Breite und Höhe ein Vielfaches von 16 sind. Die Breite ist gut,
+  aber die Höhe ist es nicht. da wir in der 7-ten Klasse Mathe nicht gefehlt
+  haben, wissen wir, dass das am nähesten liegende Vielfache von 16 kleiner
+  als 362 der Wert 352 ist (Taschenrechner ist erlaubt).
+</para>
+
+<para>
+  Wir könnten einfach <option>crop=720:352:0:58</option> verwenden, aber es wäre
+  nett, ein bisschen von oben und ein bisschen von unten wegzunehmen, sodass
+  wir zentriert bleiben. Wir haben die Höhe um 10 Pixel schrumpen lassen, aber
+  wir wollen das y-Offset nicht um 5 Pixel erhöhen, da dies eine ungerade Zahl
+  ist und die Qualität nachteilig beeinflussen würde. Statt dessen werden wir
+  das y-Offset um 4 Pixel erhöhen:
+
+  <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:352:0:62</screen>
+
+  Ein anderer Grund, Pixel von beidem - oben und unten - abzuschnipseln ist,
+  dass wir sicher gehen wollen, jegliches halbschwarze Pixel eliminiert zu
+  haben, falls welche existieren. Beachte, falls das Video telecined
+  ist, stelle sicher, dass der <option>pullup</option>-Filter (oder für
+  welchen umgekehrten telecine-Filter auch immer du dich entschieden hast)
+  in der Filterkette auftaucht bevor du zuschneidest. Ist es interlaced,
+  deinterlace es vor dem Zuschneiden.
+  (Wenn du wählst, interlaced Video beizubehalten, dann vergewissere dich, dass
+  das vertikale crop-Offset ein Vielfaches von 4 ist.)
+</para>
+
+<para>
+  Wenn du wirklich besorgt um den Verlust dieser 10 Pixel bist, ziehst du
+  statt dessen etwa das Herunterskalieren der Abmessungen auf das am nächsten
+  liegende Vielfache von 16 vor.
+  Die Filterkette würde dann etwa so aussehen:
+
+  <screen>-vf crop=720:362:0:58,scale=720:352</screen>
+
+  Das Video auf diese Art herunter zu skalieren wird bedeuten, dass eine
+  kleine Menge Details verloren geht, obwohl es vermutlich nicht wahrnehmbar
+  sein wird. Hoch zu skalieren führt zu niedrigerer Qualität (es sei denn
+  du erhöhst die Bitrate). Ausschneiden sondert sämtlich dieser Pixel
+  aus. Es ist ein Kompromiss, den du unter allen Umständen
+  in Betracht ziehen solltest. Zum Beispiel, wenn das DVD-Video für das Fernsehen
+  hergestellt wurde, solltest du vertikales Skalieren vermeiden, da das
+  Zeilensampling mit der Art und Weise korrespondiert, für die der Inhalt
+  ursprünglich aufgenommen wurde.
+</para>
+
+<para>
+  Bei der Überprüfung sehen wir, dass unser Film ordentlich Action enthält
+  und sehr viele Details, also nehmen wir 2400Kbit für unsere Bitrate.
+</para>
+
+<para>
+  Wir sind nun bereit, die 2-pass Encodierung durchzuführen. Erster Durchgang:
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
+-lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=1 \
+-o Harry_Potter_2.avi</screen>
+
+  Und der zweite durchgang ist der selbe, außer dass wir <option>vpass=2</option>
+  festlegen:
+
+  <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
+-lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=2 \
+-o Harry_Potter_2.avi</screen>
+</para>
+
+<para>
+  Die Optionen <option>v4mv:mbd=2:trell</option> werden die Qualität
+  außerordentlich erhöhen, auf Kosten der Encodierdauer. Es gibt
+  einen kleinen Grund, diese Optionen auszulassen, wenn das Primärziel
+  die Qualität ist. Die Optionen
+  <option>cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3</option> wählen eine Vergleichsfunktion,
+  die eine höhere Qualität liefert als die Standardeinstellungen.
+  Du darfst mit diesem Parameter rumexperimentieren (ziehe die Man Page
+  zu möglichen Werten zu Rate) da verschiedene Funktionen abhängig vom
+  Quellmaterial einen starken Einfluss auf die Qualität haben. Zum Beispiel
+  meinst, dass <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zu
+  viele blockhaft Artefakte produziert, könntest du ja das experimentellen
+  NSSE als Vergleichsfunktion via <option>*cmp=10</option> wählen.
+</para>
+
+<para>
+  Für diesen Film wird das resultierende AVI 138 Minuten lang und nahezu
+  3GB groß sein. Und weil du erzählt hast, dass eine große Datei nichts
+  ausmacht, ist dies eine perfekt akzeptierbare Größe. wolltest du sie aber
+  kleiner haben, könntest du eine niedrigere Bitrate hernehmen. erhöhte
+  Bitraten haben vermindernde Rückgaben, während wir also deutlich eine
+  Verbesserung von 1800Kbit nach 2000Kbit sehen, ist es oberhalb 2000Kbit
+  nicht so auffällig. Fühl dich frei solange herum zu experimentieren bis
+  du glücklich bist.
+</para>
+
+<para>
+  Weil wir das Quellvideo durch einen Denoise-Filter geschickt haben,
+  könntest du einige davon während des Playbacks wieder hinzufügen wollen.
+  dies zusammen mit dem Nachbearbeitungsfilter <option>spp</option>,
+  verbessert die Wahrnehmung der Qualität drastisch und hilft dabei,
+  blockhafte Artefakte aus dem Video zu eliminieren.
+  Mit <application>MPlayer</application>'s Option <option>autoq</option>
+  kannst du den Nachbearbeitungsaufwand des spp-Filters abhängig von der
+  verfügbaren CPU variieren. An dieser Stelle kannst du auch Gamma- und/oder
+  Farbkorrektur zur besten Anpassung an dein Display verwenden, wenn du willst.
+  Zum Beispiel:
+
+  <screen>mplayer Harry_Potter_2.avi -vf spp,noise=9ah:5ah,eq2=1.2 -autoq 3</screen>
+
+</para>
+</sect2>
+</sect1>
+
+
+<sect1 id="menc-feat-xvid">
+<title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Codec</title>
+<para>
+ <systemitem class="library">XviD</systemitem> ist eine freie
+ Programmbibliothek zum Encodieren von MPEG-4 ASP-Videostreams.
+ Bevor du mit dem Encodieren beginnst, mußt du <link linkend="xvid">
+ <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
+</para>
+<para>
+ Dieses Handbuch beabsichtigt, sich vorwiegend durch die selbe Art von
+ Informationen auszuzeichnen wie x264's Encodier-Handbuch.
+ Deshalb beginne damit,
+ <link linkend="menc-feat-x264-encoding-options-intro">den ersten Teil</link>
+ dieses Handbuchs zu lesen.
+</para>
+
+
+<sect2 id="menc-feat-xvid-intro">
+<title>Welche Optionen sollte ich verwenden, um die besten Resultate zu erzielen?</title>
+
+<para>
+ Bitte beginne mit der Durchsicht der
+ <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Sektion von
+ <application>MPlayer</application>'s Man Page.
+ Diese Sektion ist als Anhang zur Man Page vorsehen.
+</para>
+<para>
+ Die Standard-Einstellungen von XviD sind bereits ein guter Kompromiss zwischen
+ Geschwindigkeit und Qalität, deshalb kannst du ruhig bei ihnen
+ bleiben, wenn nachfolgende Sektion dich allzusehr ins Grübeln bringt.
+</para>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-options">
+<title>Encodieroptionen von <systemitem class="library">XviD</systemitem></title>
+
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">vhq</emphasis>
+  Diese Einstellung betreffen den Entscheidungsalgorithmus für
+  Macroblöcke, wobei gilt, je höher die Einstellung desto weiser die
+  Entscheidung.
+  Die Standard-Einstellung kannfür jede Encodierung sicher verwendet
+  werden, während höhere Einstellungen immer PSNR behilflich sind, jedoch
+  signifikant langsamer sind.
+  Nimm bitte zur Kenntnis, dass ein besserer PSNR nicht notwedigerweise
+  bedeutet, dass das Bild besser aussehen wird, aber er erzählt dir, dass
+  du näher am Original bist.
+  Wird er abschalten, beschleunigt sich die Encodierung spürbar; wenn
+  Geschwindigkeit ein Kriterium für dich ist, kann dieser Kompromiss es wert sein.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">bvhq</emphasis>
+  Dies erledigt die selbe Arbeit wie vhq, macht dies jedoch bei B-Frames.
+  Es hat einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, und
+  verbessert geringfügig die Qualität (um etwa +0.1dB PSNR).
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">max_bframes</emphasis>
+  Eine höhere Anzahl von erlaubten hintereinander folgenden B-frames verbessert
+  gewöhnlich die Komprimierbarkeit, obwohl dies auch zu mehr Blockartefakten
+  führt.
+  Die Standard-Einstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit
+  und Qualität, aber wenn du Bitrate-hungrig bist kannst du sie bis auf 3
+  hochschrauben.
+  Du kannst sie auch auf 1 oder 0 verringern, wenn du auf perfekte Qualität
+  abzielst, wenngleich du in diesem Fall sicherstellen solltest, dass deine
+  Zielbitrate hochgenug ist, um zu gewährleisten, dass der Encoder nicht
+  die Quantisierer höher setzen muß, um den Wert zu erreichen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">bf_threshold</emphasis>
+  Dies kontrolliert die B-Frame-Empfindlichkeit des Encoders, wobei ein
+  höherer Wert dazu führt, dass mehr B-frames angewendet werden (und
+  umgekehrt).
+  Diese Einstellung muß zusammen mit <option>max_bframes</option>
+  verwendet werden; bist du Bitrate-hungrig, solltest du beides erhöhen
+  <option>max_bframes</option> und <option>bf_threshold</option>,
+  während du <option>max_bframes</option> erhöhen und
+  <option>bf_threshold</option> verringern kannst, sodass der Encoder
+  B-frames nur an Stellen anwendet, die diese auch
+  <emphasis role="bold">wirklich</emphasis> brauchen.
+  Eine niedrigere Zahl an <option>max_bframes</option> und ein höherer Wert
+  bei <option>bf_threshold</option> ist möglicherweise keine weise Wahl,
+  da dies den Encoder zwingt, B-frames in stellen zu setzen, die nicht
+  davon profitieren würden und daher die visuelle Qualität reduzieren.
+  Wie auch immer, wenn du mit Standalone-Playern kompatibel bleiben mußt,
+  die nur alte DivX-Profile unterstützen (der wiederum höchstens einen
+  aufeinander folgenden B-frame unterstützt), wäre dies dein einziger Weg,
+  die Komprimierbarkeit mittels B-frames zu verbessern.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">trellis</emphasis>
+  Optimiert den Quantisierungsprozess um einen optimalen Kompromiss
+  zwischen PSNR und Bitrate zu erhalten, was signifikant Bit-sparend
+  wirkt.
+  Diese Bits können woanders im Video wieder aufgewendet werden,
+  und verbessern die visuelle Gesamtqualität.
+  Du solltest es immer eingeschaltet lassen, da sein Einfluss auf
+  die Qualität gewaltig ist.
+  Gerade wenn du Geschwindigkeit haben willst, darfst du es nicht
+  deaktivieren, solange du nicht <option>vhq</option>
+  und alle anderen CPU-hungrigeren Optionen auf
+  ein Minimum heruntergesetzt hast.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">hq_ac</emphasis>
+  Aktiviert die Vorhersagemethode für einen besseren Koeffizientenaufwand, was
+  die dateigröße leicht um etwa 0.15 bis 0.19% reduziert (was mit einer
+  PSNR-Erhöhung um weniger als 0.01dB einhergeht), während es eine
+  vernachlässigbar kleine Einwirkung auf die Geschwindigkeit hat.
+  Es empfiehlt sich deshalb, dies immer eingeschaltet zu lassen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">cartoon</emphasis>
+  Entworfen, um Kartoon-Inhalt besser zu encodieren, und hat keine Auswirkung
+  auf die Geschwindigkeit, da es lediglich die Heuristiken zur Bestimmung des
+  Modus für diese Art Inhalt abstimmt.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">me_quality</emphasis>
+  Diese Einstellung ist da, um die Präzision der Bewegungseinschätzung zu
+  kontrollieren.
+  Je höher <option>me_quality</option>, desto präziser wird die Schätzung
+  der Originabewegung sein, und desto besser wird der resultierende Ausschnitt
+  die Originabewegung einfangen.
+ </para>
+ <para>
+  Die Standard-Einstellung ist in jedem Fall die beste;
+  folglich ist es nicht empfehlenswert, sie herunter zu drehen,
+  es sei denn du hast es wirklich auf Geschwindigkeit abgesehen,
+  da alle durch eine gute Bewegungseinschätzung gesparten Bits
+  woanders vergebracht würden, was die Gesamtqualität verbessern
+  würde.
+  Geh deshalb nie unter 5 und selbst wenn es der letzte Ausweg
+  sein sollte.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+ <emphasis role="bold">chroma_me</emphasis>
+  Verbessert die Bewegungseinschätzung dadurch, dass auch die
+  chroma-(Farb)-Informationen einbezogen werden, wobei
+  <option>me_quality</option> alleine nur luma (Graustufen)
+  verwendet.
+  Dies verlangsamt die Encodierung um 5-10%, verbessert aber die
+  visuelle Qualität durch Reduzieren von Blockeffekten ein wenig
+  und reduziert die Dateigröße um rund 1.3%.
+  Wenn du Geschwindigkeit haben willst, solltest du diese Option
+  deaktivieren bevor du anfängst zu überlegen,
+  <option>me_quality</option> zu reduzieren.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">chroma_opt</emphasis>
+    Ist dafür vorgesehen, die chroma-Bildqualität rund um reine
+    weiße/schwarze Kanten zu verbessern, eher moch als die
+    Kompression zu verbessern.
+    Dies kann dabei helfen, den &quot;Rote Stufen&quot;-Effekt zu reduzieren.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">lumi_mask</emphasis>
+    Versucht, weniger Bitrate auf den Teil eines Bildes zu übergeben,
+    der vom menschlichen Auge nicht gut zu sehen ist, was dem Encoder
+    erlaunem sollte, die eingesparten Bits auf wichtigere Teile des
+    Bildes anzuwenden.
+    Die durch diese Option gewonnene Encodierungsqualität hängt in
+    hohem Maße von persönlichen Vorlieben und von Monitortyp und
+    dessen Einstellungen ab (typischerweise wird es nicht gut aussehen,
+    wenn er hell oder ein TFT-Monitor ist).
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">qpel</emphasis>
+    Hebt die Anzahl Kandidaten der Bewegungsvektoren durch
+    Erhöhung der Präzision der Bewegungsabschätzung von einem
+    halben Pixel (halfpel) auf ein viertel Pixel
+    (quarterpel) an.
+    Die Idee dahinter ist, bessere Bewegungsvectoren zu finden,
+    was wiederum die Bitrate reduziert (deshalb wird die Qualität
+    verbessert).
+    Bewegungsvektoren mit viertel Pixel Präzision brauchen ein
+    paar Extrabits zum codieren, aber die Bewegungsvektoren ergeben
+    nicht immer ein (viel) besseres Resultat.
+    Sehr oft verbraucht der Codec dennoch Bits für die Extrapräzision,
+    jedoch wird im Gegenzug eine geringe oder keine Extraqualität
+    gewonnen.
+    Unglücklicherweise gibt es keinen Weg den möglichen Gewinn von
+    <option>qpel</option> vorzuaussagen, also mußt du eigentlich
+    mit und ohne encodieren, um sicher zu gehen.
+  </para><para>
+    <option>qpel</option> kann fast die doppelte Encodierzeit in
+    Anspruch nehmen und erfordert so gut wie 25% mehr
+    Verarbeitungsleistung fürs Decodieren.
+    es wird nicht von allen Standalone-Playern unterstützt.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">gmc</emphasis>
+    Versucht, Bits beim Schwenken von Szenen einzusparen, indem es einen
+    einzelnen Bewegungsvektor für den gesamten Frame verwendet.
+    Dies erhöht fast immer den PSNR, verlangsamt aber signifikant
+    die Encodierung (genauso wie die Decodierung).
+    Deshalb solltest du es nur nutzen, wenn du <option>vhq</option>
+    auf das Maximum gestellt hast.
+    <systemitem class="library">XviD</systemitem>'s GMC ist höher
+    entwickelt als das von DivX, wird aber nur von ein paar
+    Standalone-Playern unterstützt.
+</para></listitem>
+
+</itemizedlist>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-profiles">
+<title>Encodierung Profile</title>
+<para>
+  XviD unterstützt Encodierungsprofile über die <option>profile</option>-Option,
+  die dazu verwendet werden, den Eigenschaften des XviD-Videostreams
+  Restriktionen so aufzuerlegen, dass es überall dort abgespielt werden kann,
+  wo das gewählte Profil unterstützt wird.
+  Die Restriktionen beziehen sich azf Auflösungen, Bitrates und
+  bestimmte MPEG-4-Features.
+  Die folgende Tabelle zeigt, was jedes Profil unterstützt.
+</para>
+<informaltable>
+<tgroup cols="16" align="center">
+<colspec colnum="1"  colname="col1"/>
+<colspec colnum="2"  colname="col2"/>
+<colspec colnum="3"  colname="col3"/>
+<colspec colnum="4"  colname="col4"/>
+<colspec colnum="5"  colname="col5"/>
+<colspec colnum="6"  colname="col6"/>
+<colspec colnum="7"  colname="col7"/>
+<colspec colnum="8"  colname="col8"/>
+<colspec colnum="9"  colname="col9"/>
+<colspec colnum="10" colname="col10"/>
+<colspec colnum="11" colname="col11"/>
+<colspec colnum="12" colname="col12"/>
+<colspec colnum="13" colname="col13"/>
+<colspec colnum="14" colname="col14"/>
+<colspec colnum="15" colname="col15"/>
+<colspec colnum="16" colname="col16"/>
+<colspec colnum="17" colname="col17"/>
+<spanspec spanname="spa2-5"   namest="col2" nameend="col5"/>
+<spanspec spanname="spa6-11"  namest="col6" nameend="col11"/>
+<spanspec spanname="spa12-17" namest="col12" nameend="col17"/>
+  <tbody>
+    <row>
+      <entry></entry>
+      <entry spanname="spa2-5">Einfach</entry>
+      <entry spanname="spa6-11">Einfach erweitert Simple</entry>
+      <entry spanname="spa12-17">DivX</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Profilname</entry>
+      <entry>0</entry>
+      <entry>1</entry>
+      <entry>2</entry>
+      <entry>3</entry>
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+      <entry>1</entry>
+      <entry>2</entry>
+      <entry>3</entry>
+      <entry>4</entry>
+      <entry>5</entry>
+      <entry>Handheld</entry>
+      <entry>Portable NTSC</entry>
+      <entry>Portable PAL</entry>
+      <entry>Home Theater NTSC</entry>
+      <entry>Home Theater PAL</entry>
+      <entry>HDTV</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Breite [Pixel]</entry>
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+      <entry>720</entry>
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+    </row>
+    <row>
+      <entry>Höhe [Pixel]</entry>
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+    </row>
+    <row>
+      <entry>Framerate [fps]</entry>
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+      <entry>25</entry>
+      <entry>30</entry>
+      <entry>25</entry>
+      <entry>30</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Max. mittlere Bitrate [kbps]</entry>
+      <entry>64</entry>
+      <entry>64</entry>
+      <entry>128</entry>
+      <entry>384</entry>
+      <entry>128</entry>
+      <entry>128</entry>
+      <entry>384</entry>
+      <entry>768</entry>
+      <entry>3000</entry>
+      <entry>8000</entry>
+      <entry>537.6</entry>
+      <entry>4854</entry>
+      <entry>4854</entry>
+      <entry>4854</entry>
+      <entry>4854</entry>
+      <entry>9708.4</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Höchstwert mittlere Bitrate über 3 Sek. [kbps]</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>800</entry>
+      <entry>8000</entry>
+      <entry>8000</entry>
+      <entry>8000</entry>
+      <entry>8000</entry>
+      <entry>16000</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Max. B-Frames</entry>
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+      <entry>0</entry>
+      <entry>0</entry>
+      <entry>0</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>0</entry>
+      <entry>1</entry>
+      <entry>1</entry>
+      <entry>1</entry>
+      <entry>1</entry>
+      <entry>2</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>MPEG-Quantisierung</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Adaptive Quantisierung</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Interlaced Encodierung</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Viertelpixel</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+    </row>
+    <row>
+      <entry>Globale Bewegungskompensierung</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry>X</entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+      <entry></entry>
+    </row>
+  </tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-xvid-example-settings">
+<title>Encodierungseinstellungen Beispiele</title>
+
+<para>
+  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
+  Kombinationen von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss
+  zwischen Geschwindigkeit gegenüber Qualität bei gleicher
+  Zielbitrate betreffen.
+</para>
+
+<para>
+  Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
+  mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
+  und der Rechner war ein
+  AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
+  Jede Encodierungseinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
+  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
+  (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
+  Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
+  deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
+  Resultate erzielen wirst.
+</para>
+
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="4">
+<thead>
+<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+</thead>
+<tbody>
+<row>
+  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>chroma_opt:vhq=4:bvhq=1:quant_type=mpeg</option></entry>
+  <entry>16fps</entry>
+  <entry>0dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>vhq=2:bvhq=1:chroma_opt:quant_type=mpeg</option></entry>
+  <entry>18fps</entry>
+  <entry>-0.1dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Schnell</entry>
+  <entry><option>turbo:vhq=0</option></entry>
+  <entry>28fps</entry>
+  <entry>-0.69dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Echtzeit</entry>
+  <entry><option>turbo:nochroma_me:notrellis:max_bframes=0:vhq=0</option></entry>
+  <entry>38fps</entry>
+  <entry>-1.48dB</entry>
+</row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+</para>
+</sect2>
+
+</sect1>
+
+<sect1 id="menc-feat-x264">
+<title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">x264</systemitem>-Codec</title>
+<para>
+  <systemitem class="library">x264</systemitem> ist eine freie
+  Programmbibliothek zum Encodieren von H.264/AVC-Videostreams.
+  Bevor du mit dem Encodieren beginnst, mußt du <link linkend="xvid">
+ <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
+</para>
+
+<sect2 id="menc-feat-x264-encoding-options">
+<title>Encodieroptionen von x264</title>
+
+<para>
+ Bitte beginne mit der Durchsicht der
+  <systemitem class="library">x264</systemitem>-Sektion von
+  <application>MPlayer</application>'s Man Page.
+  Diese Sektion ist als Anhang zur Man Page vorsehen.
+  Hier wirst du Schnellhinweise dazu finden, welche Optionen am
+  wahrscheinlichsten die meisten Leute interessieren. Die Man Page
+  ist knapper gehalten, aber auch vollständiger, und zeigt oft
+  viel bessere technische Details.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-intro">
+<title>Einführung</title>
+<para>Dieses Handbuch berücksichtigt zwei Hauptkategorien der Encodieroptionen:</para>
+
+<orderedlist>
+  <listitem><para>Optionen, die hauptsächlich Encodierdauer gegenüber Qualität
+  abwägen
+  </para></listitem>
+  <listitem><para>Optionen, die zur Erfüllung zahlreicher persönlicher
+  Vorlieben und spezieller Anforderungen nützlich sind</para></listitem>
+</orderedlist>
+
+<para>
+  Letztendlich kannst nur du entscheiden, welche Optionen für deine
+  Zwecke am besten  geeignet sind. Die Entscheidung für die erste
+  Klasse der Optionen ist die einfachste:
+  du mußt nur entscheiden, ob du denkst, dass Qualitätsunterschiede
+  Geschwindigkeitsunterschiede rechtfertigen. Für die zweite Klasse
+  der Optionen sind die Vorzüge weitaus subjektiver, und mehr Faktoren
+  können involviert sein. Beachte, dass manche der Optionen für
+  &quot;persönliche Vorlieben und spezielle Anforderungen&quot;
+  noch große Auswirkungen auf Geschwindigkeit oder Qualität haben können,
+  aber es nicht dies zu was sie primär benutzt werden. Ein paar der
+  Optionen für &quot;persönliche Vorlieben&quot; können sogar Änderungen
+  verursachen, die für manche Leute besser aussehen, aber schlechter
+  für andere.
+</para>
+
+<para>
+  Bevor du fortfährst, mußt du verstehen, dass dieses Handbuch nur
+  eine Qualitätsmetrik verwendet: globaler PSNR.
+  Für eine kurze Erklärung, was PSNR ist, schau dir
+  <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/PSNR">den Wikipedia-Artikel zu PSNR</ulink>
+  an.
+  Globaler PSNR ist die letzte gemeldete PSNR-Nummer, wenn du die
+  Option <option>psnr</option> in <option>x264encopts</option>
+  einbindest.
+  Jedesmal wenn du eine Forderung nach PSNR liest, ist eine der Annahmen
+  hinter dieser Forderung, dass gleiche Bitraten verwendet werden.
+</para>
+
+<para>
+  Nahezu alle dieser Handbuchkommentare unterstellen, dass du
+  2-pass anwendest.
+  Beim Vergleich der Optionen, gibt es zwei Hauptgründe, 2-pass-Encodierung
+  zu nutzen.
+  Der erste ist, 2-pass bringt rund 1dB PSNR, was einen sehr
+  großen Unterschied ausmacht.
+  Der zweite ist, Optionen zu testen, indem man direkte Qualitätsvergleiche
+  zu 1-pass-Encodierung anstellt, führt einen einen wichtigen verwirrenden
+  Faktor ein: die Bitrate variiert bei jeder Encodierung oft signifikant.
+  Es ist nicht immer einfach zu sagen, ob Qualitätsänderungen vorwiegend
+  auf geänderte Optionen zurückzuführen sind oder ob sie meist
+  essentielle, zufällige Unterschiede in der erhaltenen Bitrate reflektieren.
+</para>
+
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-speedvquality">
+<title>Optionen die primär Geschwindigkeit und Qualität betreffen</title>
+
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">subq</emphasis>:
+  Von den Optionen, die die erlauben, einen Kompromiss zwischen
+  Geschwindigkeit und Qalität einzugehen, sind <option>subq</option>
+  und <option>frameref</option> (siehe unten) gewöhnlich die bei weiten
+  wichtigsten.
+  Wenn du dich für das Optimieren entweder Geschwindigkeit oder Qalität
+  interessierst, sind diese die ersten, die du in Erwägung ziehen solltest.
+  Bei der Dimension Geschwindigkeits, interagieren die Optionen
+  <option>frameref</option> und <option>subq</option> ziemlich stark
+  miteinander.
+  Die Erfahrung zeigt, dass mit einem Referenzframe <option>subq=5</option>
+  (die Standardeinstellung) etwa 35% mehr Zeit in Anspruch nimmt als
+  <option>subq=1</option>.
+  Mit 6 Referenzframes, wächst der Nachteil auf 60%.
+  Der Effekt, den <option>subq</option> auf den PSNR ausübt, scheint ziemlich
+  konstant zu sein, ungeachtet der Anzahl der Referenzframes.
+  Typischerweise erreicht <option>subq=5</option> 0.2-0.5 dB höheren globalen
+  PSNR im Vergleich zu <option>subq=1</option>.
+  Dies ist gewöhnlich ausreichend, um sichtbar zu werden.
+</para>
+<para>
+  <option>subq=6</option> ist der langsamste Modus mit der höchsten
+  Qualität.
+  Im Vergleich zu <option>subq=5</option> gewinnt sie gewöhnlich 0.1-0.4 dB
+  globalen PSNR mit Geschwindigkeitseinbußen, die zwischen 25%-100%
+  bewegen.
+  Im Unterschied zu anderen Levels von <option>subq</option> hängt das
+  Verhalten von <option>subq=6</option> nicht sehr von <option>frameref</option>
+  und <option>me</option> ab.  Stattdessen hängt die Effektivität von
+  <option>subq=6</option> größtenteils von der Anzahl der verwendeten
+  B-frames ab. Im normal Gebrauch bedeutet dies, <option>subq=6</option>
+  hat einen großen Einfluss auf beides Geschwindigkeit und Qualität
+  in komplexen, stark bewegten Szenen, aber es kann einen geringen Effekt
+  in Szenen mit wenig Bewegung. Beachte, dass dennoch empfohlen wird,
+  <option>bframes</option> immer auf etwas anderes something als Null
+  zu setzen (siehe unten).
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">frameref</emphasis>:
+  <option>frameref</option> ist standardmäßicg auf 1 gesetzt, jedoch
+  sollte dies nicht darauf schließen lassen, dass es unbedingt
+  auf 1 gesetzt sein muß.
+  Lediglich die Erhöhung von <option>frameref</option> auf 2 bringt rund
+  0.15dB PSNR mit einem Geschwindigkeitsnachteil von 5-10%; dies sieht nach
+  einem guten Kompromiss aus.
+  <option>frameref=3</option> bringt rund 0.25dB PSNR mehr als
+  <option>frameref=1</option>, was einen sichtbaren Unterschied machen
+  sollte.
+  <option>frameref=3</option> ist rund 15% langsamer als
+  <option>frameref=1</option>.
+  Leider setzen vermindernde Rückgaben schnell ein.
+  <option>frameref=6</option> kann erwartungsgemäß nur
+  0.05-0.1 dB mehr als <option>frameref=3</option> bei zusätzlichen
+  15% Geschwindigkeitsnachteil.
+  Oberhalb <option>frameref=6</option> sind die Qualitätsgewinne
+  für gewöhnlich sehr klein (obwohl du während der ganzen Diskussion
+  im Kopf behalten solltest, es abhängig von deiner Quelle stark
+  variieren kann).
+  In einem ziemlich typischen Fall wird <option>frameref=12</option>
+  den globalen PSNR um ein bisschen mehr als 0.02dB gegenüber
+  <option>frameref=6</option> verbessern, bei Geschwindigkeitsenbußen
+  von 15%-20%.
+  Bei so hohen <option>frameref</option>-Werten ist das wirklich
+  einzig Gute, dass man sagen kann, dass ein weiteres Anheben dieses
+  Wertes ziemlich sicher nie den PSNR <emphasis role="bold">schädigen</emphasis>
+  wird, jedoch sind zusätzliche Qualitätsvorteile sogar kaum messbar,
+  geschweige denn wahrnehmbar.
+</para>
+<note><title>Beachte:</title>
+<para>
+  das Erhöhen von <option>frameref</option> auf unnötig hohe Werte
+  <emphasis role="bold">kann</emphasis> und
+  <emphasis role="bold">tut dies ublicherweise auch</emphasis>
+  die Codiereffizienz schädigen, wenn du CABAC ausschaltest.
+  Mit eingeschaltetem CABAC (das Standardverhalten) scheint die
+  Möglichkeit, <option>frameref</option> &quot;zu hoch&quot;
+  zu setzen, gegenwärtig zu weit entfernt um sich Sorgen zu machen,
+  und in der Zukunft werden womöglich Optimierungen diese Möglichkeit
+  ganz und gar ausschließen.
+</para>
+</note>
+<para>
+  Wenn du es auf Geschwindigkeit abzielst, ist ein  vernünftiger
+  Kompromiss, im ersten Durchgang niedere <option>subq</option> und
+  <option>frameref</option>-Werte zu nehmen, und sie danach im
+  zweten Durchgang zu erhöhen.
+  Typischerweise hat dies einen vernachlässigbar negativen Effekt
+  auf die Endualität: Du wirst womöglich wohl unter 0.1dB PSNR
+  verlieren, was viel zu klein für einen sichtbaren Unterschied
+  sein sollte.
+  Trotzdem, unterschiedliche Werte für <option>frameref</option>
+  können verschiedentlich die Frametypenbestimmung beeinflussen.
+  Höchst wahrscheinlich sind dies außerordentlich seltene Fälle,
+  willst du jedoch wirklich sicher gehen, ziehe in Betracht, ob
+  dein Video entweder Vollbild- respektive Einblendungsmuster
+  oderr sehr große temporäre Überdeckungen, was einen I-Frame
+  erzwingen könnte.
+  Passe <option>frameref</option> des ersten Durchgangs so an,
+  dass es groß genug ist, um die Dauer des Einblendungszyklus
+  enthält (oder der Überdeckungen).
+  Zum Beispiel, wenn die Szenezwischen zwei Bildern über eine
+  Zeitspanne von drei Frames rückwärts und vorwärts springt,
+  setze <option>frameref</option> des ersten Durchgangs auf 3
+  oder höher.
+  Dieser Sachverhalt kommt vermutlich extrem selten in
+  Videomaterial mit Live Action vor, erscheint aber manchmal
+  bei einfangenen Computerspiel-Sequenzen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">me</emphasis>:
+  Diese Option dient der Wahl der Suchmethode der Bewegungseinschätzung.
+  Diese Option zu verändern stellt einen überschaubaren Kompromiss
+  zwischen Qualität un Geschwindigkeit dar.
+  <option>me=1</option> ist nur ein paar Prozent schneller als
+  die Standardsuche, auf kosten von unter 0.1dB globalen PSNR. Die
+  Standardeinstellung (<option>me=2</option>) ist ein angemessener
+  Kompromiss zwischen Qualität un Geschwindigkeit.
+  <option>me=3</option> bringt ein wenig unter 0.1dB globalen PSNR,
+  mit Geschwindigkeitsnachteil, der abhängig von <option>frameref</option>
+  variiert. Bei hohen <option>frameref</option>-Werten (z.B. 12 oder so)
+  ist <option>me=3</option> etwa 40% langsamer als das standardmäßige
+  <option> me=2</option>. Mit <option>frameref=3</option> fällt der
+  Geschwindigkeitsnachteil auf 25%-30%.
+</para>
+<para>
+  <option>me=4</option> verwendet eine gründliche, für die praktische
+  Anwendung zu langsame Suche.
+</para>
+</listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">4x4mv</emphasis>:
+  Diese Option aktiviert das Verwenden von 8x4, 4x8 und 4x4 Unterteilungen
+  in den vorhergesagten Macroblöcken. Sie zu aktivieren führt zu einem
+  ziemlich beständigen Verlust von 10%-15% an Geschwindigkeit. Sie ist
+  ziemlich nutzlos bei Quellen, die nur langsame Bewegungen enthalten,
+  obwohl in manchen Quellen mit sehr viel Bewegung und vielen kleinen,
+  sich bewegenden Objekten Zugewinne von etwa 0.1dB erwartet werden können.
+</para>
+</listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">bframes</emphasis>:
+  Wenn du gewohnt bist, mit anderen Codecs zu encodieren, hast du
+  womöglich empfunden, dass B-Frames nicht immer nützlich sind.
+  Bei H.264 wurde dies geändert: es gibt neue Techniken und Blocktypen,
+  die in in B-Frames möglich sind.
+  Für gewöhnlich kann selbst ein einfältiger Algorithmus zur Wahl
+  der B-Frame einen signifikanten PSNR-Vorteil bringen.
+  Es ist interessant festzustellen, dass die Anwendung von B-Frames
+  normalerweise den zweiten Durchgang ein bisschen beschleunigt,
+  und er kann auch eine Encodierung mit einfachem Durchgang etwas
+  schneller machen, wenn adaptive B-Framebestimmung abschalten
+  ist.
+</para>
+<para>
+  Mit abschaltener adaptiver B-Framebestimmung
+  (<option>nob_adapt</option> von <option>x264encopts</option> ),
+  ist der optimale Wert für diese Einstellung normalerweise nicht
+  mehr als <option>bframes=1</option>, andernfalls leiden Szenen
+  mit sehr viel Bewegung darunter.
+  Mit einschaltener adaptiver B-Framebestimmung (das Standardverhalten),
+  ist es sicher, höhere Werte zu verwenden; der Encoder will die Anwendung
+  von B-frames in Szenen reduzieren, in denen sie die Kompression
+  schädigen könnten.
+  Der Encoder zieht es selten vor, mehr als 3 oder 4 B-Frames zu
+  verwenden; diese Option höher zu setzen wird einen geringen Effekt haben.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">b_adapt</emphasis>:
+  Beachte: Dies ist standardmäßig eingeschaltet.
+</para>
+<para>
+  Ist diese Option aktiviert, wird der Encoder einen einigermaßen schnellen
+  Entscheidungsprozess zur Reduzierung der Anzahl B-Frames in Szenen anwenden, die
+  nicht viel von ihnen profitieren würden.
+  Du kannst <option>b_bias</option> dazu verwenden, zu optimieren wie
+  froh der Encoder über B-Frame sein soll.
+  Der Geschwindigkeitsnachteil adaptiver B-Frames ist gegenwärtig ziemlich
+  bescheiden, und genauso ist der potentielle Qualitätsgewinn.
+  Es sollte aber normalerweise nicht schaden.
+  Beachte, dass dies nur Geschwindigkeit und Frametypenbestimmung im ersten
+  Durchgang betrifft.
+  <option>b_adapt</option> und <option>b_bias</option> haben keinen
+  Effekt auf nachfolgende Durchgänge.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">b_pyramid</emphasis>:
+  Du kannst diese Option genauso gut aktivieren, falls du >=2 B-Frames
+  verwendest; wie die Man Page erzählt, erreichst du eine kleine
+  Qualitätsverbesserung bei keinerlei Geschwindigkeitseinbuße.
+  Beachte, dass diese Videos von libavcodec-basierten Decodern
+  älter als etwa 5. März 2005 nicht gelesen werden können.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">weight_b</emphasis>:
+  In typischen Fällen gibt es nicht viel Gewinn mit dieser Option.
+  Trotzdem, in überblendenden oder ins Schwarze übergehenden Szenen
+  liefert die gewichtete Vorhersage ziemlich große Bitrate-Einsparungen.
+  In MPEG-4 ASP wird ein Übergang ins Schwarze gewöhnlich am besten
+  als eine Serie aufwändiger I-Frames codiert; das Verwenden einer
+  gewichteten Vorhersage in B-Frames macht es möglich, wenigstens
+  manche von diesen in viel kleinere B-Frames zu wandeln.
+  Der Verlust an Encodierzeit ist minimal, da keine extra Bestimmungen
+  vorgenommen werden müssen.
+  Auch werden die CPU-Anforderungen des Encoders, im Gegensatz zu den
+  Einschätzungen mancher Leute, von gewichteter Vorhersage nicht sonderlich
+  beeinflusst, ansonsten bleibt alles gleich.
+</para>
+<para>
+  Leider hat der aktuelle Algorithmus zur adaptiven B-Framebestimmung
+  eine starke Tendenz, B-Frames während des Fadens zu verhindern.
+  Bis sich dies ändert, kann es eine gute Idee sein,
+  <option>nob_adapt</option> zu deinen x264encopts hinzuzufügen, falls
+  du erwartest, dass Fades einen großen Effekt in deinem jeweiligen
+  Videoclip erzeugen.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-misc-preferences">
+<title>Diverse Eigenschaften betreffende Optionen</title>
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">2-pass-Encodierung</emphasis>:
+  Oben wurde vorgeschlagen, immer 2-pass-Encodierung anzuwenden,
+  es gibt aber durchaus Gründe, dies nicht zu tun. Beispielsweise,
+  wenn du Live-TV aufnimmst und in Echtzeit encodierst, bist du
+  gezwungen, einen einzigen Durchgang zu verwenden.
+  Auch ist ein Durchgang offensichtlich schneller als zwei Durchgänge;
+  wenn du exakt die gleichen Optionen bei beiden Durchgängen anwendest,
+  istdas Encodieren in zwei Durchgängen mindestens zweimal so langsam.
+</para>
+<para>
+  Noch gibt es sehr gute Gründe, in zwei Durchgängen zu encodieren. Für
+  eine Sache ist Ratenkontrolle in einem Durchgang kein Heilmittel,
+  sie trifft oft eine unvernünftige Auswahl weil sie das große
+  Bild nicht sehen kann. Zum Beispiel, angenommen du hast ein zwei Minuten
+  langes Video bestehend aus zwei ausgeprägten Hälften.  Die erste Hälfte
+  besitzt eine 60 Sekunden dauernde Szenen mit sehr viel Bewegung, die
+  einzeln für sich etwa 2500kbps benötigt, um anständig auszusehen.
+  Direkt daruffolgend kommt eine viel weniger anspruchsvolle 60 Sekunden
+  lange Szene, die bei 300kbps gut aussieht. Angenommen du forderst in
+  der Theorie 1400kbps an, was beiden Szenen ausreichend entgegenkommen
+  würde. Die Ratenkontrolle in einem Durchgang wird in diesem Fall
+  ein paar &quot;Fehler&quot;. Zuallererst wird es in beiden Segmenten
+  1400kbps anpeilen. Das erste Segment könnte schwer überquantisiert enden,
+  was es unakzeptabel und unangemessen blockhaft aussehen lässt.
+  Das zweite Segment wird schwer unterquantisiert sein; es sieht vielleicht
+  perfekt aus, aber der Bitratenverlust dieser Perfektion wird komplett
+  unangemessen sein.
+  Sogar scherer vermeidbar ist das Problem am Übergang beider Szenen.
+  Die ersten Sekunden der Hälfte mit wenig Bewegung wird enorm
+  überquantisiert sein, weil die Ratenkontrolle noch die Art Anforderung
+  an die Bitrate erwartet, der sie in der ersten Hälfte des Videos begegnet
+  war. Diese &quot;Fehlerperiode&quot; der extrem überquantisierten Szene
+  mit wenig Bewegung wird fürchterlich schlecht aussehen, und wird sogar
+  weniger als die 300kbps verwenden, die sie genommen hätte, um annehmbar
+  auszusehen. Es gibt Mittel und Wege, diese Falle des Encodierens in einem
+  Durchgang zu mildern, diese werden allerdingst dahin tendieren, die
+  fehlerhaften Vorhersagen der Bitraten zu häufen.
+</para>
+<para>
+  Multipass-Ratenkontrolle kann gegenüber der eines einzigen Durchgangs
+  riesen Vorteile bieten.
+  Indem sie die im ersten Encodierungsdurchlauf gesammelte Statistik
+  verwendet, kann der Encoder mit angemessener Geneuigkeit den Aufwand
+  (in Bit)abschätzen, den das Encodieren jeden gegebenen Frames bei
+  jedem gegebenen Quantisierer erfordert. Dies erlaubt eine viel
+  rationellere, besser geplante Zuweisung von Bits zwischen den
+  Bit-hungrigen Szenen mit viel Bewegung und denen bescheidenen mit
+  wenig Bewegung.
+  Siehe <option>qcomp</option> unten für einige Ideen darüber wie man
+  diese Zuweisungen nach seinem Geschmack optimiert.
+</para>
+<para>
+  Darüber hinaus brauchen zwei Durchgänge zwei mal so lang wie ein Durchgang.
+  Du kannst die Optionen im ersten Durchgang auf höhere Geschwindigkeit
+  und niedrigere Qualität optimieren.
+  Wenn du deine Optionen geschickt wählst, kannst du einen sehr schnellen
+  ersten Durchgang hinkriegen.
+  Die resultierende Qualität im zweiten Durchgang wird geringfügig niedriger
+  ausfallen, weil die Größenvorhersage weniger akkurat ist, jedoch
+  ist die Qualitätsdifferenz normalerweiseviel zu klein um sichtbar zu sein
+  Versuche zum Beispiel <option>subq=1:frameref=1</option> zu
+  <option>x264encopts</option> des ersten Durchgangs hinzuzufügen.
+  Dann verwende im zweiten Durchgang langsamere, hochwertigere Optionen:
+  <option>subq=6:frameref=15:4x4mv:me=3</option>
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">Encodirunng mit drei Durchgängen</emphasis>?
+
+  x264 bietet die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl aufeinander folgender
+  Durchgänge auszuführen. Wenn du <option>pass=1</option> im ersten Durchgang
+  spezifizierst, dann verwende <option>pass=3</option> im nachfolgenden
+  Durchgang, der nachfolgende Durchgang wird beides tun, die Statistik des
+  vorhergehenden Durchgangs lesen und seine eigene Statistik schreiben.
+  Ei zusätzlicher Durhgang, der diesem folgt wird eine sehr gute Basis
+  haben, von der aus er hochpräzise Vorhersagen der Framegrößen bei
+  einem gewählten Quantisierer machen kann.
+  In der Praxis ist der damit erzielte gesamte Qualitätsgewinn
+  gewöhnlich nahezu Null, und ziemlich wahrscheinlich resultiert ein dritter
+  Durchgang in einem geringfügig schlechteren globalen PSNR als der Durchgang
+  davor. In der typischen Anwendung, helfen drei Durchgänge, wenn du entweder
+  eine schleche Vorhersagen der Bitraten oder schlecht aussehende Szenenübergänge
+  beim Verwenden nur eines Durchlaufs bekommst.
+  Dies passiert mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit mit extrem kurzen Clips.
+  Ebenso gibt es ein paar Spezialfälle, in denen drei (oder mehr) Durchgänge
+  erfahrenen Nutzern dienlich sind, aber um es kurz zu machen, dieses Handbuch
+  unterlässt die Diskussion solcher speziellen Fälle.
+
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">qcomp</emphasis>:
+  <option>qcomp</option> wägt die Anzahl der für &quot;aufwändige&quot; Frames
+  mit viel Bewegung vorgesehenen Bits gegen die für &quot;weniger aufwändige&quot;
+  Frames mit wenig Bewegung ab.
+  Bei einem Extrem zielt <option>qcomp=0</option> auf eine echte konstante
+  Bitrate ab. Typischerweise würde dies Szenen mit viel Bewegung vollkommen
+  ätzend aussehen lassen, während Szenen mit wenig Bewegung womöglich absolut
+  perfekt aussehen, jedoch öfter mehr Bitrate verwenden würden, als sie das
+  sonst für ein lediglich exzellent Aussehen tun müssten. Bei anderen Extrem
+  erreicht <option>qcomp=1</option> nahezu konstante Quantisierungsparameter
+  (QP). Ein konstanter QP sieht nicht schlecht aus, die meisten Leute meinen
+  aber es sei vernünftiger, etwas Bitrate aus den extrem aufwändigen Szenen
+  zu nehmen (wobei dort der Qualitätsverlust micht ganz so augenfällig ist)
+  und sie wieder den Szenen zuzuweisen, die bei exzellenter Qualität leichter
+  zu encodieren sind.
+  <option>qcomp</option> ist standardmäßig auf 0.6 gesetzt, was für den
+  Geschmack mancher Leute etwas zu langsam sein könnte (0.7-0.8 werden im
+  allgemeinen auch verwendet).
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
+  <option>keyint</option> ist einzig und allein zur Abwägung der
+  Durchsuchbarkeit der Datei gegenüber der Codiereffiziez da.
+  Als Standardwert ist <option>keyint</option> auf 250 gesetzt. In
+  Material mit 25fps garantiert dies, auf 10 Sekunden genau
+  suchen zu können. Wenn du meinst, es wäre wichtig und nützlich,
+  auf 5 Sekunden genau suchen zu können, setze es auf <option>keyint=125</option>;
+  dies wird der Qualität/Bitrate leicht schaden. Wenns dir nur um Qualität
+  geht und nicht um die Durchsuchbarkeit, kannst du  viel höhere Werte
+  setzen (vorausgesetzt es gibt schrumpfende Erträge, die verschwindend
+  klein werden oder sogar gegen Null gehen). Der Videostream wird nach
+  wie vor suchbare Stellen besitzen, solange einige Szenenwechsel
+  vorhanden sind.
+</para></listitem>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">deblockalpha, deblockbeta</emphasis>:
+  Dieses Thema ist im Begriff etwas kontrovers zu geraten.
+</para>
+<para>
+  H.264 definiert eine simple Deblocking-Prozedur bei I-Blöcken, die
+  von vorgegebenen Stärken und vom QP des strittigen Blocks
+  abhängigen.
+  Mit dem Standardwert werden hohe QP-Blöcke schwer gefiltert, und
+  niedrige QP-Blöcke werden überhaupt nicht entblockt.
+  Die vom Standard definierten, vorgegebenen Stärken sind mit
+  Bedacht gewählt und die Chancen stehen sehr gut, dass sie
+  PSNR-optimal sind, egal welches Video auch immer du zu encodieren
+  versuchst.
+  Die <option>deblockalpha</option>- und
+  <option>deblockbeta</option>-Parameter erlauben dir, Offsets festzulegen,
+  um Deblocking-Schwellen voreinzustellen.
+</para>
+<para>
+  Viele Leute scheinen zu glauben, es sei eine gute Idee, die Stärke
+  des Deblocking-Filters um hohe Beträge abzusenken (sagen wir -3).
+  Dies ist jedoch meist keine gute Idee, und in den meisten Fällen
+  verstehen Leute, die das machen, nicht sehr gut wie Deblocking
+  standardmäßig funktioniert.
+</para>
+<para>
+  Die erste und wichtigste Sache, die man über den
+  in-loop-Deblocking-Filter wissen sollte ist, dass die
+  Standardschwellenwerte meistens PSNR-optimal sind.
+  In den seltenen Fällen, in denen sie nicht optimal sind, ist das
+  ideale Offset plus oder minus 1.
+  Die Deblocking-Parameter durch einen höheren Betrag anzupassen
+  garantiert meist, dem PSNR zu schaden.
+  das Verstärken des Filters wird mehr Details verwischen; den
+  Filter zu schwächen wird das Auftreten von Blockeffekten
+  erhöhen.
+</para>
+<para>
+  Es ist definitiv eine schlechte Idee, die Deblocking-Schwellenwerte
+  herabzusetzen, falls deine Quelle eine vorwiegend niedrige räumliche
+  Komplexität besitzt (z.B. nicht viele Details oder Rauschen).
+  Der in-loop-Filter macht eigentlich einen exzellenten Job durch
+  das Kaschieren auftretender Artefakte.
+  Besitzt die Quelle eine hohe räumliche Komplexität, sind Artefakte
+  dennoch weniger bemerkbar.
+  Dies ist so, weil das Schwingen (ringing) dazu neigt, wie Details
+  oder Rauschen auszusehen.
+  Die viselle Wahrnehmung des Menschen erkennt leicht, wenn Details
+  entfernt wurden, aber erkennt nicht so leicht, wenn Rauschen falsch
+  dargestellt wird.
+  Wird die Qualität subjektiv, sind Details und Rauschen etwas
+  austauschbares.
+  Durch das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke verstärkst du
+  höchstwahrscheinlich Fehler durch Hinzufügen von
+  Schwingungsartefakten, aber dem Auge fällt nichts auf, weil
+  es die Artefakte mit Details verwechselt.
+</para>
+
+<para>
+  Dies rechtfertigt jedoch <emphasis role="bold">nach wie vor</emphasis>
+  nicht das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke.
+  Du kannst im allgemeinen besseres Qualitätsrauschen im Postprocessing
+  erzielen.
+  falls deine H.264-Encodierungen zu verschwommen oder verschmiert
+  aussehen, versuche, mit
+  <option>-vf noise</option> beim Abspielen des encodierten Films
+  herumzuspielen.
+  <option>-vf noise=8a:4a</option> sollte die meisten weichen Artefakte
+  kaschieren.
+  es wird meist mit Sicherheit besser aussehen als die Resultate, die
+  du durch einfaches Herumtüfteln mit dem Deblocking-Filter bekommen
+  hättest.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect3>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-x264-example-settings">
+<title>Encodieroptionen Beispiele</title>
+
+<para>
+  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
+  Kombinationen von Encodier-Optionen, die einen Kompromiss zwischen
+  Geschwindigkeit und Qualität bei gleicher Zielbitrate betreffen.
+</para>
+
+<para>
+  All diese Encodier-Einstellungen wurden an einem Beispiel-Video
+  mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate wars 900kbps,
+  und der Rechner war ein
+  AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64-bit-Modus.
+  Jede Encodier-Einstellung zeichnet sich durch eine gemessene
+  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und dem
+  PSNR-Verlust (in dB) im Vergleich zu den &quot;sehr
+  hochwertigen&quot; Einstellung aus.
+  Bitte hab dafür Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelle, deinem
+  Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche Resultate
+  erhalten kannst.
+</para>
+
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="4">
+<thead>
+<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodier-Ooptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+</thead>
+<tbody>
+<row>
+  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>subq=6:4x4mv:8x8dct:me=3:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+  <entry>6fps</entry>
+  <entry>0dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Hohe Qualität</entry>
+  <entry><option>subq=5:4x4mv:8x8dct:frameref=2:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+  <entry>13fps</entry>
+  <entry>-0.89dB</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>Schnell</entry>
+  <entry><option>subq=4:bframes=2:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+  <entry>17fps</entry>
+  <entry>-1.48dB</entry>
+</row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+</para>
+</sect2>
+
+</sect1>
+
+<sect1 id="menc-feat-video-for-windows">
+<title>Encodieren mit der <systemitem class="library">Video for Windows</systemitem> Codec-Familie</title>
+
+<para>
+  Video for Windows bietet ein einfaches Encodieren mittels binärer Video-Codecs.
+  Du kannst mit folgenden Codecs encodieren (solltest du mehr haben, teil es
+  uns bitte mit!)
+</para>
+<para>
+  Beachte, dass der Support für diesen Codec sehr experimentell ist und
+  einige Codecs arbeiten vielleicht nicht korrekt. Manche Codecs werden
+  nur in bestimmten Farbräumen funktionieren, versuche
+  <option>-vf format=bgr24</option> und <option>-vf format=yuy2</option>
+  falls ein Codec versagt oder einen falschen Output liefert.
+</para>
+
+<sect2 id="menc-feat-enc-vfw-video-codecs">
+<title>Von Video for Windows unterstützte Codecs</title>
+
+<para>
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="4">
+<thead>
+<row>
+<entry>Video-Codec Dateiname</entry>
+<entry>Beschreibung (FourCC)</entry>
+<entry>md5sum</entry>
+<entry>Kommentar</entry>
+</row>
+</thead>
+<tbody>
+<row>
+  <entry>aslcodec_vfw.dll</entry>
+  <entry>Alparysoft verlustfreier (lossless) Codec vfw (ASLC)</entry>
+  <entry>608af234a6ea4d90cdc7246af5f3f29a</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>avimszh.dll</entry>
+  <entry>AVImszh (MSZH)</entry>
+  <entry>253118fe1eedea04a95ed6e5f4c28878</entry>
+  <entry>needs <option>-vf format</option></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>avizlib.dll</entry>
+  <entry>AVIzlib (ZLIB)</entry>
+  <entry>2f1cc76bbcf6d77d40d0e23392fa8eda</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>divx.dll</entry>
+  <entry>DivX4Windows-VFW</entry>
+  <entry>acf35b2fc004a89c829531555d73f1e6</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>huffyuv.dll</entry>
+  <entry>HuffYUV verlustfrei (lossless) (HFYU)</entry>
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+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>iccvid.dll</entry>
+  <entry>Cinepak Video (cvid)</entry>
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+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>icmw_32.dll</entry>
+  <entry>Motion Wavelets (MWV1)</entry>
+  <entry>c9618a8fc73ce219ba918e3e09e227f2</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>jp2avi.dll</entry>
+  <entry>ImagePower MJPEG2000 (IPJ2)</entry>
+  <entry>d860a11766da0d0ea064672c6833768b</entry>
+  <entry><option>-vf flip</option></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>m3jp2k32.dll</entry>
+  <entry>Morgan MJPEG2000 (MJ2C)</entry>
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+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>m3jpeg32.dll</entry>
+  <entry>Morgan Motion JPEG Codec (MJPG)</entry>
+  <entry>1cd13fff5960aa2aae43790242c323b1</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>mpg4c32.dll</entry>
+  <entry>Microsoft MPEG-4 v1/v2</entry>
+  <entry>b5791ea23f33010d37ab8314681f1256</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>tsccvid.dll</entry>
+  <entry>TechSmith Camtasia Screen Codec (TSCC)</entry>
+  <entry>8230d8560c41d444f249802a2700d1d5</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>vp31vfw.dll</entry>
+  <entry>On2 Open Source VP3 Codec (VP31)</entry>
+  <entry>845f3590ea489e2e45e876ab107ee7d2</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>vp4vfw.dll</entry>
+  <entry>On2 VP4 Personal Codec (VP40)</entry>
+  <entry>fc5480a482ccc594c2898dcc4188b58f</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>vp6vfw.dll</entry>
+  <entry>On2 VP6 Personal Codec (VP60)</entry>
+  <entry>04d635a364243013898fd09484f913fb</entry>
+  <entry>crashing on Linux</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>vp7vfw.dll</entry>
+  <entry>On2 VP7 Personal Codec (VP70)</entry>
+  <entry>cb4cc3d4ea7c94a35f1d81c3d750bc8d</entry>
+  <entry>wrong FourCC?</entry>
+</row>
+<row>
+  <entry>ViVD2.dll</entry>
+  <entry>SoftMedia ViVD V2 Codec VfW (GXVE)</entry>
+  <entry>a7b4bf5cac630bb9262c3f80d8a773a1</entry>
+  <entry></entry>
+</row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach dem
+<literal>codec</literal>-Parameter übergeben werden sollten, wie:
+<option>-xvfwopts codec=divx.dll</option>
+Der FourCC-Code, der von jedem Codec verwendet wird, steht in Klammern.
+</para>
+<informalexample>
+<para>
+Ein Beispiel mit VP3Kompression:
+<screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc vfw -xvfwopts codec=vp31vfw.dll -oac copy</screen>
+</para>
+</informalexample>
+</sect2>
+</sect1>
+
+
+<sect1 id="menc-feat-vcd-dvd">
+<title>Verwenden des MEncoder zum Erzeugen VCD/SVCD/DVD-konformer Dateien.</title>
+
+<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints">
+<title>Formatbeschränkungen</title>
+<para>
+  <application>MEncoder</application> ist fähig, MPEG-Dateien im VCD-, SCVD-
+  und DVD-Format durch verwenden der
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Programmbibliothek
+  zu erzeugen.
+  Diese Dateien können danach im Zusammenhang mit
+  <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
+  oder
+  <ulink url="http://dvdauthor.sourceforge.net/">dvdauthor</ulink>
+  zum Erzeugen von Disks verwendet werden, die auf einem Standard Set-Top-Player
+  abgespielt werden können.
+</para>
+
+<para>
+  Die Formate DVD, SVCD und VCD sind schweren Sachzwängen unterworfen.
+  Es ist nur eine kleine Auswahl an encodierten Bildergrößen und Seitenverhältnissen
+  verfügbar.
+  Wenn dein Film nicht bereits die Anforderungen erfüllt, müsstest du das Bild
+  skalieren, zuschneiden oder schwarze Ränder hinzufügen, um es konform zu machen.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-resolution">
+<title>Formatbeschränkungen</title>
+
+<informaltable frame="all">
+<tgroup cols="9">
+<thead>
+    <row>
+        <entry>Format</entry>
+        <entry>Auflösung</entry>
+        <entry>V. Codec</entry>
+        <entry>V. Bitrate</entry>
+        <entry>Samplerate</entry>
+        <entry>A. Codec</entry>
+        <entry>A. Bitrate</entry>
+        <entry>FPS</entry>
+        <entry>Aspect</entry>
+    </row>
+</thead>
+<tbody>
+    <row>
+        <entry>NTSC DVD</entry>
+        <entry>720x480, 704x480, 352x480, 352x240</entry>
+        <entry>MPEG-2</entry>
+        <entry>9800 kbps</entry>
+        <entry>48000 Hz</entry>
+        <entry>AC3,PCM</entry>
+        <entry>1536 kbps (max)</entry>
+        <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
+        <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x480)</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>NTSC DVD</entry>
+        <entry>352x240<footnote id='fn-rare-resolutions'><para>
+	  Diese Auflösungen werden selten für DVDs verwendet, da sie von
+	  ziemlch niedriger Qualität sind.</para></footnote></entry>
+        <entry>MPEG-1</entry>
+        <entry>1856 kbps</entry>
+        <entry>48000 Hz</entry>
+        <entry>AC3,PCM</entry>
+        <entry>1536 kbps (max)</entry>
+        <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
+        <entry>4:3, 16:9</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>NTSC SVCD</entry>
+        <entry>480x480</entry>
+        <entry>MPEG-2</entry>
+        <entry>2600 kbps</entry>
+        <entry>44100 Hz</entry>
+        <entry>MP2</entry>
+        <entry>384 kbps (max)</entry>
+        <entry>30000/1001</entry>
+        <entry>4:3</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>NTSC VCD</entry>
+        <entry>352x240</entry>
+        <entry>MPEG-1</entry>
+        <entry>1150 kbps</entry>
+        <entry>44100 Hz</entry>
+        <entry>MP2</entry>
+        <entry>224 kbps</entry>
+        <entry>24000/1001, 30000/1001</entry>
+        <entry>4:3</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>PAL DVD</entry>
+        <entry>720x576, 704x576, 352x576, 352x288</entry>
+        <entry>MPEG-2</entry>
+        <entry>9800 kbps</entry>
+        <entry>48000 Hz</entry>
+        <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
+        <entry>1536 kbps (max)</entry>
+        <entry>25</entry>
+        <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x576)</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>PAL DVD</entry>
+        <entry>352x288<footnoteref linkend='fn-rare-resolutions'/></entry>
+        <entry>MPEG-1</entry>
+        <entry>1856 kbps</entry>
+        <entry>48000 Hz</entry>
+        <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
+        <entry>1536 kbps (max)</entry>
+        <entry>25</entry>
+        <entry>4:3, 16:9</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>PAL SVCD</entry>
+        <entry>480x576</entry>
+        <entry>MPEG-2</entry>
+        <entry>2600 kbps</entry>
+        <entry>44100 Hz</entry>
+        <entry>MP2</entry>
+        <entry>384 kbps (max)</entry>
+        <entry>25</entry>
+        <entry>4:3</entry>
+    </row>
+    <row>
+        <entry>PAL VCD</entry>
+        <entry>352x288</entry>
+        <entry>MPEG-1</entry>
+        <entry>1152 kbps</entry>
+        <entry>44100 Hz</entry>
+        <entry>MP2</entry>
+        <entry>224 kbps</entry>
+        <entry>25</entry>
+        <entry>4:3</entry>
+    </row>
+</tbody>
+</tgroup>
+</informaltable>
+
+<para>
+  Wenn ein Film ein 2.35:1 Seiteverhältnis hat (die meisten aktuellen Action-Filme),
+  wirst du schwarze Ränder hinzufügen oder den Film auf 16:9 zuschneiden müssen,
+  um eine DVD oder VCD herzustellen.
+  Wenn du schwarze Ränder hinzufügst, versuche diese an 16-Pixel-Rändern
+  auszurichten, um den Einfluß auf die Encodier-Performance zu minimieren.
+  Dankbarweise besitzt DVD eine ausreichend Bitrate, damit du dich
+  nicht zu sehr um die Encodier-Effizienz sorgen mußt, jedoch SVCD
+  und VCD sind höchst mager an Bitrate und erfordern Aufwand, akzeptable
+  Qualität zu erreichen.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-gop">
+<title>GOP-Größenbeschränkungen</title>
+<para>
+  DVD, VCD und SVCD zwingen dich auch zu relativ niedrigen
+  GOP-Größen (Group of Pictures).
+  Für Material mit 30 fps ist die größte erlaubte GOP-Größe 18.
+  Für 25 oder 24 fps ist das Maximum 15.
+  Die GOP-Größe wird mittels der Option <option>keyint</option> gesetzt.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-bitrate">
+<title>Bitraten-Beschränkungen</title>
+<para>
+  VCD Video erfordert, CBR bei 1152 kbps zu sein.
+  Zu dieser nach oben begrenzende Einschränkung kommt auch noch eine
+  extrem niedrige vbv-Puffergröße von 327 Kilobit.
+  SVCD erlaugt das variieren der Video-Bitraten auf bis zu 2500 kbps
+  und eine etwas weniger restriktive vbv-Puffergröße von 917 Kilobit
+  ist erlaubt.
+  DVD-Video-Bitraten können sich bis auf irgendwo um die 9800 kbps
+  einpegeln (wenngleich typische Bitraten etwa halb so groß sind),
+  und die vbv-Puffergröße ist 1835 Kilobit.
+</para>
+</sect3>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-output">
+<title>Output-Optionen</title>
+<para>
+  <application>MEncoder</application> besitzt Optionen zur Kontrolle des
+  Output-Formats.
+  Durch das Verwenden dieser Optionen können wir ihn anweisen, den
+  korrekten Dateityp zu erzeugen.
+</para>
+
+<para>
+  Die Optionen für VCD und SVCD werden xvcd und xsvcd genannt, weil sie
+  erweiterte Formate sind.
+  Sie sind nicht strikt Standard-konform, hauptsächlich weil der Output
+  keine Scan-Offsets enthält.
+  Wenn du ein SVCD-Image generieren mußt, solltest du die Output-Datei
+  dem
+  <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
+  übergeben.
+</para>
+
+<para>
+  VCD:
+  <screen>
+  -of mpeg -mpegopts format=xvcd
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  SVCD:
+  <screen>
+  -of mpeg -mpegopts format=xsvcd
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  DVD:
+  <screen>
+  -of mpeg -mpegopts format=dvd
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  DVD mit NTSC-Pullup:
+  <screen>
+  -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine -ofps 24000/1001
+  </screen>
+  dies erlaubt 24000/1001 fps progressive-Inhalt bei 30000/1001
+  fps encodiert zu werden, während dieser DVD-Konformität erhalten bleibt.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-aspect">
+<title>Seitenverhältnis</title>
+<para>
+  Das Seitenargument von <option>-lavcopts</option> wird zum Encodieren
+  des Seitenverhältnisses einer Datei verwendet.
+  Während des Playbacks wird Seitenverhältnis dazu benutzt, die korrekte
+  Größe des Videos wierder herzustellen.
+</para>
+
+<para>
+  16:9 or "Breitbild"
+  <screen>
+  -lavcopts aspect=16/9
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  4:3 or "Vollbild"
+  <screen>
+  -lavcopts aspect=4/3
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  2.35:1 or "Cinemascope" NTSC
+  <screen>
+  -vf scale=720:368,expand=720:480 -lavcopts aspect=16/9
+  </screen>
+  Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
+  erweiterte NTSC-Breite von 854/2.35 = 368
+</para>
+
+<para>
+  2.35:1 oder "Cinemascope" PAL
+  <screen>
+  -vf scale="720:432,expand=720:576 -lavcopts aspect=16/9
+  </screen>
+  Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
+  erweiterte PAL-Breite von 1024/2.35 = 432
+</para>
+
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-a-v-sync">
+<title>Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation</title>
+<para>
+  Um die Audio-/Video-Synchronisation während des ganzen
+  Encodierens aufrecht zu erhalten, muß
+  <application>MEncoder</application> Frames auslassen oder duplizieren.
+  Dies funktioniert beim Muxen in eine AVI-Datei ziemlich gut,
+  aber meist schlägt das Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation mit
+  anderen Muxern wie etwa MPEG garantiert fehl.
+  Dies ist der Grund, weshalb es nötig ist, den
+  <option>harddup</option>-Video-Filter am Ende der Filterkette anzuhängen,
+  um diese Art Problem zu vermeiden.
+  Du findest mehr technische Informationen zu <option>harddup</option>
+  in der Sektion
+  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</link>
+  oder in der Man Page.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-srate">
+<title>Sampleraten-Konvertierung</title>
+<para>
+  Wenn die Audio-Samplerate in der Originaldatei nicht die selbe wie
+  vom Zielformat angeforderte ist, wird eine Sampleraten-Konvertierung
+  erforderlich.
+  Dies wird erreicht, indem man die Option <option>-srate</option> und
+  den <option>-af lavcresample</option> Audio-Filter zusammen
+  anwedet.
+  </para>
+  <para>
+  DVD:
+  <screen>
+  -srate 48000 -af lavcresample=48000
+  </screen>
+</para>
+<para>
+  VCD and SVCD:
+  <screen>
+  -srate 44100 -af lavcresample=44100
+  </screen>
+  </para>
+</sect3>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc">
+<title>Verwenden des libavcodec zur VCD/SVCD/DVD-Encodierung</title>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-intro">
+<title>Einführung</title>
+<para>
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kann verwendet
+  werden, um ein VCD/SVCD/DVD-Konformes Video durch die Anwendung der
+  passenden Optionen zu erzeugen.
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-options">
+<title>lavcopts</title>
+<para>
+  Dies ist eine Liste von Feldern in <option>-lavcopts</option>, die du
+  möglicherweise ändern mußt, um einen für VCD, SVCD
+  oder DVD konformen Film herzustellen :
+</para>
+
+<itemizedlist>
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">acodec</emphasis>:
+  <option>mp2</option> für VCD, SVCD oder PAL DVD;
+  <option>ac3</option> wird am häufigsten für DVD gebraucht.
+  PCM-Audio kann auch für DVD verwendet werden, aber dies ist meistens
+  eine riesen Platzverschwendung.
+  Beachte, dass MP3-Audio nicht konform für irgendeines dieser Formate
+  ist, aber Player haben oft ohnehin kein Problem, es abzuspielen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">abitrate</emphasis>:
+  224 für VCD; bis zu 384 für SVCD; bis zu 1536 für  DVD, aber
+  übliche Werte reichen von 192 kbps für Stereo bis 384 kbps für
+  5.1-Kanal-Sound.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vcodec</emphasis>:
+  <option>mpeg1video</option> für VCD;
+  <option>mpeg2video</option> für SVCD;
+  <option>mpeg2video</option> wird gewöhnlich für DVD verwendet, kann aber auch
+  <option>mpeg1video</option> für CIF-Auflösungen verwenden.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
+  Angewandt, um die GOP-Größe zu setzen.
+  18 für Material mit 30fps oderr 15 für Material mit 25/24 fps.
+  Kommerzielle Hersteller scheinen Keyframe-Intervalle von 12 zu bevorzugen.
+  Es ist möglich, dies viel größer zu machen und dennoch die Kompatibilität
+  zu den meisten Player zu behalten.
+  Ein <option>keyint</option> von 25 sollte nie irgendwelche Probleme machen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vrc_buf_size</emphasis>:
+  327 für VCD, 917 für SVCD und 1835 für DVD.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vrc_minrate</emphasis>:
+  1152 für VCD. kann für SVCD und DVD so gelassen werden.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vrc_maxrate</emphasis>:
+  1152 für VCD; 2500 für SVCD; 9800 für DVD.
+  Für SVCD und DVD könnte du niedrigere Werte verwenden, abhängig von
+  deinen persänlichen Vorlieben und Anforderungen.
+</para></listitem>
+
+<listitem><para>
+  <emphasis role="bold">vbitrate</emphasis>:
+  1152 für VCD;
+  bis zu 2500 für SVCD;
+  bis zu 9800 für DVD.
+  Für letzteren zwei Formate, sollte vbitrate basierend auf persönliche
+  Vorlieben gesetzt werden.
+  Zum Beispiel, wenn du darauf bestehst, 20 Stunden oder so passend auf
+  eine DVD zu bringen, könntest du vbitrate=400 benutzen.
+  Die sich daraus ergebende Video-Qualität würde womöglich äußerst mies.
+  Wenn du versuchst, die maximal mögliche Qualität auf eine DVD zu quetschen,
+  nimm vbitrate=9800, aber sei gewarnt, dass dich dies zu weniger als
+  einer Stunde Video auf einer Single-Layer DVD zwingen würde.
+</para></listitem>
+</itemizedlist>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-examples">
+<title>Beispiele</title>
+<para>
+  Dies ist eine typische Mindest-Zusammenstellung von <option>-lavcopts</option>
+  zum Encodieren eines Videos:
+</para>
+<para>
+  VCD:
+  <screen>
+  -lavcopts vcodec=mpeg1video:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:\
+  vrc_maxrate=1152:vbitrate=1152:keyint=15:acodec=mp2
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  SVCD:
+  <screen>
+  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=917:vrc_maxrate=2500:vbitrate=1800:\
+  keyint=15:acodec=mp2
+  </screen>
+</para>
+
+<para>
+  DVD:
+  <screen>
+  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:\
+  keyint=15:acodec=ac3
+  </screen>
+</para>
+
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-advanced">
+<title>Erweiterte Optionen</title>
+<para>
+  Für das Encodieren höherer Qualität könntest du auch Qualitäts-steigernde
+  Optionen an lavcopts anzufügen, wie etwa <option>trell</option>,
+  <option>mbd=2</option> und weitere.
+  Beachte, dass <option>qpel</option> und <option>v4mv</option>, obwohl
+  oft bei MPEG-4 nützlich, nicht auf MPEG-1 oder MPEG-2 anwendbar sind.
+  Außerdem, wenn du versuchst, eine sehr hochwertige DVD-Encodierung zu
+  machen, kann es nützlich sein, <option>dc=10</option> an lavcopts
+  anzufügen.
+  Wobei dies helfen könnte, das Auftreten von Blöcken in fahl-farbenen
+  Bereichen zu reduzieren.
+  Zusammenfassend ist die ein Beispiel einer Zusammenstellung von lavcopts für
+  für eine höherwertige DVD:
+</para>
+
+<para>
+  <screen>
+  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=8000:\
+  keyint=15:trell:mbd=2:precmp=2:subcmp=2:cmp=2:dia=-10:predia=-10:cbp:mv0:\
+  vqmin=1:lmin=1:dc=10
+  </screen>
+</para>
+
+</sect3>
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-audio">
+<title>Encodieren von Audio</title>
+<para>
+  VCD und SVCD unterstützen MPEG-1 Layer II Audio, indem sie einen
+  MP2-Encoder von
+  <systemitem class="library">toolame</systemitem>,
+  <systemitem class="library">twolame</systemitem>,
+  oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+  verwenden.
+  der libavcodec MP2 is weit entfernt davon, so gut zu sein wie die
+  anderen zwei Bibliotheken, dennoch sollte er immer verfügbar sein.
+  VCD unterstützt nur Audio mit konstanten Bitraten (CBR) wogegen SVCD
+  auch variable Bitraten (VBR) unterstützt.
+  Sei vorsichtig, wenn Du VBR benutzt, weil einige schlechten
+  Standalone-Player diese nicht so gut unterstützen könnten.
+</para>
+
+<para>
+  Für DVD-Audio wird der AC3-Codec von
+  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+  verwendet.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-toolame">
+<title>toolame</title>
+<para>
+  Für VCD und SVCD:
+  <screen>
+  -oac toolame -toolameopts br=224
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-twolame">
+<title>twolame</title>
+<para>
+  Für VCD und SVCD:
+  <screen>
+  -oac twolame -twolameopts br=224
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-lavc">
+<title>libavcodec</title>
+<para>
+  Für DVD mit 2-Kanal-Sound:
+  <screen>
+  -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=192
+  </screen>
+</para>
+<para>
+  Für DVD mit 5.1-Kanal-Sound:
+  <screen>
+  -channels 6 -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=384
+  </screen>
+</para>
+<para>
+  Für VCD und SVCD:
+  <screen>
+  -oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=224
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+</sect2>
+
+<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-all">
+<title>zusammenfassung</title>
+<para>
+  Diese Sektion zeigt einige kompletten befehle zum Erzeugen von
+  VCD/SVCD/DVD-konformen Videos.
+</para>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-dvd">
+<title>PAL DVD</title>
+<para>
+  <screen>
+  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
+  harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
+  vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:acodec=ac3:\
+  abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 25 \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-dvd">
+<title>NTSC DVD</title>
+<para>
+  <screen>
+  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:480,\
+  harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
+  vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=18:acodec=ac3:\
+  abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 30000/1001 \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-ac3-copy">
+<title>PAL AVI Containing AC3 Audio to DVD</title>
+<para>
+  Hat die Quelle bereits AC3-Audio, nimm -oac copy anstatt es
+  erneut zu encodieren.
+  <screen>
+  mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
+  harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:\
+  vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 25 \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-ac3-copy">
+<title>NTSC AVI Containing AC3 Audio to DVD</title>
+<para>
+  Hat die Quelle bereits AC3-Audio und ist NTSC @ 24000/1001 fps:
+  <screen>
+  mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine \
+  -vf scale=720:480,harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:\
+  vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 24000/1001 \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
+  </screen>
+</para>
+</sect3>
+
+<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-svcd">
+<title>PAL SVCD</title>
+<para>
+  <screen>
+  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd -vf \
+  scale=480:576,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
+  vcodec=mpeg2video:mbd=2:keyint=15:vrc_buf_size=917:vrc_minrate=600:\
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