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 <chapter id="encoding-guide">
-<title>Encodieren mit <application>MEncoder</application></title>
-
-<sect1 id="menc-feat-dvd-mpeg4">
-<title>Erzeugen eines hochwertigen MPEG-4-Rips (&quot;DivX&quot;) eines DVD-Films</title>
-
-<para>
-  Eine häufig gestellte Frage ist &quot;Wie mache ich den hochwertigsten
-  Rip für eine gegebene Größe?&quot;. Eine weitere Frage ist &quot;Wie mache ich den qualitativ
-  bestmöglichen DVD-Rip? Die Dateigröße ist mir egal, ich will einfach nur
-  die beste Qualität.&quot;
-</para>
-
-<para>
-  Die letzte Frage ist zumindest etwas falsch gestellt. Wenn du dir
-  schließlich keine Gedanken um die Dateigröße machst, warum kopierst Du
-  dann nicht einfach den kompletten MPEG-2-Videostream der DVD?
-  Sicherlich, deine AVI wird am Ende 5GB groß sein, so oder so, jedoch ist
-  dies mit Sicherheit deine beste Option, wenn du die beste Qualität
-  erhalten willst und dich nicht um die Größe kümmerst.
-</para>
-
-<para>
-  Tatsache ist, der Grund eine DVD in MPEG-4 umzuencodieren ist
-  gerade <emphasis role="bold">weil</emphasis> dir die Größe wichtig ist.
-</para>
-
-<para>
-  Es ist sehr schwierig, ein Rezept zum Erzeugen eines sehr
-  hochwertigen DVD-Rips anzubieten. Es gilt mehrere Faktoren zu
-  berücksichtigen, und du solltest dich mit diesen Details auskennen oder
-  du wirst voraussichtlich am Ende von den Resultaten enttäuscht.
-  Nachfolgend werden wir einige dieser Themen etwas näher untersuchen
-  und uns danach ein Beispiel ansehen. Wir gehen davon aus, dass Du
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zum Encodieren des
-  Videos verwendest, obwohl diese Theorie genauso gut auf andere Codecs
-  zutrifft.
-</para>
-
-<para>
-  Ist dies alles zu viel für dich, solltest du womöglich auf eins der vielen
-  guten Frontends zurückgreifen, die in der
-  <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/projects.html#mencoder_frontends">MEncoder-Sektion</ulink>
-  unserer diesbezüglichen Projektseite zu finden sind.
-  Auf diese Weise solltest du in der Lage sein, hochwertige Rips zu
-  erhalten ohne viel nachdenken zu müssen, da die meisten dieser Tools dazu entworfen
-  wurden, clevere Entscheidungen für dich zu treffen.
-</para>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode">
-<title>Vorbereitung aufs Encodieren: Identifiziere Quellmaterial und Framerate</title>
-<para>
-  Bevor du über das Encodieren eines Films nachdenkst, solltest du einige einleitende
-  Schritte vornehmen.
-</para>
-
-<para>
-  Der erste und allerwichtigste Schritt vor dem Encodieren sollte sein,
-  festzustellen, mit welchem Inhaltstyp du umgehst.
-  Kommt dein Quellmaterial von einer DVD oder einem Rundfunk-/Kabel-/Satelliten-TV,
-  wird es in einem von zwei Formaten abgespeichert: NTSC für Nord-Amerika und Japan,
-  PAL für Europa usw.
-  Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass dies ganz einfach die Formatierung
-  für die Präsentation auf einem Fernsehgerät ist und häufig
-  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> mit dem originalen Format des Films
-  korrespondiert. Die Erfahrung zeigt, dass NTSC-Material schwieriger zu
-  encodieren ist, da mehr Elemente in der Quelle zu identifizieren sind.
-  Um eine geeignete Encodierung zu produzieren, solltest du das originale
-  Format kennen.
-  Fehler, dies sollte man berücksichtigen, führen zu diversen Fehlerstellen
-  in deiner Encodierung, einschließlich hässlicher Kammartefakte (combing/interlacing)
-  und doppelten oder gar verlorenen Frames.
-  Abgesehen davon, dass sie unschön sind, beeinflussen diese Artefakte die
-  Codierungseffizienz negativ:
-  Du erhältst eine schlechtere Qualität pro Bitrateneinheit.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-fps">
-<title>Identifizieren der Quellframerate</title>
-<para>
-  Hier ist eine Liste der verbreiteten Typen des Quellmaterials, in der Du
-  diese und ihre Eigenschaften voraussichtlich finden wirst:
-</para>
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Standardfilm</emphasis>: Produziert für
-  theatralische Anzeige bei 24fps.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">PAL-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
-  PAL-Videokamera bei 50 Feldern pro Sekunde.
-  Ein Feld besteht ganz einfach aus den ungerade oder gerade nummerierten
-  Zeilen eines Frames.
-  Das Fernsehen wurde entworfen, diese Felder als billige Form einer
-  analogen Komprimierung im Wechsel zu aktualisieren.
-  Das menschliche Auge kompensiert dies angeblich, aber wenn du
-  Interlacing einmal verstanden hast, wirst du lernen, es auch auf
-  dem TV-Bildschirm zu erkennen und nie wieder Spass am Fernsehen haben.
-  Zwei Felder machen <emphasis role="bold">keinen</emphasis> kompletten
-  Frame, da sie in einer 50-stel Sekunde zeitlich getrennt aufgenommen
-  werden und so nicht Schlange stehen solange keine Bewegung da ist.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">NTSC-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
-  NTSC-Videokamera bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde oder 60 Feldern
-  pro Sekunde zu Zeiten vor dem Farbfernsehen.
-  Ansonsten ähnlich wie PAL.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Animation</emphasis>: Üblicherweise bei
-  24fps gezeichnet, kommt jedoch auch in Varianten mit gemischter
-  Framerate vor.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Computer Graphics (CG)</emphasis>: Kann
-  irgendeine Framerate sein, jedoch sind einige üblicher als andere;
-  24 und 30 Frames pro Sekunde sind typisch für NTSC und 25fps ist
-  typisch für PAL.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Alter Film</emphasis>: Diverse niedrigere
-  Frameraten.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-material">
-<title>Identifizieren des Quellmaterials</title>
-<para>
-  Filme, die sich aus Frames zusammensetzen, werden den progressiven
-  zugeordnet, während die aus unabhängigen Feldern bestehenden
-  entweder interlaced (engl. für verschachteln) oder Video
-  genannt werden - somit ist letzterer Terminus zweideutig.
-</para>
-<para>
-  Um das ganze noch komplizierter zu machen, sind manche Filme ein
-  Gemisch aus einigen den oben beschriebenen Formen.
-</para>
-<para>
-  Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen all diesen
-  Formaten ist, dass einige Frame-basiert, andere wiederum
-  Feld-basiert sind.
-  <emphasis role="bold">Immer</emphasis> wenn ein Film für die
-  Anzeige auf dem Fernseher vorbereitet wird (einschließlich
-  DVD), wird er in ein Feld-basiertes Format konvertiert.
-  Die zahlreichen Methoden, mit denen dies bewerkstelligt werden
-  kann, werden insgesamt dem &quot;pulldown&quot; zugeordnet, von welchem
-  das verrufene NTSC &quot;3:2 telecine&quot; eine Abart darstellt.
-  Sofern das Originalmaterial nicht Feld-basiert war (bei gleicher
-  Feldrate), erhältst du einen Film in einem anderen Format als
-  das Original.
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<title>Es gibt einige verbreitete Typen des pulldown:</title>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">PAL 2:2 pulldown</emphasis>: Das schönste von
-  allen.
-  Jeder Frame wird durch das wechselweise Extrahieren und Anzeigen
-  der geradzahligen und ungeradzahligen Zeilen für die Dauer von zwei
-  Feldern dargestellt.
-  Hat das Originalmaterial 24fps, beschleunigt dieser Prozess den Film
-  um 4%.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">PAL 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown</emphasis>:
-  Jeder 12-te Frame, anstatt nur jeder 2-te, wird für die Dauer von zwei
-  Feldern dargestellt.
-  Dies vermeidet die 4% Geschwindigkeitssteigerung, macht jedoch das
-  Umkehren des Prozesses viel schwieriger.
-  Es ist üblicherweise in Musical-Produktionen zu sehen, wo das Anpassen der
-  Geschwindigkeit um 4% sicherlich das musikalische Ergebnis kaputt machen würde.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">NTSC 3:2 telecine</emphasis>: Frames werden
-  abwechselnd für die Dauer von 3 oder 2 Feldern angezeigt.
-  Dies verleiht der Feldrate das 2.5-fache der originalen Framerate.
-  Das Resultat wird dadurch auch leicht von 60 Feldern pro Sekunde auf
-  60000/1001 Felder pro Sekunde verlangsamt, um die NTSC-Felddrate
-  beizubehalten.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">NTSC 2:2 pulldown</emphasis>: Verwendet zur
-  Darstellung von 30fps Material auf NTSC.
-  Schön, genau wie das 2:2 PAL pulldown.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-
-<para>
-  Es gibt auch Methoden zur Konvertierung zwischen NTSC- und PAL-Video,
-  jedoch liegen diese Themen jenseits des Rahmens dieser Anleitung.
-  Wenn du auf solch einen Film stößt und ihn encodieren willst, solltest
-  du besser eine Kopie im originalen Format suchen.
-  Die Konvertierung zwischen diesen beiden Formaten ist hochdestruktiv und
-  kann nicht spurlos rückgängig gemacht werden, somit wird deine Encodierung
-  außerordentlich darunter leiden, wenn sie aus einer konvertierten Quelle
-  erzeugt wurde.
-</para>
-<para>
-  Wenn ein Video auf DVD gespeichert wird, werden fortlaufend Feldpaare
-  als Frames gruppiert, auch wenn nicht beabsichtigt ist, diese gleichzeitig
-  zu zeigen.
-  Der bei DVD und digitalem TV verwendete MPEG-2-Standard bietet einen Weg
-  für beides, die originalen progressiven Frames zu encodieren und die Anzahl
-  der Felder, für die ein Frame gezeigt werden soll, im Header dieses Frames
-  zu speichern.
-  Wurde diese Methode angewandt, wird dieser Film oft als &quot;soft telecined&quot;
-  beschrieben, da der Prozess eher nur den DVD-Player anweist, pulldown
-  auf den Film anzuwenden, als den Film selbst abzuändern.
-  Dieser Fall sollte möglichst bevorzugt werden, da er (eigentlich ignoriert)
-  leicht vom Encoder rückgängig gemacht werden kann und da er die maximale
-  Qualität beibehält.
-  Wie auch immer, viele DVD- und Rundfunkproduktionsstudios verwenden
-  keine passenden Encodierungstechniken, sie produzieren stattdessen Filme mit
-  &quot;hard telecine&quot;, bei denen Felder sogar in encodiertes MPEG-2 dupliziert
-  werden.
-</para>
-<para>
-  Die Vorgehensweisen für den Umgang mit solchen Fällen werden
-  <link linkend="menc-feat-telecine">später in diesem Handbuch</link>
-  behandelt.
-  Wir lassen dich jetzt mit einigen Anleitungen zur Identifizierung der
-  Materialtypen zurück, mit denen du es zu tun hast:
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<title>NTSC-Bereiche:</title>
-<listitem><para>
-  Wenn <application>MPlayer</application> angibt, dass die Framerate
-  während des Betrachtens des Films zu 24000/1001 gewechselt hat
-  und diese nie wieder zurückwechselt, handelt es sich meist mit
-  Sicherheit um progressiven Inhalt, der &quot;soft telecined&quot; wurde.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Wenn <application>MPlayer</application> anzeigt, dass die Framerate
-  zwischen 24000/1001 und 30000/1001 vor und zurück wechselt, und Du
-  siehst hin und wieder Kammartefakte, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.
-  Die Segmente mit 24000/1001 fps sind meist mit Sicherheit progressiver
-  Inhalt, &quot;soft telecined&quot;, jedoch könnten die Teile mit 30000/1001 fps
-  entweder &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps Inhalt oder 60000/1001 Felder
-  pro Sekunde NTSC-Video sein.
-  Verwende die selben Richtwerte wie in den folgenden zwei Fällen, um zu
-  bestimmen, um was es sich handelt.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
-  anzeigt und jeder einzelne Frame mit Bewegung gekämmt (combed) erscheint,
-  ist dein Film ein NTSC-Video bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
-  anzeigt und zwei von fünf Frames gekämmt (combed) erscheinen, ist der
-  Inhalt deines Films &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-
-<itemizedlist>
-<title>PAL-Bereiche:</title>
-<listitem><para>
-  Wenn du niemals irgend ein Combing siehst, ist dein Film 2:2 pulldown.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Siehst du alle halbe Sekunde abwechselnd ein- und ausgehendes Combing,
-  dann ist dein Film 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Hast du immer während Bewegungen Combing gesehen, dann ist dein Film
-  PAL-Video bei 50 Feldern pro Sekunde.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-
-<note><title>Tipp:</title>
-<para>
-  <application>MPlayer</application> kann das Filmplayback
-  mittels der Option -speed verlangsamen oder Frame für Frame abspielen.
-  Versuche <option>-speed</option> 0.2 zu verwenden, um den Film sehr lamgsam
-  anzusehen oder drücke wiederholt die Taste &quot;<keycap>.</keycap>&quot;, um jeweils
-  einen Frame abzuspielen und identifiziere dann das Muster, falls du bei voller
-  Geschwindigkeit nichts erkennen kannst.
-</para>
-</note>
-</sect3>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-2pass">
-<title>Konstanter Quantisierungsparameter vs. Multipass</title>
-
-<para>
-  Es ist möglich, deinen Film in einer großen Auswahl von Qualitäten zu
-  encodieren.
-  Mit modernen Videoencodern und ein wenig Pre-Codec-Kompression
-  (Herunterskalierung und Rauschunterdrückung), kann eine sehr gute
-  Qualität bei 700 MB für einen 90-110-minütigen Breitwandfilm erreicht werden.
-  Des Weiteren können alle Filme - sogar die längsten - mit nahezu perfekter
-  Qualität bei 1400 MB encodiert werden.
-</para>
-
-<para>
-  Es gibt drei Annäherungen für das Encodieren eines Videos: konstante Bitrate
-  (CBR), konstanter Quantisierungsparameter und Multipass (ABR, oder mittlere Bitrate).
-</para>
-
-<para>
-  Die Komplexität der Frames eines Filmes und somit die Anzahl der für
-  deren Komprimierung erforderlichen Bits kann von einer Szene zur anderen
-  außerordentlich variieren.
-  Moderne Videoencoder können sich durch Variieren der Bitrate an diese
-  Anforderungen anpassen.
-  In einfachen Modi wie CBR kennen die Encoder jedoch nicht den
-  Bitratenbedarf zukünftiger Szenen und sind somit nicht in der Lage,
-  die angeforderte mittlere Bitrate über längere Zeitspannen zu
-  überschreiten.
-  Erweiterte Modi wie etwa Multipass-Encodierung können die Statistik
-  früherer Durchgänge berücksichtigen; dies behebt das oben erwähnte
-  Problem.
-</para>
-
-<note><title>Anmerkung:</title>
-<para>
-  Die meisten Codecs, die ABR-Encodierung unterstützen, unterstützen nur
-  die Encodierung in zwei Durchgängen (two pass) während einige andere wie
-  etwa <systemitem class="library">x264</systemitem>,
-  <systemitem class="library">XviD</systemitem>
-  und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> Multipass
-  unterstützen, was die Qualität bei jedem Durchgang leicht verbessert.
-  Jedoch ist diese Verbesserung weder messbar noch ist sie nach dem
-  4-ten Durchgang oder so spürbar.
-  Aus diesem Grund werden in diesem Abschnitt die Encoderierung mit 2 Durchläufen
-  (two pass) und Multipass abwechselnd angewandt.
-</para>
-</note>
-
-<para>
-  In jedem dieser Modi bricht der Videocodec (wie etwa
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>)
-  den Videoframe in 16x16 Pixel Macroblöcke und wendet danach einen
-  Quantisierer auf jeden Macroblock an. Je niedriger der Quantisierer desto
-  besser die Qualität und desto höher die Bitrate.
-  Die Methode, die der Filmencoder zur Bestimmung des auf einen gegebenen
-  Macroblock anzuwendenden Quantisierer verwendet, variiert und ist in
-  hohem Maße einstellbar. (Dies ist eine extrem übertriebene Vereinfachung
-  des aktuellen Prozesses aber nützlich, um das Grundkonzept zu verstehen.)
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du eine konstante Bitrate festlegst, wird der Videocodec das Video
-  so encodieren, dass so viele Details wie notwendig und so wenig
-  wie möglich ausgesondert werden, um unterhalb der vorgegebenen Bitrate zu
-  bleiben. Wenn du dich wirklich nicht um die Dateigröße kümmerst, könntest
-  du auch CBR verwenden und eine nahezu endlose Bitrate festlegen.
-  (In der Praxis bedeutet dies einen Wert, der hoch genug ist, kein Limit
-  aufzuwerfen wie 10000Kbit.) Ohne echte Einschränkung der Bitrate wird
-  der Codec als Ergebnis den niedrigsten möglichen Quantisierer für jeden
-  Macroblock anwenden (wie durch <option>vqmin</option> für
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
-  spezifiziert, Standardwert ist 2).
-  Sobald du eine Bitrate festlegst, die niedrig genug ist, den
-  Codec zur Anwendung eines höheren Quantisierers zu zwingen, bist Du
-  nahezu sicher dabei, die Qualität deines Videos zu ruinieren.
-  Um dies zu vermeiden, solltst du möglicherweise dein Video wie
-  in der später in diesem Handbuch beschriebenen Methode reduzieren.
-  Im Allgemeinen solltst du CBR vollkommen meiden, wenn dir Qualität
-  wichtig ist.
-</para>
-
-<para>
-  Mit konstantem Quantisierer wendet der Codec denselben Quantisierer, wie
-  durch die Option <option>vqscale</option> (für
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>) spezifiziert, auf jeden
-  Macroblock an.
-  Willst du einen Rip mit höchstmöglicher Qualität und ignorierst dabei
-  wiederum die Bitrate, kannst du <option>vqscale=2</option> verwenden.
-  Dies wird dieselbe Bitrate und PSNR (peak signal-to-noise ratio) liefern
-  wie CBR mit <option>vbitrate</option>=infinity und der Standardeinstellung
-  <option>vqmin</option>=2.
-</para>
-
-<para>
-  Das Problem mit konstantem Quantisierer ist, dass der vorgegebene Quantisierer
-  zum Einsatz kommt, egal ob der Macroblock ihn benötigt oder nicht. Dies heißt,
-  es wäre möglich, einen höheren Quantisierer auf einen Macroblock anzuwenden,
-  ohne sichtbare Qualität zu opfern. Warum die Bits für einen unnötig kleinen
-  Quantisierer verschwenden? Deine CPU hat soundso viele Arbeitsgänge Zeit zur
-  Verfügung, die Festplatte jedoch nur soundso viele Bits.
-</para>
-
-<para>
-  Bei einer Encodierung mit zwei Durchläufen (two pass), wird der erste Durchgang
-  den Film so rippen, als würde CBR vorliegen, jedoch wird ein Log die Eigenschaften
-  jedes Frames beibehalten. Diese Daten werden danach während des zweiten Durchgangs
-  dazu verwendet, intelligente Entscheidungen zur Wahl des Quantisierers zu treffen.
-  Während schneller Action oder hochdetaillierter Szenen werden womöglich
-  höhere Quantisierer, während langsamen Bewegungen und Szenen mit weniger Details
-  niedrigere Quantisierer verwendet.
-  Normalerweise ist die Anzahl der Bewegungen wichtiger als die der Details.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du <option>vqscale=2</option> verwendest, verschwendest du Bits. Wenn
-  du <option>vqscale=3</option> anwendest, wirst du keinen Rip mit bestmöglicher
-  Qualität erhalten. Angenommen du rippst eine DVD mit <option>vqscale=3</option>
-  und das Resultat ist 1800Kbit. Wenn du in zwei Durchgängen mit
-  <option>vbitrate=1800</option> encodierst, wird das daraus resultierende Video
-  eine <emphasis role="bold">bessere Qualität</emphasis> bei
-  <emphasis role="bold">gleicher Bitrate</emphasis> haben.
-</para>
-
-<para>
-  Da du nun davon überzeugt bist, dass zwei Durchgänge (two pass) den besten
-  Weg darstellen, stellt sich jetzt tatsächlich die Frage, welche Bitrate
-  verwendet werden soll? Die Antwort ist, dass es nicht nur eine
-  Antwort gibt. Idealerweise willst du eine Bitrate wählen, die die beste Balance
-  zwischen Qualität und Dateigröße ergibt. Die kann abhängig vom Quellvideo
-  variieren.
-</para>
-
-<para>
-  Interessiert die Größe nicht, stellen etwa 2000Kbit plus oder minus 200Kbit
-  einen guten Ausgangspunkt für einen sehr hochqualitativen Rip dar.
-  Bei einem Video mit schneller Action oder hohen Details, oder wenn du schlicht
-  und ergreifend ein sehr kritisches Auge besitzst, könntest du dich für 2400
-  oder 2600 entscheiden.
-  Bei einigen DVDs kannst du eventuell keinen Unterschied bei 1400Kbit feststellen.
-  Um ein besseres Gefühl zu bekommen, ist es eine gute Idee, mit Szenen bei
-  unterschiedlichen Bitraten herumzuexperimentieren.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du eine bestimmte Größe anvisierst, musst du die Bitrate irgendwie
-  kalkulieren.
-  Aber zuvor solltest du wissen, wieviel Platz du für den/die Audiotrack(s)
-  reservieren musst, daher solltest Du
-  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">diese(n) zuerst rippen</link>.
-  Du kannst die Bitrate mit folgender Gleichung berechnen:
-  <systemitem>Bitrate = (zielgroesse_in_MByte - soundgroesse_in_MByte) *
-  1024 * 1024 / laenge_in_sek * 8 / 1000</systemitem>
-  Um zum Beispiel einen zweistündigen Film auf eine 702MB CD mit einem 60MB
-  Audiotrack zu bekommen, sollte die Videobitrate folgendermaßen sein:
-  <systemitem>(702 - 60) * 1024 * 1024 / (120*60) * 8 / 1000
-  = 740kbps</systemitem>
-</para>
-
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-constraints">
-<title>Randbedingungen für effizientes Encodieren</title>
-
-<para>
-  Aufgrund der Natur der MPEG-Komprimierung gibt es zahlreiche
-  Randbedingungen, denen du zum Erreichen maximaler Qualität folgen
-  solltest.
-  MPEG splittet das Video in Macroblöcke genannte 16x16 Quadrate auf,
-  jeder davon zusammengesetzt aus 4 8x8 Blöcken mit
-  Luma-(Intensitäts)-Informationen und zwei halb-auflösenden 8x8
-  Chroma-(Farb)-Blöcken (einer für die Rot-Cyan-Achse und der andere für
-  die Blau-Gelb-Achse).
-  Selbst wenn Breite und Höhe deines Films kein Vielfaches von 16 sind,
-  wird der Encoder ausreichend 16x16 Macroblöcke zur Abdeckung des
-  gesamten Bildbereichs verwenden und der Extraplatz wird verschwendet.
-  Folglich ist es keine gute Idee, im Interesse der Maximierung der
-  Qualität bei fester Dateigröße, Abmessungen zu verwenden, die kein
-  Vielfaches von 16 sind.
-</para>
-
-<para>
-  Die meisten DVDs besitzen ein bestimmtes Maß schwarzer Balken
-  an ihren Rändern. Diese dort zu belassen kann die Qualität auf
-  verschiedene Art und Weise negativ beeinflussen.
-</para>
-
-<orderedlist>
-<listitem>
-<para>
-  MPEG-Kompression hängt ebenso in höchstem Maße von den
-  Frequenzbereichs-Transformationen ab, insbesondere von der
-  Discrete Cosine Transform (DCT), die der Fourier Transform ähnelt.
-  Diese Art Encodierung ist für darstellende Muster und weiche
-  Übergänge effizient, hat jedoch große Probleme mit scharfen Kanten.
-  Um diese zu encodieren muss sie viel mehr Bits verwenden,
-  oder es wird andernfalls ein als Ringing bekannter Artefakt
-  auftreten.
-</para>
-
-<para>
-  Die Discrete Frequency Transform (DCT) erfolgt separat auf jeden
-  Macroblock (eigentlich auf jeden Block), somit trifft dieses Problem
-  nur zu, wenn sich in einem Block eine scharfe Kante befindet.
-  Beginnt dein schwarzer Rand exakt an den Grenzen zum Vielfachen von
-  16 Pixeln, stellt dies kein Problem dar.
-  Seis drum, die schwarzen Ränder bei DVDs werden in den seltensten
-  Fällen schön angeordnet, daher wirst du sie in der Praxis immer
-  abschneiden müssen, um diesen Nachteil zu vermeiden.
-</para>
-</listitem>
-</orderedlist>
-
-<para>
-  Zusätzlich zu den Frequenzbereichs-Transformationen verwendet die
-  MPEG-Kompression Bewegungsvektoren, um den Wechsel von einem Frame
-  zum anderen darzustellen.
-  Bewegungsvektoren arbeiten bei Inhalt, der von den Kanten eines Bildes
-  her einfließt, normalerweise weniger effizient, da dieser im vorherigen
-  Frame nicht vorhanden ist. Solange sich das Bild bis voll zur Kante des
-  encodierten Bereichs hin vergrößert, haben Bewegungsvektoren kein Problem
-  mit Inhalt, der sich aus den Kanten des Bildes hinausbewegt. Die Präsenz
-  schwarzer Ränder kann jedoch Ärger machen:
-</para>
-
-<orderedlist continuation="continues">
-<listitem>
-<para>
-  Die MPEG-Kompression speichert für jeden Macroblock einen Vektor,
-  um ausfindig zu machen, welcher Teil des vorherigen Frames in diesen
-  Macroblock als Basis zur Vorhersage des nächsten Frames kopiert
-  werden soll. Nur die verbleibenden Unterschiede müssen encodiert werden.
-  Überspannt der Macroblock die Kante des Bildes und enthält einen
-  Teil des schwarzen Randes, werden Bewegungsvektoren aus anderen
-  Teilen des Bildes den schwarzen Rand überschreiben. Dies bedeutet, dass
-  jede Menge Bits entweder zur wiederholten Schwärzung des überschriebenen
-  Randes aufgewendet werden müssen, oder es wird (eher) erst gar kein
-  Bewegungsvektor genutzt und alle Änderungen innerhalb dieses Macroblocks
-  müssen explizit encodiert werden. So oder so wird die Encodiereffizienz
-  außerordentlich reduziert.
-</para>
-
-<para>
-  Nochmal, dieses Problem trifft nur dann zu, wenn schwarze Ränder
-  nicht an den Grenzen eines Vielfachen von 16 anstehen.
-</para>
-</listitem>
-
-<listitem>
-<para>
-  Zuletzt noch was, angenommen wir haben einen Macroblock im Inneren des
-  Bildes und ein Objekt bewegt sich aus Richtung Nähe der Kante des Bildes
-  her in diesen Block hinein. Die MPEG-Encodierung kann nicht sagen
-  &quot;kopiere den Teil, der innerhalb des Bildes liegt, den schwarzen Rand
-  aber nicht&quot;. Somit wird der schwarze Rand ebenfalls mit hinein kopiert
-  und jede Menge Bits müssen zur Encodierung des Teils des Bildes, der
-  dort angenommen wird, aufgewendet werden.
-</para>
-
-<para>
-  Läuft das Bild ständig zur Kante des encodierten Bereichs hin, besitzt
-  MPEG spezielle Optimierungen, um immer wieder dann die Pixel am Rand des
-  Bildes zu kopieren, wenn ein Bewegungsvektor von außerhalb des
-  encodierten Bereichs ankommt. Dieses Feature wird nutzlos, wenn der Film
-  schwarze Ränder hat. Im Gegensatz zu den Problemen 1 und 2 hilft hier
-  kein Anordnen der Ränder am Vielfachen von 16.
-</para>
-</listitem>
-
-<listitem>
-<para>
-  Obwohl die Ränder komplett schwarz sind und sich nie ändern, ist
-  zumindest ein minimaler Overhead damit verbunden, mehr Macroblöcke
-  zu besitzen.
-</para>
-</listitem>
-</orderedlist>
-
-<para>
-  Aus all diesen Gründen wird empfohlen, schwarze Ränder komplett abzuschneiden.
-  Mehr noch, liegt ein Bereich mit Rauschen/Verzerrung an der Kante des Bildes,
-  steigert dessen Abschneiden ebenso die Encodiereffizienz. Videophile Puristen,
-  die den Originalzustand so nah wie möglich sichern wollen,
-  mögen dieses Abschneiden (cropping) beanstanden, wenn du jedoch nicht planst,
-  bei konstantem Quantisierer zu encodieren, wird der Qualitätsgewinn, den Du
-  durch dieses Abschneiden erreichst, beträchtlich über dem Verlust an Informationen
-  an den Kanten liegen.
-</para>
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-crop">
-<title>Abschneiden und Skalieren</title>
-
-<para>
-  Wiederaufruf der vorherigen Sektion, dass die letzte von Dir
-  encodierte Bildgröße ein Vielfaches von 16 sein sollte (bei beidem,
-  Breite und Höhe).
-  Diese kann durch Abschneiden, Skalieren erreicht werden oder durch
-  eine Kombination von beidem.
-</para>
-
-<para>
-  Beim Abschneiden gibt es ein paar Richtwerte, die befolgt werden müssen,
-  um eine Zerstörung des Films zu vermeiden.
-  Das normale YUV-Format, 4:2:0, speichert Chroma-(Farb)-Informationen
-  in einer Unterstichprobe (subsampled), z.B. wird Chroma nur halb so oft
-  in jede Richtung gesampelt wie Luma-(Intensitäts)-Informationen.
-  Beobachte dieses Diagramm, in dem L Luma-Samplingpunkte bedeuten und C
-  für Chroma steht.
-</para>
-
-<informaltable>
-<?dbhtml table-width="40%" ?>
-<?dbfo table-width="40%" ?>
-<tgroup cols="8" align="center">
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-  </tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-<para>
-  Wie du sehen kannst, kommen Zeilen und Spalten des Bildes natürlich paarweise.
-  Folglich <emphasis>müssen</emphasis> deine Abschneide-Offsets und
-  Abmessungen geradzahlig sein.
-  Sind sie dies nicht, wird Chroma nicht mehr korrekt mit Luma abgeglichen.
-  In der Theorie ist es möglich, mit ungeraden Offsets abzuschneiden, jedoch
-  erfordert dies ein Resampling von Chroma, was potentiell eine mit Verlust
-  verbundene Operation bedeutet und vom Crop-Filter nicht unterstützt
-  wird.
-</para>
-
-<para>
-  Weiterhin wird interlaced Video folgendermaßen gesampelt:
-</para>
-
-<informaltable>
-<?dbhtml table-width="80%" ?>
-<?dbfo table-width="80%" ?>
-<tgroup cols="16" align="center">
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-  <tbody>
-    <row>
-      <entry namest="col1" nameend="col8">Oberes Feld</entry>
-      <entry namest="col9" nameend="col16">Unteres Feld</entry>
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-      <entry>L</entry>
-    </row>
-  </tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-<para>
-  Wie du erkennen kannst, wiederholt sich das Muster bis nach 4 Zeilen nicht.
-  Somit müssen bei interlaced Video dein y-Offset und die Höhe für das
-  Ausschneiden ein Vielfaches von 4 sein.
-</para>
-
-<para>
-  Die ursprüngliche DVD-Auflösung ist 720x480 für NTSC und 720x576 für PAL, es
-  gibt jedoch ein Aspektkennzeichen, das spezifiziert, ob Vollbild (4:3) oder
-  Breitwandfilm (16:9) vorliegt. Viele (wenn nicht die meisten) Breitwandfilm-DVDs
-  sind nicht grundsätzlich 16:9, sondern entweder 1.85:1 oder 2.35:1 (Cinescope).
-  Dies bedeutet, dass es schwarze Bänder im Video geben wird, die herausgeschnitten
-  werden müssen.
-</para>
-
-<para>
-  <application>MPlayer</application> stellt einen Crop-Erkennungsfilter
-  zur Verfügung, der das Ausschnittsrechteck (<option>-vf cropdetect</option>)
-  bestimmt.
-  Starte <application>MPlayer</application> mit
-  <option>-vf cropdetect</option>, und er wird die Crop-Einstellungen
-  zum Entfernen der Ränder ausgeben.
-  du solltest den Film lange genug laufen lassen, damit die gesamte Bildfläche
-  verwendet wird, um akkurate Crop-Werte zu erhalten.
-</para>
-
-<para>
-  Teste danach die Werte, die von <application>MPlayer</application>
-  über die Befehlszeile mittels <option>cropdetect</option> ausgegeben wurden
-  und passe das Rechteck nach deinen Bedürfnissen an.
-  Der Filter <option>rectangle</option> kann dabei helfen, indem er dir erlaubt,
-  das Rechteck interaktiv über dem Film zu positionieren.
-  Vergiss nicht, den oben genannten Teilbarkeitsrichtwerten zu folgen, sodass du
-  die Chroma-Ebenen nicht verkehrt anordnest.
-</para>
-
-<para>
-  In bestimmten Fällen könnte Skalieren nicht wünschenswert sein.
-  Skalierung in vertikaler Richtung ist mit interlaced Video
-  schwierig, und wenn du das Interlacing beibehalten willst, solltest
-  du für gewöhnlich das Skalieren bleiben lassen.
-  Hast du nicht vor zu skalieren, willst aber nach wie vor Abmessungen
-  in einem Vielfachen von 16 verwenden, musst du über den Rand
-  hinausschneiden.
-  Schneide aber lieber nicht über den Rand hinaus, da schwarze Ränder
-  sehr schlecht zu encodieren sind!
-</para>
-
-<para>
-  Weil MPEG-4 16x16 Macroblöcke nutzt, solltest du dich vergewissern,
-  dass jede Abmessung des zu encodierenden Videos ein Vielfaches von
-  16 ist oder du verschlechterst andernfalls die Qualität, speziell bei
-  niedrigeren Bitraten. Du kannst dies durch Abrunden der Breite und
-  Höhe des Ausschnittsrechtecks hinunter auf den nächsten Wert eines
-  Vielfachen von 16 erreichen.
-  Wie früher bereits erklärt, wirst du beim Abschneiden das y-Offset
-  um die Hälfte der Differenz der alten und neuen Höhe erhöhen wollen,
-  sodass das daraus resultierende Video aus der Mitte des Frames genommen
-  wird. Und stelle wegen der Art, wie ein DVD-Video gesampelt wird, sicher,
-  dass das Offset eine gerade Zahl ist. (Verwende in der Tat - als eine
-  Regel - nie ungerade Werte für irgendwelche Parameter beim Abschneiden
-  oder Skalieren eines Videos) Wenn du dich beim Wegwerfen einiger extra
-  Pixel nicht wohl fühlst, ziehst du es stattdessen vor, das Video zu
-  skalieren.
-  Wir werden uns dies im unten stehenden Beispiel mal ansehen.
-  Du kannst den <option>cropdetect</option>-Filter sogar alles oben erwähnte
-  für dich erledigen lassen, da dieser einen optionalen Parameter
-  <option>round</option> besitzt, der standardmäßig gleich 16 ist.
-</para>
-
-<para>
-  Pass auch auf &quot;halbschwarze&quot; Pixel an den Kanten auf. Stelle sicher, dass
-  du diese ebenfalls mit abschneidest oder du vergeudest dort Bits, wo sie
-  doch besser anderswo verwendet werden sollten.
-</para>
-
-<para>
-  Nachdem nun alles gesagt ist, wirst du möglicherweise bei einem
-  Video landen, dessen Pixel nicht ganz 1.85:1 oder 2.35:1, aber ziemlich
-  nahe dran sind. Du könntest ein neues Seitenverhältnis manuell berechnen,
-  aber <application>MEncoder</application> bietet eine Option für
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> genannt
-  <option>autoaspect</option>, die das für dich erledigt.
-  Skaliere dieses Video auf keinen Fall hoch, um die Pixel abzugleichen
-  solange du keinen Festplattenplatz verschwenden willst.
-  Das Skalieren sollte beim Playback gemacht werden und der Player wird das
-  in der AVI gespeicherte Seitenverhältnis zur Bestimmung der besten
-  Auflösung verwenden.
-  Unglücklicherweise erzwingen nicht alle Player diese Auto-Skalierinformation,
-  und deshalb willst du vielleicht trotzdem neu skalieren.
-</para>
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate">
-<title>Auswahl von Auflösung und Bitrate</title>
-
-<para>
-  Wenn du nicht vor hast, im Modus mit konstantem Quantisier zu encodieren,
-  musst du eine Bitrate auswählen.
-  Das Konzept der Bitrate ist denkbar einfach.
-  Sie ist die (mittlere) Anzahl Bits, die pro Sekunde zum Speichern des
-  Films verbraucht werden.
-  Normalerweise wird die Bitrate in Kilobit (1000 Bit) pro Sekunde gemessen.
-  Die Größe deines Films auf der Platte ist die Bitrate multipliziert mit der
-  Dauer des Films, plus einem kleinen &quot;Overhead&quot; (siehe zum Beispiel in der
-  Sektion über
-  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">den AVI-Container</link>).
-  Weitere Parameter wie Skalierung, Cropping, usw. werden die Dateigröße
-  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> ändern, solange du nicht auch
-  die Bitrate veränderst!
-</para>
-<para>
-  Die Bitrate skaliert <emphasis role="bold">nicht</emphasis> proportional
-  zur Auflösung.
-  Dies bedeutet, eine Datei 320x240 mit 200 KBit/Sek wird nicht dieselbe
-  Qualität aufweisen wie der gleiche Film bei 640x480 und 800 KBit/Sek!
-  Dafür gibt es zwei Gründe:
-<orderedlist>
-  <listitem><para>
-    <emphasis role="bold">Wahrnehmbar</emphasis>: du bemerkst
-    MPEG-Artefakte eher, wenn sie größer hochskaliert sind!
-    Artefakte erscheinen bei einer Skalierung von Blöcken (8x8).
-    Dein Auge wird in 4800 kleinen Blöcken nicht so leicht Fehler sehen
-    wie es welche in 1200 großen Blöcken sieht (vorausgesetzt du skalierst
-    beide auf Vollbild).
-  </para></listitem>
-  <listitem><para>
-    <emphasis role="bold">Theoretisch</emphasis>: Wenn du ein Bild
-    runterskalierst, aber nach wie vor die selbe Größe der (8x8)
-    Blöcke zur Frequenzraumtransformation verwendest, bewegst Du
-    mehr Daten in die Hochfrequenzbänder.
-    Grob gesagt, jedes Pixel enthält mehr des Details als es dies
-    zuvor tat.
-    Somit enthält dein herunterskaliertes Bild 1/4 der Information
-    in räumlichen Richtungen, es könnte immer noch einen hohen Anteil
-    Information im Frequenzbereich enthalten (vorausgesetzt dass die
-    hohen Frequenzen im originalen 640x480 Bild nicht ausgenutzt wurden).
-  </para></listitem>
-  </orderedlist>
-</para>
-<para>
-  Vergangene Leitfäden legten nahe, eine Bitrate und Auflösung zu wählen,
-  die auf eine &quot;Bits pro Pixel&quot;-Näherung basieren, dies ist jedoch im
-  allgemeinen aus oben genannten Gründen nicht gültig.
-  Eine bessere Schätzung scheint zu sein, dass Bitraten proportional zur
-  Quadratwurzel der Auflösung skalieren, sodass 320x240 und 400 KBit/Sek
-  vergleichbar mit 640x480 bei 800 KBit/Sek wären.
-  Dies wurde aber nicht mit theoretischer oder empirischer Strenge verifiziert.
-  Desweiteren ist es in Anbetracht der Tatsache, dass Filme in Bezug auf Rauschen, Details,
-  Bewegungsgrad usw. außerordentlich variieren, zwecklos, allgemeine Empfehlungen
-  für die Bits pro Diagonallänge (dem Analog zu Bits pro Pixel
-  unter Verwendung der Quadratwurzel) abzugeben.
-</para>
-<para>
-  So weit haben wir nun die Schwierigkeit der Wahl von Bitrate und
-  Auflösung diskutiert.
-</para>
-
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate-compute">
-<title>Berechnen der Auflösung</title>
-<para>
-  Die folgenden Schritte werden dich in der Berechnung der Auflösung
-  deiner Encodierung anleiten, ohne das Video allzusehr zu verzerren,
-  indem verschiedene Typen von Informationen über das Quellvideo in
-  Betracht gezogen werden.
-  Zuerst solltest du die encodierte Auflösung berechnen:
-  <systemitem>ARc = (Wc x (ARa / PRdvd )) / Hc</systemitem>
-<itemizedlist>
-<title>wobwei:</title>
-<listitem><para>
-  Wc und Hc die Breite und Höhe des zugeschnittenen Videos darstellen
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  ARa das angezeigte Seitenverhältnis ist, das üblicherweise 4/3 oder 16/9 beträgt
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  PRdvd das Pixelverhältnis der DVD ist, welches gleich 1.25=(720/576) für
-  PAL-DVDs und 1.5=(720/480) für NTSC-DVDs beträgt
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</para>
-
-<para>
-  Dann kannst du die X- und Y-Auflösung berechnen, gemäß eines gewisse Faktors
-  der Kompressionsqualität (CQ):
-  <systemitem>ResY = INT(SQRT( 1000*Bitrate/25/ARc/CQ )/16) * 16</systemitem>
-  und
-  <systemitem>ResX = INT( ResY * ARc / 16) * 16</systemitem>
-</para>
-
-<para>
-  Okay, aber was ist der CQ?
-  Der CQ repräsentiert die Anzahl Bits pro Pixel und pro Frame der Encodierung.
-  Grob ausgedrückt, je größer der CQ, desto geringer die Wahrscheinlichkeit,
-  Encodierungsartefakte zu sehen.
-  Trotz allem, wenn du eine Zielgröße für deinen Film hast (1 oder 2 CDs zum Beispiel),
-  gibt es eine begrenzte Gesamtzahl an Bits, die du aufwenden kannst; deswegen ist es
-  notwendig, einen guten Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit und Qualität zu suchen.
-</para>
-
-<para>
-  Der CQ hängt von der Bitrate, der Effektivität des Videocodecs und der
-  Filmauflösung ab.
-  Um den CQ anzuheben, könntest du typischerweise den Film unter der Annahme
-  herunterskalieren, dass die Bitrate mit der Funktion der Zielgröße und der
-  Länge des Films berechnest, die ja konstant sind.
-  Mit MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">XviD</systemitem>
-  und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, resultiert ein CQ
-  unter 0.18 für gewöhnlich in einem ziemlich blockhaften Bild, weil nicht
-  genug Bits zum Codieren der Information jedes Macroblocks vorhanden sind.
-  (MPEG4, wie auch viele andere Codecs, gruppiert Pixel nach Blöcken verschiedener
-  Pixel, um das Bild zu komprimieren; sind nicht genügend Bits vorhanden,
-  werden die Kanten dieser Blöcke sichtbar.)
-  Es ist daher weise, einen CQ im Bereich von 0.20 bis 0.22 für einen 1 CD-Rip
-  und 0.26-0.28 für einen 2 CD-Rip mit Standard-Encodieroptionen zu nehmen.
-  Höherentwickelte Encodieroptionen wie die hier für
-  <link linkend="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
-  und
-  <link linkend="menc-feat-xvid-example-settings"><systemitem class="library">XviD</systemitem></link>
-  aufgelisteten sollten es möglich machen, dieselbe Qualität mit einem CQ im Bereich
-  von 0.18 bis 0.20 für einen 1 CD-Rip und 0.24 bis 0.26 für einen 2 CD-Rip zu erreichen.
-  Mit den MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">x264</systemitem>,
-  kannst du einen CQ im Bereich von 0.14 bis 0.16 mit Standard-Encodieroptionen
-  verwenden, und solltest bis auf 0.10 bis 0.12 mit den
-  <link linkend="menc-feat-x264-example-settings">erweiterten Encodieroptionen von
-  <systemitem class="library">x264</systemitem></link>
-  runter gehen können.
-</para>
-
-<para>
-  Bitte nimm zur Kenntnis, dass der CQ lediglich eine richtungsweisendes Maß ist,
-  da sie vom encodierten Inhalt abhängt. Ein CQ von 0.18 kann für einen
-  Bergman-Film recht hübsch aussehen, im Gegensatz zu einem Film wie
-  The Matrix, der jede Menge High-Motion-Szenen enthält.
-  Auf der anderen Seite ist es nutzlos, den CQ höher als 0.30 zu schrauben,
-  da du ohne spürbaren Qualitätsgewinn Bits vergeuden würdest.
-  Beachte ebenso, dass wie früher in diesem Handbuch bereits angemerkt,
-  niedrig auflösende Videos einen größeren CQ benötigen, um gut auszusehen
-  (im Vergleich z.B. zur DVD-Auflösung).
-</para>
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-filtering">
-<title>Filtern</title>
-
-<para>
-  Zu lernen, wie man <application>MEncoder</application>s Videofilter
-  verwendet, ist essentiell, um gute Encodierungen zu produzieren.
-  Jede Videoverarbeitung wird über Filter ausgeführt -- Ausschneiden,
-  Skalieren, Farbanpassung, Rauschentfernung, Scharfzeichnen, Deinterlacing,
-  telecine, inverses telecine und Deblocking, um nur ein paar davon aufzuzählen.
-  Zusammen mit der gewaltigen Zahl unterstützter Inputformate, ist die Vielfalt der
-  in <application>MEncoder</application> verfügbaren Filter eine seiner
-  Hauptvorteile im Vergleich zu ähnlichen Programmen.
-</para>
-
-<para>
-  Filter werden in einer Kette über die Option -vf geladen:
-
-  <screen>-vf filter1=Optionen,filter2=Optionen,...</screen>
-
-  Die meisten Filter nehmen mehrere numerische, kommagetrennte
-  Optionen entgegen, jedoch variiert die Syntax der Optionen von
-  Filter zu Filter, also lies bitte die Manpage für Details
-  zu den Filtern, die du verwenden willst.
-</para>
-
-<para>
-  Filter wirken auf das Video in der Reihenfolge ein, in der sie geladen werden.
-  Zum Beispiel wird folgende Kette:
-
-  <screen>-vf crop=688:464:12:4,scale=640:464</screen>
-
-  zuerst den Bereich 688x464 aus dem Bild schneiden mit der oberen, linken
-  Ecke bei (12,4) und danach das Ergebnis auf 640x464 herunter skalieren.
-</para>
-
-<para>
-  Bestimmte Filter müssen zu oder nahe dem Anfang der Filterkette geladen
-  werden, um Vorteile aus den Informationen des Videodecoders zu ziehen,
-  die ansonsten durch andere Filter verloren gehen oder ungültig gemacht
-  würden.
-  Die wichtigsten Beispiele sind <option>pp</option>
-  (Nachbearbeitung (postprocessing), nur wenn es Deblock- oder
-  Dering-Operationen durchführt), <option>spp</option> (ein weiterer
-  Postprozessor zum Entfernen von MPEG-Artefakten), <option>pullup</option>
-  (umgekehrtes telecine) und <option>softpulldown</option> (zur Konvertierung
-  von soft telecine nach hard telecine).
-</para>
-
-<para>
-  Im Allgemeinen solltest du den Film so wenig wie möglich Filtern, um
-  nahe an der originalen DVD-Quelle zu bleiben. Ausschneiden ist oft
-  notwendig (wie oben beschrieben), vermeide aber das Skalieren von Videos.
-  Obwohl das Herunterskalieren manchmal vorgezogen wird, um höhere Quantisierer
-  zu verwenden, wollen wir beide diese Dinge vermeiden: Erinnere dich daran,
-  dass wir von Anfang an beschlossen hatten, einen Kompromiss zwischen
-  Bits und Qualität zu schließen.
-</para>
-
-<para>
-  Passe ebenso kein Gamma, Kontrast, Helligkeit, usw. an. Was auf deinem
-  Display gut aussieht, sieht auf anderen eventuell nicht gut aus. Diese
-  Anpassungen sollten nur im Playback vorgenommen werden.
-</para>
-
-<para>
-  Eine Sache, die du vielleicht machen willst, ist, das Video durch einen sehr
-  feinen Entrauschfilter (Denoise) zu schicken, wie etwa <option>-vf hqdn3d=2:1:2</option>.
-  Nochmals, es geht darum, die Bits einer besseren Verwendung zuzuführen: Warum
-  Bits zum Encodieren des Rauschens verschwenden, wenn du dieses Rauschen auch
-  während des Playback entfernen kannst?
-  Die Parameter für <option>hqdn3d</option> zu erhöhen, wird überdies
-  die Komprimierbarkeit erhöhen, erhöhst du jedoch die Werte zu sehr, riskierst Du
-  eine Verringerung der Bildsichtbarkeit. Die oben vorgeschlagenen Werte
-  (<option>2:1:2</option>) sind ziemlich konservativ; du solltest dich frei
-  fühlen, mit höheren Werten herumzuexperimentieren und die Ergebnisse
-  selbst zu beobachten.
-</para>
-
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-interlacing">
-<title>Interlacing und Telecine</title>
-
-<para>
-  Nahezu alle Filme sind bei 24 fps aufgenommen. Weil NTSC 30000/1001 fps entspricht,
-  müssen mit diesen 24 fps Videos einige Verarbeitungen durchgeführt werden,
-  um sie mit der korrekten NTSC-Framerate laufen zu lassen. Der Prozess wird 3:2
-  pulldown genannt, allgemein telecine zugeordnet (weil pulldown des öfteren
-  während des telecine-Prozesses angewandt wird), und naiv so beschrieben,
-  dass er durch Verlangsamung des Films auf 24000/1001 fps und dem
-  Wiederholen jeden vierten Frames arbeitet.
-</para>
-
-<para>
-  Keine spezielle Verarbeitung ist jedoch bei einem Video für PAL-DVDs
-  durchzuführen, das bei 25 fps läuft. (Technisch gesehen kann PAL telecined
-  werden, 2:2 pulldown genannt, dies ist jedoch in der Praxis nicht von Bedeutung.)
-  Der 24 fps Film wird einfach mit 25 fps abgespielt. Das Resultat ist, dass
-  der Film ein wenig schneller abläuft, doch solange du kein Alien bist, wirst
-  du möglicherweise keinen Unterschied wahrnehmen.
-  Die meisten PAL-DVDs haben pitch-korrigiertes Audio, dadurch hören sie sich
-  bei 25 fps abgespielt korrekt an, obwohl der Audiotrack (und infolgedessen der
-  gesamte Film) eine 4% kürzere Abspielzeit hat wie NTSC-DVDs.
-</para>
-
-<para>
-  Weil das Video in einer PAL-DVD nicht verändert wurde, musst du dich nicht
-  viel um die Framerate sorgen. Die Quelle ist 25 fps und dein Rip wird 25
-  fps haben. Wenn du jedoch einen NTSC-DVD-Film rippst, musst du eventuell
-  umgekehrtes telecine anwenden.
-</para>
-
-<para>
-  Für mit 24 fps aufgenommene Filme ist das Video auf der NTSC-DVD entweder telecined
-  30000/1001 oder hat andernfalls progressive 24000/1001 fps und es ist vorgesehen,
-  on-the-fly vom DVD-Player telecined zu werden. Auf der anderen Seite sind TV-Serien
-  üblicherweise nur interlaced, nicht telecined. Dies ist keine feste Regel: Einige
-  TV-Serien sind interlaced (wie etwa Buffy die Vampirjägerin), wogegen andere
-  eine Mixtur aus progressive und interlaced sind (so wie Angel oder 24) - wers kennt :).
-</para>
-
-<para>
-  Es wird strengstens empfohlen, die Sektion über
-  <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link>
-  durchzulesen, um den Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten zu lernen.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du aber hauptsächlich nur Filme rippst, gehst du wahrscheinlich entweder
-  mit 24 fps progressivem oder telecined Video um, in welchem Falle du
-  den Filter <option>pullup</option> mittels <option>-vf pullup,softskip</option>
-  verwenden kannst.
-</para>
-
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-encoding-interlaced">
-<title>Interlaced Video encodieren</title>
-
-<para>
-  Ist der Film, den du encodieren willst, interlaced (NTSC-Video oder
-  PAL-Video), wirst du wählen müssen, ob du ihn deinterlacen willst
-  oder nicht.
-  Während das Deinterlacing deinen Film zwar auf progressiven Scan-Displays
-  wie Computermonitoren und Projektoren verwendbar macht, wird dich dies
-  doch etwas kosten: Die Feldrate von 50 oder 60000/1001 Feldern pro Sekunde
-  wird auf 25 oder 30000/1001 Frames pro Sekunde halbiert und annähernd die
-  Hälfte der Informationen in deinem Film geht während Szenen mit
-  signifikanter Bewegung verloren.
-</para>
-
-<para>
-  Deswegen wird empfohlen, wenn du aus Gründen hochqualitativer
-  Archivierung encodierst, kein Deinterlacing durchzuführen.
-  Du kannst den Film immer noch beim Playback deinterlacen,
-  wenn du ihn auf progressiven Scan-Geräten anzeigst. Und zukünftige
-  Player werden in der Lage sein, auf volle Feldrate zu
-  deinterlacen, mit Interpolation auf 50 oder 60000/1001 komplette
-  Frames pro Sekunde aus interlaced Video heraus.
-</para>
-
-<para>
-  Spezielle Sorgfalt solltest du bei der Arbeit mit interlaced Video walten lassen:
-</para>
-
-<orderedlist>
-<listitem><para>
-  Ausschneidehöhe und y-Offset müssen Vielfache von 4 sein.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Jedes vertikale Skalieren muss im interlaced Modus durchgeführt werden.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  Nachbearbeitungs- (postprocessing) und Rauschunterdrückungsfilter (denoising)
-  funktionieren eventuell nicht wie erwartet, wenn du nicht speziell darauf achtest,
-  dass sie zu einem Zeitpunkt nur ein Feld verarbeiten, und sie können das Video
-  kaputt machen, wenn sie inkorrekt angewendet werden.
-</para></listitem>
-</orderedlist>
-
-<para>
-  Mit diesen Dingen im Kopf, hier das erste Beispiel:
-</para>
-<screen>
-  mencoder <replaceable>capture.avi</replaceable> -mc 0 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts \
-  vcodec=mpeg2video:vbitrate=6000:ilme:ildct:acodec=mp2:abitrate=224
-</screen>
-<para>
-  Beachte die Optionen <option>ilme</option> und <option>ildct</option>.
-</para>
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-av-sync">
-<title>Anmerkungen zur Audio-/Videosynchronisation</title>
-<para>
-  <application>MEncoder</application>s Algorithmen der Audio-/Videosynchronisation
-  wurden mit der Intention entwickelt, Dateien mit kaputter Sychronisation wieder herzustellen.
-  In einigen Fällen können unnötiges Überspringen und Duplizieren
-  von Frames und möglicherweise leichte A/V-Desynchronisation verursachen, auch wenn sie
-  mit dem richtigen Input verwendet werden
-  (gewiss, Probleme mit A/V-Synchronisation treffen nur zu, wenn du den Audiotrack während
-  der Transcodierung des Videos verarbeitest oder kopierst, wozu auch nachhaltig
-  ermutigt wird).
-  Hierfür müsstest du mit der Option <option>-mc 0</option> in die
-  Grundeinstellung der A/V-Synchronisation wechseln oder diese in deine
-  <systemitem>~/.mplayer/mencoder</systemitem> Konfigurationsdatei eintragen,
-  solange du ausschließlich mit guten Quellen arbeitest (DVD, TV-Capture,
-  hochqualitativen MPEG-4-Rips usw.) und mit nicht-kaputten ASF/RM/MOV-Dateien.
-</para>
-<para>
-  Wenn du dich überdies gegen merkwürdige Frameübersprünge und -duplikationen
-  absichern willst, kannst du beides verwenden, <option>-mc 0</option>
-  und <option>-noskip</option>.
-  Dies verhindert <emphasis>jede</emphasis> A/V-Synchronisation und kopiert die Frames
-  eins-zu-eins, somit kannst du sie nicht verwenden, falls du irgendwelche Filter
-  verwendest, die unvorhersagbar Frames hinzufügen oder streichen oder falls
-  deine Input-Datei eine variable Framerate besitzt!
-  Deshalb wird eine allgemeine Anwendung von <option>-noskip</option> nicht empfohlen.
-</para>
-<para>
-  Die von <application>MEncoder</application> unterstützte sogenannte
-  &quot;3-pass&quot; Audioencodierung soll laut Berichten A/V-Desynchronisation
-  verursachen.
-  Dies geschieht definitiv dann, wenn sie in Verbindung mit bestimmten Filtern
-  verwendet wird, daher wird <emphasis>nicht</emphasis> empfohlen, den
-  3-pass-Audio-Modus anzuwenden.
-  Dieses Feature ist nur aus Kompatibilitätsgründen übrig geblieben und für
-  erfahrene Benutzer, die wissen, wann es sicher anzuwenden ist und wann nicht.
-  Wenn du zuvor noch nie etwas vom 3-pass-Modus gehört hast, vergiss, dass wir es je
-  erwähnt haben!
-</para>
-<para>
-  Es gab auch Berichte über A/V-Desynchronisation, wenn
-  mit <application>MEncoder</application> von stdin encodiert wurde.
-  Lass das bleiben! Verwende immer eine Datei oder ein CD/DVD/usw-Laufwerk
-  als Input.
-</para>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-codec">
-<title>Auswahl des Videocodecs</title>
-
-<para>
-  Welcher Videocodec die beste Wahl ist, hängt von mehreren Faktoren
-  wie Größe, Qualität, Streambarkeit, Brauchbarkeit und Popularität, manche
-  davon weitgehend vom persönlichen Geschmack und technischen
-  Randbedingungen ab.
-</para>
-<itemizedlist>
-  <listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Kompressionseffizienz</emphasis>:
-  Es ist leicht zu verstehen, dass die meisten Codecs der neueren Generation
-  dafür gemacht wurden, Qualität und Komprimierung zu verbessern.
-  Deshalb behauptet der Autor dieses Handbuches und viele andere Leute, dass
-  du nichts verkehrt machen kannst,
-  <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-cpu'>
-  <para>Sei trotzdem vorsichtig: MPEG-4 AVC-Videos in DVD-Auflösung zu
-  decodieren erfordert einen schnellen Rechner (z.B. einen Pentium 4
-  über 1.5Ghz oder einen Pentium M über 1Ghz).
-  </para></footnote>
-  wenn du MPEG-4 AVC-Codecs wie
-  <systemitem class="library">x264</systemitem> anstatt MPEG-4 ASP-Codecs
-  wie <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 oder
-  <systemitem class="library">XviD</systemitem> wählst.
-  (Zukunftsorientierte Codec-Entwickler interessiert eventuell Michael
-  Niedermayers Meinung
-  &quot;<ulink url="http://guru.multimedia.cx/?p=10">why MPEG4-ASP sucks</ulink>&quot;
-  zu lesen.)
-  Ebenso solltest du mit MPEG-4 ASP eine bessere Qualität erhalten als mit
-  MPEG-2-Codecs.
-  </para>
-  <para>
-  Allerdings können neuere Codecs, die noch stark in der Entwicklung stecken,
-  unter unentdeckten Bugs leiden, die die Encodierung ruinieren können.
-  Dies nimmt man schlicht in Kauf, wenn man "bleeding edge"-Technologie
-  verwendet.
-  </para>
-  <para>
-  Außerdem erfordert der Umgang mit einem neuen Codec und sich mit dessen Optionen
-  vertraut zu machen eine Zeit, bis du weißt, was alles anzupassen
-  ist, um die erhoffte Bildqualität zu erreichen.
-  </para></listitem>
-
-  <listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Hardware-Kompatibilität</emphasis>:
-  Gewöhnlich dauert es bei neuen standalone Video-Playern lange, bis der
-  Support für die neuesten Videocodecs eingebunden ist.
-  Als ein Ergebnis unterstützen die meisten nur MPEG-1 (wie VCD, XVCD
-  und KVCD), MPEG-2 (wie DVD, SVCD und KVCD) und MPEG-4 ASP (wie DivX,
-  LMP4 von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> und
-  <systemitem class="library">XviD</systemitem>)
- (Vorsicht: Im Allgemeinen werden nicht alle MPEG-4 ASP-Features unterstützt).
-  Sieh bitte in den technischen Spezifikationen deines Players nach (falls
-  welche vorhanden sind) oder google nach mehr Informationen.
-  </para></listitem>
-
-  <listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Beste Qualität pro Encodierzeit</emphasis>:
-  Codecs, die es schon einige Zeit gibt (wie
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 und
-  <systemitem class="library">XviD</systemitem>), sind gewöhnlich heftig
-  mit allen möglichen intelligenten Algorithmen und SIMD Assembly-Code optimiert.
-  Das sind sie deshalb, weil sie darauf abzielen, das beste Verhältnis von Qualität
-  pro Encodierzeit zu liefern.
-  Jedoch haben sie oft einige sehr fortschrittliche Optionen, die,
-  wenn aktiviert, das Encodieren bei marginalem Gewinn wirklich langsam
-  machen.
-  </para>
-  <para>
-  Wenn du es auf die Wahnsinnsgeschwindigkeit abzielst, solltest du
-  in der Nähe der Standardeinstellungen des Videocodecs bleiben
-  (obwohl du ruhig weitere Optionen ausprobieren solltest, die in
-  anderen Sektionen dieses Handbuchs angesprochen werden).
-  </para>
-  <para>
-  Vielleicht überlegst du auch, einen Codec auszuwählen, der mit
-  Multi-Threading klarkommt, was nur für Benutzer von Rechnern
-  mit mehreren CPUs von Nutzen ist.
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 erlaubt
-  dies zwar, aber die Geschwindigkeitsgewinne sind begrenzt und es gibt
-  einen leicht negativen Effekt in Bezug auf die Bildqualität.
-  Die Multi-Thread-Encodierung von <systemitem class="library">XviD</systemitem>,
-  durch die Option <option>threads</option> aktiviert, kann zum Ankurbeln
-  der Encodiergeschwindigkeit - um in typischen Fällen etwa 40-60% -
-  bei wenn überhaupt geringer Bildverschlechterung verwendet werden.
-  <systemitem class="library">x264</systemitem> erlaubt ebenfalls
-  Multi-Thread-Encodierung, was im Moment das Encodieren um 15-30% beschleunigt
-  (abhängig von den Encodier-Einstellungen) bei gleichzeitiger Verringerung des
-  PSNR um etwa 0.05dB.
-  </para></listitem>
-
-  <listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Persönlicher Geschmack</emphasis>:
-  Hier beginnt die Angelegenheit oft irrational zu werden: Aus den selben
-  Gründen, aus denen manche über Jahre an DivX 3 hängen, während neuere
-  Codecs bereits Wunder wirken, ziehen einige Leute
-  <systemitem class="library">XviD</systemitem>
-  oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 dem
-  <systemitem class="library">x264</systemitem> vor.
-  </para>
-  <para>
-  Du solltest dir dein eigenes Urteil bilden; lass dich nicht von Leuten
-  vollquasseln, die auf den einen Codec schwören.
-  Nimm ein paar Beispiel-Clips von Originalquellen und vergleiche die
-  verschiedenen Encodier-Optionen und Codecs, um den einen zu finden, mit
-  dem du am besten klarkommst.
-  Der beste Codec ist der, den du beherrschst und der in deinen Augen
-  auf deinem Display am besten aussieht.
-  <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-playback'>
-  <para>Dieselbe Encodierung kann auf dem Monitor eines anderen vollkommen
-  anders aussehen oder wenn sie von einem anderen Decoder abgespielt wird,
-  also mach deine Encodierungen zukunftssicher indem du sie unter verschiedenen
-  Setups ablaufen lässt.</para></footnote>!
-  </para></listitem>
-</itemizedlist>
-<para>
-  Sieh dazu bitte in der Sektion
-  <link linkend="menc-feat-selecting-codec">Auswahl der Codecs und Containerformate</link>
-  nach der Liste der unterstützten Codecs.
-</para>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">
-<title>Audio</title>
-
-<para>
-  Audio ist ein leichter zu lösendes Problem: Wenn du Wert auf Qualität legst,
-  lass es einfach so wie es ist.
-  Gerade AC3 5.1 Streams sind meist 448Kbit/s und jedes Bit wert.
-  Möglicherweise gerätst du in Versuchung, Audio in hochwertiges Vorbis
-  umzuwandeln, aber nur weil du heute keinen A/V-Receiver für AC3-pass-through
-  besitzt, bedeutet dies nicht, dass du nicht morgen doch einen hast.
-  Halte deine DVD-Rips zukunftssicher, indem du den AC3-Stream beibehältst.
-  Du behältst den AC3-Stream entweder, indem du ihn
-  <link linkend="menc-feat-mpeg4">während der Encodierung</link> direkt in den
-  Video-Stream kopierst.
-  Du kannst den AC3-Stream aber auch extrahieren, um ihn in Container wie NUT
-  oder Matroska zu muxen.
-  <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -aid 129 -dumpaudio -dumpfile <replaceable>sound.ac3</replaceable></screen>
-  dumpt Audiotrack Nummer 129 aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
-  (NB: DVD-VOB-Dateien verwenden gewöhnlich andere Audionummerierungen,
-  was bedeutet, dass der VOB-Audiotrack 129 der 2-te Audiotrack der Datei ist)
-  in die Datei <replaceable>sound.ac3</replaceable>.
-</para>
-
-<para>
-  Aber manchmal hast du wirklich keine andere Wahl als den Sound weiter zu
-  komprimieren, sodass mehr Bits fürs Video aufgewendet werden können.
-  Die meisten Leute entscheiden sich für eine Audiokomprimierung mit MP3- oder
-  Vorbis-Audiocodecs.
-  Wobei letzterer ein sehr platzsparender Codec ist, MP3 wird von Hardware-Playern
-  besser unterstützt, wobei sich dieser Trend auch ändert.
-</para>
-
-<para>
-  Verwende <emphasis>nicht</emphasis> <option>-nosound</option> beim Encodieren
-  einer Datei, die Audio enhält, sogar wenn du Audio später separat
-  encodierst und muxt.
-  Zwar kann es im Idealfall manchmal funktionieren, wenn du <option>-nosound</option>
-  verwendest, wahrscheinlich um einige Probleme in deinen
-  Encodier-Befehlszeileneinstellungen zu verbergen.
-  In anderen Worten, einen Soundtrack während dem Encodieren zu haben, stellt sicher,
-  vorausgesetzt du siehst keine Meldungen wie
-  <quote>Too many audio packets in the buffer</quote>, dass du in der Lage sein
-  wirst, eine korrekte Synchronisation zu erhalten.
-</para>
-
-<para>
-  Du brauchst <application>MEncoder</application> zur Verarbeitung des Sounds.
-  Du kannst zum Beispiel den originalen Soundtrack während dem Encodieren mit
-  <option>-oac copy</option> kopieren oder ihn mittels
-  <option>-oac pcm -channels 1 -srate 4000</option> in eine &quot;leichte&quot;
-  4 kHz Mono WAV-PCM konvertieren.
-  Anderenfalls wird er - in einigen Fällen - eine Videodatei erzeugen, die
-  nicht mit Audio synchron läuft.
-  So was kommt vor, wenn die Anzahl der Videoframes in der Quelldatei nicht
-  mit der Gesamtlänge der Audioframes zusammenpasst oder immer dann, wenn
-  Unstetigkeiten/Splices vorhanden sind, wo Audioframes oder extra Audioframes
-  fehlen.
-  Der korrekte Weg, mit dieser Art Problem umzugehen, ist Stille (silence)
-  einzufügen oder Audio an diesen Punkten wegzuschneiden.
-  Seis drum, <application>MPlayer</application> kann das nicht, also wenn du
-  AC3-Audio demuxt und es in einer separaten Anwendung encodierst (oder
-  es mit <application>MPlayer</application> in eine PCM dumpst), die Splices
-  bleiben inkorrekt und der einzige Weg sie zu korrigieren ist, Videoframes
-  an diesem Splice zu streichen bzw. zu duplizieren.
-  Solange <application>MEncoder</application> Audio beim Encodieren des
-  Videos sieht, kann er dieses Streichen/Duplizieren erledigen, was
-  gewöhnlich OK ist, da es bei voller Schwärze/Szenenwechsel stattfindet,
-  aber wenn <application>MEncoder</application> Audio nicht erkennen kann,
-  wird er einfach alle Frames so wie sie ankommen verarbeiten und sie werden
-  einfach nicht zum endgültigen Audiostream passen, wenn du beispielsweise
-  deinen Audio- und Videotrack in eine Matroska-Datei mergst.
-</para>
-
-<para>
-  Zuallererst wirst du den DVD-Sound in eine WAV-datei konvertieren müssen, die
-  der Audiocodec als Input nutzen kann.
-  Zum Beispiel:
-  <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -ao pcm:file=<replaceable>destination_sound.wav</replaceable> -vc dummy -aid 1 -vo null</screen>
-  wird den zweiten Audiotrack aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
-  in die Datei <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> dumpen.
-  Vielleicht willst du den Sound vor dem Encodieren normalisieren, da
-  DVD-Audiotracks gemeinhin bei niedriger Lautstärke aufgenommen sind.
-  Du kannst beispielsweise das Tool <application>normalize</application> verwenden,
-  das in den meisten Distributionen zur Verfügung steht.
-  Wenn du Windows nutzt, kann ein Tool wie <application>BeSweet</application>
-  denselben Job erledigen.
-  Du wirst entweder nach Vorbis oder MP3 komprimieren.
-  Zum Beispiel:
-  <screen>oggenc -q1 <replaceable>destination_sound.wav</replaceable></screen>
-  wird <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> mit
-  der Encodierqualität 1 encodieren, was annähernd 80Kb/s ergibt und
-  die Minimalqualität darstellt, mit der du encodieren solltest, wenn du
-  Wert auf Qualität legst.
-  Nimm bitte zur Kenntnis, dass MEncoder aktuell keine Vorbis-Audiotracks
-  in die Output-Datei muxen kann, da er nur AVI- und MPEG-Container als
-  Output unterstützt, wobei es beim Audio-/Videoplayback zu
-  Synchronisationproblemen mit einigen Playern führen wird, wenn die AVI-Datei
-  VBR-Audiostreams wie z.B. Vorbis enthält.
-  Keine Bange, dieses Dokument wird dir zeigen, wie du das mit
-  Third-Party-Programmen hinbekommst.
-</para>
-
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing">
-<title>Muxen</title>
-<para>
-  Nun da du dein Video encodiert hast, wirst du es höchstwahrscheinlich
-  mit einem oder mehr Audiotracks in einen Movie-Container wie etwa
-  AVI, MPEG, Matroska oder NUT muxen.
-  <application>MEncoder</application> ist aktuell nur in der Lage,
-  Audio und Video nativ in MPEG- und AVI-Containerformate auszugeben.
-  Zum Beispiel:
-  <screen>mencoder -oac copy -ovc copy -o <replaceable>output_movie.avi</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable></screen>
-  würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
-  und die Audio-Datei <replaceable>input_audio.mp2</replaceable>
-  in die AVI-Datei <replaceable>output_movie.avi</replaceable> mergen.
-  Dieser Befehl funktioniert mit MPEG-1 Layer I, II und III Audio (eher
-  bekannt als MP3), WAV und auch mit ein paar weiteren Audioformaten.
-</para>
-
-<para>
-  MEncoder zeichnet sich aus durch experimentellen Support für
-  <systemitem class="library">libavformat</systemitem>, das eine
-  Programmbibliothek des FFmpeg-Projekts ist, welches das Muxen und
-  Demuxen einer Vielzahl von Containern unterstützt.
-  Zum Beispiel:
-  <screen>mencoder -oac copy -ovc copy  -o <replaceable>output_movie.asf</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> -of lavf -lavfopts format=asf</screen>
-  wird das selbe machen, wie das obere Beispiel, außer dass der
-  Output-Container ASF sein wird.
-  Bitte nimm zur Kenntnis, dass dieser Support hochexperimentell ist
-  (aber von Tag zu Tag besser wird) und nur funktionieren wird, wenn du
-  <application>MPlayer</application> mit aktiviertem Support für
-  <systemitem class="library">libavformat</systemitem> kompiliert
-  hast (was meint, dass eine Pre-Packaged Binary Version in den meisten
-  Fällen nicht funktionieren wird).
-</para>
-
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">
-<title>Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</title>
-<para>
-  Es kann vorkommen, dass du ernsthafte A/V-Synchronisationsprobleme hast während
-  du versuchst, deine Video- und einige Audiotracks zu muxen, wobei es nichts
-  ändert, wenn du das Audiodelay anpasst, du bekommst nie eine korrekte
-  Synchronisation zu Stande.
-  Dies kann vorkommen, wenn du manche Videofilter verwendest, die einige Frames
-  weglassen oder duplizieren, wie etwa die inverse telecine-Filter.
-  ich kann dich nur dazu ermutigen, den <option>harddup</option>-Videofilter
-  ans Ende der Filterkette anzuhängen, um solcherlei Problemen aus dem Weg
-  zu gehen.
-</para>
-
-<para>
-  Ohne <option>harddup</option> verlässt sich <application>MEncoder</application>,
-  wenn er einen Frame duplizieren will, darauf, dass der Muxer eine Marke auf den
-  Container setzt, sodass der letzte Frame nochmals angezeigt wird, um
-  während des Schreibens des aktuellen Frames synchron zu bleiben.
-  Mit <option>harddup</option> wird <application>MEncoder</application>
-  statt dessen einfach den zuletzt angezeigten Frame nochmal in die Filterkette
-  einschieben.
-  Dies bedeutet, dass der Encoder <emphasis>exakt</emphasis> denselben Frame
-  zweimal entgegen nimmt und komprimiert.
-  Dies ergibt eine etwas größere Datei, verursacht jedoch keine Probleme
-  beim Demuxen oder Remuxen in ein anderes Containerformat.
-</para>
-
-<para>
-  Du kommst auch nicht um den Einsatz von <option>harddup</option> im
-  Zusammenhang mit Containerformaten herum, die nicht allzu fest mit
-  <application>MEncoder</application> verlinkt sind, wie etwa diejenigen,
-  welche von <systemitem class="library">libavformat</systemitem> unterstützt
-  werden, der keine Frameduplikation auf Container-Level unterstützt.
-</para>
-</sect3>
-
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">
-<title>Limitierungen des AVI-Containers</title>
-<para>
-  Obwohl es das am breitesten unterstützte Containerformat nach MPEG-1 ist,
-  besitzt AVI auch einige gravierende Nachteile.
-  Der vielleicht offensichtlichste ist der Overhead.
-  Für jeden Block der AVI-Datei werden 24 Byte auf Header und Indizes
-  verschwendet.
-  Dies heißt übersetzt etwas mehr als 5 MB pro Stunde oder 1-2.5%
-  Overhead für einen 700 MB Film. Das sieht nicht nach viel aus, könnte aber
-  die Differenz zwischen einem Video mit 700 KBit/Sek oder 714 KBit/Sek
-  bedeuten, und jedes bisschen mehr an Qualität zählt.
-</para>
-
-<para>
-  Zu dieser schockierenden Ineffizienz kommen bei AVI noch folgende
-  wesentlichen Einschränkungen:
-</para>
-
-<orderedlist>
-<listitem>
-<para>
-  Nur Inhalt mit festen fps kann gespeichert werden. Dies ist insbesondere
-  dann einschränkend, wenn das Originalmaterial, das du encodieren willst,
-  gemischter Inhalt ist, zum Beispiel ein Mix aus NTSC-Video und
-  Filmmaterial.
-  Eigentlich gibt es Hacks, die es ermöglichen, Inhalt mit gemischter
-  Framerate in einer AVI unterzubringen, diese vergrößern jedoch den
-  (ohnehin großen) Overhead fünffach oder mehr und sind somit ungeeignet.
-</para>
-</listitem>
-<listitem>
-<para>
-  Audio in AVI-Dateien muss entweder konstante Bitrate (CBR) oder
-  konstante Framegröße haben (also alle Frames decodieren zur selben Anzahl
-  Samples).
-  Unglücklicherweise erfüllt Vorbis, der effektivste Codec, keine dieser
-  Anforderungen.
-  Deshalb wirst du einen weniger effizienten Codec wie MP3 oder AC3 verwenden
-  müssen, wenn du planst, einen Film in AVI zu speichern.
-</para>
-</listitem>
-</orderedlist>
-
-<para>
-  Nachdem ich nun all dies erzählt habe, muss ich anmerken, momentan
-  unterstützt <application>MEncoder</application> keinen Output mit
-  variablen fps oder Vorbis-Encodierung.
-  Deswegen magst du dies nicht als Einschränkung ansehen, falls
-  <application>MEncoder</application> das einzige Tool ist, das du
-  nutzt, um deine Ecodierungen zu produzieren.
-  Es ist dennoch möglich, <application>MEncoder</application> nur zur
-  Videoencodierung zu verwenden und danach externe Tools, um Audio
-  zu encodieren und in ein anderes Containerformat zu muxen.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-matroska">
-<title>Muxen in den Matroska-Container</title>
-<para>
-  Matroska ist ein freies, offenes Containerformat, das darauf abzielt,
-  eine Menge erweiterter Features bereitzustellen, mit denen ältere Container
-  wie AVI nicht umgehen können.
-  Zum Beispiel unterstützt Matroska Audioinhalt mit variabler Bitrate (VBR),
-  variable Frameraten (VFR), Kapitel, Dateianhänge,
-  Fehlererkennung Error Detection Code (EDC) und modern A/V-Codecs wie &quot;Advanced Audio
-  Coding&quot; (AAC), &quot;Vorbis&quot; oder &quot;MPEG-4 AVC&quot; (H.264), so gut wie nichts
-  womit AVI etwas anfangen kann.
-</para>
-
-<para>
-  Die zum Erzeugen von Matroska-Dateien erforderlichen Tools werden
-  zusammen <application>mkvtoolnix</application> genannt und stehen
-  für die meisten Unix-Plattformen wie auch <application>Windows</application>
-  zur Verfügung.
-  Weil Matroska ein offener Standard ist, findest du vielleicht andere
-  Tools, die sich besser für dich eignen, aber da mkvtoolnix das am meisten
-  Verbreitete ist und von Matroska selbst unterstützt wird, werden wir nur
-  dessen Anwendung einbeziehen.
-</para>
-
-<para>
-  Möglicherweise der einfachste Weg, mit Matroska anzufangen, ist
-  <application>MMG</application> zu verwenden, das grafische Frontend,
-  das mit <application>mkvtoolnix</application> daherkommt, und dem
-  <ulink url="http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/doc/mkvmerge-gui.html">guide to mkvmerge GUI (mmg)</ulink>
-  zu folgen.
-</para>
-
-<para>
-  Du kannst Audio und Video-Dateien auch per Befehlszeile muxen:
-  <screen>mkvmerge -o <replaceable>output.mkv</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable> <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable></screen>
-  würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
-  und die zwei Audio-Dateien <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable>
-  und <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable> in die Matroska-Datei
-  <replaceable>output.mkv</replaceable> mergen.
-  Matroska, wie zuvor beschrieben, ist in der Lage, noch viel mehr als
-  das zu tun, wie etwa multiple Audiotracks (inklusive Feintuning der
-  Audio-/Videosynchronisation), Kapitel, Untertitel, Splitting, usw...
-  Sieh bitte in den Dokumentationen dieser Anwendungen nach mehr Details.
-</para>
-
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-</sect1>
-
-<sect1 id="menc-feat-telecine">
-<title>Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</title>
-
-<sect2 id="menc-feat-telecine-intro">
-<title>Einführung</title>
-<formalpara>
-<title>Was ist telecine?</title>
-<para>
-  Wenn du nicht viel von dem verstehst, was in diesem Dokument beschrieben wird, lies den
-  <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/Telecine">Wikipedia-Artikel über Telecine</ulink>.
-  Dies ist eine verständliche und einigermaßen umfassende
-  Beschreibung dessen, was telecine ist.
-</para></formalpara>
-
-<formalpara>
-<title>Eine Anmerkung zu Zahlen</title>
-<para>
-  Viele Dokumente, einschließlich des oben verlinkten Handbuchs, beziehen
-  sich auf den Wert Felder pro Sekunde von NTSC-Video als 59.94 und den
-  korrespondierenden Frames pro Sekunde als 29.97 (für telecined und
-  interlaced) und 23.976 (für progressiv). Zur Vereinfachung runden
-  manche dieser Dokumente sogar auf 60, 30 und 24 auf.
-</para></formalpara>
-
-<para>
-  Streng genommen sind alle diese Zahlen Näherungswerte. Das schwarz/weiße
-  NTSC-Video war exakt 60 Felder pro Sekunde, später wurde jedoch 60000/1001
-  gewählt, um die Farbdaten anzupassen, solange man gleichzeitig
-  zu Schwarz/weiß-Fernsehen kompatibel blieb. Digitales NTSC-Video
-  (so wie auf einer DVD) hat ebenfalls 60000/1001 Felder pro Sekunde. Hieraus
-  wird interlaced und telecined Video als 30000/1001 Frames pro Sekunde
-  enthaltend abgeleitet; progressive Video hat 24000/1001 Frames pro Sekunde.
-</para>
-
-<para>
-  Ältere Versionen der <application>MEncoder</application>-Dokumentation
-  und viele archivierten Posts in Mailing-Listen beziehen sich auf 59.94,
-  29.97 und 23.976.
-  Alle <application>MEncoder</application>-Dokumentationen wurden insofern
-  aktualisiert, dass sie fraktionale Werte verwenden, und du solltest dies
-  auch tun.
-</para>
-
-<para>
-  <option>-ofps 23.976</option> ist inkorrekt.
-  <option>-ofps 24000/1001</option> sollte statt dessen benutzt werden.
-</para>
-
-<formalpara>
-<title>Wie telecine angewandt wird</title>
-<para>
-  Jedes Video, das zur Anzeige auf einem NTSC-Fernseh-Set vorgesehen ist,
-  muss 60000/1001 Felder pro Sekunde haben. Für TV-Filme und Shows
-  hergestellt sind sie häufig direkt mit 60000/1001 Feldern pro Sekunde
-  aufgenommen, die Mehrheit der Kinofilme jedoch mit 24 oder 24000/1001
-  Frames pro Sekunde. Wenn cinematische Movie-DVDs gemastert werden,
-  wird das Video danach fürs Fernsehen mittels eines telecine genannten
-  Prozesses konvertiert.
-</para></formalpara>
-
-<para>
-  Auf einer DVD wird das Video eigentlich nie als 60000/1001 Felder
-  pro Sekunde abgelegt. Für ein Video, das ursprünglich 60000/1001 war,
-  wird jedes Feldpaar zu einem Frame kombiniert, was dann 30000/1001
-  Frames pro Sekunde ergibt. Hardware-DVD-Player lesen dann ein im
-  Videostream eingebettetes Kennzeichen aus, um zu bestimmen, ob die gerade
-  oder ungerade nummerierten Zeilen das erste Feld formen sollen.
-</para>
-
-<para>
-  Üblicherweise bleibt ein Inhalt mit 24000/1001 Frames pro Sekunde
-  so wie er ist, wenn er für eine DVD encodiert wird, und der DVD-Player
-  muss das Telecining on-the-fly bewerkstelligen. Manchmal jedoch wird das
-  Video telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf der DVD gespeichert wird;
-  selbst wenn es ursprünglich 24000/1001 Frames pro Sekunde war, wird es
-  60000/1001 Felder pro Sekunde. Wenn es auf der DVD gespeichert wird,
-  werden Feldpaare zu 30000/1001 Frames pro Sekunde kombiniert.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn man das aus 60000/10001 Feldern pro Sekunde geformten Einzelframes
-  erzeugte Video betrachtet, ist telecined oder anderenfalls Interlacing
-  klar sichtbar woimmer Bewegung auftritt, da ein Feld (sagen wir, die
-  geradzahlig nummerierten Zeilen) einen Moment zur Zeit 1/(60000/1001) Sekunden
-  später als das andere repräsentiert. Spielt man ein interlaced Video auf
-  einem Computer ab, sehen beide hässlich aus, weil der Monitor eine höhere
-  Auflösung besitzt und weil das Video Frame für Frame anstatt Feld für Feld
-  angezeigt wird.
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<title>Anmerkungen</title>
-<listitem><para>
-  Dieser Abschnitt gilt nur für NTSC-DVDs und nicht für PAL.
-  </para></listitem>
-<listitem><para>
-  Die <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen überall im
-  Dokument sind <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zum
-  eigentlichen Gebrauch vorgesehen. Sie sind schlicht das bloße Minimum,
-  das zum Encodieren der betreffenden Videokategorie benötigt wird.
-  Wie mache ich gute DVD-Rips oder wie feintune ich
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> auf maximale
-  Qualität gehören nicht zum Umfang dieses Dokuments.
-  </para></listitem>
-<listitem><para>
-  Es gibt ein paar Fußnoten speziell für dieses Handbuch, die so ähnlich
-  verlinkt sind:
-  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
-  </para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-telecine-ident">
-<title>Wie kann man sagen, welchen Typ Video man hat</title>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-progressive">
-<title>Progressiv</title>
-<para>
-  Progressive Video wurde ursprünglich mit 24000/1001 fps gefilmt und
-  ohne Änderung auf der DVD abgespeichert.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du eine progressive DVD in <application>MPlayer</application> abspielst,
-  wird <application>MPlayer</application> folgende Zeile ausgeben, sobald
-  das Abspielen des Films beginnt:
-
-  <screen> demux_mpg: 24000/1001 fps progressive NTSC content detected, switching framerate.</screen>
-
-  Von diesem Punkt an vorwärts sollte demux_mpg nie erzählen, es finde
-  &quot;30000/1001 fps NTSC content.&quot;
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du progressives Video ankuckst, solltest du nie irgendein
-  Interlacing sehen. Sei trotzdem vorsichtig, weil manchmal ein winziges
-  bisschen telecine dort hineingemischt wurde, wo du es nicht erwartest.
-  Ich bin TV-Serien-DVDs begegnet, die eine Sekunde telecine bei jedem
-  Szenenwechsel haben oder an extrem zufälligen Stellen. Ich hatte mir einmal
-  eine DVD angesehen, die eine progressive erste Hälfte besaß, und die
-  zweite Hälfte war telecined. Willst du<emphasis>wirklich</emphasis>
-  gründlich sein, kannst du den kompletten Film scannen:
-
-  <screen>mplayer dvd://1 -nosound -vo null -benchmark</screen>
-
-  Das Verwenden von <option>-benchmark</option> veranlasst
-  <application>MPlayer</application>, den Film so schnell er es nur kann
-  abzuspielen; dies dauert je nach Hardware trotzdem noch eine
-  Weile. Jedesmal wenn demux_mpg einen Frameratenwechsel meldet, wird dir
-  die Zeile unmittelbar darüber die Zeit zeigen, bei welcher der Wechsel
-  auftrat.
-</para>
-
-<para>
-  Manchmal wird progressive Video auf DVDs
-  &quot;soft telecine&quot; zugeordnet, weil es dazu vorgesehen ist,
-  vom DVD-Player telecined zu werden.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-telecined">
-<title>Telecined</title>
-<para>
-  Telecined Video war ursprünglich mit 24000/1001 aufgenommen, wurde aber
-  telecined, <emphasis>bevor</emphasis> es auf die DVD geschrieben wurde.
-</para>
-
-<para>
-  <application>MPlayer</application> meldet keine (nie)
-  Frameratenwechsel, wenn er telecined Video abspielt.
-</para>
-
-<para>
-  Beim Betrachten eines telecined Videos wirst du Interlacing-Artefakte
-  sehen, die zu &quot;blinken&quot; scheinen: sie erscheinen wiederholt
-  und verschwinden wieder.
-  Du kannst dir das so genauer hinschauen
-  <orderedlist>
-  <listitem>
-    <screen>mplayer dvd://1</screen>
-    </listitem>
-  <listitem><para>
-    Suche einen Teil mit Bewegung.
-    </para></listitem>
-  <listitem><para>
-    Benutze die Taste <keycap>.</keycap>, um jeweils einen Frame vorwärts zu rücken.
-    </para></listitem>
-  <listitem><para>
-    Schau auf das Muster der interlaced und progressive aussehenden
-    Frames. Ist das Muster, das du siehst PPPII,PPPII,PPPII,... dann ist das
-    Video telecined. Siehst du andere Muster, dann wurde das Video womöglich
-    mittels einiger Nicht-Standard-Methoden telecined;
-    <application>MEncoder</application> kann ein Nicht-Standard-telecine
-    nicht verlustfrei nach progressive konvertieren. Siehst du überhaupt
-    keine Muster, ist es höchstwahrscheinlich interlaced.
-    </para></listitem>
-  </orderedlist>
-</para>
-
-<para>
-  Manchmal wird telecined Video auf DVDs &quot;hard telecine&quot;
-  zugeordnet. Da hard telecine bereits 60000/1001 Felder pro Sekunde hat,
-  spielt der DVD-Player das Video ohne irgendeine Manipulation ab.
-</para>
-
-<para>
-  Ein anderer Weg, zu sagen, ob deine Quelle telecined ist oder nicht,
-  ist die Quelle mit den Befehlszeilenoptionen <option>-vf pullup</option>
-  und <option>-v</option> abzuspielen, um nachzusehen, wie
-  <option>pullup</option> zu den Frames passt.
-  Ist die Quelle telecined, solltest du in der Befehlszeile ein 3:2 Muster
-  mit abwechselnd <systemitem>0+.1.+2</systemitem> und <systemitem>0++1</systemitem>
-  anzeigen.
-  Diese Technik hat den Vorteil, dass du die Quelle nicht zu beobachten
-  brauchst, um sie zu identifizieren, was von Nutzen sein könnte, falls du
-  den Encodiervorgang automatisieren willst oder besagte Prozedur ferngesteuert
-  mittels einer langsamen Verbindung vornehmen willst.
-</para>
-
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-interlaced">
-<title>Interlaced</title>
-<para>
-  Interlaced Video wurde ursprünglich als 60000/1001 Felder pro Sekunde
-  aufgenommen und auf der DVD als 30000/1001 Frames pro Sekunde abgespeichert.
-  Der interlacing-Effekt (oft &quot;combing&quot; genannt) ist ein Ergebnis
-  von Kammpaaren von Feldern in Frames. Jedes Feld wird einzeln als
-  1/(60000/1001) Sekunden angenommen, und wenn sie simultan angezeigt werden,
-  wird der Unterschied offensichtlich.
-</para>
-
-<para>
-  Wie bei telecined Video sollte <application>MPlayer</application> niemals
-  einen Frameratewechsel beim Abspielen des interlaced Inhalts melden.
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du ein interlaced Video genau ansiehst, in dem du dich mit der Taste
-  <keycap>.</keycap> durch die Frames bewegst, wirst du sehen, dass
-  jeder einzelne Frame interlaced ist.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpt">
-<title>Gemischtes progressive und telecine</title>
-<para>
-  Alle &quot;gemischten progressive und telecine&quot; Videos wurden ursprünglich
-  als 24000/1001 Frames pro Sekunde aufgenommen, jedoch werden einige Teile
-  telecined beendet.
-</para>
-
-<para>
-  Spielt <application>MPlayer</application> diese Kategorie ab, wird er
-  (oft wiederholt) zwischen &quot;30000/1001 fps NTSC&quot;
-  und &quot;24000/1001 fps progressive NTSC&quot; zurück und vor wechseln.
-  Beobachte die untere Hälfte von <application>MPlayer</application>s Ausgabe,
-  um diese Meldungen anzusehen.
-</para>
-
-<para>
-  Du solltest die Sektion &quot;30000/1001 fps NTSC&quot; überprüfen, um
-  sicher zu gehen, dass sie auch wirklich telecine sind und nicht einfach
-  interlaced.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpi">
-<title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
-<para>
-  In &quot;gemischtem progressive und interlaced&quot; Inhalt wurde progressive
-  und interlaced Video zusammengeklebt.
-</para>
-
-<para>
-  Diese Kategorie sieht aus wie &quot;gemischtes progressive und telecine&quot;,
-  bis du die Sektion 30000/1001 fps untersuchst und feststellst, dass
-  sie das telecine-Muster nicht haben.
-</para>
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-telecine-encode">
-<title>Wie jede Kategorie encodieren</title>
-<para>
-  Wie ich anfangs angemerkt hatte, sind die
-  <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen unten eigentlich
-  <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zur Anwendung bestimmt;
-  sie demonstrieren nur die Minimalparameter zur korrekten Encodierung
-  jeder Kategorie.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-progressive">
-<title>Progressive</title>
-<para>
-  Progressive Video erfordert kein spezielles Filtern, um es zu encodieren.
-  Der einzige Parameter, den du gewiss anwenden solltest ist
-  <option>-ofps 24000/1001</option>. Andernfalls wird
-  <application>MEncoder</application> versuchen, bei 30000/1001 fps
-  zu encodieren und Frames duplizieren.
-</para>
-
-<para>
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
-</para>
-
-<para>
-  Dennoch ist es öfters der Fall, dass ein Video, das progressive aussieht,
-  eigentlich kurze Teile telecine eingemischt hat. Solange du dir nicht
-  sicher bist, ist es am sichersten, das Video als
-  <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">gemischtes progressive und telecine</link>.
-  zu behandeln. Der Performance-Verlust ist gering
-  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[3]</link>.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-telecined">
-<title>Telecined</title>
-<para>
-  Telecine kann umgekehrt werden, um den originalen 24000/1001-Inhalt zu erhalten,
-  indem man einen Prozess verwendet, der inverse-telecine genannt wird.
-  <application>MPlayer</application> enthält verschiedene Filter, um dies
-  zu erreichen; der beste Filter, <option>pullup</option> wird in der Sektion
-  <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">Gemischtes progressive und telecine</link>
-  beschrieben.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-interlaced">
-<title>Interlaced</title>
-<para>
-
-  In den meisten praktischen Fällen ist es nicht möglich, ein komplett
-  progressives Video aus interlaced Inhalt zu erhalten. Der einzige Weg,
-  dies ohne den Verlust der Hälfte der vertikalen Auflösung zu erreichen,
-  ist das Verdoppeln der Framerate, und man kann versuchen zu
-  &quot;schätzen&quot;, wie die korrespondierenden Zeilen für jedes Feld
-  vervollständigt werden sollten (dies hat Nachteile - siehe Methode 3).
-</para>
-
-<orderedlist>
-<listitem><para>
-  Das Video in interlaced Form encodieren. Normalerweise richtet Interlacing
-  verheerenden Schaden für die Fähigkeit des Encoders an, gut zu komprimieren,
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> hat jedoch zwei
-  eigens für das ein wenig bessere Abspeichern von interlaced Video gedachte
-  Parameter: <option>ildct</option> und <option>ilme</option>. Auch wenn
-  die Verwendung von <option>mbd=2</option> dringend zu empfehlen ist
-  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[2]</link>, weil es
-  Macroblöcke wie nicht-interlaced an Stellen encodiert, an denen keine Bewegung
-  stattfindet. Beachte, dass <option>-ofps</option> hier NICHT notwendig ist.
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -lavcopts ildct:ilme:mbd=2</screen>
-  </para></listitem>
-<listitem><para>
-  Nutze einen Deinterlacing-Filter vor dem Encodieren. Es stehen verschiedene
-  dieser Filter zur Auswahl, jeder mit seinen eigenen Vor-
-  und Nachteilen. Ziehe <option>mplayer -pphelp</option> zu Rate, um zu sehen, welche
-  verfügbar sind (suche nach &quot;deint&quot;) und durchsuche die
-  <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/info.html#mailing_lists">
-  MPlayer-Mailinglisten</ulink>, um Diskussionen über die zahlreichen Filter
-  zu finden. Nochmals, die Framerate wechselt nicht, also kein
-  <option>-ofps</option>. Deinterlacing sollte außerdem nach dem Zuschneiden
-  (cropping) <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
-  und vor dem Skalieren angewandt werden.
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pp=lb -ovc lavc</screen>
-  </para></listitem>
-<listitem><para>
-  Unglücklicherweise arbeitet diese Option im Zusammenhang mit
-  <application>MEncoder</application> fehlerhaft; sie sollte mit
-  <application>MEncoder G2</application> gut funktionieren, den gibts aber
-  noch nicht. Du könntest Abstürze erleben. Seis drum, der Zweck von
-  <option> -vf tfields</option> ist es, einen vollen Frame aus jedem Feld
-  zu erzeugen, was eine Framerate von 60000/1001 ergibt. Der Vorteil dieses
-  Lösungsansatzes ist, dass nie irgendwelche Daten verloren gehen;
-  dennoch, da jeder Frame aus nur einem Feld kommt, müssen die fehlenden Zeilen
-  irgendwie interpoliert werden. Es gibt keine sehr guten Methoden, die
-  fehlenden Daten zu generieren, und so wird das Resultat ein bisschen aussehen,
-  als hätte man irgendeinen Deinterlacing-Filter verwendet. Die fehlenden Zeilen
-  zu generieren erzeugt auch weitere Probleme, einfach weil sich die Menge
-  an Daten verdoppelt. Somit sind höhere Encodier-Bitraten nötig, um
-  die Qualität beizubehalten und mehr CPU-Power wird für beides,
-  Encodieren und Decodieren, aufgewendet. Das Attribut tfields hat mehrere
-  verschiedene Optionen dafür, wie die fehlenden Zeilen jedes Frames erzeugt
-  werden.
-  Wenn du diese Methode nutzt, dann nimm Bezug auf das Handbuch und wähle,
-  welche Option auch immer am besten für dein Material aussieht.
-  Beachte, dass du wenn <option>tfields</option> verwendet wird,
-  sowohl <option>-fps</option> als auch <option>-ofps</option>spezifizieren <emphasis role="bold">musst</emphasis>,
-  um die doppelte Framerate der originalen Quelle zu erhalten.
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf tfields=2 -ovc lavc -fps 60000/1001 -ofps 60000/1001</screen>
-  </para></listitem>
-<listitem><para>
-  Wenn du vorhast, dramatisch herunterzuskalieren, kannst du nur eins
-  der beiden Felder extrahieren und encodieren. Sicherlich, du wirst die
-  Hälfte der vertikalen Auflösung verlieren, aber wenn du planst, bis auf
-  1/2 des Originals herunter zu skalieren, macht der Verlust so gut wie
-  gar nichts aus. Das Resultat wird eine progressive Datei mit 30000/1001
-  Frames pro Sekunde sein. Die Prozedur ist, <option>-vf field</option>
-  zu verwenden, dann die Ränder abzuschneiden
-  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link> und angemessen
-  zu skalieren. Vergiss nicht, dass du die Skalierung anpassen musst, um
-  das Halbieren der vertikalen Auflösung zu kompensieren.
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf field=0 -ovc lavc</screen>
-  </para></listitem>
-</orderedlist>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">
-<title>Gemischtes progressive und telecine</title>
-<para>
-  Um progressive und telecine Video komplett in progressive Video
-  umzuwandeln, müssen die telecined Teile inverse-telecined werden.
-  Die drei Wege, dies zu erreichen, werden unten beschrieben.
-  Beachte, dass du inverse-telecine <emphasis role="bold">immer</emphasis>
-  vor der Reskalierung durchführen solltest; es sei denn, du weißt wirklich,
-  was du tust; mache inverse-telecine auch vor dem Entfernen der Ränder
-  <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>.
-  <option>-ofps 24000/1001</option> wird hier benötigt, weil das Output-Video
-  24000/1001 Frames pro Sekunde werden soll.
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  <option>-vf pullup</option> wurde entworfen, um auf telecined Material
-  inverse-telecine anzuwenden, während die progressiven Daten unangetastet
-  bleiben. Damit dies richtig funktioniert, <emphasis role="bold">muss</emphasis>
-  <option>pullup</option> vom <option>softskip</option>-Filter gefolgt werden, sonst
-  wird <application>MEncoder</application> abstürzen.
-  <option>pullup</option> ist trotz allem die sauberste und akkurateste
-  Methode, die zum Encodieren von beidem telecine und
-  &quot;gemischtem progressive und telecine&quot; zur Verfügung steht.
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pullup,softskip -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
-  </para>
-
-
-  </listitem>
-  <listitem><para>
-  Eine ältere Methode ist, anstatt inverse-telecine auf die telecined Teile
-  anzuwenden, telecine auf nicht-telecined Teile und dann inverse-telecine auf das
-  ganze Video anzuwenden. Hört sich verwirrend an? softpulldown ist
-  ein Filter, der ein Video durchgeht und die komplette Datei telecined macht.
-  Lassen wir auf softpulldown entweder <option>detc</option> oder <option>ivtc</option>
-  folgen, wird das Endergebnis vollkommen progressiv. <option>-ofps 24000/1001</option>
-  wird benötigt.
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf softpulldown,ivtc=1 -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
-  </para>
-  </listitem>
-
-<listitem><para>
-  Ich habe <option>-vf filmdint</option> selbst verwendet, aber lies hier, was
-  D Richard Felker III zu erzählen hat:
-
-  <blockquote><para>Es ist OK, aber IMO versucht er zu oft eher ein deinterlace
-    als ein inverse telecine durchzuführen (ganz wie Settop-DVD-Player
-    &amp; progressive TVs), was ein hässliches Flimmern erzeugt und
-    andere Artefakte. Wenn du vorhast, es anzuwenden, musst du zumindest
-    einige Zeit darauf verwenden, die Optionen zu tunen und zuerst den Output
-    zu beobachten, damit du auch sicher sein kannst, dass du nichts
-    vermasselst.</para></blockquote>
-  </para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpi">
-<title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
-<para>
-  Es gibt zwei Optionen für den Umgang mit dieser Kategorie, jede von
-  beiden stellt einen Kompromiss dar. Du solltest basierend auf
-  Dauer/Stelle jedes Typs entscheiden.
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  Behandle es wie progressive. Die interlaced Teile werden interlaced
-  aussehen und einige der interlaced Felder müssen weggelassen werden,
-  was ein wenig zu Sprüngen führt. Du kannst einen
-  Nachbearbeitungsfilter verwenden, wenn du willst, aber dies wird die
-  progressive-Anteile geringfügig verringern.
-  </para>
-
-  <para>
-  Diese Option sollte definitiv nicht verwendet werden, wenn du eventuell
-  Video auf einem interlaced Gerät anzeigen willst (mit einer TV-Karte
-  zum Beispiel). Wenn du interlaced Frames in einem Video mit 24000/1001
-  Frames pro Sekunde hast, werden diese zusammen mit den progressive
-  Frames telecined. Die Hälfte der interlaced &quot;Frames&quot; werden für die
-  Dauer von drei Feldern (3/(60000/1001) Sekunden) angezeigt, was
-  einen flimmernden &quot;Zeitrücksprung&quot;-Effekt zur Folge hat, der
-  ziemlich schlecht aussieht. Solltest du dies dennoch versuchen,
-  <emphasis role="bold">musst</emphasis> du einen
-  Deinterlacing-Filter wie <option>lb</option> oder <option>l5</option>
-  anwenden.
-  </para>
-
-  <para>
-  Es wäre auch keine gute Idee für eine progressive Anzeige. Es wird
-  Paare aufeinander folgender interlaced Felder auslassen, was eine
-  Unstetigkeit zur Folge hat, die eher sichtbar ist als mit der
-  zweiten Methode, die einige progressive Frames zweimal anzeigt.
-  Ein interlaced Video mit 30000/1001 Frames pro Sekunde ist bereits
-  ein bisschen abgehackt, weil es wirklich mit 60000/1001 Felder pro
-  Sekunde angezeigt werden sollte, sodass sich die doppelten Frames
-  nicht zu sehr abzeichnen.
-  </para>
-
-  <para>
-  Egal welchen Weg du wählst, es ist das beste, deinen Inhalt
-  zu berücksichtigen und wie du ihn anzeigen willst. Ist dein Video
-  zu 90% progressive und du hast nie vor, es auf einem TV-Bildschirm
-  anzuzeigen, solltest du einen progressive-Ansatz wählen. Ist es nur
-  halb-progressive, willst du es eventuell so encodieren, als sei alles
-  interlaced.
-  </para>
-  </listitem>
-
-<listitem><para>
-  Behandle es wie interlaced. Einige Frames des progressive-Anteils
-  müssen dupliziert werden, was zu Sprüngen führt. Nochmal,
-  Deinterlacing-Filter können die progressive-Anteile leicht verringern.
-  </para></listitem>
-
-</itemizedlist>
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-telecine-footnotes">
-<title>Fußnoten</title>
-<orderedlist>
-<listitem><formalpara>
-  <title>Über das Zuschneiden (cropping):</title>
-  <para>
-  Videodaten auf DVDs werden in einem YUV 4:2:0 genannten Format abgelegt.
-  In einem YUV-Video, werden Helligkeit und Chrominanz separat gespeichert.
-  Da das menschliche Auge ein bisschen weniger empfindlich auf Farbe
-  reagiert als auf Helligkeit, ist in einem YUV 4:2:0 Bild nur ein
-  Chrominanz-Pixel für alle vier Helligkeits-Pixel vorhanden.
-  In einem progressive Bild, besitzt jedes Quadrat von vier luma-Pixeln (zwei
-  auf jeder Seite) ein gemeinsames chroma-Pixel. Du musst progressive YUV
-  4:2:0 zu geradzahligen Auflösungen zurechtschneiden und geradzahlige
-  Offsets verwenden. Zum Beispiel ist
-  <option>crop=716:380:2:26</option> OK,
-  <option>crop=716:380:3:26 </option> aber nicht.
-  </para>
-  </formalpara>
-
-  <para>
-  Wenn du es mit interlaced YUV 4:2:0 zu tun hast, ist die Situation
-  ein wenig komplizierter. Anstatt dass immer vier luma-Pixel im
-  <emphasis>Frame</emphasis> sich ein chroma-Pixel teilen, teilen sich
-  immer vier luma-Pixel in jedem <emphasis>Feld</emphasis> ein
-  chroma-Pixel. Wenn Felder zur Formung eines Frames interlaced werden,
-  ist jede Scanzeile ein Pixel hoch. Jetzt liegen anstatt je vier
-  luma-Pixel in einem Quadrat immer zwei Pixel nebeneinander und die
-  anderen zwei Pixel liegen zwei Scanzeilen weiter unten nebeneinander.
-  Die zwei luma-Pixel in der dazwischen liegenden Scanzeile sind vom
-  anderen Feld und teilen sich somit ein anderes chroma-Pixel mit
-  zwei luma-Pixeln zwei Scanzeile entfernt. All diese Konfusion macht
-  es notwendig, vertikale Ausschneide-Abmessungen und Offsets zu
-  haben, die ein Vielfaches von vier sind. Horizontal kann geradzahlig
-  bleiben.
-  </para>
-
-  <para>
-  Für telecined Video empfehle ich, das Zuschneiden nach dem inverse
-  telecining stattfinden zu lassen. Ist das Video einmal progressive,
-  musst du nur noch mit geraden Zahlen zuschneiden. Wenn du wirklich die
-  leichte Beschleunigung haben willst, die zuerst zuzuschneiden
-  möglicherweise bietet, musst du vertikal mit einem Vielfachen von vier
-  zuschneiden, oder der inverse-telecine Filter wird keine korrekten Daten
-  haben.
-  </para>
-
-  <para>
-  Für interlaced (nicht telecined) Video musst du immer
-  mit einem Vielfachen von vier zuschneiden, es sei denn, du verwendest
-  <option>-vf field</option> vor dem Schneiden.
-  </para>
-  </listitem>
-
-<listitem><formalpara>
-  <title>Über Encodier-Parameter und Qualität:</title>
-  <para>
-  Nur weil ich hier <option>mbd=2</option> vorschlage, heißt das nicht,
-  dass es woanders benutzt werden soll. Zusammen mit <option>trell</option>
-  ist <option>mbd=2</option> eine der Optionen von
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, welche die
-  Qualität am deutlichsten heben, und du solltest stets das letzte der beiden
-  anwenden, außer das Abfallen der Encodiergeschwindigkeit ist abschreckend
-  hoch (z.B. Encodierung in Echtzeit). Es gibt eine Menge anderer Optionen für
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, die die Encodierqualität
-  verbessern (und die Encodiergeschwindigkeit verringern), dies liegt aber jenseits
-  des Rahmens dieses Dokuments.
-  </para>
-  </formalpara>
-  </listitem>
-
-<listitem><formalpara>
-  <title>Über die Performance von pullup:</title>
-  <para>
-  <option>Pullup</option> kann sicher (zusammen mit <option>softskip</option>)
-  auf progressive Video angewandt werden und ist für gewöhnlich eine gute Idee,
-  es sei denn, die Quelle wurde definitiv als vollkommen progressive verifiziert.
-  Der Performaceverlust ist in den meisten Fällen gering. Bei einer Minimalencodierung
-  macht <option>pullup</option> <application>MEncoder</application>
-  50% langsamer. Das Hinzufügen von Soundverarbeitung und erweiterten
-  <option>lavcopts</option> überschattet diesen Unterschied
-  und drückt den Performanceabfall, der mit dem Verwenden von <option>pullup</option>
-  verbunden war, runter auf 2%.
-  </para>
-  </formalpara>
-  </listitem>
-
-</orderedlist>
-
-</sect2>
-
-</sect1>
-
-
-<sect1 id="menc-feat-enc-libavcodec">
-<title>Encodieren mit der <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
-  Codecfamilie</title>
-
-<para>
-<link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
-  stellt einfache Encodierung für eine Menge interessanter Video- und Audioformate
-  zur Verfügung.
-  Du kannst folgende Codecs encodieren (mehr oder weniger aktuell):
-</para>
-
-<sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-video-codecs">
-<title>Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
-
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="2">
-<thead>
-<row><entry>Name des Videocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
-</thead>
-<tbody>
-<row><entry>mjpeg</entry><entry>
-   Motion-JPEG
-  </entry></row>
-<row><entry>ljpeg</entry><entry>
-   Verlustfreies JPEG
-  </entry></row>
-<row><entry>h261</entry><entry>
-  H.261
-  </entry></row>
-<row><entry>h263</entry><entry>
-  H.263
-  </entry></row>
-<row><entry>h263p</entry><entry>
-  H.263+
-  </entry></row>
-<row><entry>mpeg4</entry><entry>
-  ISO Standard MPEG-4 (DivX 5, XviD-kompatibel)
-  </entry></row>
-<row><entry>msmpeg4</entry><entry>
-  Pre-Standard MPEG-4 Variante von MS, v3 (AKA DivX3)
-  </entry></row>
-<row><entry>msmpeg4v2</entry><entry>
-  Pre-Standard MPEG-4 von MS, v2 (in alten ASF-Dateien verwendet)
-  </entry></row>
-<row><entry>wmv1</entry><entry>
-  Windows Media Video, Version 1 (AKA WMV7)
-  </entry></row>
-<row><entry>wmv2</entry><entry>
-  Windows Media Video, Version 2 (AKA WMV8)
-  </entry></row>
-<row><entry>rv10</entry><entry>
-  RealVideo 1.0
-  </entry></row>
-<row><entry>rv20</entry><entry>
-  RealVideo 2.0
-  </entry></row>
-<row><entry>mpeg1video</entry><entry>
-  MPEG-1 Video
-  </entry></row>
-<row><entry>mpeg2video</entry><entry>
-  MPEG-2 Video
-  </entry></row>
-<row><entry>huffyuv</entry><entry>
-  Verlustfreie (lossless) Kompression
-  </entry></row>
-<row><entry>asv1</entry><entry>
-  ASUS Video v1
-  </entry></row>
-<row><entry>asv2</entry><entry>
-  ASUS Video v2
-  </entry></row>
-<row><entry>ffv1</entry><entry>
-  FFmpeg's verlustfreier (lossless) Videocodec
-  </entry></row>
-<row><entry>svq1</entry><entry>
-  Sorenson Video 1
-  </entry></row>
-<row><entry>flv</entry><entry>
-  Sorenson H.263, der in Flash Video benutzt wird
-  </entry></row>
-<row><entry>dvvideo</entry><entry>
- Sony Digital Video
-  </entry></row>
-<row><entry>snow</entry><entry>
-  FFmpeg's experimenteller Wavelet-basierter Codec
-  </entry></row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-  Die erste Spalte enthält die Codecnamen, die nach der Konfiguration
-  <literal>vcodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
-  <option>-lavcopts vcodec=msmpeg4</option>
-</para>
-<informalexample>
-<para>
-  Ein Beispiel mit MJPEG-Komprimierung:
-  <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=mjpeg -oac copy</screen>
-</para>
-</informalexample>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-audio-codecs">
-<title>Audiocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="2">
-<thead>
-<row><entry>Name des Audiocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
-</thead>
-<tbody>
-  <row>
-    <entry>mp2</entry>
-    <entry>MPEG Layer 2</entry>
-  </row>
-  <row>
-    <entry>ac3</entry>
-    <entry>AC3, AKA Dolby Digital</entry>
-  </row>
-  <row>
-    <entry>adpcm_ima_wav</entry>
-    <entry>IMA adaptive PCM (4 Bit pro Sample, 4:1-Kompression)</entry>
-  </row>
-  <row>
-    <entry>sonic</entry>
-    <entry>experimenteller verlustbehafteter/verlustfreier Codec</entry>
-  </row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-  Die erste Spalte enthält die Codecnamen, die nach der Konfiguration
-  <literal>acodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
-  <option>-lavcopts acodec=ac3</option>
-</para>
-
-<informalexample>
-<para>
-Ein Beispiel mit AC3-Kompression:
-<screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -oac lavc -lavcopts acodec=ac3 -ovc copy</screen>
-</para>
-</informalexample>
-
-<para>
-  Im Gegensatz zu den Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
-  machen dessen Audiocodecs keinen weisen Gebrauch von den Bits, die ihnen übergeben
-  werden, da es ihnen an einem minimalen psychoakustischen Modell fehlt (falls
-  überhaupt eins vorhanden ist), wodurch sich die meisten anderen
-  Codec-Implementierungen auszeichnen.
-  Beachte jedoch, dass all diese Audiocodecs sehr schnell sind und überall dort
-  hervorragend arbeiten, wo <application>MEncoder</application> mit
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kompiliert wurde (was
-  meistens der Fall ist) und nicht von externen Programmbibliotheken abhängt.
-</para>
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-lavc-encoding-options">
-<title>Encodieroptionen von libavcodec</title>
-
-<para>
-  Idealerweise möchtest du eventuell in der Lage sein, dem Encoder einfach zu sagen,
-  er soll in den &quot;hochqualitativen&quot; Modus wechseln und weiter machen.
-  Das wäre vermutlich nett, aber unglücklicherweise schwer zu implementieren, da
-  verschiedene Encodieroptionen unterschiedliche Qualitätsresultate hervorbringen,
-  abhängig vom Quellmaterial.
-  Das liegt daran, dass die Komprimierung von den visuellen Eigenschaften des fraglichen Videos abhängt.
-  Zum Beispiel haben Anime und Live-Action sehr unterschiedliche Eigenschaften und
-  benötigen aus diesm Grund verschiedene Optionen, um optimale Encodierung zu erreichen.
-  Die gute Neuigkeit ist, dass einige Optionen wie <option>mbd=2</option>,
-  <option>trell</option> und <option>v4mv</option> nie ausgelassen werden sollten.
-  Siehe unten nach der detaillierten Beschreibung allgemeiner Encodieroptionen.
-</para>
-
-
-<itemizedlist>
-<title>Anzupassende Optionen:</title>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vmax_b_frames</emphasis>: 1 oder 2 ist gut, abhängig vom
-  Film.
-  Beachte, dass du, falls deine Encodierung von DivX5 decodierbar sein muss, den
-  Support für "closed GOP" aktivieren musst, indem du die
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Option <option>cgop</option>
-  verwendest, du musst jedoch Szenenerkennung deaktivieren, was wiederum keine gute
-  Idee ist, da es die Ecodierungseffizienz etwas angreift.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vb_strategy=1</emphasis>: hilft in Szenen mit viel
-  Bewegung (high-motion).
-  Bei manchen Videos wird vmax_b_frames der Qualität schaden, vmax_b_frames=2
-  zusammen mit vb_strategy=1 hilft jedoch.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">dia</emphasis>: Bewegungssuchbereich. Größer ist besser
-  als kleiner.
-  Negative Werte sind ein komplett anderer Maßstab.
-  Gute Werte sind -1 für ein schnelle oder 2-4 für langsame Encodierung.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">predia</emphasis>: Bewegungssuche Vorabdurchlauf (pre-pass).
-  Nicht so wichtig wie dia. Gute Werte sind 1 (Standard) bis 4. Erfordert preme=2, um
-  wirklich was zu nützen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">cmp, subcmp, precmp</emphasis>: Vergleichsfunktion zur
-  Bewegungseinschätzung.
-  Experimentiere mit Werten von 0 (Standard), 2 (hadamard), 3 (dct) und
-  6 (Ratenverzerrung).
-  0 ist am schnellsten und ausreichend für precmp.
-  Für cmp und subcmp ist 2 gut bei Anime, und 3 ist gut bei Live-Action.
-  6 kann leicht besser sein oder auch nicht, ist aber langsam.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">last_pred</emphasis>: Anzahl der Bewegungsvorhersagen, die
-  vom vorherigen Frame genommen werden sollen.
-  1-3 oder so hilft bei geringer Geschwindigkeitseinbuße.
-  Höhere Werte sind langsam bei keinerlei Zusatzgewinn.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">cbp, mv0</emphasis>: Kontrolliert die Auswahl von Macroblöcken.
-  Kleine Geschwindigkeitseinbußen bei kleinem Qualitätsgewinn.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">qprd</emphasis>: adaptive Quantisierung basierend auf der
-  Komplexität des Macroblocks.
-  Kann hilfreich sein oder schaden, abhängig vom Video und anderen Optionen.
-  Dies kann Artefakte verursachen, es sei denn, du setzt vqmax auf einen halbwegs
-  kleinen Wert (6 ist gut, vielleicht so langsam wie 4); vqmin=1 sollte ebenfalls
-  helfen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">qns</emphasis>: sehr langsam, speziell wenn kombiniert
-  mit qprd.
-  Diese Option veranlasst den Encoder, durch Kompressionsartefakte entstandenes
-  Rauschen zu minimieren anstatt das encodierte Video strikt der Quelle anzupassen.
-  Verwende dies nicht, es sei denn du, hast bereits alles andere so weit wie möglich
-  optimiert und die Resultate sind immer noch nicht gut genug.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vqcomp</emphasis>: Frequenzkontrolle optimieren.
-  Welche Werte gut sind, hängt vom Film ab.
-  Du kannst dies sicher so lassen wie es ist, wenn du willst.
-  Wird vqcomp verringert, werden mehr Bits auf Szenen mit geringer Komlexität
-  gelegt, wird es erhöht, legt es diese Bits auf Szenen mit hoher Komlexität
-  (Standard: 0.5, Bereich: 0-1. empfohlener Bereich: 0.5-0.7).
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vlelim, vcelim</emphasis>: Setzt die Schwelle für die
-  Eliminierung einzelner Koeffizienten bei Helligkeits- und Farbanteilen.
-  Sie werden in allen MPEG-ähnlichen Algorithmen getrennt encodiert.
-  Die Idee hinter diesen Optionen ist, einige gute Heuristiken zu verwenden,
-  um zu bestimmen, wenn ein Wechsel innerhalb eines Blocks kleiner als der
-  der von dir festgelegte Schwellenwert ist und in solch einem Fall den
-  Block einfach so zu encodieren als fände &quot;kein Wechsel&quot; statt.
-  Das spart Bits und beschleunigt womöglich die Encodierunng. vlelim=-4 und vcelim=9
-  scheinen gut für Live-Filme zu sein, helfen aber scheinbar nicht bei Anime;
-  beim Encodieren einer Animation solltest du sie womöglich unverändert lassen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">qpel</emphasis>: Bewegungsabschätzung auf ein viertel
-  Pixel (quarter pel).
-  MPEG-4 verwendet als Voreinstellung eine Halbpixel-Genauigkeit für die Bewegungssuche,
-  deswegen hat diese Option einen Overhead, da mehr Informationen in der
-  encodierte Datei untergebracht werden.
-  Der Kompressionsgewinn/-verlust hängt vom Film ab, ist aber in der Regel nicht
-  sonderlich effektiv bei Anime.
-  qpel zieht immer eine signifikante Erhöhung der CPU-Decodierzeit nach
-  sich (+25% in der Praxis).
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">psnr</emphasis>: wirkt sich eigentlich nicht auf
-  das Encodieren aus, schreibt jedoch eine Log-Datei mit Typ/Größe/Qualität
-  jedes Frames und gibt am Ende die Summe des PSNR Signal-zu-Rauschabstands
-  (Peak Signal to Noise Ratio) aus.
-</para></listitem>
-
-</itemizedlist>
-
-<itemizedlist>
-<title>Optionen, mit denen besser nicht herumgespielt werden sollte:</title>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vme</emphasis>: Der Standardwert ist der beste.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">lumi_mask, dark_mask</emphasis>: Psychovisuell adaptive
-  Quantisierung.
-  Du solltest nicht im Traum daran denken, mit diesen Optionen herumzuspielen,
-  wenn dir Qualität wichtig ist.
-  Vernünftige Werte mögen in deinem Fall effektiv sein, aber sei gewarnt,
-  dies ist sehr subjektiv.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">scplx_mask</emphasis>: Versucht, Blockartefakte
-  zu verhindern, Postprocessing ist aber besser.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings">
-<title>Beispiele für Encodierungseinstellungen</title>
-
-<para>
-  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele verschiedener Kombinationen
-  von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss Geschwindigkeit gegenüber
-  Qualität bei gleicher Zielbitrate beeinflussen.
-</para>
-
-<para>
-  Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
-  mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps und
-  der Rechner war ein AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
-  Jede Encodiereinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
-  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
-  (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
-  Bitte habe Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
-  deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
-  Resultate erzielen wirst.
-</para>
-
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="4">
-<thead>
-<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
-</thead>
-<tbody>
-<row>
-  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:mv0:trell:v4mv:cbp:last_pred=3:predia=2:dia=2:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:precmp=2:cmp=2:subcmp=2:preme=2:qns=2</option></entry>
-  <entry>6fps</entry>
-  <entry>0dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:last_pred=2:dia=-1:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:cmp=3:subcmp=3:precmp=0:vqcomp=0.6:turbo</option></entry>
-  <entry>15fps</entry>
-  <entry>-0.5dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Schnell</entry>
-  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:turbo</option></entry>
-  <entry>42fps</entry>
-  <entry>-0.74dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Echtzeit</entry>
-  <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:turbo</option></entry>
-  <entry>54fps</entry>
-  <entry>-1.21dB</entry>
-</row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-</para>
-</sect2>
-
-<sect2 id="custommatrices"><title>Maßgeschneiderte inter/intra-Matrizen</title>
-
-<para>
-Mit diesem Feature von <link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
-bist du in der Lage, eigene inter- (I-Frames/Keyframes) und intra-Matrizen
-(P-Frames/predicted Frames) zu setzen. Es wird von vielen Codecs unterstützt:
-<systemitem>mpeg1video</systemitem> und <systemitem>mpeg2video</systemitem>
-sollen damit funktionieren.
-</para>
-
-<para>
-Eine typische Anwendung dieses Features ist, die von den
-<ulink url="http://www.kvcd.net/">KVCD</ulink>-Specifikationen
-bevorzugten Matrizen zu setzen.
-</para>
-
-<para>
-Die <emphasis role="bold">KVCD &quot;Notch&quot; Quantisierungsmatrix:</emphasis>
-</para>
-
-<para>
-Intra:
-<screen>
- 8  9 12 22 26 27 29 34
- 9 10 14 26 27 29 34 37
+  <title>Encodieren mit <application>MEncoder</application></title>
+
+  <sect1 id="menc-feat-dvd-mpeg4">
+    <title>Erzeugen eines hochwertigen MPEG-4-Rips (&quot;DivX&quot;) eines DVD-Films</title>
+
+    <para>
+      Eine häufig gestellte Frage ist
+      &quot;Wie mache ich den hochwertigsten Rip für eine gegebene Größe?&quot;.
+      Eine weitere Frage ist
+      &quot;Wie mache ich den qualitativ bestmöglichen DVD-Rip? Die Dateigröße ist
+      mir egal, ich will einfach nur die beste Qualität.&quot;
+    </para>
+
+    <para>
+      Die letzte Frage ist zumindest etwas falsch gestellt. Wenn du dir
+      schließlich keine Gedanken um die Dateigröße machst, warum kopierst Du
+      dann nicht einfach den kompletten MPEG-2-Videostream der DVD?
+      Sicherlich, deine AVI wird am Ende 5GB groß sein, so oder so, jedoch ist
+      dies mit Sicherheit deine beste Option, wenn du die beste Qualität
+      erhalten willst und dich nicht um die Größe kümmerst.
+    </para>
+
+    <para>
+      Tatsache ist, der Grund eine DVD in MPEG-4 umzuencodieren ist
+      gerade <emphasis role="bold">weil</emphasis> dir die Größe wichtig ist.
+    </para>
+
+    <para>
+      Es ist sehr schwierig, ein Rezept zum Erzeugen eines sehr
+      hochwertigen DVD-Rips anzubieten. Es gilt mehrere Faktoren zu
+      berücksichtigen, und du solltest dich mit diesen Details auskennen oder
+      du wirst voraussichtlich am Ende von den Resultaten enttäuscht.
+      Nachfolgend werden wir einige dieser Themen etwas näher untersuchen
+      und uns danach ein Beispiel ansehen. Wir gehen davon aus, dass Du
+      <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zum Encodieren des
+      Videos verwendest, obwohl diese Theorie genauso gut auf andere Codecs
+      zutrifft.
+    </para>
+
+    <para>
+      Ist dies alles zu viel für dich, solltest du womöglich auf eins der vielen
+      guten Frontends zurückgreifen, die in der
+      <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/projects.html#mencoder_frontends">MEncoder-Sektion</ulink>
+      unserer diesbezüglichen Projektseite zu finden sind.
+      Auf diese Weise solltest du in der Lage sein, hochwertige Rips zu
+      erhalten ohne viel nachdenken zu müssen, da die meisten dieser Tools dazu entworfen
+      wurden, clevere Entscheidungen für dich zu treffen.
+    </para>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode">
+      <title>Vorbereitung aufs Encodieren: Identifiziere Quellmaterial und Framerate</title>
+      <para>
+        Bevor du über das Encodieren eines Films nachdenkst, solltest du einige einleitende
+        Schritte vornehmen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Der erste und allerwichtigste Schritt vor dem Encodieren sollte sein,
+        festzustellen, mit welchem Inhaltstyp du umgehst.
+        Kommt dein Quellmaterial von einer DVD oder einem Rundfunk-/Kabel-/Satelliten-TV,
+        wird es in einem von zwei Formaten abgespeichert: NTSC für Nord-Amerika und Japan,
+        PAL für Europa usw.
+        Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass dies ganz einfach die Formatierung
+        für die Präsentation auf einem Fernsehgerät ist und häufig
+        <emphasis role="bold">nicht</emphasis> mit dem originalen Format des Films
+        korrespondiert. Die Erfahrung zeigt, dass NTSC-Material schwieriger zu
+        encodieren ist, da mehr Elemente in der Quelle zu identifizieren sind.
+        Um eine geeignete Encodierung zu produzieren, solltest du das originale
+        Format kennen.
+        Fehler, dies sollte man berücksichtigen, führen zu diversen Fehlerstellen
+        in deiner Encodierung, einschließlich hässlicher Kammartefakte (combing/interlacing)
+        und doppelten oder gar verlorenen Frames.
+        Abgesehen davon, dass sie unschön sind, beeinflussen diese Artefakte die
+        Codierungseffizienz negativ:
+        Du erhältst eine schlechtere Qualität pro Bitrateneinheit.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-fps">
+        <title>Identifizieren der Quellframerate</title>
+        <para>
+          Hier ist eine Liste der verbreiteten Typen des Quellmaterials, in der Du
+          diese und ihre Eigenschaften voraussichtlich finden wirst:
+        </para>
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Standardfilm</emphasis>: Produziert für
+              theatralische Anzeige bei 24fps.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">PAL-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
+              PAL-Videokamera bei 50 Feldern pro Sekunde.
+              Ein Feld besteht ganz einfach aus den ungerade oder gerade nummerierten
+              Zeilen eines Frames.
+              Das Fernsehen wurde entworfen, diese Felder als billige Form einer
+              analogen Komprimierung im Wechsel zu aktualisieren.
+              Das menschliche Auge kompensiert dies angeblich, aber wenn du
+              Interlacing einmal verstanden hast, wirst du lernen, es auch auf
+              dem TV-Bildschirm zu erkennen und nie wieder Spass am Fernsehen haben.
+              Zwei Felder machen <emphasis role="bold">keinen</emphasis> kompletten
+              Frame, da sie in einer 50-stel Sekunde zeitlich getrennt aufgenommen
+              werden und so nicht Schlange stehen solange keine Bewegung da ist.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">NTSC-Video</emphasis>: Aufgenommen mit einer
+              NTSC-Videokamera bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde oder 60 Feldern
+              pro Sekunde zu Zeiten vor dem Farbfernsehen.
+              Ansonsten ähnlich wie PAL.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Animation</emphasis>: Üblicherweise bei
+              24fps gezeichnet, kommt jedoch auch in Varianten mit gemischter
+              Framerate vor.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Computer Graphics (CG)</emphasis>: Kann
+              irgendeine Framerate sein, jedoch sind einige üblicher als andere;
+              24 und 30 Frames pro Sekunde sind typisch für NTSC und 25fps ist
+              typisch für PAL.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Alter Film</emphasis>: Diverse niedrigere
+              Frameraten.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-preparing-encode-material">
+        <title>Identifizieren des Quellmaterials</title>
+        <para>
+          Filme, die sich aus Frames zusammensetzen, werden den progressiven
+          zugeordnet, während die aus unabhängigen Feldern bestehenden
+          entweder interlaced (engl. für verschachteln) oder Video
+          genannt werden - somit ist letzterer Terminus zweideutig.
+        </para>
+        <para>
+          Um das ganze noch komplizierter zu machen, sind manche Filme ein
+          Gemisch aus einigen den oben beschriebenen Formen.
+        </para>
+        <para>
+          Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen all diesen
+          Formaten ist, dass einige Frame-basiert, andere wiederum
+          Feld-basiert sind.
+          <emphasis role="bold">Immer</emphasis> wenn ein Film für die
+          Anzeige auf dem Fernseher vorbereitet wird (einschließlich
+          DVD), wird er in ein Feld-basiertes Format konvertiert.
+          Die zahlreichen Methoden, mit denen dies bewerkstelligt werden
+          kann, werden insgesamt dem &quot;pulldown&quot; zugeordnet, von welchem
+          das verrufene NTSC &quot;3:2 telecine&quot; eine Abart darstellt.
+          Sofern das Originalmaterial nicht Feld-basiert war (bei gleicher
+          Feldrate), erhältst du einen Film in einem anderen Format als
+          das Original.
+        </para>
+
+        <itemizedlist>
+          <title>Es gibt einige verbreitete Typen des pulldown:</title>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">PAL 2:2 pulldown</emphasis>: Das schönste von
+              allen.
+              Jeder Frame wird durch das wechselweise Extrahieren und Anzeigen
+              der geradzahligen und ungeradzahligen Zeilen für die Dauer von zwei
+              Feldern dargestellt.
+              Hat das Originalmaterial 24fps, beschleunigt dieser Prozess den Film
+              um 4%.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">PAL 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown</emphasis>:
+              Jeder 12-te Frame, anstatt nur jeder 2-te, wird für die Dauer von zwei
+              Feldern dargestellt.
+              Dies vermeidet die 4% Geschwindigkeitssteigerung, macht jedoch das
+              Umkehren des Prozesses viel schwieriger.
+              Es ist üblicherweise in Musical-Produktionen zu sehen, wo das Anpassen der
+              Geschwindigkeit um 4% sicherlich das musikalische Ergebnis kaputt machen würde.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem><para>
+              <emphasis role="bold">NTSC 3:2 telecine</emphasis>: Frames werden
+              abwechselnd für die Dauer von 3 oder 2 Feldern angezeigt.
+              Dies verleiht der Feldrate das 2.5-fache der originalen Framerate.
+              Das Resultat wird dadurch auch leicht von 60 Feldern pro Sekunde auf
+              60000/1001 Felder pro Sekunde verlangsamt, um die NTSC-Felddrate
+              beizubehalten.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">NTSC 2:2 pulldown</emphasis>: Verwendet zur
+              Darstellung von 30fps Material auf NTSC.
+              Schön, genau wie das 2:2 PAL pulldown.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+
+        <para>
+          Es gibt auch Methoden zur Konvertierung zwischen NTSC- und PAL-Video,
+          jedoch liegen diese Themen jenseits des Rahmens dieser Anleitung.
+          Wenn du auf solch einen Film stößt und ihn encodieren willst, solltest
+          du besser eine Kopie im originalen Format suchen.
+          Die Konvertierung zwischen diesen beiden Formaten ist hochdestruktiv und
+          kann nicht spurlos rückgängig gemacht werden, somit wird deine Encodierung
+          außerordentlich darunter leiden, wenn sie aus einer konvertierten Quelle
+          erzeugt wurde.
+        </para>
+        <para>
+          Wenn ein Video auf DVD gespeichert wird, werden fortlaufend Feldpaare
+          als Frames gruppiert, auch wenn nicht beabsichtigt ist, diese gleichzeitig
+          zu zeigen.
+          Der bei DVD und digitalem TV verwendete MPEG-2-Standard bietet einen Weg
+          für beides, die originalen progressiven Frames zu encodieren und die Anzahl
+          der Felder, für die ein Frame gezeigt werden soll, im Header dieses Frames
+          zu speichern.
+          Wurde diese Methode angewandt, wird dieser Film oft als &quot;soft telecined&quot;
+          beschrieben, da der Prozess eher nur den DVD-Player anweist, pulldown
+          auf den Film anzuwenden, als den Film selbst abzuändern.
+          Dieser Fall sollte möglichst bevorzugt werden, da er (eigentlich ignoriert)
+          leicht vom Encoder rückgängig gemacht werden kann und da er die maximale
+          Qualität beibehält.
+          Wie auch immer, viele DVD- und Rundfunkproduktionsstudios verwenden
+          keine passenden Encodierungstechniken, sie produzieren stattdessen Filme mit
+          &quot;hard telecine&quot;, bei denen Felder sogar in encodiertes MPEG-2 dupliziert
+          werden.
+        </para>
+        <para>
+          Die Vorgehensweisen für den Umgang mit solchen Fällen werden
+          <link linkend="menc-feat-telecine">später in diesem Handbuch</link>
+          behandelt.
+          Wir lassen dich jetzt mit einigen Anleitungen zur Identifizierung der
+          Materialtypen zurück, mit denen du es zu tun hast:
+        </para>
+
+        <itemizedlist>
+          <title>NTSC-Bereiche:</title>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn <application>MPlayer</application> angibt, dass die Framerate
+              während des Betrachtens des Films zu 24000/1001 gewechselt hat
+              und diese nie wieder zurückwechselt, handelt es sich meist mit
+              Sicherheit um progressiven Inhalt, der &quot;soft telecined&quot; wurde.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn <application>MPlayer</application> anzeigt, dass die Framerate
+              zwischen 24000/1001 und 30000/1001 vor und zurück wechselt, und Du
+              siehst hin und wieder Kammartefakte, dann gibt es mehrere Möglichkeiten.
+              Die Segmente mit 24000/1001 fps sind meist mit Sicherheit progressiver
+              Inhalt, &quot;soft telecined&quot;, jedoch könnten die Teile mit 30000/1001 fps
+              entweder &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps Inhalt oder 60000/1001 Felder
+              pro Sekunde NTSC-Video sein.
+              Verwende die selben Richtwerte wie in den folgenden zwei Fällen, um zu
+              bestimmen, um was es sich handelt.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
+              anzeigt und jeder einzelne Frame mit Bewegung gekämmt (combed) erscheint,
+              ist dein Film ein NTSC-Video bei 60000/1001 Feldern pro Sekunde.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn <application>MPlayer</application> nie einen Frameratenwechsel
+              anzeigt und zwei von fünf Frames gekämmt (combed) erscheinen, ist der
+              Inhalt deines Films &quot;hard telecined&quot; 24000/1001 fps.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+
+        <itemizedlist>
+          <title>PAL-Bereiche:</title>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn du niemals irgend ein Combing siehst, ist dein Film 2:2 pulldown.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Siehst du alle halbe Sekunde abwechselnd ein- und ausgehendes Combing,
+              dann ist dein Film 2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:2:3 pulldown.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Hast du immer während Bewegungen Combing gesehen, dann ist dein Film
+              PAL-Video bei 50 Feldern pro Sekunde.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+
+        <note>
+          <title>Tipp:</title>
+          <para>
+            <application>MPlayer</application> kann das Filmplayback
+            mittels der Option -speed verlangsamen oder Frame für Frame abspielen.
+            Versuche <option>-speed</option> 0.2 zu verwenden, um den Film sehr lamgsam
+            anzusehen oder drücke wiederholt die Taste &quot;<keycap>.</keycap>&quot;, um jeweils
+            einen Frame abzuspielen und identifiziere dann das Muster, falls du bei voller
+            Geschwindigkeit nichts erkennen kannst.
+          </para>
+        </note>
+      </sect3>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-2pass">
+      <title>Konstanter Quantisierungsparameter vs. Multipass</title>
+
+      <para>
+        Es ist möglich, deinen Film in einer großen Auswahl von Qualitäten zu
+        encodieren.
+        Mit modernen Videoencodern und ein wenig Pre-Codec-Kompression
+        (Herunterskalierung und Rauschunterdrückung), kann eine sehr gute
+        Qualität bei 700 MB für einen 90-110-minütigen Breitwandfilm erreicht werden.
+        Des Weiteren können alle Filme - sogar die längsten - mit nahezu perfekter
+        Qualität bei 1400 MB encodiert werden.
+      </para>
+
+      <para>
+        Es gibt drei Annäherungen für das Encodieren eines Videos: konstante Bitrate
+        (CBR), konstanter Quantisierungsparameter und Multipass (ABR, oder mittlere Bitrate).
+      </para>
+
+      <para>
+        Die Komplexität der Frames eines Filmes und somit die Anzahl der für
+        deren Komprimierung erforderlichen Bits kann von einer Szene zur anderen
+        außerordentlich variieren.
+        Moderne Videoencoder können sich durch Variieren der Bitrate an diese
+        Anforderungen anpassen.
+        In einfachen Modi wie CBR kennen die Encoder jedoch nicht den
+        Bitratenbedarf zukünftiger Szenen und sind somit nicht in der Lage,
+        die angeforderte mittlere Bitrate über längere Zeitspannen zu
+        überschreiten.
+        Erweiterte Modi wie etwa Multipass-Encodierung können die Statistik
+        früherer Durchgänge berücksichtigen; dies behebt das oben erwähnte
+        Problem.
+      </para>
+
+      <note><title>Anmerkung:</title>
+        <para>
+          Die meisten Codecs, die ABR-Encodierung unterstützen, unterstützen nur
+          die Encodierung in zwei Durchgängen (two pass) während einige andere wie
+          etwa <systemitem class="library">x264</systemitem>,
+          <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+          und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> Multipass
+          unterstützen, was die Qualität bei jedem Durchgang leicht verbessert.
+          Jedoch ist diese Verbesserung weder messbar noch ist sie nach dem
+          4-ten Durchgang oder so spürbar.
+          Aus diesem Grund werden in diesem Abschnitt die Encoderierung mit 2 Durchläufen
+          (two pass) und Multipass abwechselnd angewandt.
+        </para>
+      </note>
+
+      <para>
+        In jedem dieser Modi bricht der Videocodec (wie etwa
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>)
+        den Videoframe in 16x16 Pixel Macroblöcke und wendet danach einen
+        Quantisierer auf jeden Macroblock an. Je niedriger der Quantisierer desto
+        besser die Qualität und desto höher die Bitrate.
+        Die Methode, die der Filmencoder zur Bestimmung des auf einen gegebenen
+        Macroblock anzuwendenden Quantisierer verwendet, variiert und ist in
+        hohem Maße einstellbar. (Dies ist eine extrem übertriebene Vereinfachung
+        des aktuellen Prozesses aber nützlich, um das Grundkonzept zu verstehen.)
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn du eine konstante Bitrate festlegst, wird der Videocodec das Video
+        so encodieren, dass so viele Details wie notwendig und so wenig
+        wie möglich ausgesondert werden, um unterhalb der vorgegebenen Bitrate zu
+        bleiben. Wenn du dich wirklich nicht um die Dateigröße kümmerst, könntest
+        du auch CBR verwenden und eine nahezu endlose Bitrate festlegen.
+        (In der Praxis bedeutet dies einen Wert, der hoch genug ist, kein Limit
+        aufzuwerfen wie 10000Kbit.) Ohne echte Einschränkung der Bitrate wird
+        der Codec als Ergebnis den niedrigsten möglichen Quantisierer für jeden
+        Macroblock anwenden (wie durch <option>vqmin</option> für
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+        spezifiziert, Standardwert ist 2).
+        Sobald du eine Bitrate festlegst, die niedrig genug ist, den
+        Codec zur Anwendung eines höheren Quantisierers zu zwingen, bist Du
+        nahezu sicher dabei, die Qualität deines Videos zu ruinieren.
+        Um dies zu vermeiden, solltst du möglicherweise dein Video wie
+        in der später in diesem Handbuch beschriebenen Methode reduzieren.
+        Im Allgemeinen solltst du CBR vollkommen meiden, wenn dir Qualität
+        wichtig ist.
+      </para>
+
+      <para>
+        Mit konstantem Quantisierer wendet der Codec denselben Quantisierer, wie
+        durch die Option <option>vqscale</option> (für
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>) spezifiziert, auf jeden
+        Macroblock an.
+        Willst du einen Rip mit höchstmöglicher Qualität und ignorierst dabei
+        wiederum die Bitrate, kannst du <option>vqscale=2</option> verwenden.
+        Dies wird dieselbe Bitrate und PSNR (peak signal-to-noise ratio) liefern
+        wie CBR mit <option>vbitrate</option>=infinity und der Standardeinstellung
+        <option>vqmin</option>=2.
+      </para>
+
+      <para>
+        Das Problem mit konstantem Quantisierer ist, dass der vorgegebene Quantisierer
+        zum Einsatz kommt, egal ob der Macroblock ihn benötigt oder nicht. Dies heißt,
+        es wäre möglich, einen höheren Quantisierer auf einen Macroblock anzuwenden,
+        ohne sichtbare Qualität zu opfern. Warum die Bits für einen unnötig kleinen
+        Quantisierer verschwenden? Deine CPU hat soundso viele Arbeitsgänge Zeit zur
+        Verfügung, die Festplatte jedoch nur soundso viele Bits.
+      </para>
+
+      <para>
+        Bei einer Encodierung mit zwei Durchläufen (two pass), wird der erste Durchgang
+        den Film so rippen, als würde CBR vorliegen, jedoch wird ein Log die Eigenschaften
+        jedes Frames beibehalten. Diese Daten werden danach während des zweiten Durchgangs
+        dazu verwendet, intelligente Entscheidungen zur Wahl des Quantisierers zu treffen.
+        Während schneller Action oder hochdetaillierter Szenen werden womöglich
+        höhere Quantisierer, während langsamen Bewegungen und Szenen mit weniger Details
+        niedrigere Quantisierer verwendet.
+        Normalerweise ist die Anzahl der Bewegungen wichtiger als die der Details.
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn du <option>vqscale=2</option> verwendest, verschwendest du Bits. Wenn
+        du <option>vqscale=3</option> anwendest, wirst du keinen Rip mit bestmöglicher
+        Qualität erhalten. Angenommen du rippst eine DVD mit <option>vqscale=3</option>
+        und das Resultat ist 1800Kbit. Wenn du in zwei Durchgängen mit
+        <option>vbitrate=1800</option> encodierst, wird das daraus resultierende Video
+        eine <emphasis role="bold">bessere Qualität</emphasis> bei
+        <emphasis role="bold">gleicher Bitrate</emphasis> haben.
+      </para>
+
+      <para>
+        Da du nun davon überzeugt bist, dass zwei Durchgänge (two pass) den besten
+        Weg darstellen, stellt sich jetzt tatsächlich die Frage, welche Bitrate
+        verwendet werden soll? Die Antwort ist, dass es nicht nur eine
+        Antwort gibt. Idealerweise willst du eine Bitrate wählen, die die beste Balance
+        zwischen Qualität und Dateigröße ergibt. Die kann abhängig vom Quellvideo
+        variieren.
+      </para>
+
+      <para>
+        Interessiert die Größe nicht, stellen etwa 2000Kbit plus oder minus 200Kbit
+        einen guten Ausgangspunkt für einen sehr hochqualitativen Rip dar.
+        Bei einem Video mit schneller Action oder hohen Details, oder wenn du schlicht
+        und ergreifend ein sehr kritisches Auge besitzst, könntest du dich für 2400
+        oder 2600 entscheiden.
+        Bei einigen DVDs kannst du eventuell keinen Unterschied bei 1400Kbit feststellen.
+        Um ein besseres Gefühl zu bekommen, ist es eine gute Idee, mit Szenen bei
+        unterschiedlichen Bitraten herumzuexperimentieren.
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn du eine bestimmte Größe anvisierst, musst du die Bitrate irgendwie
+        kalkulieren.
+        Aber zuvor solltest du wissen, wieviel Platz du für den/die Audiotrack(s)
+        reservieren musst, daher solltest Du
+        <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">diese(n) zuerst rippen</link>.
+        Du kannst die Bitrate mit folgender Gleichung berechnen:
+        <systemitem>Bitrate = (zielgroesse_in_MByte - soundgroesse_in_MByte) * 1024 * 1024 / laenge_in_sek * 8 / 1000</systemitem>
+        Um zum Beispiel einen zweistündigen Film auf eine 702MB CD mit einem 60MB
+        Audiotrack zu bekommen, sollte die Videobitrate folgendermaßen sein:
+        <systemitem>(702 - 60) * 1024 * 1024 / (120*60) * 8 / 1000 = 740kbps</systemitem>
+      </para>
+
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-constraints">
+      <title>Randbedingungen für effizientes Encodieren</title>
+
+      <para>
+        Aufgrund der Natur der MPEG-Komprimierung gibt es zahlreiche
+        Randbedingungen, denen du zum Erreichen maximaler Qualität folgen
+        solltest.
+        MPEG splittet das Video in Macroblöcke genannte 16x16 Quadrate auf,
+        jeder davon zusammengesetzt aus 4 8x8 Blöcken mit
+        Luma-(Intensitäts)-Informationen und zwei halb-auflösenden 8x8
+        Chroma-(Farb)-Blöcken (einer für die Rot-Cyan-Achse und der andere für
+        die Blau-Gelb-Achse).
+        Selbst wenn Breite und Höhe deines Films kein Vielfaches von 16 sind,
+        wird der Encoder ausreichend 16x16 Macroblöcke zur Abdeckung des
+        gesamten Bildbereichs verwenden und der Extraplatz wird verschwendet.
+        Folglich ist es keine gute Idee, im Interesse der Maximierung der
+        Qualität bei fester Dateigröße, Abmessungen zu verwenden, die kein
+        Vielfaches von 16 sind.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die meisten DVDs besitzen ein bestimmtes Maß schwarzer Balken
+        an ihren Rändern. Diese dort zu belassen kann die Qualität auf
+        verschiedene Art und Weise negativ beeinflussen.
+      </para>
+
+      <orderedlist>
+        <listitem>
+          <para>
+            MPEG-Kompression hängt ebenso in höchstem Maße von den
+            Frequenzbereichs-Transformationen ab, insbesondere von der
+            Discrete Cosine Transform (DCT), die der Fourier Transform ähnelt.
+            Diese Art Encodierung ist für darstellende Muster und weiche
+            Übergänge effizient, hat jedoch große Probleme mit scharfen Kanten.
+            Um diese zu encodieren muss sie viel mehr Bits verwenden,
+            oder es wird andernfalls ein als Ringing bekannter Artefakt
+            auftreten.
+          </para>
+
+          <para>
+            Die Discrete Frequency Transform (DCT) erfolgt separat auf jeden
+            Macroblock (eigentlich auf jeden Block), somit trifft dieses Problem
+            nur zu, wenn sich in einem Block eine scharfe Kante befindet.
+            Beginnt dein schwarzer Rand exakt an den Grenzen zum Vielfachen von
+            16 Pixeln, stellt dies kein Problem dar.
+            Seis drum, die schwarzen Ränder bei DVDs werden in den seltensten
+            Fällen schön angeordnet, daher wirst du sie in der Praxis immer
+            abschneiden müssen, um diesen Nachteil zu vermeiden.
+          </para>
+        </listitem>
+      </orderedlist>
+
+      <para>
+        Zusätzlich zu den Frequenzbereichs-Transformationen verwendet die
+        MPEG-Kompression Bewegungsvektoren, um den Wechsel von einem Frame
+        zum anderen darzustellen.
+        Bewegungsvektoren arbeiten bei Inhalt, der von den Kanten eines Bildes
+        her einfließt, normalerweise weniger effizient, da dieser im vorherigen
+        Frame nicht vorhanden ist. Solange sich das Bild bis voll zur Kante des
+        encodierten Bereichs hin vergrößert, haben Bewegungsvektoren kein Problem
+        mit Inhalt, der sich aus den Kanten des Bildes hinausbewegt. Die Präsenz
+        schwarzer Ränder kann jedoch Ärger machen:
+      </para>
+
+      <orderedlist continuation="continues">
+        <listitem>
+          <para>
+            Die MPEG-Kompression speichert für jeden Macroblock einen Vektor,
+            um ausfindig zu machen, welcher Teil des vorherigen Frames in diesen
+            Macroblock als Basis zur Vorhersage des nächsten Frames kopiert
+            werden soll. Nur die verbleibenden Unterschiede müssen encodiert werden.
+            Überspannt der Macroblock die Kante des Bildes und enthält einen
+            Teil des schwarzen Randes, werden Bewegungsvektoren aus anderen
+            Teilen des Bildes den schwarzen Rand überschreiben. Dies bedeutet, dass
+            jede Menge Bits entweder zur wiederholten Schwärzung des überschriebenen
+            Randes aufgewendet werden müssen, oder es wird (eher) erst gar kein
+            Bewegungsvektor genutzt und alle Änderungen innerhalb dieses Macroblocks
+            müssen explizit encodiert werden. So oder so wird die Encodiereffizienz
+            außerordentlich reduziert.
+          </para>
+
+          <para>
+            Nochmal, dieses Problem trifft nur dann zu, wenn schwarze Ränder
+            nicht an den Grenzen eines Vielfachen von 16 anstehen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            Zuletzt noch was, angenommen wir haben einen Macroblock im Inneren des
+            Bildes und ein Objekt bewegt sich aus Richtung Nähe der Kante des Bildes
+            her in diesen Block hinein. Die MPEG-Encodierung kann nicht sagen
+            &quot;kopiere den Teil, der innerhalb des Bildes liegt, den schwarzen Rand
+            aber nicht&quot;. Somit wird der schwarze Rand ebenfalls mit hinein kopiert
+            und jede Menge Bits müssen zur Encodierung des Teils des Bildes, der
+            dort angenommen wird, aufgewendet werden.
+          </para>
+
+          <para>
+            Läuft das Bild ständig zur Kante des encodierten Bereichs hin, besitzt
+            MPEG spezielle Optimierungen, um immer wieder dann die Pixel am Rand des
+            Bildes zu kopieren, wenn ein Bewegungsvektor von außerhalb des
+            encodierten Bereichs ankommt. Dieses Feature wird nutzlos, wenn der Film
+            schwarze Ränder hat. Im Gegensatz zu den Problemen 1 und 2 hilft hier
+            kein Anordnen der Ränder am Vielfachen von 16.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            Obwohl die Ränder komplett schwarz sind und sich nie ändern, ist
+            zumindest ein minimaler Overhead damit verbunden, mehr Macroblöcke
+            zu besitzen.
+          </para>
+        </listitem>
+      </orderedlist>
+
+      <para>
+        Aus all diesen Gründen wird empfohlen, schwarze Ränder komplett abzuschneiden.
+        Mehr noch, liegt ein Bereich mit Rauschen/Verzerrung an der Kante des Bildes,
+        steigert dessen Abschneiden ebenso die Encodiereffizienz. Videophile Puristen,
+        die den Originalzustand so nah wie möglich sichern wollen,
+        mögen dieses Abschneiden (cropping) beanstanden, wenn du jedoch nicht planst,
+        bei konstantem Quantisierer zu encodieren, wird der Qualitätsgewinn, den Du
+        durch dieses Abschneiden erreichst, beträchtlich über dem Verlust an Informationen
+        an den Kanten liegen.
+      </para>
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-crop">
+      <title>Abschneiden und Skalieren</title>
+
+      <para>
+        Wiederaufruf der vorherigen Sektion, dass die letzte von Dir
+        encodierte Bildgröße ein Vielfaches von 16 sein sollte (bei beidem,
+        Breite und Höhe).
+        Diese kann durch Abschneiden, Skalieren erreicht werden oder durch
+        eine Kombination von beidem.
+      </para>
+
+      <para>
+        Beim Abschneiden gibt es ein paar Richtwerte, die befolgt werden müssen,
+        um eine Zerstörung des Films zu vermeiden.
+        Das normale YUV-Format, 4:2:0, speichert Chroma-(Farb)-Informationen
+        in einer Unterstichprobe (subsampled), z.B. wird Chroma nur halb so oft
+        in jede Richtung gesampelt wie Luma-(Intensitäts)-Informationen.
+        Beobachte dieses Diagramm, in dem L Luma-Samplingpunkte bedeuten und C
+        für Chroma steht.
+      </para>
+
+      <informaltable>
+        <?dbhtml table-width="40%" ?>
+        <?dbfo table-width="40%" ?>
+        <tgroup cols="8" align="center">
+          <colspec colnum="1" colname="col1"/>
+          <colspec colnum="2" colname="col2"/>
+          <colspec colnum="3" colname="col3"/>
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+          <tbody>
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+        </tgroup>
+      </informaltable>
+
+      <para>
+        Wie du sehen kannst, kommen Zeilen und Spalten des Bildes natürlich paarweise.
+        Folglich <emphasis>müssen</emphasis> deine Abschneide-Offsets und
+        Abmessungen geradzahlig sein.
+        Sind sie dies nicht, wird Chroma nicht mehr korrekt mit Luma abgeglichen.
+        In der Theorie ist es möglich, mit ungeraden Offsets abzuschneiden, jedoch
+        erfordert dies ein Resampling von Chroma, was potentiell eine mit Verlust
+        verbundene Operation bedeutet und vom Crop-Filter nicht unterstützt
+        wird.
+      </para>
+
+      <para>
+        Weiterhin wird interlaced Video folgendermaßen gesampelt:
+      </para>
+
+      <informaltable>
+        <?dbhtml table-width="80%" ?>
+        <?dbfo table-width="80%" ?>
+        <tgroup cols="16" align="center">
+          <colspec colnum="1"  colname="col1"/>
+          <colspec colnum="2"  colname="col2"/>
+          <colspec colnum="3"  colname="col3"/>
+          <colspec colnum="4"  colname="col4"/>
+          <colspec colnum="5"  colname="col5"/>
+          <colspec colnum="6"  colname="col6"/>
+          <colspec colnum="7"  colname="col7"/>
+          <colspec colnum="8"  colname="col8"/>
+          <colspec colnum="9"  colname="col9"/>
+          <colspec colnum="10" colname="col10"/>
+          <colspec colnum="11" colname="col11"/>
+          <colspec colnum="12" colname="col12"/>
+          <colspec colnum="13" colname="col13"/>
+          <colspec colnum="14" colname="col14"/>
+          <colspec colnum="15" colname="col15"/>
+          <colspec colnum="16" colname="col16"/>
+          <spanspec spanname="spa1-2"   namest="col1" nameend="col2"/>
+          <spanspec spanname="spa3-4"   namest="col3" nameend="col4"/>
+          <spanspec spanname="spa5-6"   namest="col5" nameend="col6"/>
+          <spanspec spanname="spa7-8"   namest="col7" nameend="col8"/>
+          <spanspec spanname="spa9-10"  namest="col9" nameend="col10"/>
+          <spanspec spanname="spa11-12" namest="col11" nameend="col12"/>
+          <spanspec spanname="spa13-14" namest="col13" nameend="col14"/>
+          <spanspec spanname="spa15-16" namest="col15" nameend="col16"/>
+          <tbody>
+            <row>
+              <entry namest="col1" nameend="col8">Oberes Feld</entry>
+              <entry namest="col9" nameend="col16">Unteres Feld</entry>
+            </row>
+            <row>
+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
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+            </row>
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+              <entry spanname="spa9-10">C</entry>
+              <entry spanname="spa11-12">C</entry>
+              <entry spanname="spa13-14">C</entry>
+              <entry spanname="spa15-16">C</entry>
+            </row>
+            <row>
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+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
+              <entry>L</entry>
+            </row>
+          </tbody>
+        </tgroup>
+      </informaltable>
+
+      <para>
+        Wie du erkennen kannst, wiederholt sich das Muster bis nach 4 Zeilen nicht.
+        Somit müssen bei interlaced Video dein y-Offset und die Höhe für das
+        Ausschneiden ein Vielfaches von 4 sein.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die ursprüngliche DVD-Auflösung ist 720x480 für NTSC und 720x576 für PAL, es
+        gibt jedoch ein Aspektkennzeichen, das spezifiziert, ob Vollbild (4:3) oder
+        Breitwandfilm (16:9) vorliegt. Viele (wenn nicht die meisten) Breitwandfilm-DVDs
+        sind nicht grundsätzlich 16:9, sondern entweder 1.85:1 oder 2.35:1 (Cinescope).
+        Dies bedeutet, dass es schwarze Bänder im Video geben wird, die herausgeschnitten
+        werden müssen.
+      </para>
+
+      <para>
+        <application>MPlayer</application> stellt einen Crop-Erkennungsfilter
+        zur Verfügung, der das Ausschnittsrechteck (<option>-vf cropdetect</option>)
+        bestimmt.
+        Starte <application>MPlayer</application> mit
+        <option>-vf cropdetect</option>, und er wird die Crop-Einstellungen
+        zum Entfernen der Ränder ausgeben.
+        du solltest den Film lange genug laufen lassen, damit die gesamte Bildfläche
+        verwendet wird, um akkurate Crop-Werte zu erhalten.
+      </para>
+
+      <para>
+        Teste danach die Werte, die von <application>MPlayer</application>
+        über die Befehlszeile mittels <option>cropdetect</option> ausgegeben wurden
+        und passe das Rechteck nach deinen Bedürfnissen an.
+        Der Filter <option>rectangle</option> kann dabei helfen, indem er dir erlaubt,
+        das Rechteck interaktiv über dem Film zu positionieren.
+        Vergiss nicht, den oben genannten Teilbarkeitsrichtwerten zu folgen, sodass du
+        die Chroma-Ebenen nicht verkehrt anordnest.
+      </para>
+
+      <para>
+        In bestimmten Fällen könnte Skalieren nicht wünschenswert sein.
+        Skalierung in vertikaler Richtung ist mit interlaced Video
+        schwierig, und wenn du das Interlacing beibehalten willst, solltest
+        du für gewöhnlich das Skalieren bleiben lassen.
+        Hast du nicht vor zu skalieren, willst aber nach wie vor Abmessungen
+        in einem Vielfachen von 16 verwenden, musst du über den Rand
+        hinausschneiden.
+        Schneide aber lieber nicht über den Rand hinaus, da schwarze Ränder
+        sehr schlecht zu encodieren sind!
+      </para>
+
+      <para>
+        Weil MPEG-4 16x16 Macroblöcke nutzt, solltest du dich vergewissern,
+        dass jede Abmessung des zu encodierenden Videos ein Vielfaches von
+        16 ist oder du verschlechterst andernfalls die Qualität, speziell bei
+        niedrigeren Bitraten. Du kannst dies durch Abrunden der Breite und
+        Höhe des Ausschnittsrechtecks hinunter auf den nächsten Wert eines
+        Vielfachen von 16 erreichen.
+        Wie früher bereits erklärt, wirst du beim Abschneiden das y-Offset
+        um die Hälfte der Differenz der alten und neuen Höhe erhöhen wollen,
+        sodass das daraus resultierende Video aus der Mitte des Frames genommen
+        wird. Und stelle wegen der Art, wie ein DVD-Video gesampelt wird, sicher,
+        dass das Offset eine gerade Zahl ist. (Verwende in der Tat - als eine
+        Regel - nie ungerade Werte für irgendwelche Parameter beim Abschneiden
+        oder Skalieren eines Videos) Wenn du dich beim Wegwerfen einiger extra
+        Pixel nicht wohl fühlst, ziehst du es stattdessen vor, das Video zu
+        skalieren.
+        Wir werden uns dies im unten stehenden Beispiel mal ansehen.
+        Du kannst den <option>cropdetect</option>-Filter sogar alles oben erwähnte
+        für dich erledigen lassen, da dieser einen optionalen Parameter
+        <option>round</option> besitzt, der standardmäßig gleich 16 ist.
+      </para>
+
+      <para>
+        Pass auch auf &quot;halbschwarze&quot; Pixel an den Kanten auf. Stelle sicher, dass
+        du diese ebenfalls mit abschneidest oder du vergeudest dort Bits, wo sie
+        doch besser anderswo verwendet werden sollten.
+      </para>
+
+      <para>
+        Nachdem nun alles gesagt ist, wirst du möglicherweise bei einem
+        Video landen, dessen Pixel nicht ganz 1.85:1 oder 2.35:1, aber ziemlich
+        nahe dran sind. Du könntest ein neues Seitenverhältnis manuell berechnen,
+        aber <application>MEncoder</application> bietet eine Option für
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> genannt
+        <option>autoaspect</option>, die das für dich erledigt.
+        Skaliere dieses Video auf keinen Fall hoch, um die Pixel abzugleichen
+        solange du keinen Festplattenplatz verschwenden willst.
+        Das Skalieren sollte beim Playback gemacht werden und der Player wird das
+        in der AVI gespeicherte Seitenverhältnis zur Bestimmung der besten
+        Auflösung verwenden.
+        Unglücklicherweise erzwingen nicht alle Player diese Auto-Skalierinformation,
+        und deshalb willst du vielleicht trotzdem neu skalieren.
+      </para>
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate">
+      <title>Auswahl von Auflösung und Bitrate</title>
+
+      <para>
+        Wenn du nicht vor hast, im Modus mit konstantem Quantisier zu encodieren,
+        musst du eine Bitrate auswählen.
+        Das Konzept der Bitrate ist denkbar einfach.
+        Sie ist die (mittlere) Anzahl Bits, die pro Sekunde zum Speichern des
+        Films verbraucht werden.
+        Normalerweise wird die Bitrate in Kilobit (1000 Bit) pro Sekunde gemessen.
+        Die Größe deines Films auf der Platte ist die Bitrate multipliziert mit der
+        Dauer des Films, plus einem kleinen &quot;Overhead&quot; (siehe zum Beispiel in der
+        Sektion über
+        <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">den AVI-Container</link>).
+        Weitere Parameter wie Skalierung, Cropping, usw. werden die Dateigröße
+        <emphasis role="bold">nicht</emphasis> ändern, solange du nicht auch
+        die Bitrate veränderst!
+      </para>
+      <para>
+        Die Bitrate skaliert <emphasis role="bold">nicht</emphasis> proportional
+        zur Auflösung.
+        Dies bedeutet, eine Datei 320x240 mit 200 KBit/Sek wird nicht dieselbe
+        Qualität aufweisen wie der gleiche Film bei 640x480 und 800 KBit/Sek!
+        Dafür gibt es zwei Gründe:
+        <orderedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Wahrnehmbar</emphasis>: du bemerkst
+              MPEG-Artefakte eher, wenn sie größer hochskaliert sind!
+              Artefakte erscheinen bei einer Skalierung von Blöcken (8x8).
+              Dein Auge wird in 4800 kleinen Blöcken nicht so leicht Fehler sehen
+              wie es welche in 1200 großen Blöcken sieht (vorausgesetzt du skalierst
+              beide auf Vollbild).
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Theoretisch</emphasis>: Wenn du ein Bild
+              runterskalierst, aber nach wie vor die selbe Größe der (8x8)
+              Blöcke zur Frequenzraumtransformation verwendest, bewegst Du
+              mehr Daten in die Hochfrequenzbänder.
+              Grob gesagt, jedes Pixel enthält mehr des Details als es dies
+              zuvor tat.
+              Somit enthält dein herunterskaliertes Bild 1/4 der Information
+              in räumlichen Richtungen, es könnte immer noch einen hohen Anteil
+              Information im Frequenzbereich enthalten (vorausgesetzt dass die
+              hohen Frequenzen im originalen 640x480 Bild nicht ausgenutzt wurden).
+            </para>
+          </listitem>
+        </orderedlist>
+      </para>
+      <para>
+        Vergangene Leitfäden legten nahe, eine Bitrate und Auflösung zu wählen,
+        die auf eine &quot;Bits pro Pixel&quot;-Näherung basieren, dies ist jedoch im
+        allgemeinen aus oben genannten Gründen nicht gültig.
+        Eine bessere Schätzung scheint zu sein, dass Bitraten proportional zur
+        Quadratwurzel der Auflösung skalieren, sodass 320x240 und 400 KBit/Sek
+        vergleichbar mit 640x480 bei 800 KBit/Sek wären.
+        Dies wurde aber nicht mit theoretischer oder empirischer Strenge verifiziert.
+        Desweiteren ist es in Anbetracht der Tatsache, dass Filme in Bezug auf Rauschen, Details,
+        Bewegungsgrad usw. außerordentlich variieren, zwecklos, allgemeine Empfehlungen
+        für die Bits pro Diagonallänge (dem Analog zu Bits pro Pixel
+        unter Verwendung der Quadratwurzel) abzugeben.
+      </para>
+      <para>
+        So weit haben wir nun die Schwierigkeit der Wahl von Bitrate und
+        Auflösung diskutiert.
+      </para>
+
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-resolution-bitrate-compute">
+        <title>Berechnen der Auflösung</title>
+        <para>
+          Die folgenden Schritte werden dich in der Berechnung der Auflösung
+          deiner Encodierung anleiten, ohne das Video allzusehr zu verzerren,
+          indem verschiedene Typen von Informationen über das Quellvideo in
+          Betracht gezogen werden.
+          Zuerst solltest du die encodierte Auflösung berechnen:
+          <systemitem>ARc = (Wc x (ARa / PRdvd )) / Hc</systemitem>
+          <itemizedlist>
+            <title>wobwei:</title>
+            <listitem>
+              <para>
+                Wc und Hc die Breite und Höhe des zugeschnittenen Videos darstellen
+              </para>
+            </listitem>
+            <listitem>
+              <para>
+                ARa das angezeigte Seitenverhältnis ist, das üblicherweise 4/3 oder 16/9 beträgt
+              </para>
+            </listitem>
+            <listitem>
+              <para>
+                PRdvd das Pixelverhältnis der DVD ist, welches gleich 1.25=(720/576) für
+                PAL-DVDs und 1.5=(720/480) für NTSC-DVDs beträgt
+              </para>
+            </listitem>
+          </itemizedlist>
+        </para>
+
+        <para>
+          Dann kannst du die X- und Y-Auflösung berechnen, gemäß eines gewisse Faktors
+          der Kompressionsqualität (CQ):
+          <systemitem>ResY = INT(SQRT( 1000*Bitrate/25/ARc/CQ )/16) * 16</systemitem>
+          und
+          <systemitem>ResX = INT( ResY * ARc / 16) * 16</systemitem>
+        </para>
+
+        <para>
+          Okay, aber was ist der CQ?
+          Der CQ repräsentiert die Anzahl Bits pro Pixel und pro Frame der Encodierung.
+          Grob ausgedrückt, je größer der CQ, desto geringer die Wahrscheinlichkeit,
+          Encodierungsartefakte zu sehen.
+          Trotz allem, wenn du eine Zielgröße für deinen Film hast (1 oder 2 CDs zum Beispiel),
+          gibt es eine begrenzte Gesamtzahl an Bits, die du aufwenden kannst; deswegen ist es
+          notwendig, einen guten Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit und Qualität zu suchen.
+        </para>
+
+        <para>
+          Der CQ hängt von der Bitrate, der Effektivität des Videocodecs und der
+          Filmauflösung ab.
+          Um den CQ anzuheben, könntest du typischerweise den Film unter der Annahme
+          herunterskalieren, dass die Bitrate mit der Funktion der Zielgröße und der
+          Länge des Films berechnest, die ja konstant sind.
+          Mit MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+          und <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, resultiert ein CQ
+          unter 0.18 für gewöhnlich in einem ziemlich blockhaften Bild, weil nicht
+          genug Bits zum Codieren der Information jedes Macroblocks vorhanden sind.
+          (MPEG4, wie auch viele andere Codecs, gruppiert Pixel nach Blöcken verschiedener
+          Pixel, um das Bild zu komprimieren; sind nicht genügend Bits vorhanden,
+          werden die Kanten dieser Blöcke sichtbar.)
+          Es ist daher weise, einen CQ im Bereich von 0.20 bis 0.22 für einen 1 CD-Rip
+          und 0.26-0.28 für einen 2 CD-Rip mit Standard-Encodieroptionen zu nehmen.
+          Höherentwickelte Encodieroptionen wie die hier für
+          <link linkend="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+          und
+          <link linkend="menc-feat-xvid-example-settings"><systemitem class="library">XviD</systemitem></link>
+          aufgelisteten sollten es möglich machen, dieselbe Qualität mit einem CQ im Bereich
+          von 0.18 bis 0.20 für einen 1 CD-Rip und 0.24 bis 0.26 für einen 2 CD-Rip zu erreichen.
+          Mit den MPEG-4 ASP-Codecs wie <systemitem class="library">x264</systemitem>,
+          kannst du einen CQ im Bereich von 0.14 bis 0.16 mit Standard-Encodieroptionen
+          verwenden, und solltest bis auf 0.10 bis 0.12 mit den
+          <link linkend="menc-feat-x264-example-settings">erweiterten Encodieroptionen von <systemitem class="library">x264</systemitem></link>
+          runter gehen können.
+        </para>
+
+        <para>
+          Bitte nimm zur Kenntnis, dass der CQ lediglich eine richtungsweisendes Maß ist,
+          da sie vom encodierten Inhalt abhängt. Ein CQ von 0.18 kann für einen
+          Bergman-Film recht hübsch aussehen, im Gegensatz zu einem Film wie
+          The Matrix, der jede Menge High-Motion-Szenen enthält.
+          Auf der anderen Seite ist es nutzlos, den CQ höher als 0.30 zu schrauben,
+          da du ohne spürbaren Qualitätsgewinn Bits vergeuden würdest.
+          Beachte ebenso, dass wie früher in diesem Handbuch bereits angemerkt,
+          niedrig auflösende Videos einen größeren CQ benötigen, um gut auszusehen
+          (im Vergleich z.B. zur DVD-Auflösung).
+        </para>
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-filtering">
+      <title>Filtern</title>
+
+      <para>
+        Zu lernen, wie man <application>MEncoder</application>s Videofilter
+        verwendet, ist essentiell, um gute Encodierungen zu produzieren.
+        Jede Videoverarbeitung wird über Filter ausgeführt -- Ausschneiden,
+        Skalieren, Farbanpassung, Rauschentfernung, Scharfzeichnen, Deinterlacing,
+        telecine, inverses telecine und Deblocking, um nur ein paar davon aufzuzählen.
+        Zusammen mit der gewaltigen Zahl unterstützter Inputformate, ist die Vielfalt der
+        in <application>MEncoder</application> verfügbaren Filter eine seiner
+        Hauptvorteile im Vergleich zu ähnlichen Programmen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Filter werden in einer Kette über die Option -vf geladen:
+
+        <screen>-vf filter1=Optionen,filter2=Optionen,...</screen>
+
+        Die meisten Filter nehmen mehrere numerische, kommagetrennte
+        Optionen entgegen, jedoch variiert die Syntax der Optionen von
+        Filter zu Filter, also lies bitte die Manpage für Details
+        zu den Filtern, die du verwenden willst.
+      </para>
+
+      <para>
+        Filter wirken auf das Video in der Reihenfolge ein, in der sie geladen werden.
+        Zum Beispiel wird folgende Kette:
+
+        <screen>-vf crop=688:464:12:4,scale=640:464</screen>
+
+        zuerst den Bereich 688x464 aus dem Bild schneiden mit der oberen, linken
+        Ecke bei (12,4) und danach das Ergebnis auf 640x464 herunter skalieren.
+      </para>
+
+      <para>
+        Bestimmte Filter müssen zu oder nahe dem Anfang der Filterkette geladen
+        werden, um Vorteile aus den Informationen des Videodecoders zu ziehen,
+        die ansonsten durch andere Filter verloren gehen oder ungültig gemacht
+        würden.
+        Die wichtigsten Beispiele sind <option>pp</option>
+        (Nachbearbeitung (postprocessing), nur wenn es Deblock- oder
+        Dering-Operationen durchführt), <option>spp</option> (ein weiterer
+        Postprozessor zum Entfernen von MPEG-Artefakten), <option>pullup</option>
+        (umgekehrtes telecine) und <option>softpulldown</option> (zur Konvertierung
+        von soft telecine nach hard telecine).
+      </para>
+
+      <para>
+        Im Allgemeinen solltest du den Film so wenig wie möglich Filtern, um
+        nahe an der originalen DVD-Quelle zu bleiben. Ausschneiden ist oft
+        notwendig (wie oben beschrieben), vermeide aber das Skalieren von Videos.
+        Obwohl das Herunterskalieren manchmal vorgezogen wird, um höhere Quantisierer
+        zu verwenden, wollen wir beide diese Dinge vermeiden: Erinnere dich daran,
+        dass wir von Anfang an beschlossen hatten, einen Kompromiss zwischen
+        Bits und Qualität zu schließen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Passe ebenso kein Gamma, Kontrast, Helligkeit, usw. an. Was auf deinem
+        Display gut aussieht, sieht auf anderen eventuell nicht gut aus. Diese
+        Anpassungen sollten nur im Playback vorgenommen werden.
+      </para>
+
+      <para>
+        Eine Sache, die du vielleicht machen willst, ist, das Video durch einen sehr
+        feinen Entrauschfilter (Denoise) zu schicken, wie etwa <option>-vf hqdn3d=2:1:2</option>.
+        Nochmals, es geht darum, die Bits einer besseren Verwendung zuzuführen: Warum
+        Bits zum Encodieren des Rauschens verschwenden, wenn du dieses Rauschen auch
+        während des Playback entfernen kannst?
+        Die Parameter für <option>hqdn3d</option> zu erhöhen, wird überdies
+        die Komprimierbarkeit erhöhen, erhöhst du jedoch die Werte zu sehr, riskierst Du
+        eine Verringerung der Bildsichtbarkeit. Die oben vorgeschlagenen Werte
+        (<option>2:1:2</option>) sind ziemlich konservativ; du solltest dich frei
+        fühlen, mit höheren Werten herumzuexperimentieren und die Ergebnisse
+        selbst zu beobachten.
+      </para>
+
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-interlacing">
+      <title>Interlacing und Telecine</title>
+
+      <para>
+        Nahezu alle Filme sind bei 24 fps aufgenommen. Weil NTSC 30000/1001 fps entspricht,
+        müssen mit diesen 24 fps Videos einige Verarbeitungen durchgeführt werden,
+        um sie mit der korrekten NTSC-Framerate laufen zu lassen. Der Prozess wird 3:2
+        pulldown genannt, allgemein telecine zugeordnet (weil pulldown des öfteren
+        während des telecine-Prozesses angewandt wird), und naiv so beschrieben,
+        dass er durch Verlangsamung des Films auf 24000/1001 fps und dem
+        Wiederholen jeden vierten Frames arbeitet.
+      </para>
+
+      <para>
+        Keine spezielle Verarbeitung ist jedoch bei einem Video für PAL-DVDs
+        durchzuführen, das bei 25 fps läuft. (Technisch gesehen kann PAL telecined
+        werden, 2:2 pulldown genannt, dies ist jedoch in der Praxis nicht von Bedeutung.)
+        Der 24 fps Film wird einfach mit 25 fps abgespielt. Das Resultat ist, dass
+        der Film ein wenig schneller abläuft, doch solange du kein Alien bist, wirst
+        du möglicherweise keinen Unterschied wahrnehmen.
+        Die meisten PAL-DVDs haben pitch-korrigiertes Audio, dadurch hören sie sich
+        bei 25 fps abgespielt korrekt an, obwohl der Audiotrack (und infolgedessen der
+        gesamte Film) eine 4% kürzere Abspielzeit hat wie NTSC-DVDs.
+      </para>
+
+      <para>
+        Weil das Video in einer PAL-DVD nicht verändert wurde, musst du dich nicht
+        viel um die Framerate sorgen. Die Quelle ist 25 fps und dein Rip wird 25
+        fps haben. Wenn du jedoch einen NTSC-DVD-Film rippst, musst du eventuell
+        umgekehrtes telecine anwenden.
+      </para>
+
+      <para>
+        Für mit 24 fps aufgenommene Filme ist das Video auf der NTSC-DVD entweder telecined
+        30000/1001 oder hat andernfalls progressive 24000/1001 fps und es ist vorgesehen,
+        on-the-fly vom DVD-Player telecined zu werden. Auf der anderen Seite sind TV-Serien
+        üblicherweise nur interlaced, nicht telecined. Dies ist keine feste Regel: Einige
+        TV-Serien sind interlaced (wie etwa Buffy die Vampirjägerin), wogegen andere
+        eine Mixtur aus progressive und interlaced sind (so wie Angel oder 24) - wers kennt :).
+      </para>
+
+      <para>
+        Es wird strengstens empfohlen, die Sektion über
+        <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link>
+        durchzulesen, um den Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten zu lernen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn du aber hauptsächlich nur Filme rippst, gehst du wahrscheinlich entweder
+        mit 24 fps progressivem oder telecined Video um, in welchem Falle du
+        den Filter <option>pullup</option> mittels <option>-vf pullup,softskip</option>
+        verwenden kannst.
+      </para>
+
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-encoding-interlaced">
+      <title>Interlaced Video encodieren</title>
+
+      <para>
+        Ist der Film, den du encodieren willst, interlaced (NTSC-Video oder
+        PAL-Video), wirst du wählen müssen, ob du ihn deinterlacen willst
+        oder nicht.
+        Während das Deinterlacing deinen Film zwar auf progressiven Scan-Displays
+        wie Computermonitoren und Projektoren verwendbar macht, wird dich dies
+        doch etwas kosten: Die Feldrate von 50 oder 60000/1001 Feldern pro Sekunde
+        wird auf 25 oder 30000/1001 Frames pro Sekunde halbiert und annähernd die
+        Hälfte der Informationen in deinem Film geht während Szenen mit
+        signifikanter Bewegung verloren.
+      </para>
+
+      <para>
+        Deswegen wird empfohlen, wenn du aus Gründen hochqualitativer
+        Archivierung encodierst, kein Deinterlacing durchzuführen.
+        Du kannst den Film immer noch beim Playback deinterlacen,
+        wenn du ihn auf progressiven Scan-Geräten anzeigst. Und zukünftige
+        Player werden in der Lage sein, auf volle Feldrate zu
+        deinterlacen, mit Interpolation auf 50 oder 60000/1001 komplette
+        Frames pro Sekunde aus interlaced Video heraus.
+      </para>
+
+      <para>
+        Spezielle Sorgfalt solltest du bei der Arbeit mit interlaced Video walten lassen:
+      </para>
+
+      <orderedlist>
+        <listitem>
+          <para>
+            Ausschneidehöhe und y-Offset müssen Vielfache von 4 sein.
+          </para>
+        </listitem>
+        <listitem>
+          <para>
+            Jedes vertikale Skalieren muss im interlaced Modus durchgeführt werden.
+          </para>
+        </listitem>
+        <listitem>
+          <para>
+            Nachbearbeitungs- (postprocessing) und Rauschunterdrückungsfilter (denoising)
+            funktionieren eventuell nicht wie erwartet, wenn du nicht speziell darauf achtest,
+            dass sie zu einem Zeitpunkt nur ein Feld verarbeiten, und sie können das Video
+            kaputt machen, wenn sie inkorrekt angewendet werden.
+          </para>
+        </listitem>
+      </orderedlist>
+
+      <para>
+        Mit diesen Dingen im Kopf, hier das erste Beispiel:
+      </para>
+<screen>mencoder <replaceable>capture.avi</replaceable> -mc 0 -oac lavc -ovc lavc -lavcopts \
+vcodec=mpeg2video:vbitrate=6000:ilme:ildct:acodec=mp2:abitrate=224</screen>
+      <para>
+        Beachte die Optionen <option>ilme</option> und <option>ildct</option>.
+      </para>
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-av-sync">
+      <title>Anmerkungen zur Audio-/Videosynchronisation</title>
+      <para>
+        <application>MEncoder</application>s Algorithmen der Audio-/Videosynchronisation
+        wurden mit der Intention entwickelt, Dateien mit kaputter Sychronisation wieder herzustellen.
+        In einigen Fällen können unnötiges Überspringen und Duplizieren
+        von Frames und möglicherweise leichte A/V-Desynchronisation verursachen, auch wenn sie
+        mit dem richtigen Input verwendet werden
+        (gewiss, Probleme mit A/V-Synchronisation treffen nur zu, wenn du den Audiotrack während
+        der Transcodierung des Videos verarbeitest oder kopierst, wozu auch nachhaltig
+        ermutigt wird).
+        Hierfür müsstest du mit der Option <option>-mc 0</option> in die
+        Grundeinstellung der A/V-Synchronisation wechseln oder diese in deine
+        <systemitem>~/.mplayer/mencoder</systemitem> Konfigurationsdatei eintragen,
+        solange du ausschließlich mit guten Quellen arbeitest (DVD, TV-Capture,
+        hochqualitativen MPEG-4-Rips usw.) und mit nicht-kaputten ASF/RM/MOV-Dateien.
+      </para>
+      <para>
+        Wenn du dich überdies gegen merkwürdige Frameübersprünge und -duplikationen
+        absichern willst, kannst du beides verwenden, <option>-mc 0</option>
+        und <option>-noskip</option>.
+        Dies verhindert <emphasis>jede</emphasis> A/V-Synchronisation und kopiert die Frames
+        eins-zu-eins, somit kannst du sie nicht verwenden, falls du irgendwelche Filter
+        verwendest, die unvorhersagbar Frames hinzufügen oder streichen oder falls
+        deine Input-Datei eine variable Framerate besitzt!
+        Deshalb wird eine allgemeine Anwendung von <option>-noskip</option> nicht empfohlen.
+      </para>
+      <para>
+        Die von <application>MEncoder</application> unterstützte sogenannte
+        &quot;3-pass&quot; Audioencodierung soll laut Berichten A/V-Desynchronisation
+        verursachen.
+        Dies geschieht definitiv dann, wenn sie in Verbindung mit bestimmten Filtern
+        verwendet wird, daher wird <emphasis>nicht</emphasis> empfohlen, den
+        3-pass-Audio-Modus anzuwenden.
+        Dieses Feature ist nur aus Kompatibilitätsgründen übrig geblieben und für
+        erfahrene Benutzer, die wissen, wann es sicher anzuwenden ist und wann nicht.
+        Wenn du zuvor noch nie etwas vom 3-pass-Modus gehört hast, vergiss, dass wir es je
+        erwähnt haben!
+      </para>
+      <para>
+        Es gab auch Berichte über A/V-Desynchronisation, wenn
+        mit <application>MEncoder</application> von stdin encodiert wurde.
+        Lass das bleiben! Verwende immer eine Datei oder ein CD/DVD/usw-Laufwerk
+        als Input.
+      </para>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-codec">
+      <title>Auswahl des Videocodecs</title>
+
+      <para>
+        Welcher Videocodec die beste Wahl ist, hängt von mehreren Faktoren
+        wie Größe, Qualität, Streambarkeit, Brauchbarkeit und Popularität, manche
+        davon weitgehend vom persönlichen Geschmack und technischen
+        Randbedingungen ab.
+      </para>
+      <itemizedlist>
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">Kompressionseffizienz</emphasis>:
+            Es ist leicht zu verstehen, dass die meisten Codecs der neueren Generation
+            dafür gemacht wurden, Qualität und Komprimierung zu verbessern.
+            Deshalb behauptet der Autor dieses Handbuches und viele andere Leute, dass
+            du nichts verkehrt machen kannst,
+            <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-cpu'>
+              <para>Sei trotzdem vorsichtig: MPEG-4 AVC-Videos in DVD-Auflösung zu
+                decodieren erfordert einen schnellen Rechner (z.B. einen Pentium 4
+                über 1.5Ghz oder einen Pentium M über 1Ghz).
+              </para>
+            </footnote>
+            wenn du MPEG-4 AVC-Codecs wie
+            <systemitem class="library">x264</systemitem> anstatt MPEG-4 ASP-Codecs
+            wie <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 oder
+            <systemitem class="library">XviD</systemitem> wählst.
+            (Zukunftsorientierte Codec-Entwickler interessiert eventuell Michael
+            Niedermayers Meinung
+            &quot;<ulink url="http://guru.multimedia.cx/?p=10">why MPEG4-ASP sucks</ulink>&quot;
+            zu lesen.)
+            Ebenso solltest du mit MPEG-4 ASP eine bessere Qualität erhalten als mit
+            MPEG-2-Codecs.
+          </para>
+          <para>
+            Allerdings können neuere Codecs, die noch stark in der Entwicklung stecken,
+            unter unentdeckten Bugs leiden, die die Encodierung ruinieren können.
+            Dies nimmt man schlicht in Kauf, wenn man "bleeding edge"-Technologie
+            verwendet.
+          </para>
+          <para>
+            Außerdem erfordert der Umgang mit einem neuen Codec und sich mit dessen Optionen
+            vertraut zu machen eine Zeit, bis du weißt, was alles anzupassen
+            ist, um die erhoffte Bildqualität zu erreichen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">Hardware-Kompatibilität</emphasis>:
+            Gewöhnlich dauert es bei neuen standalone Video-Playern lange, bis der
+            Support für die neuesten Videocodecs eingebunden ist.
+            Als ein Ergebnis unterstützen die meisten nur MPEG-1 (wie VCD, XVCD
+            und KVCD), MPEG-2 (wie DVD, SVCD und KVCD) und MPEG-4 ASP (wie DivX,
+            LMP4 von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> und
+            <systemitem class="library">XviD</systemitem>)
+            (Vorsicht: Im Allgemeinen werden nicht alle MPEG-4 ASP-Features unterstützt).
+            Sieh bitte in den technischen Spezifikationen deines Players nach (falls
+            welche vorhanden sind) oder google nach mehr Informationen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">Beste Qualität pro Encodierzeit</emphasis>:
+            Codecs, die es schon einige Zeit gibt (wie
+            <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 und
+            <systemitem class="library">XviD</systemitem>), sind gewöhnlich heftig
+            mit allen möglichen intelligenten Algorithmen und SIMD Assembly-Code optimiert.
+            Das sind sie deshalb, weil sie darauf abzielen, das beste Verhältnis von Qualität
+            pro Encodierzeit zu liefern.
+            Jedoch haben sie oft einige sehr fortschrittliche Optionen, die,
+            wenn aktiviert, das Encodieren bei marginalem Gewinn wirklich langsam
+            machen.
+          </para>
+          <para>
+            Wenn du es auf die Wahnsinnsgeschwindigkeit abzielst, solltest du
+            in der Nähe der Standardeinstellungen des Videocodecs bleiben
+            (obwohl du ruhig weitere Optionen ausprobieren solltest, die in
+            anderen Sektionen dieses Handbuchs angesprochen werden).
+          </para>
+          <para>
+            Vielleicht überlegst du auch, einen Codec auszuwählen, der mit
+            Multi-Threading klarkommt, was nur für Benutzer von Rechnern
+            mit mehreren CPUs von Nutzen ist.
+            <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 erlaubt
+            dies zwar, aber die Geschwindigkeitsgewinne sind begrenzt und es gibt
+            einen leicht negativen Effekt in Bezug auf die Bildqualität.
+            Die Multi-Thread-Encodierung von <systemitem class="library">XviD</systemitem>,
+            durch die Option <option>threads</option> aktiviert, kann zum Ankurbeln
+            der Encodiergeschwindigkeit - um in typischen Fällen etwa 40-60% -
+            bei wenn überhaupt geringer Bildverschlechterung verwendet werden.
+            <systemitem class="library">x264</systemitem> erlaubt ebenfalls
+            Multi-Thread-Encodierung, was im Moment das Encodieren um 15-30% beschleunigt
+            (abhängig von den Encodier-Einstellungen) bei gleichzeitiger Verringerung des
+            PSNR um etwa 0.05dB.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">Persönlicher Geschmack</emphasis>:
+            Hier beginnt die Angelegenheit oft irrational zu werden: Aus den selben
+            Gründen, aus denen manche über Jahre an DivX 3 hängen, während neuere
+            Codecs bereits Wunder wirken, ziehen einige Leute
+            <systemitem class="library">XviD</systemitem>
+            oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> MPEG-4 dem
+            <systemitem class="library">x264</systemitem> vor.
+          </para>
+          <para>
+            Du solltest dir dein eigenes Urteil bilden; lass dich nicht von Leuten
+            vollquasseln, die auf den einen Codec schwören.
+            Nimm ein paar Beispiel-Clips von Originalquellen und vergleiche die
+            verschiedenen Encodier-Optionen und Codecs, um den einen zu finden, mit
+            dem du am besten klarkommst.
+            Der beste Codec ist der, den du beherrschst und der in deinen Augen
+            auf deinem Display am besten aussieht.
+            <footnote id='fn-menc-feat-dvd-mpeg4-codec-playback'>
+              <para>Dieselbe Encodierung kann auf dem Monitor eines anderen vollkommen
+                anders aussehen oder wenn sie von einem anderen Decoder abgespielt wird,
+                also mach deine Encodierungen zukunftssicher indem du sie unter verschiedenen
+                Setups ablaufen lässt.</para></footnote>!
+          </para>
+        </listitem>
+      </itemizedlist>
+      <para>
+        Sieh dazu bitte in der Sektion
+        <link linkend="menc-feat-selecting-codec">Auswahl der Codecs und Containerformate</link>
+        nach der Liste der unterstützten Codecs.
+      </para>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-audio">
+      <title>Audio</title>
+
+      <para>
+        Audio ist ein leichter zu lösendes Problem: Wenn du Wert auf Qualität legst,
+        lass es einfach so wie es ist.
+        Gerade AC3 5.1 Streams sind meist 448Kbit/s und jedes Bit wert.
+        Möglicherweise gerätst du in Versuchung, Audio in hochwertiges Vorbis
+        umzuwandeln, aber nur weil du heute keinen A/V-Receiver für AC3-pass-through
+        besitzt, bedeutet dies nicht, dass du nicht morgen doch einen hast.
+        Halte deine DVD-Rips zukunftssicher, indem du den AC3-Stream beibehältst.
+        Du behältst den AC3-Stream entweder, indem du ihn
+        <link linkend="menc-feat-mpeg4">während der Encodierung</link>
+        direkt in den Video-Stream kopierst.
+        Du kannst den AC3-Stream aber auch extrahieren, um ihn in Container wie NUT
+        oder Matroska zu muxen.
+        <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -aid 129 -dumpaudio -dumpfile <replaceable>sound.ac3</replaceable></screen>
+        dumpt Audiotrack Nummer 129 aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
+        (NB: DVD-VOB-Dateien verwenden gewöhnlich andere Audionummerierungen,
+        was bedeutet, dass der VOB-Audiotrack 129 der 2-te Audiotrack der Datei ist)
+        in die Datei <replaceable>sound.ac3</replaceable>.
+      </para>
+
+      <para>
+        Aber manchmal hast du wirklich keine andere Wahl als den Sound weiter zu
+        komprimieren, sodass mehr Bits fürs Video aufgewendet werden können.
+        Die meisten Leute entscheiden sich für eine Audiokomprimierung mit MP3- oder
+        Vorbis-Audiocodecs.
+        Wobei letzterer ein sehr platzsparender Codec ist, MP3 wird von Hardware-Playern
+        besser unterstützt, wobei sich dieser Trend auch ändert.
+      </para>
+
+      <para>
+        Verwende <emphasis>nicht</emphasis> <option>-nosound</option> beim Encodieren
+        einer Datei, die Audio enhält, sogar wenn du Audio später separat
+        encodierst und muxt.
+        Zwar kann es im Idealfall manchmal funktionieren, wenn du <option>-nosound</option>
+        verwendest, wahrscheinlich um einige Probleme in deinen
+        Encodier-Befehlszeileneinstellungen zu verbergen.
+        In anderen Worten, einen Soundtrack während dem Encodieren zu haben, stellt sicher,
+        vorausgesetzt du siehst keine Meldungen wie
+        <quote>Too many audio packets in the buffer</quote>, dass du in der Lage sein
+        wirst, eine korrekte Synchronisation zu erhalten.
+      </para>
+
+      <para>
+        Du brauchst <application>MEncoder</application> zur Verarbeitung des Sounds.
+        Du kannst zum Beispiel den originalen Soundtrack während dem Encodieren mit
+        <option>-oac copy</option> kopieren oder ihn mittels
+        <option>-oac pcm -channels 1 -srate 4000</option> in eine &quot;leichte&quot;
+        4 kHz Mono WAV-PCM konvertieren.
+        Anderenfalls wird er - in einigen Fällen - eine Videodatei erzeugen, die
+        nicht mit Audio synchron läuft.
+        So was kommt vor, wenn die Anzahl der Videoframes in der Quelldatei nicht
+        mit der Gesamtlänge der Audioframes zusammenpasst oder immer dann, wenn
+        Unstetigkeiten/Splices vorhanden sind, wo Audioframes oder extra Audioframes
+        fehlen.
+        Der korrekte Weg, mit dieser Art Problem umzugehen, ist Stille (silence)
+        einzufügen oder Audio an diesen Punkten wegzuschneiden.
+        Seis drum, <application>MPlayer</application> kann das nicht, also wenn du
+        AC3-Audio demuxt und es in einer separaten Anwendung encodierst (oder
+        es mit <application>MPlayer</application> in eine PCM dumpst), die Splices
+        bleiben inkorrekt und der einzige Weg sie zu korrigieren ist, Videoframes
+        an diesem Splice zu streichen bzw. zu duplizieren.
+        Solange <application>MEncoder</application> Audio beim Encodieren des
+        Videos sieht, kann er dieses Streichen/Duplizieren erledigen, was
+        gewöhnlich OK ist, da es bei voller Schwärze/Szenenwechsel stattfindet,
+        aber wenn <application>MEncoder</application> Audio nicht erkennen kann,
+        wird er einfach alle Frames so wie sie ankommen verarbeiten und sie werden
+        einfach nicht zum endgültigen Audiostream passen, wenn du beispielsweise
+        deinen Audio- und Videotrack in eine Matroska-Datei mergst.
+      </para>
+
+      <para>
+        Zuallererst wirst du den DVD-Sound in eine WAV-datei konvertieren müssen, die
+        der Audiocodec als Input nutzen kann.
+        Zum Beispiel:
+        <screen>mplayer <replaceable>source_file.vob</replaceable> -ao pcm:file=<replaceable>destination_sound.wav</replaceable> -vc dummy -aid 1 -vo null</screen>
+        wird den zweiten Audiotrack aus der Datei <replaceable>source_file.vob</replaceable>
+        in die Datei <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> dumpen.
+        Vielleicht willst du den Sound vor dem Encodieren normalisieren, da
+        DVD-Audiotracks gemeinhin bei niedriger Lautstärke aufgenommen sind.
+        Du kannst beispielsweise das Tool <application>normalize</application> verwenden,
+        das in den meisten Distributionen zur Verfügung steht.
+        Wenn du Windows nutzt, kann ein Tool wie <application>BeSweet</application>
+        denselben Job erledigen.
+        Du wirst entweder nach Vorbis oder MP3 komprimieren.
+        Zum Beispiel:
+        <screen>oggenc -q1 <replaceable>destination_sound.wav</replaceable></screen>
+        wird <replaceable>destination_sound.wav</replaceable> mit
+        der Encodierqualität 1 encodieren, was annähernd 80Kb/s ergibt und
+        die Minimalqualität darstellt, mit der du encodieren solltest, wenn du
+        Wert auf Qualität legst.
+        Nimm bitte zur Kenntnis, dass MEncoder aktuell keine Vorbis-Audiotracks
+        in die Output-Datei muxen kann, da er nur AVI- und MPEG-Container als
+        Output unterstützt, wobei es beim Audio-/Videoplayback zu
+        Synchronisationproblemen mit einigen Playern führen wird, wenn die AVI-Datei
+        VBR-Audiostreams wie z.B. Vorbis enthält.
+        Keine Bange, dieses Dokument wird dir zeigen, wie du das mit
+        Third-Party-Programmen hinbekommst.
+      </para>
+
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing">
+      <title>Muxen</title>
+      <para>
+        Nun da du dein Video encodiert hast, wirst du es höchstwahrscheinlich
+        mit einem oder mehr Audiotracks in einen Movie-Container wie etwa
+        AVI, MPEG, Matroska oder NUT muxen.
+        <application>MEncoder</application> ist aktuell nur in der Lage,
+        Audio und Video nativ in MPEG- und AVI-Containerformate auszugeben.
+        Zum Beispiel:
+        <screen>mencoder -oac copy -ovc copy -o <replaceable>output_movie.avi</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable></screen>
+        würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
+        und die Audio-Datei <replaceable>input_audio.mp2</replaceable>
+        in die AVI-Datei <replaceable>output_movie.avi</replaceable> mergen.
+        Dieser Befehl funktioniert mit MPEG-1 Layer I, II und III Audio (eher
+        bekannt als MP3), WAV und auch mit ein paar weiteren Audioformaten.
+      </para>
+
+      <para>
+        MEncoder zeichnet sich aus durch experimentellen Support für
+        <systemitem class="library">libavformat</systemitem>, das eine
+        Programmbibliothek des FFmpeg-Projekts ist, welches das Muxen und
+        Demuxen einer Vielzahl von Containern unterstützt.
+        Zum Beispiel:
+        <screen>mencoder -oac copy -ovc copy  -o <replaceable>output_movie.asf</replaceable> -audiofile <replaceable>input_audio.mp2</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> -of lavf -lavfopts format=asf</screen>
+        wird das selbe machen, wie das obere Beispiel, außer dass der
+        Output-Container ASF sein wird.
+        Bitte nimm zur Kenntnis, dass dieser Support hochexperimentell ist
+        (aber von Tag zu Tag besser wird) und nur funktionieren wird, wenn du
+        <application>MPlayer</application> mit aktiviertem Support für
+        <systemitem class="library">libavformat</systemitem> kompiliert
+        hast (was meint, dass eine Pre-Packaged Binary Version in den meisten
+        Fällen nicht funktionieren wird).
+      </para>
+
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">
+        <title>Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</title>
+        <para>
+          Es kann vorkommen, dass du ernsthafte A/V-Synchronisationsprobleme hast während
+          du versuchst, deine Video- und einige Audiotracks zu muxen, wobei es nichts
+          ändert, wenn du das Audiodelay anpasst, du bekommst nie eine korrekte
+          Synchronisation zu Stande.
+          Dies kann vorkommen, wenn du manche Videofilter verwendest, die einige Frames
+          weglassen oder duplizieren, wie etwa die inverse telecine-Filter.
+          ich kann dich nur dazu ermutigen, den <option>harddup</option>-Videofilter
+          ans Ende der Filterkette anzuhängen, um solcherlei Problemen aus dem Weg
+          zu gehen.
+        </para>
+
+        <para>
+          Ohne <option>harddup</option> verlässt sich <application>MEncoder</application>,
+          wenn er einen Frame duplizieren will, darauf, dass der Muxer eine Marke auf den
+          Container setzt, sodass der letzte Frame nochmals angezeigt wird, um
+          während des Schreibens des aktuellen Frames synchron zu bleiben.
+          Mit <option>harddup</option> wird <application>MEncoder</application>
+          statt dessen einfach den zuletzt angezeigten Frame nochmal in die Filterkette
+          einschieben.
+          Dies bedeutet, dass der Encoder <emphasis>exakt</emphasis> denselben Frame
+          zweimal entgegen nimmt und komprimiert.
+          Dies ergibt eine etwas größere Datei, verursacht jedoch keine Probleme
+          beim Demuxen oder Remuxen in ein anderes Containerformat.
+        </para>
+
+        <para>
+          Du kommst auch nicht um den Einsatz von <option>harddup</option> im
+          Zusammenhang mit Containerformaten herum, die nicht allzu fest mit
+          <application>MEncoder</application> verlinkt sind, wie etwa diejenigen,
+          welche von <systemitem class="library">libavformat</systemitem> unterstützt
+          werden, der keine Frameduplikation auf Container-Level unterstützt.
+        </para>
+      </sect3>
+
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-avi-limitations">
+        <title>Limitierungen des AVI-Containers</title>
+        <para>
+          Obwohl es das am breitesten unterstützte Containerformat nach MPEG-1 ist,
+          besitzt AVI auch einige gravierende Nachteile.
+          Der vielleicht offensichtlichste ist der Overhead.
+          Für jeden Block der AVI-Datei werden 24 Byte auf Header und Indizes
+          verschwendet.
+          Dies heißt übersetzt etwas mehr als 5 MB pro Stunde oder 1-2.5%
+          Overhead für einen 700 MB Film. Das sieht nicht nach viel aus, könnte aber
+          die Differenz zwischen einem Video mit 700 KBit/Sek oder 714 KBit/Sek
+          bedeuten, und jedes bisschen mehr an Qualität zählt.
+        </para>
+
+        <para>
+          Zu dieser schockierenden Ineffizienz kommen bei AVI noch folgende
+          wesentlichen Einschränkungen:
+        </para>
+
+        <orderedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              Nur Inhalt mit festen fps kann gespeichert werden. Dies ist insbesondere
+              dann einschränkend, wenn das Originalmaterial, das du encodieren willst,
+              gemischter Inhalt ist, zum Beispiel ein Mix aus NTSC-Video und
+              Filmmaterial.
+              Eigentlich gibt es Hacks, die es ermöglichen, Inhalt mit gemischter
+              Framerate in einer AVI unterzubringen, diese vergrößern jedoch den
+              (ohnehin großen) Overhead fünffach oder mehr und sind somit ungeeignet.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Audio in AVI-Dateien muss entweder konstante Bitrate (CBR) oder
+              konstante Framegröße haben (also alle Frames decodieren zur selben Anzahl
+              Samples).
+              Unglücklicherweise erfüllt Vorbis, der effektivste Codec, keine dieser
+              Anforderungen.
+              Deshalb wirst du einen weniger effizienten Codec wie MP3 oder AC3 verwenden
+              müssen, wenn du planst, einen Film in AVI zu speichern.
+            </para>
+          </listitem>
+        </orderedlist>
+
+        <para>
+          Nachdem ich nun all dies erzählt habe, muss ich anmerken, momentan
+          unterstützt <application>MEncoder</application> keinen Output mit
+          variablen fps oder Vorbis-Encodierung.
+          Deswegen magst du dies nicht als Einschränkung ansehen, falls
+          <application>MEncoder</application> das einzige Tool ist, das du
+          nutzt, um deine Ecodierungen zu produzieren.
+          Es ist dennoch möglich, <application>MEncoder</application> nur zur
+          Videoencodierung zu verwenden und danach externe Tools, um Audio
+          zu encodieren und in ein anderes Containerformat zu muxen.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-matroska">
+        <title>Muxen in den Matroska-Container</title>
+        <para>
+          Matroska ist ein freies, offenes Containerformat, das darauf abzielt,
+          eine Menge erweiterter Features bereitzustellen, mit denen ältere Container
+          wie AVI nicht umgehen können.
+          Zum Beispiel unterstützt Matroska Audioinhalt mit variabler Bitrate (VBR),
+          variable Frameraten (VFR), Kapitel, Dateianhänge,
+          Fehlererkennung Error Detection Code (EDC) und modern A/V-Codecs wie &quot;Advanced Audio
+          Coding&quot; (AAC), &quot;Vorbis&quot; oder &quot;MPEG-4 AVC&quot; (H.264), so gut wie nichts
+          womit AVI etwas anfangen kann.
+        </para>
+
+        <para>
+          Die zum Erzeugen von Matroska-Dateien erforderlichen Tools werden
+          zusammen <application>mkvtoolnix</application> genannt und stehen
+          für die meisten Unix-Plattformen wie auch <application>Windows</application>
+          zur Verfügung.
+          Weil Matroska ein offener Standard ist, findest du vielleicht andere
+          Tools, die sich besser für dich eignen, aber da mkvtoolnix das am meisten
+          Verbreitete ist und von Matroska selbst unterstützt wird, werden wir nur
+          dessen Anwendung einbeziehen.
+        </para>
+
+        <para>
+          Möglicherweise der einfachste Weg, mit Matroska anzufangen, ist
+          <application>MMG</application> zu verwenden, das grafische Frontend,
+          das mit <application>mkvtoolnix</application> daherkommt, und dem
+          <ulink url="http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/doc/mkvmerge-gui.html">guide to mkvmerge GUI (mmg)</ulink>
+          zu folgen.
+        </para>
+
+        <para>
+          Du kannst Audio und Video-Dateien auch per Befehlszeile muxen:
+          <screen>mkvmerge -o <replaceable>output.mkv</replaceable> <replaceable>input_video.avi</replaceable> <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable> <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable></screen>
+          würde die Video-Datei <replaceable>input_video.avi</replaceable>
+          und die zwei Audio-Dateien <replaceable>input_audio1.mp3</replaceable>
+          und <replaceable>input_audio2.ac3</replaceable> in die Matroska-Datei
+          <replaceable>output.mkv</replaceable> mergen.
+          Matroska, wie zuvor beschrieben, ist in der Lage, noch viel mehr als
+          das zu tun, wie etwa multiple Audiotracks (inklusive Feintuning der
+          Audio-/Videosynchronisation), Kapitel, Untertitel, Splitting, usw...
+          Sieh bitte in den Dokumentationen dieser Anwendungen nach mehr Details.
+        </para>
+
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+  </sect1>
+
+  <sect1 id="menc-feat-telecine">
+    <title>Wie mit telecine und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</title>
+
+    <sect2 id="menc-feat-telecine-intro">
+      <title>Einführung</title>
+      <formalpara>
+        <title>Was ist telecine?</title>
+        <para>
+          Wenn du nicht viel von dem verstehst, was in diesem Dokument beschrieben wird, lies den
+          <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/Telecine">Wikipedia-Artikel über Telecine</ulink>.
+          Dies ist eine verständliche und einigermaßen umfassende
+          Beschreibung dessen, was telecine ist.
+        </para>
+      </formalpara>
+
+      <formalpara>
+        <title>Eine Anmerkung zu Zahlen</title>
+        <para>
+          Viele Dokumente, einschließlich des oben verlinkten Handbuchs, beziehen
+          sich auf den Wert Felder pro Sekunde von NTSC-Video als 59.94 und den
+          korrespondierenden Frames pro Sekunde als 29.97 (für telecined und
+          interlaced) und 23.976 (für progressiv). Zur Vereinfachung runden
+          manche dieser Dokumente sogar auf 60, 30 und 24 auf.
+        </para>
+      </formalpara>
+
+      <para>
+        Streng genommen sind alle diese Zahlen Näherungswerte. Das schwarz/weiße
+        NTSC-Video war exakt 60 Felder pro Sekunde, später wurde jedoch 60000/1001
+        gewählt, um die Farbdaten anzupassen, solange man gleichzeitig
+        zu Schwarz/weiß-Fernsehen kompatibel blieb. Digitales NTSC-Video
+        (so wie auf einer DVD) hat ebenfalls 60000/1001 Felder pro Sekunde. Hieraus
+        wird interlaced und telecined Video als 30000/1001 Frames pro Sekunde
+        enthaltend abgeleitet; progressive Video hat 24000/1001 Frames pro Sekunde.
+      </para>
+
+      <para>
+        Ältere Versionen der <application>MEncoder</application>-Dokumentation
+        und viele archivierten Posts in Mailing-Listen beziehen sich auf 59.94,
+        29.97 und 23.976.
+        Alle <application>MEncoder</application>-Dokumentationen wurden insofern
+        aktualisiert, dass sie fraktionale Werte verwenden, und du solltest dies
+        auch tun.
+      </para>
+
+      <para>
+        <option>-ofps 23.976</option> ist inkorrekt.
+        <option>-ofps 24000/1001</option> sollte statt dessen benutzt werden.
+      </para>
+
+      <formalpara>
+        <title>Wie telecine angewandt wird</title>
+        <para>
+          Jedes Video, das zur Anzeige auf einem NTSC-Fernseh-Set vorgesehen ist,
+          muss 60000/1001 Felder pro Sekunde haben. Für TV-Filme und Shows
+          hergestellt sind sie häufig direkt mit 60000/1001 Feldern pro Sekunde
+          aufgenommen, die Mehrheit der Kinofilme jedoch mit 24 oder 24000/1001
+          Frames pro Sekunde. Wenn cinematische Movie-DVDs gemastert werden,
+          wird das Video danach fürs Fernsehen mittels eines telecine genannten
+          Prozesses konvertiert.
+        </para>
+      </formalpara>
+
+      <para>
+        Auf einer DVD wird das Video eigentlich nie als 60000/1001 Felder
+        pro Sekunde abgelegt. Für ein Video, das ursprünglich 60000/1001 war,
+        wird jedes Feldpaar zu einem Frame kombiniert, was dann 30000/1001
+        Frames pro Sekunde ergibt. Hardware-DVD-Player lesen dann ein im
+        Videostream eingebettetes Kennzeichen aus, um zu bestimmen, ob die gerade
+        oder ungerade nummerierten Zeilen das erste Feld formen sollen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Üblicherweise bleibt ein Inhalt mit 24000/1001 Frames pro Sekunde
+        so wie er ist, wenn er für eine DVD encodiert wird, und der DVD-Player
+        muss das Telecining on-the-fly bewerkstelligen. Manchmal jedoch wird das
+        Video telecined <emphasis>bevor</emphasis> es auf der DVD gespeichert wird;
+        selbst wenn es ursprünglich 24000/1001 Frames pro Sekunde war, wird es
+        60000/1001 Felder pro Sekunde. Wenn es auf der DVD gespeichert wird,
+        werden Feldpaare zu 30000/1001 Frames pro Sekunde kombiniert.
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn man das aus 60000/10001 Feldern pro Sekunde geformten Einzelframes
+        erzeugte Video betrachtet, ist telecined oder anderenfalls Interlacing
+        klar sichtbar woimmer Bewegung auftritt, da ein Feld (sagen wir, die
+        geradzahlig nummerierten Zeilen) einen Moment zur Zeit 1/(60000/1001) Sekunden
+        später als das andere repräsentiert. Spielt man ein interlaced Video auf
+        einem Computer ab, sehen beide hässlich aus, weil der Monitor eine höhere
+        Auflösung besitzt und weil das Video Frame für Frame anstatt Feld für Feld
+        angezeigt wird.
+      </para>
+
+      <itemizedlist>
+        <title>Anmerkungen</title>
+        <listitem>
+          <para>
+            Dieser Abschnitt gilt nur für NTSC-DVDs und nicht für PAL.
+          </para>
+        </listitem>
+        <listitem>
+          <para>
+            Die <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen überall im
+            Dokument sind <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zum
+            eigentlichen Gebrauch vorgesehen. Sie sind schlicht das bloße Minimum,
+            das zum Encodieren der betreffenden Videokategorie benötigt wird.
+            Wie mache ich gute DVD-Rips oder wie feintune ich
+            <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> auf maximale
+            Qualität gehören nicht zum Umfang dieses Dokuments.
+          </para>
+        </listitem>
+        <listitem>
+          <para>
+            Es gibt ein paar Fußnoten speziell für dieses Handbuch, die so ähnlich
+            verlinkt sind:
+            <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
+          </para>
+        </listitem>
+      </itemizedlist>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-telecine-ident">
+      <title>Wie kann man sagen, welchen Typ Video man hat</title>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-progressive">
+        <title>Progressiv</title>
+        <para>
+          Progressive Video wurde ursprünglich mit 24000/1001 fps gefilmt und
+          ohne Änderung auf der DVD abgespeichert.
+        </para>
+
+        <para>
+          Wenn du eine progressive DVD in <application>MPlayer</application> abspielst,
+          wird <application>MPlayer</application> folgende Zeile ausgeben, sobald
+          das Abspielen des Films beginnt:
+
+          <screen> demux_mpg: 24000/1001 fps progressive NTSC content detected, switching framerate.</screen>
+
+          Von diesem Punkt an vorwärts sollte demux_mpg nie erzählen, es finde
+          &quot;30000/1001 fps NTSC content.&quot;
+        </para>
+
+        <para>
+          Wenn du progressives Video ankuckst, solltest du nie irgendein
+          Interlacing sehen. Sei trotzdem vorsichtig, weil manchmal ein winziges
+          bisschen telecine dort hineingemischt wurde, wo du es nicht erwartest.
+          Ich bin TV-Serien-DVDs begegnet, die eine Sekunde telecine bei jedem
+          Szenenwechsel haben oder an extrem zufälligen Stellen. Ich hatte mir einmal
+          eine DVD angesehen, die eine progressive erste Hälfte besaß, und die
+          zweite Hälfte war telecined. Willst du<emphasis>wirklich</emphasis>
+          gründlich sein, kannst du den kompletten Film scannen:
+
+          <screen>mplayer dvd://1 -nosound -vo null -benchmark</screen>
+
+          Das Verwenden von <option>-benchmark</option> veranlasst
+          <application>MPlayer</application>, den Film so schnell er es nur kann
+          abzuspielen; dies dauert je nach Hardware trotzdem noch eine
+          Weile. Jedesmal wenn demux_mpg einen Frameratenwechsel meldet, wird dir
+          die Zeile unmittelbar darüber die Zeit zeigen, bei welcher der Wechsel
+          auftrat.
+        </para>
+
+        <para>
+          Manchmal wird progressive Video auf DVDs
+          &quot;soft telecine&quot; zugeordnet, weil es dazu vorgesehen ist,
+          vom DVD-Player telecined zu werden.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-telecined">
+        <title>Telecined</title>
+        <para>
+          Telecined Video war ursprünglich mit 24000/1001 aufgenommen, wurde aber
+          telecined, <emphasis>bevor</emphasis> es auf die DVD geschrieben wurde.
+        </para>
+
+        <para>
+          <application>MPlayer</application> meldet keine (nie)
+          Frameratenwechsel, wenn er telecined Video abspielt.
+        </para>
+
+        <para>
+          Beim Betrachten eines telecined Videos wirst du Interlacing-Artefakte
+          sehen, die zu &quot;blinken&quot; scheinen: sie erscheinen wiederholt
+          und verschwinden wieder.
+          Du kannst dir das so genauer hinschauen
+          <orderedlist>
+            <listitem>
+              <screen>mplayer dvd://1</screen>
+            </listitem>
+            <listitem>
+              <para>
+                Suche einen Teil mit Bewegung.
+              </para>
+            </listitem>
+            <listitem>
+              <para>
+                Benutze die Taste <keycap>.</keycap>, um jeweils einen Frame vorwärts zu rücken.
+              </para>
+            </listitem>
+            <listitem>
+              <para>
+                Schau auf das Muster der interlaced und progressive aussehenden
+                Frames. Ist das Muster, das du siehst PPPII,PPPII,PPPII,... dann ist das
+                Video telecined. Siehst du andere Muster, dann wurde das Video womöglich
+                mittels einiger Nicht-Standard-Methoden telecined;
+                <application>MEncoder</application> kann ein Nicht-Standard-telecine
+                nicht verlustfrei nach progressive konvertieren. Siehst du überhaupt
+                keine Muster, ist es höchstwahrscheinlich interlaced.
+              </para>
+            </listitem>
+          </orderedlist>
+        </para>
+
+        <para>
+          Manchmal wird telecined Video auf DVDs &quot;hard telecine&quot;
+          zugeordnet. Da hard telecine bereits 60000/1001 Felder pro Sekunde hat,
+          spielt der DVD-Player das Video ohne irgendeine Manipulation ab.
+        </para>
+
+        <para>
+          Ein anderer Weg, zu sagen, ob deine Quelle telecined ist oder nicht,
+          ist die Quelle mit den Befehlszeilenoptionen <option>-vf pullup</option>
+          und <option>-v</option> abzuspielen, um nachzusehen, wie
+          <option>pullup</option> zu den Frames passt.
+          Ist die Quelle telecined, solltest du in der Befehlszeile ein 3:2 Muster
+          mit abwechselnd <systemitem>0+.1.+2</systemitem> und <systemitem>0++1</systemitem>
+          anzeigen.
+          Diese Technik hat den Vorteil, dass du die Quelle nicht zu beobachten
+          brauchst, um sie zu identifizieren, was von Nutzen sein könnte, falls du
+          den Encodiervorgang automatisieren willst oder besagte Prozedur ferngesteuert
+          mittels einer langsamen Verbindung vornehmen willst.
+        </para>
+
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-interlaced">
+        <title>Interlaced</title>
+        <para>
+          Interlaced Video wurde ursprünglich als 60000/1001 Felder pro Sekunde
+          aufgenommen und auf der DVD als 30000/1001 Frames pro Sekunde abgespeichert.
+          Der interlacing-Effekt (oft &quot;combing&quot; genannt) ist ein Ergebnis
+          von Kammpaaren von Feldern in Frames. Jedes Feld wird einzeln als
+          1/(60000/1001) Sekunden angenommen, und wenn sie simultan angezeigt werden,
+          wird der Unterschied offensichtlich.
+        </para>
+
+        <para>
+          Wie bei telecined Video sollte <application>MPlayer</application> niemals
+          einen Frameratewechsel beim Abspielen des interlaced Inhalts melden.
+        </para>
+
+        <para>
+          Wenn du ein interlaced Video genau ansiehst, in dem du dich mit der Taste
+          <keycap>.</keycap> durch die Frames bewegst, wirst du sehen, dass
+          jeder einzelne Frame interlaced ist.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpt">
+        <title>Gemischtes progressive und telecine</title>
+        <para>
+          Alle &quot;gemischten progressive und telecine&quot; Videos wurden ursprünglich
+          als 24000/1001 Frames pro Sekunde aufgenommen, jedoch werden einige Teile
+          telecined beendet.
+        </para>
+
+        <para>
+          Spielt <application>MPlayer</application> diese Kategorie ab, wird er
+          (oft wiederholt) zwischen &quot;30000/1001 fps NTSC&quot;
+          und &quot;24000/1001 fps progressive NTSC&quot; zurück und vor wechseln.
+          Beobachte die untere Hälfte von <application>MPlayer</application>s Ausgabe,
+          um diese Meldungen anzusehen.
+        </para>
+
+        <para>
+          Du solltest die Sektion &quot;30000/1001 fps NTSC&quot; überprüfen, um
+          sicher zu gehen, dass sie auch wirklich telecine sind und nicht einfach
+          interlaced.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-ident-mixedpi">
+        <title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
+        <para>
+          In &quot;gemischtem progressive und interlaced&quot; Inhalt wurde progressive
+          und interlaced Video zusammengeklebt.
+        </para>
+
+        <para>
+          Diese Kategorie sieht aus wie &quot;gemischtes progressive und telecine&quot;,
+          bis du die Sektion 30000/1001 fps untersuchst und feststellst, dass
+          sie das telecine-Muster nicht haben.
+        </para>
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-telecine-encode">
+      <title>Wie jede Kategorie encodieren</title>
+      <para>
+        Wie ich anfangs angemerkt hatte, sind die
+        <application>MEncoder</application>-Beispielzeilen unten eigentlich
+        <emphasis role="bold">nicht</emphasis> zur Anwendung bestimmt;
+        sie demonstrieren nur die Minimalparameter zur korrekten Encodierung
+        jeder Kategorie.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-progressive">
+        <title>Progressive</title>
+        <para>
+          Progressive Video erfordert kein spezielles Filtern, um es zu encodieren.
+          Der einzige Parameter, den du gewiss anwenden solltest ist
+          <option>-ofps 24000/1001</option>. Andernfalls wird
+          <application>MEncoder</application> versuchen, bei 30000/1001 fps
+          zu encodieren und Frames duplizieren.
+        </para>
+
+        <para>
+          <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+        </para>
+
+        <para>
+          Dennoch ist es öfters der Fall, dass ein Video, das progressive aussieht,
+          eigentlich kurze Teile telecine eingemischt hat. Solange du dir nicht
+          sicher bist, ist es am sichersten, das Video als
+          <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">gemischtes progressive und telecine</link>.
+          zu behandeln. Der Performance-Verlust ist gering
+          <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[3]</link>.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-telecined">
+        <title>Telecined</title>
+        <para>
+          Telecine kann umgekehrt werden, um den originalen 24000/1001-Inhalt zu erhalten,
+          indem man einen Prozess verwendet, der inverse-telecine genannt wird.
+          <application>MPlayer</application> enthält verschiedene Filter, um dies
+          zu erreichen; der beste Filter, <option>pullup</option> wird in der Sektion
+          <link linkend="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">Gemischtes progressive und telecine</link>
+          beschrieben.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-interlaced">
+        <title>Interlaced</title>
+        <para>
+
+          In den meisten praktischen Fällen ist es nicht möglich, ein komplett
+          progressives Video aus interlaced Inhalt zu erhalten. Der einzige Weg,
+          dies ohne den Verlust der Hälfte der vertikalen Auflösung zu erreichen,
+          ist das Verdoppeln der Framerate, und man kann versuchen zu
+          &quot;schätzen&quot;, wie die korrespondierenden Zeilen für jedes Feld
+          vervollständigt werden sollten (dies hat Nachteile - siehe Methode 3).
+        </para>
+
+        <orderedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              Das Video in interlaced Form encodieren. Normalerweise richtet Interlacing
+              verheerenden Schaden für die Fähigkeit des Encoders an, gut zu komprimieren,
+              <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> hat jedoch zwei
+              eigens für das ein wenig bessere Abspeichern von interlaced Video gedachte
+              Parameter: <option>ildct</option> und <option>ilme</option>. Auch wenn
+              die Verwendung von <option>mbd=2</option> dringend zu empfehlen ist
+              <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[2]</link>, weil es
+              Macroblöcke wie nicht-interlaced an Stellen encodiert, an denen keine Bewegung
+              stattfindet. Beachte, dass <option>-ofps</option> hier NICHT notwendig ist.
+
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -ovc lavc -lavcopts ildct:ilme:mbd=2</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Nutze einen Deinterlacing-Filter vor dem Encodieren. Es stehen verschiedene
+              dieser Filter zur Auswahl, jeder mit seinen eigenen Vor-
+              und Nachteilen. Ziehe <option>mplayer -pphelp</option> zu Rate, um zu sehen, welche
+              verfügbar sind (suche nach &quot;deint&quot;) und durchsuche die
+              <ulink url="http://www.mplayerhq.hu/design7/info.html#mailing_lists">
+                MPlayer-Mailinglisten</ulink>, um Diskussionen über die zahlreichen Filter
+              zu finden. Nochmals, die Framerate wechselt nicht, also kein
+              <option>-ofps</option>. Deinterlacing sollte außerdem nach dem Zuschneiden
+              (cropping) <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>
+              und vor dem Skalieren angewandt werden.
+
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pp=lb -ovc lavc</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Unglücklicherweise arbeitet diese Option im Zusammenhang mit
+              <application>MEncoder</application> fehlerhaft; sie sollte mit
+              <application>MEncoder G2</application> gut funktionieren, den gibts aber
+              noch nicht. Du könntest Abstürze erleben. Seis drum, der Zweck von
+              <option> -vf tfields</option> ist es, einen vollen Frame aus jedem Feld
+              zu erzeugen, was eine Framerate von 60000/1001 ergibt. Der Vorteil dieses
+              Lösungsansatzes ist, dass nie irgendwelche Daten verloren gehen;
+              dennoch, da jeder Frame aus nur einem Feld kommt, müssen die fehlenden Zeilen
+              irgendwie interpoliert werden. Es gibt keine sehr guten Methoden, die
+              fehlenden Daten zu generieren, und so wird das Resultat ein bisschen aussehen,
+              als hätte man irgendeinen Deinterlacing-Filter verwendet. Die fehlenden Zeilen
+              zu generieren erzeugt auch weitere Probleme, einfach weil sich die Menge
+              an Daten verdoppelt. Somit sind höhere Encodier-Bitraten nötig, um
+              die Qualität beizubehalten und mehr CPU-Power wird für beides,
+              Encodieren und Decodieren, aufgewendet. Das Attribut tfields hat mehrere
+              verschiedene Optionen dafür, wie die fehlenden Zeilen jedes Frames erzeugt
+              werden.
+              Wenn du diese Methode nutzt, dann nimm Bezug auf das Handbuch und wähle,
+              welche Option auch immer am besten für dein Material aussieht.
+              Beachte, dass du wenn <option>tfields</option> verwendet wird,
+              sowohl <option>-fps</option> als auch <option>-ofps</option>spezifizieren <emphasis role="bold">musst</emphasis>,
+              um die doppelte Framerate der originalen Quelle zu erhalten.
+
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf tfields=2 -ovc lavc -fps 60000/1001 -ofps 60000/1001</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Wenn du vorhast, dramatisch herunterzuskalieren, kannst du nur eins
+              der beiden Felder extrahieren und encodieren. Sicherlich, du wirst die
+              Hälfte der vertikalen Auflösung verlieren, aber wenn du planst, bis auf
+              1/2 des Originals herunter zu skalieren, macht der Verlust so gut wie
+              gar nichts aus. Das Resultat wird eine progressive Datei mit 30000/1001
+              Frames pro Sekunde sein. Die Prozedur ist, <option>-vf field</option>
+              zu verwenden, dann die Ränder abzuschneiden
+              <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link> und angemessen
+              zu skalieren. Vergiss nicht, dass du die Skalierung anpassen musst, um
+              das Halbieren der vertikalen Auflösung zu kompensieren.
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf field=0 -ovc lavc</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+        </orderedlist>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpt">
+        <title>Gemischtes progressive und telecine</title>
+        <para>
+          Um progressive und telecine Video komplett in progressive Video
+          umzuwandeln, müssen die telecined Teile inverse-telecined werden.
+          Die drei Wege, dies zu erreichen, werden unten beschrieben.
+          Beachte, dass du inverse-telecine <emphasis role="bold">immer</emphasis>
+          vor der Reskalierung durchführen solltest; es sei denn, du weißt wirklich,
+          was du tust; mache inverse-telecine auch vor dem Entfernen der Ränder
+          <link linkend="menc-feat-telecine-footnotes">[1]</link>.
+          <option>-ofps 24000/1001</option> wird hier benötigt, weil das Output-Video
+          24000/1001 Frames pro Sekunde werden soll.
+        </para>
+
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <option>-vf pullup</option> wurde entworfen, um auf telecined Material
+              inverse-telecine anzuwenden, während die progressiven Daten unangetastet
+              bleiben. Damit dies richtig funktioniert, <emphasis role="bold">muss</emphasis>
+              <option>pullup</option> vom <option>softskip</option>-Filter gefolgt werden, sonst
+              wird <application>MEncoder</application> abstürzen.
+              <option>pullup</option> ist trotz allem die sauberste und akkurateste
+              Methode, die zum Encodieren von beidem telecine und
+              &quot;gemischtem progressive und telecine&quot; zur Verfügung steht.
+
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf pullup,softskip -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              Eine ältere Methode ist, anstatt inverse-telecine auf die telecined Teile
+              anzuwenden, telecine auf nicht-telecined Teile und dann inverse-telecine auf das
+              ganze Video anzuwenden. Hört sich verwirrend an? softpulldown ist
+              ein Filter, der ein Video durchgeht und die komplette Datei telecined macht.
+              Lassen wir auf softpulldown entweder <option>detc</option> oder <option>ivtc</option>
+              folgen, wird das Endergebnis vollkommen progressiv. <option>-ofps 24000/1001</option>
+              wird benötigt.
+
+              <screen>mencoder dvd://1 -oac copy -vf softpulldown,ivtc=1 -ovc lavc -ofps 24000/1001</screen>
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              Ich habe <option>-vf filmdint</option> selbst verwendet, aber lies hier, was
+              D Richard Felker III zu erzählen hat:
+
+              <blockquote>
+                <para>
+                  Es ist OK, aber IMO versucht er zu oft eher ein deinterlace
+                  als ein inverse telecine durchzuführen (ganz wie Settop-DVD-Player
+                  &amp; progressive TVs), was ein hässliches Flimmern erzeugt und
+                  andere Artefakte. Wenn du vorhast, es anzuwenden, musst du zumindest
+                  einige Zeit darauf verwenden, die Optionen zu tunen und zuerst den Output
+                  zu beobachten, damit du auch sicher sein kannst, dass du nichts
+                  vermasselst.
+                </para>
+              </blockquote>
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-telecine-encode-mixedpi">
+        <title>Gemischtes progressive und interlaced</title>
+        <para>
+          Es gibt zwei Optionen für den Umgang mit dieser Kategorie, jede von
+          beiden stellt einen Kompromiss dar. Du solltest basierend auf
+          Dauer/Stelle jedes Typs entscheiden.
+        </para>
+
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              Behandle es wie progressive. Die interlaced Teile werden interlaced
+              aussehen und einige der interlaced Felder müssen weggelassen werden,
+              was ein wenig zu Sprüngen führt. Du kannst einen
+              Nachbearbeitungsfilter verwenden, wenn du willst, aber dies wird die
+              progressive-Anteile geringfügig verringern.
+            </para>
+
+            <para>
+              Diese Option sollte definitiv nicht verwendet werden, wenn du eventuell
+              Video auf einem interlaced Gerät anzeigen willst (mit einer TV-Karte
+              zum Beispiel). Wenn du interlaced Frames in einem Video mit 24000/1001
+              Frames pro Sekunde hast, werden diese zusammen mit den progressive
+              Frames telecined. Die Hälfte der interlaced &quot;Frames&quot; werden für die
+              Dauer von drei Feldern (3/(60000/1001) Sekunden) angezeigt, was
+              einen flimmernden &quot;Zeitrücksprung&quot;-Effekt zur Folge hat, der
+              ziemlich schlecht aussieht. Solltest du dies dennoch versuchen,
+              <emphasis role="bold">musst</emphasis> du einen
+              Deinterlacing-Filter wie <option>lb</option> oder <option>l5</option>
+              anwenden.
+            </para>
+
+            <para>
+              Es wäre auch keine gute Idee für eine progressive Anzeige. Es wird
+              Paare aufeinander folgender interlaced Felder auslassen, was eine
+              Unstetigkeit zur Folge hat, die eher sichtbar ist als mit der
+              zweiten Methode, die einige progressive Frames zweimal anzeigt.
+              Ein interlaced Video mit 30000/1001 Frames pro Sekunde ist bereits
+              ein bisschen abgehackt, weil es wirklich mit 60000/1001 Felder pro
+              Sekunde angezeigt werden sollte, sodass sich die doppelten Frames
+              nicht zu sehr abzeichnen.
+            </para>
+
+            <para>
+              Egal welchen Weg du wählst, es ist das beste, deinen Inhalt
+              zu berücksichtigen und wie du ihn anzeigen willst. Ist dein Video
+              zu 90% progressive und du hast nie vor, es auf einem TV-Bildschirm
+              anzuzeigen, solltest du einen progressive-Ansatz wählen. Ist es nur
+              halb-progressive, willst du es eventuell so encodieren, als sei alles
+              interlaced.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              Behandle es wie interlaced. Einige Frames des progressive-Anteils
+              müssen dupliziert werden, was zu Sprüngen führt. Nochmal,
+              Deinterlacing-Filter können die progressive-Anteile leicht verringern.
+            </para>
+          </listitem>
+
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-telecine-footnotes">
+      <title>Fußnoten</title>
+      <orderedlist>
+        <listitem>
+          <formalpara>
+            <title>Über das Zuschneiden (cropping):</title>
+            <para>
+              Videodaten auf DVDs werden in einem YUV 4:2:0 genannten Format abgelegt.
+              In einem YUV-Video, werden Helligkeit und Chrominanz separat gespeichert.
+              Da das menschliche Auge ein bisschen weniger empfindlich auf Farbe
+              reagiert als auf Helligkeit, ist in einem YUV 4:2:0 Bild nur ein
+              Chrominanz-Pixel für alle vier Helligkeits-Pixel vorhanden.
+              In einem progressive Bild, besitzt jedes Quadrat von vier luma-Pixeln (zwei
+              auf jeder Seite) ein gemeinsames chroma-Pixel. Du musst progressive YUV
+              4:2:0 zu geradzahligen Auflösungen zurechtschneiden und geradzahlige
+              Offsets verwenden. Zum Beispiel ist
+              <option>crop=716:380:2:26</option> OK,
+              <option>crop=716:380:3:26 </option> aber nicht.
+            </para>
+          </formalpara>
+
+          <para>
+            Wenn du es mit interlaced YUV 4:2:0 zu tun hast, ist die Situation
+            ein wenig komplizierter. Anstatt dass immer vier luma-Pixel im
+            <emphasis>Frame</emphasis> sich ein chroma-Pixel teilen, teilen sich
+            immer vier luma-Pixel in jedem <emphasis>Feld</emphasis> ein
+            chroma-Pixel. Wenn Felder zur Formung eines Frames interlaced werden,
+            ist jede Scanzeile ein Pixel hoch. Jetzt liegen anstatt je vier
+            luma-Pixel in einem Quadrat immer zwei Pixel nebeneinander und die
+            anderen zwei Pixel liegen zwei Scanzeilen weiter unten nebeneinander.
+            Die zwei luma-Pixel in der dazwischen liegenden Scanzeile sind vom
+            anderen Feld und teilen sich somit ein anderes chroma-Pixel mit
+            zwei luma-Pixeln zwei Scanzeile entfernt. All diese Konfusion macht
+            es notwendig, vertikale Ausschneide-Abmessungen und Offsets zu
+            haben, die ein Vielfaches von vier sind. Horizontal kann geradzahlig
+            bleiben.
+          </para>
+
+          <para>
+            Für telecined Video empfehle ich, das Zuschneiden nach dem inverse
+            telecining stattfinden zu lassen. Ist das Video einmal progressive,
+            musst du nur noch mit geraden Zahlen zuschneiden. Wenn du wirklich die
+            leichte Beschleunigung haben willst, die zuerst zuzuschneiden
+            möglicherweise bietet, musst du vertikal mit einem Vielfachen von vier
+            zuschneiden, oder der inverse-telecine Filter wird keine korrekten Daten
+            haben.
+          </para>
+
+          <para>
+            Für interlaced (nicht telecined) Video musst du immer
+            mit einem Vielfachen von vier zuschneiden, es sei denn, du verwendest
+            <option>-vf field</option> vor dem Schneiden.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem><formalpara>
+            <title>Über Encodier-Parameter und Qualität:</title>
+            <para>
+              Nur weil ich hier <option>mbd=2</option> vorschlage, heißt das nicht,
+              dass es woanders benutzt werden soll. Zusammen mit <option>trell</option>
+              ist <option>mbd=2</option> eine der Optionen von
+              <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, welche die
+              Qualität am deutlichsten heben, und du solltest stets das letzte der beiden
+              anwenden, außer das Abfallen der Encodiergeschwindigkeit ist abschreckend
+              hoch (z.B. Encodierung in Echtzeit). Es gibt eine Menge anderer Optionen für
+              <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>, die die Encodierqualität
+              verbessern (und die Encodiergeschwindigkeit verringern), dies liegt aber jenseits
+              des Rahmens dieses Dokuments.
+            </para>
+          </formalpara>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <formalpara>
+            <title>Über die Performance von pullup:</title>
+            <para>
+              <option>Pullup</option> kann sicher (zusammen mit <option>softskip</option>)
+              auf progressive Video angewandt werden und ist für gewöhnlich eine gute Idee,
+              es sei denn, die Quelle wurde definitiv als vollkommen progressive verifiziert.
+              Der Performaceverlust ist in den meisten Fällen gering. Bei einer Minimalencodierung
+              macht <option>pullup</option> <application>MEncoder</application>
+              50% langsamer. Das Hinzufügen von Soundverarbeitung und erweiterten
+              <option>lavcopts</option> überschattet diesen Unterschied
+              und drückt den Performanceabfall, der mit dem Verwenden von <option>pullup</option>
+              verbunden war, runter auf 2%.
+            </para>
+          </formalpara>
+        </listitem>
+
+      </orderedlist>
+
+    </sect2>
+
+  </sect1>
+
+
+  <sect1 id="menc-feat-enc-libavcodec">
+    <title>Encodieren mit der <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+      Codecfamilie</title>
+
+    <para>
+      <link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+      stellt einfache Encodierung für eine Menge interessanter Video- und Audioformate
+      zur Verfügung.
+      Du kannst folgende Codecs encodieren (mehr oder weniger aktuell):
+    </para>
+
+    <sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-video-codecs">
+      <title>Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
+
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="2">
+            <thead>
+              <row><entry>Name des Videocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row><entry>mjpeg</entry><entry>
+                  Motion-JPEG
+                </entry></row>
+              <row><entry>ljpeg</entry><entry>
+                  Verlustfreies JPEG
+                </entry></row>
+              <row><entry>h261</entry><entry>
+                  H.261
+                </entry></row>
+              <row><entry>h263</entry><entry>
+                  H.263
+                </entry></row>
+              <row><entry>h263p</entry><entry>
+                  H.263+
+                </entry></row>
+              <row><entry>mpeg4</entry><entry>
+                  ISO Standard MPEG-4 (DivX 5, XviD-kompatibel)
+                </entry></row>
+              <row><entry>msmpeg4</entry><entry>
+                  Pre-Standard MPEG-4 Variante von MS, v3 (AKA DivX3)
+                </entry></row>
+              <row><entry>msmpeg4v2</entry><entry>
+                  Pre-Standard MPEG-4 von MS, v2 (in alten ASF-Dateien verwendet)
+                </entry></row>
+              <row><entry>wmv1</entry><entry>
+                  Windows Media Video, Version 1 (AKA WMV7)
+                </entry></row>
+              <row><entry>wmv2</entry><entry>
+                  Windows Media Video, Version 2 (AKA WMV8)
+                </entry></row>
+              <row><entry>rv10</entry><entry>
+                  RealVideo 1.0
+                </entry></row>
+              <row><entry>rv20</entry><entry>
+                  RealVideo 2.0
+                </entry></row>
+              <row><entry>mpeg1video</entry><entry>
+                  MPEG-1 Video
+                </entry></row>
+              <row><entry>mpeg2video</entry><entry>
+                  MPEG-2 Video
+                </entry></row>
+              <row><entry>huffyuv</entry><entry>
+                  Verlustfreie (lossless) Kompression
+                </entry></row>
+              <row><entry>asv1</entry><entry>
+                  ASUS Video v1
+                </entry></row>
+              <row><entry>asv2</entry><entry>
+                  ASUS Video v2
+                </entry></row>
+              <row><entry>ffv1</entry><entry>
+                  FFmpeg's verlustfreier (lossless) Videocodec
+                </entry></row>
+              <row><entry>svq1</entry><entry>
+                  Sorenson Video 1
+                </entry></row>
+              <row><entry>flv</entry><entry>
+                  Sorenson H.263, der in Flash Video benutzt wird
+                </entry></row>
+              <row><entry>dvvideo</entry><entry>
+                  Sony Digital Video
+                </entry></row>
+              <row><entry>snow</entry><entry>
+                  FFmpeg's experimenteller Wavelet-basierter Codec
+                </entry></row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+
+        Die erste Spalte enthält die Codecnamen, die nach der Konfiguration
+        <literal>vcodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
+        <option>-lavcopts vcodec=msmpeg4</option>
+      </para>
+      <informalexample>
+        <para>
+          Ein Beispiel mit MJPEG-Komprimierung:
+          <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=mjpeg -oac copy</screen>
+        </para>
+      </informalexample>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-enc-libavcodec-audio-codecs">
+      <title>Audiocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem></title>
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="2">
+            <thead>
+              <row><entry>Name des Audiocodecs</entry><entry>Beschreibung</entry></row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>mp2</entry>
+                <entry>MPEG Layer 2</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>ac3</entry>
+                <entry>AC3, AKA Dolby Digital</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>adpcm_ima_wav</entry>
+                <entry>IMA adaptive PCM (4 Bit pro Sample, 4:1-Kompression)</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>sonic</entry>
+                <entry>experimenteller verlustbehafteter/verlustfreier Codec</entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+
+        Die erste Spalte enthält die Codecnamen, die nach der Konfiguration
+        <literal>acodec</literal> übergeben werden müssen, wie:
+        <option>-lavcopts acodec=ac3</option>
+      </para>
+
+      <informalexample>
+        <para>
+          Ein Beispiel mit AC3-Kompression:
+          <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -oac lavc -lavcopts acodec=ac3 -ovc copy</screen>
+        </para>
+      </informalexample>
+
+      <para>
+        Im Gegensatz zu den Videocodecs von <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+        machen dessen Audiocodecs keinen weisen Gebrauch von den Bits, die ihnen übergeben
+        werden, da es ihnen an einem minimalen psychoakustischen Modell fehlt (falls
+        überhaupt eins vorhanden ist), wodurch sich die meisten anderen
+        Codec-Implementierungen auszeichnen.
+        Beachte jedoch, dass all diese Audiocodecs sehr schnell sind und überall dort
+        hervorragend arbeiten, wo <application>MEncoder</application> mit
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kompiliert wurde (was
+        meistens der Fall ist) und nicht von externen Programmbibliotheken abhängt.
+      </para>
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-lavc-encoding-options">
+      <title>Encodieroptionen von libavcodec</title>
+
+      <para>
+        Idealerweise möchtest du eventuell in der Lage sein, dem Encoder einfach zu sagen,
+        er soll in den &quot;hochqualitativen&quot; Modus wechseln und weiter machen.
+        Das wäre vermutlich nett, aber unglücklicherweise schwer zu implementieren, da
+        verschiedene Encodieroptionen unterschiedliche Qualitätsresultate hervorbringen,
+        abhängig vom Quellmaterial.
+        Das liegt daran, dass die Komprimierung von den visuellen Eigenschaften des fraglichen Videos abhängt.
+        Zum Beispiel haben Anime und Live-Action sehr unterschiedliche Eigenschaften und
+        benötigen aus diesm Grund verschiedene Optionen, um optimale Encodierung zu erreichen.
+        Die gute Neuigkeit ist, dass einige Optionen wie <option>mbd=2</option>,
+        <option>trell</option> und <option>v4mv</option> nie ausgelassen werden sollten.
+        Siehe unten nach der detaillierten Beschreibung allgemeiner Encodieroptionen.
+      </para>
+
+
+      <itemizedlist>
+        <title>Anzupassende Optionen:</title>
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vmax_b_frames</emphasis>: 1 oder 2 ist gut, abhängig vom Film.
+            Beachte, dass du, falls deine Encodierung von DivX5 decodierbar sein muss, den
+            Support für "closed GOP" aktivieren musst, indem du die
+            <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Option <option>cgop</option>
+            verwendest, du musst jedoch Szenenerkennung deaktivieren, was wiederum keine gute
+            Idee ist, da es die Ecodierungseffizienz etwas angreift.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vb_strategy=1</emphasis>: hilft in Szenen mit viel
+            Bewegung (high-motion).
+            Bei manchen Videos wird vmax_b_frames der Qualität schaden, vmax_b_frames=2
+            zusammen mit vb_strategy=1 hilft jedoch.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">dia</emphasis>: Bewegungssuchbereich. Größer ist besser
+            als kleiner.
+            Negative Werte sind ein komplett anderer Maßstab.
+            Gute Werte sind -1 für ein schnelle oder 2-4 für langsame Encodierung.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">predia</emphasis>: Bewegungssuche Vorabdurchlauf (pre-pass).
+            Nicht so wichtig wie dia. Gute Werte sind 1 (Standard) bis 4. Erfordert preme=2, um
+            wirklich was zu nützen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">cmp, subcmp, precmp</emphasis>: Vergleichsfunktion zur
+            Bewegungseinschätzung.
+            Experimentiere mit Werten von 0 (Standard), 2 (hadamard), 3 (dct) und
+            6 (Ratenverzerrung).
+            0 ist am schnellsten und ausreichend für precmp.
+            Für cmp und subcmp ist 2 gut bei Anime, und 3 ist gut bei Live-Action.
+            6 kann leicht besser sein oder auch nicht, ist aber langsam.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">last_pred</emphasis>: Anzahl der Bewegungsvorhersagen, die
+            vom vorherigen Frame genommen werden sollen.
+            1-3 oder so hilft bei geringer Geschwindigkeitseinbuße.
+            Höhere Werte sind langsam bei keinerlei Zusatzgewinn.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">cbp, mv0</emphasis>: Kontrolliert die Auswahl von Macroblöcken.
+            Kleine Geschwindigkeitseinbußen bei kleinem Qualitätsgewinn.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">qprd</emphasis>: adaptive Quantisierung basierend auf der
+            Komplexität des Macroblocks.
+            Kann hilfreich sein oder schaden, abhängig vom Video und anderen Optionen.
+            Dies kann Artefakte verursachen, es sei denn, du setzt vqmax auf einen halbwegs
+            kleinen Wert (6 ist gut, vielleicht so langsam wie 4); vqmin=1 sollte ebenfalls
+            helfen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">qns</emphasis>: sehr langsam, speziell wenn kombiniert
+            mit qprd.
+            Diese Option veranlasst den Encoder, durch Kompressionsartefakte entstandenes
+            Rauschen zu minimieren anstatt das encodierte Video strikt der Quelle anzupassen.
+            Verwende dies nicht, es sei denn du, hast bereits alles andere so weit wie möglich
+            optimiert und die Resultate sind immer noch nicht gut genug.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vqcomp</emphasis>: Frequenzkontrolle optimieren.
+            Welche Werte gut sind, hängt vom Film ab.
+            Du kannst dies sicher so lassen wie es ist, wenn du willst.
+            Wird vqcomp verringert, werden mehr Bits auf Szenen mit geringer Komlexität
+            gelegt, wird es erhöht, legt es diese Bits auf Szenen mit hoher Komlexität
+            (Standard: 0.5, Bereich: 0-1. empfohlener Bereich: 0.5-0.7).
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vlelim, vcelim</emphasis>: Setzt die Schwelle für die
+            Eliminierung einzelner Koeffizienten bei Helligkeits- und Farbanteilen.
+            Sie werden in allen MPEG-ähnlichen Algorithmen getrennt encodiert.
+            Die Idee hinter diesen Optionen ist, einige gute Heuristiken zu verwenden,
+            um zu bestimmen, wenn ein Wechsel innerhalb eines Blocks kleiner als der
+            der von dir festgelegte Schwellenwert ist und in solch einem Fall den
+            Block einfach so zu encodieren als fände &quot;kein Wechsel&quot; statt.
+            Das spart Bits und beschleunigt womöglich die Encodierunng. vlelim=-4 und vcelim=9
+            scheinen gut für Live-Filme zu sein, helfen aber scheinbar nicht bei Anime;
+            beim Encodieren einer Animation solltest du sie womöglich unverändert lassen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">qpel</emphasis>: Bewegungsabschätzung auf ein viertel
+            Pixel (quarter pel).
+            MPEG-4 verwendet als Voreinstellung eine Halbpixel-Genauigkeit für die Bewegungssuche,
+            deswegen hat diese Option einen Overhead, da mehr Informationen in der
+            encodierte Datei untergebracht werden.
+            Der Kompressionsgewinn/-verlust hängt vom Film ab, ist aber in der Regel nicht
+            sonderlich effektiv bei Anime.
+            qpel zieht immer eine signifikante Erhöhung der CPU-Decodierzeit nach
+            sich (+25% in der Praxis).
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">psnr</emphasis>: wirkt sich eigentlich nicht auf
+            das Encodieren aus, schreibt jedoch eine Log-Datei mit Typ/Größe/Qualität
+            jedes Frames und gibt am Ende die Summe des PSNR Signal-zu-Rauschabstands
+            (Peak Signal to Noise Ratio) aus.
+          </para>
+        </listitem>
+
+      </itemizedlist>
+
+      <itemizedlist>
+        <title>Optionen, mit denen besser nicht herumgespielt werden sollte:</title>
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vme</emphasis>: Der Standardwert ist der beste.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">lumi_mask, dark_mask</emphasis>: Psychovisuell adaptive
+            Quantisierung.
+            Du solltest nicht im Traum daran denken, mit diesen Optionen herumzuspielen,
+            wenn dir Qualität wichtig ist.
+            Vernünftige Werte mögen in deinem Fall effektiv sein, aber sei gewarnt,
+            dies ist sehr subjektiv.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">scplx_mask</emphasis>: Versucht, Blockartefakte
+            zu verhindern, Postprocessing ist aber besser.
+          </para>
+        </listitem>
+      </itemizedlist>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-mpeg4-lavc-example-settings">
+      <title>Beispiele für Encodierungseinstellungen</title>
+
+      <para>
+        Die folgenden Einstellungen sind Beispiele verschiedener Kombinationen
+        von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss Geschwindigkeit gegenüber
+        Qualität bei gleicher Zielbitrate beeinflussen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
+        mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps und
+        der Rechner war ein AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
+        Jede Encodiereinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
+        Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
+        (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
+        Bitte habe Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
+        deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
+        Resultate erzielen wirst.
+      </para>
+
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="4">
+            <thead>
+              <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:mv0:trell:v4mv:cbp:last_pred=3:predia=2:dia=2:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:precmp=2:cmp=2:subcmp=2:preme=2:qns=2</option></entry>
+                <entry>6fps</entry>
+                <entry>0dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:last_pred=2:dia=-1:vmax_b_frames=2:vb_strategy=1:cmp=3:subcmp=3:precmp=0:vqcomp=0.6:turbo</option></entry>
+                <entry>15fps</entry>
+                <entry>-0.5dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Schnell</entry>
+                <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:trell:v4mv:turbo</option></entry>
+                <entry>42fps</entry>
+                <entry>-0.74dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Echtzeit</entry>
+                <entry><option>vcodec=mpeg4:mbd=2:turbo</option></entry>
+                <entry>54fps</entry>
+                <entry>-1.21dB</entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+      </para>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="custommatrices"><title>Maßgeschneiderte inter/intra-Matrizen</title>
+
+      <para>
+        Mit diesem Feature von <link linkend="ffmpeg"><systemitem class="library">libavcodec</systemitem></link>
+        bist du in der Lage, eigene inter- (I-Frames/Keyframes) und intra-Matrizen
+        (P-Frames/predicted Frames) zu setzen. Es wird von vielen Codecs unterstützt:
+        <systemitem>mpeg1video</systemitem> und <systemitem>mpeg2video</systemitem>
+        sollen damit funktionieren.
+      </para>
+
+      <para>
+        Eine typische Anwendung dieses Features ist, die von den
+        <ulink url="http://www.kvcd.net/">KVCD</ulink>-Specifikationen
+        bevorzugten Matrizen zu setzen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die <emphasis role="bold">KVCD &quot;Notch&quot; Quantisierungsmatrix:</emphasis>
+      </para>
+
+      <para>
+        Intra:
+<screen>8  9 12 22 26 27 29 34
+9 10 14 26 27 29 34 37
 12 14 18 27 29 34 37 38
 22 26 27 31 36 37 38 40
 26 27 29 36 39 38 40 48
 27 29 34 37 38 40 48 58
 29 34 37 38 40 48 58 69
-34 37 38 40 48 58 69 79
-</screen>
-
-Inter:
-<screen>
-16 18 20 22 24 26 28 30
+34 37 38 40 48 58 69 79</screen>
+
+        Inter:
+<screen>16 18 20 22 24 26 28 30
 18 20 22 24 26 28 30 32
 20 22 24 26 28 30 32 34
 22 24 26 30 32 32 34 36
 24 26 28 32 34 34 36 38
 26 28 30 32 34 36 38 40
 28 30 32 34 36 38 42 42
-30 32 34 36 38 40 42 44
-</screen>
-</para>
-
-<para>
-Anwendung:
-<screen>
-$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -o <replaceable>output.avi</replaceable> -oac copy -ovc lavc -lavcopts inter_matrix=...:intra_matrix=...
-</screen>
-</para>
-
-<para>
-<screen>
-$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -ovc lavc -lavcopts
+30 32 34 36 38 40 42 44</screen>
+      </para>
+
+      <para>
+        Anwendung:
+        <screen>$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -o <replaceable>output.avi</replaceable> -oac copy -ovc lavc -lavcopts inter_matrix=...:intra_matrix=... </screen>
+      </para>
+
+      <para>
+<screen>$ mencoder <replaceable>input.avi</replaceable> -ovc lavc -lavcopts
 vcodec=mpeg2video:intra_matrix=8,9,12,22,26,27,29,34,9,10,14,26,27,29,34,37,
 12,14,18,27,29,34,37,38,22,26,27,31,36,37,38,40,26,27,29,36,39,38,40,48,27,
 29,34,37,38,40,48,58,29,34,37,38,40,48,58,69,34,37,38,40,48,58,69,79
 :inter_matrix=16,18,20,22,24,26,28,30,18,20,22,24,26,28,30,32,20,22,24,26,
 28,30,32,34,22,24,26,30,32,32,34,36,24,26,28,32,34,34,36,38,26,28,30,32,34,
-36,38,40,28,30,32,34,36,38,42,42,30,32,34,36,38,40,42,44 -oac copy -o svcd.mpg
-</screen>
-</para>
-</sect2>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-example">
-<title>Beispiel</title>
-
-<para>
-  Jetzt hast du gerade eben deine brandneue Kopie von Harry Potter und die
-  Kammer des Schreckens gekauft (natürlich die Breitbildedition), und du
-  willst diese DVD so rippen, dass du sie deinem Home Theatre PC hinzufügen
-  kannst. Dies ist eine Region-1-DVD, also ist sie NTSC. Das unten stehende
-  Beispiel wird auch auf PAL zutreffen, nur dass du
-  <option>-ofps 24000/1001</option> weglässt (weil die Ausgabeframerate die
-  gleiche ist wie die Eingabeframerate), und logischerweise werden die
-  Ausschnittsabmessungen anders sein.
-</para>
-
-<para>
-  Nach dem Start von <option>mplayer dvd://1</option>, verfolgen wir den
-  detailliert in der Sektion <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine
-  und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link> beschriebenen Prozess und
-  entdecken, dass es progressive Video mit 24000/1001 fps ist, was bedeutet, dass
-  wir keinen inverse telecine-Filter wie <option>pullup</option> oder
-  <option>filmdint</option> anwenden müssen.
-</para>
-
-<para>
-  Als Nächstes wollen wir das passende Ausschnittsrechteck bestimmen, also
-  verwenden wir den crop-Erkennungsfilter:
-
-  <screen>mplayer dvd://1 -vf cropdetect</screen>
-
-  Stelle sicher, dass du einen voll gefüllten Frame anstrebst (wie zum
-  Beispiel eine helle Szene), und dass du diese Ausgabe in
-  <application>MPlayer</application>s Konsole siehst:
-
-  <screen>crop area: X: 0..719  Y: 57..419  (-vf crop=720:362:0:58)</screen>
-
-  Wir spielen den Film dann mit diesem Filter ab, um seine Korrektheit zu testen:
-
-  <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:362:0:58</screen>
-
-  Und wir sehen, dass er einfach perfekt aussieht. Als Nächstes vergewissern wir
-  uns, dass Breite und Höhe ein Vielfaches von 16 sind. Die Breite ist gut,
-  aber die Höhe ist es nicht. Da wir in der 7-ten Klasse in Mathe nicht gefehlt
-  haben, wissen wir, dass das am nähesten liegende Vielfache von 16 kleiner
-  als 362 der Wert 352 ist (Taschenrechner ist erlaubt).
-</para>
-
-<para>
-  Wir könnten einfach <option>crop=720:352:0:58</option> verwenden, aber es wäre
-  nett, ein bisschen von oben und ein bisschen von unten wegzunehmen, sodass
-  wir zentriert bleiben. Wir haben die Höhe um 10 Pixel schrumpfen lassen, aber
-  wir wollen das y-Offset nicht um 5 Pixel erhöhen, da dies eine ungerade Zahl
-  ist und die Qualität nachteilig beeinflussen würde. Statt dessen werden wir
-  das y-Offset um 4 Pixel erhöhen:
-
-  <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:352:0:62</screen>
-
-  Ein anderer Grund, Pixel von beidem - oben und unten - abzuschnipseln ist,
-  dass wir sicher gehen wollen, jegliches halbschwarze Pixel eliminiert zu
-  haben, falls welche existieren. Beachte, falls das Video telecined
-  ist, stelle sicher, dass der <option>pullup</option>-Filter (oder für
-  welchen umgekehrten telecine-Filter auch immer du dich entschieden hast)
-  in der Filterkette auftaucht, bevor du zuschneidest. Ist es interlaced,
-  deinterlace es vor dem Zuschneiden.
-  (Wenn du dich entscheidest, interlaced Video beizubehalten, dann vergewissere dich, dass
-  das vertikale crop-Offset ein Vielfaches von 4 ist.)
-</para>
-
-<para>
-  Wenn du wirklich besorgt um den Verlust dieser 10 Pixel bist, ziehst du
-  statt dessen etwa das Herunterskalieren der Abmessungen auf das am nächsten
-  liegende Vielfache von 16 vor.
-  Die Filterkette würde dann etwa so aussehen:
-
-  <screen>-vf crop=720:362:0:58,scale=720:352</screen>
-
-  Das Video auf diese Art herunter zu skalieren wird bedeuten, dass eine
-  kleine Menge Details verloren geht, obwohl es vermutlich nicht wahrnehmbar
-  sein wird. Hoch zu skalieren führt zu niedrigerer Qualität (es sei denn,
-  du erhöhst die Bitrate). Ausschneiden sondert sämtliche dieser Pixel
-  aus. Es ist ein Kompromiss, den du unter allen Umständen
-  in Betracht ziehen solltest. Zum Beispiel, wenn das DVD-Video für das Fernsehen
-  hergestellt wurde, solltest du vertikales Skalieren vermeiden, da das
-  Zeilensampling mit der Art und Weise korrespondiert, für die der Inhalt
-  ursprünglich aufgenommen wurde.
-</para>
-
-<para>
-  Bei der Überprüfung sehen wir, dass unser Film ordentlich Action enthält
-  und sehr viele Details, also wählen wir 2400Kbit für unsere Bitrate.
-</para>
-
-<para>
-  Wir sind nun bereit, die 2-pass Encodierung durchzuführen. Erster Durchlauf:
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
--lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=1 \
--o Harry_Potter_2.avi</screen>
-
-  Und der zweite Durchlauf ist derselbe, außer dass wir <option>vpass=2</option>
-  festlegen:
-
-  <screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
--lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=2 \
--o Harry_Potter_2.avi</screen>
-</para>
-
-<para>
-  Die Optionen <option>v4mv:mbd=2:trell</option> werden die Qualität
-  außerordentlich erhöhen, auf Kosten der Encodierdauer. Es gibt
-  einen kleinen Grund, diese Optionen auszulassen, wenn das Primärziel
-  die Qualität ist. Die Optionen
-  <option>cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3</option> wählen eine Vergleichsfunktion,
-  die eine höhere Qualität liefert als die Standardeinstellungen.
-  Du darfst mit diesem Parameter rumexperimentieren (ziehe die Manpage
-  zu möglichen Werten zu Rate) da verschiedene Funktionen abhängig vom
-  Quellmaterial einen starken Einfluss auf die Qualität haben. Wenn du zum Beispiel
-  meinst, dass <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zu
-  viele Blockartefakte produziert, könntest du ja das experimentelle
-  NSSE als Vergleichsfunktion via <option>*cmp=10</option> wählen.
-</para>
-
-<para>
-  Für diesen Film wird das resultierende AVI 138 Minuten lang und nahezu
-  3GB groß sein. Und weil du erzählt hast, dass eine große Datei nichts
-  ausmacht, ist dies eine perfekt akzeptierbare Größe. Wolltest du sie aber
-  kleiner haben, könntest du eine niedrigere Bitrate hernehmen. Erhöhte
-  Bitraten haben verminderte Rückgaben, während wir also deutlich eine
-  Verbesserung von 1800Kbit nach 2000Kbit sehen, ist es oberhalb 2000Kbit
-  nicht so auffällig. Fühl dich frei solange herum zu experimentieren bis
-  du glücklich bist.
-</para>
-
-<para>
-  Weil wir das Quellvideo durch einen Denoise-Filter geschickt haben,
-  könntest du einige davon während des Playbacks wieder hinzufügen wollen.
-  Dies zusammen mit dem Nachbearbeitungsfilter <option>spp</option>
-  verbessert die Wahrnehmung der Qualität drastisch und hilft dabei,
-  blockhafte Artefakte aus dem Video zu eliminieren.
-  Mit <application>MPlayer</application>s Option <option>autoq</option>
-  kannst du den Nachbearbeitungsaufwand des spp-Filters abhängig von der
-  verfügbaren CPU variieren. An dieser Stelle kannst du auch Gamma- und/oder
-  Farbkorrektur zur besten Anpassung an dein Display verwenden, wenn du willst.
-  Zum Beispiel:
-
-  <screen>mplayer Harry_Potter_2.avi -vf spp,noise=9ah:5ah,eq2=1.2 -autoq 3</screen>
-
-</para>
-</sect2>
-</sect1>
-
-
-<sect1 id="menc-feat-xvid">
-<title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Codec</title>
-<para>
- <systemitem class="library">XviD</systemitem> ist eine freie
- Programmbibliothek zum Encodieren von MPEG-4 ASP-Videostreams.
- Bevor du mit <link linkend="xvid"> zu encodieren beginnst, musst du
- <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
-</para>
-<para>
- Dieses Handbuch beabsichtigt, sich vorwiegend durch dieselbe Art von
- Informationen auszuzeichnen wie x264's Encodier-Handbuch.
- Beginne deshalb damit,
- <link linkend="menc-feat-x264-encoding-options-intro">den ersten Teil</link>
- dieses Handbuchs zu lesen.
-</para>
-
-
-<sect2 id="menc-feat-xvid-intro">
-<title>Welche Optionen sollte ich verwenden, um die besten Resultate zu erzielen?</title>
-
-<para>
- Bitte beginne mit der Durchsicht der
- <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Sektion von
- <application>MPlayer</application>s Manpage.
- Diese Sektion ist als Ergänzung zur Manpage zu verstehen.
-</para>
-<para>
- Die Standardeinstellungen von XviD sind bereits ein guter Kompromiss zwischen
- Geschwindigkeit und Qualität, deshalb kannst du ruhig bei ihnen
- bleiben, wenn nachfolgender Abschnitt dich allzusehr ins Grübeln bringt.
-</para>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-options">
-<title>Encodieroptionen von <systemitem class="library">XviD</systemitem></title>
-
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">vhq</emphasis>
-  Diese Einstellung betreffen den Entscheidungsalgorithmus für
-  Macroblöcke, wobei gilt, je höher die Einstellung desto weiser die
-  Entscheidung.
-  Die Standardeinstellung kann für jede Encodierung sicher verwendet
-  werden, während höhere Einstellungen immer für PSNR hilfreich, jedoch
-  signifikant langsamer sind.
-  Nimm bitte zur Kenntnis, dass ein besserer PSNR nicht notwedigerweise
-  bedeutet, dass das Bild besser aussehen wird, aber er zeigt dir, dass
-  du näher am Original bist.
-  Wird er deaktiviert, beschleunigt dies die Encodierung spürbar; wenn
-  Geschwindigkeit ein Kriterium für dich ist, kann dieser Kompromiss es wert sein.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">bvhq</emphasis>
-  Dies erledigt dieselbe Arbeit wie vhq, macht dies jedoch bei B-Frames.
-  Es hat einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, und
-  verbessert geringfügig die Qualität (um etwa +0.1dB PSNR).
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">max_bframes</emphasis>
-  Eine höhere Anzahl von erlaubten hintereinander folgenden B-frames verbessert
-  gewöhnlich die Komprimierbarkeit, obwohl dies auch zu mehr Blockartefakten
-  führt.
-  Die Standardeinstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit
-  und Qualität, aber wenn du Bitraten-hungrig bist kannst du sie bis auf 3
-  hochschrauben.
-  Du kannst sie auch auf 1 oder 0 verringern, wenn du auf perfekte Qualität
-  abzielst, wenngleich du in diesem Fall sicherstellen solltest, dass deine
-  Zielbitrate hoch genug ist, um zu gewährleisten, dass der Encoder nicht
-  die Quantisierer höher setzen muss, um den Wert zu erreichen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">bf_threshold</emphasis>
-  Dies kontrolliert die B-Frame-Empfindlichkeit des Encoders, wobei ein
-  höherer Wert dazu führt, dass mehr B-Frames angewendet werden (und
-  umgekehrt).
-  Diese Einstellung muss zusammen mit <option>max_bframes</option>
-  verwendet werden; bist du Bitraten-hungrig, solltest du beides erhöhen,
-  <option>max_bframes</option> und <option>bf_threshold</option>,
-  während du <option>max_bframes</option> erhöhen und
-  <option>bf_threshold</option> verringern kannst, sodass der Encoder
-  B-Frames nur an Stellen anwendet, die diese auch
-  <emphasis role="bold">wirklich</emphasis> brauchen.
-  Eine niedrigere Zahl an <option>max_bframes</option> und ein höherer Wert
-  bei <option>bf_threshold</option> ist möglicherweise keine kluge Wahl,
-  da dies den Encoder zwingt, B-Frames in Stellen zu setzen, die nicht
-  davon profitieren würden und dies daher die visuelle Qualität reduziert.
-  Wie auch immer, wenn du mit Standalone-Playern kompatibel bleiben musst,
-  die nur alte DivX-Profile unterstützen (der wiederum höchstens einen
-  aufeinander folgenden B-Frame unterstützt), wäre dies dein einziger Weg,
-  die Komprimierbarkeit mittels B-Frames zu verbessern.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">trellis</emphasis>
-  Optimiert den Quantisierungsprozess um einen optimalen Kompromiss
-  zwischen PSNR und Bitrate zu erhalten, was signifikant Bit-sparend
-  wirkt.
-  Diese Bits können woanders im Video wieder verwendet werden
-  und verbessern die visuelle Gesamtqualität.
-  Du solltest es immer eingeschaltet lassen, da sein Einfluss auf
-  die Qualität gewaltig ist.
-  Gerade wenn du Geschwindigkeit haben willst, darfst du es nicht
-  deaktivieren, solange du nicht <option>vhq</option>
-  und alle anderen CPU-hungrigeren Optionen auf
-  ein Minimum heruntergesetzt hast.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">hq_ac</emphasis>
-  Aktiviert die Vorhersagemethode für einen besseren Koeffizientenaufwand, was
-  die Dateigröße leicht um etwa 0.15 bis 0.19% reduziert (was mit einer
-  PSNR-Erhöhung um weniger als 0.01dB einhergeht), während es eine
-  vernachlässigbar kleine Einwirkung auf die Geschwindigkeit hat.
-  Es empfiehlt sich deshalb, dies immer eingeschaltet zu lassen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">cartoon</emphasis>
-  Entworfen, um Kartoon-Inhalt besser zu encodieren, und hat keine Auswirkung
-  auf die Geschwindigkeit, da es lediglich die Heuristiken zur Bestimmung des
-  Modus für diese Art Inhalt abstimmt.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">me_quality</emphasis>
-  Diese Einstellung ist da, um die Präzision der Bewegungseinschätzung zu
-  kontrollieren.
-  Je höher <option>me_quality</option>, desto präziser wird die Schätzung
-  der Originalbewegung sein, und desto besser wird der resultierende Ausschnitt
-  die Originalbewegung einfangen.
- </para>
- <para>
-  Die Standardeinstellung ist in jedem Fall die beste;
-  folglich ist es nicht empfehlenswert, sie herunter zu drehen,
-  es sei denn du hast es wirklich auf Geschwindigkeit abgesehen,
-  da alle durch eine gute Bewegungseinschätzung gesparten Bits
-  woanders verwendet würden, was die Gesamtqualität verbessern
-  würde.
-  Gehe deshalb nie unter 5, selbst wenn es der letzte Ausweg
-  sein sollte.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
- <emphasis role="bold">chroma_me</emphasis>
-  Verbessert die Bewegungsabschätzung dadurch, dass auch die
-  chroma-(Farb)-Informationen einbezogen werden, wobei
-  <option>me_quality</option> alleine nur luma (Graustufen)
-  verwendet.
-  Dies verlangsamt die Encodierung um 5-10%, verbessert aber die
-  visuelle Qualität durch Reduzieren von Blockeffekten ein wenig
-  und reduziert die Dateigröße um rund 1.3%.
-  Wenn du Geschwindigkeit haben willst, solltest du diese Option
-  deaktivieren, bevor du anfängst zu überlegen,
-  <option>me_quality</option> zu reduzieren.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">chroma_opt</emphasis>
-    Ist dafür vorgesehen, die chroma-Bildqualität rund um reine
-    weiße/schwarze Kanten zu verbessern, eher noch als die
-    Kompression zu verbessern.
-    Dies kann dabei helfen, den &quot;Rote Stufen&quot;-Effekt zu reduzieren.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">lumi_mask</emphasis>
-    Versucht, weniger Bitrate auf den Teil eines Bildes zu übergeben,
-    der vom menschlichen Auge nicht gut zu sehen ist, was dem Encoder
-    erlauben sollte, die eingesparten Bits auf wichtigere Teile des
-    Bildes anzuwenden.
-    Die durch diese Option gewonnene Encodierungsqualität hängt in
-    hohem Maße von persönlichen Vorlieben und von Monitortyp und
-    dessen Einstellungen ab (typischerweise wird es nicht gut aussehen,
-    wenn er hell oder ein TFT-Monitor ist).
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">qpel</emphasis>
-    Hebt die Anzahl Kandidaten der Bewegungsvektoren durch
-    Erhöhung der Präzision der Bewegungsabschätzung von einem
-    halben Pixel (halfpel) auf ein viertel Pixel
-    (quarterpel) an.
-    Die Idee dahinter ist, bessere Bewegungsvektoren zu finden,
-    was wiederum die Bitrate reduziert (deshalb wird die Qualität
-    verbessert).
-    Bewegungsvektoren mit viertel Pixel Präzision brauchen ein
-    paar Extrabits für die Codierung, die Bewegungsvektoren ergeben aber
-    nicht immer ein (viel) besseres Resultat.
-    Sehr oft verbraucht der Codec dennoch Bits für die Extrapräzision,
-    jedoch wird im Gegenzug eine geringe oder keine Extraqualität
-    gewonnen.
-    Unglücklicherweise gibt es keinen Weg, den möglichen Gewinn von
-    <option>qpel</option> vorzuaussagen, also musst du eigentlich
-    mit und ohne encodieren, um sicher zu gehen.
-  </para><para>
-    <option>qpel</option> kann fast die doppelte Encodierzeit in
-    Anspruch nehmen und erfordert etwa 25% mehr
-    Verarbeitungsleistung fürs Decodieren.
-    Es wird nicht von allen Standalone-Playern unterstützt.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">gmc</emphasis>
-    Versucht, Bits beim Schwenken von Szenen einzusparen, indem es einen
-    einzelnen Bewegungsvektor für den gesamten Frame verwendet.
-    Dies erhöht fast immer den PSNR, verlangsamt aber signifikant
-    die Encodierung (genauso wie die Decodierung).
-    Deshalb solltest du es nur nutzen, wenn du <option>vhq</option>
-    auf das Maximum gestellt hast.
-    <systemitem class="library">XviD</systemitem>s GMC ist höher
-    entwickelt als das von DivX, wird aber nur von ein paar
-    Standalone-Playern unterstützt.
-</para></listitem>
-
-</itemizedlist>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-profiles">
-<title>Encodierung Profile</title>
-<para>
-  XviD unterstützt Encodierungsprofile über die Option <option>profile</option>,
-  die dazu verwendet werden, den Eigenschaften des XviD-Videostreams
-  Restriktionen so aufzuerlegen, dass es überall dort abgespielt werden kann,
-  wo das gewählte Profil unterstützt wird.
-  Die Restriktionen beziehen sich auf Auflösungen, Bitraten und
-  bestimmte MPEG-4-Features.
-  Die folgende Tabelle zeigt, was jedes Profil unterstützt.
-</para>
-<informaltable>
-<tgroup cols="16" align="center">
-<colspec colnum="1"  colname="col1"/>
-<colspec colnum="2"  colname="col2"/>
-<colspec colnum="3"  colname="col3"/>
-<colspec colnum="4"  colname="col4"/>
-<colspec colnum="5"  colname="col5"/>
-<colspec colnum="6"  colname="col6"/>
-<colspec colnum="7"  colname="col7"/>
-<colspec colnum="8"  colname="col8"/>
-<colspec colnum="9"  colname="col9"/>
-<colspec colnum="10" colname="col10"/>
-<colspec colnum="11" colname="col11"/>
-<colspec colnum="12" colname="col12"/>
-<colspec colnum="13" colname="col13"/>
-<colspec colnum="14" colname="col14"/>
-<colspec colnum="15" colname="col15"/>
-<colspec colnum="16" colname="col16"/>
-<colspec colnum="17" colname="col17"/>
-<spanspec spanname="spa2-5"   namest="col2" nameend="col5"/>
-<spanspec spanname="spa6-11"  namest="col6" nameend="col11"/>
-<spanspec spanname="spa12-17" namest="col12" nameend="col17"/>
-  <tbody>
-    <row>
-      <entry></entry>
-      <entry spanname="spa2-5">Einfach</entry>
-      <entry spanname="spa6-11">Einfach erweitert</entry>
-      <entry spanname="spa12-17">DivX</entry>
-    </row>
-    <row>
-      <entry>Profilname</entry>
-      <entry>0</entry>
-      <entry>1</entry>
-      <entry>2</entry>
-      <entry>3</entry>
-      <entry>0</entry>
-      <entry>1</entry>
-      <entry>2</entry>
-      <entry>3</entry>
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-      <entry>Adaptive Quantisierung</entry>
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-    <row>
-      <entry>Interlaced Encodierung</entry>
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-    <row>
-      <entry>Viertelpixel</entry>
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-      <entry></entry>
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-    </row>
-    <row>
-      <entry>Globale Bewegungskompensierung</entry>
-      <entry></entry>
-      <entry></entry>
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-      <entry></entry>
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-      <entry>X</entry>
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-      <entry>X</entry>
-      <entry>X</entry>
-      <entry>X</entry>
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-      <entry></entry>
-      <entry></entry>
-      <entry></entry>
-      <entry></entry>
-    </row>
-  </tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-xvid-example-settings">
-<title>Encodierungseinstellungen Beispiele</title>
-
-<para>
-  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
-  Kombinationen von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss
-  zwischen Geschwindigkeit gegenüber Qualität bei gleicher
-  Zielbitrate betreffen.
-</para>
-
-<para>
-  Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
-  mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
-  und der Rechner war ein
-  AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
-  Jede Encodierungseinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
-  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
-  (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
-  Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
-  deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
-  Resultate erzielen wirst.
-</para>
-
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="4">
-<thead>
-<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
-</thead>
-<tbody>
-<row>
-  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>chroma_opt:vhq=4:bvhq=1:quant_type=mpeg</option></entry>
-  <entry>16fps</entry>
-  <entry>0dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>vhq=2:bvhq=1:chroma_opt:quant_type=mpeg</option></entry>
-  <entry>18fps</entry>
-  <entry>-0.1dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Schnell</entry>
-  <entry><option>turbo:vhq=0</option></entry>
-  <entry>28fps</entry>
-  <entry>-0.69dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Echtzeit</entry>
-  <entry><option>turbo:nochroma_me:notrellis:max_bframes=0:vhq=0</option></entry>
-  <entry>38fps</entry>
-  <entry>-1.48dB</entry>
-</row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-</para>
-</sect2>
-
-</sect1>
-
-<sect1 id="menc-feat-x264">
-<title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">x264</systemitem>-Codec</title>
-<para>
-  <systemitem class="library">x264</systemitem> ist eine freie
-  Programmbibliothek zum Encodieren von H.264/AVC-Videostreams.
-  Bevor du mit <link linkend="xvid"> zu encodieren beginnst, musst du
- <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
-</para>
-
-<sect2 id="menc-feat-x264-encoding-options">
-<title>Encodieroptionen von x264</title>
-
-<para>
-  Bitte beginne mit der Durchsicht der
-  <systemitem class="library">x264</systemitem>-Sektion von
-  <application>MPlayer</application>s Manpage.
-  Diese Sektion ist als Anhang zur Manpage vorgesehen.
-  Hier wirst du Schnellhinweise dazu finden, welche Optionen am
-  wahrscheinlichsten die meisten Leute interessieren. Die Manpage
-  ist knapper gehalten, aber auch vollständiger, und zeigt oft
-  viel bessere technische Details.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-intro">
-<title>Einführung</title>
-<para>Dieses Handbuch berücksichtigt zwei Hauptkategorien der Encodieroptionen:</para>
-
-<orderedlist>
-  <listitem><para>Optionen, die hauptsächlich Encodierdauer gegenüber Qualität
-  abwägen
-  </para></listitem>
-  <listitem><para>Optionen, die zur Erfüllung zahlreicher persönlicher
-  Vorlieben und spezieller Anforderungen nützlich sind</para></listitem>
-</orderedlist>
-
-<para>
-  Letztendlich kannst nur du entscheiden, welche Optionen für deine
-  Zwecke am besten geeignet sind. Die Entscheidung für die erste
-  Klasse der Optionen ist die einfachste:
-  Du musst nur entscheiden, ob du denkst, dass Qualitätsunterschiede
-  Geschwindigkeitsunterschiede rechtfertigen. Für die zweite Klasse
-  der Optionen sind die Vorzüge weitaus subjektiver, und mehr Faktoren
-  können involviert sein. Beachte, dass manche der Optionen für
-  &quot;persönliche Vorlieben und spezielle Anforderungen&quot;
-  noch große Auswirkungen auf Geschwindigkeit oder Qualität haben können,
-  das ist aber nicht, wozu sie primär benutzt werden. Ein paar der
-  Optionen für &quot;persönliche Vorlieben&quot; können sogar Änderungen
-  verursachen, die für manche Leute besser aussehen aber schlechter
-  für andere.
-</para>
-
-<para>
-  Bevor du fortfährst, musst du verstehen, dass dieses Handbuch nur
-  eine Qualitätsmetrik verwendet: globaler PSNR.
-  Für eine kurze Erklärung, was PSNR ist, schau dir
-  <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/PSNR">den Wikipedia-Artikel zu PSNR</ulink>
-  an.
-  Globaler PSNR ist die letzte gemeldete PSNR-Nummer, wenn du die
-  Option <option>psnr</option> in <option>x264encopts</option>
-  einbindest.
-  Jedesmal wenn du eine Forderung nach PSNR liest, ist eine der Annahmen
-  hinter dieser Forderung, dass gleiche Bitraten verwendet werden.
-</para>
-
-<para>
-  Nahezu alle dieser Handbuchkommentare unterstellen, dass du
-  2-pass anwendest.
-  Beim Vergleich der Optionen gibt es zwei Hauptgründe, 2-pass-Encodierung
-  zu nutzen.
-  Der erste ist, 2-pass bringt rund 1dB PSNR, was einen sehr
-  großen Unterschied ausmacht.
-  Der zweite ist, Optionen zu testen, indem man direkte Qualitätsvergleiche
-  zu 1-pass-Encodierung anstellt, führt einen einen wichtigen verwirrenden
-  Faktor ein: die Bitrate variiert bei jeder Encodierung oft signifikant.
-  Es ist nicht immer einfach zu sagen, ob Qualitätsänderungen vorwiegend
-  auf geänderte Optionen zurückzuführen sind oder ob sie meist
-  essentielle, zufällige Unterschiede in der erhaltenen Bitrate reflektieren.
-</para>
-
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-speedvquality">
-<title>Optionen die primär Geschwindigkeit und Qualität betreffen</title>
-
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">subq</emphasis>:
-  Von den Optionen, die dir erlauben, einen Kompromiss zwischen
-  Geschwindigkeit und Qualität einzugehen, sind <option>subq</option>
-  und <option>frameref</option> (siehe unten) gewöhnlich die bei weitem
-  wichtigsten.
-  Wenn du dich für die Optimierung von entweder Geschwindigkeit oder Qualität
-  interessierst, sind diese die ersten, die du in Erwägung ziehen solltest.
-  Bei der Dimension Geschwindigkeit, interagieren die Optionen
-  <option>frameref</option> und <option>subq</option> ziemlich stark
-  miteinander.
-  Die Erfahrung zeigt, dass mit einem Referenzframe <option>subq=5</option>
-  (die Standardeinstellung) das ganze etwa 35% mehr Zeit in Anspruch nimmt als
-  <option>subq=1</option>.
-  Mit 6 Referenzframes wächst der Nachteil auf 60%.
-  Der Effekt, den <option>subq</option> auf den PSNR ausübt, scheint ziemlich
-  konstant zu sein, ungeachtet der Anzahl der Referenzframes.
-  Typischerweise erreicht <option>subq=5</option> einen 0.2-0.5 dB höheren globalen
-  PSNR im Vergleich zu <option>subq=1</option>.
-  Dies ist gewöhnlich ausreichend, um sichtbar zu werden.
-</para>
-<para>
-  <option>subq=6</option> ist der langsamste Modus mit der höchsten
-  Qualität.
-  Im Vergleich zu <option>subq=5</option> gewinnt sie gewöhnlich 0.1-0.4 dB
-  globalen PSNR mit Geschwindigkeitseinbußen, die sich zwischen 25%-100%
-  bewegen.
-  Im Unterschied zu anderen Levels von <option>subq</option> hängt das
-  Verhalten von <option>subq=6</option> nicht sehr von <option>frameref</option>
-  und <option>me</option> ab.  Statt dessen hängt die Effektivität von
-  <option>subq=6</option> größtenteils von der Anzahl der verwendeten
-  B-Frames ab. Im Normalgebrauch bedeutet dies, <option>subq=6</option>
-  hat einen großen Einfluss auf Geschwindigkeit und Qualität
-  in komplexen, stark bewegten Szenen, kann aber auch einen geringen Effekt
-  in Szenen mit wenig Bewegung haben. Beachte, dass dennoch empfohlen wird,
-  <option>bframes</option> immer auf etwas anderes als null
-  zu setzen (siehe unten).
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">frameref</emphasis>:
-  <option>frameref</option> ist per Voreinstellung auf 1 gesetzt, jedoch
-  solltest du deshalb nicht darauf schließen, dass es unbedingt
-  auf 1 gesetzt sein muss.
-  Allein die Erhöhung von <option>frameref</option> auf 2 bringt rund
-  0.15dB PSNR mit einem Geschwindigkeitsnachteil von 5-10%; dies sieht nach
-  einem guten Kompromiss aus.
-  <option>frameref=3</option> bringt rund 0.25dB PSNR mehr als
-  <option>frameref=1</option>, was einen sichtbaren Unterschied machen
-  sollte.
-  <option>frameref=3</option> ist rund 15% langsamer als
-  <option>frameref=1</option>.
-  Leider setzen vermindernde Rückgaben schnell ein.
-  <option>frameref=6</option> kann erwartungsgemäß nur
-  0.05-0.1 dB mehr als <option>frameref=3</option> bei zusätzlichen
-  15% Geschwindigkeitsnachteil.
-  Oberhalb <option>frameref=6</option> sind die Qualitätsgewinne
-  für gewöhnlich sehr klein (obwohl du während der ganzen Diskussion
-  im Kopf behalten solltest, dass sie abhängig von deiner Quelle stark
-  variieren können).
-  In einem ziemlich typischen Fall wird <option>frameref=12</option>
-  den globalen PSNR um ein bisschen mehr als 0.02dB gegenüber
-  <option>frameref=6</option> verbessern, bei Geschwindigkeitseinbußen
-  von 15%-20%.
-  Bei so hohen <option>frameref</option>-Werten ist das wirklich
-  einzig Gute, dass man sagen kann, dass ein weiteres Anheben dieses
-  Wertes ziemlich sicher nie den PSNR <emphasis role="bold">schädigen</emphasis>
-  wird, jedoch sind zusätzliche Qualitätsvorteile sogar kaum messbar,
-  geschweige denn wahrnehmbar.
-</para>
-<note><title>Beachte:</title>
-<para>
-  Das Erhöhen von <option>frameref</option> auf unnötig hohe Werte
-  <emphasis role="bold">kann</emphasis> und
-  <emphasis role="bold">tut dies üblicherweise auch</emphasis>
-  die Codiereffizienz schädigen, wenn du CABAC ausschaltest.
-  Mit eingeschaltetem CABAC (das Standardverhalten) scheint die
-  Möglichkeit, <option>frameref</option> &quot;zu hoch&quot;
-  zu setzen, gegenwärtig zu weit entfernt um sich Sorgen zu machen,
-  und in der Zukunft werden womöglich Optimierungen diese Möglichkeit
-  ganz und gar ausschließen.
-</para>
-</note>
-<para>
-  Wenn du auf Geschwindigkeit abzielst, ist ein vernünftiger
-  Kompromiss, im ersten Durchgang niedrigere <option>subq</option>- und
-  <option>frameref</option>-Werte zu nehmen, und sie danach im
-  zweten Durchgang zu erhöhen.
-  Typischerweise hat dies einen vernachlässigbar negativen Effekt
-  auf die Encodierqualität: Du wirst womöglich unter 0.1dB PSNR
-  verlieren, was viel zu klein für einen sichtbaren Unterschied
-  sein sollte.
-  Trotzdem, unterschiedliche Werte für <option>frameref</option>
-  können auf verschiedene Weise die Frametypenbestimmung beeinflussen.
-  Höchstwahrscheinlich sind dies außerordentlich seltene Fälle,
-  willst du jedoch wirklich sicher gehen, ziehe in Betracht, ob
-  dein Video entweder Vollbild- respektive Einblendungsmuster
-  oder sehr große temporäre Überdeckungen enthält, was einen I-Frame
-  erzwingen könnte.
-  Passe <option>frameref</option> des ersten Durchgangs so an,
-  dass es groß genug ist, die Dauer des Einblendungszyklus
-  (oder der Überdeckungen) zu enthalten.
-  Zum Beispiel, wenn die Szene zwischen zwei Bildern über eine
-  Zeitspanne von drei Frames rückwärts und vorwärts springt,
-  setze <option>frameref</option> des ersten Durchgangs auf 3
-  oder höher.
-  Dieser Sachverhalt kommt vermutlich extrem selten in
-  Videomaterial mit Live Action vor, erscheint aber manchmal
-  bei eingefangenen Computerspiel-Sequenzen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">me</emphasis>:
-  Diese Option dient der Wahl der Suchmethode der Bewegungseinschätzung.
-  Diese Option zu verändern stellt einen überschaubaren Kompromiss
-  zwischen Qualität und Geschwindigkeit dar.
-  <option>me=1</option> ist nur ein paar Prozent schneller als
-  die Standardsuche, auf Kosten von unter 0.1dB globalem PSNR. Die
-  Standardeinstellung (<option>me=2</option>) ist ein angemessener
-  Kompromiss zwischen Qualität und Geschwindigkeit.
-  <option>me=3</option> bringt ein wenig unter 0.1dB globalem PSNR,
-  mit Geschwindigkeitsnachteil, der abhängig von <option>frameref</option>
-  variiert. Bei hohen <option>frameref</option>-Werten (z.B. 12 oder so)
-  ist <option>me=3</option> etwa 40% langsamer als die Standardeinstellung
-  <option>me=2</option>. Mit <option>frameref=3</option> fällt der
-  Geschwindigkeitsnachteil auf 25%-30%.
-</para>
-<para>
-  <option>me=4</option> verwendet eine gründliche, für die praktische
-  Anwendung zu langsame Suche.
-</para>
-</listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">4x4mv</emphasis>:
-  Diese Option aktiviert die Verwendung von 8x4, 4x8 und 4x4 Unterteilungen
-  in den vorhergesagten Macroblöcken. Sie zu aktivieren führt zu einem
-  recht beständigen Geschwindigkeitsverlust von 10%-15%. Sie ist
-  ziemlich nutzlos bei Quellen, die nur langsame Bewegungen enthalten,
-  obwohl in manchen Quellen mit sehr viel Bewegung und vielen kleinen,
-  sich bewegenden Objekten Zugewinne von etwa 0.1dB erwartet werden können.
-</para>
-</listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">bframes</emphasis>:
-  Wenn du gewohnt bist, mit anderen Codecs zu encodieren, hast du
-  womöglich empfunden, dass B-Frames nicht immer nützlich sind.
-  Bei H.264 wurde dies geändert: es gibt neue Techniken und Blocktypen,
-  die in B-Frames möglich sind.
-  Für gewöhnlich kann selbst ein einfältiger Algorithmus zur Wahl
-  der B-Frames einen signifikanten PSNR-Vorteil bringen.
-  Es ist interessant festzustellen, dass die Anwendung von B-Frames
-  normalerweise den zweiten Durchgang ein bisschen beschleunigt,
-  und er kann auch eine Encodierung mit einfachem Durchgang etwas
-  schneller machen, wenn adaptive B-Frame-Bestimmung deaktiviert
-  ist.
-</para>
-<para>
-  Mit deaktivierter adaptiver B-Framebestimmung
-  (<option>nob_adapt</option> von <option>x264encopts</option>)
-  ist der optimale Wert für diese Einstellung normalerweise nicht
-  mehr als <option>bframes=1</option>, andernfalls leiden Szenen
-  mit sehr viel Bewegung darunter.
-  Mit aktivierter adaptiver B-Framebestimmung (das Standardverhalten)
-  ist es sicher, höhere Werte zu verwenden; der Encoder wird die Anwendung
-  von B-Frames in Szenen reduzieren, in denen sie die Kompression
-  schädigen könnten.
-  Der Encoder zieht es selten vor, mehr als 3 oder 4 B-Frames zu
-  verwenden; diese Option höher zu setzen wird einen geringen Effekt haben.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">b_adapt</emphasis>:
-  Beachte: Dies ist standardmäßig eingeschaltet.
-</para>
-<para>
-  Ist diese Option aktiviert, wird der Encoder einen einigermaßen schnellen
-  Entscheidungsprozess zur Reduzierung der Anzahl B-Frames in Szenen anwenden, die
-  nicht viel von ihnen profitieren würden.
-  Du kannst <option>b_bias</option> dazu verwenden, zu optimieren wie
-  froh der Encoder über B-Frames sein soll.
-  Der Geschwindigkeitsnachteil adaptiver B-Frames ist gegenwärtig ziemlich
-  bescheiden, und genauso ist der potentielle Qualitätsgewinn.
-  Es sollte aber normalerweise nicht schaden.
-  Beachte, dass dies nur Geschwindigkeit und Frametypenbestimmung im ersten
-  Durchgang betrifft.
-  <option>b_adapt</option> und <option>b_bias</option> haben keinen
-  Effekt auf nachfolgende Durchgänge.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">b_pyramid</emphasis>:
-  Du kannst diese Option genauso gut aktivieren, falls du >=2 B-Frames
-  verwendest; wie die Manpage dir sagt, erreichst du eine kleine
-  Qualitätsverbesserung bei keinerlei Geschwindigkeitseinbuße.
-  Beachte, dass diese Videos von libavcodec-basierten Decodern
-  älter als etwa 5. März 2005 nicht gelesen werden können.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">weight_b</emphasis>:
-  In typischen Fällen gibt es nicht viel Gewinn mit dieser Option.
-  Trotzdem, in überblendenden oder ins Schwarze übergehenden Szenen
-  liefert die gewichtete Vorhersage ziemlich große Einsparungen bei der Bitrate.
-  In MPEG-4 ASP wird ein Übergang ins Schwarze gewöhnlich am besten
-  als eine Serie aufwändiger I-Frames codiert; das Verwenden einer
-  gewichteten Vorhersage in B-Frames macht es möglich, wenigstens
-  manche von diesen in viel kleinere B-Frames zu wandeln.
-  Der Verlust an Encodierzeit ist minimal, da keine extra Bestimmungen
-  vorgenommen werden müssen.
-  Auch werden die CPU-Anforderungen des Encoders, im Gegensatz zu den
-  Einschätzungen mancher Leute, von gewichteter Vorhersage nicht sonderlich
-  beeinflusst, ansonsten bleibt alles gleich.
-</para>
-<para>
-  Leider hat der aktuelle Algorithmus zur adaptiven B-Frame-Bestimmung
-  eine starke Tendenz, B-Frames während des Fadens zu verhindern.
-  Bis sich dies ändert, kann es eine gute Idee sein,
-  <option>nob_adapt</option> zu deinen x264encopts hinzuzufügen, falls
-  du erwartest, dass Fades einen großen Effekt in deinem jeweiligen
-  Videoclip erzeugen.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-misc-preferences">
-<title>Diverse Eigenschaften betreffende Optionen</title>
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">2-pass-Encodierung</emphasis>:
-  Oben wurde vorgeschlagen, immer 2-pass-Encodierung anzuwenden.
-  Es gibt aber durchaus Gründe, dies nicht zu tun. Beispielsweise bist du,
-  wenn du Live-TV aufnimmst und in Echtzeit encodierst,
-  gezwungen, einen einzigen Durchgang zu verwenden.
-  Auch ist ein Durchgang offensichtlich schneller als zwei Durchgänge;
-  wenn du exakt die gleichen Optionen bei beiden Durchgängen anwendest,
-  ist das Encodieren in zwei Durchgängen mindestens zweimal so langsam.
-</para>
-<para>
-  Noch gibt es sehr gute Gründe, in zwei Durchgängen zu encodieren.
-  Zum einen ist Ratenkontrolle in einem Durchgang kein Allheilmittel.
-  Sie trifft oft eine unvernünftige Auswahl, weil sie das große
-  Bild nicht sehen kann. Zum Beispiel angenommen, du hast ein zwei Minuten
-  langes Video bestehend aus zwei ausgeprägten Hälften.  Die erste Hälfte
-  besitzt eine 60 Sekunden dauernde Szene mit sehr viel Bewegung, die
-  einzeln für sich etwa 2500kbps benötigt, um anständig auszusehen.
-  Direkt daruffolgend kommt eine viel weniger anspruchsvolle 60 Sekunden
-  lange Szene, die bei 300kbps gut aussieht. Angenommen du forderst in
-  der Theorie 1400kbps an, was beiden Szenen ausreichend entgegenkommen
-  würde. Die Ratenkontrolle in einem Durchgang wird in diesem Fall
-  ein paar &quot;Fehler&quot; machen. Zuallererst wird es in beiden Segmenten
-  1400kbps anpeilen. Das erste Segment könnte schwer überquantisiert enden,
-  was es unakzeptabel und unangemessen blockhaft aussehen lässt.
-  Das zweite Segment wird schwer unterquantisiert sein; es sieht vielleicht
-  perfekt aus, aber der Bitratenverlust dieser Perfektion wird komplett
-  unangemessen sein.
-  Noch schwerer vermeidbar ist das Problem am Übergang beider Szenen.
-  Die ersten Sekunden der Hälfte mit wenig Bewegung wird enorm
-  überquantisiert sein, weil die Ratenkontrolle noch die Art Anforderung
-  an die Bitrate erwartet, der sie in der ersten Hälfte des Videos begegnet
-  war. Diese &quot;Fehlerperiode&quot; der extrem überquantisierten Szene
-  mit wenig Bewegung wird fürchterlich schlecht aussehen, und wird sogar
-  weniger als die 300kbps in Anspruch nehmen als das, was sie genommen hätte, um annehmbar
-  auszusehen. Es gibt Mittel und Wege, diese Fälle des Encodierens in einem
-  Durchgang zu mildern, diese werden allerdingst dahin tendieren, die
-  fehlerhaften Vorhersagen der Bitraten zu häufen.
-</para>
-<para>
-  Multipass-Ratenkontrolle kann gegenüber der eines einzigen Durchgangs
-  enorm große Vorteile bieten.
-  Indem sie die im ersten Encodierungsdurchlauf gesammelte Statistik
-  verwendet, kann der Encoder mit angemessener Genauigkeit den Aufwand
-  (in Bit) abschätzen, den das Encodieren jeden gegebenen Frames bei
-  jedem gegebenen Quantisierer erfordert. Dies erlaubt eine viel
-  rationalere, besser geplante Zuweisung von Bits zwischen den
-  bithungrigen Szenen mit viel Bewegung und denen bescheidenen mit
-  wenig Bewegung.
-  Siehe <option>qcomp</option> unten für einige Ideen darüber, wie man
-  diese Zuweisungen nach seinem Geschmack optimiert.
-</para>
-<para>
-  Darüber hinaus brauchen zwei Durchgänge zweimal so lang wie ein Durchgang.
-  Du kannst die Optionen im ersten Durchgang auf höhere Geschwindigkeit
-  und niedrigere Qualität optimieren.
-  Wenn du deine Optionen geschickt wählst, kannst du einen sehr schnellen
-  ersten Durchgang hinkriegen.
-  Die resultierende Qualität im zweiten Durchgang wird geringfügig niedriger
-  ausfallen, weil die Größenvorhersage weniger akkurat ist, jedoch
-  ist die Qualitätsdifferenz normalerweise viel zu klein, um sichtbar zu sein.
-  Versuche zum Beispiel <option>subq=1:frameref=1</option> zu
-  <option>x264encopts</option> des ersten Durchgangs hinzuzufügen.
-  Verwende dann im zweiten Durchgang langsamere, hochwertigere Optionen:
-  <option>subq=6:frameref=15:4x4mv:me=3</option>
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">Encodierung mit drei Durchgängen</emphasis>?
-
-  x264 bietet die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl aufeinander folgender
-  Durchgänge auszuführen. Wenn du <option>pass=1</option> im ersten Durchgang
-  spezifizierst, dann verwende <option>pass=3</option> im nachfolgenden
-  Durchgang, der nachfolgende Durchgang wird beides tun, die Statistik des
-  vorhergehenden Durchgangs lesen und seine eigene Statistik schreiben.
-  Ein zusätzlicher Durchgang, der diesem folgt, wird eine sehr gute Basis
-  haben, von der aus er hochpräzise Vorhersagen der Framegrößen bei
-  einem gewählten Quantisierer machen kann.
-  In der Praxis ist der damit erzielte gesamte Qualitätsgewinn
-  gewöhnlich nahezu null, und ziemlich wahrscheinlich resultiert ein dritter
-  Durchgang in einem geringfügig schlechteren globalen PSNR als der Durchgang
-  davor. In der typischen Anwendung helfen drei Durchgänge, wenn du entweder
-  eine schleche Vorhersage der Bitraten oder schlecht aussehende Szenenübergänge
-  beim Verwenden nur eines Durchlaufs bekommst.
-  Dies passiert mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei extrem kurzen Clips.
-  Ebenso gibt es ein paar Spezialfälle, in denen drei (oder mehr) Durchgänge
-  erfahrenen Nutzern dienlich sind, aber um es kurz zu machen, dieses Handbuch
-  behandelt die Diskussion solcher speziellen Fälle nicht.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">qcomp</emphasis>:
-  <option>qcomp</option> wägt die Anzahl der für &quot;aufwändige&quot; Frames
-  mit viel Bewegung vorgesehenen Bits gegen die für &quot;weniger aufwändige&quot;
-  Frames mit wenig Bewegung ab.
-  Bei einem Extrem zielt <option>qcomp=0</option> auf eine echte konstante
-  Bitrate ab. Typischerweise würde dies Szenen mit viel Bewegung vollkommen
-  ätzend aussehen lassen, während Szenen mit wenig Bewegung womöglich absolut
-  perfekt aussehen, jedoch öfter mehr Bitrate verwenden würden, als sie es für
-  lediglich sehr gutes Aussehen bräuchten. Beim anderen Extrem
-  erreicht <option>qcomp=1</option> nahezu konstante Quantisierungsparameter
-  (QP). Ein konstanter QP sieht nicht schlecht aus, die meisten Leute meinen
-  aber, es sei vernünftiger, etwas Bitrate aus den extrem aufwändigen Szenen
-  zu nehmen (wobei dort der Qualitätsverlust micht ganz so augenfällig ist)
-  und sie wieder den Szenen zuzuweisen, die bei sehr guter Qualität leichter
-  zu encodieren sind.
-  <option>qcomp</option> ist per Voreinstellung auf 0.6 gesetzt, was für den
-  Geschmack mancher Leute etwas zu langsam sein könnte (0.7-0.8 werden im
-  Allgemeinen auch verwendet).
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
-  <option>keyint</option> ist einzig und allein zur Abwägung der
-  Durchsuchbarkeit der Datei gegenüber der Codiereffiziez da.
-  Als Standardwert ist <option>keyint</option> auf 250 gesetzt. In
-  Material mit 25fps garantiert dies, auf 10 Sekunden genau
-  suchen zu können. Wenn du meinst, es wäre wichtig und nützlich,
-  auf 5 Sekunden genau suchen zu können, setze es auf <option>keyint=125</option>;
-  dies wird der Qualität/Bitrate leicht schaden. Wenn es dir nur um Qualität
-  geht und nicht um die Durchsuchbarkeit, kannst du viel höhere Werte
-  setzen (vorausgesetzt du verstehst, daß es verringerte Resultate gibt, die verschwindend
-  klein werden oder sogar gegen null gehen). Der Videostream wird nach
-  wie vor suchbare Stellen besitzen, solange einige Szenenwechsel
-  vorhanden sind.
-</para></listitem>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">deblockalpha, deblockbeta</emphasis>:
-  Dieses Thema ist im Begriff etwas kontrovers zu geraten.
-</para>
-<para>
-  H.264 definiert eine simple Deblocking-Prozedur bei I-Blöcken, die
-  von vorgegebenen Stärken und vom QP des strittigen Blocks
-  abhängigen.
-  Mit dem Standardwert werden hohe QP-Blöcke stark gefiltert, und
-  niedrige QP-Blöcke werden überhaupt nicht entblockt.
-  Die vom Standard definierten vorgegebenen Stärken sind mit
-  Bedacht gewählt und die Chancen stehen sehr gut, dass sie
-  PSNR-optimal sind, egal welches Video auch immer du zu encodieren
-  versuchst.
-  Die <option>deblockalpha</option>- und
-  <option>deblockbeta</option>-Parameter erlauben dir, Offsets festzulegen,
-  um Deblocking-Schwellen voreinzustellen.
-</para>
-<para>
-  Viele Leute scheinen zu glauben, es sei eine gute Idee, die Stärke
-  des Deblocking-Filters um hohe Beträge abzusenken (sagen wir -3).
-  Dies ist jedoch meist keine gute Idee, und in den meisten Fällen
-  verstehen Leute, die das machen, nicht viel davon wie Deblocking
-  standardmäßig funktioniert.
-</para>
-<para>
-  Die erste und wichtigste Sache, die man über den
-  in-loop-Deblocking-Filter wissen sollte, ist, dass die
-  Standardschwellenwerte meistens PSNR-optimal sind.
-  In den seltenen Fällen, in denen sie nicht optimal sind, ist das
-  ideale Offset plus oder minus 1.
-  Die Deblocking-Parameter durch einen höheren Betrag anzupassen
-  garantiert meist, dem PSNR zu schaden.
-  Das Verstärken des Filters wird mehr Details verwischen; den
-  Filter zu schwächen wird das Auftreten von Blockeffekten
-  erhöhen.
-</para>
-<para>
-  Es ist definitiv eine schlechte Idee, die Deblocking-Schwellenwerte
-  herabzusetzen, falls deine Quelle eine vorwiegend niedrige räumliche
-  Komplexität besitzt (z.B. nicht viele Details oder Rauschen).
-  Der in-loop-Filter macht eigentlich einen exzellenten Job durch
-  das Kaschieren auftretender Artefakte.
-  Besitzt die Quelle eine hohe räumliche Komplexität, sind Artefakte
-  weniger bemerkbar.
-  Dies ist so, weil das Schwingen (ringing) dazu neigt, wie Details
-  oder Rauschen auszusehen.
-  Die viselle Wahrnehmung des Menschen erkennt leicht, wenn Details
-  entfernt wurden, aber erkennt nicht so leicht, wenn Rauschen falsch
-  dargestellt wird.
-  Wird die Qualität subjektiv, sind Details und Rauschen etwas
-  austauschbares.
-  Durch das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke verstärkst du
-  höchstwahrscheinlich Fehler durch Hinzufügen von
-  Schwingungsartefakten, aber dem Auge fällt nichts auf, weil
-  es die Artefakte mit Details verwechselt.
-</para>
-
-<para>
-  Dies rechtfertigt jedoch <emphasis role="bold">nach wie vor</emphasis>
-  nicht das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke.
-  Du kannst im Allgemeinen besseres Qualitätsrauschen im Postprocessing
-  erzielen.
-  Falls deine H.264-Encodierungen zu verschwommen oder verschmiert
-  aussehen, versuche, mit
-  <option>-vf noise</option> beim Abspielen des encodierten Films
-  herumzuspielen.
-  <option>-vf noise=8a:4a</option> sollte die meisten weichen Artefakte
-  kaschieren.
-  Es wird meist mit Sicherheit besser aussehen als die Resultate, die
-  du durch einfaches Herumtüfteln mit dem Deblocking-Filter bekommen
-  hättest.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect3>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-x264-example-settings">
-<title>Beispiele für Encodieroptionen</title>
-
-<para>
-  Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
-  Kombinationen von Encodier-Optionen, die einen Kompromiss zwischen
-  Geschwindigkeit und Qualität bei gleicher Zielbitrate darstellen.
-</para>
-
-<para>
-  All diese Encodier-Einstellungen wurden an einem Beispielvideo
-  mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
-  und der Rechner war ein
-  AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
-  Jede Encodier-Einstellung zeichnet sich durch eine gemessene
-  Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und dem
-  PSNR-Verlust (in dB) im Vergleich zu den &quot;sehr
-  hochwertigen&quot; Einstellung aus.
-  Bitte hab dafür Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelle, deinem
-  Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche Resultate
-  erhalten kannst.
-</para>
-
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="4">
-<thead>
-<row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodier-Optionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
-</thead>
-<tbody>
-<row>
-  <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>subq=6:4x4mv:8x8dct:me=3:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
-  <entry>6fps</entry>
-  <entry>0dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Hohe Qualität</entry>
-  <entry><option>subq=5:4x4mv:8x8dct:frameref=2:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
-  <entry>13fps</entry>
-  <entry>-0.89dB</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>Schnell</entry>
-  <entry><option>subq=4:bframes=2:b_pyramid:weight_b</option></entry>
-  <entry>17fps</entry>
-  <entry>-1.48dB</entry>
-</row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-</para>
-</sect2>
-
-</sect1>
-
-<sect1 id="menc-feat-video-for-windows">
-<title>Encodieren mit der <systemitem class="library">Video for Windows</systemitem> Codecfamilie</title>
-
-<para>
-  Video for Windows bietet einfaches Encodieren mittels binärer Video-Codecs.
-  Du kannst mit folgenden Codecs encodieren (solltest du mehr haben, teile es
-  uns bitte mit!)
-</para>
-<para>
-  Beachte, dass der Support hierfür sehr experimentell ist, und
-  einige Codecs arbeiten vielleicht nicht korrekt. Manche Codecs werden
-  nur in bestimmten Farbräumen funktionieren, versuche
-  <option>-vf format=bgr24</option> und <option>-vf format=yuy2</option>,
-  falls ein Codec versagt oder einen falschen Output liefert.
-</para>
-
-<sect2 id="menc-feat-enc-vfw-video-codecs">
-<title>Von Video for Windows unterstützte Codecs</title>
-
-<para>
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="4">
-<thead>
-<row>
-<entry>Video-Codec Dateiname</entry>
-<entry>Beschreibung (FourCC)</entry>
-<entry>md5sum</entry>
-<entry>Kommentar</entry>
-</row>
-</thead>
-<tbody>
-<row>
-  <entry>aslcodec_vfw.dll</entry>
-  <entry>Alparysoft verlustfreier (lossless) Codec vfw (ASLC)</entry>
-  <entry>608af234a6ea4d90cdc7246af5f3f29a</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>avimszh.dll</entry>
-  <entry>AVImszh (MSZH)</entry>
-  <entry>253118fe1eedea04a95ed6e5f4c28878</entry>
-  <entry>needs <option>-vf format</option></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>avizlib.dll</entry>
-  <entry>AVIzlib (ZLIB)</entry>
-  <entry>2f1cc76bbcf6d77d40d0e23392fa8eda</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>divx.dll</entry>
-  <entry>DivX4Windows-VFW</entry>
-  <entry>acf35b2fc004a89c829531555d73f1e6</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>huffyuv.dll</entry>
-  <entry>HuffYUV verlustfrei (lossless) (HFYU)</entry>
-  <entry>b74695b50230be4a6ef2c4293a58ac3b</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>iccvid.dll</entry>
-  <entry>Cinepak Video (cvid)</entry>
-  <entry>cb3b7ee47ba7dbb3d23d34e274895133</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>icmw_32.dll</entry>
-  <entry>Motion Wavelets (MWV1)</entry>
-  <entry>c9618a8fc73ce219ba918e3e09e227f2</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>jp2avi.dll</entry>
-  <entry>ImagePower MJPEG2000 (IPJ2)</entry>
-  <entry>d860a11766da0d0ea064672c6833768b</entry>
-  <entry><option>-vf flip</option></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>m3jp2k32.dll</entry>
-  <entry>Morgan MJPEG2000 (MJ2C)</entry>
-  <entry>f3c174edcbaef7cb947d6357cdfde7ff</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>m3jpeg32.dll</entry>
-  <entry>Morgan Motion JPEG Codec (MJPG)</entry>
-  <entry>1cd13fff5960aa2aae43790242c323b1</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>mpg4c32.dll</entry>
-  <entry>Microsoft MPEG-4 v1/v2</entry>
-  <entry>b5791ea23f33010d37ab8314681f1256</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>tsccvid.dll</entry>
-  <entry>TechSmith Camtasia Screen Codec (TSCC)</entry>
-  <entry>8230d8560c41d444f249802a2700d1d5</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>vp31vfw.dll</entry>
-  <entry>On2 Open Source VP3 Codec (VP31)</entry>
-  <entry>845f3590ea489e2e45e876ab107ee7d2</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>vp4vfw.dll</entry>
-  <entry>On2 VP4 Personal Codec (VP40)</entry>
-  <entry>fc5480a482ccc594c2898dcc4188b58f</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>vp6vfw.dll</entry>
-  <entry>On2 VP6 Personal Codec (VP60)</entry>
-  <entry>04d635a364243013898fd09484f913fb</entry>
-  <entry>stürzt unter Linux ab</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>vp7vfw.dll</entry>
-  <entry>On2 VP7 Personal Codec (VP70)</entry>
-  <entry>cb4cc3d4ea7c94a35f1d81c3d750bc8d</entry>
-  <entry>falscher FourCC?</entry>
-</row>
-<row>
-  <entry>ViVD2.dll</entry>
-  <entry>SoftMedia ViVD V2 Codec VfW (GXVE)</entry>
-  <entry>a7b4bf5cac630bb9262c3f80d8a773a1</entry>
-  <entry></entry>
-</row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach dem Parameter
-<literal>codec</literal> übergeben werden sollten, wie:
-<option>-xvfwopts codec=divx.dll</option>.
-Der FourCC-Code, der von jedem Codec verwendet wird, steht in Klammern.
-</para>
-<informalexample>
-<para>
-Ein Beispiel mit VP3-Kompression:
-<screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc vfw -xvfwopts codec=vp31vfw.dll -oac copy</screen>
-</para>
-</informalexample>
-</sect2>
-</sect1>
-
-
-<sect1 id="menc-feat-vcd-dvd">
-<title>Verwenden des MEncoder zum Erzeugen VCD/SVCD/DVD-konformer Dateien.</title>
-
-<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints">
-<title>Formatbeschränkungen</title>
-<para>
-  <application>MEncoder</application> ist in der Lage, MPEG-Dateien im VCD-, SCVD-
-  und DVD-Format durch Verwendung der
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Programmbibliothek
-  zu erzeugen.
-  Diese Dateien können danach im Zusammenhang mit
-  <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
-  oder
-  <ulink url="http://dvdauthor.sourceforge.net/">dvdauthor</ulink>
-  zum Erzeugen von Disks verwendet werden, die auf einem Standard Set-Top-Player
-  abgespielt werden können.
-</para>
-
-<para>
-  Die Formate DVD, SVCD und VCD sind starken Beschränkungen unterworfen.
-  Es ist nur eine kleine Auswahl an encodierten Bildgrößen und Seitenverhältnissen
-  verfügbar.
-  Wenn dein Film nicht bereits die Anforderungen erfüllt, musst du das Bild
-  skalieren, zuschneiden oder schwarze Ränder hinzufügen, um es konform zu machen.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-resolution">
-<title>Formatbeschränkungen</title>
-
-<informaltable frame="all">
-<tgroup cols="9">
-<thead>
-    <row>
-        <entry>Format</entry>
-        <entry>Auflösung</entry>
-        <entry>V. Codec</entry>
-        <entry>V. Bitrate</entry>
-        <entry>Samplerate</entry>
-        <entry>A. Codec</entry>
-        <entry>A. Bitrate</entry>
-        <entry>FPS</entry>
-        <entry>Seitenverhältnis</entry>
-    </row>
-</thead>
-<tbody>
-    <row>
-        <entry>NTSC DVD</entry>
-        <entry>720x480, 704x480, 352x480, 352x240</entry>
-        <entry>MPEG-2</entry>
-        <entry>9800 kbps</entry>
-        <entry>48000 Hz</entry>
-        <entry>AC3,PCM</entry>
-        <entry>1536 kbps (max)</entry>
-        <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
-        <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x480)</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>NTSC DVD</entry>
-        <entry>352x240<footnote id='fn-rare-resolutions'><para>
-	  Diese Auflösungen werden selten für DVDs verwendet, da sie von
-	  ziemlch niedriger Qualität sind.</para></footnote></entry>
-        <entry>MPEG-1</entry>
-        <entry>1856 kbps</entry>
-        <entry>48000 Hz</entry>
-        <entry>AC3,PCM</entry>
-        <entry>1536 kbps (max)</entry>
-        <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
-        <entry>4:3, 16:9</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>NTSC SVCD</entry>
-        <entry>480x480</entry>
-        <entry>MPEG-2</entry>
-        <entry>2600 kbps</entry>
-        <entry>44100 Hz</entry>
-        <entry>MP2</entry>
-        <entry>384 kbps (max)</entry>
-        <entry>30000/1001</entry>
-        <entry>4:3</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>NTSC VCD</entry>
-        <entry>352x240</entry>
-        <entry>MPEG-1</entry>
-        <entry>1150 kbps</entry>
-        <entry>44100 Hz</entry>
-        <entry>MP2</entry>
-        <entry>224 kbps</entry>
-        <entry>24000/1001, 30000/1001</entry>
-        <entry>4:3</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>PAL DVD</entry>
-        <entry>720x576, 704x576, 352x576, 352x288</entry>
-        <entry>MPEG-2</entry>
-        <entry>9800 kbps</entry>
-        <entry>48000 Hz</entry>
-        <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
-        <entry>1536 kbps (max)</entry>
-        <entry>25</entry>
-        <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x576)</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>PAL DVD</entry>
-        <entry>352x288<footnoteref linkend='fn-rare-resolutions'/></entry>
-        <entry>MPEG-1</entry>
-        <entry>1856 kbps</entry>
-        <entry>48000 Hz</entry>
-        <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
-        <entry>1536 kbps (max)</entry>
-        <entry>25</entry>
-        <entry>4:3, 16:9</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>PAL SVCD</entry>
-        <entry>480x576</entry>
-        <entry>MPEG-2</entry>
-        <entry>2600 kbps</entry>
-        <entry>44100 Hz</entry>
-        <entry>MP2</entry>
-        <entry>384 kbps (max)</entry>
-        <entry>25</entry>
-        <entry>4:3</entry>
-    </row>
-    <row>
-        <entry>PAL VCD</entry>
-        <entry>352x288</entry>
-        <entry>MPEG-1</entry>
-        <entry>1152 kbps</entry>
-        <entry>44100 Hz</entry>
-        <entry>MP2</entry>
-        <entry>224 kbps</entry>
-        <entry>25</entry>
-        <entry>4:3</entry>
-    </row>
-</tbody>
-</tgroup>
-</informaltable>
-
-<para>
-  Wenn ein Film ein 2.35:1 Seitenverhältnis hat (die meisten aktuellen Action-Filme),
-  wirst du schwarze Ränder hinzufügen oder den Film auf 16:9 zuschneiden müssen,
-  um eine DVD oder VCD herzustellen.
-  Wenn du schwarze Ränder hinzufügst, versuche diese an 16-Pixel-Rändern
-  auszurichten, um den Einfluß auf die Encodier-Performance zu minimieren.
-  Zum Glück besitzen DVDs eine ausreichend hohe Bitrate, damit du dich
-  nicht zu sehr um die Encodier-Effizienz sorgen musst. SVCD
-  und VCD jedoch sind höchst mager an Bitrate und erfordern Aufwand, um akzeptable
-  Qualität zu erreichen.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-gop">
-<title>GOP-Größenbeschränkungen</title>
-<para>
-  DVD, VCD und SVCD zwingen dich auch zu relativ niedrigen
-  GOP-Größen (Group of Pictures).
-  Für Material mit 30 fps ist die größte erlaubte GOP-Größe 18.
-  Für 25 oder 24 fps ist das Maximum 15.
-  Die GOP-Größe wird mittels der Option <option>keyint</option> gesetzt.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-bitrate">
-<title>Bitraten-Beschränkungen</title>
-<para>
-  VCD-Video muss bei CBR 1152 kbps sein.
-  Zu dieser nach oben begrenzten Einschränkung kommt auch noch eine
-  extrem niedrige vbv-Puffergröße von 327 Kilobit.
-  SVCD erlaubt das Variieren der Video-Bitraten auf bis zu 2500 kbps,
-  und eine etwas weniger restriktive vbv-Puffergröße von 917 Kilobit
-  ist erlaubt.
-  DVD-Video-Bitraten können sich bis auf irgendwo um die 9800 kbps
-  einpegeln (wenngleich typische Bitraten etwa halb so groß sind),
-  und die vbv-Puffergröße ist 1835 Kilobit.
-</para>
-</sect3>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-output">
-<title>Output-Optionen</title>
-<para>
-  <application>MEncoder</application> besitzt Optionen zur Kontrolle des
-  Output-Formats.
-  Durch das Verwenden dieser Optionen können wir ihn anweisen, den
-  korrekten Dateityp zu erzeugen.
-</para>
-
-<para>
-  Die Optionen für VCD und SVCD werden xvcd und xsvcd genannt, weil sie
-  erweiterte Formate sind.
-  Sie sind nicht strikt Standard-konform, hauptsächlich weil der Output
-  keine Scan-Offsets enthält.
-  Wenn du ein SVCD-Image generieren musst, solltest du die Output-Datei
-  dem
-  <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
-  übergeben.
-</para>
-
-<para>
-  VCD:
-  <screen>
-  -of mpeg -mpegopts format=xvcd
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  SVCD:
-  <screen>
-  -of mpeg -mpegopts format=xsvcd
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  DVD:
-  <screen>
-  -of mpeg -mpegopts format=dvd
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  DVD mit NTSC-Pullup:
-  <screen>
-  -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine -ofps 24000/1001
-  </screen>
-  Dies erlaubt 24000/1001 fps progressive-Inhalt bei 30000/1001
-  fps encodiert zu werden, wobei die DVD-Konformität erhalten bleibt.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-aspect">
-<title>Seitenverhältnis</title>
-<para>
-  Der Parameter für das Seitenverhältnis von <option>-lavcopts</option> wird zum Encodieren
-  des Seitenverhältnisses einer Datei verwendet.
-  Während des Playbacks wird das Seitenverhältnis dazu benutzt, die korrekte
-  Größe des Videos wieder herzustellen.
-</para>
-
-<para>
-  16:9 oder "Breitbild"
-  <screen>
-  -lavcopts aspect=16/9
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  4:3 oder "Vollbild"
-  <screen>
-  -lavcopts aspect=4/3
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  2.35:1 oder "Cinemascope" NTSC
-  <screen>
-  -vf scale=720:368,expand=720:480 -lavcopts aspect=16/9
-  </screen>
-  Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
-  erweiterte NTSC-Breite von 854/2.35 = 368
-</para>
-
-<para>
-  2.35:1 oder "Cinemascope" PAL
-  <screen>
-  -vf scale="720:432,expand=720:576 -lavcopts aspect=16/9
-  </screen>
-  Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
-  erweiterte PAL-Breite von 1024/2.35 = 432
-</para>
-
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-a-v-sync">
-<title>Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation</title>
-<para>
-  Um die Audio-/Video-Synchronisation während der kompletten
-  Encodierung aufrechtzuerhalten, muss
-  <application>MEncoder</application> Frames auslassen oder duplizieren.
-  Dies funktioniert beim Muxen in eine AVI-Datei ziemlich gut,
-  aber meist schlägt das Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation mit
-  anderen Muxern wie etwa MPEG garantiert fehl.
-  Dies ist der Grund, weshalb es nötig ist, den
-  <option>harddup</option>-Video-Filter am Ende der Filterkette anzuhängen,
-  um diese Art Problem zu vermeiden.
-  Du findest mehr technische Informationen zu <option>harddup</option>
-  im Abschnitt
-  <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</link>
-  oder in der Manpage.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-srate">
-<title>Sampleraten-Konvertierung</title>
-<para>
-  Wenn die Audio-Samplerate in der Originaldatei nicht dieselbe wie die
-  vom Zielformat angeforderte ist, wird eine Sampleraten-Konvertierung
-  erforderlich.
-  Dies wird erreicht, indem man die Option <option>-srate</option> und
-  den <option>-af lavcresample</option> Audio-Filter zusammen
-  anwedet.
-  </para>
-  <para>
-  DVD:
-  <screen>
-  -srate 48000 -af lavcresample=48000
-  </screen>
-</para>
-<para>
-  VCD und SVCD:
-  <screen>
-  -srate 44100 -af lavcresample=44100
-  </screen>
-  </para>
-</sect3>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc">
-<title>Verwenden des libavcodec zur VCD/SVCD/DVD-Encodierung</title>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-intro">
-<title>Einführung</title>
-<para>
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kann verwendet
-  werden, um ein VCD/SVCD/DVD-konformes Video durch die Anwendung der
-  passenden Optionen zu erzeugen.
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-options">
-<title>lavcopts</title>
-<para>
-  Dies ist eine Liste von Feldern in <option>-lavcopts</option>, die du
-  möglicherweise ändern musst, um einen für VCD, SVCD
-  oder DVD konformen Film herzustellen:
-</para>
-
-<itemizedlist>
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">acodec</emphasis>:
-  <option>mp2</option> für VCD, SVCD oder PAL DVD;
-  <option>ac3</option> wird am häufigsten für DVD verwendet.
-  PCM-Audio kann auch für DVD verwendet werden, aber dies ist meistens
-  eine riesen Platzverschwendung.
-  Beachte, dass MP3-Audio nicht konform für irgendeines dieser Formate
-  ist, aber Player haben oft ohnehin kein Problem, es abzuspielen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">abitrate</emphasis>:
-  224 für VCD; bis zu 384 für SVCD; bis zu 1536 für  DVD, aber
-  übliche Werte reichen von 192 kbps für Stereo bis 384 kbps für
-  5.1-Kanal-Sound.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vcodec</emphasis>:
-  <option>mpeg1video</option> für VCD;
-  <option>mpeg2video</option> für SVCD;
-  <option>mpeg2video</option> wird gewöhnlich für DVD verwendet, man kann aber auch
-  <option>mpeg1video</option> für CIF-Auflösungen verwenden.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
-  Angewandt, um die GOP-Größe zu setzen.
-  18 für Material mit 30fps oder 15 für Material mit 25/24 fps.
-  Kommerzielle Hersteller scheinen Keyframe-Intervalle von 12 zu bevorzugen.
-  Es ist möglich, dies viel größer zu machen und dennoch die Kompatibilität
-  zu den meisten Player zu behalten.
-  Ein <option>keyint</option> von 25 sollte nie irgendwelche Probleme machen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vrc_buf_size</emphasis>:
-  327 für VCD, 917 für SVCD und 1835 für DVD.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vrc_minrate</emphasis>:
-  1152 für VCD. kann für SVCD und DVD so gelassen werden.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vrc_maxrate</emphasis>:
-  1152 für VCD; 2500 für SVCD; 9800 für DVD.
-  Für SVCD und DVD könntest du niedrigere Werte verwenden, abhängig von
-  deinen persönlichen Vorlieben und Anforderungen.
-</para></listitem>
-
-<listitem><para>
-  <emphasis role="bold">vbitrate</emphasis>:
-  1152 für VCD;
-  bis zu 2500 für SVCD;
-  bis zu 9800 für DVD.
-  Für letztere zwei Formate sollte vbitrate basierend auf persönliche
-  Vorlieben gesetzt werden.
-  Zum Beispiel, wenn du darauf bestehst, 20 Stunden oder so passend auf
-  eine DVD zu bringen, könntest du vbitrate=400 benutzen.
-  Die sich daraus ergebende Video-Qualität würde womöglich äußerst mies.
-  Wenn du versuchst, die maximal mögliche Qualität auf eine DVD zu quetschen,
-  nimm vbitrate=9800, aber sei gewarnt, dass dich dies zu weniger als
-  einer Stunde Video auf einer Single-Layer DVD zwingen würde.
-</para></listitem>
-</itemizedlist>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-examples">
-<title>Beispiele</title>
-<para>
-  Dies ist eine typische Zusammenstellung von mindestens zu verwendenden
-  <option>-lavcopts</option>-Optionen zum Encodieren eines Videos:
-</para>
-<para>
-  VCD:
-  <screen>
-  -lavcopts vcodec=mpeg1video:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:\
-  vrc_maxrate=1152:vbitrate=1152:keyint=15:acodec=mp2
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  SVCD:
-  <screen>
-  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=917:vrc_maxrate=2500:vbitrate=1800:\
-  keyint=15:acodec=mp2
-  </screen>
-</para>
-
-<para>
-  DVD:
-  <screen>
-  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:\
-  keyint=15:acodec=ac3
-  </screen>
-</para>
-
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-advanced">
-<title>Erweiterte Optionen</title>
-<para>
-  Für das Encodieren höherer Qualität könntest du auch qualitätssteigernde
-  Optionen an lavcopts anfügen, wie etwa <option>trell</option>,
-  <option>mbd=2</option> und weitere.
-  Beachte, dass <option>qpel</option> und <option>v4mv</option>, obwohl
-  oft bei MPEG-4 nützlich, nicht auf MPEG-1 oder MPEG-2 anwendbar sind.
-  Außerdem, wenn du versuchst, eine sehr hochwertige DVD-Encodierung zu
-  machen, kann es nützlich sein, <option>dc=10</option> an lavcopts
-  anzufügen.
-  Wobei dies helfen könnte, das Auftreten von Blöcken in fahl-farbenen
-  Bereichen zu reduzieren.
-  Zusammenfassend ist dies ein Beispiel einer Zusammenstellung von lavcopts für
-  für eine höherwertige DVD:
-</para>
-
-<para>
-  <screen>
-  -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=8000:\
-  keyint=15:trell:mbd=2:precmp=2:subcmp=2:cmp=2:dia=-10:predia=-10:cbp:mv0:\
-  vqmin=1:lmin=1:dc=10
-  </screen>
-</para>
-
-</sect3>
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-audio">
-<title>Encodieren von Audio</title>
-<para>
-  VCD und SVCD unterstützen MPEG-1 Layer II Audio, indem sie einen
-  MP2-Encoder von
-  <systemitem class="library">toolame</systemitem>,
-  <systemitem class="library">twolame</systemitem>,
-  oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
-  verwenden.
-  Der libavcodec MP2 ist weit davon entfernt, so gut zu sein wie die
-  anderen zwei Bibliotheken, dennoch sollte er immer verfügbar sein.
-  VCD unterstützt nur Audio mit konstanten Bitraten (CBR) wogegen SVCD
-  auch variable Bitraten (VBR) unterstützt.
-  Sei vorsichtig, wenn du VBR benutzt, weil einige schlechte
-  Standalone-Player diese nicht so gut unterstützen könnten.
-</para>
-
-<para>
-  Für DVD-Audio wird der AC3-Codec von
-  <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
-  verwendet.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-toolame">
-<title>toolame</title>
-<para>
-  Für VCD und SVCD:
-  <screen>
-  -oac toolame -toolameopts br=224
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-twolame">
-<title>twolame</title>
-<para>
-  Für VCD und SVCD:
-  <screen>
-  -oac twolame -twolameopts br=224
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-lavc">
-<title>libavcodec</title>
-<para>
-  Für DVD mit 2-Kanal-Sound:
-  <screen>
-  -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=192
-  </screen>
-</para>
-<para>
-  Für DVD mit 5.1-Kanal-Sound:
-  <screen>
-  -channels 6 -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=384
-  </screen>
-</para>
-<para>
-  Für VCD und SVCD:
-  <screen>
-  -oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=224
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-<sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-all">
-<title>Zusammenfassung</title>
-<para>
-  Diese Sektion zeigt einige komplette Befehle zum Erzeugen von
-  VCD/SVCD/DVD-konformen Videos.
-</para>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-dvd">
-<title>PAL DVD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
-  harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
-  vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:acodec=ac3:\
-  abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 25 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-dvd">
-<title>NTSC DVD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:480,\
+36,38,40,28,30,32,34,36,38,42,42,30,32,34,36,38,40,42,44 -oac copy -o svcd.mpg</screen>
+      </para>
+    </sect2>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-dvd-mpeg4-example">
+      <title>Beispiel</title>
+
+      <para>
+        Jetzt hast du gerade eben deine brandneue Kopie von Harry Potter und die
+        Kammer des Schreckens gekauft (natürlich die Breitbildedition), und du
+        willst diese DVD so rippen, dass du sie deinem Home Theatre PC hinzufügen
+        kannst. Dies ist eine Region-1-DVD, also ist sie NTSC. Das unten stehende
+        Beispiel wird auch auf PAL zutreffen, nur dass du
+        <option>-ofps 24000/1001</option> weglässt (weil die Ausgabeframerate die
+        gleiche ist wie die Eingabeframerate), und logischerweise werden die
+        Ausschnittsabmessungen anders sein.
+      </para>
+
+      <para>
+        Nach dem Start von <option>mplayer dvd://1</option>, verfolgen wir den
+        detailliert in der Sektion <link linkend="menc-feat-telecine">Wie mit telecine
+          und interlacing in NTSC-DVDs umgehen</link> beschriebenen Prozess und
+        entdecken, dass es progressive Video mit 24000/1001 fps ist, was bedeutet, dass
+        wir keinen inverse telecine-Filter wie <option>pullup</option> oder
+        <option>filmdint</option> anwenden müssen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Als Nächstes wollen wir das passende Ausschnittsrechteck bestimmen, also
+        verwenden wir den crop-Erkennungsfilter:
+
+        <screen>mplayer dvd://1 -vf cropdetect</screen>
+
+        Stelle sicher, dass du einen voll gefüllten Frame anstrebst (wie zum
+        Beispiel eine helle Szene), und dass du diese Ausgabe in
+        <application>MPlayer</application>s Konsole siehst:
+
+        <screen>crop area: X: 0..719  Y: 57..419  (-vf crop=720:362:0:58)</screen>
+
+        Wir spielen den Film dann mit diesem Filter ab, um seine Korrektheit zu testen:
+
+        <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:362:0:58</screen>
+
+        Und wir sehen, dass er einfach perfekt aussieht. Als Nächstes vergewissern wir
+        uns, dass Breite und Höhe ein Vielfaches von 16 sind. Die Breite ist gut,
+        aber die Höhe ist es nicht. Da wir in der 7-ten Klasse in Mathe nicht gefehlt
+        haben, wissen wir, dass das am nähesten liegende Vielfache von 16 kleiner
+        als 362 der Wert 352 ist (Taschenrechner ist erlaubt).
+      </para>
+
+      <para>
+        Wir könnten einfach <option>crop=720:352:0:58</option> verwenden, aber es wäre
+        nett, ein bisschen von oben und ein bisschen von unten wegzunehmen, sodass
+        wir zentriert bleiben. Wir haben die Höhe um 10 Pixel schrumpfen lassen, aber
+        wir wollen das y-Offset nicht um 5 Pixel erhöhen, da dies eine ungerade Zahl
+        ist und die Qualität nachteilig beeinflussen würde. Statt dessen werden wir
+        das y-Offset um 4 Pixel erhöhen:
+
+        <screen>mplayer dvd://1 -vf crop=720:352:0:62</screen>
+
+        Ein anderer Grund, Pixel von beidem - oben und unten - abzuschnipseln ist,
+        dass wir sicher gehen wollen, jegliches halbschwarze Pixel eliminiert zu
+        haben, falls welche existieren. Beachte, falls das Video telecined
+        ist, stelle sicher, dass der <option>pullup</option>-Filter (oder für
+        welchen umgekehrten telecine-Filter auch immer du dich entschieden hast)
+        in der Filterkette auftaucht, bevor du zuschneidest. Ist es interlaced,
+        deinterlace es vor dem Zuschneiden.
+        (Wenn du dich entscheidest, interlaced Video beizubehalten, dann vergewissere dich, dass
+        das vertikale crop-Offset ein Vielfaches von 4 ist.)
+      </para>
+
+      <para>
+        Wenn du wirklich besorgt um den Verlust dieser 10 Pixel bist, ziehst du
+        statt dessen etwa das Herunterskalieren der Abmessungen auf das am nächsten
+        liegende Vielfache von 16 vor.
+        Die Filterkette würde dann etwa so aussehen:
+
+        <screen>-vf crop=720:362:0:58,scale=720:352</screen>
+
+        Das Video auf diese Art herunter zu skalieren wird bedeuten, dass eine
+        kleine Menge Details verloren geht, obwohl es vermutlich nicht wahrnehmbar
+        sein wird. Hoch zu skalieren führt zu niedrigerer Qualität (es sei denn,
+        du erhöhst die Bitrate). Ausschneiden sondert sämtliche dieser Pixel
+        aus. Es ist ein Kompromiss, den du unter allen Umständen
+        in Betracht ziehen solltest. Zum Beispiel, wenn das DVD-Video für das Fernsehen
+        hergestellt wurde, solltest du vertikales Skalieren vermeiden, da das
+        Zeilensampling mit der Art und Weise korrespondiert, für die der Inhalt
+        ursprünglich aufgenommen wurde.
+      </para>
+
+      <para>
+        Bei der Überprüfung sehen wir, dass unser Film ordentlich Action enthält
+        und sehr viele Details, also wählen wir 2400Kbit für unsere Bitrate.
+      </para>
+
+      <para>
+        Wir sind nun bereit, die 2-pass Encodierung durchzuführen. Erster Durchlauf:
+
+<screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
+  -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=1 \
+  -o Harry_Potter_2.avi</screen>
+
+        Und der zweite Durchlauf ist derselbe, außer dass wir <option>vpass=2</option>
+        festlegen:
+
+<screen>mencoder dvd://1 -ofps 24000/1001 -oac copy -vf pullup,softskip,crop=720:352:0:62,hqdn3d=2:1:2 -ovc lavc \
+  -lavcopts vcodec=mpeg4:vbitrate=2400:v4mv:mbd=2:trell:cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3:autoaspect:vpass=2 \
+  -o Harry_Potter_2.avi</screen>
+      </para>
+
+      <para>
+        Die Optionen <option>v4mv:mbd=2:trell</option> werden die Qualität
+        außerordentlich erhöhen, auf Kosten der Encodierdauer. Es gibt
+        einen kleinen Grund, diese Optionen auszulassen, wenn das Primärziel
+        die Qualität ist. Die Optionen
+        <option>cmp=3:subcmp=3:mbcmp=3</option> wählen eine Vergleichsfunktion,
+        die eine höhere Qualität liefert als die Standardeinstellungen.
+        Du darfst mit diesem Parameter rumexperimentieren (ziehe die Manpage
+        zu möglichen Werten zu Rate) da verschiedene Funktionen abhängig vom
+        Quellmaterial einen starken Einfluss auf die Qualität haben. Wenn du zum Beispiel
+        meinst, dass <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> zu
+        viele Blockartefakte produziert, könntest du ja das experimentelle
+        NSSE als Vergleichsfunktion via <option>*cmp=10</option> wählen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Für diesen Film wird das resultierende AVI 138 Minuten lang und nahezu
+        3GB groß sein. Und weil du erzählt hast, dass eine große Datei nichts
+        ausmacht, ist dies eine perfekt akzeptierbare Größe. Wolltest du sie aber
+        kleiner haben, könntest du eine niedrigere Bitrate hernehmen. Erhöhte
+        Bitraten haben verminderte Rückgaben, während wir also deutlich eine
+        Verbesserung von 1800Kbit nach 2000Kbit sehen, ist es oberhalb 2000Kbit
+        nicht so auffällig. Fühl dich frei solange herum zu experimentieren bis
+        du glücklich bist.
+      </para>
+
+      <para>
+        Weil wir das Quellvideo durch einen Denoise-Filter geschickt haben,
+        könntest du einige davon während des Playbacks wieder hinzufügen wollen.
+        Dies zusammen mit dem Nachbearbeitungsfilter <option>spp</option>
+        verbessert die Wahrnehmung der Qualität drastisch und hilft dabei,
+        blockhafte Artefakte aus dem Video zu eliminieren.
+        Mit <application>MPlayer</application>s Option <option>autoq</option>
+        kannst du den Nachbearbeitungsaufwand des spp-Filters abhängig von der
+        verfügbaren CPU variieren. An dieser Stelle kannst du auch Gamma- und/oder
+        Farbkorrektur zur besten Anpassung an dein Display verwenden, wenn du willst.
+        Zum Beispiel:
+
+        <screen>mplayer Harry_Potter_2.avi -vf spp,noise=9ah:5ah,eq2=1.2 -autoq 3</screen>
+      </para>
+
+    </sect2>
+  </sect1>
+
+
+  <sect1 id="menc-feat-xvid">
+    <title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Codec</title>
+
+    <para>
+      <systemitem class="library">XviD</systemitem> ist eine freie
+      Programmbibliothek zum Encodieren von MPEG-4 ASP-Videostreams.
+      Bevor du mit <link linkend="xvid"> zu encodieren beginnst, musst du
+        <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
+    </para>
+
+    <para>
+      Dieses Handbuch beabsichtigt, sich vorwiegend durch dieselbe Art von
+      Informationen auszuzeichnen wie x264's Encodier-Handbuch.
+      Beginne deshalb damit,
+      <link linkend="menc-feat-x264-encoding-options-intro">den ersten Teil</link>
+      dieses Handbuchs zu lesen.
+    </para>
+
+
+    <sect2 id="menc-feat-xvid-intro">
+      <title>Welche Optionen sollte ich verwenden, um die besten Resultate zu erzielen?</title>
+
+      <para>
+        Bitte beginne mit der Durchsicht der
+        <systemitem class="library">XviD</systemitem>-Sektion von
+        <application>MPlayer</application>s Manpage.
+        Diese Sektion ist als Ergänzung zur Manpage zu verstehen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die Standardeinstellungen von XviD sind bereits ein guter Kompromiss zwischen
+        Geschwindigkeit und Qualität, deshalb kannst du ruhig bei ihnen
+        bleiben, wenn nachfolgender Abschnitt dich allzusehr ins Grübeln bringt.
+      </para>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-options">
+      <title>Encodieroptionen von <systemitem class="library">XviD</systemitem></title>
+
+      <itemizedlist>
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">vhq</emphasis>
+            Diese Einstellung betreffen den Entscheidungsalgorithmus für
+            Macroblöcke, wobei gilt, je höher die Einstellung desto weiser die
+            Entscheidung.
+            Die Standardeinstellung kann für jede Encodierung sicher verwendet
+            werden, während höhere Einstellungen immer für PSNR hilfreich, jedoch
+            signifikant langsamer sind.
+            Nimm bitte zur Kenntnis, dass ein besserer PSNR nicht notwedigerweise
+            bedeutet, dass das Bild besser aussehen wird, aber er zeigt dir, dass
+            du näher am Original bist.
+            Wird er deaktiviert, beschleunigt dies die Encodierung spürbar; wenn
+            Geschwindigkeit ein Kriterium für dich ist, kann dieser Kompromiss es wert sein.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">bvhq</emphasis>
+            Dies erledigt dieselbe Arbeit wie vhq, macht dies jedoch bei B-Frames.
+            Es hat einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, und
+            verbessert geringfügig die Qualität (um etwa +0.1dB PSNR).
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">max_bframes</emphasis>
+            Eine höhere Anzahl von erlaubten hintereinander folgenden B-frames verbessert
+            gewöhnlich die Komprimierbarkeit, obwohl dies auch zu mehr Blockartefakten
+            führt.
+            Die Standardeinstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Komprimierbarkeit
+            und Qualität, aber wenn du Bitraten-hungrig bist kannst du sie bis auf 3
+            hochschrauben.
+            Du kannst sie auch auf 1 oder 0 verringern, wenn du auf perfekte Qualität
+            abzielst, wenngleich du in diesem Fall sicherstellen solltest, dass deine
+            Zielbitrate hoch genug ist, um zu gewährleisten, dass der Encoder nicht
+            die Quantisierer höher setzen muss, um den Wert zu erreichen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">bf_threshold</emphasis>
+            Dies kontrolliert die B-Frame-Empfindlichkeit des Encoders, wobei ein
+            höherer Wert dazu führt, dass mehr B-Frames angewendet werden (und
+            umgekehrt).
+            Diese Einstellung muss zusammen mit <option>max_bframes</option>
+            verwendet werden; bist du Bitraten-hungrig, solltest du beides erhöhen,
+            <option>max_bframes</option> und <option>bf_threshold</option>,
+            während du <option>max_bframes</option> erhöhen und
+            <option>bf_threshold</option> verringern kannst, sodass der Encoder
+            B-Frames nur an Stellen anwendet, die diese auch
+            <emphasis role="bold">wirklich</emphasis> brauchen.
+            Eine niedrigere Zahl an <option>max_bframes</option> und ein höherer Wert
+            bei <option>bf_threshold</option> ist möglicherweise keine kluge Wahl,
+            da dies den Encoder zwingt, B-Frames in Stellen zu setzen, die nicht
+            davon profitieren würden und dies daher die visuelle Qualität reduziert.
+            Wie auch immer, wenn du mit Standalone-Playern kompatibel bleiben musst,
+            die nur alte DivX-Profile unterstützen (der wiederum höchstens einen
+            aufeinander folgenden B-Frame unterstützt), wäre dies dein einziger Weg,
+            die Komprimierbarkeit mittels B-Frames zu verbessern.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">trellis</emphasis>
+            Optimiert den Quantisierungsprozess um einen optimalen Kompromiss
+            zwischen PSNR und Bitrate zu erhalten, was signifikant Bit-sparend
+            wirkt.
+            Diese Bits können woanders im Video wieder verwendet werden
+            und verbessern die visuelle Gesamtqualität.
+            Du solltest es immer eingeschaltet lassen, da sein Einfluss auf
+            die Qualität gewaltig ist.
+            Gerade wenn du Geschwindigkeit haben willst, darfst du es nicht
+            deaktivieren, solange du nicht <option>vhq</option>
+            und alle anderen CPU-hungrigeren Optionen auf
+            ein Minimum heruntergesetzt hast.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">hq_ac</emphasis>
+            Aktiviert die Vorhersagemethode für einen besseren Koeffizientenaufwand, was
+            die Dateigröße leicht um etwa 0.15 bis 0.19% reduziert (was mit einer
+            PSNR-Erhöhung um weniger als 0.01dB einhergeht), während es eine
+            vernachlässigbar kleine Einwirkung auf die Geschwindigkeit hat.
+            Es empfiehlt sich deshalb, dies immer eingeschaltet zu lassen.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">cartoon</emphasis>
+            Entworfen, um Kartoon-Inhalt besser zu encodieren, und hat keine Auswirkung
+            auf die Geschwindigkeit, da es lediglich die Heuristiken zur Bestimmung des
+            Modus für diese Art Inhalt abstimmt.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">me_quality</emphasis>
+            Diese Einstellung ist da, um die Präzision der Bewegungseinschätzung zu
+            kontrollieren.
+            Je höher <option>me_quality</option>, desto präziser wird die Schätzung
+            der Originalbewegung sein, und desto besser wird der resultierende Ausschnitt
+            die Originalbewegung einfangen.
+          </para>
+
+          <para>
+            Die Standardeinstellung ist in jedem Fall die beste;
+            folglich ist es nicht empfehlenswert, sie herunter zu drehen,
+            es sei denn du hast es wirklich auf Geschwindigkeit abgesehen,
+            da alle durch eine gute Bewegungseinschätzung gesparten Bits
+            woanders verwendet würden, was die Gesamtqualität verbessern
+            würde.
+            Gehe deshalb nie unter 5, selbst wenn es der letzte Ausweg
+            sein sollte.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">chroma_me</emphasis>
+            Verbessert die Bewegungsabschätzung dadurch, dass auch die
+            chroma-(Farb)-Informationen einbezogen werden, wobei
+            <option>me_quality</option> alleine nur luma (Graustufen)
+            verwendet.
+            Dies verlangsamt die Encodierung um 5-10%, verbessert aber die
+            visuelle Qualität durch Reduzieren von Blockeffekten ein wenig
+            und reduziert die Dateigröße um rund 1.3%.
+            Wenn du Geschwindigkeit haben willst, solltest du diese Option
+            deaktivieren, bevor du anfängst zu überlegen,
+            <option>me_quality</option> zu reduzieren.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">chroma_opt</emphasis>
+            Ist dafür vorgesehen, die chroma-Bildqualität rund um reine
+            weiße/schwarze Kanten zu verbessern, eher noch als die
+            Kompression zu verbessern.
+            Dies kann dabei helfen, den &quot;Rote Stufen&quot;-Effekt zu reduzieren.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">lumi_mask</emphasis>
+            Versucht, weniger Bitrate auf den Teil eines Bildes zu übergeben,
+            der vom menschlichen Auge nicht gut zu sehen ist, was dem Encoder
+            erlauben sollte, die eingesparten Bits auf wichtigere Teile des
+            Bildes anzuwenden.
+            Die durch diese Option gewonnene Encodierungsqualität hängt in
+            hohem Maße von persönlichen Vorlieben und von Monitortyp und
+            dessen Einstellungen ab (typischerweise wird es nicht gut aussehen,
+            wenn er hell oder ein TFT-Monitor ist).
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">qpel</emphasis>
+            Hebt die Anzahl Kandidaten der Bewegungsvektoren durch
+            Erhöhung der Präzision der Bewegungsabschätzung von einem
+            halben Pixel (halfpel) auf ein viertel Pixel
+            (quarterpel) an.
+            Die Idee dahinter ist, bessere Bewegungsvektoren zu finden,
+            was wiederum die Bitrate reduziert (deshalb wird die Qualität
+            verbessert).
+            Bewegungsvektoren mit viertel Pixel Präzision brauchen ein
+            paar Extrabits für die Codierung, die Bewegungsvektoren ergeben aber
+            nicht immer ein (viel) besseres Resultat.
+            Sehr oft verbraucht der Codec dennoch Bits für die Extrapräzision,
+            jedoch wird im Gegenzug eine geringe oder keine Extraqualität
+            gewonnen.
+            Unglücklicherweise gibt es keinen Weg, den möglichen Gewinn von
+            <option>qpel</option> vorzuaussagen, also musst du eigentlich
+            mit und ohne encodieren, um sicher zu gehen.
+          </para>
+          <para>
+            <option>qpel</option> kann fast die doppelte Encodierzeit in
+            Anspruch nehmen und erfordert etwa 25% mehr
+            Verarbeitungsleistung fürs Decodieren.
+            Es wird nicht von allen Standalone-Playern unterstützt.
+          </para>
+        </listitem>
+
+        <listitem>
+          <para>
+            <emphasis role="bold">gmc</emphasis>
+            Versucht, Bits beim Schwenken von Szenen einzusparen, indem es einen
+            einzelnen Bewegungsvektor für den gesamten Frame verwendet.
+            Dies erhöht fast immer den PSNR, verlangsamt aber signifikant
+            die Encodierung (genauso wie die Decodierung).
+            Deshalb solltest du es nur nutzen, wenn du <option>vhq</option>
+            auf das Maximum gestellt hast.
+            <systemitem class="library">XviD</systemitem>s GMC ist höher
+            entwickelt als das von DivX, wird aber nur von ein paar
+            Standalone-Playern unterstützt.
+          </para>
+        </listitem>
+
+      </itemizedlist>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-xvid-encoding-profiles">
+      <title>Encodierung Profile</title>
+      <para>
+        XviD unterstützt Encodierungsprofile über die Option <option>profile</option>,
+        die dazu verwendet werden, den Eigenschaften des XviD-Videostreams
+        Restriktionen so aufzuerlegen, dass es überall dort abgespielt werden kann,
+        wo das gewählte Profil unterstützt wird.
+        Die Restriktionen beziehen sich auf Auflösungen, Bitraten und
+        bestimmte MPEG-4-Features.
+        Die folgende Tabelle zeigt, was jedes Profil unterstützt.
+      </para>
+      <informaltable>
+        <tgroup cols="16" align="center">
+          <colspec colnum="1"  colname="col1"/>
+          <colspec colnum="2"  colname="col2"/>
+          <colspec colnum="3"  colname="col3"/>
+          <colspec colnum="4"  colname="col4"/>
+          <colspec colnum="5"  colname="col5"/>
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+          <colspec colnum="15" colname="col15"/>
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+          <colspec colnum="17" colname="col17"/>
+          <spanspec spanname="spa2-5"   namest="col2" nameend="col5"/>
+          <spanspec spanname="spa6-11"  namest="col6" nameend="col11"/>
+          <spanspec spanname="spa12-17" namest="col12" nameend="col17"/>
+          <tbody>
+            <row>
+              <entry></entry>
+              <entry spanname="spa2-5">Einfach</entry>
+              <entry spanname="spa6-11">Einfach erweitert</entry>
+              <entry spanname="spa12-17">DivX</entry>
+            </row>
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+              <entry>Profilname</entry>
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+              <entry>Höchstwert mittlere Bitrate über 3 Sek. [kbps]</entry>
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+              <entry>Adaptive Quantisierung</entry>
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+              <entry>Interlaced Encodierung</entry>
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+            <row>
+              <entry>Viertelpixel</entry>
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+            </row>
+            <row>
+              <entry>Globale Bewegungskompensierung</entry>
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+              <entry>X</entry>
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+              <entry></entry>
+            </row>
+          </tbody>
+        </tgroup>
+      </informaltable>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-xvid-example-settings">
+      <title>Encodierungseinstellungen Beispiele</title>
+
+      <para>
+        Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
+        Kombinationen von Encodierungsoptionen, die den Kompromiss
+        zwischen Geschwindigkeit gegenüber Qualität bei gleicher
+        Zielbitrate betreffen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Alle Encodierungseinstellungen wurden auf einem Beispielvideo
+        mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
+        und der Rechner war ein
+        AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
+        Jede Encodierungseinstellung zeichnet sich aus durch die gemessene
+        Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und den PSNR-Verlust
+        (in dB) im Vergleich zu Einstellungen für &quot;sehr hohe Qualität&quot;.
+        Bitte hab Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelldatei,
+        deinem Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche
+        Resultate erzielen wirst.
+      </para>
+
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="4">
+            <thead>
+              <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodieroptionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>chroma_opt:vhq=4:bvhq=1:quant_type=mpeg</option></entry>
+                <entry>16fps</entry>
+                <entry>0dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>vhq=2:bvhq=1:chroma_opt:quant_type=mpeg</option></entry>
+                <entry>18fps</entry>
+                <entry>-0.1dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Schnell</entry>
+                <entry><option>turbo:vhq=0</option></entry>
+                <entry>28fps</entry>
+                <entry>-0.69dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Echtzeit</entry>
+                <entry><option>turbo:nochroma_me:notrellis:max_bframes=0:vhq=0</option></entry>
+                <entry>38fps</entry>
+                <entry>-1.48dB</entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+      </para>
+    </sect2>
+
+  </sect1>
+
+  <sect1 id="menc-feat-x264">
+    <title>Encodieren mit dem <systemitem class="library">x264</systemitem>-Codec</title>
+    <para>
+      <systemitem class="library">x264</systemitem> ist eine freie
+      Programmbibliothek zum Encodieren von H.264/AVC-Videostreams.
+      Bevor du mit <link linkend="xvid"> zu encodieren beginnst, musst
+      du <application>MEncoder</application> so einstellen, dass er es unterstützt</link>.
+    </para>
+
+    <sect2 id="menc-feat-x264-encoding-options">
+      <title>Encodieroptionen von x264</title>
+
+      <para>
+        Bitte beginne mit der Durchsicht der
+        <systemitem class="library">x264</systemitem>-Sektion von
+        <application>MPlayer</application>s Manpage.
+        Diese Sektion ist als Anhang zur Manpage vorgesehen.
+        Hier wirst du Schnellhinweise dazu finden, welche Optionen am
+        wahrscheinlichsten die meisten Leute interessieren. Die Manpage
+        ist knapper gehalten, aber auch vollständiger, und zeigt oft
+        viel bessere technische Details.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-intro">
+        <title>Einführung</title>
+        <para>Dieses Handbuch berücksichtigt zwei Hauptkategorien der Encodieroptionen:</para>
+
+        <orderedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              Optionen, die hauptsächlich Encodierdauer gegenüber Qualität abwägen
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              Optionen, die zur Erfüllung zahlreicher persönlicher Vorlieben und spezieller Anforderungen nützlich sind
+            </para>
+          </listitem>
+        </orderedlist>
+
+        <para>
+          Letztendlich kannst nur du entscheiden, welche Optionen für deine
+          Zwecke am besten geeignet sind. Die Entscheidung für die erste
+          Klasse der Optionen ist die einfachste:
+          Du musst nur entscheiden, ob du denkst, dass Qualitätsunterschiede
+          Geschwindigkeitsunterschiede rechtfertigen. Für die zweite Klasse
+          der Optionen sind die Vorzüge weitaus subjektiver, und mehr Faktoren
+          können involviert sein. Beachte, dass manche der Optionen für
+          &quot;persönliche Vorlieben und spezielle Anforderungen&quot;
+          noch große Auswirkungen auf Geschwindigkeit oder Qualität haben können,
+          das ist aber nicht, wozu sie primär benutzt werden. Ein paar der
+          Optionen für &quot;persönliche Vorlieben&quot; können sogar Änderungen
+          verursachen, die für manche Leute besser aussehen aber schlechter
+          für andere.
+        </para>
+
+        <para>
+          Bevor du fortfährst, musst du verstehen, dass dieses Handbuch nur
+          eine Qualitätsmetrik verwendet: globaler PSNR.
+          Für eine kurze Erklärung, was PSNR ist, schau dir
+          <ulink url="http://en.wikipedia.org/wiki/PSNR">den Wikipedia-Artikel zu PSNR</ulink>
+          an.
+          Globaler PSNR ist die letzte gemeldete PSNR-Nummer, wenn du die
+          Option <option>psnr</option> in <option>x264encopts</option>
+          einbindest.
+          Jedesmal wenn du eine Forderung nach PSNR liest, ist eine der Annahmen
+          hinter dieser Forderung, dass gleiche Bitraten verwendet werden.
+        </para>
+
+        <para>
+          Nahezu alle dieser Handbuchkommentare unterstellen, dass du
+          2-pass anwendest.
+          Beim Vergleich der Optionen gibt es zwei Hauptgründe, 2-pass-Encodierung
+          zu nutzen.
+          Der erste ist, 2-pass bringt rund 1dB PSNR, was einen sehr
+          großen Unterschied ausmacht.
+          Der zweite ist, Optionen zu testen, indem man direkte Qualitätsvergleiche
+          zu 1-pass-Encodierung anstellt, führt einen einen wichtigen verwirrenden
+          Faktor ein: die Bitrate variiert bei jeder Encodierung oft signifikant.
+          Es ist nicht immer einfach zu sagen, ob Qualitätsänderungen vorwiegend
+          auf geänderte Optionen zurückzuführen sind oder ob sie meist
+          essentielle, zufällige Unterschiede in der erhaltenen Bitrate reflektieren.
+        </para>
+
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-speedvquality">
+        <title>Optionen die primär Geschwindigkeit und Qualität betreffen</title>
+
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">subq</emphasis>:
+              Von den Optionen, die dir erlauben, einen Kompromiss zwischen
+              Geschwindigkeit und Qualität einzugehen, sind <option>subq</option>
+              und <option>frameref</option> (siehe unten) gewöhnlich die bei weitem
+              wichtigsten.
+              Wenn du dich für die Optimierung von entweder Geschwindigkeit oder Qualität
+              interessierst, sind diese die ersten, die du in Erwägung ziehen solltest.
+              Bei der Dimension Geschwindigkeit, interagieren die Optionen
+              <option>frameref</option> und <option>subq</option> ziemlich stark
+              miteinander.
+              Die Erfahrung zeigt, dass mit einem Referenzframe <option>subq=5</option>
+              (die Standardeinstellung) das ganze etwa 35% mehr Zeit in Anspruch nimmt als
+              <option>subq=1</option>.
+              Mit 6 Referenzframes wächst der Nachteil auf 60%.
+              Der Effekt, den <option>subq</option> auf den PSNR ausübt, scheint ziemlich
+              konstant zu sein, ungeachtet der Anzahl der Referenzframes.
+              Typischerweise erreicht <option>subq=5</option> einen 0.2-0.5 dB höheren globalen
+              PSNR im Vergleich zu <option>subq=1</option>.
+              Dies ist gewöhnlich ausreichend, um sichtbar zu werden.
+            </para>
+            <para>
+              <option>subq=6</option> ist der langsamste Modus mit der höchsten
+              Qualität.
+              Im Vergleich zu <option>subq=5</option> gewinnt sie gewöhnlich 0.1-0.4 dB
+              globalen PSNR mit Geschwindigkeitseinbußen, die sich zwischen 25%-100%
+              bewegen.
+              Im Unterschied zu anderen Levels von <option>subq</option> hängt das
+              Verhalten von <option>subq=6</option> nicht sehr von <option>frameref</option>
+              und <option>me</option> ab.  Statt dessen hängt die Effektivität von
+              <option>subq=6</option> größtenteils von der Anzahl der verwendeten
+              B-Frames ab. Im Normalgebrauch bedeutet dies, <option>subq=6</option>
+              hat einen großen Einfluss auf Geschwindigkeit und Qualität
+              in komplexen, stark bewegten Szenen, kann aber auch einen geringen Effekt
+              in Szenen mit wenig Bewegung haben. Beachte, dass dennoch empfohlen wird,
+              <option>bframes</option> immer auf etwas anderes als null
+              zu setzen (siehe unten).
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">frameref</emphasis>:
+              <option>frameref</option> ist per Voreinstellung auf 1 gesetzt, jedoch
+              solltest du deshalb nicht darauf schließen, dass es unbedingt
+              auf 1 gesetzt sein muss.
+              Allein die Erhöhung von <option>frameref</option> auf 2 bringt rund
+              0.15dB PSNR mit einem Geschwindigkeitsnachteil von 5-10%; dies sieht nach
+              einem guten Kompromiss aus.
+              <option>frameref=3</option> bringt rund 0.25dB PSNR mehr als
+              <option>frameref=1</option>, was einen sichtbaren Unterschied machen
+              sollte.
+              <option>frameref=3</option> ist rund 15% langsamer als
+              <option>frameref=1</option>.
+              Leider setzen vermindernde Rückgaben schnell ein.
+              <option>frameref=6</option> kann erwartungsgemäß nur
+              0.05-0.1 dB mehr als <option>frameref=3</option> bei zusätzlichen
+              15% Geschwindigkeitsnachteil.
+              Oberhalb <option>frameref=6</option> sind die Qualitätsgewinne
+              für gewöhnlich sehr klein (obwohl du während der ganzen Diskussion
+              im Kopf behalten solltest, dass sie abhängig von deiner Quelle stark
+              variieren können).
+              In einem ziemlich typischen Fall wird <option>frameref=12</option>
+              den globalen PSNR um ein bisschen mehr als 0.02dB gegenüber
+              <option>frameref=6</option> verbessern, bei Geschwindigkeitseinbußen
+              von 15%-20%.
+              Bei so hohen <option>frameref</option>-Werten ist das wirklich
+              einzig Gute, dass man sagen kann, dass ein weiteres Anheben dieses
+              Wertes ziemlich sicher nie den PSNR <emphasis role="bold">schädigen</emphasis>
+              wird, jedoch sind zusätzliche Qualitätsvorteile sogar kaum messbar,
+              geschweige denn wahrnehmbar.
+            </para>
+            <note><title>Beachte:</title>
+              <para>
+                Das Erhöhen von <option>frameref</option> auf unnötig hohe Werte
+                <emphasis role="bold">kann</emphasis> und
+                <emphasis role="bold">tut dies üblicherweise auch</emphasis>
+                die Codiereffizienz schädigen, wenn du CABAC ausschaltest.
+                Mit eingeschaltetem CABAC (das Standardverhalten) scheint die
+                Möglichkeit, <option>frameref</option> &quot;zu hoch&quot;
+                zu setzen, gegenwärtig zu weit entfernt um sich Sorgen zu machen,
+                und in der Zukunft werden womöglich Optimierungen diese Möglichkeit
+                ganz und gar ausschließen.
+              </para>
+            </note>
+            <para>
+              Wenn du auf Geschwindigkeit abzielst, ist ein vernünftiger
+              Kompromiss, im ersten Durchgang niedrigere <option>subq</option>- und
+              <option>frameref</option>-Werte zu nehmen, und sie danach im
+              zweten Durchgang zu erhöhen.
+              Typischerweise hat dies einen vernachlässigbar negativen Effekt
+              auf die Encodierqualität: Du wirst womöglich unter 0.1dB PSNR
+              verlieren, was viel zu klein für einen sichtbaren Unterschied
+              sein sollte.
+              Trotzdem, unterschiedliche Werte für <option>frameref</option>
+              können auf verschiedene Weise die Frametypenbestimmung beeinflussen.
+              Höchstwahrscheinlich sind dies außerordentlich seltene Fälle,
+              willst du jedoch wirklich sicher gehen, ziehe in Betracht, ob
+              dein Video entweder Vollbild- respektive Einblendungsmuster
+              oder sehr große temporäre Überdeckungen enthält, was einen I-Frame
+              erzwingen könnte.
+              Passe <option>frameref</option> des ersten Durchgangs so an,
+              dass es groß genug ist, die Dauer des Einblendungszyklus
+              (oder der Überdeckungen) zu enthalten.
+              Zum Beispiel, wenn die Szene zwischen zwei Bildern über eine
+              Zeitspanne von drei Frames rückwärts und vorwärts springt,
+              setze <option>frameref</option> des ersten Durchgangs auf 3
+              oder höher.
+              Dieser Sachverhalt kommt vermutlich extrem selten in
+              Videomaterial mit Live Action vor, erscheint aber manchmal
+              bei eingefangenen Computerspiel-Sequenzen.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">me</emphasis>:
+              Diese Option dient der Wahl der Suchmethode der Bewegungseinschätzung.
+              Diese Option zu verändern stellt einen überschaubaren Kompromiss
+              zwischen Qualität und Geschwindigkeit dar.
+              <option>me=1</option> ist nur ein paar Prozent schneller als
+              die Standardsuche, auf Kosten von unter 0.1dB globalem PSNR. Die
+              Standardeinstellung (<option>me=2</option>) ist ein angemessener
+              Kompromiss zwischen Qualität und Geschwindigkeit.
+              <option>me=3</option> bringt ein wenig unter 0.1dB globalem PSNR,
+              mit Geschwindigkeitsnachteil, der abhängig von <option>frameref</option>
+              variiert. Bei hohen <option>frameref</option>-Werten (z.B. 12 oder so)
+              ist <option>me=3</option> etwa 40% langsamer als die Standardeinstellung
+              <option>me=2</option>. Mit <option>frameref=3</option> fällt der
+              Geschwindigkeitsnachteil auf 25%-30%.
+            </para>
+            <para>
+              <option>me=4</option> verwendet eine gründliche, für die praktische
+              Anwendung zu langsame Suche.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">4x4mv</emphasis>:
+              Diese Option aktiviert die Verwendung von 8x4, 4x8 und 4x4 Unterteilungen
+              in den vorhergesagten Macroblöcken. Sie zu aktivieren führt zu einem
+              recht beständigen Geschwindigkeitsverlust von 10%-15%. Sie ist
+              ziemlich nutzlos bei Quellen, die nur langsame Bewegungen enthalten,
+              obwohl in manchen Quellen mit sehr viel Bewegung und vielen kleinen,
+              sich bewegenden Objekten Zugewinne von etwa 0.1dB erwartet werden können.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">bframes</emphasis>:
+              Wenn du gewohnt bist, mit anderen Codecs zu encodieren, hast du
+              womöglich empfunden, dass B-Frames nicht immer nützlich sind.
+              Bei H.264 wurde dies geändert: es gibt neue Techniken und Blocktypen,
+              die in B-Frames möglich sind.
+              Für gewöhnlich kann selbst ein einfältiger Algorithmus zur Wahl
+              der B-Frames einen signifikanten PSNR-Vorteil bringen.
+              Es ist interessant festzustellen, dass die Anwendung von B-Frames
+              normalerweise den zweiten Durchgang ein bisschen beschleunigt,
+              und er kann auch eine Encodierung mit einfachem Durchgang etwas
+              schneller machen, wenn adaptive B-Frame-Bestimmung deaktiviert
+              ist.
+            </para>
+            <para>
+              Mit deaktivierter adaptiver B-Framebestimmung
+              (<option>nob_adapt</option> von <option>x264encopts</option>)
+              ist der optimale Wert für diese Einstellung normalerweise nicht
+              mehr als <option>bframes=1</option>, andernfalls leiden Szenen
+              mit sehr viel Bewegung darunter.
+              Mit aktivierter adaptiver B-Framebestimmung (das Standardverhalten)
+              ist es sicher, höhere Werte zu verwenden; der Encoder wird die Anwendung
+              von B-Frames in Szenen reduzieren, in denen sie die Kompression
+              schädigen könnten.
+              Der Encoder zieht es selten vor, mehr als 3 oder 4 B-Frames zu
+              verwenden; diese Option höher zu setzen wird einen geringen Effekt haben.
+            </para></listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">b_adapt</emphasis>:
+              Beachte: Dies ist standardmäßig eingeschaltet.
+            </para>
+            <para>
+              Ist diese Option aktiviert, wird der Encoder einen einigermaßen schnellen
+              Entscheidungsprozess zur Reduzierung der Anzahl B-Frames in Szenen anwenden, die
+              nicht viel von ihnen profitieren würden.
+              Du kannst <option>b_bias</option> dazu verwenden, zu optimieren wie
+              froh der Encoder über B-Frames sein soll.
+              Der Geschwindigkeitsnachteil adaptiver B-Frames ist gegenwärtig ziemlich
+              bescheiden, und genauso ist der potentielle Qualitätsgewinn.
+              Es sollte aber normalerweise nicht schaden.
+              Beachte, dass dies nur Geschwindigkeit und Frametypenbestimmung im ersten
+              Durchgang betrifft.
+              <option>b_adapt</option> und <option>b_bias</option> haben keinen
+              Effekt auf nachfolgende Durchgänge.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem><para>
+              <emphasis role="bold">b_pyramid</emphasis>:
+              Du kannst diese Option genauso gut aktivieren, falls du >=2 B-Frames
+              verwendest; wie die Manpage dir sagt, erreichst du eine kleine
+              Qualitätsverbesserung bei keinerlei Geschwindigkeitseinbuße.
+              Beachte, dass diese Videos von libavcodec-basierten Decodern
+              älter als etwa 5. März 2005 nicht gelesen werden können.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">weight_b</emphasis>:
+              In typischen Fällen gibt es nicht viel Gewinn mit dieser Option.
+              Trotzdem, in überblendenden oder ins Schwarze übergehenden Szenen
+              liefert die gewichtete Vorhersage ziemlich große Einsparungen bei der Bitrate.
+              In MPEG-4 ASP wird ein Übergang ins Schwarze gewöhnlich am besten
+              als eine Serie aufwändiger I-Frames codiert; das Verwenden einer
+              gewichteten Vorhersage in B-Frames macht es möglich, wenigstens
+              manche von diesen in viel kleinere B-Frames zu wandeln.
+              Der Verlust an Encodierzeit ist minimal, da keine extra Bestimmungen
+              vorgenommen werden müssen.
+              Auch werden die CPU-Anforderungen des Encoders, im Gegensatz zu den
+              Einschätzungen mancher Leute, von gewichteter Vorhersage nicht sonderlich
+              beeinflusst, ansonsten bleibt alles gleich.
+            </para>
+            <para>
+              Leider hat der aktuelle Algorithmus zur adaptiven B-Frame-Bestimmung
+              eine starke Tendenz, B-Frames während des Fadens zu verhindern.
+              Bis sich dies ändert, kann es eine gute Idee sein,
+              <option>nob_adapt</option> zu deinen x264encopts hinzuzufügen, falls
+              du erwartest, dass Fades einen großen Effekt in deinem jeweiligen
+              Videoclip erzeugen.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-x264-encoding-options-misc-preferences">
+        <title>Diverse Eigenschaften betreffende Optionen</title>
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">2-pass-Encodierung</emphasis>:
+              Oben wurde vorgeschlagen, immer 2-pass-Encodierung anzuwenden.
+              Es gibt aber durchaus Gründe, dies nicht zu tun. Beispielsweise bist du,
+              wenn du Live-TV aufnimmst und in Echtzeit encodierst,
+              gezwungen, einen einzigen Durchgang zu verwenden.
+              Auch ist ein Durchgang offensichtlich schneller als zwei Durchgänge;
+              wenn du exakt die gleichen Optionen bei beiden Durchgängen anwendest,
+              ist das Encodieren in zwei Durchgängen mindestens zweimal so langsam.
+            </para>
+            <para>
+              Noch gibt es sehr gute Gründe, in zwei Durchgängen zu encodieren.
+              Zum einen ist Ratenkontrolle in einem Durchgang kein Allheilmittel.
+              Sie trifft oft eine unvernünftige Auswahl, weil sie das große
+              Bild nicht sehen kann. Zum Beispiel angenommen, du hast ein zwei Minuten
+              langes Video bestehend aus zwei ausgeprägten Hälften.  Die erste Hälfte
+              besitzt eine 60 Sekunden dauernde Szene mit sehr viel Bewegung, die
+              einzeln für sich etwa 2500kbps benötigt, um anständig auszusehen.
+              Direkt daruffolgend kommt eine viel weniger anspruchsvolle 60 Sekunden
+              lange Szene, die bei 300kbps gut aussieht. Angenommen du forderst in
+              der Theorie 1400kbps an, was beiden Szenen ausreichend entgegenkommen
+              würde. Die Ratenkontrolle in einem Durchgang wird in diesem Fall
+              ein paar &quot;Fehler&quot; machen. Zuallererst wird es in beiden Segmenten
+              1400kbps anpeilen. Das erste Segment könnte schwer überquantisiert enden,
+              was es unakzeptabel und unangemessen blockhaft aussehen lässt.
+              Das zweite Segment wird schwer unterquantisiert sein; es sieht vielleicht
+              perfekt aus, aber der Bitratenverlust dieser Perfektion wird komplett
+              unangemessen sein.
+              Noch schwerer vermeidbar ist das Problem am Übergang beider Szenen.
+              Die ersten Sekunden der Hälfte mit wenig Bewegung wird enorm
+              überquantisiert sein, weil die Ratenkontrolle noch die Art Anforderung
+              an die Bitrate erwartet, der sie in der ersten Hälfte des Videos begegnet
+              war. Diese &quot;Fehlerperiode&quot; der extrem überquantisierten Szene
+              mit wenig Bewegung wird fürchterlich schlecht aussehen, und wird sogar
+              weniger als die 300kbps in Anspruch nehmen als das, was sie genommen hätte, um annehmbar
+              auszusehen. Es gibt Mittel und Wege, diese Fälle des Encodierens in einem
+              Durchgang zu mildern, diese werden allerdingst dahin tendieren, die
+              fehlerhaften Vorhersagen der Bitraten zu häufen.
+            </para>
+            <para>
+              Multipass-Ratenkontrolle kann gegenüber der eines einzigen Durchgangs
+              enorm große Vorteile bieten.
+              Indem sie die im ersten Encodierungsdurchlauf gesammelte Statistik
+              verwendet, kann der Encoder mit angemessener Genauigkeit den Aufwand
+              (in Bit) abschätzen, den das Encodieren jeden gegebenen Frames bei
+              jedem gegebenen Quantisierer erfordert. Dies erlaubt eine viel
+              rationalere, besser geplante Zuweisung von Bits zwischen den
+              bithungrigen Szenen mit viel Bewegung und denen bescheidenen mit
+              wenig Bewegung.
+              Siehe <option>qcomp</option> unten für einige Ideen darüber, wie man
+              diese Zuweisungen nach seinem Geschmack optimiert.
+            </para>
+            <para>
+              Darüber hinaus brauchen zwei Durchgänge zweimal so lang wie ein Durchgang.
+              Du kannst die Optionen im ersten Durchgang auf höhere Geschwindigkeit
+              und niedrigere Qualität optimieren.
+              Wenn du deine Optionen geschickt wählst, kannst du einen sehr schnellen
+              ersten Durchgang hinkriegen.
+              Die resultierende Qualität im zweiten Durchgang wird geringfügig niedriger
+              ausfallen, weil die Größenvorhersage weniger akkurat ist, jedoch
+              ist die Qualitätsdifferenz normalerweise viel zu klein, um sichtbar zu sein.
+              Versuche zum Beispiel <option>subq=1:frameref=1</option> zu
+              <option>x264encopts</option> des ersten Durchgangs hinzuzufügen.
+              Verwende dann im zweiten Durchgang langsamere, hochwertigere Optionen:
+              <option>subq=6:frameref=15:4x4mv:me=3</option>
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">Encodierung mit drei Durchgängen</emphasis>?
+
+              x264 bietet die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl aufeinander folgender
+              Durchgänge auszuführen. Wenn du <option>pass=1</option> im ersten Durchgang
+              spezifizierst, dann verwende <option>pass=3</option> im nachfolgenden
+              Durchgang, der nachfolgende Durchgang wird beides tun, die Statistik des
+              vorhergehenden Durchgangs lesen und seine eigene Statistik schreiben.
+              Ein zusätzlicher Durchgang, der diesem folgt, wird eine sehr gute Basis
+              haben, von der aus er hochpräzise Vorhersagen der Framegrößen bei
+              einem gewählten Quantisierer machen kann.
+              In der Praxis ist der damit erzielte gesamte Qualitätsgewinn
+              gewöhnlich nahezu null, und ziemlich wahrscheinlich resultiert ein dritter
+              Durchgang in einem geringfügig schlechteren globalen PSNR als der Durchgang
+              davor. In der typischen Anwendung helfen drei Durchgänge, wenn du entweder
+              eine schleche Vorhersage der Bitraten oder schlecht aussehende Szenenübergänge
+              beim Verwenden nur eines Durchlaufs bekommst.
+              Dies passiert mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei extrem kurzen Clips.
+              Ebenso gibt es ein paar Spezialfälle, in denen drei (oder mehr) Durchgänge
+              erfahrenen Nutzern dienlich sind, aber um es kurz zu machen, dieses Handbuch
+              behandelt die Diskussion solcher speziellen Fälle nicht.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">qcomp</emphasis>:
+              <option>qcomp</option> wägt die Anzahl der für &quot;aufwändige&quot; Frames
+              mit viel Bewegung vorgesehenen Bits gegen die für &quot;weniger aufwändige&quot;
+              Frames mit wenig Bewegung ab.
+              Bei einem Extrem zielt <option>qcomp=0</option> auf eine echte konstante
+              Bitrate ab. Typischerweise würde dies Szenen mit viel Bewegung vollkommen
+              ätzend aussehen lassen, während Szenen mit wenig Bewegung womöglich absolut
+              perfekt aussehen, jedoch öfter mehr Bitrate verwenden würden, als sie es für
+              lediglich sehr gutes Aussehen bräuchten. Beim anderen Extrem
+              erreicht <option>qcomp=1</option> nahezu konstante Quantisierungsparameter
+              (QP). Ein konstanter QP sieht nicht schlecht aus, die meisten Leute meinen
+              aber, es sei vernünftiger, etwas Bitrate aus den extrem aufwändigen Szenen
+              zu nehmen (wobei dort der Qualitätsverlust micht ganz so augenfällig ist)
+              und sie wieder den Szenen zuzuweisen, die bei sehr guter Qualität leichter
+              zu encodieren sind.
+              <option>qcomp</option> ist per Voreinstellung auf 0.6 gesetzt, was für den
+              Geschmack mancher Leute etwas zu langsam sein könnte (0.7-0.8 werden im
+              Allgemeinen auch verwendet).
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
+              <option>keyint</option> ist einzig und allein zur Abwägung der
+              Durchsuchbarkeit der Datei gegenüber der Codiereffiziez da.
+              Als Standardwert ist <option>keyint</option> auf 250 gesetzt. In
+              Material mit 25fps garantiert dies, auf 10 Sekunden genau
+              suchen zu können. Wenn du meinst, es wäre wichtig und nützlich,
+              auf 5 Sekunden genau suchen zu können, setze es auf <option>keyint=125</option>;
+              dies wird der Qualität/Bitrate leicht schaden. Wenn es dir nur um Qualität
+              geht und nicht um die Durchsuchbarkeit, kannst du viel höhere Werte
+              setzen (vorausgesetzt du verstehst, daß es verringerte Resultate gibt, die verschwindend
+              klein werden oder sogar gegen null gehen). Der Videostream wird nach
+              wie vor suchbare Stellen besitzen, solange einige Szenenwechsel
+              vorhanden sind.
+            </para>
+          </listitem>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">deblockalpha, deblockbeta</emphasis>:
+              Dieses Thema ist im Begriff etwas kontrovers zu geraten.
+            </para>
+            <para>
+              H.264 definiert eine simple Deblocking-Prozedur bei I-Blöcken, die
+              von vorgegebenen Stärken und vom QP des strittigen Blocks
+              abhängigen.
+              Mit dem Standardwert werden hohe QP-Blöcke stark gefiltert, und
+              niedrige QP-Blöcke werden überhaupt nicht entblockt.
+              Die vom Standard definierten vorgegebenen Stärken sind mit
+              Bedacht gewählt und die Chancen stehen sehr gut, dass sie
+              PSNR-optimal sind, egal welches Video auch immer du zu encodieren
+              versuchst.
+              Die <option>deblockalpha</option>- und
+              <option>deblockbeta</option>-Parameter erlauben dir, Offsets festzulegen,
+              um Deblocking-Schwellen voreinzustellen.
+            </para>
+            <para>
+              Viele Leute scheinen zu glauben, es sei eine gute Idee, die Stärke
+              des Deblocking-Filters um hohe Beträge abzusenken (sagen wir -3).
+              Dies ist jedoch meist keine gute Idee, und in den meisten Fällen
+              verstehen Leute, die das machen, nicht viel davon wie Deblocking
+              standardmäßig funktioniert.
+            </para>
+            <para>
+              Die erste und wichtigste Sache, die man über den
+              in-loop-Deblocking-Filter wissen sollte, ist, dass die
+              Standardschwellenwerte meistens PSNR-optimal sind.
+              In den seltenen Fällen, in denen sie nicht optimal sind, ist das
+              ideale Offset plus oder minus 1.
+              Die Deblocking-Parameter durch einen höheren Betrag anzupassen
+              garantiert meist, dem PSNR zu schaden.
+              Das Verstärken des Filters wird mehr Details verwischen; den
+              Filter zu schwächen wird das Auftreten von Blockeffekten
+              erhöhen.
+            </para>
+            <para>
+              Es ist definitiv eine schlechte Idee, die Deblocking-Schwellenwerte
+              herabzusetzen, falls deine Quelle eine vorwiegend niedrige räumliche
+              Komplexität besitzt (z.B. nicht viele Details oder Rauschen).
+              Der in-loop-Filter macht eigentlich einen exzellenten Job durch
+              das Kaschieren auftretender Artefakte.
+              Besitzt die Quelle eine hohe räumliche Komplexität, sind Artefakte
+              weniger bemerkbar.
+              Dies ist so, weil das Schwingen (ringing) dazu neigt, wie Details
+              oder Rauschen auszusehen.
+              Die viselle Wahrnehmung des Menschen erkennt leicht, wenn Details
+              entfernt wurden, aber erkennt nicht so leicht, wenn Rauschen falsch
+              dargestellt wird.
+              Wird die Qualität subjektiv, sind Details und Rauschen etwas
+              austauschbares.
+              Durch das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke verstärkst du
+              höchstwahrscheinlich Fehler durch Hinzufügen von
+              Schwingungsartefakten, aber dem Auge fällt nichts auf, weil
+              es die Artefakte mit Details verwechselt.
+            </para>
+
+            <para>
+              Dies rechtfertigt jedoch <emphasis role="bold">nach wie vor</emphasis>
+              nicht das Herabsetzen der Deblocking-Filterstärke.
+              Du kannst im Allgemeinen besseres Qualitätsrauschen im Postprocessing
+              erzielen.
+              Falls deine H.264-Encodierungen zu verschwommen oder verschmiert
+              aussehen, versuche, mit
+              <option>-vf noise</option> beim Abspielen des encodierten Films
+              herumzuspielen.
+              <option>-vf noise=8a:4a</option> sollte die meisten weichen Artefakte
+              kaschieren.
+              Es wird meist mit Sicherheit besser aussehen als die Resultate, die
+              du durch einfaches Herumtüfteln mit dem Deblocking-Filter bekommen
+              hättest.
+            </para></listitem>
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-x264-example-settings">
+      <title>Beispiele für Encodieroptionen</title>
+
+      <para>
+        Die folgenden Einstellungen sind Beispiele unterschiedlicher
+        Kombinationen von Encodier-Optionen, die einen Kompromiss zwischen
+        Geschwindigkeit und Qualität bei gleicher Zielbitrate darstellen.
+      </para>
+
+      <para>
+        All diese Encodier-Einstellungen wurden an einem Beispielvideo
+        mit 720x448 @30000/1001 fps getestet, die Zielbitrate war 900kbps,
+        und der Rechner war ein
+        AMD-64 3400+ mit 2400 Mhz im 64bit-Modus.
+        Jede Encodier-Einstellung zeichnet sich durch eine gemessene
+        Encodiergeschwindigkeit (in Frames pro Sekunde) und dem
+        PSNR-Verlust (in dB) im Vergleich zu den &quot;sehr
+        hochwertigen&quot; Einstellung aus.
+        Bitte hab dafür Verständnis, dass du abhängig von deiner Quelle, deinem
+        Rechnertyp und Entwicklungsfortschritten sehr unterschiedliche Resultate
+        erhalten kannst.
+      </para>
+
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="4">
+            <thead>
+              <row><entry>Beschreibung</entry><entry>Encodier-Optionen</entry><entry>Geschwindigkeit (in fps)</entry><entry>Relativer PSNR-Verlust (in dB)</entry></row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>Sehr hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>subq=6:4x4mv:8x8dct:me=3:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+                <entry>6fps</entry>
+                <entry>0dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Hohe Qualität</entry>
+                <entry><option>subq=5:4x4mv:8x8dct:frameref=2:bframes=3:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+                <entry>13fps</entry>
+                <entry>-0.89dB</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>Schnell</entry>
+                <entry><option>subq=4:bframes=2:b_pyramid:weight_b</option></entry>
+                <entry>17fps</entry>
+                <entry>-1.48dB</entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+      </para>
+    </sect2>
+
+  </sect1>
+
+  <sect1 id="menc-feat-video-for-windows">
+    <title>Encodieren mit der <systemitem class="library">Video for Windows</systemitem> Codecfamilie</title>
+
+    <para>
+      Video for Windows bietet einfaches Encodieren mittels binärer Video-Codecs.
+      Du kannst mit folgenden Codecs encodieren (solltest du mehr haben, teile es
+      uns bitte mit!)
+    </para>
+    <para>
+      Beachte, dass der Support hierfür sehr experimentell ist, und
+      einige Codecs arbeiten vielleicht nicht korrekt. Manche Codecs werden
+      nur in bestimmten Farbräumen funktionieren, versuche
+      <option>-vf format=bgr24</option> und <option>-vf format=yuy2</option>,
+      falls ein Codec versagt oder einen falschen Output liefert.
+    </para>
+
+    <sect2 id="menc-feat-enc-vfw-video-codecs">
+      <title>Von Video for Windows unterstützte Codecs</title>
+
+      <para>
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="4">
+            <thead>
+              <row>
+                <entry>Video-Codec Dateiname</entry>
+                <entry>Beschreibung (FourCC)</entry>
+                <entry>md5sum</entry>
+                <entry>Kommentar</entry>
+              </row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>aslcodec_vfw.dll</entry>
+                <entry>Alparysoft verlustfreier (lossless) Codec vfw (ASLC)</entry>
+                <entry>608af234a6ea4d90cdc7246af5f3f29a</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>avimszh.dll</entry>
+                <entry>AVImszh (MSZH)</entry>
+                <entry>253118fe1eedea04a95ed6e5f4c28878</entry>
+                <entry>needs <option>-vf format</option></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>avizlib.dll</entry>
+                <entry>AVIzlib (ZLIB)</entry>
+                <entry>2f1cc76bbcf6d77d40d0e23392fa8eda</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>divx.dll</entry>
+                <entry>DivX4Windows-VFW</entry>
+                <entry>acf35b2fc004a89c829531555d73f1e6</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>huffyuv.dll</entry>
+                <entry>HuffYUV verlustfrei (lossless) (HFYU)</entry>
+                <entry>b74695b50230be4a6ef2c4293a58ac3b</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>iccvid.dll</entry>
+                <entry>Cinepak Video (cvid)</entry>
+                <entry>cb3b7ee47ba7dbb3d23d34e274895133</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>icmw_32.dll</entry>
+                <entry>Motion Wavelets (MWV1)</entry>
+                <entry>c9618a8fc73ce219ba918e3e09e227f2</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>jp2avi.dll</entry>
+                <entry>ImagePower MJPEG2000 (IPJ2)</entry>
+                <entry>d860a11766da0d0ea064672c6833768b</entry>
+                <entry><option>-vf flip</option></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>m3jp2k32.dll</entry>
+                <entry>Morgan MJPEG2000 (MJ2C)</entry>
+                <entry>f3c174edcbaef7cb947d6357cdfde7ff</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>m3jpeg32.dll</entry>
+                <entry>Morgan Motion JPEG Codec (MJPG)</entry>
+                <entry>1cd13fff5960aa2aae43790242c323b1</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>mpg4c32.dll</entry>
+                <entry>Microsoft MPEG-4 v1/v2</entry>
+                <entry>b5791ea23f33010d37ab8314681f1256</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>tsccvid.dll</entry>
+                <entry>TechSmith Camtasia Screen Codec (TSCC)</entry>
+                <entry>8230d8560c41d444f249802a2700d1d5</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>vp31vfw.dll</entry>
+                <entry>On2 Open Source VP3 Codec (VP31)</entry>
+                <entry>845f3590ea489e2e45e876ab107ee7d2</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>vp4vfw.dll</entry>
+                <entry>On2 VP4 Personal Codec (VP40)</entry>
+                <entry>fc5480a482ccc594c2898dcc4188b58f</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>vp6vfw.dll</entry>
+                <entry>On2 VP6 Personal Codec (VP60)</entry>
+                <entry>04d635a364243013898fd09484f913fb</entry>
+                <entry>stürzt unter Linux ab</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>vp7vfw.dll</entry>
+                <entry>On2 VP7 Personal Codec (VP70)</entry>
+                <entry>cb4cc3d4ea7c94a35f1d81c3d750bc8d</entry>
+                <entry>falscher FourCC?</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>ViVD2.dll</entry>
+                <entry>SoftMedia ViVD V2 Codec VfW (GXVE)</entry>
+                <entry>a7b4bf5cac630bb9262c3f80d8a773a1</entry>
+                <entry></entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+
+        Die erste Spalte enthält die Codec-Namen, die nach dem Parameter
+        <literal>codec</literal> übergeben werden sollten, wie:
+        <option>-xvfwopts codec=divx.dll</option>.
+        Der FourCC-Code, der von jedem Codec verwendet wird, steht in Klammern.
+      </para>
+      <informalexample>
+        <para>
+          Ein Beispiel mit VP3-Kompression:
+          <screen>mencoder dvd://2 -o title2.avi -ovc vfw -xvfwopts codec=vp31vfw.dll -oac copy</screen>
+        </para>
+      </informalexample>
+    </sect2>
+  </sect1>
+
+
+  <sect1 id="menc-feat-vcd-dvd">
+    <title>Verwenden des MEncoder zum Erzeugen VCD/SVCD/DVD-konformer Dateien.</title>
+
+    <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints">
+      <title>Formatbeschränkungen</title>
+      <para>
+        <application>MEncoder</application> ist in der Lage, MPEG-Dateien im VCD-, SCVD-
+        und DVD-Format durch Verwendung der
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>-Programmbibliothek
+        zu erzeugen.
+        Diese Dateien können danach im Zusammenhang mit
+        <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
+        oder
+        <ulink url="http://dvdauthor.sourceforge.net/">dvdauthor</ulink>
+        zum Erzeugen von Disks verwendet werden, die auf einem Standard Set-Top-Player
+        abgespielt werden können.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die Formate DVD, SVCD und VCD sind starken Beschränkungen unterworfen.
+        Es ist nur eine kleine Auswahl an encodierten Bildgrößen und Seitenverhältnissen
+        verfügbar.
+        Wenn dein Film nicht bereits die Anforderungen erfüllt, musst du das Bild
+        skalieren, zuschneiden oder schwarze Ränder hinzufügen, um es konform zu machen.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-resolution">
+        <title>Formatbeschränkungen</title>
+
+        <informaltable frame="all">
+          <tgroup cols="9">
+            <thead>
+              <row>
+                <entry>Format</entry>
+                <entry>Auflösung</entry>
+                <entry>V. Codec</entry>
+                <entry>V. Bitrate</entry>
+                <entry>Samplerate</entry>
+                <entry>A. Codec</entry>
+                <entry>A. Bitrate</entry>
+                <entry>FPS</entry>
+                <entry>Seitenverhältnis</entry>
+              </row>
+            </thead>
+            <tbody>
+              <row>
+                <entry>NTSC DVD</entry>
+                <entry>720x480, 704x480, 352x480, 352x240</entry>
+                <entry>MPEG-2</entry>
+                <entry>9800 kbps</entry>
+                <entry>48000 Hz</entry>
+                <entry>AC3,PCM</entry>
+                <entry>1536 kbps (max)</entry>
+                <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
+                <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x480)</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>NTSC DVD</entry>
+                <entry>352x240<footnote id='fn-rare-resolutions'><para>
+                      Diese Auflösungen werden selten für DVDs verwendet, da sie von
+                      ziemlch niedriger Qualität sind.</para></footnote></entry>
+                <entry>MPEG-1</entry>
+                <entry>1856 kbps</entry>
+                <entry>48000 Hz</entry>
+                <entry>AC3,PCM</entry>
+                <entry>1536 kbps (max)</entry>
+                <entry>30000/1001, 24000/1001</entry>
+                <entry>4:3, 16:9</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>NTSC SVCD</entry>
+                <entry>480x480</entry>
+                <entry>MPEG-2</entry>
+                <entry>2600 kbps</entry>
+                <entry>44100 Hz</entry>
+                <entry>MP2</entry>
+                <entry>384 kbps (max)</entry>
+                <entry>30000/1001</entry>
+                <entry>4:3</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>NTSC VCD</entry>
+                <entry>352x240</entry>
+                <entry>MPEG-1</entry>
+                <entry>1150 kbps</entry>
+                <entry>44100 Hz</entry>
+                <entry>MP2</entry>
+                <entry>224 kbps</entry>
+                <entry>24000/1001, 30000/1001</entry>
+                <entry>4:3</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>PAL DVD</entry>
+                <entry>720x576, 704x576, 352x576, 352x288</entry>
+                <entry>MPEG-2</entry>
+                <entry>9800 kbps</entry>
+                <entry>48000 Hz</entry>
+                <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
+                <entry>1536 kbps (max)</entry>
+                <entry>25</entry>
+                <entry>4:3, 16:9 (nur für 720x576)</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>PAL DVD</entry>
+                <entry>352x288<footnoteref linkend='fn-rare-resolutions'/></entry>
+                <entry>MPEG-1</entry>
+                <entry>1856 kbps</entry>
+                <entry>48000 Hz</entry>
+                <entry>MP2,AC3,PCM</entry>
+                <entry>1536 kbps (max)</entry>
+                <entry>25</entry>
+                <entry>4:3, 16:9</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>PAL SVCD</entry>
+                <entry>480x576</entry>
+                <entry>MPEG-2</entry>
+                <entry>2600 kbps</entry>
+                <entry>44100 Hz</entry>
+                <entry>MP2</entry>
+                <entry>384 kbps (max)</entry>
+                <entry>25</entry>
+                <entry>4:3</entry>
+              </row>
+              <row>
+                <entry>PAL VCD</entry>
+                <entry>352x288</entry>
+                <entry>MPEG-1</entry>
+                <entry>1152 kbps</entry>
+                <entry>44100 Hz</entry>
+                <entry>MP2</entry>
+                <entry>224 kbps</entry>
+                <entry>25</entry>
+                <entry>4:3</entry>
+              </row>
+            </tbody>
+          </tgroup>
+        </informaltable>
+
+        <para>
+          Wenn ein Film ein 2.35:1 Seitenverhältnis hat (die meisten aktuellen Action-Filme),
+          wirst du schwarze Ränder hinzufügen oder den Film auf 16:9 zuschneiden müssen,
+          um eine DVD oder VCD herzustellen.
+          Wenn du schwarze Ränder hinzufügst, versuche diese an 16-Pixel-Rändern
+          auszurichten, um den Einfluß auf die Encodier-Performance zu minimieren.
+          Zum Glück besitzen DVDs eine ausreichend hohe Bitrate, damit du dich
+          nicht zu sehr um die Encodier-Effizienz sorgen musst. SVCD
+          und VCD jedoch sind höchst mager an Bitrate und erfordern Aufwand, um akzeptable
+          Qualität zu erreichen.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-gop">
+        <title>GOP-Größenbeschränkungen</title>
+        <para>
+          DVD, VCD und SVCD zwingen dich auch zu relativ niedrigen
+          GOP-Größen (Group of Pictures).
+          Für Material mit 30 fps ist die größte erlaubte GOP-Größe 18.
+          Für 25 oder 24 fps ist das Maximum 15.
+          Die GOP-Größe wird mittels der Option <option>keyint</option> gesetzt.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-constraints-bitrate">
+        <title>Bitraten-Beschränkungen</title>
+        <para>
+          VCD-Video muss bei CBR 1152 kbps sein.
+          Zu dieser nach oben begrenzten Einschränkung kommt auch noch eine
+          extrem niedrige vbv-Puffergröße von 327 Kilobit.
+          SVCD erlaubt das Variieren der Video-Bitraten auf bis zu 2500 kbps,
+          und eine etwas weniger restriktive vbv-Puffergröße von 917 Kilobit
+          ist erlaubt.
+          DVD-Video-Bitraten können sich bis auf irgendwo um die 9800 kbps
+          einpegeln (wenngleich typische Bitraten etwa halb so groß sind),
+          und die vbv-Puffergröße ist 1835 Kilobit.
+        </para>
+      </sect3>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-output">
+      <title>Output-Optionen</title>
+      <para>
+        <application>MEncoder</application> besitzt Optionen zur Kontrolle des
+        Output-Formats.
+        Durch das Verwenden dieser Optionen können wir ihn anweisen, den
+        korrekten Dateityp zu erzeugen.
+      </para>
+
+      <para>
+        Die Optionen für VCD und SVCD werden xvcd und xsvcd genannt, weil sie
+        erweiterte Formate sind.
+        Sie sind nicht strikt Standard-konform, hauptsächlich weil der Output
+        keine Scan-Offsets enthält.
+        Wenn du ein SVCD-Image generieren musst, solltest du die Output-Datei
+        dem
+        <ulink url="http://www.gnu.org/software/vcdimager/vcdimager.html">vcdimager</ulink>
+        übergeben.
+      </para>
+
+      <para>
+        VCD:
+        <screen>-of mpeg -mpegopts format=xvcd</screen>
+      </para>
+
+      <para>
+        SVCD:
+        <screen>-of mpeg -mpegopts format=xsvcd</screen>
+      </para>
+
+      <para>
+        DVD:
+        <screen>-of mpeg -mpegopts format=dvd</screen>
+      </para>
+
+      <para>
+        DVD mit NTSC-Pullup:
+        <screen>-of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine -ofps 24000/1001</screen>
+        Dies erlaubt 24000/1001 fps progressive-Inhalt bei 30000/1001
+        fps encodiert zu werden, wobei die DVD-Konformität erhalten bleibt.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-aspect">
+        <title>Seitenverhältnis</title>
+        <para>
+          Der Parameter für das Seitenverhältnis von <option>-lavcopts</option> wird zum Encodieren
+          des Seitenverhältnisses einer Datei verwendet.
+          Während des Playbacks wird das Seitenverhältnis dazu benutzt, die korrekte
+          Größe des Videos wieder herzustellen.
+        </para>
+
+        <para>
+          16:9 oder "Breitbild"
+          <screen>-lavcopts aspect=16/9</screen>
+        </para>
+
+        <para>
+          4:3 oder "Vollbild"
+          <screen>-lavcopts aspect=4/3</screen>
+        </para>
+
+        <para>
+          2.35:1 oder "Cinemascope" NTSC
+          <screen>-vf scale=720:368,expand=720:480 -lavcopts aspect=16/9</screen>
+          Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
+          erweiterte NTSC-Breite von 854/2.35 = 368
+        </para>
+
+        <para>
+          2.35:1 oder "Cinemascope" PAL
+          <screen>-vf scale="720:432,expand=720:576 -lavcopts aspect=16/9</screen>
+          Um die korrekte Skalierungsgröße zu berechnen, verwende die
+          erweiterte PAL-Breite von 1024/2.35 = 432
+        </para>
+
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-a-v-sync">
+        <title>Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation</title>
+        <para>
+          Um die Audio-/Video-Synchronisation während der kompletten
+          Encodierung aufrechtzuerhalten, muss
+          <application>MEncoder</application> Frames auslassen oder duplizieren.
+          Dies funktioniert beim Muxen in eine AVI-Datei ziemlich gut,
+          aber meist schlägt das Aufrechterhalten der A/V-Synchronisation mit
+          anderen Muxern wie etwa MPEG garantiert fehl.
+          Dies ist der Grund, weshalb es nötig ist, den
+          <option>harddup</option>-Video-Filter am Ende der Filterkette anzuhängen,
+          um diese Art Problem zu vermeiden.
+          Du findest mehr technische Informationen zu <option>harddup</option>
+          im Abschnitt
+          <link linkend="menc-feat-dvd-mpeg4-muxing-filter-issues">Verbessern der Mux- und A/V-Synchronisationszuverlässigkeit</link>
+          oder in der Manpage.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-output-srate">
+        <title>Sampleraten-Konvertierung</title>
+        <para>
+          Wenn die Audio-Samplerate in der Originaldatei nicht dieselbe wie die
+          vom Zielformat angeforderte ist, wird eine Sampleraten-Konvertierung
+          erforderlich.
+          Dies wird erreicht, indem man die Option <option>-srate</option> und
+          den <option>-af lavcresample</option> Audio-Filter zusammen
+          anwedet.
+        </para>
+        <para>
+          DVD:
+          <screen>-srate 48000 -af lavcresample=48000</screen>
+        </para>
+        <para>
+          VCD und SVCD:
+          <screen>-srate 44100 -af lavcresample=44100</screen>
+        </para>
+      </sect3>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc">
+      <title>Verwenden des libavcodec zur VCD/SVCD/DVD-Encodierung</title>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-intro">
+        <title>Einführung</title>
+        <para>
+          <systemitem class="library">libavcodec</systemitem> kann verwendet
+          werden, um ein VCD/SVCD/DVD-konformes Video durch die Anwendung der
+          passenden Optionen zu erzeugen.
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-options">
+        <title>lavcopts</title>
+        <para>
+          Dies ist eine Liste von Feldern in <option>-lavcopts</option>, die du
+          möglicherweise ändern musst, um einen für VCD, SVCD
+          oder DVD konformen Film herzustellen:
+        </para>
+
+        <itemizedlist>
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">acodec</emphasis>:
+              <option>mp2</option> für VCD, SVCD oder PAL DVD;
+              <option>ac3</option> wird am häufigsten für DVD verwendet.
+              PCM-Audio kann auch für DVD verwendet werden, aber dies ist meistens
+              eine riesen Platzverschwendung.
+              Beachte, dass MP3-Audio nicht konform für irgendeines dieser Formate
+              ist, aber Player haben oft ohnehin kein Problem, es abzuspielen.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">abitrate</emphasis>:
+              224 für VCD; bis zu 384 für SVCD; bis zu 1536 für  DVD, aber
+              übliche Werte reichen von 192 kbps für Stereo bis 384 kbps für
+              5.1-Kanal-Sound.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">vcodec</emphasis>:
+              <option>mpeg1video</option> für VCD;
+              <option>mpeg2video</option> für SVCD;
+              <option>mpeg2video</option> wird gewöhnlich für DVD verwendet, man kann aber auch
+              <option>mpeg1video</option> für CIF-Auflösungen verwenden.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">keyint</emphasis>:
+              Angewandt, um die GOP-Größe zu setzen.
+              18 für Material mit 30fps oder 15 für Material mit 25/24 fps.
+              Kommerzielle Hersteller scheinen Keyframe-Intervalle von 12 zu bevorzugen.
+              Es ist möglich, dies viel größer zu machen und dennoch die Kompatibilität
+              zu den meisten Player zu behalten.
+              Ein <option>keyint</option> von 25 sollte nie irgendwelche Probleme machen.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">vrc_buf_size</emphasis>:
+              327 für VCD, 917 für SVCD und 1835 für DVD.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">vrc_minrate</emphasis>:
+              1152 für VCD. kann für SVCD und DVD so gelassen werden.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">vrc_maxrate</emphasis>:
+              1152 für VCD; 2500 für SVCD; 9800 für DVD.
+              Für SVCD und DVD könntest du niedrigere Werte verwenden, abhängig von
+              deinen persönlichen Vorlieben und Anforderungen.
+            </para>
+          </listitem>
+
+          <listitem>
+            <para>
+              <emphasis role="bold">vbitrate</emphasis>:
+              1152 für VCD;
+              bis zu 2500 für SVCD;
+              bis zu 9800 für DVD.
+              Für letztere zwei Formate sollte vbitrate basierend auf persönliche
+              Vorlieben gesetzt werden.
+              Zum Beispiel, wenn du darauf bestehst, 20 Stunden oder so passend auf
+              eine DVD zu bringen, könntest du vbitrate=400 benutzen.
+              Die sich daraus ergebende Video-Qualität würde womöglich äußerst mies.
+              Wenn du versuchst, die maximal mögliche Qualität auf eine DVD zu quetschen,
+              nimm vbitrate=9800, aber sei gewarnt, dass dich dies zu weniger als
+              einer Stunde Video auf einer Single-Layer DVD zwingen würde.
+            </para>
+          </listitem>
+        </itemizedlist>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-examples">
+        <title>Beispiele</title>
+        <para>
+          Dies ist eine typische Zusammenstellung von mindestens zu verwendenden
+          <option>-lavcopts</option>-Optionen zum Encodieren eines Videos:
+        </para>
+        <para>
+          VCD:
+<screen>-lavcopts vcodec=mpeg1video:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:\
+vrc_maxrate=1152:vbitrate=1152:keyint=15:acodec=mp2</screen>
+        </para>
+
+        <para>
+          SVCD:
+<screen>-lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=917:vrc_maxrate=2500:vbitrate=1800:\
+keyint=15:acodec=mp2</screen>
+        </para>
+
+        <para>
+          DVD:
+<screen>-lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:\
+keyint=15:acodec=ac3</screen>
+        </para>
+
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-lavc-advanced">
+        <title>Erweiterte Optionen</title>
+        <para>
+          Für das Encodieren höherer Qualität könntest du auch qualitätssteigernde
+          Optionen an lavcopts anfügen, wie etwa <option>trell</option>,
+          <option>mbd=2</option> und weitere.
+          Beachte, dass <option>qpel</option> und <option>v4mv</option>, obwohl
+          oft bei MPEG-4 nützlich, nicht auf MPEG-1 oder MPEG-2 anwendbar sind.
+          Außerdem, wenn du versuchst, eine sehr hochwertige DVD-Encodierung zu
+          machen, kann es nützlich sein, <option>dc=10</option> an lavcopts
+          anzufügen.
+          Wobei dies helfen könnte, das Auftreten von Blöcken in fahl-farbenen
+          Bereichen zu reduzieren.
+          Zusammenfassend ist dies ein Beispiel einer Zusammenstellung von lavcopts für
+          für eine höherwertige DVD:
+        </para>
+
+        <para>
+<screen>-lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=8000:\
+keyint=15:trell:mbd=2:precmp=2:subcmp=2:cmp=2:dia=-10:predia=-10:cbp:mv0:\
+vqmin=1:lmin=1:dc=10</screen>
+        </para>
+
+      </sect3>
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-audio">
+      <title>Encodieren von Audio</title>
+      <para>
+        VCD und SVCD unterstützen MPEG-1 Layer II Audio, indem sie einen
+        MP2-Encoder von
+        <systemitem class="library">toolame</systemitem>,
+        <systemitem class="library">twolame</systemitem>,
+        oder <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+        verwenden.
+        Der libavcodec MP2 ist weit davon entfernt, so gut zu sein wie die
+        anderen zwei Bibliotheken, dennoch sollte er immer verfügbar sein.
+        VCD unterstützt nur Audio mit konstanten Bitraten (CBR) wogegen SVCD
+        auch variable Bitraten (VBR) unterstützt.
+        Sei vorsichtig, wenn du VBR benutzt, weil einige schlechte
+        Standalone-Player diese nicht so gut unterstützen könnten.
+      </para>
+
+      <para>
+        Für DVD-Audio wird der AC3-Codec von
+        <systemitem class="library">libavcodec</systemitem>
+        verwendet.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-toolame">
+        <title>toolame</title>
+        <para>
+          Für VCD und SVCD:
+          <screen>-oac toolame -toolameopts br=224</screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-twolame">
+        <title>twolame</title>
+        <para>
+          Für VCD und SVCD:
+          <screen>-oac twolame -twolameopts br=224</screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-audio-lavc">
+        <title>libavcodec</title>
+        <para>
+          Für DVD mit 2-Kanal-Sound:
+          <screen>-oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=192</screen>
+        </para>
+        <para>
+          Für DVD mit 5.1-Kanal-Sound:
+          <screen>-channels 6 -oac lavc -lavcopts acodec=ac3:abitrate=384</screen>
+        </para>
+        <para>
+          Für VCD und SVCD:
+          <screen>-oac lavc -lavcopts acodec=mp2:abitrate=224</screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+    <sect2 id="menc-feat-vcd-dvd-all">
+      <title>Zusammenfassung</title>
+      <para>
+        Diese Sektion zeigt einige komplette Befehle zum Erzeugen von
+        VCD/SVCD/DVD-konformen Videos.
+      </para>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-dvd">
+        <title>PAL DVD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
+harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
+vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:acodec=ac3:\
+abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 25 \
+-o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-dvd">
+        <title>NTSC DVD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:480,\
   harddup -srate 48000 -af lavcresample=48000 -lavcopts vcodec=mpeg2video:\
   vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=18:acodec=ac3:\
   abitrate=192:aspect=16/9 -ofps 30000/1001 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-ac3-copy">
-<title>PAL AVI mit enthaltenem AC3 Audio nach DVD</title>
-<para>
-  Hat die Quelle bereits AC3-Audio, nimm -oac copy anstatt es
-  erneut zu encodieren.
-  <screen>
-  mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-ac3-copy">
+        <title>PAL AVI mit enthaltenem AC3 Audio nach DVD</title>
+        <para>
+          Hat die Quelle bereits AC3-Audio, nimm -oac copy anstatt es
+          erneut zu encodieren.
+<screen>mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd -vf scale=720:576,\
   harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:vrc_maxrate=9800:\
   vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 25 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-ac3-copy">
-<title>NTSC AVI mit AC3-Ton nach DVD</title>
-<para>
-  Hat die Quelle bereits AC3-Audio und ist NTSC @ 24000/1001 fps:
-  <screen>
-  mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-ac3-copy">
+        <title>NTSC AVI mit AC3-Ton nach DVD</title>
+        <para>
+          Hat die Quelle bereits AC3-Audio und ist NTSC @ 24000/1001 fps:
+<screen>mencoder -oac copy -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=dvd:telecine \
   -vf scale=720:480,harddup -lavcopts vcodec=mpeg2video:vrc_buf_size=1835:\
   vrc_maxrate=9800:vbitrate=5000:keyint=15:aspect=16/9 -ofps 24000/1001 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-svcd">
-<title>PAL SVCD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd -vf \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-svcd">
+        <title>PAL SVCD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd -vf \
   scale=480:576,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
   vcodec=mpeg2video:mbd=2:keyint=15:vrc_buf_size=917:vrc_minrate=600:\
   vbitrate=2500:vrc_maxrate=2500:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 25 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-svcd">
-<title>NTSC SVCD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd  -vf \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-svcd">
+        <title>NTSC SVCD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xsvcd  -vf \
   scale=480:480,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
   vcodec=mpeg2video:mbd=2:keyint=18:vrc_buf_size=917:vrc_minrate=600:\
   vbitrate=2500:vrc_maxrate=2500:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 30000/1001 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-vcd">
-<title>PAL VCD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-pal-vcd">
+        <title>PAL VCD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
   scale=352:288,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
   vcodec=mpeg1video:keyint=15:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:vbitrate=1152:\
   vrc_maxrate=1152:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 25 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-<sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-vcd">
-<title>NTSC VCD</title>
-<para>
-  <screen>
-  mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+      <sect3 id="menc-feat-vcd-dvd-all-ntsc-vcd">
+        <title>NTSC VCD</title>
+        <para>
+<screen>mencoder -oac lavc -ovc lavc -of mpeg -mpegopts format=xvcd -vf \
   scale=352:240,harddup -srate 44100 -af lavcresample=44100 -lavcopts \
   vcodec=mpeg1video:keyint=18:vrc_buf_size=327:vrc_minrate=1152:vbitrate=1152:\
   vrc_maxrate=1152:acodec=mp2:abitrate=224 -ofps 30000/1001 \
-  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable>
-  </screen>
-</para>
-</sect3>
-
-</sect2>
-
-</sect1>
+  -o <replaceable>movie.mpg</replaceable> <replaceable>movie.avi</replaceable></screen>
+        </para>
+      </sect3>
+
+    </sect2>
+
+  </sect1>
 
 </chapter>