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date Mon, 05 Jun 2006 05:02:47 +0000
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3 <chapter id="encoding-guide">
4 <title>Encodieren mit <application>MEncoder</application></title>
5
6 <sect1 id="menc-feat-dvd-mpeg4">
7 <title>Erzeugen eines hochwertigen MPEG-4-Rips (&quot;DivX&quot;) eines DVD-Films</title>
8
9 <para>
10 Eine häufig gestellte Frage ist &quot;Wie mache ich den hochwertigsten
11 Rip für eine gegebene Größe?&quot;. Eine weitere Frage ist &quot;Wie mache den qualitativ
12 bestmöglichen DVD-Rip? Die Dateigröße ist mir egal, ich will einfach nur
13 die beste Qualität.&quot;
14 </para>
15
16 <para>
17 Die letzte Frage ist zumindest etwas falsch gestellt. Wenn du dir
18 schließlich keine Gedanken um die Dateigröße machst, warum kopierst Du
19 dann nicht einfach den kompletten MPEG-2-Videostream der DVD?
20 Sicherlich, deine AVI wird am Ende 5GB groß sein, so oder so, jedoch ist
21 dies mit Sicherheit deine beste Option, wenn du die beste Qualität
22 erhalten willst und dich nicht um die Größe kümmerst.
23 </para>
24
25 <para>
26 Tatsache ist, der Grund eine DVD eigens in MPEG-4 umzuencodieren ist
27 gerade <emphasis role="bold">weil</emphasis> dir die Größe wichtig ist.
28 </para>
29
30 <para>
31 Es ist sehr schwierig, ein Rezept zum Erzeugen eines sehr
32 hochwertigen DVD-Rips anzubieten. Es gilt mehrere Faktoren zu
33 berücksichtigen und du solltest dich mit diesen Details auskennen oder
34 du wirst voraussichtlich am Ende von den Resultaten enttäuscht.
35 Nachfolgend werden wir einige dieser Themen etwas näher untersuchen
36 und uns danach ein Beispiel ansehen. Wir gehen davon aus, dass Du
37 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zum Encodieren des
38 Videos verwendest, obwohl diese Theorie genauso gut auf andere Codecs
39 zutrifft.
40 </para>
41
42 <para>
43 Ist dies alles zu viel für Dich, solltest du womöglich auf einen der vielen
44 guten Frontends zurückgreifen, die in der
45 <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/projects.html#mencoder_frontends">MEncoder-Sektion</ulink>
46 unserer diesbezüglichen Projektseite zu finden sind.
47 Auf diese Weise solltest du in der Lage sein, hochwertige Rips zu
48 erhalten ohne viel nachdenken zu müssen, da die meisten dieser Tools entworfen
49 wurden, clevere Entscheidungen für dich zu treffen.
50 </para>
51
52 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode">
53 <title>Vorbereitung aufs Encodieren: Identifizieren Sie Quellmaterial und Framerate</title>
54 <para>
55 Bevor du über das Encodieren eines Films nachdenkst, solltest du einige einleitende
56 Schritte vornehmen.
57 </para>
58
59 <para>
60 Der erste und allerwichtigste Schritt vor dem Encodieren sollte sein,
61 festzustellen, mit welchem Inhaltstyp du umgehst.
62 Kommt dein Quellmaterial von einer DVD oder einem Rundfunk-/Kabel-/Satelliten-TV,
63 wird es in einem von zwei Formaten abgespeichert: NTSC für Nord-Amerika und Japan,
64 PAL für Europa usw.
65 Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass dies ganz einfach die Formatierung
66 für die Präsentation auf einem Fernsehgerät ist und häufig
67 <emphasis role="bold">nicht</emphasis> mit dem originalen Format des Films
68 korrespondiert. Die Erfahrung zeigt, dass NTSC-Material schwieriger zu
69 encodieren ist, da mehr Elemente in der Quelle zu identifizieren sind.
70 Um eine geeignete Encodierung zu produzieren, solltest du das originale
71 Format kennen.
72 Fehler, dies sollte man berücksichtigen, führen zu diversen Fehlerstellen
73 in deiner Encodierung, einschließlich hässlicher Kammartefakte (combing/interlacing)
74 und doppelten oder gar verlorenen Frames.
75 Abgesehen davon, dass sie unschön sind, beeinflussen diese Artefakte die
76 Codierungseffizienz negativ:
77 du erhältst eine schlechtere Qualität pro Bitrateneinheit.
78 </para>
79
80 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-fps">
81 <title>Identifizieren der Quellframerate</title>
82 <para>
83 Hier ist eine Liste der verbreiteten Typen des Quellmaterials, in der Du
84 diese und ihre Eigenschaften wahrscheinlich finden wirst:
85 </para>
86 <itemizedlist>
87 <listitem><para>
88 <emphasis role="bold">Standardfilm</emphasis>: Produziert für
89 theatralische Anzeige bei 24fps.
90 </para></listitem>
91 <listitem><para>
92 <emphasis role="bold">PAL-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
93 PAL-Videokamera bei 50 Feldern pro Sekunde.
94 Ein Feld besteht ganz einfach aus den ungerade oder gerade nummerierten
95 Zeilen eines Frames.
96 Fernsehen wurde entworfen, diese Felder im Wechsel als billige Form
97 einer analogen Komprimierung zu aktualisieren.
98 Das menschliche Auge kompensiert dies angeblich, aber wenn Du
99 interlacing einmal verstanden hast, wirst du lernen, es auch auf
100 dem TV-Bildschirm zu erkennen und nie wieder Spass am Fernsehen haben.
101 Zwei Felder machen <emphasis role="bold">keinen</emphasis> kompletten
102 Frame, da sie in einer 50-stel Sekunde zeitlich getrennt aufgenommen
103 werden und so nicht Schlange stehen solange keine Bewegung da ist.
104 </para></listitem>
105 <listitem><para>
106 <emphasis role="bold">NTSC-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
107 NTSC-Videokamera bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde oder 60 Feldern
108 pro Sekunde zu Zeiten vor der Farbe.
109 Ansonsten ähnlich wie PAL.
110 </para></listitem>
111 <listitem><para>
112 <emphasis role="bold">Animation</emphasis>: Üblicherweise bei
113 24fps gezeichnet, kommt jedoch auch in Arten mit gemischter Framerate vor.
114 </para></listitem>
115 <listitem><para>
116 <emphasis role="bold">Computer Graphics (CG)</emphasis>: Kann
117 irgend eine Framerate sein, jedoch sind einige üblicher als andere;
118 24 und 30 Frames pro Sekunde sind typisch für NTSC und 25fps ist
119 typisch für PAL.
120 </para></listitem>
121 <listitem><para>
122 <emphasis role="bold">Alter Film</emphasis>: Diverse niedrigere
123 Frameraten.
124 </para></listitem>
125 </itemizedlist>
126 </sect3>
127
128 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-material">
129 <title>Identifizieren des Quellmaterials</title>
130 <para>
131 Filme, die sich aus Frames zusammensetzen, werden den progressiven
132 zugeordnet, während die aus unabhängigen Feldern bestehenden
133 entweder interlaced (engl. für verschachteln) oder Video
134 genannt werden - somit ist letzterer Terminus zweideutig.
135 </para>
136 <para>
137 Um das ganze noch zu komplizieren, sind manche Filme ein
138 Gemisch aus einigen der oben Beschriebenen.
139 </para>
140 <para>
141 Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen all diesen
142 Formaten ist, dass einige Frame-basiert andere wiederum
143 Feld-basiert sind.
144 <emphasis role="bold">Immer</emphasis> wenn ein Film für die
145 Anzeige auf dem Fernseher vorbereitet wird (einschließlich
146 DVD), wird er in ein Feld-basiertes Format konvertiert.
147 Die zahlreichen Methoden mit denen dies bewerkstelligt werden
148 kann, werden insgesamt dem &quot;pulldown&quot; zugeordnet, von welchem
149 das verrufene NTSC &quot;3:2 telecine&quot; eine Abart darstellt.
150 Solange das Originalmaterial Feld-basiert war (bei gleicher
151 Feldrate), erhältst du einen Film in einem anderen Format als
152 das Original.
153 </para>
154
155 <itemizedlist>
156 <title>Es gibt einige verbreitete Typen des pulldown:</title>
157 <listitem><para>
158 <emphasis role="bold">PAL 2:2 pulldown</emphasis>: Das schönste von
159 allen.
160 Jeder Frame wird durch das wechselweise Extrahieren und Anzeigen
161 der geradzahligen und ungeradzahligen Zeilen für die Dauer von zwei
162 Feldern dargestellt.
163 Hat das Originalmaterial 24fps, beschleunigt dieser Prozess den Film
164 um 4%.
165 </para></listitem>
166 <listitem><para>
167 <emphasis role="bold">PAL 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown</emphasis>:
168 Jeder 12-te Frame, anstatt nur jeder 2-te, wird für die Dauer von zwei
169 Feldern dargestellt.
170 Dies vermeidet die 4% Geschwindigkeitssteigerung, macht jedoch das
171 Umkehren des Prozesses viel schwieriger.
172 Es ist üblicherweise in Musical-Produktionen zu sehen, wo das Anpassen der
173 Geschwindigkeit um 4% sicherlich das musikalische Ergebnis kaputt machen würde.
174 </para></listitem>
175 <listitem><para>
176 <emphasis role="bold">NTSC 3:2 telecine</emphasis>: Frames werden
177 abwechselnd für die Dauer von 3 oder 2 Feldern angezeigt.
178 Dies verleiht der Feldrate das 2.5-fache der originalen Framerate.
179 Das Resultat wird dadurch auch leicht von 60 Feldern pro Sekunde auf
180 60000/1001 Felder pro Sekunde verlangsamt, um die NTSC-Felddrate
181 beizubehalten.
182 </para></listitem>
183 <listitem><para>
184 <emphasis role="bold">NTSC 2:2 pulldown</emphasis>: Verwendet zur
185 Darstellung von 30fps Material auf NTSC.
186 Schön, wie das 2:2 PAL pulldown.
187 </para></listitem>
188 </itemizedlist>
189
190 <para>
191 Es gibt auch Methoden zur Konvertierung zwischen NTSC- und PAL-Video,
192 jedoch liegen diese Themen jenseits des Rahmens dieser Anleitung.
193 Wenn du auf solch einen Film stößt und ihn encodieren willst, solltest
194 du besser eine Kopie im originalen Format suchen.
195 Die Konvertierung zwischen diesen beiden Formaten ist hochdestruktiv und
196 kann nicht spurlos rückgängig gemacht werden, somit wird deine Encodierung
197 außerordentlich darunter leiden, wenn sie aus einer konvertierten Quelle
198 erzeugt wurde.
199 </para>
200 <para>
201 Wenn ein Video auf DVD gespeichert wird, werden fortlaufend Feldpaare
202 als Frames gruppiert, auch wenn nicht beabsichtigt ist, diese gleichzeitig
203 zu zeigen.
204 Der bei DVD und digitalem TV verwendete MPEG-2-Standard bietet einen Weg
205 für beides, die originalen progressiven Frames zu encodieren und die Anzahl
206 der Felder, für die ein Frame gezeigt werden soll, im Header dieses Frames
207 zu speichern.
208 Wurde diese Methode angewandt, wird dieser Film oft als &quot;soft telecined&quot;
209 beschrieben, da der Prozess eher nur den DVD-Player anweist, pulldown
210 auf den Film anzuwenden, als den Film selbst abzuändern.
211 Dieser Fall sollte möglichst bevorzugt werden, da er (eigentlich ignoriert)
212 leicht vom Encoder rückgängig gemacht werden kann und da er die maximale
213 Qualität beibehält.
214 Wie auch immer, viele DVD- und Rundfunkproduktionsstudios verwenden
215 keine passenden Encodiertechniken, sie produzieren stattdessen Filme mit
216 &quot;hard telecine&quot;, bei denen Felder sogar in encodiertes MPEG-2 dupliziert
217 werden.
218 </para>
219 <para>
220 Die damit arbeitenden Produzenten werden
221 <link linkend="menc-feat-telecine">später in diesem Handbuch</link>
222 mit einbezogen.
223 Wir lassen dich jetzt mit einigen Anleitungen zur Identifizierung der
224 Materialtypen zurück, mit denen du es zu tun hast:
225 </para>
226
227 <itemizedlist>
228 <title>NTSC-Bereiche:</title>
229 <listitem><para>
230 Wenn <application>MPlayer</application> angibt, dass die Framerate
231 während des Betrachtens des Films nach 24000/1001 gewechselt ist
232 und diese nie wieder zurückwechselt, handelt es sich meist mit
233 Sicherheit um progressiven Inhalt, der &quot;soft telecined&quot; wurde.
234 </para></listitem>
235 <listitem><para>
236 Wenn <application>MPlayer</application> anzeigt, dass die Framerate
237 zwischen 24000/1001 und 30000/1001 vor und zurück wechselt, und Du
238 siehst hin und wieder &quot;combing&quot;, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.
239 Die Segmente mit 24000/1001 fps sind meist mit Sicherheit progressiver
240 Inhalt, &quot;soft telecined&quot;, jedoch die Teile mit 30000/1001 fps könnten
241 entweder &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps Inhalt oder 60000/1001 Felder
242 pro Sekunde NTSC-Video sein.
243 Verwende die selben Richtwerte wie in folgenden zwei Fällen, um zu
244 bestimmen, um was es sich handelt.
245 </para></listitem>
246 <listitem><para>
247 Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
248 anzeigt und jeder einzelne Frame mit Bewegung gekämmt (combed) erscheint,
249 ist dein Film ein NTSC-Video bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde.
250 </para></listitem>
251 <listitem><para>
252 Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
253 anzeigt und zwei von fünf Frames gekämmt (combed) erscheinen, ist
254 dein Film &quot;hard telecined&quot; 24000/1001fps Inhalt.
255 </para></listitem>
256 </itemizedlist>
257
258 <itemizedlist>
259 <title>PAL-Bereiche:</title>
260 <listitem><para>
261 Wenn du niemals irgend ein Combing siehst, ist dein Film 2:2 pulldown.
262 </para></listitem>
263 <listitem><para>
264 Siehst du alle halbe Sekunde abwechselnd ein und ausgehendes Combing,
265 dann ist dein Film 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown.
266 </para></listitem>
267 <listitem><para>
268 Hast du immer während Bewegungen Combing gesehen, dann ist dein Film
269 PAL-Video bei 50 Feldern pro Sekunde.
270 </para></listitem>
271 </itemizedlist>
272
273 <note><title>Hint:</title>
274 <para>
275 <application>MPlayer</application> kann das Filmplayback
276 mittels der Option -speed verlangsamen oder Frame für Frame abspielen.
277 Versuche <option>-speed</option> 0.2 zu verwenden, um den Film sehr lamgsam
278 anzusehen oder drücke wiederholt die Taste &quot;<keycap>.</keycap>&quot;, um jeweils
279 einen Frame abzuspielen und identifiziere dann das Muster, wenn du bei voller
280 Geschwindigkeit nichts erkennen kannst.
281 </para>
282 </note>
283 </sect3>
284 </sect2>
285
286 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-2pass">
287 <title>Konstantenquantisierer vs. Multipass</title>
288
289 <para>
290 Es ist möglich, deinen Film in einer großen Auswahl von Qualitäten zu
291 encodieren.
292 Mit modernen Videoencodern und ein wenig Pre-Codec-Kompression
293 (Herunterskalierung (downscaling) und Rauschunterdrückung (denoising)), kann eine sehr gute
294 Qualität bei 700 MB erreicht werden, für einen 90-110 Minute Breitwandfilm.
295 Des Weiteren können alle - sogar die längsten - Filme mit nahezu perfekter
296 Qualität bei 1400 MB encodiert werden.
297 </para>
298
299 <para>
300 Es gibt drei Annäherungen für das Encodieren eines Videos: konstante Bitrate
301 (CBR), konstanter Quantisierer und Multipass (ABR, oder mittlere Bitrate).
302 </para>
303
304 <para>
305 Die Komplexität der Frames eines Filmes und somit die Anzahl der für
306 deren Komprimierung erforderlichen Bits kann von einer Szene zur anderen
307 außerordentlich variieren.
308 Moderne Videoencodern können sich durch Variieren der Bitrate an diese
309 Anforderungen anpassen.
310 In einfachen Modi wie CBR, kennen die Encoder jedoch nicht den
311 Bitratenbedarf zukünftiger Szenen und sind somit nicht in der Lage,
312 die angeforderte mittlere Bitrate über längere Zeitspannen zu
313 überschreiten.
314 Erweiterte Modi wie etwa Multipass-Encodierung können die Statistik
315 früherer Durchgänge berücksichtigen; dies behebt das oben erwähnte
316 Problem.
317 </para>
318
319 <note><title>Beachten Sie:</title>
320 <para>
321 Die meisten Codecs, die ABR-Encodierung unterstützen, unterstützen nur
322 die Encodierung in zwei Durchgängen (two pass) während einige andere wie
323 etwa <systemitem class="library">x264</systemitem>,
324 <systemitem class="library">XviD</systemitem>
325 und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> Multipass
326 unterstützen, was die Qualität bei jedem Durchgang leicht verbessert,
327 jedoch ist diese Verbesserung nicht mehr messbar noch ist sie nach dem
328 4-ten Durchgang oder so spürbar.
329 Aus diesem Grund werden in diesem Abschnitt die Encoderierung mit 2 Durchläufen
330 (two pass) und Multipass abwechselnd angewandt.
331 </para>
332 </note>
333
334 <para>
335 In jedem dieser Modi bricht der Videocodec (wie etwa
336 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>)
337 den Videoframe in 16x16 Pixel Macroblöcke und wendet danach einen
338 Quantisierer auf jeden Macroblock an. Je niedriger der Quantisierer desto
339 besser die Qualität und desto höher die Bitrate.
340 Die Methode, die der Filmencoder zur Bestimmung des auf einen gegebenen
341 Macroblock anzuwendenden Quantisierer verwendet, variiert und ist in
342 hohem Maße einstellbar. (Dies ist eine extreme übertriebene Vereinfachung
343 des aktuellen Prozesses, aber nützlich das Grundkonzept zu verstehen.)
344 </para>
345
346 <para>
347 Wenn du eine konstante Bitrate festlegst, wird der Videocodec das Video
348 so encodieren, dass so viele Details wie notwendig und so wenig
349 wie möglich ausgesondert werden, um unterhalb der vorgegebenen Bitrate zu
350 bleiben. Wenn du dich wirklich nicht um die Dateigröße kümmerst, könntest
351 du auch CBR verwenden und eine nahezu endlose Bitrate festlegen.
352 (In der Praxis bedeutet dies einen Wert, der hoch genug ist kein Limit
353 aufzuwerfen wie 10000Kbit.) Ohne echte Einschränkung der Bitrate wird
354 der Codec als Ergebnis den niedrigsten möglichen Quantisierer für jeden
355 Macroblock anwenden (wie durch <option>vqmin</option> für
356 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
357 spezifiziert, standardmäßig ist dies 2).
358 Sobald du eine Bitrate festlegst, die niedrig genug ist, den
359 Codec zur Anwendung eines höheren Quantisierers zu zwingen, bist Du
360 nahezu sicher dabei, die Qualität deines Videos zu ruinieren.
361 Um dies zu vermeiden, solltst du möglicherweise dein Video wie
362 in der später in diesem Handbuch beschriebenen Methode reduzieren.
363 Im Allgemeinen solltst du CBR vollkommen meiden, wenn dir Qualität
364 wichtig ist.
365 </para>
366
367 <para>
368 Mit konstantem Quantisierer wendet der Codec den selben Quantisierer, wie
369 durch die Option <option>vqscale</option> (für
370 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>) spezifiziert, auf jeden
371 Macroblock an.
372 Willst du einen Rip mit höchstmöglicher Qualität und ignorierst dabei
373 wiederum die Bitrate, kannst du <option>vqscale=2</option> verwenden.
374 Dies wird die selbe Bitrate und PSNR (peak signal-to-noise ratio) liefern
375 wie CBR mit <option>vbitrate</option>=infinity und dem standardmäßigen
376 <option>vqmin</option> von 2.
377 </para>
378
379 <para>
380 Das Problem mit konstantem Quantisierer ist, dass der vorgegebene Quantisierer
381 zum Einsatz kommt, egal ob der Macroblock ihn benötigt oder nicht. Dies heißt,
382 es wäre möglich, einen höheren Quantisierer auf einen Macroblock anzuwenden,
383 ohne sichtbare Qualität zu opfern. Warum die Bits für einen unnötig kleinen
384 Quantisierer verschwenden? deine CPU hat soundso viele Arbeitsgänge Zeit zur
385 Verfügung, die Festplatte jedoch nur soundso viele Bits.
386 </para>
387
388 <para>
389 Bei einer Encodierung mit zwei Durchläufen (two pass), wird der erste Durchgang
390 den Film so rippen, als würde CBR vorliegen, jedoch wird ein Log die Eigenschaften
391 jedes Frames beibehalten. Diese Daten werden danach während des zweiten Durchgangs
392 dazu verwendet, intelligente Entscheidungen zur Wahl des Quantisierers zu treffen.
393 Während schneller Aktionen oder hochdetaillierter Szenen werden womöglich
394 höhere Quantisierer, während langsamen Bewegungen und Szenen mit weniger Details
395 niedrigere Quantisierer verwendet.
396 Normalerweise ist die Anzahl der Bewegungen wichtiger als die der Details.
397 </para>
398
399 <para>
400 Wenn du <option>vqscale=2</option> verwendest, verschwendest du Bits. Wenn
401 du <option>vqscale=3</option> anwendest, wirst du keinen Rip mit bestmöglicher
402 Qualität erhalten. Angenommen du rippst eine DVD mit <option>vqscale=3</option>
403 und das Resultat ist 1800Kbit. Wenn du in zwei Durchgängen (two pass) mit
404 <option>vbitrate=1800</option> encodierst, wird das daraus resultierende Video
405 eine <emphasis role="bold">bessere Qualität</emphasis> bei
406 <emphasis role="bold">gleicher Bitrate</emphasis> haben.
407 </para>
408
409 <para>
410 Da du nun davon überzeugt bist, dass zwei Durchgänge (two pass) den besten
411 Weg darstellen, stellt sich jetzt tatsächlich die Frage, welche Bitrate
412 verwendet werden soll? Die Antwort ist, dass es nicht nur eine
413 Antwort gibt. Idealerweise willst du eine Bitrate wählen, die die beste Balance
414 zwischen Qualität und Dateigröße ergibt. Die kann abhängig vom Quellvideo
415 variieren.
416 </para>
417
418 <para>
419 Interessiert die Größe nicht, stellen etwa 2000Kbit plus oder minus 200Kbit
420 einen guten Ausgangspunkt für einen sehr hochqualitativen Rip dar.
421 Bei einem Video mit schnellen Aktionen oder hohen Details, oder wenn du schlicht
422 und ergreifend ein sehr kritisches Auge besitzst, könntest du dich für 2400
423 oder 2600 entscheiden.
424 Bei einigen DVDs kannst du eventuell keinen Unterschied bei 1400Kbit feststellen.
425 um ein besseres Gefühl zu bekommen, ist es eine gute Idee, mit Szenen bei
426 unterschiedlichen Bitraten herum zu experimentieren.
427 </para>
428
429 <para>
430 Wenn du eine bestimmte Größe anvisierst, mußt du die Bitrate irgendwie
431 kalkulieren.
432 Aber zuvor solltest du wissen, wieviel Platz du für den/die Audiotrack(s)
433 reservieren mußt, daher solltest Du
434 <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">diese(n) zuerst rippen</link>.
435 du kannst die Bitrate mit folgender Gleichung berechnen:
436 <systemitem>Bitrate = (zielgroesse_in_MByte - soundgroesse_in_MByte) *
437 1024 * 1024 / laenge_in_sek * 8 / 1000</systemitem>
438 Um zum Beispiel einen zweistündigen Film auf eine 702MB CD mit einem 60MB
439 Audiotrack zu bekommen, sollte die Videobitrate folgendermaßen sein:
440 <systemitem>(702 - 60) * 1024 * 1024 / (120*60) * 8 / 1000
441 = 740kbps</systemitem>
442 </para>
443
444 </sect2>
445
446
447 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-constraints">
448 <title>Randbedingungen für effizientes Encodieren</title>
449
450 <para>
451 Aufgrund der Natur der MPEG-Komrimierung, gibt es zahlreiche
452 Randbedingungen, denen du zum Erreichen maximaler Qualität folgen
453 solltest.
454 MPEG splittet das Video in Macroblöcke genannte 16x16 Quadrate auf,
455 jeder davon zusammengesetzt aus 4 8x8 Blöcken mit
456 Luma-(Intensitäts)-Informationen und zwei halb-auflösenden 8x8
457 Chroma-(Farb)-Blöcken (einer für die Rot-Zyan-Achse und der andere für
458 die Blau-Gelb-Achse).
459 Selbst wenn breite und Höhe deines Films kein Vielfaches von 16 sind,
460 wird der Encoder ausreichend 16x16 Macroblöcke zur Abdeckung des
461 gesamten Bildbereichs verwenden und der Extraplatz wird verschwendet.
462 Folglich ist es keine gute Idee, im Interesse der Maximierung der
463 Qualität bei fester Dateigröße, Abmessungen zu verwenden die kein
464 Vielfaches von 16 sind.
465 </para>
466
467 <para>
468 Die meisten DVDs besitzen ein bestimmtes Maß schwarzer Ränder
469 an ihren Kanten. Diese dort zu belassen, kann die Qualität auf
470 verschiedene Art und Weise negativ beeinflussen.
471 </para>
472
473 <orderedlist>
474 <listitem>
475 <para>
476 MPEG-Kompression hängt ebenso in höchstem Maße von den
477 Frequenzbereichs-Transformationen ab, insbesondere von der
478 Discrete Cosine Transform (DCT), die der Fourier Transform ähnelt.
479 Diese Art Encodierung ist für darstellende Muster und weiche
480 Übergänge effizient, hat jedoch große Probleme mit scharfen Kanten.
481 Um diese zu encodieren muß sie viel mehr Bits verwenden,
482 oder andernfalls wird ein als Klingeln (ringing) bekannter Artefakt
483 auftreten.
484 </para>
485
486 <para>
487 Die Frequency Transform (DCT) erfolgt separat auf jeden
488 Macroblock (eigentlich auf jeden Block), somit trifft dieses Problem
489 nur zu, wenn sich in einem Block eine scharfe Kante befindet.
490 Beginnt dein schwarzer Rand exakt an den Grenzen zum Vielfachen von
491 16 Pixeln, stellt dies kein Problem dar.
492 Seis drum, die schwarzen Ränder bei DVDs werden in den seltensten
493 Fällen schön angeordnet, daher wirst du sie in der Praxis immer
494 abschneiden müssen um diesen Nachteil zu vermeiden.
495 </para>
496 </listitem>
497 </orderedlist>
498
499 <para>
500 Zusätzlich zu den Frequenzbereichs-Transformationen, verwendet die
501 MPEG-Kompression Bewegungsvektoren, um den Wechsel von einem Frame
502 zum anderen darzustellen.
503 Bewegungsvektoren arbeiten bei Inhalt, der von den Kanten eines Bildes
504 her einfließt, normalerweise weniger effizient, da dieser im vorherigen
505 Frame nicht vorhanden ist. Solange sich das Bild bis voll zur Kante des
506 encodierten Bereichs hin vergrößert, haben Bewegungsvektoren kein Problem
507 mit Inhalt, der sich aus den Kanten des Bildes hinausbewegt. Die Präsenz
508 schwarzer Ränder kann jedoch Ärger machen:
509 </para>
510
511 <orderedlist continuation="continues">
512 <listitem>
513 <para>
514 Die MPEG-Kompression speichert für jeden Macroblock einen Vektor,
515 um ausfindig zu machen, welcher Teil des vorherigen Frames in diesen
516 Macroblock als Basis zur Vorhersage des nächsten Frames kopiert
517 werden soll. Nur die verbleibenden Unterschiede müssen encodiert werden.
518 Überspannt der Macroblock die Kante des Bildes und enthält einen
519 Teil des schwarzen Randes, werden Bewegungsvektoren aus anderen
520 Teilen des Bildes den schwarzen Rand überschreiben. Dies bedeutet, dass
521 jede Menge Bits entweder zur wiederholten Schwärzung des überschriebenen
522 Randes aufgewendet werden müssen oder es wird (eher) erst gar kein
523 Bewegungsvektor genutzt und alle Änderungen innerhalb dieses Macroblocks
524 müssen explizit encodiert werden. So oder so wird die Encodiereffizienz
525 außerordentlich reduziert.
526 </para>
527
528 <para>
529 Nochmal, dieses Problem trifft nur dann zu, wenn keine schwarzen Ränder
530 an den Grenzen eines Vielfachen von 16 anstehen.
531 </para>
532 </listitem>
533
534 <listitem>
535 <para>
536 Zuletzt noch was, angenommen wir haben einen Macroblock im Inneren des
537 Bildes und ein Objekt bewegt sich aus Richtung Nähe der Kante des Bildes
538 her in diesen Block hinein. Die MPEG-Encodierung kann nicht sagen
539 &quot;kopiere den Teil, der innerhalb des Bildes liegt, den schwarzen Rand
540 aber nicht&quot;. Somit wird der schwarze Rand ebenfalls mit hinein kopiert
541 und jede Menge Bits müssen zur Encodierung des Teils des Bildes, der
542 dort angenommen wird, aufgewendet werden.
543 </para>
544
545 <para>
546 Läuft das Bild ständig zur Kante des encodierten Bereichs, besitzt
547 MPEG spezielle Optimierungen, um immer wieder dann die Pixel am Rand des
548 Bildes zu kopieren, wenn ein Bewegungsvektor von außerhalb des
549 encodierten Bereichs ankommt. Dieses Feature wird nutzlos, wenn der Film
550 schwarze Ränder hat. Im Gegensatz zu den Problemen 1 und 2, hilft hier
551 kein Anordnen der Ränder am Vielfachen von 16.
552 </para>
553 </listitem>
554
555 <listitem>
556 <para>
557 Trotzdem die Ränder komplett schwarz sind und sich nie ändern, ist
558 zumindest ein minimaler Overhead damit verbunden, mehr Macroblöcke
559 zu besitzen.
560 </para>
561 </listitem>
562 </orderedlist>
563
564 <para>
565 Aus all diesen Gründen wird empfohlen, schwarze Ränder voll abzuschneiden.
566 Mehr noch, liegt ein Bereich mit Rauschen/Verzerrung an der Kante des Bildes,
567 steigert dessen Abschneiden ebenso die Encodiereffizienz. Videophile Puristen,
568 die den Originalzustand so nah wie möglich sichern wollen,
569 mögen dieses Abschneiden (cropping) beanstanden, wenn du jedoch nicht planst,
570 bei konstantem Quantisierer zu encodieren, wird der Qualitätsgewinn, den Du
571 durch dieses Abschneiden erreichst, beträchtlich über dem Verlust an Informationen
572 an den Kanten liegen.
573 </para>
574 </sect2>
575
576
577 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-crop">
578 <title>Abschneiden und Skalieren</title>
579
580 <para>
581 Wiederaufruf der vorherigen Sektion, dass die letzte von Dir
582 encodierte Bildgröße ein Vielfaches von 16 sein sollte (bei beidem,
583 Breite und Höhe).
584 Diese kann durch Abschneiden, Skalieren erreicht werden oder durch
585 eine Kombination von beidem.
586 </para>
587
588 <para>
589 Beim Abschneiden gibt es ein paar Richtwerte, die befolgt werden müssen,
590 um eine Zerstörung des Films zu vermeiden.
591 Das normale YUV-Format, 4:2:0, speichert Chroma-(Farb)-Informationen
592 in einer Unterstichprobe (subsampled), z.B. wird Chroma nur halb so oft
593 in jede Richtung gesampelt wie Luma-(Intensitäts)-Informationen.
594 Beobachte dieses Diagramm, in dem L Luma-Samplingpunkte bedeuten und C
595 für Chroma steht.
596 </para>
597
598 <informaltable>
599 <?dbhtml table-width="40%" ?>
600 <?dbfo table-width="40%" ?>
601 <tgroup cols="8" align="center">
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612 <spanspec spanname="spa5-6" namest="col5" nameend="col6"/>
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669 </informaltable>
670
671 <para>
672 Wie du sehen kannst, kommen Zeilen und Spalten des Bildes natürlich paarweise.
673 Folglich <emphasis>müssen</emphasis> deine Abschneide-(crop)-Offsets und
674 Abmessungen geradzahlig sein.
675 Sind sie dies nicht, wird Chroma nicht mehr korrekt mit Luma abgeglichen.
676 In der Theorie ist es möglich, mit ungeraden Offsets abzuschneiden, jedoch
677 erfordert dies ein Resampling von Chroma, was potentiell eine mit Verlust
678 verbundene (lossy) Operation bedeutet und vom Crop-Filter nicht unterstützt
679 wird.
680 </para>
681
682 <para>
683 Weiterhin wird interlaced Video folgendermaßen gesampelt:
684 </para>
685
686 <informaltable>
687 <?dbhtml table-width="80%" ?>
688 <?dbfo table-width="80%" ?>
689 <tgroup cols="16" align="center">
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714 <tbody>
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716 <entry namest="col1" nameend="col8">Oberes Feld</entry>
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919 </tbody>
920 </tgroup>
921 </informaltable>
922
923 <para>
924 Wie du erkennen kannst, wiederholt sich das Muster bis nach 4 Zeilen nicht.
925 Somit müssen bei interlaced Video dein y-Offset und die Höhe für das
926 Ausschneiden ein Vielfaches von 4 sein.
927 </para>
928
929 <para>
930 Die ursprüngliche DVD-Auflösung ist 720x480 für NTSC und 720x576 für PAL, es
931 gibt jedoch ein Aspektkennzeichen das spezifiziert, ob Vollbild (4:3) oder
932 Breitwandfilm (16:9) vorliegt. Viele (wenn nicht die meisten) Breitwandfilm-DVDs
933 sind micht grundsätzlich 16:9 und werden entweder 1.85:1 oder 2.35:1 (Cinescope).
934 Dies bedeutet, dass es schwarze Bänder im Video geben wird, die herausgeschnitten
935 werden müssen.
936 </para>
937
938 <para>
939 <application>MPlayer</application> stellt einen Crop-Erkennungsfilter
940 zur Verfügung, der das Ausschnittsrechteck (<option>-vf cropdetect</option>)
941 bestimmt.
942 Starte <application>MPlayer</application> mit
943 <option>-vf cropdetect</option> und er wird die Crop-Einstellungen
944 zum Entfernen der Ränder ausgeben.
945 du solltest den Film lange genug laufen lassen, damit die gesamte Bildfläche
946 verwendet wird, um akkurate Crop-Werte zu erhalten.
947 </para>
948
949 <para>
950 Teste danach die Werte, die von <application>MPlayer</application>
951 über die Befehlszeile mittels <option>cropdetect</option> ausgegeben wurden
952 und passe das Rechteck nach deinen Bedürfnissen an.
953 Der Filter <option>rectangle</option> kann dabei helfen, indem er dir erlaubt,
954 das Rechteck interaktiv über dem Film zu positionieren.
955 Vergiss nicht, den oben genannten Teilbarkeitsrichtwerten zu folgen, sodass Du
956 die Chroma-Ebenen nicht verkehrt anordnest.
957 </para>
958
959 <para>
960 In bestimmten Fällen könnte Skalieren nicht wünschenswert sein.
961 das Skalieren in vertikaler Richtung ist mit interlaced Video
962 schwierig und wenn du das interlacing erhalten willst, solltest
963 du für gewöhnlich das Skalieren bleiben lassen.
964 Hast du nicht vor, zu Skalieren, willst aber nach wie vor Abmessungen
965 in einem Vielfachen von 16 verwenden, mußt du über den Rand
966 hinausschneiden.
967 Schneide aber lieber nicht über den Rand hinaus, da schwarze Ränder
968 sehr schlecht zu encodieren sind!
969 </para>
970
971 <para>
972 Weil MPEG-4 16x16 Macroblöcke nutzt, solltest du dich vergewissern,
973 dass jede Abmessung des zu encodierenden Videos ein Vielfaches von
974 16 ist oder du verschlechterst andernfalls die Qualität, speziell bei
975 niedrigeren Bitraten. Du kannst dies durch Abrunden der Breite und
976 Höhe des Ausschnittsrechtecks hinunter auf den nächsten Wert eines
977 Vielfachen von 16 erreichen.
978 Wie früher bereits erklärt, wirst du beim Abschneiden das y-Offset
979 um die Hälfte der Differenz der alten und neuen Höhe erhöhen wollen,
980 sodass das daraus resultierende Video aus der Mitte des Frames genommen
981 wird. Und stelle wegen der Art, wie ein DVD-Video gesampelt wird, sicher,
982 dass das Offset eine gerade Zahl ist. (Verwende in der Tat - als eine
983 Regel - nie ungerade Werte für irgendwelche Parameter beim Abschneiden
984 oder Skalieren eines Videos-) Wenn du dich beim Wegwerfen einiger extra
985 Pixel nicht wohl fühlst, ziehst du es stattdessen vor, das Video zu
986 skalieren.
987 Wir werden uns dies im unten stehenden Beispiel mal ansehen.
988 du kannst den <option>cropdetect</option>-Filter sogar alles oben erwähnte
989 für dich erledigen lassen, da dieser einen optionalen Parameter
990 <option>round</option> besitzt, der standardmäßig gleich 16 ist.
991 </para>
992
993 <para>
994 Pass auch auf &quot;halbschwarze&quot; Pixel an den Kanten auf. Stelle sicher, dass
995 du diese ebenfalls mit abschneidest oder du vergeudest dort Bits, wo sie
996 doch besser anderswo verschwendet werden sollten.
997 </para>
998
999 <para>
1000 Nachdem nun alles gesagt ist, wirst du möglicherweise mit bei einem
1001 Video landen, dessen Pixel nicht ganz 1.85:1 oder 2.35:1, aber ziemlich
1002 nahe dran sind. Du könntest ein neues Seitenverhältnis manuell berechnen,
1003 aber <application>MEncoder</application> bietet eine Option für <systemitem
1004 class="library">libavcodec</systemitem> genannt <option>autoaspect</option>,
1005 die das für dich erledigt. Skaliere auf keinen Fall dieses Video hoch, um
1006 die Pixel abzugleichen solange du keinen Festplattenplatz verschwenden willst.
1007 Das Skalieren sollte beim Playback gemacht werden und der Player wird das
1008 in der AVI gespeicherte Seitenverhältnis zur Bestimmung der besten
1009 Auflösung verwenden.
1010 Unglücklicherweise erzwingen nicht alle Players diese Auto-Skalierinformation,
1011 und deshalb willst du trotzdem neu skalieren.
1012 </para>
1013 </sect2>
1014
1015
1016 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate">
1017 <title>Auswahl von Auflösung und Bitrate</title>
1018
1019 <para>
1020 Wenn du nicht vor hast, in konstantem Quantisiermodus zu encodieren,
1021 mußt du eine Bitrate auswählen.
1022 Das Konzept der Bitrate ist denkbar einfach.
1023 Sie ist die (mittlere) Anzahl Bits, die pro Sekunde zum Speichern
1024 Films verbraucht werden.
1025 Normalerweise wird die Bitratein Kilobit (1000 Bit) pro Sekunde gemessen.
1026 Die Größe deines Films auf der Platte ist die Bitrate multipliziert mit der
1027 Dauer des Films, plus einem kleinen &quot;Overhead&quot; (siehe zum Beispiel in der
1028 Sektion über
1029 <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">den AVI-Container</link>).
1030 Weitere Parameter wie Skalierunng, Cropping, usw. werden die Dateigröße
1031 <emphasis role="bold">nicht</emphasis> ändern, solange du nicht auch
1032 die Bitrate veränderst!.
1033 </para>
1034 <para>
1035 Die Bitrate skaliert <emphasis role="bold">nicht</emphasis> proportional
1036 zur Auflösung.
1037 Dies ist zu sagen, eine Datei 320x240 mit 200 KBit/Sek wird nicht die selbe
1038 Qualität aufweisen wie des gleiche Film bei 640x480 und 800 KBit/Sek!
1039 Dafür gibt es zwei Gründe:
1040 <orderedlist>
1041 <listitem><para>
1042 <emphasis role="bold">Wahrnehmbar</emphasis>: du bemerkst
1043 MPEG-Artefakte eher, wenn sie größer hochskaliert sind!
1044 Artefakte erscheinen bei einer Skalierung von Blöcken (8x8).
1045 dein Auge wird in 4800 kleinen Blöcken nicht so leicht Fehler sehen
1046 wie es welche in 1200 großen Blöcken sieht (vorausgesetzt du skalierst
1047 beide auf Vollbild).
1048 </para></listitem>
1049 <listitem><para>
1050 <emphasis role="bold">Theoretisch</emphasis>: Wenn du ein Bild
1051 runterskalierst, aber nach wie vor die selbe Größe der (8x8)
1052 Blöcke zur Frequenzraumtransformation verwendest, bewegst Du
1053 mehr Daten in die Hochfrequenzbänder.
1054 Grob gesagt, jedes Pixel enthält mehr des Details als es dies
1055 zuvor tat.
1056 Somit enthält dein herunterskaliertes Bild 1/4 der Information
1057 in räumlichen Richtungen, es könnte immer noch einen hohen Anteil
1058 Information im Frequenzbereich enthalten (vorausgesetzt dass die
1059 hohen Frequenzen im originalen 640x480 Bild nicht ausgenutzt waren).
1060 </para></listitem>
1061 </orderedlist>
1062 </para>
1063 <para>
1064 Vergangene Leitfäden legten nahe, eine Bitrate und Auflösung zu wählen,
1065 die auf eine &quot;Bits pro Pixel&quot;-Näherung basieren, dies ist jedoch im
1066 allgemeinen aus oben genannten Gründen nicht gültig.
1067 Eine bessere Schätzung scheint zu sein, dass Bitraten proportional zur
1068 Quadratwurzel der Auflösung skalieren, sodass 320x240 und 400 KBit/Sek
1069 vergleichbar mit 640x480 bei 800 KBit/Sek wären.
1070 Dies wurde aber nicht mit theoretischer oder empirischer Strenge verifiziert.
1071 Weiters, in Anbetracht das Filme außerordentlich in Bezug auf Rauschen, Details,
1072 Bewegungsgrad usw. variieren, ist es zwecklos allgemeine Empfehlungen
1073 für die Bits pro Diagonallänge (dem Analog zu Bits pro Pixel
1074 unter Verwendung der Quadratwurzel) abzugeben.
1075 </para>
1076 <para>
1077 So weit haben wir nun die Schwierigkeit der Wahl von Bitrate und
1078 Auflösung diskutiert.
1079 </para>
1080
1081
1082 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate-compute">
1083 <title>Berechnen der Auflösung</title>
1084 <para>
1085 Die folgenden Schritte werden dich in der Berechnen der Auflösung
1086 deiner Encodierung anleiten, ohne das Video allzusehr zu verzerren,
1087 indem verschiedene Typen von Informationen über das Quellvideo in
1088 Betracht gezogen werden.
1089 Zuerst solltest du die encodierte Auflösung berechnen:
1090 <systemitem>ARc = (Wc x (ARa / PRdvd )) / Hc</systemitem>
1091 <itemizedlist>
1092 <title>wobwei:</title>
1093 <listitem><para>
1094 Wc und Hc die Breite und Höhe des zugeschnittenen Videos darstellen,
1095 </para></listitem>
1096 <listitem><para>
1097 ARa die angezeigte Seitenverhältnis ist, das üblicherweise 4/3 oder 16/9 beträgt,
1098 </para></listitem>
1099 <listitem><para>
1100 PRdvd das Pixelverhältnis der DVD ist, welches gleich 1.25=(720/576) für
1101 PAL-DVDs und 1.5=(720/480) für NTSC-DVDs beträgt,
1102 </para></listitem>
1103 </itemizedlist>
1104 </para>
1105
1106 <para>
1107 Dann kannst du die X- und Y-Auflösung berechnen, gemäß eines gewisse Faktors
1108 der Kompressionsqualität (CQ):
1109 <systemitem>ResY = INT(SQRT( 1000*Bitrate/25/ARc/CQ )/16) * 16</systemitem>
1110 und
1111 <systemitem>ResX = INT( ResY * ARc / 16) * 16</systemitem>
1112 </para>
1113
1114 <para>
1115 Okay, aber was ist der CQ?
1116 Der CQ repräsentiert die Anzahl Bits pro Pixel und pro Frame der Encodierung.
1117 Grob ausgedrückt, je größer der CQ, desto geringer die Wahrscheinlichkeit,
1118 Encodierungsartefakte zu sehen.
1119 Trotz allem, wenn du eine Zielgröße für deinen Film hast (1 oder 2 CDs zum Beispiel),
1120 gibt es eine begrenzte Gesamtzahl an Bits, die du aufwenden kannst; deswegen ist es
1121 notwendig, einen guten Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit und Qualität zu suchen.
1122 </para>
1123
1124 <para>
1125 Der CQ hängt von der Bitrate, der Effektivität des Videocodecs und der
1126 Filmauflösung ab.
1127 Um den CQ anzuheben, könntest du typischerweise den Film unter der Annahme
1128 herunterskalieren, dass die Bitrate mit der Funktion der Zielgröße und der
1129 Länge des Films berechnest, die ja konstant sind.
1130 Mit MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">XviD</systemitem>
1131 und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, resultiert ein CQ
1132 unter 0.18 für gewöhnlich in einem blockmäßig schönen Bild, weil nicht
1133 genug Bits zum Codieren der Information jedes Macroblocks vorhanden sind.
1134 (MPEG4, wie auch viele andere Codecs, gruppiert Pixel nach Blöcken verschiedener
1135 Pixel, um das Bild zu komprimieren; sind nicht genügend Bits vorhanden,
1136 werden die Kanten dieser Blöcke sichtbar.)
1137 Es ist daher weise, einen CQ im Bereich von 0.20 bis 0.22 für einen 1 CD-Rip
1138 und 0.26-0.28 für einen 2 CD-Rip mit Standard-Encodieroptionen zu nehmen.
1139 höherntwickelte Encodieroptionen wie die hier für
1140 <link linkend="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
1141 und
1142 <link linkend="menc-feat-xvid-example-settings"><systemitem class="library">XviD</systemitem></link>
1143 aufgelisteten sollten es möglich machen, die selbe Qualität mit einem CQ im Bereich
1144 von 0.18 bis 0.20 für einen 1 CD-CDip und 0.24 bis 0.26 für einen 2 CD-Rip zu erreichen.
1145 Mit den MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">x264</systemitem>,
1146 kannst du einen CQ im Bereich von 0.14 bis 0.16 mit Standard-Encodieroptionen
1147 verwenden, und solltest bis auf 0.10 bis 0.12 mit den
1148 <link linkend="menc-feat-x264-example-settings">erweiterten Encodieroptionen von <systemitem class="library">x264</systemitem></link>
1149 runter gehen können.
1150 </para>
1151
1152 <para>
1153 Bitte nimm zur Kenntnis, dass der CQ lediglich eine hinweisende Zahl ist,
1154 da sie vom encodierten Inhalt abhängt, ein CQ von 0.18 kann für einen
1155 Bergman-Film recht hübsch aussehen, im Gegensatz zu einem Film wie
1156 The Matrix, der jede Menge High-Motion-Szenen enthält.
1157 Auf der anderen Seite ist es wertlos, den CQ höher als 0.30 zu schrauben,
1158 da du ohne spürbaren Qualitätsgewinn Bits vergeuden würdest.
1159 Beachte ebenso, dass wie früher in diesem Handbuch bereits angemerkt,
1160 niedrig auflösende Videos einen größeren CQ benötigen, um gut auszusehen
1161 (im Vergleich z.B. zur DVD-Auflösung).
1162 </para>
1163 </sect3>
1164
1165 </sect2>
1166
1167 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-filtering">
1168 <title>Filtern</title>
1169
1170 <para>
1171 Zu lernen, wie man <application>MEncoder</application>'s Videofilter
1172 verwendet, ist essentiell, um gute Encodierungen zu produzieren.
1173 Jede Videoverarbeitung wird über Filter ausgeführt -- Ausschneiden,
1174 Skalieren, Farbanpassung, Rauschentfernung, Scharfzeichnen, deinterlacing,
1175 telecine, umgekehrtes telecine und deblocking, um nur ein paar davon aufzuzählen.
1176 Zusammen mit der gewaltigen Zahl unterstützter Inputformate, ist die Vielfalt der
1177 in <application>MEncoder</application> verfügbaren Filter eine seiner
1178 Hauptvorteile im Vergleich zu ähnlichen Programmen.
1179 </para>
1180
1181 <para>
1182 Filter werden in einer Kette über die Option -vf geladen:
1183
1184 <screen>-vf filter1=options,filter2=options,...</screen>
1185
1186 Die meisten Filter nehmen mehrere numerische, Komma-getrennte
1187 Optionen entgegen, jedoch variiert die Syntax der Optionen von
1188 Filter zu Filter, also lies bitte die Man Page für Details
1189 zu den Filtern, die du verwenden willst.
1190 </para>
1191
1192 <para>
1193 Filter wirken auf das Video in der Reihenfolge ein, in der sie geladen werden.
1194 Zum Beispiel wird folgende Kette:
1195
1196 <screen>-vf crop=688:464:12:4,scale=640:464</screen>
1197
1198 zuerst den Bereich 688x464 aus dem Bild schneiden mit der oberen, linken
1199 Ecke bei (12,4) und danach das Ergebnis auf 640x464 herunter skalieren.
1200 </para>
1201
1202 <para>
1203 Bestimmte Filter müssen zu oder nahe dem Anfang der Filterkette geladen
1204 werden, um Vorteile aus den Informationen des Videodecoders zu ziehen,
1205 die ansonsten durch andere Filter verloren gehen oder ungültig gemacht
1206 würden.
1207 Die wichtigsten Beispiele sind <option>pp</option>
1208 (Nachbearbeitung (postprocessing), nur wenn es Deblock- oder
1209 Dering-Operationen durchführt), <option>spp</option> (ein weiterer
1210 Postprozessor zum Entfernen von MPEG-Artefakten), <option>pullup</option>
1211 (umgekehrtes telecine) und <option>softpulldown</option> (zur Konvertierung
1212 von soft telecine nach hard telecine).
1213 </para>
1214
1215 <para>
1216 Im allgemeinen solltest du den Film so wenig wie möglich Filtern, um
1217 nahe an der originalen DVD-Quelle zu bleiben. Ausschneiden ist oft
1218 notwendig (wie oben beschrieben), vermeide aber das Skalieren von Videos.
1219 Obwohl das Herunterskalieren manchmal vorgezogen wird, um höhere Quantisierer
1220 zu verwenden, wollen wir beide diese Dinge vermeiden: erinnere dich daran,
1221 dass wir von Anfang an beschlossen hatten, um einen Kompromiss zwischen
1222 Bits und Qualität zu schließen.
1223 </para>
1224
1225 <para>
1226 Passe ebenso kein Gamma, Kontrast, Helligkeit,usw. an. Was auf deinem
1227 Display gut aussieht, sieht auf anderen eventuell nicht gut aus. Diese
1228 Anpassungen sollten nur im Playback vorgenommen werden.
1229 </para>
1230
1231 <para>
1232 Eine Sache, die du vielleicht machen willst, das Video durch einen sehr
1233 feinen Entrauschfilter (Denoise) zu schicken, wie etwa <option>-vf hqdn3d=2:1:2</option>.
1234 Nochmals, es geht darum, die Bits einer besseren Verwendung zuzuführen: warum
1235 zu Encodieren des Rauschens verschwenden, wenn du dieses Rauschen auch während
1236 des Playback entfernen kannst?
1237 Die Parameter für <option>hqdn3d</option> zu erhöhen, wird überdies
1238 die Komprimierbarkeit erhöhen, erhöhst du jedoch die Werte zu sehr, riskierst Du
1239 eine Verringerung der Bildsichtbarkeit. Die oben vorgeschlagenen Werte
1240 (<option>2:1:2</option>) sind ziemlich konservativ; du solltest dich frei
1241 fühlen, mit höheren Werten herumzuexperimentieren und die Ergebnisse
1242 selbst zu beobachten.
1243 </para>
1244
1245 </sect2>
1246
1247
1248 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-interlacing">
1249 <title>Interlacing und telecine</title>
1250
1251 <para>
1252 Nahezu alle Filme sind bei 24 fps aufgenommen. Weil NTSC 30000/1001 fps ist,
1253 müssen mit diesen 24 fps Videos einige Verarbeitungen durchgeführt werden,
1254 um sie mit der korrekten NTSC-Framerate laufen zu lassen. Der Prozess wird 3:2
1255 pulldown genannt, allgemein telecine zugeordnet (weil pulldown des öfteren
1256 während des telecine-Prozesses angewandt wird), und naiv so beschrieben,
1257 er arbeite mit einer Verlangsamung des Films auf 24000/1001 fps und dem
1258 Wiederholen jeden vierten Frames.
1259 </para>
1260
1261 <para>
1262 Keine spezielle Verarbeitung ist jedoch bei einem Video für PAL-DVDs
1263 durchzuführen, das bei 25 fps läuft. (Technisch gesehen kann PAL telecined
1264 werden, 2:2 pulldown genannt, dies ist jedoch in der Praxis nicht von Bedeutung.)
1265 Der 24 fps Film wird einfach mit 25 fps abgespielt. Das Resultat ist, dass
1266 der Film ein wenig schneller abläuft, doch solange du kein Alien bist, wirst
1267 du möglicherweise keinen Unterschied wahrnehmen.
1268 Die meisten PAL-DVDs haben pitch-korrigiertes Audio, dadurch hören sie sich
1269 bei 25 fps abgespielt korrekt an, obwohl der Audiotrack (und infolgedessen der
1270 gesamte Film) eine 4% kürzere Abspielzeit hat wie NTSC-DVDs.
1271 </para>
1272
1273 <para>
1274 Weil das Video in einer PAL-DVD nicht verändert wurde, mußt du dich nicht
1275 viel um die Framerate sorgen. Die Quelle ist 25 fps und dein Rip wird 25
1276 fps haben. Wenn du jedoch einen NTSC-DVD-Film rippst, mußt du eventuell
1277 umgekehrtes telecine anwenden.
1278 </para>
1279
1280 <para>
1281 Für mit 24 fps aufgenommene Filme, ist das Video auf der NTSC-DVD entweder telecined
1282 30000/1001 oder hat andernfalls progressive 24000/1001 fps und es ist vorgesehen,
1283 on-the-fly vom DVD-Player telecined zu werden. Auf der anderen Seite sind TV-Serien
1284 üblicherweise nur interlaced, nicht telecined. Dies ist keine harte Regel: einige
1285 TV-Serien sind interlaced (wie etwa Buffy die Vampirkillerin), wogegen andere
1286 eine Mixtur aus progressive und interlaced sind (so wie Angel oder 24) - wers kennt :).
1287 </para>
1288
1289 <para>
1290 Es wird strengstens empfohlen, die Sektion über
1291 <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link>
1292 durchzulesen, um den Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten zu lernen.
1293 </para>
1294
1295 <para>
1296 Wenn du aber hauptsächlich nur Filme rippst, gehst du wahrscheinlich entweder
1297 mit 24 fps progressivem oder telecined Video um, in welchem Falle Du
1298 den Filter <option>pullup</option> mittels <option>-vf pullup,softskip</option>
1299 verwenden kannst.
1300 </para>
1301
1302 </sect2>
1303
1304 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-encoding-interlaced">
1305 <title>Interlaced Video encodieren</title>
1306
1307 <para>
1308 Ist der Film, den du encodieren willst, interlaced (NTSC-Video oder
1309 PAL-Video), wirst du wählen müssen, ob du ihn deinterlacen willst
1310 oder nicht.
1311 Während das deinterlacing deinen Film auf progressiven Scan-Displays
1312 wie Computermonitoren und Projektoren verwendbar macht, wird dich dies
1313 doch etwas kosten: Die Feldrate von 50 oder 60000/1001 Feldern pro Sekunde
1314 wird auf 25 oder 30000/1001 Frames pro Sekunde halbiert und annähernd die
1315 Hälfte der Iinformationen in deinem Film geht während Szenen mit
1316 signifikanter Bewegung verloren.
1317 </para>
1318
1319 <para>
1320 Deswegen wird empfohlen, wenn du aus Gründen hochqualitativer
1321 Archivierung encodierst, kein deinterlacing durchzuführen.
1322 du kannst den Film immer noch beim Playback deinterlacen,
1323 wenn du ihn auf progressiven Scan-Geräten anzeigst, und zukünftige
1324 Player werden in der Lage sein, auf volle Feldrate zu
1325 deinterlacen, mit Interpolation auf 50 oder 60000/1001 komplette
1326 Frames pro Sekunde aus interlaced Video heraus.
1327 </para>
1328
1329 <para>
1330 Spezielle Sorgfalt solltest du bei der Arbeit mit interlaced Video walten lassen:
1331 </para>
1332
1333 <orderedlist>
1334 <listitem><para>
1335 Ausschneidehöhe und y-Offset müssen Vielfache von 4 sein.
1336 </para></listitem>
1337 <listitem><para>
1338 Jedes vertikale Skalieren muß im interlaced Modus durchgeführt werden.
1339 </para></listitem>
1340 <listitem><para>
1341 Nachbearbeitungs- (postprocessing) und Rauschunterdrückungsfilter (denoising)
1342 funktioniert eventuell nicht wie erwartet bis du speziell darauf achtest,
1343 sie jeweils Feld für Feld auf sie einzuwirken und sie können das Video
1344 kaputt machen, wenn sie inkorrekt angewendet werden.
1345 </para></listitem>
1346 </orderedlist>
1347
1348 <para>
1349 Mit diesen Dingen im Kopf, hier das erste Beispiel:
1350 </para>
1351 <screen>
1352 mencoder <replaceable>capture.avi</replaceable> -mc 0 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts \
1353 vcodec=mpeg2video:vbitrate=6000:ilme:ildct:acodec=mp2:abitrate=224
1354 </screen>
1355 <para>
1356 Beachte die Optionen <option>ilme</option> und <option>ildct</option>.
1357 </para>
1358 </sect2>
1359
1360
1361 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-av-sync">
1362 <title>Anmerkungen zur Audio-/Videosynchronisation</title>
1363 <para>
1364 <application>MEncoder</application>'s Algorithmen der Audio-/Videosynchronisation
1365 wurden mit der Intention entwickelt, Dateien mit kaputter sync wieder herzustellen.
1366 In einigen Fällen können unnötiges Überspringen und Duplizieren
1367 von Frames und möglicherweise leichte A/V-Desynchronisation verursachen, auch wenn sie
1368 mit dem richtigen Input verwendet werden
1369 (gewiss, Probleme mit A/V-Synchronisation treffen nur zu, wenn du den Audiotrack während
1370 der Transcodierung des Videos verarbeitest oder kopierst, zu was auch nachhaltig
1371 ermutigt wird).
1372 Hierfür müsstest du mit der Option <option>-mc 0</option> in die
1373 Grundeinstellung der A/V-Synchronisation wechseln oder diese in deine
1374 <systemitem>~/.mplayer/mencoder</systemitem> Konfigurationsdatei eintragen,
1375 solange du ausschließlich mit guten Quellen arbeitest (DVD, TV-Capture,
1376 hochqualitativen MPEG-4-Rips usw.) und mit nicht kaputten ASF/RM/MOV-Dateien.
1377 </para>
1378 <para>
1379 Wenn du dich überdies gegen merkwürdige Frameübersprünge und -duplikationen
1380 absichern willst, kannst du beides verwenden, <option>-mc 0</option>
1381 und <option>-noskip</option>.
1382 Dies verhindert <emphasis>jede</emphasis> A/V-Synchronisation und kopiert die Frames
1383 eins-zu-eins, somit kannst du sie nicht verwenden, falls du irgendwelche Filter
1384 verwendest, die unvorhersagbar Frames hinzufügen oder streichen oder falls
1385 deine Input-Datei eine variable Framerate besitzt!
1386 Deshalb wird eine allgemeine Anwendung von <option>-noskip</option> nicht empfohlen.
1387 </para>
1388 <para>
1389 Die von die <application>MEncoder</application> unterstützte sogenannte
1390 &quot;3-pass&quot; Audioencodierung soll nach Berichten A/V-Desynchronisation
1391 verursachen.
1392 Dies geschieht definitiv dann, wenn sie in Verbindung mit bestimmten Filtern
1393 verwendet wird, daher wird <emphasis>nicht</emphasis> empfohlen, den
1394 3-pass-Audio-Modus anzuwenden.
1395 Dieses Feature ist nur aus Kompatibilitätsgründen übrig geblieben und für
1396 erfahrene Benutzer, die wissen, wann es sicher anzuwenden ist und wann nicht.
1397 Wenn du zuvor noch nie etwas vom 3-pass-Modus gehört hast, vergiss, dass wir es je
1398 erwähnt hatten!
1399 </para>
1400 <para>
1401 Es gab auch Berichte über A/V-Desynchronisation, wenn
1402 mit <application>MEncoder</application> von stdin encodiert wurde.
1403 Lass das bleiben! Verwende immer eine Datei oder ein CD/DVD/usw-Gerät
1404 als Input.
1405 </para>
1406 </sect2>
1407
1408 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-codec">
1409 <title>Auswahl des Videocodecs</title>
1410
1411 <para>
1412 Welcher Videocodec am besten zu wählen, hängt von mehreren Faktoren ab,
1413 wie Größe, Qualität, Streambarkeit, Brauchbarkeit und Popularität, manche
1414 davon hängen weitgehend vom persönlichen Geschmack und technischen
1415 Randbedingungen ab.
1416 </para>
1417 <itemizedlist>
1418 <listitem><para>
1419 <emphasis role="bold">Kompressionseffizienz</emphasis>:
1420 Es ist leicht zu verstehen, dass die meisten Codecs der neueren Generation
1421 dafür gemacht wurden, Qualität und Komprimierung zu verbessern.
1422 Deshalb behauptet der Autor dieses Handbuches und viele anderen Leute, dass
1423 du nichts verkehrt machen kannst,
1424 <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-cpu'>
1425 <para>Sei trotzdem vorsichtig: MPEG-4 AVC-Videos in DVD-Auflösung zu
1426 decodieren erfordert einen schnellen Rechner (z.B. einen Pentium 4
1427 über 1.5Ghz oder einen Pentium M über 1Ghz).
1428 </para></footnote>
1429 wenn du MPEG-4 AVC-Codecs wie
1430 <systemitem class="library">x264</systemitem> anstatt MPEG-4 ASP-Codecs
1431 wie <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 oder
1432 <systemitem class="library">XviD</systemitem> wählst.
1433 (Zukunftsorientierte Codec-Entwickler interessiert eventuell Michael
1434 Niedermayers Meinung
1435 &quot;<ulink url="http://guru.multimedia.cx/?p=10">why MPEG4-ASP sucks</ulink>&quot;
1436 zu lesen.)
1437 Ebenso solltest du mit MPEG-4 ASP eine bessere Qualität erhalten als mit
1438 MPEG-2-Codecs.
1439 </para>
1440 <para>
1441 Allerdings können neuere Codecs, die noch stark in der Entwicklung stecken,
1442 unter unentdeckten Bugs leiden, die die Encodierung ruinieren können.
1443 Dies nimmt man schlicht in Kauf, wenn man Technologie mit blutigen Kanten
1444 anwendet.
1445 </para>
1446 <para>
1447 Außerdem, mit einem neuen Codec umzugehen erfordert einige Zeit, sich
1448 mit dessen Optionen vertraut zu machen, sodass du weißt, was alles anzupassen
1449 ist, um die erhoffte Bildqualität zu erreichen.
1450 </para></listitem>
1451
1452 <listitem><para>
1453 <emphasis role="bold">Hardware-Kompatibilität</emphasis>:
1454 Gewöhnlich dauert es bei neuen standalone Video-Playern lange bis der
1455 Support für die neuesten Videocodecs eingebunden ist.
1456 Als ein Ergebnis unterstützen die meisten nur MPEG-1 (wie VCD, XVCD
1457 und KVCD), MPEG-2 (wie DVD, SVCD und KVCD) und MPEG-4 ASP (wie DivX,
1458 LMP4 von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> und
1459 <systemitem class="library">XviD</systemitem>)
1460 (Vorsicht: Im allgemeinen werden nicht alle MPEG-4 ASP-Features unterstützt).
1461 Sieh bitte in den technischen Spezifikationen deines Players nach (falls
1462 welche vorhanden sind) oder google nach mehr Informationen rum.
1463 </para></listitem>
1464
1465 <listitem><para>
1466 <emphasis role="bold">Beste Qualität pro Encodierzeit</emphasis>:
1467 Codecs die es schon einige Zeit gibt (wie
1468 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 und
1469 <systemitem class="library">XviD</systemitem>) sind gewöhnlich heftig
1470 mit allen möglichen intelligenten Algorithmen und SIMD Assembly-Code optimiert.
1471 Das ist, weil sie darauf abzielen, das beste Verhältnis von Qualität
1472 pro Encodierzeit zu liefern.
1473 Jedoch haben sie oft einige sehr fortschrittliche Optionen, die,
1474 wenn aktiviert, das Encodieren bei marginalem Gewinn wirklich langsam
1475 machen.
1476 </para>
1477 <para>
1478 Wenn du es auf die Wahnsinnsgeschwindigkeit abzielst, solltest du
1479 in der Nähe der Standard-Einstellungen des Videocodecs bleiben
1480 (obwohl du ruhig weitere Optionen ausprobieren solltest, die in
1481 anderen Sektionen dieses Handbuchs angesprochen werden).
1482 </para>
1483 <para>
1484 Vielleicht überlegst du auch, einen Codec auszuwählen, der mit
1485 Multi-Threading klar kommt, was nur für Benutzer von Rechnern
1486 mit einigen CPUs von Nutzen ist.
1487 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 erlaubt
1488 dies zwar, aber die Geschwindigkeitsgewinne sind begrenzt und es gibt
1489 einen leicht negativen Effekt in Bezug auf die Bildqualität.
1490 Die Multi-Thread-Encodierung von <systemitem class="library">XviD</systemitem>,
1491 durch die Option <option>threads</option> aktiviert, kann zum Ankurbeln
1492 der Encodiergeschwindigkeit - um in typischen Fällen etwa 40-60% -
1493 bei wenn überhaupt geringer Bildverschlechterung verwendet werden.
1494 <systemitem class="library">x264</systemitem> erlaubt ebenfalls
1495 Multi-Thread-Encodierung, was im Moment das Encodieren um 15-30% beschleunigt
1496 (abhängig von den Encodier-Einstellungen) bei gleichzeitiger Verringerung des
1497 PSNR um etwa 0.05dB.
1498 </para></listitem>
1499
1500 <listitem><para>
1501 <emphasis role="bold">Persönlicher Geschmack</emphasis>:
1502 Hier beginnt die Angelegenheit oft irrational zu werden: Aus den selben
1503 Gründen, aus denen manche über Jahre an DivX 3 hängen, während neuere
1504 Codecs bereits Wunder bewirken, ziehen einige Leute
1505 <systemitem class="library">XviD</systemitem>
1506 oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 dem
1507 <systemitem class="library">x264</systemitem> vor.
1508 </para>
1509 <para>
1510 Du solltest dir dein eigenes Urteil bilden; lass dich nicht von Leuten
1511 vollquasseln, die auf den einen Codec schwören.
1512 Nimm ein paar Beispiel-Clips von Originalquellen und vergleiche die
1513 verschiedenen Encodier-Optionen und Codecs, um den einen zu finden, mit
1514 dem du am besten klar kommst.
1515 Der beste Codec ist der, den du beherrschst und der in deinen Augen
1516 auf deinem Display am besten aussieht.
1517 <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-playback'>
1518 <para>Die selbe Encodierung kann auf dem Monitor eines anderen vollkommen
1519 anders aussehen oder wenn sie von einem anderen Decoder abgespielt wird,
1520 also mach deine Encodierungen zukunftssicher indem du sie unter verschiedenen
1521 Setups ablaufen lässt.</para></footnote>!
1522 </para></listitem>
1523 </itemizedlist>
1524 <para>
1525 Sieh dazu bitte in der Sektion
1526 <link linkend="menc-feat-selecting-codec">Auswahl der Codecs und Containerformate</link>
1527 nach der Liste der unterstützten Codecs.
1528 </para>
1529 </sect2>
1530
1531 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">
1532 <title>Audio</title>
1533
1534 <para>
1535 Audio ist ein leichter zu lösendes Problem: wenn du Wert auf Qualität legst,
1536 lass es einfach so wie es ist.
1537 Gerade AC3 5.1 Streams sind meist 448Kbit/s und jedes Bit wert.
1538 Möglicherweise gerätst du in Versuchung, Audio in hochwertiges Vorbis
1539 umzuwandeln, aber nur weil du heute keinen A/V-Receiver für AC3-pass-through
1540 besitzt, dies bedeutet nicht, dass du nicht morgen doch einen hast.
1541 Halte deine DVD-Rips zukunftssicher, indem du den AC3-Stream beibehältst.
1542 Du behältst den AC3-Stream entweder, indem du ihn
1543 <link linkend="menc-feat-mpeg4">während der Encodierung</link> direkt in den
1544 Video-Stream kopierst.
1545 Du kannst den AC3-Stream aber auch extrahieren, um ihn in Container wie NUT
1546 oder Matroska zu muxen.
1547 <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -aid 129 -dumpaudio -dumpfile <replaceable>sound.ac3</replaceable></screen>
1548 dumpt Audiotrack Nummer 129 aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
1549 (NB: DVD-VOB-Dateien verwenden gewöhnlich andere Audionummerierungen,
1550 was bedeutet, dass der VOB-Audiotrack 129 der 2-te Audiotrack der Datei ist).
1551 in die Datei <replaceable>sound.ac3</replaceable>.
1552 </para>
1553
1554 <para>
1555 Aber manchmal hast du wirklich keine andere Wahl als den Sound weiter zu
1556 komprimieren, sodass mehr Bits fürs Video aufgewendet werden können.
1557 Die meisten Leute entscheiden sich für eine Audiokomprimierung mit MP3- oder
1558 Vorbis-Audiocodecs.
1559 Wobei letzterer ein sehr platzsparender Codec ist, MP3 wird von Hardware-Playern
1560 besser unterstützt, wobei sich dieser Trend auch ändert.
1561 </para>
1562
1563 <para>
1564 Verwende <emphasis>nicht</emphasis> <option>-nosound</option> beim Encodieren
1565 einer Datei mit enthaltenem Audio, sogar wenn du Audio später separat
1566 encodierst und muxt.
1567 Zwar kann es im Idealfall manchmal funktionieren, wenn du <option>-nosound</option>
1568 verwendest, wahrscheinlich um einige Probleme in deinen
1569 Encodier-Befehlszeileneinstellungen zu verbergen.
1570 In anderen Worten, einen Soundtrack während dem Encodieren zu haben, stellt sicher,
1571 vorausgesetzt du siehst keine Meldungen wie
1572 <quote>Too many audio packets in the buffer</quote>, dass du in der Lage sein
1573 wirst eine korrekte Synchronisation zu erhalten.
1574 </para>
1575
1576 <para>
1577 Du brauchst <application>MEncoder</application> zur Verarbeitung des Sounds.
1578 Du kannst zum Beispiel den originalen Soundtrack während dem Encodieren it
1579 <option>-oac copy</option> kopieren oder ihn mittels
1580 <option>-oac pcm -channels 1 -srate 4000</option> in eine &quot;leichte&quot;
1581 4 kHz Mono WAV-PCM konvertieren.
1582 Anderenfalls wird er - in einigen Fällen - eine Videodatei erzeugen, die
1583 nicht mit Audio synchron läuft.
1584 So was kommt vor, wenn die Anzahl der Videoframes in der Quelldatei nicht
1585 mit der Gesamtlänge der Audioframes zusammenpasst oder immer dann, wenn
1586 Unstetigkeiten/Splices vorhanden sind, wo Audioframes oder extra Audioframes
1587 fehlen.
1588 Der korrekte Weg, mit dieser Art Problem umzugehen, ist Stille (silence)
1589 einzufügen oder Audio an diesen Punkten wegzuschneiden.
1590 Seis drum, <application>MPlayer</application> kann das nicht, also wenn du
1591 AC3-Audio demuxt und es in einer separaten Anwendung encodierst (oder
1592 es mit <application>MPlayer</application> in eine PCM dumpst), die Splices
1593 bleiben inkorrekt und der einzige Weg sie zu korrigieren ist Videoframes
1594 an diesem Splice zu streichen bzw. zu duplizieren.
1595 Solange <application>MEncoder</application> Audio beim Encodieren des
1596 Videos sieht, kann er dieses Streichen/Duplizieren erledigen, was
1597 gewöhnlich OK ist, da es bei voller Schwärze/Szenenwechsel stattfindet,
1598 aber wenn <application>MEncoder</application> Audio nicht sehen kann,
1599 wird er einfach alle Frames so wie sie ankommen verarbeiten und sie werden
1600 einfach nicht zum endgültigen Audiostream passen, wenn du beispielsweise
1601 deinen Audio- und Videotrack in eine Matroska-Datei mergst.
1602 </para>
1603
1604 <para>
1605 Zuallererst wirst du den DVD-Sound in eine WAV-datei konvertieren müssen, die
1606 der Audiocodec als Input nutzen kann.
1607 Zum Beispiel:
1608 <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -ao pcm:file=<replaceable>destination_sound.wav</replaceable> -vc dummy -aid 1 -vo null</screen>
1609 wird den zweiten Audiotrack aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
1610 in die Datei <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> dumpen.
1611 Vielleicht willst du den Sound vor dem Encodieren normalisieren, da
1612 DVD-Audiotracks gemeinhin bei niedriger Lautzstärke aufgenommen sind.
1613 Du kannst beispielsweise das Tool <application>normalize</application> verwenden,
1614 das in den meisten Distributionen zur Verfügung steht.
1615 Wenn du Windows nutzt, kann ein Tool wie <application>BeSweet</application>
1616 den selben Job erledigen.
1617 Du wirst entweder nach Vorbis oder MP3 komprimieren.
1618 Zum Beispiel:
1619 <screen>oggenc -q1 <replaceable>destination_sound.wav</replaceable></screen>
1620 wird <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> mit
1621 der Encodierqualität 1 encodieren, was annähernd 80Kb/s ergibt und
1622 die Minimalqualität darstellt, mit der du encodieren solltest, wenn du
1623 Wert auf Qualität legst.
1624 Nimm bitte zur Kenntnis, dass MEncoder aktuell keine Vorbis-Audiotracks
1625 in die Output-Datei muxen kann, da er nur AVI- und MPEG-Container als
1626 Output unterstützt, wobei es beim Audio-/Videoplayback zu
1627 Synchronisationproblemen mit einigen Playern führen wird, wenn die AVI-Datei
1628 VBR-Audiostreams wie z.B. Vorbis enthält.
1629 Keine Bange, dieses Dokument wird dir zeigen, wie du das mit
1630 Third-Party-Programmen hinbekommst.
1631 </para>
1632
1633 </sect2>
1634
1635
1636 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing">
1637 <title>Muxen</title>
1638 <para>
1639 Nun da du dein Video encodiert hast, wirst du es höchstwahrscheinlich
1640 mit einem oder mehr Audiotracks in einen Movie-Container wie etwa
1641 AVI, MPEG, Matroska oder NUT muxen.
1642 <application>MEncoder</application> ist aktuell nur un der Lage,
1643 Audio und Video nativ in MPEG- und AVI-Containerformate auszugeben.
1644 Zum Beispiel:
1645 <screen>mencoder -oac copy -ovc copy -o <replaceable>output_movie.avi</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable></screen>
1646 Dies würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
1647 und die Audio-Datei <replaceable>input_audio.mp2</replaceable>
1648 in die AVI-datei <replaceable>output_movie.avi</replaceable> mergen.
1649 Dieser Befehl funktioniert mit MPEG-1 Layer I, II und III Audio (eher
1650 bekannt als MP3), WAV und auch ein paar weiteren Audioformaten.
1651 </para>
1652
1653 <para>
1654 MEncoder zeichnet sich aus durch experimentellen Support für
1655 <systemitem class="library">libavformat</systemitem>, das eine
1656 Programmbibliothek des FFmpeg-Projekts ist, welches das Muxen und
1657 Demuxen einer Vielzahl von Containern unterstützt.
1658 Zum Beispiel:
1659 <screen>mencoder -oac copy -ovc copy -o <replaceable>output_movie.asf</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> -of lavf -lavfopts format=asf</screen>
1660 Dies wird das selbe machen, wie das obere Beispiel, außer dass der
1661 Output-Container ASF sein wird.
1662 Bitte nimm zur Kenntnis, dass dieser Support hochexperimentell ist
1663 (aber von Tag zu Tag besser wird) und nur funktionieren wird, wenn du
1664 <application>MPlayer</application> mit aktiviertem Support für
1665 <systemitem class="library">libavformat</systemitem> kompiliert
1666 hast (was meint, dass eine Pre-Packaged Binary Version in den meisten
1667 Fällen nicht funktionieren wird).
1668 </para>
1669
1670
1671 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">
1672 <title>Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</title>
1673 <para>
1674 Es kann vorkommen, dass du ernsthafte A/V-Synchronisationprobleme hast während
1675 du versuchst, deine Video- und einige Audiotracks zu muxen, wobei es nichts
1676 ändert, wenn du das Audiodelay anpasst, du bekommst nie eine korrekte
1677 Synchronisation zu Stande.
1678 Dies kann vorkommen, wenn du manche Videofilter verwendest, die einige Frames
1679 weglassen oder duplizieren, wie etwa die umgekehrten telecine-Filter.
1680 ich kann dich nur dazu ermutigen, den <option>harddup</option>-Videofilter
1681 ans Ende der Filterkette anzuhängen, um solcherlei Problemen aus dem Weg
1682 zu gehen.
1683 </para>
1684
1685 <para>
1686 Ohne <option>harddup</option> verlässt sich <application>MEncoder</application>,
1687 wenn er einen Frame duplizieren will, darauf, dass der Muxer eine Marke auf den
1688 Container setzt, sodass der letzte Frame nochmals angezeigt wird, um
1689 während des Schreibens des aktuellen Frames synchron zu bleiben.
1690 Mit <option>harddup</option> wird <application>MEncoder</application>
1691 statt dessen einfach den zuletzt angezeigten Frame nochmal in die Filterkette
1692 einschieben.
1693 Dies bedeutet, dass der Encoder <emphasis>exakt</emphasis> den selben Frame
1694 zweimal entgegen nimmt und komprimiert.
1695 Die ergibt eine etwas größere Datei, verursacht jedoch keine Probleme
1696 beim Demuxen oder Remuxen in ein anderes Containerformat.
1697 </para>
1698
1699 <para>
1700 Du kommst auch nicht um den Einsatz von <option>harddup</option> im
1701 Zusammenhang mit Containerformaten herum, die nicht allzu fest mit
1702 <application>MEncoder</application> verlinkt sind, wie etwa diejenigen,
1703 welche von <systemitem class="library">libavformat</systemitem> unterstützt
1704 werden, der keine Frameduplikation auf Container-Level unterstützt.
1705 </para>
1706 </sect3>
1707
1708
1709 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">
1710 <title>Limitierungen des AVI-Containers</title>
1711 <para>
1712 Obwohl es das am breitesten unterstützte Containerformat nach MPEG-1 ist,
1713 besitzt AVI auch einige gravierende Nachteile.
1714 Der vielleicht offensichtlichste ist der Overhead.
1715 Für jeden Block der AVI-Datei werden 24 Byte auf Header und Indizes
1716 verschwendet.
1717 Dies heißt übersetzt etwas mehr als 5 MB pro Stunde oder 1-2.5%
1718 Overhead für einen 700 MB Film. Das sieht nicht nach viel aus, könnte aber
1719 die Dfferenz zwischen einem Video mit 700 KBit/Sek oder 714 KBit/Sek
1720 bedeuten, und jedes bisschen mehr an Qualität zählt.
1721 </para>
1722
1723 <para>
1724 Zu dieser schockierenden Ineffizienz kommen bei AVI noch folgende
1725 wesentlichen Einschränkungen:
1726 </para>
1727
1728 <orderedlist>
1729 <listitem>
1730 <para>
1731 Nur Inhalt mit festen fps kann gespeichert werden. Dies ist insbesondere
1732 einschränkend, wenn das Originalmaterial, das du encodieren willst,
1733 gemischter Inhalt ist, zum Beispiel ein Mix aus NTSC-Video und
1734 Filmmaterial.
1735 Eigentlich gibt es Hacks, die es ermöglichen, Inhalt mit gemischter
1736 Framerate in einer AVI unterzubringen, diese vergrößern jedoch den
1737 (ohnehin großen) Overhead fünffach oder mehr und sind somit ungeeignet.
1738 </para>
1739 </listitem>
1740 <listitem>
1741 <para>
1742 Audio in AVI-Dateien muß entweder konstante Bitrate (CBR) oder
1743 konstante Framegröße haben (z.B. alle Frames decodieren zur selben Anzahl
1744 Samples).
1745 Unglücklicherweise erfüllt der effektivste Codec, Vorbis, keine dieser
1746 Anforderungen.
1747 Deshalb wirst du einen weniger effizienten Codec wie MP3 oder AC3 verwenden
1748 müssen, wenn du planst, einen Film in AVI zu speichern.
1749 </para>
1750 </listitem>
1751 </orderedlist>
1752
1753 <para>
1754 Nachdem ich nun all dies erzählt habe, muß ich anmerken, momentan
1755 unterstützt <application>MEncoder</application> keinen Output mit
1756 variablen fps oder Vorbis-Encodierung.
1757 Deswegen magst du dies nicht als Einschränkung ansehen, wenn
1758 <application>MEncoder</application> das einzige Tool ist, das du
1759 nutzt um deine Ecodierungen zu produzieren.
1760 Es ist dennoch möglich <application>MEncoder</application> nur zur
1761 Videoencodierung zu verwenden und danach externe Tools, um Audio
1762 zum Encodieren und in ein anderes Containerformat zu muxen.
1763 </para>
1764 </sect3>
1765
1766 <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-matroska">
1767 <title>Muxen in den Matroska-Container</title>
1768 <para>
1769 Matroska ist ein freies, offenes Containerformat, das darauf abzielt,
1770 eine Menge erweiterter Features bereitzustellen, mit denen ältere Container
1771 wie AVI nicht umgehen können.
1772 Zum Beispiel unterstützt Matroska Audioinhalt mit variabler Bitrate (VBR),
1773 variable Frameraten (VFR), Kapitel, Dateianhänge,
1774 Fehlererkennung Error Detection Code (EDC) und modern A/V-Codecs wie &quot;Advanced Audio
1775 Coding&quot; (AAC), &quot;Vorbis&quot; oder &quot;MPEG-4 AVC&quot; (H.264), so gut wie nichts
1776 womit AVI etwas anfangen kann.
1777 </para>
1778
1779 <para>
1780 Die zum Erzeugen von Matroska-Dateien erforderlichen Tools werden
1781 kollectiv <application>mkvtoolnix</application> genannt und stehen
1782 für die meisten Unix-Plattformen wie auch <application>Windows</application>
1783 zur Verfügung.
1784 Weil Matroska ein offener Standard ist, findest du vielleicht andere
1785 Tools, die besser für dich eignen, aber da mkvtoolnix das am meisten
1786 verbreitete ist und von Matroska selbst unterstützt wird, werden wir nur
1787 dessen Anwendung einbeziehen.
1788 </para>
1789
1790 <para>
1791 Möglicherweise der einfachste Weg, mit Matroska anzufangen, ist
1792 <application>MMG</application> zu verwenden, das grafische Frontend
1793 das mit <application>mkvtoolnix</application> daherkommt, und dem
1794 <ulink url="http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/doc/mkvmerge-gui.html">guide to mkvmerge GUI (mmg)</ulink>
1795 zu folgen.
1796 </para>
1797
1798 <para>
1799 Du kannst Audio und Video-Dateien auch per Befehlszeile muxen:
1800 <screen>mkvmerge -o <replaceable>output.mkv</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable> <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable></screen>
1801 Dies würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
1802 und die zwei Audio-Dateien <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable>
1803 und <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable> in die Matroska-Datei
1804 <replaceable>output.mkv</replaceable> mergen.
1805 Matroska, wie zuvor beschrieben, ist in der Lage, noch viel mehr als
1806 das zu tun, wie etwa multiple Audiotracks (inklusive Feintuning der
1807 Audio-/Videosynchronisation), Kapitel, Untertitel, Splitting, usw...
1808 Sieh bitte in den Dokumentationen dieser Anwendungen nach mehr Details.
1809 </para>
1810
1811 </sect3>
1812
1813 </sect2>
1814
1815 </sect1>
1816
1817 <sect1 id="menc-feat-telecine">
1818 <title>Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</title>
1819
1820 <sect2 id="menc-feat-telecine-intro">
1821 <title>Einführung</title>
1822 <formalpara>
1823 <title>Was ist telecine?</title>
1824 <para>
1825 Ich schlage vor du besuchst diese Seite, wenn du nicht viel von dem
1826 verstehst, was in diesem Dokument beschrieben wird:
1827 <ulink url="http://www.divx.com/support/guides/guide.php?gid=10">http://www.divx.com/support/guides/guide.php?gid=10</ulink>
1828 Diese URL führt zu einer verständlichen und einigermaßen umfassend
1829 Beschreibung was telecine ist.
1830 </para></formalpara>
1831
1832 <formalpara>
1833 <title>Eine Anmerkung zu Zahlen.</title>
1834 <para>
1835 Viele Dokumente, einschließlich des oben verlinkten Handbuchs, beziehen
1836 sich auf den Wert Felder pro Sekunde von NTSC-Video als 59.94 und dem
1837 korrespondierenden Frames pro Sekunde als 29.97 (für telecined und
1838 interlaced) und 23.976 (für progressiv). Zur Vereinfachung runden
1839 manche dieser Dokumente sogar auf 60, 30 und 24 auf.
1840 </para></formalpara>
1841
1842 <para>
1843 Streng genommen sind alle diese Zahlen Näherungswerte. Das Schwarz/Weiß
1844 NTSC-Video war exakt 60 Felder pro Sekunde, aber 60000/1001
1845 wurde später gewählt, um die Farbdaten anzupassen, solange man gleichzeitig
1846 zu Schwarz/Weiß-Fernsehen kompatibel blieb. Digitales NTSC-Video
1847 (so wie auf einer DVD) hat ebenfalls 60000/1001 Felder pro Sekunde. Hieraus
1848 wird interlaced und telecined Video als 30000/1001 Frames pro Sekunde
1849 enthaltend abgeleitet; progressive Video hat 24000/1001 Frames pro Sekunde.
1850 </para>
1851
1852 <para>
1853 Ältere Versionen der <application>MEncoder</application>-Dokumentation
1854 und viele archivierten Posts in Mailing-Listen beziehen sich auf 59.94,
1855 29.97 und 23.976.
1856 Alle <application>MEncoder</application>-Dokumentationen wurden insofern
1857 aktualisiert, dass sie fraktionale Werte verwenden und du solltest das
1858 auch tun.
1859 </para>
1860
1861 <para>
1862 <option>-ofps 23.976</option> ist inkorrekt.
1863 <option>-ofps 24000/1001</option> sollte statt dessen benutzt werden.
1864 </para>
1865
1866 <formalpara>
1867 <title>Wie telecine angewandt wird.</title>
1868 <para>
1869 Jedes Video, das zur Anzeige auf einem NTSC-Fernseh-Set vorgesehen ist
1870 muß 60000/1001 Felder pro Sekunde haben. Für TV-Filme und Shows
1871 hergestellt sind sie häufig direkt mit 60000/1001 Felder pro Sekunde
1872 aufgenommen, die Mehrheit der Kinofilme jedoch mit 24 oder 24000/1001
1873 Frames pro Sekunde. Wenn cinematische Movie-DVDs gemastert werden,
1874 wird das Video dabach fürs Fernsehen mittels eines telecine genannten
1875 Prozesses konvertiert.
1876 </para></formalpara>
1877
1878 <para>
1879 Auf einer DVD wird das Video eigentlich nie als 60000/1001 Felder
1880 pro Sekunde abgelegt. Für ein Video das ursprünglich 60000/1001 war,
1881 wird jedes Feldpaar zu einem Frame kombiniert, was dann 30000/1001
1882 Frames pro Sekunde ergibt. Hardware-DVD-Player lesen dann ein im
1883 Videostream eingebettetes Kennzeichen aus, um zu bestimmen ob die gerade
1884 oder ungerade nummerierten Zeilen das erste Feld formen sollen.
1885 </para>
1886
1887 <para>
1888 Üblicherweise bleibt ein Inhalt mit 24000/1001 Frames pro Sekunde
1889 so wie er ist, wenn er für eine DVD encodiert wird und der DVD-Player
1890 muß das Telecining on-the-fly bewerkstelligen. Manchmal jedoch wird das
1891 Video telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf der DVD gespeichert wird;
1892 selbst wenn es ursprünglich 24000/1001 Frames pro Sekunde war, wird es
1893 60000/1001 Felder pro Sekunde. Wenn es auf der DVD gespeichert wird,
1894 werden Feldpaare zu 30000/1001 Frames pro Sekunde kombiniert.
1895 </para>
1896
1897 <para>
1898 Wenn man sich das aus 60000/10001 Feldern pro Sekunde geformten Einzelframes
1899 erzeugte Video betrachtet, ist telecined oder anderenfalls interlacing
1900 klar sichtbar woimmer Bewegung auftritt, da ein Feld (sagen wir, die
1901 gerade bummerierten Zeilen) einen Moment zur Zeit 1/(60000/1001) Sekunden
1902 später als das andere repräsentiert. Spielt man ein interlaced Video auf
1903 einem Computer ab, sehen beide hässlich aus, weil der Monitor eine höhere
1904 Auflösung besitzt und weil das Video Frame für Frame anstatt Feld für Feld
1905 gezeigt wird.
1906 </para>
1907
1908 <itemizedlist>
1909 <title>Anmerkungen:</title>
1910 <listitem><para>
1911 Diese Sektion gilt nur für NTSC-DVDs und nicht für PAL.
1912 </para></listitem>
1913 <listitem><para>
1914 Die <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen überall im
1915 Dokument sind <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zum
1916 eigentlichen Gebrauch vorgesehen. Sie sind schlicht das bloße Minimum,
1917 das zum Encodieren der betreffenden Videokategorie benötigt wird.
1918 Wie mache ich gute DVD-Rips oder wie feintune ich
1919 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> auf maximale
1920 Qualität gehören nicht zum Umfang dieses Dokuments.
1921 </para></listitem>
1922 <listitem><para>
1923 Es gibt ein paar Fußnoten speziell für dieses Handbuch, die so ähnlich
1924 verlinkt sind:
1925 <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
1926 </para></listitem>
1927 </itemizedlist>
1928 </sect2>
1929
1930 <sect2 id="menc-feat-telecine-ident">
1931 <title>Wie soll man sagen, welchen Typ Video man hat</title>
1932
1933 <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-progressive">
1934 <title>Progressiv</title>
1935 <para>
1936 Progressive Video wurde ursprünglich mit 24000/1001 fps gefilmt und
1937 ohne Änderung aud der DVD abgespeichert.
1938 </para>
1939
1940 <para>
1941 Wenn du ein progressive DVD in <application>MPlayer</application> abspielst,
1942 wird <application>MPlayer</application> folgende Zeile ausgeben, sobald
1943 das Abspielen des Films beginnt:
1944
1945 <screen> demux_mpg: 24000/1001 fps progressive NTSC content detected, switching framerate.</screen>
1946
1947 Von diesem Punkt an vorwärts sollte demux_mpg nie erzählen, es finde
1948 &quot;30000/1001 fps NTSC content.&quot;
1949 </para>
1950
1951 <para>
1952 Wenn du progressive Video ankuckst, solltest du nie irgendein
1953 interlacing sehen. Sei trotzdem vorsichtig, weil manchmal ein winziges
1954 bisschen telecine dort hin eingemischt wurde, wo du es nicht erwartest.
1955 Ich bin TV-Show-DVDs begegnet, die eine Sekunde telecine bei jedem
1956 Szenenwechsel haben oder an extrem zufälligen Stellen. Ich hatte einmal
1957 eine DVD angesehen, die eine progressive erste Hälfte hatte und die
1958 zweite Hälfte war telecined. Willst du<emphasis>wirklich</emphasis>
1959 gründlich sein, kannst du den kompletten Film scannen:
1960
1961 <screen>mplayer dvd://1 -nosound -vo null -benchmark</screen>
1962
1963 Das Verwenden von <option>-benchmark</option> veranlasst
1964 <application>MPlayer</application>, den Film so schnell er es nur kann
1965 abzuspielen; dies dauert je nach deiner Hardware, trotzdem noch eine
1966 Weile. Jedesmal wenn demux_mpg einen Frameratenwechsel meldet, wird dir
1967 die Zeile unmittelbar darüber die Zeit anzeigen bei welcher der Wechsel
1968 auftrat.
1969 </para>
1970
1971 <para>
1972 Manchmal wird progressive Video auf DVDs
1973 &quot;soft telecine&quot; zugeordnet, weil es dafür vorgesehen ist
1974 durch den DVD-Player telecined zu werden.
1975 </para>
1976 </sect3>
1977
1978 <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-telecined">
1979 <title>Telecined</title>
1980 <para>
1981 Telecined Video was ursprünlich mit 24000/1001 aufgenommen, aber wurde
1982 telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf die DVD geschrieben wurde.
1983 </para>
1984
1985 <para>
1986 <application>MPlayer</application> meldet keine (nie)
1987 Frameratenwechsel, wenn er telecined Video abspielt.
1988 </para>
1989
1990 <para>
1991 Beim betrachten eines telecined Videos wirst du interlacing-Artefakte
1992 sehen, die zu &quot;blinken&quot; scheinen: sie erscheinen wiederholt
1993 und verschwinden wieder.
1994 Du kannst dir das so genauer hinschauen
1995 <orderedlist>
1996 <listitem>
1997 <screen>mplayer dvd://1</screen>
1998 </listitem>
1999 <listitem><para>
2000 Suche einen Teil mit Bewegung.
2001 </para></listitem>
2002 <listitem><para>
2003 Benutze die Taste <keycap>.</keycap> um jeweils einen Frame vorwärts zu rücken.
2004 </para></listitem>
2005 <listitem><para>
2006 Schau auf das Muster der der interlaced und progressive aussehenden
2007 Frames. Ist das Muster, das du siehst PPPII,PPPII,PPPII,... dann ist das
2008 Video telecined. Siehst du andere Muster, dann wurde das Video womöglich
2009 mittels einiger Nicht-Standard-Methoden telecined;
2010 <application>MEncoder</application> kann ein Nicht-Standard-telecine
2011 nicht Verlustfrei nach progressive konvertieren. Siehst du überhaupt
2012 keine Muster, ist es höchstwahrscheinlich interlaced.
2013 </para></listitem>
2014 </orderedlist>
2015 </para>
2016
2017 <para>
2018 Manchmal wird telecined Video auf DVDs &quot;hard telecine&quot;
2019 zugeordnet. Da hard telecine bereits 60000/1001 Feldern pro Sekunde hat,
2020 spielt der DVD-Player das Video ohne irgendeine Manipulation ab.
2021 </para>
2022
2023 <para>
2024 Ein anderer Weg, zu sagen, dass deine Quelle telecined ist oder nicht
2025 ist die Quelle mit den Befehlszeilenoptionen <option>-vf pullup</option>
2026 und <option>-v</option> abzuspielen. um zu nachzusehen, wie
2027 <option>pullup</option> zu den Frames passt.
2028 Ist die Quelle telecined, solltest du in der Befehlszeile ein 3:2 Muster
2029 mit abwechselnd <systemitem>0+.1.+2</systemitem> und <systemitem>0++1</systemitem>
2030 anzeigen.
2031 Diese Technik hat den Vorteil, dass du die Quelle nicht zu beobachten
2032 brauchst, umsie zu identifizieren, was von Nutzen sein könnte, falls du
2033 den Encodiervorgang automatisieren willst oder besagte Prozedur ferngesteuert
2034 mittels einer langsamen Verbindung vornehmen willst.
2035 </para>
2036
2037 </sect3>
2038
2039 <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-interlaced">
2040 <title>Interlaced</title>
2041 <para>
2042 Interlaced Video wurde ürsprünglich als 60000/1001 Felder pro Sekunde
2043 aufgenommen und auf der DVD als 30000/1001 Frames pro Sekunde abgespeichert.
2044 Der interlacing-Effekt (oft &quot;combing&quot; genannt) ist ein Ergebnis
2045 von Kammpaaren von Feldern in Frames. Jedes Feld wird einzeln als
2046 1/(60000/1001) Sekunden angenommen, und wenn sie simultan angezeigt werden,
2047 wird der Unterschied offensichtlich.
2048 </para>
2049
2050 <para>
2051 Wie bei telecined Video, sollte <application>MPlayer</application> niemals
2052 einen Frameratewechsel beim Abspielen des interlaced Inhalts melden.
2053 </para>
2054
2055 <para>
2056 Wenn du ein interlaced Video genau ansiehst, in dem du dich mit der Tast
2057 <keycap>.</keycap> durch die Frames tastest, wirst du sehen, dass
2058 jeder einzelne Frame interlaced ist.
2059 </para>
2060 </sect3>
2061
2062 <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpt">
2063 <title>Gemischtes progressive und telecine</title>
2064 <para>
2065 Alle &quot;gemischten progressive und telecine&quot; Videos wurden ürsprünglich
2066 als 24000/1001 Frames pro Sekunde aufgenommen, jedoch werden einige Teile
2067 telecined beendet.
2068 </para>
2069
2070 <para>
2071 Spielt <application>MPlayer</application> diese Kategorie ab, wird er
2072 (oft wiederholt) zurück und vor zwischen &quot;30000/1001 fps NTSC&quot;
2073 und &quot;24000/1001 fps progressive NTSC&quot; wechseln. Beobachte die
2074 untere Hälfte von <application>MPlayer</application>'s Ausgabe, um diese
2075 Meldungen anzusehen.
2076 </para>
2077
2078 <para>
2079 Du solltest die Sektion &quot;30000/1001 fps NTSC&quot; überprüfen, um
2080 sicher zu gehen, dass sie auch wirklich telecine sind und nicht einfach
2081 interlaced.
2082 </para>
2083 </sect3>
2084
2085 <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpi">
2086 <title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
2087 <para>
2088 In &quot;gemischtem progressive und interlaced&quot; Inhalt, wurde progressive
2089 und interlaced Video zusammengeklebt.
2090 </para>
2091
2092 <para>
2093 Diese Kategorie sieht aus wie &quot;gemischtes progressive und telecine&quot;,
2094 bis su die Sektion 30000/1001 fps untersuchst und feststellst, dass
2095 sie das telecine-Muster nicht haben.
2096 </para>
2097 </sect3>
2098
2099 </sect2>
2100
2101 <sect2 id="menc-feat-telecine-encode">
2102 <title>Wie jede Kategorie encodieren</title><para>
2103 Wie ich am Anfang angemerkt habe, sind die
2104 <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen unten eigentlich
2105 <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zur Anwendung bestimmt;
2106 sie demonstrieren nur die Minimalparameter zur korrekten Encodierung
2107 jeder Kategorie.
2108 </para>
2109
2110 <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-progressive">
2111 <title>Progressive</title>
2112 <para>
2113 Progressive Video erfordert kein spezielles Filtern, um es zu encodieren.
2114 Der einzige Parameter, den du gewiss anwenden solltest ist
2115 <option>-ofps 24000/1001</option>. Andernfalls wird
2116 <application>MEncoder</application> versuchen, bei 30000/1001 fps
2117 zu encodieren und wird Frames duplizieren.
2118 </para>
2119
2120 <para>
2121 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
2122 </para>
2123
2124 <para>
2125 Dennoch ist es öfters der Fall, dass ein Video, das progressive aussieht
2126 eigentlich kurze Teile telecine eingemischt hat. Solange du dir nicht
2127 sicher bist, ist es am sichersten, das Video als
2128 <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">gemischtes progressive und telecine</link>.
2129 zu behandeln. Der Performance-Verlust ist gering
2130 <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[3]</link>.
2131 </para>
2132 </sect3>
2133
2134 <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-telecined">
2135 <title>Telecined</title>
2136 <para>
2137 Telecine kann umgekehrt werden, um den originalen 24000/1001-Inhalt zu erhalten,
2138 indem man einen Prozess verwendet, der inverse-telecine genannt wird.
2139 <application>MPlayer</application> enthält verschiedene Filter, um dies
2140 zu erreichen; der beste Filter, <option>pullup</option>, wird in der Sektion
2141 <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">Gemischtes progressive und telecine</link>
2142 beschrieben.
2143 </para>
2144 </sect3>
2145
2146 <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-interlaced">
2147 <title>Interlaced</title>
2148 <para>
2149 In den meisten praktischen Fällen ist es nicht möglich, ein komplettes
2150 progressive Video aus interlaced Inhalt zu erhalten. Der einzige Weg,
2151 dies ohne den Verlust der Hälfte der vertikalen Auflösung zu erreichen,
2152 ist das Verdoppeln der Framerate, und man kann versuchen zu
2153 &quot;schätzen&quot;, wie die korrespondierenden Zeilen für jedes Feld
2154 vervollständigt werden sollten (dies hat Nachteile - siehe Methode 3).
2155 </para>
2156
2157 <orderedlist>
2158 <listitem><para>
2159
2160 Das Video in interlaced Form encodieren. Normalerweise richtet interlacing
2161 verheerenden Schaden mit der Fähigkeit des Encoders an, gur zu komprimieren,
2162 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> hat jedoch zwei
2163 eigens für das ein wenig bessere Abspeichern von interlaced Video gedachte
2164 Parameter: <option> ildct</option> und <option>ilme</option>. Auch wenn
2165 die Verwendung von <option>mbd=2</option> dringend zu empfehlen ist
2166 <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[2]</link>, weil es
2167 Macroblöck wie nicht-interlaced an Stellen encodiert, an denen keine Bewegung
2168 stattfindet. Beachte, dass <option>-ofps</option> hier NICHT notwendig ist.
2169
2170 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -lavcopts ildct:ilme:mbd=2</screen>
2171 </para></listitem>
2172 <listitem><para>
2173 Nutze einen deinterlacing-Filter vor dem Encodieren. Es stehen verschiedene
2174 dieser Filter zu Auswahl zur Verfügung, jeder mit seinen eigenen Vor-
2175 und Nachteilen. Ziehe <option>mplayer -pphelp</option> zu Rate, um zu sehen, was
2176 verfügbar ist (suche nach &quot;deint&quot;) und durchsuche die
2177 <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/info.html#mailing_lists">
2178 MPlayer-Mailinglisten</ulink>, um Diskussionen über die zahlreichen Filter
2179 zu finden. Nochmals, die Framerate wechselt nicht, also kein
2180 <option>-ofps</option>. Deinterlacing sollte auch nach dem Zuschneiden
2181 (cropping) <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
2182 und vor dem Skalieren angewandt werden.
2183
2184 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pp=lb -ovc lavc</screen>
2185 </para></listitem>
2186 <listitem><para>
2187 Unglücklicherweise ist diese Option buggy zusammen mit
2188 <application>MEncoder</application>; sie sollte mit
2189 <application>MEncoder G2</application> gut funktionieren, aber den gibts
2190 noch nicht. Du könntest Abstürze erleben. Seis drum, der Zweck von
2191 <option> -vf tfields</option> ist es, einen vollen Frame aus jedem Feld
2192 zu erzeugen, was eine Framerate von 60000/1001 macht. Der Vorteil dieses
2193 Lösungsansatzes ist, dass nie irgendwelche Daten verloren gehen;
2194 dennoch, da jeder Frame aus nur einem Feld kommt, müssen die fehlenden Zeilen
2195 irgendwie interpoliert werden. Es gibt keine sehr guten Methoden, die
2196 fehlenden Daten zu generieren und so wird das Resultat ein bisschen aussehen,
2197 als hätte man einige deinterlacing-Filter verwendet. Die fehlenden Zeilen
2198 zu generieren, erzeugt auch weitere Probleme, einfach weil sich die Menge
2199 an Daten verdoppelt. Somit sind höhere Encodier-Bitraten nötig, um
2200 die Qualität beizubehalten und mehr CPU-Power wird für beides,
2201 Encodieren und Decodieren aufgewendet. Das Attribut tfields hat mehrere
2202 verschiedene Optionen dafür, wie die fehlenden Zeilen jedes Frames erzeugt
2203 werden.
2204 Wenn du diese Methode nutzt, dann nimm Bezug auf das Manual und wähle
2205 welche Option auch immer am besten für dein Material aussieht.
2206 Beachte, dass du wenn <option>tfields</option> verwendet wird,
2207 beides spezifizieren <emphasis role="bold">mußt</emphasis>
2208 <option>-fps</option> und <option>-ofps</option>, um die zweifache
2209 Framerate der originalen Quelle zu haben.
2210
2211 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf tfields=2 -ovc lavc -fps 60000/1001 -ofps 60000/1001</screen>
2212 </para></listitem>
2213 <listitem><para>
2214 Wenn du vor hast, dramatisch runter zu skalieren, kannst du nur einen
2215 der beiden Felder extrahieren und encodieren. Sicherlich, du wirst die
2216 Hälfte der vertikalen Auflösung verlieren, aber wenn du planst bis auf
2217 1/2 des Originals herunter zu skalieren, macht der Verlust so gut wie
2218 gar nichts aus. Das Resultat wird eine progressive Datei mit 30000/1001
2219 Frames pro Sekunde sein. Die Prozedur ist, <option>-vf field</option>
2220 zu verwenden, dann die Ränder abzuschneiden (crop)
2221 <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link> und angemessen
2222 zu skalieren. Vergiss nicht, dass du die Skalierung anpassen mußt, um
2223 das Halbieren der vertikalen Auflösung zu kompensieren.
2224 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf field=0 -ovc lavc</screen>
2225 </para></listitem>
2226 </orderedlist>
2227 </sect3>
2228
2229 <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">
2230 <title>Gemischtes progressive und telecine</title>
2231 <para>
2232 Um progressive und telecine Video komplett in progressive Video
2233 umzuwandeln, müssen die telecined Teile inverse-telecined werden.
2234 Die drei Wege dies zu werreichen, werden unten beschrieben.
2235 Beachte, dass du inverse-telecine <emphasis role="bold">immer</emphasis>
2236 vor der Reskalierung durchführen solltest; es sei denn du weißt wirklich,
2237 was du tust, mach inverse-telecine auch vor dem Entfernen der Ränder
2238 <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>.
2239 <option>-ofps 24000/1001</option> wird hier benötigt, weil das Output-Video
2240 24000/1001 Frames pro Sekunde werden soll.
2241 </para>
2242
2243 <itemizedlist>
2244 <listitem><para>
2245 <option>-vf pullup</option> wurde entworfen, um auf telecined Material
2246 inverse-telecine anzuwenden, während die progressiven Daten unangetastet
2247 bleiben. Um richtig zu zu funktionieren, <emphasis role="bold">muß</emphasis>
2248 <option>pullup</option> vom <option>softskip</option>-Filter gefolgt werden oder
2249 <application>MEncoder</application> wird abstürzen.
2250 <option>pullup</option> ist trotz allem die sauberste und akkurateste
2251 Methode, die zum Encodieren von beidem telecine und
2252 &quot;gemischtem progressive und telecine&quot; zur Verfügung steht.
2253
2254 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pullup,softskip -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
2255 </para>
2256
2257
2258 </listitem>
2259 <listitem><para>
2260 Eine ältere Methode ist, eher noch als inverse-telecine auf die telecined Teile
2261 anzuwenden, telecine auf nicht-telecined Teile und dann auf das
2262 ganze Video inverse-telecine anzuwenden. Hört sich verwirrend an? softpulldown ist
2263 ein Filter, der durch ein Video geht und die komplette Datei telecined macht.
2264 Lassen wir auf softpulldown entweder <option>detc</option> oder <option>ivtc</option>
2265 folgen, wird das Endergebnis vollkommen progressiv. <option>-ofps 24000/1001</option>
2266 wird benötigt.
2267
2268 <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf softpulldown,ivtc=1 -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
2269 </para>
2270 </listitem>
2271
2272 <listitem><para>
2273 Ich habe <option>-vf filmdint</option> selbst verwendet, aber hier ist, was
2274 D Richard Felker III zu erzählen hat:
2275
2276 <blockquote><para>Es ist OK, aber IMO versucht er eher ein deinterlace
2277 als ein inverse telecine zu oft durchzuführen (ganz wie Settop-DVD-Player
2278 &amp; progressive TVs) was ein hässliches Flimmern erzeugt und
2279 andere Artefakte. Wenn du vor hast, es anzuwenden, mußt du zumindest
2280 einige Zeit darauf verwenden, die Optionen zu tunen und zuerst den Output
2281 zu beobachten, damit du auch sicher sein kannst, dass du nichts
2282 vermasselst.</para></blockquote>
2283 </para></listitem>
2284 </itemizedlist>
2285 </sect3>
2286
2287 <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpi">
2288 <title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
2289 <para>
2290 Es gibt zwei Optionen für den Umgang mit dieser Kategorie, jeder von
2291 beiden stellt einen Kompromiss dar. Zu solltest basierend auf
2292 Dauer/Stelle jedes Typs entscheiden.
2293 </para>
2294
2295 <itemizedlist>
2296 <listitem><para>
2297 Behandle es wie progressive. Die interlaced Teile werden interlaced
2298 aussehen und einige der interlaced Felder müssen weggelassen werden,
2299 was zu ein wenig nervöser Unruhe führt. Du kannst einen
2300 Nachbearbeitungsfilter verwenden, wenn du willst, aber dies wird die
2301 progressive-Anteile geringfügig verringern.
2302 </para>
2303
2304 <para>
2305 Diese Option sollte definitiv nicht verwendet werden, wenn du eventuell
2306 Video auf einem interlaced Gerät anzeigen willst (mit einer TV-Karte
2307 zum Beispiel). Wenn du interlaced Frames in einem Video mit 24000/1001
2308 Frames pro Sekunde hast, werden diese zusammen mit den progressive
2309 Frames telecined. Die Hälfte der interlaced &quot;Frames&quot; werdem für die
2310 Dauer von drei Feldern (3/(60000/1001) Sekunden) angezeigt, was
2311 einen flimmernden &quot;Zeitrücksprung&quot;-Effekt zur Folge hat, der
2312 segr schlecht aussieht. Solltest du dies dennoch veruchen,
2313 <emphasis role="bold">musst</emphasis> du einen
2314 deinterlacing-Filter wie <option>lb</option> oder <option>l5</option>
2315 anwenden.
2316 </para>
2317
2318 <para>
2319 Es wäre auch keine gute Idee für eine progressive Anzeige. Es wird
2320 Paare aufeinander folgender interlaced Felder auslassen, was eine
2321 Unstetigkeit zur Folge hat, die eher sichtbar ist, als mit der
2322 zweiten Methode, die einige progressive Frames zweimal anzeigt.
2323 Ein interlaced Video mit 30000/1001 Frames pro Sekunde ist bereits
2324 ein bisschen abgehackt, weil es wirklich mit 60000/1001 Felder pro
2325 Sekunde angezeigt werden sollte, sodass sich die doppelten Frames
2326 nicht zu sehr abzeichnen.
2327 </para>
2328
2329 <para>
2330 Egal welchen Weg du einschlägst, es ist das beste, deinen Inhalt
2331 zu berücksichtigen und wie du ihn anzeigen willst. Ist dein Video
2332 zu 90% progressive und du hast nie vor, es auf einem TV-Bildschirm
2333 anzuzeigen, solltest du einen progressive-Ansatz wählen. Ist es nur
2334 halb-progressive, willst du es eventuell so encodieren, als sei alles
2335 interlaced.
2336 </para>
2337 </listitem>
2338
2339 <listitem><para>
2340 Behandle es als sei es interlaced. Einige Frames des progressive-Anteils
2341 müssen dupliziert werden, was zu nervöser Unruhe führt. Nochmal,
2342 deinterlacing-Filter können die progressive-Anteile leicht verringern.
2343 </para></listitem>
2344
2345 </itemizedlist>
2346 </sect3>
2347
2348 </sect2>
2349
2350 <sect2 id="menc-feat-telecine-footnotes">
2351 <title>Fußnoten</title>
2352 <orderedlist>
2353 <listitem><formalpara>
2354 <title>Über das Zuschneiden (cropping):</title>
2355 <para>
2356 Videodaten auf DVDs werden in einem Format, das YUV 4:2:0 genannt wird,
2357 dort abgelegt. In einem YUV-Video, werden luma (&quot;Helligkeit&quot;)
2358 und chroma (&quot;Farbe&quot;) separat gespeichert. Da das menschliche
2359 Auge ein bisschen weniger empfindlich auf Farbe reagiert als auf Helligkeit,
2360 ist in einem YUV 4:2:0 Bild nur ein chroma-Pixel alle vier luma-Pixel vorhanden.
2361 In einem progressive Bild, besitzt jedes Quadrat von vier luma-Pixeln (zwei
2362 auf jeder Seite) ein gemeinsames chroma-Pixel. Du mußt progressive YUV
2363 4:2:0 zu geradzahligen Auflösungen zurechtschneiden und geradzahlige
2364 Offsets verwenden. Zum Beispiel ist
2365 <option>crop=716:380:2:26</option> OK aber
2366 <option>crop=716:380:3:26 </option> ist nicht.
2367 </para>
2368 </formalpara>
2369
2370 <para>
2371 Wenn du es mit interlaced YUV 4:2:0 zu tun hast, ist die Situation
2372 ein wenig komplizierter. Anstatt dass immer vier luma-Pixel im
2373 <emphasis>frame</emphasis> sich ein chroma-Pixel teilen, teilen sich
2374 immer vier luma-Pixel in jedem <emphasis>Feld</emphasis> ein
2375 chroma-Pixel. Wenn Feld zur Formung des Frames interlaced werden,
2376 ist jede Scanzeile ein Pixel hoch. Jetzt liegen anstatt immer vier
2377 luma-Pixeln in einem Quadrat immer zwei Pixel nebeneinander und die
2378 anderen zwei Pixel liegen zwei Scanzeilen weiter unten nebeneinander.
2379 Die zwei luma-Pixel in der dazwischen liegenden Scanzeile sind vom
2380 anderen Feld und teilen sich somit ein anderes chroma-Pixel mit
2381 zwei luma-Pixeln zwei Scanzeile entfernt. All diese Konfusion macht
2382 ws notwendig, vertikale Ausschneide-Abmessungen und Offsets zu
2383 haben, die ein Vielfaches von Vier sind. Horizontal kann geradzahlig
2384 bleiben.
2385 </para>
2386
2387 <para>
2388 Für telecined Video empfehle ich, das zuschneiden nach dem inverse
2389 telecining stattfinden zu lassen. Ist das Video einmal progressive,
2390 mußt du nur noch mit geraden Zahlen zuschneiden. Wenn du wirklich die
2391 leichte Beschleunigung haben willst, die &quot;zuerst Zuschneiden&quot;
2392 möglicherweise bietet, mußt du vertikal mit einem Vielfachen von Vier
2393 zuschneiden oder der inverse-telecine Filter wird keine korrekten Daten
2394 haben.
2395 </para>
2396
2397 <para>
2398 Für interlaced (nicht telecined) Video mußt du immer
2399 mit einem Vielfachen von Vier zuschneiden, es sei denn du verwendest
2400 <option>-vf field</option> vor dem Schneiden.
2401 </para>
2402 </listitem>
2403
2404 <listitem><formalpara>
2405 <title>Über Encodier-Parameter und Qualität:</title>
2406 <para>
2407 Nur weil ich hier <option>mbd=2</option> vorschlage, heißt das nicht,
2408 dass es woanders benutzt werden soll. Zusammen mit <option>trell</option>
2409 ist <option>mbd=2</option> eine der Optionen von
2410 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, welche die
2411 Qualität am deutlichste heben, und du solltest stets das letzte der beiden
2412 anwenden, außer das Abfallen der Encodiergeschwindigkeit ist abschreckend
2413 hoch (z.B. Realtime Encodierung). Es gibt eine Menge anderer Optionen für
2414 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, die die Encodierqualität
2415 verbessern (und Encodiergeschwindigkeit verringern), dies liegt aber jenseits
2416 des Rahmens dieses Dokuments.
2417 </para>
2418 </formalpara>
2419 </listitem>
2420
2421 <listitem><formalpara>
2422 <title>Über die Performance von pullup:</title>
2423 <para>
2424 <option>Pullup</option> kann sicher (zusammen mit <option>softskip</option>)
2425 auf progressive Video angewandt werden und ist für gewöhnlich eine gute Idee,
2426 es sei denn die Quelle wurde definitiv als vollkommen progressive verifiziert.
2427 Der Performaceverlust ist in den meisten Fällen gering. Bei einer Minialencodierung,
2428 veranlasst <option>pullup</option> <application>MEncoder</application> dazu,
2429 um 50% langsamer zu werden. Das Hinzufügen von Soundverarbeitung und erweiterten
2430 <option>lavcopts</option> Überschattungen, verringert diesen Unterschied
2431 und drückt den Performanceabfall, der mit dem Verwenden von <option>pullup</option>
2432 verbunden war, runter auf 2%.
2433 </para>
2434 </formalpara>
2435 </listitem>
2436
2437 </orderedlist>
2438
2439 </sect2>
2440
2441 </sect1>
2442
2443
2444 <sect1 id="menc-feat-enc-libavcodec">
2445 <title>Encodieren mit der <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
2446 Codec-Familie</title>
2447
2448 <para>
2449 <link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
2450 stellt ein einfaches Encodieren für eine Menge interessanter Video- und Audioformate
2451 zur Verfügung.
2452 Du kannst folgende Codecs encodieren (mehr oder weniger aktuell):
2453 </para>
2454
2455 <sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-video-codecs">
2456 <title>Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
2457
2458 <para>
2459 <informaltable frame="all">
2460 <tgroup cols="2">
2461 <thead>
2462 <row><entry>Name des Videocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
2463 </thead>
2464 <tbody>
2465 <row><entry>mjpeg</entry><entry>
2466 Motion-JPEG
2467 </entry></row>
2468 <row><entry>ljpeg</entry><entry>
2469 Verlustfreies (lossless) JPEG
2470 </entry></row>
2471 <row><entry>h261</entry><entry>
2472 H.261
2473 </entry></row>
2474 <row><entry>h263</entry><entry>
2475 H.263
2476 </entry></row>
2477 <row><entry>h263p</entry><entry>
2478 H.263+
2479 </entry></row>
2480 <row><entry>mpeg4</entry><entry>
2481 ISO Standard MPEG-4 (DivX 5, XviD-kompatibel)
2482 </entry></row>
2483 <row><entry>msmpeg4</entry><entry>
2484 Pre-Standard MPEG-4 Variante von MS, v3 (AKA DivX3)
2485 </entry></row>
2486 <row><entry>msmpeg4v2</entry><entry>
2487 Pre-Standard MPEG-4 von MS, v2 (in alten ASF-Dateien verwendet)
2488 </entry></row>
2489 <row><entry>wmv1</entry><entry>
2490 Windows Media Video, Version 1 (AKA WMV7)
2491 </entry></row>
2492 <row><entry>wmv2</entry><entry>
2493 Windows Media Video, Version 2 (AKA WMV8)
2494 </entry></row>
2495 <row><entry>rv10</entry><entry>
2496 RealVideo 1.0
2497 </entry></row>
2498 <row><entry>rv20</entry><entry>
2499 RealVideo 2.0
2500 </entry></row>
2501 <row><entry>mpeg1video</entry><entry>
2502 MPEG-1 Video
2503 </entry></row>
2504 <row><entry>mpeg2video</entry><entry>
2505 MPEG-2 Video
2506 </entry></row>
2507 <row><entry>huffyuv</entry><entry>
2508 Verlustfreie (lossless) Kompression
2509 </entry></row>
2510 <row><entry>asv1</entry><entry>
2511 ASUS Video v1
2512 </entry></row>
2513 <row><entry>asv2</entry><entry>
2514 ASUS Video v2
2515 </entry></row>
2516 <row><entry>ffv1</entry><entry>
2517 FFmpeg's verlustfreier (lossless) Videocodec
2518 </entry></row>
2519 <row><entry>svq1</entry><entry>
2520 Sorenson Video 1
2521 </entry></row>
2522 <row><entry>flv</entry><entry>
2523 Sorenson H.263, der in Flash Video benutzt wird
2524 </entry></row>
2525 <row><entry>dvvideo</entry><entry>
2526 Sony Digital Video
2527 </entry></row>
2528 <row><entry>snow</entry><entry>
2529 FFmpeg's experimenteller Wavelet-basierter Codec
2530 </entry></row>
2531 </tbody>
2532 </tgroup>
2533 </informaltable>
2534
2535 Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach der Konfiguration
2536 <literal>vcodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
2537 <option>-lavcopts vcodec=msmpeg4</option>
2538 </para>
2539 <informalexample>
2540 <para>
2541 An example with MJPEG compression:
2542 <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=mjpeg -oac copy</screen>
2543 </para>
2544 </informalexample>
2545 </sect2>
2546
2547 <sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-audio-codecs">
2548 <title>Audiocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
2549 <para>
2550 <informaltable frame="all">
2551 <tgroup cols="2">
2552 <thead>
2553 <row><entry>Name des Audiocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
2554 </thead>
2555 <tbody>
2556 <row>
2557 <entry>mp2</entry>
2558 <entry>MPEG Layer 2</entry>
2559 </row>
2560 <row>
2561 <entry>ac3</entry>
2562 <entry>AC3, AKA Dolby Digital</entry>
2563 </row>
2564 <row>
2565 <entry>adpcm_ima_wav</entry>
2566 <entry>IMA adaptive PCM (4 Bits pro Sample, 4:1-Kompression)</entry>
2567 </row>
2568 <row>
2569 <entry>sonic</entry>
2570 <entry>experimental lossy/lossless codec</entry>
2571 </row>
2572 </tbody>
2573 </tgroup>
2574 </informaltable>
2575
2576 Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach der Konfiguration
2577 <literal>acodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
2578 <option>-lavcopts acodec=ac3</option>
2579 </para>
2580
2581 <informalexample>
2582 <para>
2583 Ein Beispiel mit AC3-Kompression:
2584 <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -oac lavc -lavcopts acodec=ac3 -ovc copy</screen>
2585 </para>
2586 </informalexample>
2587
2588 <para>
2589 Im Gegensatz zu den Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
2590 machen dessen Audiocodecs keinen weisen Gebrauch von den Bits, die ihnen übergeben
2591 werden, da es ihnen an einem minimalen psychoakustischen Modell fehlt (falls
2592 überhaupt eins vorhanden ist), wodurch sich die meisten anderen
2593 Codec-Implementierungen auszeichnen.
2594 Beachte jedoch, dass all diese Audiocodecs sehr schnell sind und überall dort
2595 hervorragend arbeiten, wo <application>MEncoder</application> mit
2596 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kompiliert wurde (was
2597 meistens der Fall ist), und nicht von externen Programmbibliotheken abhängen.
2598 </para>
2599 </sect2>
2600
2601
2602 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-lavc-encoding-options">
2603 <title>Encodieroptionen von libavcodec</title>
2604
2605 <para>
2606 Idealerweise möchtest du eventuell in der Lage sein, dem Encoder einfach zu sagen,
2607 er soll in den &quot;hochqualitativen&quot; Modus wechseln und weiter machen.
2608 Das wäre vermutlich nett, aber unglücklicherweise schwer zu implementieren, da
2609 verschiedene Encodieroptionen unterschiedliche Qualitätsresultate hervorbringen,
2610 abhängig vom Quellmaterial.
2611 Das ist weil die Komprimierung von den visuellen Eigenschaften des fraglichen Videos
2612 abhängt.
2613 Zum Beispiel haben Anime und Live-Action sehr unterschiedliche Eigenschaften und
2614 benötigen aus diesm Grund verschiedene Optionen, um optimale Encodierung zu erreichen.
2615 Die gute Neuigkeit ist, dass einige Optionen wie <option>mbd=2</option>,
2616 <option>trell</option> und <option>v4mv</option> nie ausgelassen werden sollten.
2617 Siehe unten nach der detaillierten Beschreibung allgemeiner Encodieroptionen.
2618 </para>
2619
2620
2621 <itemizedlist>
2622 <title>Anzupassende Optionen:</title>
2623 <listitem><para>
2624 <emphasis role="bold">vmax_b_frames</emphasis>: 1 oder 2 ist gut, abhängig vom
2625 Film.
2626 Beachte dass du, falls deine Encodierung von DivX5 decodierbar sein muß, den
2627 gesperrten GOP-Support aktivieren mußt, indem du die
2628 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Option <option>cgop</option>
2629 verwendest, aber du mußt Szenenerkennung deaktivieren, was wiederum keine gute
2630 Idee ist, da es die Ecodierungseffizienz etwas angreift.
2631 </para></listitem>
2632
2633 <listitem><para>
2634 <emphasis role="bold">vb_strategy=1</emphasis>: hilft in Szenen mit viel
2635 Bewegung (high-motion).
2636 Bei manchen Videos wird vmax_b_frames der Qualität schaden, jedoch vmax_b_frames=2
2637 zusammen mit vb_strategy=1 hilft.
2638 </para></listitem>
2639
2640 <listitem><para>
2641 <emphasis role="bold">dia</emphasis>: Bewegungssuchbereich. Größer ist besser
2642 als kleiner.
2643 Negative Werte sind ein komplett anderer Maßstab.
2644 Gute Werte sind -1 für ein schnelles Encodieren oder 2-4 für ein langsames.
2645 </para></listitem>
2646
2647 <listitem><para>
2648 <emphasis role="bold">predia</emphasis>: Bewegungssuche Vorabdurchlauf (pre-pass).
2649 Nicht so wichtig wie dia. Gute Werte sind 1 (Standard) bis 4. erfordert preme=2, um
2650 wirklich was zu nützen.
2651 </para></listitem>
2652
2653 <listitem><para>
2654 <emphasis role="bold">cmp, subcmp, precmp</emphasis>: Vergleichsfunktion zur
2655 Bewegungseinschätzung.
2656 Experimentiere mit Werten von 0 (Standard), 2 (hadamard), 3 (dct) und
2657 6 (Frequenzverzerrung).
2658 0 ist am schnellsten und ausreichend für precmp.
2659 Für cmp und subcmp ist 2 gut bei Anime und 3 ist gut bei Live-Action.
2660 6 kann leicht besser sein oder auch nicht, ist aber langsam.
2661 </para></listitem>
2662
2663 <listitem><para>
2664 <emphasis role="bold">last_pred</emphasis>: Anzahl der Bewegungsvorhersagen, die
2665 vom vorherigen Frame genommen werden sollen.
2666 1-3 oder so hilft bei geringer Geschwindigkeitseinbuße.
2667 Höhere Werte sind langsam bei keinerlei Zusatzgewinn.
2668 </para></listitem>
2669
2670 <listitem><para>
2671 <emphasis role="bold">cbp, mv0</emphasis>: Kontrolliert die Auswahl von Macroblöcken.
2672 Kleine Geschwindigkeitseinbußen bei kleinem Qualitätsgewinn.
2673 </para></listitem>
2674
2675 <listitem><para>
2676 <emphasis role="bold">qprd</emphasis>: adaptive Quantisierung basierend auf die
2677 Komplexität des Macroblock.
2678 Kann hilfreich sein oder schaden, abhängig vom Video und anderen Optionen.
2679 dies kann Artefakte verursachen, es sei denn du setzt vqmax auf einen halbwegs
2680 kleinen Wert (6 ist gut, vielleicht so langsam wie 4); vqmin=1 sollte ebenfalls
2681 helfen.
2682 </para></listitem>
2683
2684 <listitem><para>
2685 <emphasis role="bold">qns</emphasis>: sehr langsam, speziell wenn kombiniert
2686 mit qprd.
2687 Diese Option veranlasst den Encoder, infolge Kompressionsartefakten entstandenes
2688 Rauschen zu minimieren anstatt das encodierte Video strikt der Quelle anzupassen.
2689 Verwende dies nicht, es sei denn du hast bereits alles andere so weit wie möglich
2690 optimiert und die Resultate sind immer noch nicht gut genug.
2691 </para></listitem>
2692
2693 <listitem><para>
2694 <emphasis role="bold">vqcomp</emphasis>: Frequenzkontrolle optimieren.
2695 Welche Werte gut sind hängt vom Film ab.
2696 Du kannst dies sicher so lassen wie es ist, wenn du willst.
2697 Wird vqcomp verringert, werden mehr Bits auf Szenen mit geringer Komlexität
2698 gelegt, wird es erhöht, legt es diese auf Szenen mit hoher Komlexität
2699 (Standard: 0.5, Bereich: 0-1. empfohlener Bereich:
2700 0.5-0.7).
2701 </para></listitem>
2702
2703 <listitem><para>
2704 <emphasis role="bold">vlelim, vcelim</emphasis>: Setzt die Schwelle für die
2705 Eliminierung von einzelnen Koeffizienten bei Helligkeits- und Farbanteilen.
2706 Sie werden in allen MPEG-ähnlichen Algorithmen getrennt encodiert.
2707 Die Idee hinter diesen Optionen ist, einige gute Heuristiken zu verwenden,
2708 um zu bestimmen, wenn ein Wechsel innerhalb eines Blocks kleiner als der
2709 der von dir festgelegte Schwellenwert ist und in solch einem Fall den
2710 Block einfach so zu encodieren als fände &quot;kein Wechsel&quot; statt.
2711 Das spart Bits und beschleunigt womöglich die Encodierunng. vlelim=-4 und vcelim=9
2712 scheinen gut für Live-Filme zu sein, helfen aber scheinbar nicht bei Anime;
2713 beim Encodieren einer Animation, solltest du sie womöglich unverändert lassen.
2714 </para></listitem>
2715
2716 <listitem><para>
2717 <emphasis role="bold">qpel</emphasis>: Bewegungsabschätzung auf ein viertel
2718 Pixel (quarter pel).
2719 MPEG-4 verwendet standardmäßig eine Halbpixel-Genauigkeit für seine Bewegungssuche,
2720 deswegen verfügt diese Option über einen Overhead je mehr Informationen in der
2721 encodierte Datei untergebracht werden.
2722 Der Kompressionsgewinn/-verlust hängt vom Film ab, ist aber un der Regel nicht
2723 sonderlich effektiv bei Anime.
2724 qpel zieht immer eine signifikante Erhöhung der CPU-Decodierzeit nach
2725 sich (+25% in der Praxis).
2726 </para></listitem>
2727
2728 <listitem><para>
2729 <emphasis role="bold">psnr</emphasis>: wirkt sich eigentlich nicht auf
2730 das Encodieren aus, schreibt jedoch eine Log-Datei mit Typ/Größe/Qualität
2731 jedes Frames und gibt am Ende die Summe des PSNR Signal-zu-Rauschabstands
2732 (Peak Signal to Noise Ratio) aus.
2733 </para></listitem>
2734
2735 </itemizedlist>
2736
2737 <itemizedlist>
2738 <title>Optionen mit denen besser nicht herumgespielt werden sollte:</title>
2739 <listitem><para>
2740 <emphasis role="bold">vme</emphasis>: Der Standardwert ist der beste.
2741 </para></listitem>
2742
2743 <listitem><para>
2744 <emphasis role="bold">lumi_mask, dark_mask</emphasis>: Psychovisuell adaptive
2745 Quantisierung.
2746 Du solltest nicht im Traum daran denken, mit diesen Optionen herumzuspielen,
2747 wenn dir Qualität wichtig ist.
2748 Vernünftige Werte mögen in deinem Fall effektiv sein, aber sei gewarnt,
2749 dies ist sehr subjektiv.
2750 </para></listitem>
2751
2752 <listitem><para>
2753 <emphasis role="bold">scplx_mask</emphasis>: Versucht, blockhafte Artefakte
2754 zu verhindern, Nachbearbeitung (postprocessing) ist aber besser.
2755 </para></listitem>
2756 </itemizedlist>
2757 </sect2>
2758
2759 <sect2 id="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings">
2760 <title>Encodiereinstellung Beispiel</title>
2761
2762 <para>
2763 Die folgenden Einstellungen sind Beispiele verschiedener Kombinationen
2764 von Encodieroptionen, welche den Kompromiss Geschwindigkeit gegenüber
2765 Qualität bei gleicher Zielbitrate betrifft.
2766 </para>
2767
2768 <para>
2769 Alle Encodiereinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
2770 mit 720x448 @30000/1001 fps, die Zielbitrate war 900kbps und
2771 der Rechner war ein
2772 AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
2773 Jede Encodiereinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
2774 Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
2775 (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
2776 Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
2777 deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
2778 Resultate erzielen wirst.
2779 </para>
2780
2781 <para>
2782 <informaltable frame="all">
2783 <tgroup cols="4">
2784 <thead>
2785 <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
2786 </thead>
2787 <tbody>
2788 <row>
2789 <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
2790 <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:mv0:trell:v4mv:cbp:last_pred=3:predia=2:dia=2:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:precmp=2:cmp=2:subcmp=2:preme=2:qns=2</option></entry>
2791 <entry>6fps</entry>
2792 <entry>0dB</entry>
2793 </row>
2794 <row>
2795 <entry>Hohe Qualität</entry>
2796 <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:last_pred=2:dia=-1:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:cmp=3:subcmp=3:precmp=0:vqcomp=0.6:turbo</option></entry>
2797 <entry>15fps</entry>
2798 <entry>-0.5dB</entry>
2799 </row>
2800 <row>
2801 <entry>Schnell</entry>
2802 <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:turbo</option></entry>
2803 <entry>42fps</entry>
2804 <entry>-0.74dB</entry>
2805 </row>
2806 <row>
2807 <entry>Echtzeit</entry>
2808 <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:turbo</option></entry>
2809 <entry>54fps</entry>
2810 <entry>-1.21dB</entry>
2811 </row>
2812 </tbody>
2813 </tgroup>
2814 </informaltable>
2815 </para>
2816 </sect2>
2817
2818 <sect2 id="custommatrices"><title>Maßgeschneiderte inter/intra-Matrizen</title>
2819
2820 <para>
2821 Mit diesem Feature von
2822 <link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
2823 bist du in der Lage, eigene inter- (I-Frames/Keyframes) und intra-Matrizen
2824 (P-Frames/predicted Frames) zu setzen. Es wird von vielen Codecs unterstützt:
2825 <systemitem>mpeg1video</systemitem> und <systemitem>mpeg2video</systemitem>
2826 soll damit gehen, so wurde berichtet.
2827 </para>
2828
2829 <para>
2830 Eine typische Anwendung dieses Features ist, die von den
2831 <ulink url="http://www.kvcd.net/">KVCD</ulink>-Specifikationen
2832 bevorzugten Matrizen zu setzen.
2833 </para>
2834
2835 <para>
2836 Die <emphasis role="bold">KVCD &quot;Nuten&quot; (Notch) Quantisierungsmatrix:</emphasis>
2837 </para>
2838
2839 <para>
2840 Intra:
2841 <screen>
2842 8 9 12 22 26 27 29 34
2843 9 10 14 26 27 29 34 37
2844 12 14 18 27 29 34 37 38
2845 22 26 27 31 36 37 38 40
2846 26 27 29 36 39 38 40 48
2847 27 29 34 37 38 40 48 58
2848 29 34 37 38 40 48 58 69
2849 34 37 38 40 48 58 69 79
2850 </screen>
2851
2852 Inter:
2853 <screen>
2854 16 18 20 22 24 26 28 30
2855 18 20 22 24 26 28 30 32
2856 20 22 24 26 28 30 32 34
2857 22 24 26 30 32 32 34 36
2858 24 26 28 32 34 34 36 38
2859 26 28 30 32 34 36 38 40
2860 28 30 32 34 36 38 42 42
2861 30 32 34 36 38 40 42 44
2862 </screen>
2863 </para>
2864
2865 <para>
2866 Anwendung:
2867 <screen>
2868 $ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -o <replaceable>output.avi</replaceable> -oac copy -ovc lavc -lavcopts inter_matrix=...:intra_matrix=...
2869 </screen>
2870 </para>
2871
2872 <para>
2873 <screen>
2874 $ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -ovc lavc -lavcopts
2875 vcodec=mpeg2video:intra_matrix=8,9,12,22,26,27,29,34,9,10,14,26,27,29,34,37,
2876 12,14,18,27,29,34,37,38,22,26,27,31,36,37,38,40,26,27,29,36,39,38,40,48,27,
2877 29,34,37,38,40,48,58,29,34,37,38,40,48,58,69,34,37,38,40,48,58,69,79
2878 :inter_matrix=16,18,20,22,24,26,28,30,18,20,22,24,26,28,30,32,20,22,24,26,
2879 28,30,32,34,22,24,26,30,32,32,34,36,24,26,28,32,34,34,36,38,26,28,30,32,34,
2880 36,38,40,28,30,32,34,36,38,42,42,30,32,34,36,38,40,42,44 -oac copy -o svcd.mpg
2881 </screen>
2882 </para>
2883 </sect2>
2884
2885
2886 <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-example">
2887 <title>Beispiel</title>
2888
2889 <para>
2890 Jetzt hast du gerade eben deine brandneue Kopie von Harry Potter und die
2891 Kammer des Schreckens gekauft (Breitbildedition, aber sicher) und du
2892 willst diese DVD so rippen, dass du sie in deinem Home Theatre PC einfügen
2893 kannst. Dies ist eine Region-1-DVD, also ist sie NTSC. Das unten stehende
2894 Beispiel wird auch auf PAL zutreffen, nur dass du
2895 <option>-ofps 24000/1001</option> weglässt (weil die Outputframerate die
2896 gleiche ist wie die Inputframerate), und logischerweise werden die
2897 Ausschnittsabmessungen anders sein.
2898 </para>
2899
2900 <para>
2901 Nach dem Start von <option>mplayer dvd://1</option>, verfolgen wir den
2902 detailliert in der Sektion <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine
2903 und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link> beschriebenen Prozess und
2904 entdecken, dass es progressive Video mit 24000/1001 fps ist, was bedeutet, dass
2905 wir keinen umgekehrten telecine-Filter wie <option>pullup</option> oder
2906 <option>filmdint</option> anwenden müssen.
2907 </para>
2908
2909 <para>
2910 Als Nächstes wollen wir das passende Ausschnittsrechteck bestimmen, also
2911 verwenden wir der crop-Erkennungsfilter:
2912
2913 <screen>mplayer dvd://1 -vf cropdetect</screen>
2914
2915 Stelle sicher, dass du einen voll gefüllten Frame anstrebst (wie zum
2916 Beispiel eine helle Szene), und dass du diese Ausgabe in
2917 <application>MPlayer</application>'s Console siehst:
2918
2919 <screen>crop area: X: 0..719 Y: 57..419 (-vf crop=720:362:0:58)</screen>
2920
2921 Wir spielen den Film dann mit diesem Filter ab, um seine Korrektheit zu testen:
2922
2923 <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:362:0:58</screen>
2924
2925 Und wir sehen, dass er einfach perfekt aussieht. Als Nächstes vergewissern wir
2926 uns, dass Breite und Höhe ein Vielfaches von 16 sind. Die Breite ist gut,
2927 aber die Höhe ist es nicht. da wir in der 7-ten Klasse Mathe nicht gefehlt
2928 haben, wissen wir, dass das am nähesten liegende Vielfache von 16 kleiner
2929 als 362 der Wert 352 ist (Taschenrechner ist erlaubt).
2930 </para>
2931
2932 <para>
2933 Wir könnten einfach <option>crop=720:352:0:58</option> verwenden, aber es wäre
2934 nett, ein bisschen von oben und ein bisschen von unten wegzunehmen, sodass
2935 wir zentriert bleiben. Wir haben die Höhe um 10 Pixel schrumpen lassen, aber
2936 wir wollen das y-Offset nicht um 5 Pixel erhöhen, da dies eine ungerade Zahl
2937 ist und die Qualität nachteilig beeinflussen würde. Statt dessen werden wir
2938 das y-Offset um 4 Pixel erhöhen:
2939
2940 <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:352:0:62</screen>
2941
2942 Ein anderer Grund, Pixel von beidem - oben und unten - abzuschnipseln ist,
2943 dass wir sicher gehen wollen, jegliches halbschwarze Pixel eliminiert zu
2944 haben, falls welche existieren. Beachte, falls das Video telecined
2945 ist, stelle sicher, dass der <option>pullup</option>-Filter (oder für
2946 welchen umgekehrten telecine-Filter auch immer du dich entschieden hast)
2947 in der Filterkette auftaucht bevor du zuschneidest. Ist es interlaced,
2948 deinterlace es vor dem Zuschneiden.
2949 (Wenn du wählst, interlaced Video beizubehalten, dann vergewissere dich, dass
2950 das vertikale crop-Offset ein Vielfaches von 4 ist.)
2951 </para>
2952
2953 <para>
2954 Wenn du wirklich besorgt um den Verlust dieser 10 Pixel bist, ziehst du
2955 statt dessen etwa das Herunterskalieren der Abmessungen auf das am nächsten
2956 liegende Vielfache von 16 vor.
2957 Die Filterkette würde dann etwa so aussehen:
2958
2959 <screen>-vf crop=720:362:0:58,scale=720:352</screen>
2960
2961 Das Video auf diese Art herunter zu skalieren wird bedeuten, dass eine
2962 kleine Menge Details verloren geht, obwohl es vermutlich nicht wahrnehmbar
2963 sein wird. Hoch zu skalieren führt zu niedrigerer Qualität (es sei denn
2964 du erhöhst die Bitrate). Ausschneiden sondert sämtlich dieser Pixel
2965 aus. Es ist ein Kompromiss, den du unter allen Umständen
2966 in Betracht ziehen solltest. Zum Beispiel, wenn das DVD-Video für das Fernsehen
2967 hergestellt wurde, solltest du vertikales Skalieren vermeiden, da das
2968 Zeilensampling mit der Art und Weise korrespondiert, für die der Inhalt
2969 ursprünglich aufgenommen wurde.
2970 </para>
2971
2972 <para>
2973 Bei der Überprüfung sehen wir, dass unser Film ordentlich Action enthält
2974 und sehr viele Details, also nehmen wir 2400Kbit für unsere Bitrate.
2975 </para>
2976
2977 <para>
2978 Wir sind nun bereit, die 2-pass Encodierung durchzuführen. Erster Durchgang:
2979
2980 <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
2981 -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=1 \
2982 -o Harry_Potter_2.avi</screen>
2983
2984 Und der zweite durchgang ist der selbe, außer dass wir <option>vpass=2</option>
2985 festlegen:
2986
2987 <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
2988 -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=2 \
2989 -o Harry_Potter_2.avi</screen>
2990 </para>
2991
2992 <para>
2993 Die Optionen <option>v4mv:mbd=2:trell</option> werden die Qualität
2994 außerordentlich erhöhen, auf Kosten der Encodierdauer. Es gibt
2995 einen kleinen Grund, diese Optionen auszulassen, wenn das Primärziel
2996 die Qualität ist. Die Optionen
2997 <option>cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3</option> wählen eine Vergleichsfunktion,
2998 die eine höhere Qualität liefert als die Standardeinstellungen.
2999 Du darfst mit diesem Parameter rumexperimentieren (ziehe die Man Page
3000 zu möglichen Werten zu Rate) da verschiedene Funktionen abhängig vom
3001 Quellmaterial einen starken Einfluss auf die Qualität haben. Zum Beispiel
3002 meinst, dass <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zu
3003 viele blockhaft Artefakte produziert, könntest du ja das experimentellen
3004 NSSE als Vergleichsfunktion via <option>*cmp=10</option> wählen.
3005 </para>
3006
3007 <para>
3008 Für diesen Film wird das resultierende AVI 138 Minuten lang und nahezu
3009 3GB groß sein. Und weil du erzählt hast, dass eine große Datei nichts
3010 ausmacht, ist dies eine perfekt akzeptierbare Größe. wolltest du sie aber
3011 kleiner haben, könntest du eine niedrigere Bitrate hernehmen. erhöhte
3012 Bitraten haben vermindernde Rückgaben, während wir also deutlich eine
3013 Verbesserung von 1800Kbit nach 2000Kbit sehen, ist es oberhalb 2000Kbit
3014 nicht so auffällig. Fühl dich frei solange herum zu experimentieren bis
3015 du glücklich bist.
3016 </para>
3017
3018 <para>
3019 Weil wir das Quellvideo durch einen Denoise-Filter geschickt haben,
3020 könntest du einige davon während des Playbacks wieder hinzufügen wollen.
3021 dies zusammen mit dem Nachbearbeitungsfilter <option>spp</option>,
3022 verbessert die Wahrnehmung der Qualität drastisch und hilft dabei,
3023 blockhafte Artefakte aus dem Video zu eliminieren.
3024 Mit <application>MPlayer</application>'s Option <option>autoq</option>
3025 kannst du den Nachbearbeitungsaufwand des spp-Filters abhängig von der
3026 verfügbaren CPU variieren. An dieser Stelle kannst du auch Gamma- und/oder
3027 Farbkorrektur zur besten Anpassung an dein Display verwenden, wenn du willst.
3028 Zum Beispiel:
3029
3030 <screen>mplayer Harry_Potter_2.avi -vf spp,noise=9ah:5ah,eq2=1.2 -autoq 3</screen>
3031
3032 </para>
3033 </sect2>
3034 </sect1>
3035
3036
3037 <sect1 id="menc-feat-xvid">
3038 <title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Codec</title>
3039 <para>
3040 <systemitem class="library">XviD</systemitem> ist eine freie
3041 Programmbibliothek zum Encodieren von MPEG-4 ASP-Videostreams.
3042 Bevor du mit dem Encodieren beginnst, mußt du <link linkend="xvid">
3043 <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
3044 </para>
3045 <para>
3046 Dieses Handbuch beabsichtigt, sich vorwiegend durch die selbe Art von
3047 Informationen auszuzeichnen wie x264's Encodier-Handbuch.
3048 Deshalb beginne damit,
3049 <link linkend="menc-feat-x264-encoding-options-intro">den ersten Teil</link>
3050 dieses Handbuchs zu lesen.
3051 </para>
3052
3053
3054 <sect2 id="menc-feat-xvid-intro">
3055 <title>Welche Optionen sollte ich verwenden, um die besten Resultate zu erzielen?</title>
3056
3057 <para>
3058 Bitte beginne mit der Durchsicht der
3059 <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Sektion von
3060 <application>MPlayer</application>'s Man Page.
3061 Diese Sektion ist als Anhang zur Man Page vorsehen.
3062 </para>
3063 <para>
3064 Die Standard-Einstellungen von XviD sind bereits ein guter Kompromiss zwischen
3065 Geschwindigkeit und Qalität, deshalb kannst du ruhig bei ihnen
3066 bleiben, wenn nachfolgende Sektion dich allzusehr ins Grübeln bringt.
3067 </para>
3068 </sect2>
3069
3070 <sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-options">
3071 <title>Encodieroptionen von <systemitem class="library">XviD</systemitem></title>
3072
3073 <itemizedlist>
3074 <listitem><para>
3075 <emphasis role="bold">vhq</emphasis>
3076 Diese Einstellung betreffen den Entscheidungsalgorithmus für
3077 Macroblöcke, wobei gilt, je höher die Einstellung desto weiser die
3078 Entscheidung.
3079 Die Standard-Einstellung kannfür jede Encodierung sicher verwendet
3080 werden, während höhere Einstellungen immer PSNR behilflich sind, jedoch
3081 signifikant langsamer sind.
3082 Nimm bitte zur Kenntnis, dass ein besserer PSNR nicht notwedigerweise
3083 bedeutet, dass das Bild besser aussehen wird, aber er erzählt dir, dass
3084 du näher am Original bist.
3085 Wird er abschalten, beschleunigt sich die Encodierung spürbar; wenn
3086 Geschwindigkeit ein Kriterium für dich ist, kann dieser Kompromiss es wert sein.
3087 </para></listitem>
3088
3089 <listitem><para>
3090 <emphasis role="bold">bvhq</emphasis>
3091 Dies erledigt die selbe Arbeit wie vhq, macht dies jedoch bei B-Frames.
3092 Es hat einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, und
3093 verbessert geringfügig die Qualität (um etwa +0.1dB PSNR).
3094 </para></listitem>
3095
3096 <listitem><para>
3097 <emphasis role="bold">max_bframes</emphasis>
3098 Eine höhere Anzahl von erlaubten hintereinander folgenden B-frames verbessert
3099 gewöhnlich die Komprimierbarkeit, obwohl dies auch zu mehr Blockartefakten
3100 führt.
3101 Die Standard-Einstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit
3102 und Qualität, aber wenn du Bitrate-hungrig bist kannst du sie bis auf 3
3103 hochschrauben.
3104 Du kannst sie auch auf 1 oder 0 verringern, wenn du auf perfekte Qualität
3105 abzielst, wenngleich du in diesem Fall sicherstellen solltest, dass deine
3106 Zielbitrate hochgenug ist, um zu gewährleisten, dass der Encoder nicht
3107 die Quantisierer höher setzen muß, um den Wert zu erreichen.
3108 </para></listitem>
3109
3110 <listitem><para>
3111 <emphasis role="bold">bf_threshold</emphasis>
3112 Dies kontrolliert die B-Frame-Empfindlichkeit des Encoders, wobei ein
3113 höherer Wert dazu führt, dass mehr B-frames angewendet werden (und
3114 umgekehrt).
3115 Diese Einstellung muß zusammen mit <option>max_bframes</option>
3116 verwendet werden; bist du Bitrate-hungrig, solltest du beides erhöhen
3117 <option>max_bframes</option> und <option>bf_threshold</option>,
3118 während du <option>max_bframes</option> erhöhen und
3119 <option>bf_threshold</option> verringern kannst, sodass der Encoder
3120 B-frames nur an Stellen anwendet, die diese auch
3121 <emphasis role="bold">wirklich</emphasis> brauchen.
3122 Eine niedrigere Zahl an <option>max_bframes</option> und ein höherer Wert
3123 bei <option>bf_threshold</option> ist möglicherweise keine weise Wahl,
3124 da dies den Encoder zwingt, B-frames in stellen zu setzen, die nicht
3125 davon profitieren würden und daher die visuelle Qualität reduzieren.
3126 Wie auch immer, wenn du mit Standalone-Playern kompatibel bleiben mußt,
3127 die nur alte DivX-Profile unterstützen (der wiederum höchstens einen
3128 aufeinander folgenden B-frame unterstützt), wäre dies dein einziger Weg,
3129 die Komprimierbarkeit mittels B-frames zu verbessern.
3130 </para></listitem>
3131
3132 <listitem><para>
3133 <emphasis role="bold">trellis</emphasis>
3134 Optimiert den Quantisierungsprozess um einen optimalen Kompromiss
3135 zwischen PSNR und Bitrate zu erhalten, was signifikant Bit-sparend
3136 wirkt.
3137 Diese Bits können woanders im Video wieder aufgewendet werden,
3138 und verbessern die visuelle Gesamtqualität.
3139 Du solltest es immer eingeschaltet lassen, da sein Einfluss auf
3140 die Qualität gewaltig ist.
3141 Gerade wenn du Geschwindigkeit haben willst, darfst du es nicht
3142 deaktivieren, solange du nicht <option>vhq</option>
3143 und alle anderen CPU-hungrigeren Optionen auf
3144 ein Minimum heruntergesetzt hast.
3145 </para></listitem>
3146
3147 <listitem><para>
3148 <emphasis role="bold">hq_ac</emphasis>
3149 Aktiviert die Vorhersagemethode für einen besseren Koeffizientenaufwand, was
3150 die dateigröße leicht um etwa 0.15 bis 0.19% reduziert (was mit einer
3151 PSNR-Erhöhung um weniger als 0.01dB einhergeht), während es eine
3152 vernachlässigbar kleine Einwirkung auf die Geschwindigkeit hat.
3153 Es empfiehlt sich deshalb, dies immer eingeschaltet zu lassen.
3154 </para></listitem>
3155
3156 <listitem><para>
3157 <emphasis role="bold">cartoon</emphasis>
3158 Entworfen, um Kartoon-Inhalt besser zu encodieren, und hat keine Auswirkung
3159 auf die Geschwindigkeit, da es lediglich die Heuristiken zur Bestimmung des
3160 Modus für diese Art Inhalt abstimmt.
3161 </para></listitem>
3162
3163 <listitem><para>
3164 <emphasis role="bold">me_quality</emphasis>
3165 Diese Einstellung ist da, um die Präzision der Bewegungseinschätzung zu
3166 kontrollieren.
3167 Je höher <option>me_quality</option>, desto präziser wird die Schätzung
3168 der Originabewegung sein, und desto besser wird der resultierende Ausschnitt
3169 die Originabewegung einfangen.
3170 </para>
3171 <para>
3172 Die Standard-Einstellung ist in jedem Fall die beste;
3173 folglich ist es nicht empfehlenswert, sie herunter zu drehen,
3174 es sei denn du hast es wirklich auf Geschwindigkeit abgesehen,
3175 da alle durch eine gute Bewegungseinschätzung gesparten Bits
3176 woanders vergebracht würden, was die Gesamtqualität verbessern
3177 würde.
3178 Geh deshalb nie unter 5 und selbst wenn es der letzte Ausweg
3179 sein sollte.
3180 </para></listitem>
3181
3182 <listitem><para>
3183 <emphasis role="bold">chroma_me</emphasis>
3184 Verbessert die Bewegungseinschätzung dadurch, dass auch die
3185 chroma-(Farb)-Informationen einbezogen werden, wobei
3186 <option>me_quality</option> alleine nur luma (Graustufen)
3187 verwendet.
3188 Dies verlangsamt die Encodierung um 5-10%, verbessert aber die
3189 visuelle Qualität durch Reduzieren von Blockeffekten ein wenig
3190 und reduziert die Dateigröße um rund 1.3%.
3191 Wenn du Geschwindigkeit haben willst, solltest du diese Option
3192 deaktivieren bevor du anfängst zu überlegen,
3193 <option>me_quality</option> zu reduzieren.
3194 </para></listitem>
3195
3196 <listitem><para>
3197 <emphasis role="bold">chroma_opt</emphasis>
3198 Ist dafür vorgesehen, die chroma-Bildqualität rund um reine
3199 weiße/schwarze Kanten zu verbessern, eher moch als die
3200 Kompression zu verbessern.
3201 Dies kann dabei helfen, den &quot;Rote Stufen&quot;-Effekt zu reduzieren.
3202 </para></listitem>
3203
3204 <listitem><para>
3205 <emphasis role="bold">lumi_mask</emphasis>
3206 Versucht, weniger Bitrate auf den Teil eines Bildes zu übergeben,
3207 der vom menschlichen Auge nicht gut zu sehen ist, was dem Encoder
3208 erlaunem sollte, die eingesparten Bits auf wichtigere Teile des
3209 Bildes anzuwenden.
3210 Die durch diese Option gewonnene Encodierungsqualität hängt in
3211 hohem Maße von persönlichen Vorlieben und von Monitortyp und
3212 dessen Einstellungen ab (typischerweise wird es nicht gut aussehen,
3213 wenn er hell oder ein TFT-Monitor ist).
3214 </para></listitem>
3215
3216 <listitem><para>
3217 <emphasis role="bold">qpel</emphasis>
3218 Hebt die Anzahl Kandidaten der Bewegungsvektoren durch
3219 Erhöhung der Präzision der Bewegungsabschätzung von einem
3220 halben Pixel (halfpel) auf ein viertel Pixel
3221 (quarterpel) an.
3222 Die Idee dahinter ist, bessere Bewegungsvectoren zu finden,
3223 was wiederum die Bitrate reduziert (deshalb wird die Qualität
3224 verbessert).
3225 Bewegungsvektoren mit viertel Pixel Präzision brauchen ein
3226 paar Extrabits zum codieren, aber die Bewegungsvektoren ergeben
3227 nicht immer ein (viel) besseres Resultat.
3228 Sehr oft verbraucht der Codec dennoch Bits für die Extrapräzision,
3229 jedoch wird im Gegenzug eine geringe oder keine Extraqualität
3230 gewonnen.
3231 Unglücklicherweise gibt es keinen Weg den möglichen Gewinn von
3232 <option>qpel</option> vorzuaussagen, also mußt du eigentlich
3233 mit und ohne encodieren, um sicher zu gehen.
3234 </para><para>
3235 <option>qpel</option> kann fast die doppelte Encodierzeit in
3236 Anspruch nehmen und erfordert so gut wie 25% mehr
3237 Verarbeitungsleistung fürs Decodieren.
3238 es wird nicht von allen Standalone-Playern unterstützt.
3239 </para></listitem>
3240
3241 <listitem><para>
3242 <emphasis role="bold">gmc</emphasis>
3243 Versucht, Bits beim Schwenken von Szenen einzusparen, indem es einen
3244 einzelnen Bewegungsvektor für den gesamten Frame verwendet.
3245 Dies erhöht fast immer den PSNR, verlangsamt aber signifikant
3246 die Encodierung (genauso wie die Decodierung).
3247 Deshalb solltest du es nur nutzen, wenn du <option>vhq</option>
3248 auf das Maximum gestellt hast.
3249 <systemitem class="library">XviD</systemitem>'s GMC ist höher
3250 entwickelt als das von DivX, wird aber nur von ein paar
3251 Standalone-Playern unterstützt.
3252 </para></listitem>
3253
3254 </itemizedlist>
3255 </sect2>
3256
3257 <sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-profiles">
3258 <title>Encodierung Profile</title>
3259 <para>
3260 XviD unterstützt Encodierungsprofile über die <option>profile</option>-Option,
3261 die dazu verwendet werden, den Eigenschaften des XviD-Videostreams
3262 Restriktionen so aufzuerlegen, dass es überall dort abgespielt werden kann,
3263 wo das gewählte Profil unterstützt wird.
3264 Die Restriktionen beziehen sich azf Auflösungen, Bitrates und
3265 bestimmte MPEG-4-Features.
3266 Die folgende Tabelle zeigt, was jedes Profil unterstützt.
3267 </para>
3268 <informaltable>
3269 <tgroup cols="16" align="center">
3270 <colspec colnum="1" colname="col1"/>
3271 <colspec colnum="2" colname="col2"/>
3272 <colspec colnum="3" colname="col3"/>
3273 <colspec colnum="4" colname="col4"/>
3274 <colspec colnum="5" colname="col5"/>
3275 <colspec colnum="6" colname="col6"/>
3276 <colspec colnum="7" colname="col7"/>
3277 <colspec colnum="8" colname="col8"/>
3278 <colspec colnum="9" colname="col9"/>
3279 <colspec colnum="10" colname="col10"/>
3280 <colspec colnum="11" colname="col11"/>
3281 <colspec colnum="12" colname="col12"/>
3282 <colspec colnum="13" colname="col13"/>
3283 <colspec colnum="14" colname="col14"/>
3284 <colspec colnum="15" colname="col15"/>
3285 <colspec colnum="16" colname="col16"/>
3286 <colspec colnum="17" colname="col17"/>
3287 <spanspec spanname="spa2-5" namest="col2" nameend="col5"/>
3288 <spanspec spanname="spa6-11" namest="col6" nameend="col11"/>
3289 <spanspec spanname="spa12-17" namest="col12" nameend="col17"/>
3290 <tbody>
3291 <row>
3292 <entry></entry>
3293 <entry spanname="spa2-5">Einfach</entry>
3294 <entry spanname="spa6-11">Einfach erweitert Simple</entry>
3295 <entry spanname="spa12-17">DivX</entry>
3296 </row>
3297 <row>
3298 <entry>Profilname</entry>
3299 <entry>0</entry>
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3301 <entry>2</entry>
3302 <entry>3</entry>
3303 <entry>0</entry>
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3305 <entry>2</entry>
3306 <entry>3</entry>
3307 <entry>4</entry>
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3309 <entry>Handheld</entry>
3310 <entry>Portable NTSC</entry>
3311 <entry>Portable PAL</entry>
3312 <entry>Home Theater NTSC</entry>
3313 <entry>Home Theater PAL</entry>
3314 <entry>HDTV</entry>
3315 </row>
3316 <row>
3317 <entry>Breite [Pixel]</entry>
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3319 <entry>176</entry>
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3321 <entry>352</entry>
3322 <entry>176</entry>
3323 <entry>176</entry>
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3326 <entry>352</entry>
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3332 <entry>720</entry>
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3334 </row>
3335 <row>
3336 <entry>Höhe [Pixel]</entry>
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3338 <entry>144</entry>
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3342 <entry>144</entry>
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3346 <entry>576</entry>
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3354 <row>
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3369 <entry>30</entry>
3370 <entry>25</entry>
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3372 </row>
3373 <row>
3374 <entry>Max. mittlere Bitrate [kbps]</entry>
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3376 <entry>64</entry>
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3389 <entry>4854</entry>
3390 <entry>9708.4</entry>
3391 </row>
3392 <row>
3393 <entry>Höchstwert mittlere Bitrate über 3 Sek. [kbps]</entry>
3394 <entry></entry>
3395 <entry></entry>
3396 <entry></entry>
3397 <entry></entry>
3398 <entry></entry>
3399 <entry></entry>
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3401 <entry></entry>
3402 <entry></entry>
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3407 <entry>8000</entry>
3408 <entry>8000</entry>
3409 <entry>16000</entry>
3410 </row>
3411 <row>
3412 <entry>Max. B-Frames</entry>
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3427 <entry>1</entry>
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3429 </row>
3430 <row>
3431 <entry>MPEG-Quantisierung</entry>
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3433 <entry></entry>
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3439 <entry>X</entry>
3440 <entry>X</entry>
3441 <entry>X</entry>
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3443 <entry></entry>
3444 <entry></entry>
3445 <entry></entry>
3446 <entry></entry>
3447 <entry></entry>
3448 </row>
3449 <row>
3450 <entry>Adaptive Quantisierung</entry>
3451 <entry></entry>
3452 <entry></entry>
3453 <entry></entry>
3454 <entry></entry>
3455 <entry>X</entry>
3456 <entry>X</entry>
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3458 <entry>X</entry>
3459 <entry>X</entry>
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3461 <entry>X</entry>
3462 <entry>X</entry>
3463 <entry>X</entry>
3464 <entry>X</entry>
3465 <entry>X</entry>
3466 <entry>X</entry>
3467 </row>
3468 <row>
3469 <entry>Interlaced Encodierung</entry>
3470 <entry></entry>
3471 <entry></entry>
3472 <entry></entry>
3473 <entry></entry>
3474 <entry>X</entry>
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3476 <entry>X</entry>
3477 <entry>X</entry>
3478 <entry>X</entry>
3479 <entry>X</entry>
3480 <entry></entry>
3481 <entry></entry>
3482 <entry></entry>
3483 <entry>X</entry>
3484 <entry>X</entry>
3485 <entry>X</entry>
3486 </row>
3487 <row>
3488 <entry>Viertelpixel</entry>
3489 <entry></entry>
3490 <entry></entry>
3491 <entry></entry>
3492 <entry></entry>
3493 <entry>X</entry>
3494 <entry>X</entry>
3495 <entry>X</entry>
3496 <entry>X</entry>
3497 <entry>X</entry>
3498 <entry>X</entry>
3499 <entry></entry>
3500 <entry></entry>
3501 <entry></entry>
3502 <entry></entry>
3503 <entry></entry>
3504 <entry></entry>
3505 </row>
3506 <row>
3507 <entry>Globale Bewegungskompensierung</entry>
3508 <entry></entry>
3509 <entry></entry>
3510 <entry></entry>
3511 <entry></entry>
3512 <entry>X</entry>
3513 <entry>X</entry>
3514 <entry>X</entry>
3515 <entry>X</entry>
3516 <entry>X</entry>
3517 <entry>X</entry>
3518 <entry></entry>
3519 <entry></entry>
3520 <entry></entry>
3521 <entry></entry>
3522 <entry></entry>
3523 <entry></entry>
3524 </row>
3525 </tbody>
3526 </tgroup>
3527 </informaltable>
3528 </sect2>
3529
3530 <sect2 id="menc-feat-xvid-example-settings">
3531 <title>Encodierungseinstellungen Beispiele</title>
3532
3533 <para>
3534 Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
3535 Kombinationen von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss
3536 zwischen Geschwindigkeit gegenüber Qualität bei gleicher
3537 Zielbitrate betreffen.
3538 </para>
3539
3540 <para>
3541 Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
3542 mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
3543 und der Rechner war ein
3544 AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
3545 Jede Encodierungseinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
3546 Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
3547 (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
3548 Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
3549 deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
3550 Resultate erzielen wirst.
3551 </para>
3552
3553 <para>
3554 <informaltable frame="all">
3555 <tgroup cols="4">
3556 <thead>
3557 <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
3558 </thead>
3559 <tbody>
3560 <row>
3561 <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
3562 <entry><option>chroma_opt:vhq=4:bvhq=1:quant_type=mpeg</option></entry>
3563 <entry>16fps</entry>
3564 <entry>0dB</entry>
3565 </row>
3566 <row>
3567 <entry>Hohe Qualität</entry>
3568 <entry><option>vhq=2:bvhq=1:chroma_opt:quant_type=mpeg</option></entry>
3569 <entry>18fps</entry>
3570 <entry>-0.1dB</entry>
3571 </row>
3572 <row>
3573 <entry>Schnell</entry>
3574 <entry><option>turbo:vhq=0</option></entry>
3575 <entry>28fps</entry>
3576 <entry>-0.69dB</entry>
3577 </row>
3578 <row>
3579 <entry>Echtzeit</entry>
3580 <entry><option>turbo:nochroma_me:notrellis:max_bframes=0:vhq=0</option></entry>
3581 <entry>38fps</entry>
3582 <entry>-1.48dB</entry>
3583 </row>
3584 </tbody>
3585 </tgroup>
3586 </informaltable>
3587 </para>
3588 </sect2>
3589
3590 </sect1>
3591
3592 <sect1 id="menc-feat-x264">
3593 <title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">x264</systemitem>-Codec</title>
3594 <para>
3595 <systemitem class="library">x264</systemitem> ist eine freie
3596 Programmbibliothek zum Encodieren von H.264/AVC-Videostreams.
3597 Bevor du mit dem Encodieren beginnst, mußt du <link linkend="xvid">
3598 <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
3599 </para>
3600
3601 <sect2 id="menc-feat-x264-encoding-options">
3602 <title>Encodieroptionen von x264</title>
3603
3604 <para>
3605 Bitte beginne mit der Durchsicht der
3606 <systemitem class="library">x264</systemitem>-Sektion von
3607 <application>MPlayer</application>'s Man Page.
3608 Diese Sektion ist als Anhang zur Man Page vorsehen.
3609 Hier wirst du Schnellhinweise dazu finden, welche Optionen am
3610 wahrscheinlichsten die meisten Leute interessieren. Die Man Page
3611 ist knapper gehalten, aber auch vollständiger, und zeigt oft
3612 viel bessere technische Details.
3613 </para>
3614
3615 <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-intro">
3616 <title>Einführung</title>
3617 <para>Dieses Handbuch berücksichtigt zwei Hauptkategorien der Encodieroptionen:</para>
3618
3619 <orderedlist>
3620 <listitem><para>Optionen, die hauptsächlich Encodierdauer gegenüber Qualität
3621 abwägen
3622 </para></listitem>
3623 <listitem><para>Optionen, die zur Erfüllung zahlreicher persönlicher
3624 Vorlieben und spezieller Anforderungen nützlich sind</para></listitem>
3625 </orderedlist>
3626
3627 <para>
3628 Letztendlich kannst nur du entscheiden, welche Optionen für deine
3629 Zwecke am besten geeignet sind. Die Entscheidung für die erste
3630 Klasse der Optionen ist die einfachste:
3631 du mußt nur entscheiden, ob du denkst, dass Qualitätsunterschiede
3632 Geschwindigkeitsunterschiede rechtfertigen. Für die zweite Klasse
3633 der Optionen sind die Vorzüge weitaus subjektiver, und mehr Faktoren
3634 können involviert sein. Beachte, dass manche der Optionen für
3635 &quot;persönliche Vorlieben und spezielle Anforderungen&quot;
3636 noch große Auswirkungen auf Geschwindigkeit oder Qualität haben können,
3637 aber es nicht dies zu was sie primär benutzt werden. Ein paar der
3638 Optionen für &quot;persönliche Vorlieben&quot; können sogar Änderungen
3639 verursachen, die für manche Leute besser aussehen, aber schlechter
3640 für andere.
3641 </para>
3642
3643 <para>
3644 Bevor du fortfährst, mußt du verstehen, dass dieses Handbuch nur
3645 eine Qualitätsmetrik verwendet: globaler PSNR.
3646 Für eine kurze Erklärung, was PSNR ist, schau dir
3647 <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/PSNR">den Wikipedia-Artikel zu PSNR</ulink>
3648 an.
3649 Globaler PSNR ist die letzte gemeldete PSNR-Nummer, wenn du die
3650 Option <option>psnr</option> in <option>x264encopts</option>
3651 einbindest.
3652 Jedesmal wenn du eine Forderung nach PSNR liest, ist eine der Annahmen
3653 hinter dieser Forderung, dass gleiche Bitraten verwendet werden.
3654 </para>
3655
3656 <para>
3657 Nahezu alle dieser Handbuchkommentare unterstellen, dass du
3658 2-pass anwendest.
3659 Beim Vergleich der Optionen, gibt es zwei Hauptgründe, 2-pass-Encodierung
3660 zu nutzen.
3661 Der erste ist, 2-pass bringt rund 1dB PSNR, was einen sehr
3662 großen Unterschied ausmacht.
3663 Der zweite ist, Optionen zu testen, indem man direkte Qualitätsvergleiche
3664 zu 1-pass-Encodierung anstellt, führt einen einen wichtigen verwirrenden
3665 Faktor ein: die Bitrate variiert bei jeder Encodierung oft signifikant.
3666 Es ist nicht immer einfach zu sagen, ob Qualitätsänderungen vorwiegend
3667 auf geänderte Optionen zurückzuführen sind oder ob sie meist
3668 essentielle, zufällige Unterschiede in der erhaltenen Bitrate reflektieren.
3669 </para>
3670
3671 </sect3>
3672
3673 <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-speedvquality">
3674 <title>Optionen die primär Geschwindigkeit und Qualität betreffen</title>
3675
3676 <itemizedlist>
3677 <listitem><para>
3678 <emphasis role="bold">subq</emphasis>:
3679 Von den Optionen, die die erlauben, einen Kompromiss zwischen
3680 Geschwindigkeit und Qalität einzugehen, sind <option>subq</option>
3681 und <option>frameref</option> (siehe unten) gewöhnlich die bei weiten
3682 wichtigsten.
3683 Wenn du dich für das Optimieren entweder Geschwindigkeit oder Qalität
3684 interessierst, sind diese die ersten, die du in Erwägung ziehen solltest.
3685 Bei der Dimension Geschwindigkeits, interagieren die Optionen
3686 <option>frameref</option> und <option>subq</option> ziemlich stark
3687 miteinander.
3688 Die Erfahrung zeigt, dass mit einem Referenzframe <option>subq=5</option>
3689 (die Standardeinstellung) etwa 35% mehr Zeit in Anspruch nimmt als
3690 <option>subq=1</option>.
3691 Mit 6 Referenzframes, wächst der Nachteil auf 60%.
3692 Der Effekt, den <option>subq</option> auf den PSNR ausübt, scheint ziemlich
3693 konstant zu sein, ungeachtet der Anzahl der Referenzframes.
3694 Typischerweise erreicht <option>subq=5</option> 0.2-0.5 dB höheren globalen
3695 PSNR im Vergleich zu <option>subq=1</option>.
3696 Dies ist gewöhnlich ausreichend, um sichtbar zu werden.
3697 </para>
3698 <para>
3699 <option>subq=6</option> ist der langsamste Modus mit der höchsten
3700 Qualität.
3701 Im Vergleich zu <option>subq=5</option> gewinnt sie gewöhnlich 0.1-0.4 dB
3702 globalen PSNR mit Geschwindigkeitseinbußen, die zwischen 25%-100%
3703 bewegen.
3704 Im Unterschied zu anderen Levels von <option>subq</option> hängt das
3705 Verhalten von <option>subq=6</option> nicht sehr von <option>frameref</option>
3706 und <option>me</option> ab. Stattdessen hängt die Effektivität von
3707 <option>subq=6</option> größtenteils von der Anzahl der verwendeten
3708 B-frames ab. Im normal Gebrauch bedeutet dies, <option>subq=6</option>
3709 hat einen großen Einfluss auf beides Geschwindigkeit und Qualität
3710 in komplexen, stark bewegten Szenen, aber es kann einen geringen Effekt
3711 in Szenen mit wenig Bewegung. Beachte, dass dennoch empfohlen wird,
3712 <option>bframes</option> immer auf etwas anderes something als Null
3713 zu setzen (siehe unten).
3714 </para></listitem>
3715 <listitem><para>
3716 <emphasis role="bold">frameref</emphasis>:
3717 <option>frameref</option> ist standardmäßicg auf 1 gesetzt, jedoch
3718 sollte dies nicht darauf schließen lassen, dass es unbedingt
3719 auf 1 gesetzt sein muß.
3720 Lediglich die Erhöhung von <option>frameref</option> auf 2 bringt rund
3721 0.15dB PSNR mit einem Geschwindigkeitsnachteil von 5-10%; dies sieht nach
3722 einem guten Kompromiss aus.
3723 <option>frameref=3</option> bringt rund 0.25dB PSNR mehr als
3724 <option>frameref=1</option>, was einen sichtbaren Unterschied machen
3725 sollte.
3726 <option>frameref=3</option> ist rund 15% langsamer als
3727 <option>frameref=1</option>.
3728 Leider setzen vermindernde Rückgaben schnell ein.
3729 <option>frameref=6</option> kann erwartungsgemäß nur
3730 0.05-0.1 dB mehr als <option>frameref=3</option> bei zusätzlichen
3731 15% Geschwindigkeitsnachteil.
3732 Oberhalb <option>frameref=6</option> sind die Qualitätsgewinne
3733 für gewöhnlich sehr klein (obwohl du während der ganzen Diskussion
3734 im Kopf behalten solltest, es abhängig von deiner Quelle stark
3735 variieren kann).
3736 In einem ziemlich typischen Fall wird <option>frameref=12</option>
3737 den globalen PSNR um ein bisschen mehr als 0.02dB gegenüber
3738 <option>frameref=6</option> verbessern, bei Geschwindigkeitsenbußen
3739 von 15%-20%.
3740 Bei so hohen <option>frameref</option>-Werten ist das wirklich
3741 einzig Gute, dass man sagen kann, dass ein weiteres Anheben dieses
3742 Wertes ziemlich sicher nie den PSNR <emphasis role="bold">schädigen</emphasis>
3743 wird, jedoch sind zusätzliche Qualitätsvorteile sogar kaum messbar,
3744 geschweige denn wahrnehmbar.
3745 </para>
3746 <note><title>Beachte:</title>
3747 <para>
3748 das Erhöhen von <option>frameref</option> auf unnötig hohe Werte
3749 <emphasis role="bold">kann</emphasis> und
3750 <emphasis role="bold">tut dies ublicherweise auch</emphasis>
3751 die Codiereffizienz schädigen, wenn du CABAC ausschaltest.
3752 Mit eingeschaltetem CABAC (das Standardverhalten) scheint die
3753 Möglichkeit, <option>frameref</option> &quot;zu hoch&quot;
3754 zu setzen, gegenwärtig zu weit entfernt um sich Sorgen zu machen,
3755 und in der Zukunft werden womöglich Optimierungen diese Möglichkeit
3756 ganz und gar ausschließen.
3757 </para>
3758 </note>
3759 <para>
3760 Wenn du es auf Geschwindigkeit abzielst, ist ein vernünftiger
3761 Kompromiss, im ersten Durchgang niedere <option>subq</option> und
3762 <option>frameref</option>-Werte zu nehmen, und sie danach im
3763 zweten Durchgang zu erhöhen.
3764 Typischerweise hat dies einen vernachlässigbar negativen Effekt
3765 auf die Endualität: Du wirst womöglich wohl unter 0.1dB PSNR
3766 verlieren, was viel zu klein für einen sichtbaren Unterschied
3767 sein sollte.
3768 Trotzdem, unterschiedliche Werte für <option>frameref</option>
3769 können verschiedentlich die Frametypenbestimmung beeinflussen.
3770 Höchst wahrscheinlich sind dies außerordentlich seltene Fälle,
3771 willst du jedoch wirklich sicher gehen, ziehe in Betracht, ob
3772 dein Video entweder Vollbild- respektive Einblendungsmuster
3773 oderr sehr große temporäre Überdeckungen, was einen I-Frame
3774 erzwingen könnte.
3775 Passe <option>frameref</option> des ersten Durchgangs so an,
3776 dass es groß genug ist, um die Dauer des Einblendungszyklus
3777 enthält (oder der Überdeckungen).
3778 Zum Beispiel, wenn die Szenezwischen zwei Bildern über eine
3779 Zeitspanne von drei Frames rückwärts und vorwärts springt,
3780 setze <option>frameref</option> des ersten Durchgangs auf 3
3781 oder höher.
3782 Dieser Sachverhalt kommt vermutlich extrem selten in
3783 Videomaterial mit Live Action vor, erscheint aber manchmal
3784 bei einfangenen Computerspiel-Sequenzen.
3785 </para></listitem>
3786
3787 <listitem><para>
3788 <emphasis role="bold">me</emphasis>:
3789 Diese Option dient der Wahl der Suchmethode der Bewegungseinschätzung.
3790 Diese Option zu verändern stellt einen überschaubaren Kompromiss
3791 zwischen Qualität un Geschwindigkeit dar.
3792 <option>me=1</option> ist nur ein paar Prozent schneller als
3793 die Standardsuche, auf kosten von unter 0.1dB globalen PSNR. Die
3794 Standardeinstellung (<option>me=2</option>) ist ein angemessener
3795 Kompromiss zwischen Qualität un Geschwindigkeit.
3796 <option>me=3</option> bringt ein wenig unter 0.1dB globalen PSNR,
3797 mit Geschwindigkeitsnachteil, der abhängig von <option>frameref</option>
3798 variiert. Bei hohen <option>frameref</option>-Werten (z.B. 12 oder so)
3799 ist <option>me=3</option> etwa 40% langsamer als das standardmäßige
3800 <option> me=2</option>. Mit <option>frameref=3</option> fällt der
3801 Geschwindigkeitsnachteil auf 25%-30%.
3802 </para>
3803 <para>
3804 <option>me=4</option> verwendet eine gründliche, für die praktische
3805 Anwendung zu langsame Suche.
3806 </para>
3807 </listitem>
3808
3809 <listitem><para>
3810 <emphasis role="bold">4x4mv</emphasis>:
3811 Diese Option aktiviert das Verwenden von 8x4, 4x8 und 4x4 Unterteilungen
3812 in den vorhergesagten Macroblöcken. Sie zu aktivieren führt zu einem
3813 ziemlich beständigen Verlust von 10%-15% an Geschwindigkeit. Sie ist
3814 ziemlich nutzlos bei Quellen, die nur langsame Bewegungen enthalten,
3815 obwohl in manchen Quellen mit sehr viel Bewegung und vielen kleinen,
3816 sich bewegenden Objekten Zugewinne von etwa 0.1dB erwartet werden können.
3817 </para>
3818 </listitem>
3819
3820 <listitem><para>
3821 <emphasis role="bold">bframes</emphasis>:
3822 Wenn du gewohnt bist, mit anderen Codecs zu encodieren, hast du
3823 womöglich empfunden, dass B-Frames nicht immer nützlich sind.
3824 Bei H.264 wurde dies geändert: es gibt neue Techniken und Blocktypen,
3825 die in in B-Frames möglich sind.
3826 Für gewöhnlich kann selbst ein einfältiger Algorithmus zur Wahl
3827 der B-Frame einen signifikanten PSNR-Vorteil bringen.
3828 Es ist interessant festzustellen, dass die Anwendung von B-Frames
3829 normalerweise den zweiten Durchgang ein bisschen beschleunigt,
3830 und er kann auch eine Encodierung mit einfachem Durchgang etwas
3831 schneller machen, wenn adaptive B-Framebestimmung abschalten
3832 ist.
3833 </para>
3834 <para>
3835 Mit abschaltener adaptiver B-Framebestimmung
3836 (<option>nob_adapt</option> von <option>x264encopts</option> ),
3837 ist der optimale Wert für diese Einstellung normalerweise nicht
3838 mehr als <option>bframes=1</option>, andernfalls leiden Szenen
3839 mit sehr viel Bewegung darunter.
3840 Mit einschaltener adaptiver B-Framebestimmung (das Standardverhalten),
3841 ist es sicher, höhere Werte zu verwenden; der Encoder will die Anwendung
3842 von B-frames in Szenen reduzieren, in denen sie die Kompression
3843 schädigen könnten.
3844 Der Encoder zieht es selten vor, mehr als 3 oder 4 B-Frames zu
3845 verwenden; diese Option höher zu setzen wird einen geringen Effekt haben.
3846 </para></listitem>
3847
3848 <listitem><para>
3849 <emphasis role="bold">b_adapt</emphasis>:
3850 Beachte: Dies ist standardmäßig eingeschaltet.
3851 </para>
3852 <para>
3853 Ist diese Option aktiviert, wird der Encoder einen einigermaßen schnellen
3854 Entscheidungsprozess zur Reduzierung der Anzahl B-Frames in Szenen anwenden, die
3855 nicht viel von ihnen profitieren würden.
3856 Du kannst <option>b_bias</option> dazu verwenden, zu optimieren wie
3857 froh der Encoder über B-Frame sein soll.
3858 Der Geschwindigkeitsnachteil adaptiver B-Frames ist gegenwärtig ziemlich
3859 bescheiden, und genauso ist der potentielle Qualitätsgewinn.
3860 Es sollte aber normalerweise nicht schaden.
3861 Beachte, dass dies nur Geschwindigkeit und Frametypenbestimmung im ersten
3862 Durchgang betrifft.
3863 <option>b_adapt</option> und <option>b_bias</option> haben keinen
3864 Effekt auf nachfolgende Durchgänge.
3865 </para></listitem>
3866
3867 <listitem><para>
3868 <emphasis role="bold">b_pyramid</emphasis>:
3869 Du kannst diese Option genauso gut aktivieren, falls du >=2 B-Frames
3870 verwendest; wie die Man Page erzählt, erreichst du eine kleine
3871 Qualitätsverbesserung bei keinerlei Geschwindigkeitseinbuße.
3872 Beachte, dass diese Videos von libavcodec-basierten Decodern
3873 älter als etwa 5. März 2005 nicht gelesen werden können.
3874 </para></listitem>
3875
3876 <listitem><para>
3877 <emphasis role="bold">weight_b</emphasis>:
3878 In typischen Fällen gibt es nicht viel Gewinn mit dieser Option.
3879 Trotzdem, in überblendenden oder ins Schwarze übergehenden Szenen
3880 liefert die gewichtete Vorhersage ziemlich große Bitrate-Einsparungen.
3881 In MPEG-4 ASP wird ein Übergang ins Schwarze gewöhnlich am besten
3882 als eine Serie aufwändiger I-Frames codiert; das Verwenden einer
3883 gewichteten Vorhersage in B-Frames macht es möglich, wenigstens
3884 manche von diesen in viel kleinere B-Frames zu wandeln.
3885 Der Verlust an Encodierzeit ist minimal, da keine extra Bestimmungen
3886 vorgenommen werden müssen.
3887 Auch werden die CPU-Anforderungen des Encoders, im Gegensatz zu den
3888 Einschätzungen mancher Leute, von gewichteter Vorhersage nicht sonderlich
3889 beeinflusst, ansonsten bleibt alles gleich.
3890 </para>
3891 <para>
3892 Leider hat der aktuelle Algorithmus zur adaptiven B-Framebestimmung
3893 eine starke Tendenz, B-Frames während des Fadens zu verhindern.
3894 Bis sich dies ändert, kann es eine gute Idee sein,
3895 <option>nob_adapt</option> zu deinen x264encopts hinzuzufügen, falls
3896 du erwartest, dass Fades einen großen Effekt in deinem jeweiligen
3897 Videoclip erzeugen.
3898 </para></listitem>
3899 </itemizedlist>
3900 </sect3>
3901
3902 <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-misc-preferences">
3903 <title>Diverse Eigenschaften betreffende Optionen</title>
3904 <itemizedlist>
3905 <listitem><para>
3906 <emphasis role="bold">2-pass-Encodierung</emphasis>:
3907 Oben wurde vorgeschlagen, immer 2-pass-Encodierung anzuwenden,
3908 es gibt aber durchaus Gründe, dies nicht zu tun. Beispielsweise,
3909 wenn du Live-TV aufnimmst und in Echtzeit encodierst, bist du
3910 gezwungen, einen einzigen Durchgang zu verwenden.
3911 Auch ist ein Durchgang offensichtlich schneller als zwei Durchgänge;
3912 wenn du exakt die gleichen Optionen bei beiden Durchgängen anwendest,
3913 istdas Encodieren in zwei Durchgängen mindestens zweimal so langsam.
3914 </para>
3915 <para>
3916 Noch gibt es sehr gute Gründe, in zwei Durchgängen zu encodieren. Für
3917 eine Sache ist Ratenkontrolle in einem Durchgang kein Heilmittel,
3918 sie trifft oft eine unvernünftige Auswahl weil sie das große
3919 Bild nicht sehen kann. Zum Beispiel, angenommen du hast ein zwei Minuten
3920 langes Video bestehend aus zwei ausgeprägten Hälften. Die erste Hälfte
3921 besitzt eine 60 Sekunden dauernde Szenen mit sehr viel Bewegung, die
3922 einzeln für sich etwa 2500kbps benötigt, um anständig auszusehen.
3923 Direkt daruffolgend kommt eine viel weniger anspruchsvolle 60 Sekunden
3924 lange Szene, die bei 300kbps gut aussieht. Angenommen du forderst in
3925 der Theorie 1400kbps an, was beiden Szenen ausreichend entgegenkommen
3926 würde. Die Ratenkontrolle in einem Durchgang wird in diesem Fall
3927 ein paar &quot;Fehler&quot;. Zuallererst wird es in beiden Segmenten
3928 1400kbps anpeilen. Das erste Segment könnte schwer überquantisiert enden,
3929 was es unakzeptabel und unangemessen blockhaft aussehen lässt.
3930 Das zweite Segment wird schwer unterquantisiert sein; es sieht vielleicht
3931 perfekt aus, aber der Bitratenverlust dieser Perfektion wird komplett
3932 unangemessen sein.
3933 Sogar scherer vermeidbar ist das Problem am Übergang beider Szenen.
3934 Die ersten Sekunden der Hälfte mit wenig Bewegung wird enorm
3935 überquantisiert sein, weil die Ratenkontrolle noch die Art Anforderung
3936 an die Bitrate erwartet, der sie in der ersten Hälfte des Videos begegnet
3937 war. Diese &quot;Fehlerperiode&quot; der extrem überquantisierten Szene
3938 mit wenig Bewegung wird fürchterlich schlecht aussehen, und wird sogar
3939 weniger als die 300kbps verwenden, die sie genommen hätte, um annehmbar
3940 auszusehen. Es gibt Mittel und Wege, diese Falle des Encodierens in einem
3941 Durchgang zu mildern, diese werden allerdingst dahin tendieren, die
3942 fehlerhaften Vorhersagen der Bitraten zu häufen.
3943 </para>
3944 <para>
3945 Multipass-Ratenkontrolle kann gegenüber der eines einzigen Durchgangs
3946 riesen Vorteile bieten.
3947 Indem sie die im ersten Encodierungsdurchlauf gesammelte Statistik
3948 verwendet, kann der Encoder mit angemessener Geneuigkeit den Aufwand
3949 (in Bit)abschätzen, den das Encodieren jeden gegebenen Frames bei
3950 jedem gegebenen Quantisierer erfordert. Dies erlaubt eine viel
3951 rationellere, besser geplante Zuweisung von Bits zwischen den
3952 Bit-hungrigen Szenen mit viel Bewegung und denen bescheidenen mit
3953 wenig Bewegung.
3954 Siehe <option>qcomp</option> unten für einige Ideen darüber wie man
3955 diese Zuweisungen nach seinem Geschmack optimiert.
3956 </para>
3957 <para>
3958 Darüber hinaus brauchen zwei Durchgänge zwei mal so lang wie ein Durchgang.
3959 Du kannst die Optionen im ersten Durchgang auf höhere Geschwindigkeit
3960 und niedrigere Qualität optimieren.
3961 Wenn du deine Optionen geschickt wählst, kannst du einen sehr schnellen
3962 ersten Durchgang hinkriegen.
3963 Die resultierende Qualität im zweiten Durchgang wird geringfügig niedriger
3964 ausfallen, weil die Größenvorhersage weniger akkurat ist, jedoch
3965 ist die Qualitätsdifferenz normalerweiseviel zu klein um sichtbar zu sein
3966 Versuche zum Beispiel <option>subq=1:frameref=1</option> zu
3967 <option>x264encopts</option> des ersten Durchgangs hinzuzufügen.
3968 Dann verwende im zweiten Durchgang langsamere, hochwertigere Optionen:
3969 <option>subq=6:frameref=15:4x4mv:me=3</option>
3970 </para></listitem>
3971 <listitem><para>
3972 <emphasis role="bold">Encodirunng mit drei Durchgängen</emphasis>?
3973
3974 x264 bietet die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl aufeinander folgender
3975 Durchgänge auszuführen. Wenn du <option>pass=1</option> im ersten Durchgang
3976 spezifizierst, dann verwende <option>pass=3</option> im nachfolgenden
3977 Durchgang, der nachfolgende Durchgang wird beides tun, die Statistik des
3978 vorhergehenden Durchgangs lesen und seine eigene Statistik schreiben.
3979 Ei zusätzlicher Durhgang, der diesem folgt wird eine sehr gute Basis
3980 haben, von der aus er hochpräzise Vorhersagen der Framegrößen bei
3981 einem gewählten Quantisierer machen kann.
3982 In der Praxis ist der damit erzielte gesamte Qualitätsgewinn
3983 gewöhnlich nahezu Null, und ziemlich wahrscheinlich resultiert ein dritter
3984 Durchgang in einem geringfügig schlechteren globalen PSNR als der Durchgang
3985 davor. In der typischen Anwendung, helfen drei Durchgänge, wenn du entweder
3986 eine schleche Vorhersagen der Bitraten oder schlecht aussehende Szenenübergänge
3987 beim Verwenden nur eines Durchlaufs bekommst.
3988 Dies passiert mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit mit extrem kurzen Clips.
3989 Ebenso gibt es ein paar Spezialfälle, in denen drei (oder mehr) Durchgänge
3990 erfahrenen Nutzern dienlich sind, aber um es kurz zu machen, dieses Handbuch
3991 unterlässt die Diskussion solcher speziellen Fälle.
3992
3993 </para></listitem>
3994 <listitem><para>
3995 <emphasis role="bold">qcomp</emphasis>:
3996 <option>qcomp</option> wägt die Anzahl der für &quot;aufwändige&quot; Frames
3997 mit viel Bewegung vorgesehenen Bits gegen die für &quot;weniger aufwändige&quot;
3998 Frames mit wenig Bewegung ab.
3999 Bei einem Extrem zielt <option>qcomp=0</option> auf eine echte konstante
4000 Bitrate ab. Typischerweise würde dies Szenen mit viel Bewegung vollkommen
4001 ätzend aussehen lassen, während Szenen mit wenig Bewegung womöglich absolut
4002 perfekt aussehen, jedoch öfter mehr Bitrate verwenden würden, als sie das
4003 sonst für ein lediglich exzellent Aussehen tun müssten. Bei anderen Extrem
4004 erreicht <option>qcomp=1</option> nahezu konstante Quantisierungsparameter
4005 (QP). Ein konstanter QP sieht nicht schlecht aus, die meisten Leute meinen
4006 aber es sei vernünftiger, etwas Bitrate aus den extrem aufwändigen Szenen
4007 zu nehmen (wobei dort der Qualitätsverlust micht ganz so augenfällig ist)
4008 und sie wieder den Szenen zuzuweisen, die bei exzellenter Qualität leichter
4009 zu encodieren sind.
4010 <option>qcomp</option> ist standardmäßig auf 0.6 gesetzt, was für den
4011 Geschmack mancher Leute etwas zu langsam sein könnte (0.7-0.8 werden im
4012 allgemeinen auch verwendet).
4013 </para></listitem>
4014 <listitem><para>
4015 <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
4016 <option>keyint</option> ist einzig und allein zur Abwägung der
4017 Durchsuchbarkeit der Datei gegenüber der Codiereffiziez da.
4018 Als Standardwert ist <option>keyint</option> auf 250 gesetzt. In
4019 Material mit 25fps garantiert dies, auf 10 Sekunden genau
4020 suchen zu können. Wenn du meinst, es wäre wichtig und nützlich,
4021 auf 5 Sekunden genau suchen zu können, setze es auf <option>keyint=125</option>;
4022 dies wird der Qualität/Bitrate leicht schaden. Wenns dir nur um Qualität
4023 geht und nicht um die Durchsuchbarkeit, kannst du viel höhere Werte
4024 setzen (vorausgesetzt es gibt schrumpfende Erträge, die verschwindend
4025 klein werden oder sogar gegen Null gehen). Der Videostream wird nach
4026 wie vor suchbare Stellen besitzen, solange einige Szenenwechsel
4027 vorhanden sind.
4028 </para></listitem>
4029 <listitem><para>
4030 <emphasis role="bold">deblockalpha, deblockbeta</emphasis>:
4031 Dieses Thema ist im Begriff etwas kontrovers zu geraten.
4032 </para>
4033 <para>
4034 H.264 definiert eine simple Deblocking-Prozedur bei I-Blöcken, die
4035 von vorgegebenen Stärken und vom QP des strittigen Blocks
4036 abhängigen.
4037 Mit dem Standardwert werden hohe QP-Blöcke schwer gefiltert, und
4038 niedrige QP-Blöcke werden überhaupt nicht entblockt.
4039 Die vom Standard definierten, vorgegebenen Stärken sind mit
4040 Bedacht gewählt und die Chancen stehen sehr gut, dass sie
4041 PSNR-optimal sind, egal welches Video auch immer du zu encodieren
4042 versuchst.
4043 Die <option>deblockalpha</option>- und
4044 <option>deblockbeta</option>-Parameter erlauben dir, Offsets festzulegen,
4045 um Deblocking-Schwellen voreinzustellen.
4046 </para>
4047 <para>
4048 Viele Leute scheinen zu glauben, es sei eine gute Idee, die Stärke
4049 des Deblocking-Filters um hohe Beträge abzusenken (sagen wir -3).
4050 Dies ist jedoch meist keine gute Idee, und in den meisten Fällen
4051 verstehen Leute, die das machen, nicht sehr gut wie Deblocking
4052 standardmäßig funktioniert.
4053 </para>
4054 <para>
4055 Die erste und wichtigste Sache, die man über den
4056 in-loop-Deblocking-Filter wissen sollte ist, dass die
4057 Standardschwellenwerte meistens PSNR-optimal sind.
4058 In den seltenen Fällen, in denen sie nicht optimal sind, ist das
4059 ideale Offset plus oder minus 1.
4060 Die Deblocking-Parameter durch einen höheren Betrag anzupassen
4061 garantiert meist, dem PSNR zu schaden.
4062 das Verstärken des Filters wird mehr Details verwischen; den
4063 Filter zu schwächen wird das Auftreten von Blockeffekten
4064 erhöhen.
4065 </para>
4066 <para>
4067 Es ist definitiv eine schlechte Idee, die Deblocking-Schwellenwerte
4068 herabzusetzen, falls deine Quelle eine vorwiegend niedrige räumliche
4069 Komplexität besitzt (z.B. nicht viele Details oder Rauschen).
4070 Der in-loop-Filter macht eigentlich einen exzellenten Job durch
4071 das Kaschieren auftretender Artefakte.
4072 Besitzt die Quelle eine hohe räumliche Komplexität, sind Artefakte
4073 dennoch weniger bemerkbar.
4074 Dies ist so, weil das Schwingen (ringing) dazu neigt, wie Details
4075 oder Rauschen auszusehen.
4076 Die viselle Wahrnehmung des Menschen erkennt leicht, wenn Details
4077 entfernt wurden, aber erkennt nicht so leicht, wenn Rauschen falsch
4078 dargestellt wird.
4079 Wird die Qualität subjektiv, sind Details und Rauschen etwas
4080 austauschbares.
4081 Durch das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke verstärkst du
4082 höchstwahrscheinlich Fehler durch Hinzufügen von
4083 Schwingungsartefakten, aber dem Auge fällt nichts auf, weil
4084 es die Artefakte mit Details verwechselt.
4085 </para>
4086
4087 <para>
4088 Dies rechtfertigt jedoch <emphasis role="bold">nach wie vor</emphasis>
4089 nicht das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke.
4090 Du kannst im allgemeinen besseres Qualitätsrauschen im Postprocessing
4091 erzielen.
4092 falls deine H.264-Encodierungen zu verschwommen oder verschmiert
4093 aussehen, versuche, mit
4094 <option>-vf noise</option> beim Abspielen des encodierten Films
4095 herumzuspielen.
4096 <option>-vf noise=8a:4a</option> sollte die meisten weichen Artefakte
4097 kaschieren.
4098 es wird meist mit Sicherheit besser aussehen als die Resultate, die
4099 du durch einfaches Herumtüfteln mit dem Deblocking-Filter bekommen
4100 hättest.
4101 </para></listitem>
4102 </itemizedlist>
4103 </sect3>
4104 </sect2>
4105
4106 <sect2 id="menc-feat-x264-example-settings">
4107 <title>Encodieroptionen Beispiele</title>
4108
4109 <para>
4110 Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
4111 Kombinationen von Encodier-Optionen, die einen Kompromiss zwischen
4112 Geschwindigkeit und Qualität bei gleicher Zielbitrate betreffen.
4113 </para>
4114
4115 <para>
4116 All diese Encodier-Einstellungen wurden an einem Beispiel-Video
4117 mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate wars 900kbps,
4118 und der Rechner war ein
4119 AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64-bit-Modus.
4120 Jede Encodier-Einstellung zeichnet sich durch eine gemessene
4121 Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und dem
4122 PSNR-Verlust (in dB) im Vergleich zu den &quot;sehr
4123 hochwertigen&quot; Einstellung aus.
4124 Bitte hab dafür Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelle, deinem
4125 Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche Resultate
4126 erhalten kannst.
4127 </para>
4128
4129 <para>
4130 <informaltable frame="all">
4131 <tgroup cols="4">
4132 <thead>
4133 <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodier-Ooptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
4134 </thead>
4135 <tbody>
4136 <row>
4137 <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
4138 <entry><option>subq=6:4x4mv:8x8dct:me=3:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
4139 <entry>6fps</entry>
4140 <entry>0dB</entry>
4141 </row>
4142 <row>
4143 <entry>Hohe Qualität</entry>
4144 <entry><option>subq=5:4x4mv:8x8dct:frameref=2:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
4145 <entry>13fps</entry>
4146 <entry>-0.89dB</entry>
4147 </row>
4148 <row>
4149 <entry>Schnell</entry>
4150 <entry><option>subq=4:bframes=2:b_pyramid:weight_b</option></entry>
4151 <entry>17fps</entry>
4152 <entry>-1.48dB</entry>
4153 </row>
4154 </tbody>
4155 </tgroup>
4156 </informaltable>
4157 </para>
4158 </sect2>
4159
4160 </sect1>
4161
4162 <sect1 id="menc-feat-video-for-windows">
4163 <title>Encodieren mit der <systemitem class="library">Video for Windows</systemitem> Codec-Familie</title>
4164
4165 <para>
4166 Video for Windows bietet ein einfaches Encodieren mittels binärer Video-Codecs.
4167 Du kannst mit folgenden Codecs encodieren (solltest du mehr haben, teil es
4168 uns bitte mit!)
4169 </para>
4170 <para>
4171 Beachte, dass der Support für diesen Codec sehr experimentell ist und
4172 einige Codecs arbeiten vielleicht nicht korrekt. Manche Codecs werden
4173 nur in bestimmten Farbräumen funktionieren, versuche
4174 <option>-vf format=bgr24</option> und <option>-vf format=yuy2</option>
4175 falls ein Codec versagt oder einen falschen Output liefert.
4176 </para>
4177
4178 <sect2 id="menc-feat-enc-vfw-video-codecs">
4179 <title>Von Video for Windows unterstützte Codecs</title>
4180
4181 <para>
4182 <informaltable frame="all">
4183 <tgroup cols="4">
4184 <thead>
4185 <row>
4186 <entry>Video-Codec Dateiname</entry>
4187 <entry>Beschreibung (FourCC)</entry>
4188 <entry>md5sum</entry>
4189 <entry>Kommentar</entry>
4190 </row>
4191 </thead>
4192 <tbody>
4193 <row>
4194 <entry>aslcodec_vfw.dll</entry>
4195 <entry>Alparysoft verlustfreier (lossless) Codec vfw (ASLC)</entry>
4196 <entry>608af234a6ea4d90cdc7246af5f3f29a</entry>
4197 <entry></entry>
4198 </row>
4199 <row>
4200 <entry>avimszh.dll</entry>
4201 <entry>AVImszh (MSZH)</entry>
4202 <entry>253118fe1eedea04a95ed6e5f4c28878</entry>
4203 <entry>needs <option>-vf format</option></entry>
4204 </row>
4205 <row>
4206 <entry>avizlib.dll</entry>
4207 <entry>AVIzlib (ZLIB)</entry>
4208 <entry>2f1cc76bbcf6d77d40d0e23392fa8eda</entry>
4209 <entry></entry>
4210 </row>
4211 <row>
4212 <entry>divx.dll</entry>
4213 <entry>DivX4Windows-VFW</entry>
4214 <entry>acf35b2fc004a89c829531555d73f1e6</entry>
4215 <entry></entry>
4216 </row>
4217 <row>
4218 <entry>huffyuv.dll</entry>
4219 <entry>HuffYUV verlustfrei (lossless) (HFYU)</entry>
4220 <entry>b74695b50230be4a6ef2c4293a58ac3b</entry>
4221 <entry></entry>
4222 </row>
4223 <row>
4224 <entry>iccvid.dll</entry>
4225 <entry>Cinepak Video (cvid)</entry>
4226 <entry>cb3b7ee47ba7dbb3d23d34e274895133</entry>
4227 <entry></entry>
4228 </row>
4229 <row>
4230 <entry>icmw_32.dll</entry>
4231 <entry>Motion Wavelets (MWV1)</entry>
4232 <entry>c9618a8fc73ce219ba918e3e09e227f2</entry>
4233 <entry></entry>
4234 </row>
4235 <row>
4236 <entry>jp2avi.dll</entry>
4237 <entry>ImagePower MJPEG2000 (IPJ2)</entry>
4238 <entry>d860a11766da0d0ea064672c6833768b</entry>
4239 <entry><option>-vf flip</option></entry>
4240 </row>
4241 <row>
4242 <entry>m3jp2k32.dll</entry>
4243 <entry>Morgan MJPEG2000 (MJ2C)</entry>
4244 <entry>f3c174edcbaef7cb947d6357cdfde7ff</entry>
4245 <entry></entry>
4246 </row>
4247 <row>
4248 <entry>m3jpeg32.dll</entry>
4249 <entry>Morgan Motion JPEG Codec (MJPG)</entry>
4250 <entry>1cd13fff5960aa2aae43790242c323b1</entry>
4251 <entry></entry>
4252 </row>
4253 <row>
4254 <entry>mpg4c32.dll</entry>
4255 <entry>Microsoft MPEG-4 v1/v2</entry>
4256 <entry>b5791ea23f33010d37ab8314681f1256</entry>
4257 <entry></entry>
4258 </row>
4259 <row>
4260 <entry>tsccvid.dll</entry>
4261 <entry>TechSmith Camtasia Screen Codec (TSCC)</entry>
4262 <entry>8230d8560c41d444f249802a2700d1d5</entry>
4263 <entry></entry>
4264 </row>
4265 <row>
4266 <entry>vp31vfw.dll</entry>
4267 <entry>On2 Open Source VP3 Codec (VP31)</entry>
4268 <entry>845f3590ea489e2e45e876ab107ee7d2</entry>
4269 <entry></entry>
4270 </row>
4271 <row>
4272 <entry>vp4vfw.dll</entry>
4273 <entry>On2 VP4 Personal Codec (VP40)</entry>
4274 <entry>fc5480a482ccc594c2898dcc4188b58f</entry>
4275 <entry></entry>
4276 </row>
4277 <row>
4278 <entry>vp6vfw.dll</entry>
4279 <entry>On2 VP6 Personal Codec (VP60)</entry>
4280 <entry>04d635a364243013898fd09484f913fb</entry>
4281 <entry>crashing on Linux</entry>
4282 </row>
4283 <row>
4284 <entry>vp7vfw.dll</entry>
4285 <entry>On2 VP7 Personal Codec (VP70)</entry>
4286 <entry>cb4cc3d4ea7c94a35f1d81c3d750bc8d</entry>
4287 <entry>wrong FourCC?</entry>
4288 </row>
4289 <row>
4290 <entry>ViVD2.dll</entry>
4291 <entry>SoftMedia ViVD V2 Codec VfW (GXVE)</entry>
4292 <entry>a7b4bf5cac630bb9262c3f80d8a773a1</entry>
4293 <entry></entry>
4294 </row>
4295 </tbody>
4296 </tgroup>
4297 </informaltable>
4298
4299 Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach dem
4300 <literal>codec</literal>-Parameter übergeben werden sollten, wie:
4301 <option>-xvfwopts codec=divx.dll</option>
4302 Der FourCC-Code, der von jedem Codec verwendet wird, steht in Klammern.
4303 </para>
4304 <informalexample>
4305 <para>
4306 Ein Beispiel mit VP3Kompression:
4307 <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc vfw -xvfwopts codec=vp31vfw.dll -oac copy</screen>
4308 </para>
4309 </informalexample>
4310 </sect2>
4311 </sect1>
4312
4313
4314 <sect1 id="menc-feat-vcd-dvd">
4315 <title>Verwenden des MEncoder zum Erzeugen VCD/SVCD/DVD-konformer Dateien.</title>
4316
4317 <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints">
4318 <title>Formatbeschränkungen</title>
4319 <para>
4320 <application>MEncoder</application> ist fähig, MPEG-Dateien im VCD-, SCVD-
4321 und DVD-Format durch verwenden der
4322 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Programmbibliothek
4323 zu erzeugen.
4324 Diese Dateien können danach im Zusammenhang mit
4325 <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
4326 oder
4327 <ulink url="http://dvdauthor.sourceforge.net/">dvdauthor</ulink>
4328 zum Erzeugen von Disks verwendet werden, die auf einem Standard Set-Top-Player
4329 abgespielt werden können.
4330 </para>
4331
4332 <para>
4333 Die Formate DVD, SVCD und VCD sind schweren Sachzwängen unterworfen.
4334 Es ist nur eine kleine Auswahl an encodierten Bildergrößen und Seitenverhältnissen
4335 verfügbar.
4336 Wenn dein Film nicht bereits die Anforderungen erfüllt, müsstest du das Bild
4337 skalieren, zuschneiden oder schwarze Ränder hinzufügen, um es konform zu machen.
4338 </para>
4339
4340 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-resolution">
4341 <title>Formatbeschränkungen</title>
4342
4343 <informaltable frame="all">
4344 <tgroup cols="9">
4345 <thead>
4346 <row>
4347 <entry>Format</entry>
4348 <entry>Auflösung</entry>
4349 <entry>V. Codec</entry>
4350 <entry>V. Bitrate</entry>
4351 <entry>Samplerate</entry>
4352 <entry>A. Codec</entry>
4353 <entry>A. Bitrate</entry>
4354 <entry>FPS</entry>
4355 <entry>Aspect</entry>
4356 </row>
4357 </thead>
4358 <tbody>
4359 <row>
4360 <entry>NTSC DVD</entry>
4361 <entry>720x480, 704x480, 352x480, 352x240</entry>
4362 <entry>MPEG-2</entry>
4363 <entry>9800 kbps</entry>
4364 <entry>48000 Hz</entry>
4365 <entry>AC3,PCM</entry>
4366 <entry>1536 kbps (max)</entry>
4367 <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
4368 <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x480)</entry>
4369 </row>
4370 <row>
4371 <entry>NTSC DVD</entry>
4372 <entry>352x240<footnote id='fn-rare-resolutions'><para>
4373 Diese Auflösungen werden selten für DVDs verwendet, da sie von
4374 ziemlch niedriger Qualität sind.</para></footnote></entry>
4375 <entry>MPEG-1</entry>
4376 <entry>1856 kbps</entry>
4377 <entry>48000 Hz</entry>
4378 <entry>AC3,PCM</entry>
4379 <entry>1536 kbps (max)</entry>
4380 <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
4381 <entry>4:3, 16:9</entry>
4382 </row>
4383 <row>
4384 <entry>NTSC SVCD</entry>
4385 <entry>480x480</entry>
4386 <entry>MPEG-2</entry>
4387 <entry>2600 kbps</entry>
4388 <entry>44100 Hz</entry>
4389 <entry>MP2</entry>
4390 <entry>384 kbps (max)</entry>
4391 <entry>30000/1001</entry>
4392 <entry>4:3</entry>
4393 </row>
4394 <row>
4395 <entry>NTSC VCD</entry>
4396 <entry>352x240</entry>
4397 <entry>MPEG-1</entry>
4398 <entry>1150 kbps</entry>
4399 <entry>44100 Hz</entry>
4400 <entry>MP2</entry>
4401 <entry>224 kbps</entry>
4402 <entry>24000/1001, 30000/1001</entry>
4403 <entry>4:3</entry>
4404 </row>
4405 <row>
4406 <entry>PAL DVD</entry>
4407 <entry>720x576, 704x576, 352x576, 352x288</entry>
4408 <entry>MPEG-2</entry>
4409 <entry>9800 kbps</entry>
4410 <entry>48000 Hz</entry>
4411 <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
4412 <entry>1536 kbps (max)</entry>
4413 <entry>25</entry>
4414 <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x576)</entry>
4415 </row>
4416 <row>
4417 <entry>PAL DVD</entry>
4418 <entry>352x288<footnoteref linkend='fn-rare-resolutions'/></entry>
4419 <entry>MPEG-1</entry>
4420 <entry>1856 kbps</entry>
4421 <entry>48000 Hz</entry>
4422 <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
4423 <entry>1536 kbps (max)</entry>
4424 <entry>25</entry>
4425 <entry>4:3, 16:9</entry>
4426 </row>
4427 <row>
4428 <entry>PAL SVCD</entry>
4429 <entry>480x576</entry>
4430 <entry>MPEG-2</entry>
4431 <entry>2600 kbps</entry>
4432 <entry>44100 Hz</entry>
4433 <entry>MP2</entry>
4434 <entry>384 kbps (max)</entry>
4435 <entry>25</entry>
4436 <entry>4:3</entry>
4437 </row>
4438 <row>
4439 <entry>PAL VCD</entry>
4440 <entry>352x288</entry>
4441 <entry>MPEG-1</entry>
4442 <entry>1152 kbps</entry>
4443 <entry>44100 Hz</entry>
4444 <entry>MP2</entry>
4445 <entry>224 kbps</entry>
4446 <entry>25</entry>
4447 <entry>4:3</entry>
4448 </row>
4449 </tbody>
4450 </tgroup>
4451 </informaltable>
4452
4453 <para>
4454 Wenn ein Film ein 2.35:1 Seiteverhältnis hat (die meisten aktuellen Action-Filme),
4455 wirst du schwarze Ränder hinzufügen oder den Film auf 16:9 zuschneiden müssen,
4456 um eine DVD oder VCD herzustellen.
4457 Wenn du schwarze Ränder hinzufügst, versuche diese an 16-Pixel-Rändern
4458 auszurichten, um den Einfluß auf die Encodier-Performance zu minimieren.
4459 Dankbarweise besitzt DVD eine ausreichend Bitrate, damit du dich
4460 nicht zu sehr um die Encodier-Effizienz sorgen mußt, jedoch SVCD
4461 und VCD sind höchst mager an Bitrate und erfordern Aufwand, akzeptable
4462 Qualität zu erreichen.
4463 </para>
4464 </sect3>
4465
4466 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-gop">
4467 <title>GOP-Größenbeschränkungen</title>
4468 <para>
4469 DVD, VCD und SVCD zwingen dich auch zu relativ niedrigen
4470 GOP-Größen (Group of Pictures).
4471 Für Material mit 30 fps ist die größte erlaubte GOP-Größe 18.
4472 Für 25 oder 24 fps ist das Maximum 15.
4473 Die GOP-Größe wird mittels der Option <option>keyint</option> gesetzt.
4474 </para>
4475 </sect3>
4476
4477 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-bitrate">
4478 <title>Bitraten-Beschränkungen</title>
4479 <para>
4480 VCD Video erfordert, CBR bei 1152 kbps zu sein.
4481 Zu dieser nach oben begrenzende Einschränkung kommt auch noch eine
4482 extrem niedrige vbv-Puffergröße von 327 Kilobit.
4483 SVCD erlaugt das variieren der Video-Bitraten auf bis zu 2500 kbps
4484 und eine etwas weniger restriktive vbv-Puffergröße von 917 Kilobit
4485 ist erlaubt.
4486 DVD-Video-Bitraten können sich bis auf irgendwo um die 9800 kbps
4487 einpegeln (wenngleich typische Bitraten etwa halb so groß sind),
4488 und die vbv-Puffergröße ist 1835 Kilobit.
4489 </para>
4490 </sect3>
4491 </sect2>
4492
4493 <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-output">
4494 <title>Output-Optionen</title>
4495 <para>
4496 <application>MEncoder</application> besitzt Optionen zur Kontrolle des
4497 Output-Formats.
4498 Durch das Verwenden dieser Optionen können wir ihn anweisen, den
4499 korrekten Dateityp zu erzeugen.
4500 </para>
4501
4502 <para>
4503 Die Optionen für VCD und SVCD werden xvcd und xsvcd genannt, weil sie
4504 erweiterte Formate sind.
4505 Sie sind nicht strikt Standard-konform, hauptsächlich weil der Output
4506 keine Scan-Offsets enthält.
4507 Wenn du ein SVCD-Image generieren mußt, solltest du die Output-Datei
4508 dem
4509 <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
4510 übergeben.
4511 </para>
4512
4513 <para>
4514 VCD:
4515 <screen>
4516 -of mpeg -mpegopts format=xvcd
4517 </screen>
4518 </para>
4519
4520 <para>
4521 SVCD:
4522 <screen>
4523 -of mpeg -mpegopts format=xsvcd
4524 </screen>
4525 </para>
4526
4527 <para>
4528 DVD:
4529 <screen>
4530 -of mpeg -mpegopts format=dvd
4531 </screen>
4532 </para>
4533
4534 <para>
4535 DVD mit NTSC-Pullup:
4536 <screen>
4537 -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine -ofps 24000/1001
4538 </screen>
4539 dies erlaubt 24000/1001 fps progressive-Inhalt bei 30000/1001
4540 fps encodiert zu werden, während dieser DVD-Konformität erhalten bleibt.
4541 </para>
4542
4543 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-aspect">
4544 <title>Seitenverhältnis</title>
4545 <para>
4546 Das Seitenargument von <option>-lavcopts</option> wird zum Encodieren
4547 des Seitenverhältnisses einer Datei verwendet.
4548 Während des Playbacks wird Seitenverhältnis dazu benutzt, die korrekte
4549 Größe des Videos wierder herzustellen.
4550 </para>
4551
4552 <para>
4553 16:9 or "Breitbild"
4554 <screen>
4555 -lavcopts aspect=16/9
4556 </screen>
4557 </para>
4558
4559 <para>
4560 4:3 or "Vollbild"
4561 <screen>
4562 -lavcopts aspect=4/3
4563 </screen>
4564 </para>
4565
4566 <para>
4567 2.35:1 or "Cinemascope" NTSC
4568 <screen>
4569 -vf scale=720:368,expand=720:480 -lavcopts aspect=16/9
4570 </screen>
4571 Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
4572 erweiterte NTSC-Breite von 854/2.35 = 368
4573 </para>
4574
4575 <para>
4576 2.35:1 oder "Cinemascope" PAL
4577 <screen>
4578 -vf scale="720:432,expand=720:576 -lavcopts aspect=16/9
4579 </screen>
4580 Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
4581 erweiterte PAL-Breite von 1024/2.35 = 432
4582 </para>
4583
4584 </sect3>
4585
4586 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-a-v-sync">
4587 <title>Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation</title>
4588 <para>
4589 Um die Audio-/Video-Synchronisation während des ganzen
4590 Encodierens aufrecht zu erhalten, muß
4591 <application>MEncoder</application> Frames auslassen oder duplizieren.
4592 Dies funktioniert beim Muxen in eine AVI-Datei ziemlich gut,
4593 aber meist schlägt das Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation mit
4594 anderen Muxern wie etwa MPEG garantiert fehl.
4595 Dies ist der Grund, weshalb es nötig ist, den
4596 <option>harddup</option>-Video-Filter am Ende der Filterkette anzuhängen,
4597 um diese Art Problem zu vermeiden.
4598 Du findest mehr technische Informationen zu <option>harddup</option>
4599 in der Sektion
4600 <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</link>
4601 oder in der Man Page.
4602 </para>
4603 </sect3>
4604
4605 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-srate">
4606 <title>Sampleraten-Konvertierung</title>
4607 <para>
4608 Wenn die Audio-Samplerate in der Originaldatei nicht die selbe wie
4609 vom Zielformat angeforderte ist, wird eine Sampleraten-Konvertierung
4610 erforderlich.
4611 Dies wird erreicht, indem man die Option <option>-srate</option> und
4612 den <option>-af lavcresample</option> Audio-Filter zusammen
4613 anwedet.
4614 </para>
4615 <para>
4616 DVD:
4617 <screen>
4618 -srate 48000 -af lavcresample=48000
4619 </screen>
4620 </para>
4621 <para>
4622 VCD and SVCD:
4623 <screen>
4624 -srate 44100 -af lavcresample=44100
4625 </screen>
4626 </para>
4627 </sect3>
4628 </sect2>
4629
4630 <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc">
4631 <title>Verwenden des libavcodec zur VCD/SVCD/DVD-Encodierung</title>
4632
4633 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-intro">
4634 <title>Einführung</title>
4635 <para>
4636 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kann verwendet
4637 werden, um ein VCD/SVCD/DVD-Konformes Video durch die Anwendung der
4638 passenden Optionen zu erzeugen.
4639 </para>
4640 </sect3>
4641
4642 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-options">
4643 <title>lavcopts</title>
4644 <para>
4645 Dies ist eine Liste von Feldern in <option>-lavcopts</option>, die du
4646 möglicherweise ändern mußt, um einen für VCD, SVCD
4647 oder DVD konformen Film herzustellen :
4648 </para>
4649
4650 <itemizedlist>
4651 <listitem><para>
4652 <emphasis role="bold">acodec</emphasis>:
4653 <option>mp2</option> für VCD, SVCD oder PAL DVD;
4654 <option>ac3</option> wird am häufigsten für DVD gebraucht.
4655 PCM-Audio kann auch für DVD verwendet werden, aber dies ist meistens
4656 eine riesen Platzverschwendung.
4657 Beachte, dass MP3-Audio nicht konform für irgendeines dieser Formate
4658 ist, aber Player haben oft ohnehin kein Problem, es abzuspielen.
4659 </para></listitem>
4660
4661 <listitem><para>
4662 <emphasis role="bold">abitrate</emphasis>:
4663 224 für VCD; bis zu 384 für SVCD; bis zu 1536 für DVD, aber
4664 übliche Werte reichen von 192 kbps für Stereo bis 384 kbps für
4665 5.1-Kanal-Sound.
4666 </para></listitem>
4667
4668 <listitem><para>
4669 <emphasis role="bold">vcodec</emphasis>:
4670 <option>mpeg1video</option> für VCD;
4671 <option>mpeg2video</option> für SVCD;
4672 <option>mpeg2video</option> wird gewöhnlich für DVD verwendet, kann aber auch
4673 <option>mpeg1video</option> für CIF-Auflösungen verwenden.
4674 </para></listitem>
4675
4676 <listitem><para>
4677 <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
4678 Angewandt, um die GOP-Größe zu setzen.
4679 18 für Material mit 30fps oderr 15 für Material mit 25/24 fps.
4680 Kommerzielle Hersteller scheinen Keyframe-Intervalle von 12 zu bevorzugen.
4681 Es ist möglich, dies viel größer zu machen und dennoch die Kompatibilität
4682 zu den meisten Player zu behalten.
4683 Ein <option>keyint</option> von 25 sollte nie irgendwelche Probleme machen.
4684 </para></listitem>
4685
4686 <listitem><para>
4687 <emphasis role="bold">vrc_buf_size</emphasis>:
4688 327 für VCD, 917 für SVCD und 1835 für DVD.
4689 </para></listitem>
4690
4691 <listitem><para>
4692 <emphasis role="bold">vrc_minrate</emphasis>:
4693 1152 für VCD. kann für SVCD und DVD so gelassen werden.
4694 </para></listitem>
4695
4696 <listitem><para>
4697 <emphasis role="bold">vrc_maxrate</emphasis>:
4698 1152 für VCD; 2500 für SVCD; 9800 für DVD.
4699 Für SVCD und DVD könnte du niedrigere Werte verwenden, abhängig von
4700 deinen persänlichen Vorlieben und Anforderungen.
4701 </para></listitem>
4702
4703 <listitem><para>
4704 <emphasis role="bold">vbitrate</emphasis>:
4705 1152 für VCD;
4706 bis zu 2500 für SVCD;
4707 bis zu 9800 für DVD.
4708 Für letzteren zwei Formate, sollte vbitrate basierend auf persönliche
4709 Vorlieben gesetzt werden.
4710 Zum Beispiel, wenn du darauf bestehst, 20 Stunden oder so passend auf
4711 eine DVD zu bringen, könntest du vbitrate=400 benutzen.
4712 Die sich daraus ergebende Video-Qualität würde womöglich äußerst mies.
4713 Wenn du versuchst, die maximal mögliche Qualität auf eine DVD zu quetschen,
4714 nimm vbitrate=9800, aber sei gewarnt, dass dich dies zu weniger als
4715 einer Stunde Video auf einer Single-Layer DVD zwingen würde.
4716 </para></listitem>
4717 </itemizedlist>
4718 </sect3>
4719
4720 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-examples">
4721 <title>Beispiele</title>
4722 <para>
4723 Dies ist eine typische Mindest-Zusammenstellung von <option>-lavcopts</option>
4724 zum Encodieren eines Videos:
4725 </para>
4726 <para>
4727 VCD:
4728 <screen>
4729 -lavcopts vcodec=mpeg1video:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:\
4730 vrc_maxrate=1152:vbitrate=1152:keyint=15:acodec=mp2
4731 </screen>
4732 </para>
4733
4734 <para>
4735 SVCD:
4736 <screen>
4737 -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=917:vrc_maxrate=2500:vbitrate=1800:\
4738 keyint=15:acodec=mp2
4739 </screen>
4740 </para>
4741
4742 <para>
4743 DVD:
4744 <screen>
4745 -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:\
4746 keyint=15:acodec=ac3
4747 </screen>
4748 </para>
4749
4750 </sect3>
4751
4752 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-advanced">
4753 <title>Erweiterte Optionen</title>
4754 <para>
4755 Für das Encodieren höherer Qualität könntest du auch Qualitäts-steigernde
4756 Optionen an lavcopts anzufügen, wie etwa <option>trell</option>,
4757 <option>mbd=2</option> und weitere.
4758 Beachte, dass <option>qpel</option> und <option>v4mv</option>, obwohl
4759 oft bei MPEG-4 nützlich, nicht auf MPEG-1 oder MPEG-2 anwendbar sind.
4760 Außerdem, wenn du versuchst, eine sehr hochwertige DVD-Encodierung zu
4761 machen, kann es nützlich sein, <option>dc=10</option> an lavcopts
4762 anzufügen.
4763 Wobei dies helfen könnte, das Auftreten von Blöcken in fahl-farbenen
4764 Bereichen zu reduzieren.
4765 Zusammenfassend ist die ein Beispiel einer Zusammenstellung von lavcopts für
4766 für eine höherwertige DVD:
4767 </para>
4768
4769 <para>
4770 <screen>
4771 -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=8000:\
4772 keyint=15:trell:mbd=2:precmp=2:subcmp=2:cmp=2:dia=-10:predia=-10:cbp:mv0:\
4773 vqmin=1:lmin=1:dc=10
4774 </screen>
4775 </para>
4776
4777 </sect3>
4778 </sect2>
4779
4780 <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-audio">
4781 <title>Encodieren von Audio</title>
4782 <para>
4783 VCD und SVCD unterstützen MPEG-1 Layer II Audio, indem sie einen
4784 MP2-Encoder von
4785 <systemitem class="library">toolame</systemitem>,
4786 <systemitem class="library">twolame</systemitem>,
4787 oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
4788 verwenden.
4789 der libavcodec MP2 is weit entfernt davon, so gut zu sein wie die
4790 anderen zwei Bibliotheken, dennoch sollte er immer verfügbar sein.
4791 VCD unterstützt nur Audio mit konstanten Bitraten (CBR) wogegen SVCD
4792 auch variable Bitraten (VBR) unterstützt.
4793 Sei vorsichtig, wenn Du VBR benutzt, weil einige schlechten
4794 Standalone-Player diese nicht so gut unterstützen könnten.
4795 </para>
4796
4797 <para>
4798 Für DVD-Audio wird der AC3-Codec von
4799 <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
4800 verwendet.
4801 </para>
4802
4803 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-toolame">
4804 <title>toolame</title>
4805 <para>
4806 Für VCD und SVCD:
4807 <screen>
4808 -oac toolame -toolameopts br=224
4809 </screen>
4810 </para>
4811 </sect3>
4812
4813 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-twolame">
4814 <title>twolame</title>
4815 <para>
4816 Für VCD und SVCD:
4817 <screen>
4818 -oac twolame -twolameopts br=224
4819 </screen>
4820 </para>
4821 </sect3>
4822
4823 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-lavc">
4824 <title>libavcodec</title>
4825 <para>
4826 Für DVD mit 2-Kanal-Sound:
4827 <screen>
4828 -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=192
4829 </screen>
4830 </para>
4831 <para>
4832 Für DVD mit 5.1-Kanal-Sound:
4833 <screen>
4834 -channels 6 -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=384
4835 </screen>
4836 </para>
4837 <para>
4838 Für VCD und SVCD:
4839 <screen>
4840 -oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=224
4841 </screen>
4842 </para>
4843 </sect3>
4844
4845 </sect2>
4846
4847 <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-all">
4848 <title>zusammenfassung</title>
4849 <para>
4850 Diese Sektion zeigt einige kompletten befehle zum Erzeugen von
4851 VCD/SVCD/DVD-konformen Videos.
4852 </para>
4853
4854 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-dvd">
4855 <title>PAL DVD</title>
4856 <para>
4857 <screen>
4858 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
4859 harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
4860 vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:acodec=ac3:\
4861 abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 25 \
4862 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4863 </screen>
4864 </para>
4865 </sect3>
4866
4867 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-dvd">
4868 <title>NTSC DVD</title>
4869 <para>
4870 <screen>
4871 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:480,\
4872 harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
4873 vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=18:acodec=ac3:\
4874 abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 30000/1001 \
4875 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4876 </screen>
4877 </para>
4878 </sect3>
4879
4880 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-ac3-copy">
4881 <title>PAL AVI Containing AC3 Audio to DVD</title>
4882 <para>
4883 Hat die Quelle bereits AC3-Audio, nimm -oac copy anstatt es
4884 erneut zu encodieren.
4885 <screen>
4886 mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
4887 harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:\
4888 vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 25 \
4889 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4890 </screen>
4891 </para>
4892 </sect3>
4893
4894 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-ac3-copy">
4895 <title>NTSC AVI Containing AC3 Audio to DVD</title>
4896 <para>
4897 Hat die Quelle bereits AC3-Audio und ist NTSC @ 24000/1001 fps:
4898 <screen>
4899 mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine \
4900 -vf scale=720:480,harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:\
4901 vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 24000/1001 \
4902 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4903 </screen>
4904 </para>
4905 </sect3>
4906
4907 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-svcd">
4908 <title>PAL SVCD</title>
4909 <para>
4910 <screen>
4911 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd -vf \
4912 scale=480:576,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
4913 vcodec=mpeg2video:mbd=2:keyint=15:vrc_buf_size=917:vrc_minrate=600:\
4914 vbitrate=2500:vrc_maxrate=2500:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 25 \
4915 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4916 </screen>
4917 </para>
4918 </sect3>
4919
4920 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-svcd">
4921 <title>NTSC SVCD</title>
4922 <para>
4923 <screen>
4924 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd -vf \
4925 scale=480:480,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
4926 vcodec=mpeg2video:mbd=2:keyint=18:vrc_buf_size=917:vrc_minrate=600:\
4927 vbitrate=2500:vrc_maxrate=2500:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 30000/1001 \
4928 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4929 </screen>
4930 </para>
4931 </sect3>
4932
4933 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-vcd">
4934 <title>PAL VCD</title>
4935 <para>
4936 <screen>
4937 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
4938 scale=352:288,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
4939 vcodec=mpeg1video:keyint=15:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:vbitrate=1152:\
4940 vrc_maxrate=1152:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 25 \
4941 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4942 </screen>
4943 </para>
4944 </sect3>
4945
4946 <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-vcd">
4947 <title>NTSC VCD</title>
4948 <para>
4949 <screen>
4950 mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
4951 scale=352:240,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
4952 vcodec=mpeg1video:keyint=18:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:vbitrate=1152:\
4953 vrc_maxrate=1152:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 30000/1001 \
4954 -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
4955 </screen>
4956 </para>
4957 </sect3>
4958
4959 </sect2>
4960
4961 </sect1>
4962
4963 </chapter>